Neue Mahonia-Produkte streben nach Europa

Mahonia aquifolium

Die Leverkusener Firma Biofrontera hat sich die Rechte am Vertrieb und der Weiterentwicklung einer Produktserie zur Behandlung der Schuppenflechte gesichert. Sie will und darf künftig in Deutschland und Europa Reliéva vertreiben. Darin steckt als wichtigster Wirkstoff Mahonia aquifolium. Der ist in Deutschland vor allem als Inhaltsstoff von Rubisan (Creme und Salbe) bekannt. Beide Produkte – Relièva und Rubisan – haben die gleiche Dosierung von 10 Prozent. Aber: In der Produktlinie Reliéva gibt es außerdem eine Lotion und ein Shampoo. An der Firma Biofrontera ist es nun, diese Mittel in Europa und anderen Ländern zur Zulassung zu bringen.

Biofrontera führt „mehrere klinische Studien mit insgesamt weit über 500 Patienten mit Schuppenflechte oder Neurodermitis“ an, in denen Reliéva eine „hervorragende Wirksamkeit“ bescheinigt wurde. Dabei hätte es keine Hinweise gegeben, „dass die Wirkung bei lange anhaltender Behandlung nachlässt“. So wird das Mittel also zur „dauerhaften Basistherapie“ empfohlen.

Die Firma Biofrontera forscht schon länger an Medikamenten zur Behandlung der Psoriasis und ist eher ein Biotechnologie-Unternehmen. Bislang ist keines der erforschten Medikamente zugelassen.

In den USA wird Reliéva verkauft

  • Creme 100 Gramm für 39,99 Dollar (Tageskurs: 26,06 Euro)
  • Lotion 147 ml für 39,99 Dollar
  • Shampoo 266 ml für 39,99 Dollar

Zum Vergleich: Rubisan Salbe kostet hierzulande 29,24 Euro für 100 Gramm (Listenpreis). Dr. Horst Harle, ein „kleiner“ Anbieter, der seine Produkte in einer Apotheke mischen lässt, nimmt für 200 Milliliter seiner Mahoni-Milch oder seiner Kopfhaut-Pflege 34,80 Euro. cl

Video einer Reliéva-Anwenderin (englisch)

Quellen:

Bildquellen

  • Mahonia aquifolium: 0608195706081957 - Fotolia.com

1 Kommentar

  1. Die folgende Aussage (Zitat: „Biofrontera führt „mehrere klinische Studien mit insgesamt weit über 500 Patienten mit Schuppenflechte oder Neurodermitis“ an, in denen Reliéva eine „hervorragende Wirksamkeit“ bescheinigt wurde.“) ist doch sehr schwammig. Die behauptete Wirksamkeit bei doch so deutlich unterschliedlichen Indikationen lässt vermuten, dass hier allenfalls unspezifische Effekte zum Tragen kommen. Die sehr unbestimmte Aussage beinhaltet weder zeitliche Dimensionen noch eine klare Beschreibung der Wirkungen. Wünschenswert wären Untersuchungen der Wirksamkeit unter ddefinierten Bedingungen, die unabhängig von Placebowirkungen einen Erfolg nachweisen.

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