Körperliche Anstrengung kann Psoriasis-Risiko senken

Jogging

Bewegung kann Entzündungen positiv beeinflussen – das ist von Diabetes, Dickdarmkrebs, koronarer Herzkrankheit und Brustkrebs bekannt. Bei der Psoriasis scheint es auch so zu sein. Körperliche Anstrengung jedenfalls reduziert das Risiko, eine Psoriasis zu bekommen. Das haben US-Forscher herausgefunden.

Die Forscher empfehlen in ihrem Artikel in der Zeitschrift „Archives of Dermatology“ anstrengenden Sport, der 105 Minuten Jogging oder 180 Minuten Schwimmen oder Tennis pro Woche entspricht. Dann sinke das Risiko einer Psoriasis um 25 bis 30 Prozent – gegenüber denjenigen, die keine anstrengende Sportart betreiben. Einfaches Laufen („Walking“) senkte übrigens nach Angaben der Wissenschaftler das Psoriasis-Risiko nicht.

Hillary C. Frankel aus Boston und ihre Kollegen haben die Daten aus der „Nurses Health Study II“ benutzt – einer jahrelang laufenden Studie aus den USA, in der die Daten von Frauen auf gesundheitliche Fragestellungen aller Art hin untersucht werden.

Bei der Datenerhebung wurden 86.665 Frauen berücksichtigt, die keine Psoriasis hatten. Sie wurden 1991, 1997 und 2001 mit einem Fragebogen um Antworten gebeten. Nach Ende des Studienzeitraumes hatten 1026 eine Psoriasis entwickelt. Dabei sahen die Forscher, dass die körperlich aktiven Frauen seltener Psoriasis bekamen als die inaktiven.

Die Forscher empfehlen weitere Studien, um den Nutzen körperlicher Aktivität in Bezug auf die Psoriasis weiter zu untersuchen: „Körperliche Belastung kann bei Frauen, die ein Psoriasis-Risiko haben, eine Art Prävention sein“, schreiben sie.

In der Studie ging es „nur“ um das Risiko, eine Psoriasis überhaupt, also erstmals, zu bekommen – nicht aber darum, eine bestehende Schuppenflechte zu lindern.

 

Quelle: Hillary C. Frankel et al: „The Association Between Physical Activity and the Risk of Incident Psoriasis“ in: Archives of Dermatology, Mai 2012

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  • Jogging: Maridav - Fotolia.com
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Claudia Liebram ist Berlinerin mit Leib und Seele. Dort arbeitet sie als Redakteurin. Ihre Psoriasis begann, als sie 3 Jahre alt war – viel Erfahrung also, die sie weitergeben kann.

2 Kommentare

  1. ich „“Durch Bewegung und Sport findet ein schnellerer Stoffwechsel statt im Körper. Einfach ausgedrückt, „der Körper kann durch Sport seinen Sondermüll entsorgen“. Psoriasis ist eine Erscheinung bei der, der Körper durch die Hautoberfläche versucht seinen Müll zu entsorgen. Die Hautoberfläche wird durch Bläschenbildung vergrößert, eine vermehrte Schuppenbildung findet statt, ein natürlicher Ausleitungsweg oder eine Aufnahmefläche die sich der Organismus schafft. Durch Sport kann der Körper an mehrere Stellen sich seinen Müll entledigen, die Müllentsorgung des Körpers kann sich effektiv verteilen und der Prozess geht schneller von statten. Einerseits findet durch die vermehrte Sauerstoffzufuhr (bei Sport) eine schnellere Verbrennung (Nährstoffen) statt. Anderseits kann der Körper schneller seinen Unrat (wie z.B. CO2) los werden. Durch Sport in Maßen und an frischer Luft können wir unseren Körper zu einem Teil entlasten. Dazu eine ausgewogene und verträgliche Ernährung, ausreichend Flüssigkeit, Umweltgift aus dem Weg gehen, einen günstigen Schlafrhythmus wählen (ideal 19:00 Uhr – 4:00 Uhr), natürliches Sonnenlicht tanken in Maßen.
    „In meinen Sinne haben viele Krankheiten Gemeinsamkeiten, der Körper zeig uns an dass er etwas los werden möchte oder einen Mangel hat. Z.B. Krebszellen vergrößern eine Fläche um etwas auszuleiden oder etwas aufzunehmen, bei einer vergrößerten Schilddrüse sehe ich das nicht anders und so weiter und so fort…In meinem Sinne sind Medikamente und Operationen nicht immer angebracht und sogar extra belastend. Viele Krankheiten lassen sich auf natürlichen weg wieder rückbilden. Auch für die Ernährung gibt es kein Patentrezept, was für den einen gut verträglich ist kann bei den anderen Unverträglichkeiten verursachen. Z.B. Milch, wer nicht ausreichend mit den entsprechenden Enzymen gesegnet ist vergifte sich quasi mit Milch. Im Großen und Ganzen kann man sich wohl mit allem vergiften oder schaden, ja sogar Wasser über einen großen Zeitraum in Mengen über die 3 Liter Marke am Tag, schwemmt mir wichtige Mineralien aus dem Körper und es kann zu Organschäden führen die wiederum eine Kettenreaktion auslösen im Körper. Trink ich zu wenig, steht auch die Gesundheit Kopf also ein Maß aller Dinge ist die Devise wohl in allem und das Maß kann auch Verzicht bedeuten bei bestimmt Sachen die meinen Körper überlasten.““

  2. Also auch wenn die Wissenschaftler sagen, dass Walking das Risiko auf Psoriasis nicht senkt, so kann ich das als Einstiegssport empfehlen. Es hat meinen Gelenken sehr geholfen und ich bin danach zum Schwimmen und Joggen übergegangen. Nur so als Tipp!
    liebe Grüße,
    Tina

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