Psoriasis-Netz nicht mehr vertrauenswürdig?

Selbsthilfe

Halten Sie das Psoriasis-Netz für vertrauenswürdig? Die Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen (NAKOS) tut das nicht mehr. Die Institution teilte dem Psoriasis-Netz mit, dass es aus der Datenbank „vertrauenswürdiger Internetforen“ gestrichen wurde. Uns wird vorgeworfen, wir würden den „Schutz der Privatsphäre“ nicht gewährleisten.

Konkret wird uns vorgeworfen, dass wir „unbemerkten Aufbau von Verbindungen zu Dritten“ (Tracking) zulassen würden. „Tracking“ bedeutet, Google setzt mit seiner Werbung (auf der rechten Seite zu sehen) Cookies und passt damit die Werbung für Nutzer an deren individuelles Surfverhalten an. NAKOS behauptet, damit würden „vertrauliche und sensible Inhalte und besonders schützenswerte Informationen“ ausgespäht. Außerdem sei die Werbung im Psoriasis-Netz zu „dominant“.

Wir Macher des Psoriasis-Netzes haben dagegen protestiert. Wir werfen der Institution vor, damit gegen ihren gesetzlichen Auftrag zu verstoßen. Der sieht nämlich vor, Selbsthilfe-Initiativen zu unterstützen und nicht, sie auszugrenzen.

Wir brauchen Ihre Rückendeckung, aber auch Ihre kritischen Anmerkungen. Bitte teilen Sie uns Ihre Gedanken in einem Kommentar unter diesem Artikel mit. Vor allem Krankenkassen, die die Internet-Selbsthilfe fördern sollen, beobachten sehr genau, wie diese Diskussion verläuft.

Kommentar

Völliger Datenschutz im Internet ist ein Problem, das nur wenige beherrschen. Das wissen alle, die das Netz nutzen. Aber nicht alle wissen im Einzelnen, wie ihr Surfverhalten dokumentiert wird. Der Internet-Nutzer muss sich ärgerlicherweise regelmäßig darüber sachkundig machen, was mit seinen Daten geschehen könnte – nicht nur beim Online-Banking. Seriöse Internetanbieter müssen darüber informieren, was mit den Daten passiert. Das machen wir natürlich auch im Psoriasis-Netz. Zudem kann der Leser erfahren, wie er sich vor „Trackern“ schützen kann.

Experten mahnen immer wieder, dass sich der „mündige Internet-Nutzer“ vorrangig selbst um Sicherheits-Standards und Schutzmaßnahmen kümmern muss. NAKOS jedoch gibt den Patienten dafür keine konkreten Tipps. Stattdessen werden Online-Selbsthilfeportale mit Google-Werbung pauschal ausgeschlossen. Nicht der Patient entscheidet, ob er etwas dagegen unternehmen will, gezielt Werbung zu erhalten, sondern NAKOS. Nicht jeder Patient bewertet Tracking als Weitergabe „vertraulicher und sensibler Inhalte und besonders schützenswerter Informationen“.

Fair und angemessen wäre es von NAKOS gewesen, die Selbsthilfe-Internetforen in der Datenbank zu belassen, ihnen aber unterschiedliche Sicherheitsstandards zuzuordnen. Dann hätte jeder Patienten selbst entscheiden können.

Im Psoriasis-Netz gibt es Werbung. Diese Werbung brauchen wir, weil uns das Internetportal jährlich um die 7.300 Euro kostet – nachzulesen in unserer Finanzübersicht 2014. Während „reale“ Selbsthilfegruppen ihre Basis-Ausgaben von den Krankenkassen finanziert bekommen, gibt es das für Online-Selbsthilfegruppen nicht. Am liebsten wäre uns ein Psoriasis-Netz ohne Werbung. Unserem Spendaufruf sind nur wenige gefolgt (wobei jedem Einzelnen Dank gebührt!). Google-Werbung macht uns unabhängig, weil wir darauf keinen Einfluss haben. So können uns weder Werbekunden noch Pharma-Sponsoren unter Druck setzen, inhaltliche Kompromisse zu schließen. Unliebsame Werbung können wir dabei immer noch ausschließen. Sollten irgendwann in ferner Zukunft die Krankenkassen Online-Selbsthilfe pauschal fördern, verzichten wir gerne auf diese Werbe-Einnahmen.

