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  1. Alleswirdwiedergut
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    So, den Orthopäden habe ich nun hinter mir. Was hat es gebracht: Röntgen, Ultraschall und neue Tabletten.

    Die Tabletten kommen in den Müll aber das muss man ja nicht sagen. Meine Schulter sieht laut Röntgenbild gut aus. Was der Ultraschall ergab erfuhr ich gar nicht. Auf Nachfragen reagierten Arzt und auch Helferin recht pampig. Ich soll weiter Physio machen und täglich 3x Ibu 800 nehmen, auch wenn ich keine Schmerzen habe. Für den Abend dann wieder Schmerztropfen. Ach ja, damit ich den Cocktail gut vertrage, soll ich am Morgen was für den Magen einnehmen.

    Befund bekommt der Dermatologe und ich muss Mitte Juni wieder zum Orthopäden. Frag mich was er dann macht?

    Soviel zur Schulmedizin....

    Was gibt es neues auf meinem Weg?

    Ich trinke nun täglich Artischockensaft und Brennnesseltee oder Saft. Außerdem lebe ich ab heute wieder vegetarisch (danke hier an der Stelle an einen User hier :-) ).

    Meine Haut verändert sich gerade wenig aber alles braucht seine Zeit. Ich hab schon viel erreicht und darüber freue ich mich schon riesig.

    21.05.2013

    Meine Apothekerin konnte mir Uncaria tomentosa besorgen. Habe heute die erste genommen. Danach war mir gleich mal grottenschlecht.

    http://de.wikipedia....ki/Katzenkralle

    23.05.2013

    So sieht es aus und ich stellte gerade fest, dass man es auch online kaufen kann. Preis ist allerdings der gleiche wie in der Apo.

    http://www.medpex.de...Aodok8A7w#ai300

    http://www.remedia.a...tosa/a2373.html

    Neuer Erfolg: Mein Knie ist nun nach ca. 4,5 Monaten PSO frei. Die Haut heilt also "Scheibchenweise" - Ich kann mir nicht ganz erklären, weshalb das SO passiert, aber letztendlich ist es egal in welcher Form es geschieht. Ich bin dankbar für jede freie Stelle am Körper. Zu einer Studie würde ich übrigens zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr zugelassen :D . Ich habe zu wenig PSO am Körper :P .

  2. Was passiert mit unseren Gesundheitsdaten? Was bringt das, wenn die innerhalb der EU geteilt und gesammelt werden? Wie sieht’s mit der Sicherheit aus? All das waren Themen, die von zwölf Bürgerinnen und Bürgern, zwei Experten und einem Moderator am 10. Juli 2021 diskutiert wurden – und eine der Bürgerinnen war ich.

    Das Ganze ist Teil der Debattenreihe „Konferenz zur Zukunft Europas“, die gerade in der ganzen EU läuft. In den Ländern gibt es viele solcher Bürgerforen zu ganz unterschiedlichen Themen. In Deutschland entschied man sich, die Bürgermeinung zum Thema Gesundheitsdaten einzuholen.

    Meine Mit-Redner kamen aus ganz Deutschland. Zwei Schüler waren dabei, Studentinnen, mehrere Menschen aus der Pflege, ein Arzt, ein Sanitäter, ein Informatiker, eine Bauingenieurin… kurz: Es war ein bunter Haufen, und jeder hatte andere Gründe, warum ihn das Thema so sehr interessiert, dass er den Samstag dafür opfern und mit Fremden darüber sprechen würde.

    In einem Studio saßen neben dem Moderator zwei Frauen: Medizinethikerin Professor Eva Winkler von der Uniklinik Heidelberg und Birgit Bauer, Expertin für digitale Gesundheit, Social Media und bloggende MS-Patientin. Wir zwölf Bürgerinnen und Bürger waren per Videokonferenz dazugeschaltet.

    Nach einer Vorstellungsrunde ging es im Sprint an die Arbeit, und die klang einfach: Wir sollten einen Lückentext ausfüllen. Den hätten wir schon im Vorfeld zugesandt bekommen sollen, damit wir uns schon mal Gedanken machen können – das war aber vergessen worden oder aus irgendeinem anderen Grund nicht geschehen. Schade, denn dann hätte jeder schon mal das Wichtigste aus seiner Sicht zurechtlegen können. Wir diskutierten trotzdem oder deswegen munter drauflos. Einen Zeichnerin hielt auf ihre Weise fest, was so alles zur Sprache kam.

