Woran du einen seriösen Anbieter erkennen kannst

Leere Wegweiser

Wie du Spreu und Weizen im Internet selbst trennen kannst

Das Internet ist groß – sehr groß. Da tummeln sich nicht nur ehrbare Menschen – wie im realen Leben auch. Einige, die vorgeben, nur das Beste für dich und deine Gesundheit zu wollen, haben ganz andere Ziele. Manche tun dies aus Naivität, die meisten wollen schlicht dein Geld.

Es gibt einige handfeste Regeln, woran du einen Scharlatan, Quacksalber oder einfach einen Geldschneider erkennen kannst:

Vorsicht ist geboten, wenn behauptet wird,

  • ein Präparat hätte eine geheimnisvolle oder exotische Herkunft
  • in einem Präparat wären nur Naturstoffe, doch welche, das wird nicht verraten (oft mit Hinweis auf einen Patentantrag oder einen traditionellen Heilkünstler)
  • ein Präparat käme aus dem Regenwald oder der Weltraumforschung
  • ein Präparat würde gegen viele unterschiedliche Krankheiten helfen, etwa gegen Krebs, Alzheimer und Potenzstörungen, gleichzeitig soll es aber frei von Nebenwirkungen sein. Ein solches Mittel gibt es nicht.
  • unrealistische Erfolge versprochen werden – beispielsweise ein großer Gewichtsverlust innerhalb kürzester Zeit, belegt mit (manchmal gefälschten) Vorher-Nachher-Bildern
  • Verschwörungstheorien angeführt werden – Schulmedizin, Pharmaindustrie, der Staat und die Ärzte hätten kein Interesse an einer neuen Therapie
  • auf der Internetseite keine Kontaktadresse oder kein Autorenname angegeben wird
  • typische Werbesprache verwendet wird („100%-Erfolgsrate“, „Geld-zurück-Garantie“, „sensationelle Ergebnisse“, „Einführungspreise“ oder „nur noch wenige Wochen verfügbar“
  • viel (pseudo-)wissenschaftlicher Wortschatz verwendet wird, obwohl die Seite für Laien gedacht ist

Hake nach, wenn

  • wissenschaftliche Beweise der Wirksamkeit fehlen
  • die Behauptungen von einem einzigen Experten gestützt werden, beispielsweise durch einen Professor aus den USA, dessen Name aber nicht weiter nachprüfbar ist
  • der Hersteller oder der Vertreiber nicht aus Deutschland kommt
  • jemand behauptet, mit unorthodoxen Methoden geheilt worden zu sein. Fragen dich und wenn möglich deinen Arzt, ob es auch eine andere Erklärung für die Genesung geben kann.

Bedenke:

  • Jedes Präparat, das aus dem Ausland nach Deutschland verschickt wird, unterliegt der deutschen Rechtsprechung – egal, woher der Versender kommt.
  • Ein frei, außerhalb der Apotheke verkäufliches Mittel darf nicht mit der Linderung einer bestimmten Krankheit beworben werden. Nur eine Aussage wie „stärkt das allgemeine Wohlbefinden“ ist möglich, nicht aber „Dieses Mittel hilft gegen Schuppenflechte“.

Checklisten zum Ausdrucken und Abhaken

Quellen:

Bildquellen

  • Wegweiser: Christof Lippmann / Fotolia.com

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