NAKOS weiß das alles und ist auch sehr gut darüber informiert, wie viel Freizeit die Forenbetreiber investieren müssen. Trotzdem hilft sie den Online-Selbsthilfegruppen nicht mit ihren professionellen Mitteln. Gerade die kleinen Internetforen mit wenigen Ehrenamtlichen sind überfordert, sich um trackingfreie Werbung oder alternative Geldbeschaffung zu kümmern. Selbst technische Hinweise, wie mit Cookies für Werbezwecke transparent umgegangen werden könnte, fehlen. Der Job von NAKOS ist es, Online-Selbsthilfegruppen zu unterstützen, anstatt sie auszugrenzen. Dafür wird die Einrichtung aus Krankenkassenbeiträgen und Steuermitteln finanziert – allein 2013 mit über 600.000 Euro. Eine entsprechende Übersicht, aus der die Summe hervorgeht, wurde mittlerweile von der Internetseite von Nakos entfernt.

NAKOS behauptet, im Psoriasis-Netz sei die Werbung „dominierend“. Das ist für ein Online-Selbsthilfeportal eigentlich ein vernichtendes Urteil. Ja, es gibt Werbung im Psoriasis-Netz; die ist aber überhaupt nicht „vorherrschend“ gegenüber redaktionellen Texten und Forenbeiträgen. NAKOS lässt unberücksichtigt, dass für registrierte Nutzer die Werbung völlig abgeschaltet ist.

Zur Online-Selbsthilfe hatte NAKOS schon früher ein gestörtes Verhältnis: Während wir auf Selbsthilfekongressen und in Veröffentlichungen mit Vorträgen wie „Die Zukunft der Selbsthilfe liegt im Internet“ auftraten, behauptete NAKOS noch jahrelang, „richtige“ Selbsthilfe sei nur die Kommunikation von Angesicht zu Angesicht („face-to-face“ im Soziologen-Deutsch). Wie „vertrauenswürdig“ die sind, wurde für die NAKOS-Datenbank der traditionellen Selbsthilfegruppen nie abgefragt.

Unter „vertrauenswürdig“ versteht man im Allgemeinen mehr, als dass der Datenschutz eingehalten wird. Eine Datenbank mit dem Siegel „vertrauenswürdig“ suggeriert, dass dort Selbsthilfe-Foren aufgeführt werden, die insgesamt vertrauenswürdig sind. In Wirklichkeit findet man dort aber auch Forenbetreiber, die ohne Werbung auskommen, weil sie sich z.B. aus Pharma-Geldern finanzieren. Das Psoriasis-Netz weist seine Vertrauenswürdigkeit jedes Jahr neu durch das afgis-Qualitätslogo nach. Im Endeffekt sind es aber mündige Patienten und aufgeklärte Internet-Nutzer, die mit ihren Registrierungen und Klickzahlen darüber abstimmen. In der Community des Psoriasis-Netzes sind zur Zeit fast 21.000 Nutzer registriert.

Wir empfinden es als Vertrauensverlust, dass NAKOS engagierte und alteingesessene Selbsthilfe-Initiativen vor die Alternative stellt, entweder auf notwendige Einnahmen zu verzichten und damit die Internet-Präsenz drastisch herunterzufahren oder als „nicht vertrauenswürdig“ zu gelten. Für uns kommt es nicht in Frage, die Existenz unseres seit 1997 bestehenden Online-Selbsthilfeportals von Sponsoren aus der Pharmaindustrie abhängig zu machen.

Eine ausführliche Stellungnahme an NAKOS finden sie auf der Internetseite der PSOAG.

Wir brauchen Ihre Rückendeckung, aber auch Ihre kritischen Anmerkungen. Bitte teilen Sie uns Ihre Gedanken in einem Kommentar unter diesem Artikel mit.

Bildquellen

  • Selbsthilfe: Kaarsten / Fotolia
Über Rolf Blaga 115 Artikel
Rolf Blaga hat bis 2012 als Studienrat in Berlin am Oberstufenzentrum Gesundheit unterrichtet. Seit 1993 ist er aktiv in der Psoriasis-Selbsthilfe tätig, sowohl regional im Psoriasis Forum Berlin als auch überregional in der Psoriasis Selbsthilfe Arbeitsgemeinschaft.

