Psoriasis und Hormone – was passiert da?

SchwangerPubertät, Schwangerschaft, Stillzeit oder Wechseljahre – die Hormone spielen im Leben eines Menschen eine wichtige Rolle. Ihre Wirkung auf die Psoriasis ist sehr unterschiedlich.

Meist tritt die Psoriasis bei jungen Erwachsenen erstmals auf. Bricht die Krankheit früher aus, dann oftmals in der Pubertät. Hormone als Auslöser der Krankheit wurden bislang nicht ausreichend erforscht. Auch wie sich Hormone auf eine bereits bestehende Psoriasis auswirken, ist bis heute nicht vollständig geklärt.

Allerdings haben Forscher nachgewiesen, dass Männer seltener unter Psoriasis und allgemein unter Entzündungen leiden, weil sie mehr Testosteron im Blut haben als Frauen. Die Sexualhormone der Frauen hingegen nennen sich Östrogen, Progesteron und Gestagen. Progesteron ist in der prämenstruellen Phase, also den „Tagen vor den Tagen“, dominierend und sorgt womöglich für die Verschlechterung der Psoriasis in dieser Zeit.

Bei Schwangerschaften, der Einnahme von Antibabypillen oder anderen Hormontherapien herrschen hingegen Östrogene und Gestagene vor. Ihr Einfluss bleibt ungeklärt, da sich der Hautzustand bei manchen Frauen verbessert und bei anderen verschlechtert.

Verbessert sich der Zustand während einer Schwangerschaft, führen Forscher dies unter anderem auf das Steroidhormon Kortison zurück, welches während einer Schwangerschaft vermehrt ausgeschüttet wird. Warum andere Frauen von einer Verschlechterung berichten, bleibt bislang ein Rätsel. Ebenso wie der Umstand, dass einige Psoriatikerinnen von hormonellen Verhütungsmethoden profitieren und andere nicht.

Scheinbar spielen bei Frauen noch viele weitere Faktoren eine Rolle oder auch das individuelle, mengenmäßige Ausmaß der Ausschüttung von Östrogen, Progesteron, Gestagen und Testosteron.

 

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  • Schwanger: Anja Greiner Adam - Fotolia.com
Über Inga Richter 24 Artikel
Inga Richter ist Wissenschaftsjournalistin, Pharmazeutisch-technische Assistentin und Biologin.

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