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Bundesamt rät von "Wundermittel" MMS ab
Therapien
Tropfen
Wer über Jahre eine chronische Erkrankung wie die Psoriasis mit sich herumschleppt, wird vermutlich irgendwann von Bekannten oder Verwandten auf dieses und jenes Wundermittel hingewiesen. Darunter dürfte ziemlich oft MMS sein.
 
Vom „Miracle Mineral Supplement“ werden diverse Geschichten erzählt. Fast alle klingen wie Märchen. Das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) holt jetzt die Verfechter in die Realität zurück: Es rät von der Einnahme ausdrücklich und dringend ab.
 
Demnach wird MMS als Lösung in kleinen Flaschen angeboten. Oft wird ein weiteres Fläschchen mit einer verdünnten Säure dazu verkauft. Das enthält eine verdünnte Säure, die den Inhalt der ersten Flasche „aktivieren“ soll.
 
Dem BfR liegen Meldungen aus dem Ausland vor. Darin berichten MMS-Anwender von
  • Bauchschmerzen
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Blutdruckstörungen
  • erheblichem Flüssigkeitsverlust
Äußerlich in falscher Dosierung aufgetragen, kann MMS die Haut und Schleimhaut laut BfR reizen oder gar verätzen. Dabei muss nicht einmal der Anwender die Mischung falsch ansetzen – manchmal kann eine als gebrauchsfertig deklarierte Lösung ab „Werk“ falsch gemischt sein.
 
In MMS steckt Natriumchlorit. Das starke Oxidationsmittel sollte nicht mit Natriumchlorid – landläufig Kochsalz genannt – verwechselt werden. Aus erst genanntem Natriumchlorit und der hinzugemixten Säure entsteht Chlordioxid – eine Säure, die stark reagiert.
Das BfR schreibt, dass es sich bei MMS „nicht um eine sinnvolle Ergänzung der Ernährung mit Mineralstoffen handelt“.
 
Gesundheitsbehörden anderer europäischer Länder sowie in Kanada und den USA raten ebenfalls von der Anwendung von MMS ab. cl
 
Foto: Schlierner - Fotolia.com

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Zuletzt aktualisiert am Montag, den 16. Juli 2012 um 15:54 Uhr