Rheuma-Liga bot Expertenforum zum Schlaf

schlaflos

Bis zu 60 Prozent aller Rheumatiker leiden im akuten Stadium der Erkrankung an gestörtem Schlaf. Außerdem kommen mit Rheuma oft auch Missempfindungen, Bewegungsunruhe, Restless legs und nächtliche Schmerzen.  Wer schlecht ein- oder durchschläft, kann beruhigende Depressions-Medikamente helfen, erklärt Professor Geert Mayer, Facharzt für Neurologie, Epilepsie und Schlafstörungen, in der Ausgabe 02/2011 der Zeitschrift mobil.

Der Rheumakranke kann auch selbst kann einiges tun, um gut durchzuschlafen:

  • Tagsüber sollte man sich körperlich aktiv und wach halten, so weit es eben geht.
  • Für die Nachtruhe sollte man sich fragen, ob Wärme oder Kälte die Schmerzen beeinflussen.
  • Wie man sich bettet, so schläft man. „Physiotherapeuten können dabei unterstützen.“

„Viele Patienten mit Fibromyalgie oder entzündlich-rheumatischen Erkrankungen beklagen auch tagsüber eine starke Müdigkeit und Erschöpfung“, berichtet Professor Erika Gromnica-Ihle, Rheumatologin und Präsidentin der Deutschen Rheuma-Liga. Die so genannte Fatigue störe einen Großteil der Patienten nach dem Schmerz am meisten.

In einer Analyse symptomatischer Veränderungen von über 20.000 Patienten mit rheumatoider Arthritis wurde nachgegewiesen, dass die Fatigue-Symptomatik unabhängig vom Gesundheitszustand bestehen bleibt, berichten Professor Frank Buttgereit und Dr. Jaqueline Detert von der Charité Berlin.

Mehr zum Thema Fatigue, Rheuma und Schlaf bot die Deutsche Rheuma-Liga im Internet: Vom 9. bis 16. Februar 2011 konnten Betroffene in einem Expertenforum ihre Fragen stellen oder ihre eigenen Erfahrungen zum besseren Schlafen mit Rheuma austauschen. Leider sind Fragen und Antworten nach einem Umbau der Internetseite nicht mehr nachzulesen.

cl

 

Bildquellen

  • Schlafen: AVAVA / Fotolia.com

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