Rheuma-Therapien mit radioaktiven Substanzen könnten bald nicht mehr zu haben sein.
Nuklearmediziner warnen vor einem Wegbrechen der Rheumatherapie mit radioaktiven Substanzen. Die seit Jahrzehnten bewährte Therapie mit dem Namen Radiosynoviorthese (RSO) drohe von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung ab Oktober so niedrig bewertet zu werden, dass die Kosten nicht mehr gedeckt würden, sagte der Kölner Mediziner Gynter Mödder am Donnerstag in Rostock bei der 42. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin.
Bei der RSO werden so genannte Radionuklide in die entzündete Gelenkschleimhaut eingeschleust, wodurch die Wucherungen zerstört werden ohne den Knorpel anzugreifen. Anwendungsbereiche sind unter anderem Polyarthritis, Arthrose und auch die Psoriasis Arthritis. Jedes Jahr werden etwa 6.300 Patienten damit behandelt. Die Erfolgsquote liegt laut Mödder bei 60 bis 80 Prozent.
Zum Weitersurfen
Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin: http://www.nuklearmedizin.de
Quelle: dpa, 22. April 2004








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