Neuer Leitfaden für Patienten

Gelenkerkrankung bei Schuppenflechte frühzeitig behandeln

Bei Schuppenflechte und gleichzeitig länger andauernden Schmerzen und Steifigkeit in den Gelenken ist der Rheumatologe gefragt. Dann könnte es sich um eine Schuppenflechte mit Gelenkbeteiligung (Arthritis psoriatica) handeln. Diese besonders schwere Form der Schuppenflechte kommt nach Angaben der Deutschen Haut- und Allergiehilfe bei etwa 5 bis 15 Prozent der Patienten mit Schuppenflechte vor und bleibt oftmals lange unerkannt.

Aufgrund von Fehldiagnosen erhalten Betroffene nach den Erfahrungen der Experten häufig nur Schmerzmittel, die jedoch bei entzündlichen Verläufen die Gelenkzerstörung nicht aufhalten können. Als Folge kommt es dann zu starken Bewegungseinschränkungen und Verkrüppelungen.

Dabei ist die Prognose günstig, auch wenn die Erkrankung nicht heilbar ist. Laut Allergiehilfe können die Betroffenen mit einer frühzeitigen und konsequenten Basistherapie lange beschwerdefreie Phasen erzielen, denn Basismedikamente greifen aktiv in den Krankheitsverlauf ein und wirken der fortschreitenden Entzündung entgegen.

Die Arthritis psoriatica tritt am häufigsten im Alter zwischen 20 und 40 Jahren auf. In vielen Fällen besteht zu diesem Zeitpunkt bereits seit vielen Jahren eine Schuppenflechte. Charakteristische Merkmale: Sie befällt häufig die Endgelenke der Finger und die Mittel- oder Endgelenke der Zehen sowie die Knie. In rund 40 Prozent der Fälle ist die Wirbelsäule beteiligt. Im Frühstadium macht sich die Krankheit oftmals durch Fersenschmerzen bemerkbar. Überdies kommt es als Begleiterscheinung häufig zu einer Entzündung der Regenbogenhaut im Auge.

Weitere Informationen enthält die Broschüre "Arthritis psoriatica: Diagnostik und Therapie – Ein Leitfaden". Das Heftchen ist kostenlos erhältlich bei der

Deutschen Haut- und Allergiehilfe e.V.

Gotenstraße 164

53175 Bonn

Internet: http://www.dha-immuntherapie.de

PDF-Datei: http://www.dha-immuntherapie.de/pdfs/immuntherapie.pdf

Quelle: ddp, 15.04.2004