Neue bundesweite Studie zur der Salzwasser-Licht-Therapie bei Schuppenflechte
Auch die Sole-Heilbäder wollen's jetzt wissen
Der Deutsche Heilbäderverband sucht Patienten, die an einer Studie der Sole-Bestrahlung-Kombination teilnehmen. Wer in der Nhe eines Kurortes wohnt, käme auf diese Weise kostenlos zu einer erprobten Behandlungsmethode.
Seit Jahrzehnten reisen Menschen mit ausgeprägter Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris) ans Tote Meer, um auf Krankenkassen-Rezept mit Salzwasser- und Sonnenbädern ihre Hautveränderungen abheilen zu lassen. In Deutschland wird diese Behandlungsmethode in etwas abgewandelter Form seit den 70er Jahren in vielen Sole-Heilbädern mit großem Erfolg nachgeahmt: Patienten mit Schuppenflechte baden im Salzwasser (Sole) von Heilquellen und werden anschließend bestrahlt.
Die Krankenkassen, die von Anbeginn an von dieser "Sole-Photo-Therapie" als Alternative zu Kuren am Toten Meer überzeugt waren, dürfen seit Beginn des Jahres 2000 die Kosten im Rahmen ambulanter Behandlungen nicht mehr übernehmen. Begründung: der angeblich fehlende Nachweis ihrer Wirksamkeit im Vergleich zu einer alleinigen Licht-Behandlung.
Vor diesem Hintergrund führt der Deutsche Heilbäderverband e.V. nunmehr eine bundesweite Studie zur Wirksamkeit der Salzwasser-Licht-Therapie in mehreren deutschen Sole-Heilbädern durch. An mindestens 600 Patienten soll der Beweis für die Wirksamkeit möglichst noch in diesem Jahr erbracht werden. Die medizinwissenschaftliche Leitung der Studie liegt bei Professor R.U. Peter von der Universität Ulm (Dermatologie), die wissenschaftliche Organisation bei Professor K.-L. Resch vom Forschungsinstitut für Balneologie und Kurortwissenschaft (Bad Elster/Sachsen). Unterstützung für diese Studie erhielt der Deutsche Heilbäderverband e.V. auch von Krankenkassen.
Im Rahmen dieses großen Forschungsvorhabens bieten folgende Heilbäder kostenlose Behandlung an:
- Berchtesgaden
- Lüneburg
- Bad Nenndorf
- Bad Oeynhausen
- Bad Pyrmont
- Bad Rappenau
- Schönebeck/Bad Salzelmen
- Bad Salzuflen
- Bad Salzungen
- Bad Sassendorf
- Bad Sooden-Allendorf sowie
- Bad Bentheim
Wer sich an der Studie beteiligen möchte, sollte in der Nähe der Kurorte leben: Durchschnittlich drei Sitzungen pro Woche, und das sechs Wochen lang - das macht kein Urlaubskonto mit.
Auskunft erteilen die jeweiligen Kurverwaltungen und der Deutsche Heilbäderverband e.V, Schumannstr. 111, 53113 Bonn, Telefon 0228/20120-0. Weitere Informationen über die beteiligten Heilbäder und Einzelheiten über die Teilnahme an der Behandlung können unter der Service-Nummer der Studienzentrale abgefragt werden unter 037437/55734.
Eine rege Beteiligung wäre für alle Psoriasitiker hilfreich: Das Ergebnis der Studie darüber, ob künftig die Kosten von den Kassen übernommen werden können. (cl)








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