Erfolge mit Laser und UV-Strahlung

Silberstreif am Horizont für Psoriasis-Patienten: Bestrahlungen mit ultraviolettem Licht und Laser zeigten vielversprechende Erfolge.

Die Haut war schöner und klarer, die Schuppenflechte verschwunden, durchschnittlich sechseinhalb Monate hielt der Erfolg an – das ergab eine Studie, im Rahmen derer mit Laser und ultravioletten Strahlen behandelt wurde. Zwar waren es nur 13 Patienten, die US-Forscher in ihre Studie einschlossen, doch der Erfolg – siehe oben – sprach für sich.

„Bei der konventionellen UV-Therapie wird im allgemeinen – unnötigerweise, aber unvermeidbar – der ganze Körper der potentiell schädlichen Strahlung ausgesetzt“, schrieben die Wissenschaftler in der Zeitschrift Archives of Dermatology, einer Publikation der American Medical Association. Solchermaßen könne die traditionelle Therapie zu bösen Spätfolgen führen; etwa zu vorzeitiger Alterung der Haut und zu Hautkrebs.

Der Laser jedoch arbeitet „schonender“: Nicht der ganze Körper wird der Strahlung preisgegeben, sondern nur die befallenen Stellen, die mittels des schmalen Lichtbandes gezielt bestrahlt werden können. Zudem läßt sich bei Laser auch die richtige Wellenlänge einstellen. Beide Vorteile zusammen wiederum ermöglichen den Einsatz einer weit höheren Strahlendosis, präzise auf das Psoriasis-Areal abgezielt.

Ein weiterer Vorteil der UV-Laser-Kombination: Bei der Standard-UV-Therapie sind 25 bis 35 Sitzungen nötig, bei der Laserbehandlung weit weniger.

Vielversprechende Studienergebnisse, aber dennoch momentan nicht mehr als ein Silberstreifen am Horizont. Denn, wie erwähnt, war die Probandenzahl sehr klein. Und zum anderen ist Psoriasis, an der zwei Prozent der US- und der europäischen Bevölkerung leiden, leider nach wie vor nicht vollständig heilbar.

Quelle: Die Presse (Österreich), 28. Juni 2000

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