17 Kommentare

  1. Sehr geehrtes Psoriasis-Netz Team,
    allergodome.de ist seit dem Jahr 2000 im Netz. Unser gesamtes Team arbeitet ehrenamtlich und wir legen großen Wert auf Unabhängigkeit. Das bedeutet, das wir noch nie irgendwelche „Siegel“ beantragt haben. Neutral agieren kann halt nur der der sich nicht irgendwelchen Kretirien unterwirft!

    Seit fast drei Jahren besteht unser Blog, in dem wir aktuelle News aus dem Netz publizieren – auch von euch!

    Die Artikel vom Psoriasis-Netz gehören bei uns zu den „Content-Referenzen“ und somit als „Vertrauenswürdig“ und „Empfehlenswert“!

    Es wär ein Verlust, wenn sich eure Internet-Site verändern würde!

    Viele Grüße aus Berlin
    Peter Crabiell
    Redaktion allergodome.de

  2. Guten Tag, ich bin entsetzt über die Maßnahme von Nakos. Wie bitte soll sich das Netztwerk denn sonst finanazieren. Nakos sollte sich eher dafür einsetzen, dass es entsprechende Gelder bekommt. Bie Betreiber dieses Netzwerkes sind wunderbar engagiert. Sie haben mir durch schwere Stunden geholfen.Besser als alle Ärzte und viel viel qualifizierter. Danke! Danke! Danke! Es wäre entsetzlich, wenn sie durch solche kalte und lebensfremde Kritik ihre Lust dazu verlören. Wie schade, dass nur so wenige an dem Spendenaufruf teilgenommen haben.
    Bärbel F.

  3. Aus welchen Gründen auch immer, Unterstützung durch NAKOS? Kenn‘ ich nicht. Erst wird alles als „nur internetbasiert“ lange Zeit kritisiert und diskreditiert. Dann ist das Netz plötzlich das Größte und NAKOS macht sogar eine Tagung und Politik dazu.

    Schaut man auf die Geschichte von NAKOS, so muss man feststellen, dass hier alte Machtstrukturen genutzt werden. Es sind „AmtsinhaberInnen“, die oft, wie ich es empfinde, Politik vom hohen Ross herunter machen. Hinzu kommen die persönlichen Interessen bezahlter MitarbeiterInnen. Wie praktisch ist es heutzutage, wenn die eigene Stelle komfortabel abgesichert ist. Das aber wird nirgends reflektiert.

    Man kann als Selbsthilfe dort nur dann etwas abliefern, um auf den Seiten von NAKOS im Netz (NAKOS Foren) zu erscheinen, wenn man in ihr Raster passt. Es gibt noch andere, wie die Psychiatrie-Geschädigten, die NAKOS schon oft und lange massiv kritisiert haben.

    Kritik an NAKOS finde ich grundsätzlich wichtig. Aber ihr solltet euch damit nicht unbedingt selbst blamen. Was ich euch auf den Weg würde, wäre: Macht euer Projekt, ohne euch verunsichern zu lassen. Dabei bestimmt ihr selbst den Weg, wie ihr eure Internet-Selbsthilfe in einem extrem ökonomisierten Gesundheitssystem bewältigt sind. Und vergesst mal NAKOS! Sollen sie verlinken, was sie wollen!

    Der Zank um das Geld der Kassen ist abartig. Und das Geld von den Kassen ist auch keine Lösung für eine unabhängige Selbsthilfe. Leider. Die Lösung ist zu kurz gedacht, von Anfang an.

    Das ist, was mir so gerade zu der Thematik einfällt. Lieber Gruß, und danke! Allein das Psoriasis-Netzwerk hat mir vielfach mehr schon geholfen als NAKOS

    Melanie (sehr langjährige Selbsthilfe-Aktivistin aus Berlin)

  4. Wie um Himmels Willen sollen denn Foren wie Psoriasis-Netz sich finanzieren? User können das Forum und die gesammten Informationen frei nutzen, und sich so gegenseitig helfen. Der Aufwand so eine Seite am laufen zu halten und immer aktuelle Themen und Erkenntisse bereitzustellen, bedeutet einen immensen Zeitaufwand. Auch das einpflegen immer neuer Produkte und Pflegetips für Psoler braucht Zeit. Dieses Forum hat mir so sehr geholfen, die Informationen und der Austausch mit anderen Psolern ist für mich sehr wichtig. Es ist und bleibt für mich eine sehr gute Seite, die ich nur empfehlen kann. Werbung fällt mir hier fast nicht auf, sie ist nicht dominierent.
    Was das ausspähen durch Coockies betrifft, kann man sich schützen.