    Das war der vorgegebene Lückentext – vielleicht kann ihn ja jemand für ein Seminar gebrauchen ;)

    Wir stehen vor der Herausforderung, dass (Problem in einem Satz zusammenfassen).
    oder „Für die Zukunft wünsche ich mir, dass…“
     
    Deshalb sollte (Adressat) folgende Maßnahmen ergreifen: (konkrete Maßnahmen)
     
    Andernfalls könnte es passieren, dass (Risiken).
     
    Konkret schlagen wir vor, dass (Lösungen).
     
    Wir glauben, dass dadurch (Vorteile).

    Sieht harmlos aus, oder? 😉

    Vom Lückentext zum Appell

    Gesundheitsdaten und EU – das Thema scheint abstrakt, wurde aber schnell ganz griffig. Wer im EU-Ausland mal Urlaub macht und dort einen Arzt oder ein Medikament braucht, wird den Vorteil schnell erkennen, wenn die Daten mit einem mitreisen: Allergien gegen Wirkstoffe, frühere Erkrankungen oder aktuelle Therapien müssen dann nicht in der Landessprache erklärt werden, und am Ende vergisst man doch irgendwas.

    Einen weiteren Vorteil sehe ich darin, dass Risiken von Therapien, also Nebenwirkungen etc., früher erkannt werden, wenn sie von möglichst vielen Menschen zusammengetragen werden.

    Nicht nur der Informatiker in der Runde mahnte an, dass das Sammeln von Gesundheitsdaten nur dann Sinn macht, wenn sie alle den gleichen technischen Standard erfüllen, also miteinander kompatibel sind. Mir war wichtig, dass man bei aller Euphorie auch an all jene denkt, die Gesundheitsdaten nicht teilen wollen oder können. Ich teile meine Daten, wenn ich weiß, wofür, mit wem und ob sie in halbwegs sicheren Händen sind. Ich kann aber jeden verstehen, der mehr Bedenken hat.

    Die Diskussion war an keiner Stelle langweilig. Jeder hatte die gleichen Rechte und Möglichkeiten, seine Gedanken einzubringen. Natürlich ist immer jemand redefreudiger und jemand stiller, aber alles in allem erschien mir die Debatte ausgewogen.

    Am Ende wurde aus dem Lückentext jedenfalls ein ziemlich langer Appell in Richtung Politik in drei Kapiteln. Auf diesen Text haben wir zwölf Bürgerinnen und Bürger uns nach unserer Diskussion geeinigt. Hier ist er:

    Kapitel 1: Der Nutzen

    Gigantische Chance: Der grenzfreie Austausch von Gesundheitsdaten

    Gesundheitsdaten – der NutzenFür die Zukunft wünschen wir uns einen schnellen, vereinfachten, wertfreien, vertrauenswürdigen, sicheren, barrierefreien und leicht handhabbaren Austausch von Gesundheitsdaten innerhalb der Europäischen Union.

    Deshalb sollten die europäischen Gesundheitsminister und die Gesundheitswirtschaft den rechtlichen Rahmen schaffen.

    Andernfalls befürchten wir einen Schaden für Patienten, weil die vollumfänglichen Möglichkeiten einer Datennutzung für ihre Behandlung nicht zur Verfügung steht, außerdem verschärft sich die Ineffizenz des Gesundheitssystems.

    Konkret schlagen wir vor einen Standard für die grenzüberschreitende Datenverarbeitung zu schaffen, der die Interoperabilität sicherstellt.

    Wir glauben, dass dadurch eine bessere Kommunikation der Akteure im Gesundheitssystem möglich wird, seltene Erkrankungen besser erforscht und therapiert werden können, die ökonomische Effizenz erhöht wird, Risiken von Therapien erkannt werden, die Forschung und die Diagnose beschleunigt wird. Dies trägt auch der Förderung des europäischen Gedankens bei.

