„Das wichtigste ist, dass man sein Selbstbewusstsein nicht verliert“

Daniel ist einerseits verzweifelt, weil die Wissenschaft nichts über die Ursache für Pso weiß. Andererseits weiß er, wann es ihm gut geht.

Ich bin 26 und meine Psoriasis trat erstmals – als Folge einer Windpockeninfektion – vor 8 Jahren auf und zwar am ganzen Körper. Mittlerweile habe ich gelernt, mich damit abzufinden, auch wenn mich an der ganzen Geschichte am meisten aufregt, dass die Wissenschaft die Psoriasis nicht richtig erforscht. Ich meine, so schwer kann es doch wohl nicht sein, die wirklichen Ursachen herauszufinden und dann Mittel zu finden, die nicht an den Symptomen herumdoktern, sondern die Ursachen beseitigen (die Krankenkassen sind sowieso das Armutszeugnis in Person …):

Die ganzen Therapien mit UV-Licht und Salben sind für mich eigentlich nutzlos. Zwar helfen sie direkt, aber nach wenigen therapielosen Tagen ist die Psoriasis (besser Ihre Symptome) wieder zurück. Da man ohne große Nebenwirkungen nicht endlos therapieren kann, bringt das alles also nicht allzuviel.

Wirklich hilfreich scheint eine dauerhafte Ortsveränderung zu sein. Vergesst Klinkaufenthalte, Totes Meer und UV-Bestrahlung und sucht Euch mal ein Plätzchen mit einem passenden Klima: Nach zwei Tagen Aufenthalt am Cap Ferret an der französischen Atlantikküste war meine Psoriasis so gut wie weg, das gleiche gilt für die Hawaii Inseln. Vermutlich ist es Sonne und Salzhaltiges Klima, was einem hilft. Es liegt also nahe, irgendwohin zu ziehen, wo das Klima dementsprechend ist (Nordsee hat nicht funktioniert… vermutlich fehlt die Sonne, Portugal war auch ein Reinfall). Leider habe ich das auch noch nicht fertiggebracht, aber ich arbeite daran…

Ein wichtiger Punkt ist auch das psychische Wohlbefinden: Wenn es mir richtig gut geht (sagen wir mal, weil ich mich verliebt habe), ist die Psoriasis ebenfalls so gut wie weg. Wenn es mir schlecht geht (sagen wir mal, weil ich mich verliebt habe, sie aber wegen der Psoriasis nichts von mir wissen will 😉 ) oder ich einfach nur im Stress bin (ab und an ist man halt im Stress), wird auch die Psoriasis schlimmer. Dass die Psoriasis aber nicht alleine von der Psyche bestimmt wird, merkt man spätestens dann, wenn sie wegen einer Erkältung schlimmer wird.

Na ja, das wichtigste ist wohl, dass man sein Selbstbewusstsein nicht verliert. Das ist zwar einfacher gesagt als getan (man traut sich nicht so recht schwimmen zu gehen oder man denkt halt schon „ojeh, wenn ich das T-Shirt anziehe, sieht man meine Psoriasis, dann will niemand was von mir wissen…“ aber was solls…es will je eh niemand was von einem wissen *lach* 😉

Also, was mache ich, um damit leben zu können:
morgens ein langes Bad nehmen (falls man Zeit hat)
die Sonne geniessen (falls vorhanden)
soweit wie möglich ausgeglichen (oder noch besser glücklich) sein (und sich dabei nicht aufregen)
irgendwohin ziehen, wo es Sonne und Meer gibt (leichter gesagt als getan, aber wohl am vieeeeeeeeeelversprechendsten)
Und wenn jemand zu einem sagt, „Hey, was hast denn Du gemacht, bist Du vom Fahrrad gefallen?“, einfach antworten „Ja, und zwar jeden Tag.“.

Ok, dann machts mal gut und macht Euch vor allem nicht verrückt. Und meldet Euch, wenn Ihr ein nettes Mädchen seid, das an Punkt 3 mitarbeiten möchte. *grins*

Alles gute, Gruß Daniel

1 Kommentar

  1. nee, möchte nicht an punkt 3 mitarbeiten, obwohl ich ein mädchen bin!
    Nur ein Kommentar: lebe seit 13 Jahren in Spanien und es ist auch nicht die Lösung!
    (…was die krankheit angeht, ansonsten natürlich sehr angenehm. Aber vergesst nicht, dass man auch hier arbeiten muss und das ist nicht fiesta und siesta!)

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