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Was Fingernägel über die Gesundheit verraten
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Hände sprechen Bände. Vor allem Form, Farbe und Beschaffenheit der Fingernägel geben Auskunft über den Gesundheitszustand. «Das Spektrum kann von banalen bis zu lebensbedrohlichen Krankheiten reichen», sagt Professor Ralf Paus, Leiter der Poliklinik für Dermatologie und Venerologie des Universitätskrankenhauses Eppendorf in Hamburg.

Jede Farb- und Formveränderung, die nicht durch äußere Einflüsse hervorgerufen worden ist, bedarf laut Paus ärztlicher Behandlung. Dazu gehören insbesondere braun-schwarze oder größere gelb-weißliche Nagelverfärbungen, Querrillen, verdickte, bröckelige Nägel oder Nagelplatten, die sich ganz oder teilweise ablösen. «Die Ursache kann harmlos sein», sagt der Dermatologe aus Hamburg. Sie könne aber auch Indiz für eine ernsthafte Erkrankung sein.

Bei Nagelpilz zeige sich eine Verdickung und eine gelb-graue Verfärbung, chronische Schuppenflechte rufe Grübchen und gelbliche Flecken unter den Nägeln hervor. Schwarzer Hautkrebs manifestiere sich in braunen oder schwarzen Verfärbungen. «Diese Erkrankung ist sehr selten, aber lebensbedrohlich», erklärt Paus.

Als «völlig harmlos» bezeichnet Professor Heiko Traupe von der Poliklinik für Hautkrankheiten der Universität Münster hingegen weiße Flecken, die langsam zum Nagelrand herauswachsen. Sie hätten - anders als oft angenommen - nichts mit Kalzium- oder Zinkmangel zu tun, sondern seien meist das Ergebnis kleiner Verletzungen oder Stöße. Eine leichte, regelmäßige Längsriffelung der Nägel sei ebenfalls harmlos und trete mit zunehmendem Alter vermehrt auf.

Risse, Rillen oder brüchige Ränder hingegen können auf Mangelzustände oder Krankheiten hindeuten. Da der Blutkreislauf die Hornplatten der Finger versorgt, lassen sich an ihrem Zustand gesundheitliche Störungen deutlich ablesen. Eine Nierenentzündung zum Beispiel zeige sich durch Querrillen, die nicht mit der Zeit herauswachsen, so Traupe.

Auch bei dem so genannten Yellow-Nail-Syndrom, einer Verdickung und Gelbfärbung der Nagelplatte, sollte der Betroffene laut Professor Hans Wolff von der Dermatologischen Klinik und Poliklinik der Ludwig-Maximilians-Universität München einen Arzt konsultieren: «Dahinter kann sich eine ernsthafte Lungen- und Bronchialerkrankung verbergen.» Extrem blasse Nägel wiederum sind laut Wolff Indiz für eine Leber- oder Nierenstörung. Gelbliche Verfärbungen oder krümeliges Material unter den Nägeln seien Anzeichen einer ansteckenden Pilzerkrankung, die auf jeden Fall ärztlicher Behandlung bedarf, ergänzt Traupe.

Weiche und brüchige Nägel können laut Professor Paus auf eine Mangelernährung hindeuten, wenn sie nicht durch Chemikalien, mechanische Beanspruchungen oder häufiges Arbeiten im feuchtwarmen Milieu hervorgerufen worden sind. Auf keinen Fall aber sollte man einfach selber zu Vitamin- oder Mineralstoffpräparaten greifen, rät der Dermatologe. Zunächst müsse ein Arzt die Diagnose stellen.

Doch auch auf die richtige Nagelpflege kommt es an. «Zu tiefes Herunterschneiden der Nägel kann zu Verletzungen führen», warnt Traupe. «Mindestens ein halber Millimeter weißer Nagelrand sollte bleiben», sagt auch Professor Hans Wolff. Zudem sollte bei der Maniküre nicht das Nagelhäutchen zurückgeschoben werden. Verletzungen des Nagelwalls mit schweren Entzündungen seien häufig die Folge. Grundsätzlich ist es laut Traupe empfehlenswert, Hände und Nägel nicht zu häufig mit Wasser in Kontakt zu bringen und sie regelmäßig einzucremen.

dpa, 15.05.2002

Kommentare (1)

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Ein Beitrag der fast keine Fragen mehr offen lässt - danke für die Arbeit!

mfg Joachim
Joachim Z. , 04.09.2012

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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 26. Februar 2013 um 15:02 Uhr