    Kapitel 2: Der Umgang mit Gesundheitsdaten

    Der sichere Umgang von Gesundheitsdaten ist kritisch für den Erfolg des Europäischen Gesundheitsdatenraums

    Umgang mit GesundheitsdatenFür die Zukunft wünschen wir uns, dass alle die eigene Kontrolle über ihre eigenen Daten behalten. Wir begreifen Datenschutz nicht als Blockierer. Wir wollen eine kommerzielle Nutzung im Sinne von Werbung und Marketing verhindern, die Forschung mit den Gesundheitsdaten aber ermöglichen. Daten zu bestimmten Gesundheitsdaten sollen an Stichtagen in den öffentlichen Fokus gestellt werden, um in diesen Bereichen weiter zu kommen.

    Die EU soll beim Gesundheitsdatenraum auf Open-Source-Software setzen. Es muss klar sein, dass die Daten transparent gespeichert werden, und dass der Speicherort klar benannt ist. Es darf keinen Nachteil für Menschen geben, die ihre Daten nicht verfügbar machen. Es bedarf einer Widerspruchslösung, einzelne Daten müssen vom Bürger "verschattet" werden können.

    Andernfalls droht die Akzeptanz für die Datenspeicherung verloren zu gehen. Außerdem sehen wir eine Gefahr durch Hackerangriffe.

    Konkret schlagen wir vor, dass die Entwicklung der nötigen Software staatlich begleitet wird, jeder Bürger seine Daten jederzeit selbst verwalten kann.

    Wir glauben, dass dadurch das Vertrauen der Bürger in den Europäischen Gesundheitsdatenraum wächst, der Nutze erkennbar wird und jeder Bürger nachvollziehen kann, was er durch seine Datenfreigabe bewirkt hat oder bewirken kann.

    Kapitel 3: Die Gesundheitsbildung

    Der Erfolg der Europäischen Gesundheitsdatenraums beginnt in der Schule

    Gesundheitsdaten und BildungFür die Zukunft wünschen wir uns, dass Information und Aufklärung zum Gesundheitsdatenraum bereits in der Schule beginnt, aber auch andere Bevölkerungsgruppen kontinuierlich angesprochen werden, um zum Beispiel auch Ältere oder weniger digital-affine Menschen für das Thema zu interessieren.

    Wir fordern die Gesundheitsminister der EU auf, ähnlich wie bei der Impfkampagne öffentlichkeitswirksam für das Projekt zu werben. Gesundheitliche Bildung und Datenschutzthemen sollen in die Lehrpläne aufgenommen werden.

    Konkret schlagen wir vor, mehr Fürsprecher für das Projekt zu finden und Patientenorganisationen mit einem Budget auszustatten, um das Thema bekannter zu machen. Wir sprechen uns für eine verpflichtende Abfrage aus, ob jemand seine Daten teilen möchte. Probleme und Chancen müssen klar kommuniziert werden.

    Das Wissen über den Gesundheitsdatenraum soll schon deutlich vor einer Behandlung oder einem Notfall bekannt sein. Wir befürworten ein Anreizsystem für alle, die sich am europäischen Gesundheitsdatenraum mit ihren Daten beteiligen.

    Mit Gesundheitsminister Jens Spahn im Gespräch

    Der Appell sollte nicht ungehört verhallen. Vielmehr wurde er Gesundheitsminister Jens Spahn ausführlich erläutert, der nach unserer Mittagspause ins Studio gekommen war.

    Zunächst schien er unseren Europa-Enthusiasmus bremsen zu wollen: Er verwies auf Herausforderungen, vor denen wir zunächst einmal in Deutschland stehen, wenn es um Digitalisierung und Gesundheit geht. Vernetzung, elektronische Patientenakte, Sektorengrenzen, Faxgeräte, Interoperabilität… der Stichworte gibt es da viele. Dann begab sich Jens Spahn doch noch auf unser Gleis in Richtung Europa. Aber guckt doch selbst:

     

    Wen interessiert, was ich so zu sagen hatte:

    • Bei Minute 10:53 Uhr stelle ich mich vor.
    • Bei Minute 43:30 Uhr sage ich etwas darüber, dass niemand einen Nachteil erleiden darf, wenn er seine Daten nicht teilen will.
    • Bei 01:14:25 geht’s mir um die finanzielle Förderung von virtuellem Austausch unter Patienten, damit der nicht in Facebook-Gruppen oder bei anderen Datenkraken stattfinden muss.

