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PSO aktuell

Mit Strom gegen Schuppenflechte
Therapien

Von A. Schulte am Esch

Hautärzte der Universitätsklinik in Mannheim rücken der lästigen Schuppenflechte (Psoriasis) jetzt mit Wechselstrom zu Leibe. Wie die Ärzte-Zeitung berichtet, scheint dieser neue Therapieansatz sehr vielversprechend zu sein: Studien hatten gezeigt, dass sich bei 90 Prozent der Patienten die befallenen Stellen nach dreimonatiger Behandlung deutlich zurückbildeten oder sogar vollständig abheilten.

Rund drei Millionen Deutsche leiden an Schuppenflechte. Bei dieser Hauterkrankung ist die Teilungsaktivität der Hautzellen zehnmal höher als normal. Die Folge: ständige Schuppung der Haut, Rötungen, Entzündungen, nässende Pusteln und starker Juckreiz. Bislang übliche Behandlungsmethoden wie meersalzhaltiger Bäder, fetthaltige Salben und UV-Licht lindern zwar die Beschwerden, bringen aber keine Heilung.

Bei dem neuen Verfahren, so erklären die Mannheimer Forscher, bremsen elektromagnetischen Wellen die krankhafte Überproduktion der Hautzellen und packen somit das Übel an der Wurzel. Die Patienten bekommen hierfür ein so genanntes Interferenzstromgerät mit nach Hause und führen die Therapie nach Anleitung selber durch. Hierfür werden die erkrankten Hautbereiche in ein Wasserbad getaucht und der Wechselstrom über Elektroden zugeführt. Der Stromfluss ist schwach (0,1 Milliampere) und völlig ungefährlich und erzeugt lediglich eine leichtes Kribbeln auf der Haut.

Bislang wird diese neue Methode jedoch nur an der Hautklinik Mannheim angeboten. Bis sich die Stromtherapie als Behandlung von Schuppenflechte durchsetzt, könnten laut der Mediziner noch zwei bis drei Jahren vergehen. Die Kosten für die Geräte werden von den Krankenkassen derzeit noch nicht übernommen.

Quelle: Berliner Morgenpost, 26. Juli 2000

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Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 02. Juni 2007 um 07:54 Uhr