Großflächige Schuppen, die sich häufig an den Knien, Ellenbogen oder der behaarten Kopfhaut bilden, sind ein typisches Erkennungsmerkmal der Schuppenflechte. Etwa zehnmal so schnell wie bei gesunden Menschen erneuert sich bei den Betroffenen die Haut. Die neuen Hautzellen bilden aber keine zusammenhängende Hautschicht, sondern blättern ab und können dabei Entzündungen und Blutungen verursachen.
Die rasante Zellteilung kann mit der PUVA-Therapie normalisiert werden. Das ist eine Bestrahlungs-Therapie, die sich die Wirkung des Arzneistoffs 8-Methoxy-Psoralen zu Nutze macht. Dieser Arzneistoff wird den Patienten circa eine Stunde vor der Bestrahlung in Form einer Tablette gegeben, so dass er sich im Körper verteilt und auch in die Hautzellen gelangt. Werden die krankhaften Hautstellen mit UV-A-Licht bestrahlt, geht 8-Methoxy-Psoralen in einen energiereicheren Zustand über. Dadurch bindet er sich an die Stellen in der Zelle, die bei der Zellteilung eine wichtige Rolle spielen. Derart blockiert, ist es den Zellen nun unmöglich, sich zu teilen: Die krankhafte Schuppenbildung wird gestoppt. PUVA steht demnach für Psoralen kombiniert mit UV-A-Strahlen.
Besser verträglich - 8-Methoxy-Psoralen kann Übelkeit verursachen - ist die Balneo-PUVA-Therapie. Der Patient nimmt den Arzneistoff nicht ein, sondern badet für circa 15 Minuten in einer Lösung des Arzneistoffs. Unmittelbar danach werden die Schuppenflechte-Areale mit UV-A-Licht bestrahlt.
Apothekerin Christina Thulke
Quelle: Neue Apotheken-Illustrierte 1.9.1999











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