    Wer mich kennt, weiß: Ich gehöre zu den ruhigeren Menschen. Aber Jens Spahn hat es geschafft, dass ich ihm vor Publikum unbedingt widersprechen musste. Und er war selbst schuld, schließlich zitierte er den Titel seines Buches „Datenschutz ist nur was für Gesunde“ – und damit hatte er mich 😉 Diese Aussage nämlich regt mich immer wieder auf.  Natürlich legen auch kranke Menschen Wert darauf, dass ihre Gesundheitsdaten geschützt bleiben. Chronisch kranke Menschen sind in erster Linie Bürger und erst in zweiter Linie chronisch krank. Und wie jeder gesunde Bürger kann und muss  Kranke für sich entscheiden, wem er seine Daten anvertraut. Datenschutz ist kein Luxus, sondern ein Recht.

    Jens Spahn erklärte dann auch gleich, dass seine These bewusst provozieren und die Debatte befördern sollte. Das hat er dann auch bei mir geschafft. Seine weiterentwickelte These heißt nun: „Übertriebener Datenschutz ist was für Gesunde“. So würden zum Beispiel chronisch Kranke durchaus wollen, dass möglichst viele Daten zu ihrem Krankheitsbild gesammelt werden. Damit würden sie sich mehr Erkenntnisse und verbesserte Therapien erhoffen. Welcher Datenschutz „übertrieben“ ist, provoziert dann eine neue Diskussion.

    jens-spahn-claudia-liebram.jpg

    Ein kleines Fazit

    Viele fremdeln mit dem Thema EU. Für sie ist alles fernab. Aber es gibt Möglichkeiten, sich zu informieren und mitzureden. Die Konferenzreihe bietet Diskussionsrunden zu einigen anderen Themen. Manche finden vor Ort statt, andere virtuell. Es gibt keine hohen Hürden, daran teilnehmen zu können – ich hab' das ja auch geschafft. Man muss nur davon erfahren. Einen Überblick gibt es auf dieser Internetseite der EU.

    Für diese Diskussionsrunde hätte die Vorbereitung etwas besser sein können. Konkretere Fragestellungen und das vorherige Zusenden des Lückentextes wären hilfreich gewesen, damit man seine Gedanken vorab schon mal sammeln kann.

    Die Diskussion am Vormittag, unter uns Bürgerinnen und Bürgern, fand ich sehr interessant: So unterschiedliche Sichtweisen auf das gleiche grobe Thema, unaufgeregt und normal vorgetragen, ohne Marketing-Buzzwords, das bekommt man selten auf Konferenzen.

    Gesundheitsminister Jens Spahn war in den anderthalb Stunden komplett bei unserem Thema und nicht im Wahlkampf-Modus. Er fragte nach und war selbst beim Sub-Thema Selbsthilfeförderung auf aktuellem Stand. Als Politiker überzeugt er mich wegen seines festen Willens, das Gesundheitssystem voranzubringen. Ein anderes Thema sind die Vorwürfe gegen ihn im Zusammenhang mit der Maskenbeschaffung, den Apotheker-Vergütungen und den unkontrollierbaren Testzentren. Persönlich trifft mich sein Umgang mit Journalisten, die Fragen zum Kauf seiner Villa gestellt hatten.

    Überhaupt nicht angesprochen wurde das Risiko, dass Gesundheitsdatenbanken gehackt werden können und welche Folgen das haben könnte. Im Frühjahr diesen Jahres haben Erpresser die Daten des irischen Gesundheitsdienstes verschlüsselt. Sie drohten damit, die Patientendaten einschließlich deren Bankverbindungen zu veröffentlichen. Gefordert wurden 20 Millionen Euro. Schon dieser Aspekt der digitalen Gesundheit wäre Thema für einen weiteren EU-Zukunftsdialog. Ich wäre dabei.

    Zum Weiterlesen

  3. Ich bin eine untreue Tomate. Zugegeben. Kaum gings mir mit MTX gut, bin ich hier kaum noch anzutreffen. Das hat natürlich auch mit meinem neuen Job in Trier zu tun. Aber ich möchte Euch gerne über meine Erfahrung mit MTX berichten, was vielleicht einigen die Angst nimmt.

