Grundstein für neue Hautklinik in Mannheim gelegt

Baden-Württembergs Sozialminister Andreas Renner hat Ende Januar 2006 den Grundstein für den Neubau der Hautklinik am Mannheimer Universitätsklinikum gelegt. Das Gebäude soll zum Jahreswechsel 2007 / 2008 fertig sein. Dann werden Stationen, Untersuchungsräume, Operationssäle sowie die Ambulanz der Universitätsklinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie dort einziehen. Außerdem wird die Dermato-Onkologische Kooperationseinheit von Hautklinik und Deutschem Krebsforschungszentrum (dkfz) das Gebäude nutzen.

Insgesamt werden 3.600 Quadratmetern Nutzfläche für Krankenversorgung und Forschung zur Verfügung stehen. Der Neubau kostet 22 Millionen Euro.

Bislang ist die Abteilung für Dermatologie in zwei Altbauten angesiedelt, die in ihrer ursprünglichen Bausubstanz aus dem Jahr 1924 stammen. Trotz mehrfacher Sanierungen erwiesen sich diese Räumlichkeiten mit der Zeit als nicht mehr zufriedenstellend.

Die Mannheimer Dermatologie entstand im Jahr 1901 am städtischen Krankenhaus. Bei den Krankheitsbildern standen damals Geschlechtskrankheiten wie Syphilis und Gonorrhö im Vordergrund, außerdem Erkrankungen wie die Krätze, die auf mangelhafte hygienische Bedingungen und schlechte Wohnverhältnisse zurückzuführen waren.

Wie in kaum einem anderen Fach haben sich die Arbeitsschwerpunkte im Laufe der Zeit gewandelt: Das medizinische Spektrum der Klinik umfasst heute auch die Behandlung von Tumorerkrankungen, von Allergien, von Hautkrankheiten und von chronisch-entzündlichen Erkrankungen der Haut. Angesiedelt sind dort außerdem Bereiche für Berufsdermatologie, Umweltmedizin und ästhetisch rekonstruierende Eingriffe.

Die Klinische Kooperationseinheit für Dermato-Onkologie wurde 1997 zusammen mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum eingerichtet. Sie befasst sich in enger Verzahnung von Krankenversorgung und Wissenschaft vor allem mit Tumoren der Haut. Zu den Forschungsschwerpunkten gehört der Themenkomplex Chemoresistenz, Immun- und Gentherapie beim malignen Melanom.

In der Universitätsklinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie werden jährlich 2.000 Patienten stationär behandelt, deren durchschnittliche Verweildauer bei 7,75 Tagen liegt. Leiter ist Professor Dr. Sergij Goerdt.

idw / cl

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