    NAKOS kann ja die Kosten die durch Werbung finanziert werden tragen, dann muss nicht mehr geworben werden. Unterstützt lieber, als Knüppel zwischen die Beine zu werfen! Dieses Verhalten hilft uns Psolern nicht!

    Danke an das Psoriasis-Netz, egal wie, ihr macht eine super Arbeit und lasst euch davon nicht beirren!

    Mila

  5. Ich kann NAKOS sehr gut verstehen!
    Wird doch in diesem Forum mehr Werbung für die Pharma- Industrie betrieben, als wirkliche Hilfe geleistet wird!
    Jede Frage nach alternativen gegen die Pharma- üblichen Behandlungen wird im Keim erstickt.
    Wie kann man denn Selbsthilfe und Pharma miteinander vereinbaren, wenn kritische Worte gegen die Medikamente der Pharma nicht akzeptiert werden?
    Wer sich Selbsthilfe auf die Fahnen schreibt, der muss auch mit kritischen Zeitgenossen umgehen können.
    Wer möchte schon dauernd mit Werbung der Pharma- Konzerne zugeballert werden, nur weil er mal ins Psoriasis- Netz geschaut hat?

  6. Mein erster Gedanke war: Wer ist NAKOS ?
    Ich bin in diesem Forum schon sehr lange unterwegs viele Jahre nur als Leser und dann auch als angemeldetes Mitglied. Für mich ist es in Sachen Psoriasis die allererste Anlaufstelle und ich bekomme hier aktuelle Informationen über Therapien jeglicher Art. Zudem bietet das Forum sehr gute Möglichkeiten des Austauschs von Erfahrungen und Hilferstellungen jeglicher Art. Ich habe mir spasseshalber einmal die Empfehlungen der NAKOS bzgl. Psoriasis angesehen und das Ergebnis ist ernüchternd. Die angegebenen Seiten im Internet sind hinsichtlich der Information/Aktualität/Erfahrungsaustausch ein Trauerspiel im Vergleich zu Psoriasis-Netz. Für mich stellt sich deswegen auch die Frage, warum nicht in erster Linie qualitative Foren gefördert werden, anstatt mit der Gießkanne die Gelder zu verteilen. Dies würde nämlich genau zu führen, daß man nicht zusätzlich auf Einnahmen der Onlinewerbung angewiesen wäre.
    Wo die NAKOS nun die Datenschutzproblematik sieht, ist mir schleierhaft. Mittlerweile werden überall die Tracking Cockies eingesetzt, um individuellere Werbung für Internetbenutzer platzieren zu können. Wenn ich damit konkret ein Problem habe, nutze ich den Privatmodus des Browsers oder nutze spezifische Plugins, um das zu unterbinden. Ich habe deswegen auch nur im entferntesten irgendein Datenschutzproblem für mich gesehen. Aber vielleicht fehlt mir auch der Sachverstand von NAKOS. Was mich angeht, so bin ich dankbar, daß es Psoriasis-Netz gibt und habe vollstes Vertrauen zu dem dortigen Team. Falls hier Krankenkassen mitlesen sollten: Warum wird finanzielle Unterstützung nicht direkt an hochwertige Foren weitergeleitet anstatt an Pseudo-Institutionen ?

    Hans1000

  7. In der Heutigen Zeit gibt es überall Werbung und Cookies. Egal bei welcher Kommunikationsplattform oder Internetseite gibt es Werbung. Wo ist das Problem??? Mich stört es überhaupt nicht. Es sieht doch kein anderer, was mir an persönlicher Werbung angezeigt wird. Ich frage mich wirklich, ob das nur ein Vorwand ist. Ich bin sehr glücklich über dieses Forum. Ich bin angemeldet, kann aber trotzdem anonym bleiben. Ich kann ich über Gedanken und Ängste sprechen. Mit anderen austauschen. Ich würde niemals in eine Selbsthilfegruppe in meiner Nähe gehen und persönlich mit anderen sprechen. Mir ist das Forum sehr wichtig und jeden, den ich kennenlerne der ebenfalls Betroffen ist, erfährt von mir, dass es dieses Forum gibt. Ich stehe voll und ganz hinter dem Psoriasis-Netz. Macht weiter so und lasst euch nichts gefallen.
    LG Simone

