Schlammtherapie – Heilung am Toten Meer

Von Traute Bonnichsen

Eine Kur am Toten Meer ist besonders sinnvoll bei folgenden Krankheiten:

Schuppenflechte, Neurodermitis, atopische Dermatitis, Vitiligo und Rheuma.

Es gibt nach wie vor die Möglichkeit, Kuren im Ausland zu machen. Allerdings muss der Amtsarzt das befürworten. Die meisten Krankenkassen erwarten, dass schon einmal eine Kur in Deutschland gemacht worden ist, die nicht die erwartete Linderung der Krankheit gebracht hat. Einige Krankenkassen schicken ihre Patienten zur Kur ans Tote Meer nach Israel, andere nach Jordanien. Generell gilt: Israel betreibt die Heilung am Toten Meer seit vielen Jahren professionell, aber mittlerweile auch sehr kommerziell. Patienten, die abends gerne ausgehen und ein Nachtleben genießen wollen, sind besser auf der israelischen Seite aufgehoben. Wer eher die Ruhe, aber auch die Einsamkeit schätzt, der ist auf der jordanischen Seite besser aufgehoben, denn es gibt bisher nur zwei Hotels am Toten Meer in Jordanien.

Selbst bei Unruhen im benachbarten Israel und in den Palästinenser-Gebieten ist es zu keinem Zeitpunkt des Konflikts gefährlich gewesen, sich in Jordanien aufzuhalten. Seit sechs Jahren gibt es einen Friedensvertrag zwischen Israel und Jordanien.

Das Dead Sea Medical Center in Jordanien hat deutschen Standard. Der leitende Hautarzt Dr. Bisharat ist Mitglied des Deutschen Dermatologenverbandes und hat seinen Facharzt in Deutschland gemacht. Wer eine Kur bei ihm macht, wird meist zwei Wochen vorher aufgefordert, die kortisonhaltigen Medikamente abzusetzen, denn dort wird ausschließlich mit Naturprodukten behandelt. Neurodermitiker erleben in den ersten Tagen manchmal eine Verschlimmerung ihrer Hauterscheinungen. Danach kommt es dann allerdings meist zu erstaunlichen Verbesserungen der Symptome.

Quelle: WDR, Sendung vom 8. Januar 2001

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