Mit Magnetarmreifen gegen Arthritisschmerzen

Magnetische Armbänder können bei Arthritisschmerzen in Hüfte und Knie helfen. Darauf deutet eine Untersuchung britischer Wissenschaftler an 194 Patienten hin. Bei Patienten mit Magnetbändern verringerten sich die Schmerzen deutlich stärker als bei Versuchspersonen, die nur die Attrappe eines Magnetbands trugen. Über ihre Ergebnisse berichten Edzard Ernst von der Universität von Central Lancashire in Preston und seine Kollegen im Fachmagazin „British Medical Journal“ (Band 329).

Die Wissenschaftler teilten die Probanden in drei Gruppen ein: Die einen trugen stark, die anderen schwach magnetische Bänder. Die dritte Gruppe trug Placebo-Bänder ohne Magneten. Nach zwölf Wochen befragten die Forscher die Patienten, wie stark ihre Schmerzen waren, ob ihre Beine steif waren und ob sie die Beine gut bewegen konnten. Das Ergebnis: Deutlich mehr Patienten mit stark magnetischen Bändern berichteten über eine mäßige bis starke Verringerung ihrer Beschwerden als Patienten aus den beiden anderen Gruppen. Wahrscheinlich wirkten sich Magnetarmbänder nur ab einer Stärke von ungefähr 170 Millitesla auf Arthritisschmerzen aus, vermuten die Forscher.

Wie die Magneten auf die Gelenkerkrankung wirken, ist jedoch unklar. Die Wissenschaftler schließen auch nicht aus, daß Placeboeffekte bei dem Ergebnis eine größere Rolle spielen als gedacht. Klar ist ihnen: Für einen klaren Nachweis sind weitere und größere Studien nötig.

Generell raten die Mediziner ganz ausdrücklich, die Magneten nur ergänzend zu herkömmlichen Therapien einzusetzen. Ob das Tragen von Magnetbändern Gesundheitsrisiken birgt und ob die positiven Auswirkungen auch über zwölf Wochen hinaus noch anhalten, soll in weiteren Studien geklärt werden.

Quelle: ddp, 17.12.2004

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