  8. Ich liebe dieses Netz. Mir ist die Werbung völlig egal. In der Heutigen Zeit hat doch jede Internetseite Werbung. Und wenn es hilft, dass die Internetseite weite existieren kann, dann ist es völlig OK. Immerhin machen die Betreiber des Psoriasis-Netz keinen Gewinn durch die Werbung sondern decken damit ihre Kosten. Andere Selbsthilfegruppen verlangen Mitgliedsbeiträge. Das ist NAKOS wahrscheinlich völlig egal. Ich habe lieber Werbung die auf mich zugeschnitten ist oder von irgendwelchen Pharmaindustrien, als hohe Mitgliedsbeiträge zu leisten die sich nicht jeder leisten kann.

  9. Hallo Team des psoriasis-netz.de !!
    Ich finde es schade das es Menschen die Ehrenamtlich etwas gutes ins Leben rufen immer einen so schweren Weg gehen müssen. Ich habe mich hier heute zum ersten mal Umgeschaut und gelesen . Und kann das mit der Werbung nicht nachvollziehen. Und nach meinem ersten Eindruck ist diese Seite Vertrauenswürdig . Wünsche Weiterhin viel Erfolg für diese tolle Informative Seite . LG 28landkarte66

  10. Das Psoriasisnetz hat mir sehr weiter geholfen mit wichtigen Informationen und Hilfen, die ich weder bei der Krankenkasse noch beim Arzt erhalten habe. Die Werbung ist mir egal, ich sehe das schon garnicht mehr, denn auf jeden Internetseite wird ohne Ende geworben. Das kann ich sehr gut ignorieren.Also dies Sperre hat sicher andere Gründe. Macht weiter so und DANKE das es euch gibt.
    LG Emily

  11. Hallo,

    ich erachte das als extrem überzogen. Ich bin dankbar für Eure Unterstützung. Schade, wie man sich mit etwas derartigen den guten Namen kaputt machen lassen muss.

    Wenn Werbung kommt, und diese ist für mich von Interesse, dann bin ich dankbar für. Wenns nicht von Interesse ist, ignoriere ich etwaige Werbungen.

    Bin mit Eurer Hilfe und den Möglichkeiten, die Ihr bietet, sehr zufrieden. Macht weiter so, lasst Euch nicht entmutigen.

    LG
    Rheinhessin

  12. Ich bin ensetzt. Wenn ich meine Diagnose bekam, habe ich über psoriasis-netz.de viele wichtige Informationen bekommen. Ich wurde besser informiert als in der Hautklinik! Ohne Werbung geht nichts mehr. Wir brauchen auch Verweise an Produkte. Wir brauchen informierte Patienten. Ich bin dankbar, dass ich an Tests von Pflegeprodukten mitmachen dürfte. Bitte macht weiter so.

  13. Psoriasis-netz.de soll nicht vertauenswürdig sein ? Ich habe mich 2003 hier an gemeldet und hbe sehr nütliche Inormatinen gefunden, die ich so heute nicht hätte .Zur Zeit habe ich diese Seite leider zu selten besucht , das zz mir gut geht .
    Aber die Arbeit der ehrenamtlichen Betreiber , die Ihre Freizeit opfern , kann nie !! genug gewürdigt werden . Ich kann nur an das Team appelliern diese Seite in dieser Qualität weiter zu fühern und sich nicht klein kriegen zu lassen .

    dafür ein grosses Danke !

  14. Servus. Ja, das ist schon eine heftig Anschuldigung. Aber anscheinend gibt es bei NAKOS doch noch „ältere Herrschaften“, die sich nicht so recht im Net sowie mit Internetwerbung auskennen (wollen) und somit anderen das Leben unnötig schwer machen. Unnötige Energie wird freigesetzt.

  15. Ich mag psoriasis-netz und das zugehörige Forum sehr. Hier habe ich mehr über Psoriaisistherapien erfahren, als irgendwo sonst. Kein Arzt hätte mir so einen ‚Überblick‘ geben können oder wollen und nirgendwo hätte ich das Gefühl bekommen können ’nicht allein zu sein‘.

    Außerdem bewundere ich wirklich jeden, der sich hier ehrenamtlich engagiert und seit Jahren so viel Gutes auch für die eher Passiven unter uns tut!

    Dennoch verstehe ich die Bewertungskriterien von NAKOS – insbesondere eine Onlineselbsthilfeseite/forum sollte keine Werbung einsetzten und erst recht nicht jene von Google (ja, finanzstarke Alternativen zu GoogleAds sind rar). Besonders verwundert mich hier die enorm große Anzahl unbedarfter, gutgläubiger Nutzer, die davon ausgehen, dass sie Google mit dem löschen ihrer Cookies los werden, dass es ’nur‘ Werbung ist, die sie im Tausch bekommen. Es geht um eure IP-Adresse, die bei jeder Googlewerbung an Google übertragen wird und in Deutschland relativ leicht auf Klarnamen zurückverfolgt werden kann, auch von Google.

    Im Umkehrschluss bedeutet dass, Google weiß wer sich hier rum treibt, besonders viel Seitenaufrufe generiert und zu welchen Themen er besonders lange liest. Zusammen mit all den anderen Webseiten die GoogleAds verwenden und auf denen sich der Psoriasis-Netz-Leser herumtreibt ergibt das ein sehr wertvolles Persönlichkeitsprofil, dass Google noch unzählige male weiterverkaufen wird. Welche Versicherung würde gern einem übergewichtigem und depressiven Psoriatiker eine Lebensversicherung anbieten? Welcher Arbeitgeber wäre an einer Person mit diesen Merkmalen interessiert?

    Heute haben wir das Glück, dass Google diese Daten offiziell ’nur‘ für Werbung verwendet und sie nicht jeder Versicherung, jedem Konzern anbietet, aber dass muss in 10 Jahren schon nicht mehr so aussehen und es wird nicht mehr so aussehen, so viel seht für mich und fast alle, die eine professionelle Affinität zur Web-IT haben, fest. Schon allein aus diesem Grund halte ich es für wichtig, dass krankheitsbezogene Informationen auf werbefreien Servern ausgetauscht werden.

    Man kann sich übrigens schon heute etwas schützen – Adblock, ein Proxy/VPN und eventuell sogar TOR helfen, dass Google eure IP nicht so einfach bekommt.

    Noch besser wäre es natürlich, wenn alle mal ein wenig spenden würden, damit die Serverkosten hier rein kommen, so wie ich das auch schon vor Monaten getan habe. Langfristig wird für uns alle hier der Verkauf unserer persönlichen Daten an Google teurer werden als Jährlich zu spenden. Schade, dass man bei den meisten auf null Verständnis aufgrund mangelnder Kompetenz trifft, wenn man das anbringt… Es bleibt nur zu hoffen, dass sich das ändert und die Leute erkennen, dass einem gute, unabhängige Selbsthilfe auch ein paar € im Jahr wert sein kann.

  16. Hallo liebe Redaktion,

    Psoriasis-Netz war und ist für mich der erste Anhaltspunkt, wenn ich Information um unsere Erkrankung austauschen möchte. Auf dieser Seite fand ich Informationen rund um Lebensweise mit und Behandlung für Psoriasis, die ich weder vom Arzt, oder auf anderen Internetseiten bekam. Das die Werbung für die Finanzierung notwendig ist, ist hier glaube ich jedem Mitglied bekannt und von daher auch kein Problem. Außerdem wird das auch sehr offen kommuniziert. Es wird ja auch immer wieder auf die Notwendigkeit von Spenden für eine werbefreie Seite hingewiesen. Da nicht genug gespendet wird, scheint die Werbung die Mitglieder ja nicht zu stören. Mal davon ab, werde ich in meiner Arztpraxis sowohl passiv, als auch aktiv mit mehr Werbung konfrontiert als auf dieser Seite.

    Ich fände es verwerflich, ewnn andere Menschen die Informationen zur Psoriasis suchen, weil sie vlt. selbst grad die Diagnose erhalten haben, eine Möglichkeit weniger finden um sich auf dieser Seite zu informieren und im Forum mit anderen auszutauschen!

  17. Ich habe jahrelang mit einer Selbsthilfegruppe gearbeitet und versucht, nur mit der Förderung durch die Krankenkassen aufzukommen. Das ging aber nicht immer. Meine Verhalten ist nicht immer toleriert worden, dass ich auch Gelder der Industrie genommen habe. Diese Gelder sind aber offen ausgewiesen worden. Ich bin der Meinung, dass Arbeit in der Selbsthilfe ehrenamtlich sein muss.

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