     

    Über eine Studie an der Uniklinik Bonn bin ich zu MTX gekommen. Es hat bei mir super geholfen. Die Dosis war eine Spritze mit 15mg jede Woche und eine Tablette Folsäure am nächsten Tag. Seit 1 1/2 Jahren spritze ich nur noch alle 14 Tage. Ich bin erscheinungsfrei, ganz selten eine kleine Stelle am Kopf. Blutwerte sind gut oder unauffällig. Nebenwirkungen.. leichte Müdigkeit am Tag der Spritze, sonst nichts. Kein Vergleich zu Fumaderm! Ich bin happy.

  4. Mit wachsender Faszination befasse ich mich seit ca. zehn Jahren mit Grenzen – alle Sorten von Grenzen wie zum Beispiel Zäune, Absperrungen, gesellschaftlichen Grenzen wie denen zwischen „Klassen“, „Ethnien“ und „Geschlechtern“, kulturellen Grenzen z.B. zwischen „Massenkultur“ und „gehobenerer“ Kultur, persönlichen Grenzen zwischen dir und mir oder seinem und meinem und so weiter. Ausnahmslos alle Grenzen haben eins gemeinsam – sie wurden von Menschen geschaffen. Halt halt wird jemand rufen und den Zeigefinger heben, aber es gibt natürliche Grenzen wie Flüsse, Meere, Berge. Aber auch diese sind vom Menschen als Grenzen definiert. Braunbär oder Storch, Virus oder Wind wissen nichts von solchen Grenzen bzw. haben ihre eigenen. Grenzen tauchen auf und verschwinden wieder, sie werden gezogen und verschoben, überschritten und verteidigt. Konflikte entstehen meistens an Grenzen und sieht man auch nur das eine, kann man sicher sein, dass das andere nicht weit ist.

    Grenzen definieren Räume – draußen/drinnen, Ausland/Inland, privat/öffentlich, gefährlich/ungefährlich usw. Und sie definieren die Menschen, die in diesen Räumen leben – Großstädter/Landei, Ausländer/Einer von „uns“, Fremder/Vertrauter, Krimineller/Anständiger.

    Die sichtbarste Grenze der vormodernen Geschichte schlechthin ist die Stadtmauer. Ganz klar, wer und was von „draußen“ kam war suspekt, musste kontrolliert werden und sollte bald wieder gehen. Man war am liebsten unter sich. Ebenso war „draußen“ ein Ort der Gefahren – Schutz war notwendig. Dicke Mauern, Gräben und Wachtürme umzäunten jede Stadt. In der Stadt kannte man sich; ein enges soziales Netz sicherte jeden Bewohner ab, sein Stand definierte ihn und seine Handlungen. Ging man fehl und wurde der Stadt verwiesen, war das mit Sicherheit eine schlimme Strafe, wenn man allerdings nach der Verbannung zurückkam, war alles vergessen und vergeben und man wurde wieder voll integriert.

    Jede Stadt hatte auch ihre Bettler, die als solche durch ein Schild oder ein Abzeichen kenntlich gemacht wurden. Bettler von außerhalb wurden schnell vom Bettelvoigt und seinen Knechten vertrieben – die wollte man nicht, die sollten zusehen, wo sie bleiben. So war das auch in Berlin. Die Abzeichen verschwanden irgendwann in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, doch die Armen waren weiterhin ein integraler Bestandteil der Berliner Gesellschaft.

    Heutzutage geht man schnellstmöglich an Bettelnden vorbei, wirft vielleicht etwas Kleingeld in den Plastebecher … Oder nein, so einfach ist es doch nicht. Es gibt Unterschiede in der Wahrnehmung und Beurteilung. Wie sieht derjenige aus? Ist er arm genug? Hat er womöglich ein Holzbein, keine Arme mehr, einen halbverhungerten Hund? Singt er oder spielt er ein Instrument? Verkauft er eine Zeitung? Tut er irgendetwas, um sich das Geld zu verdienen?

    Das sind kleine Überbleibsel der alten Bettelkultur, denn auch die Armen im 18. und 19. Jahrhundert mussten der Almosen „würdig“ sein. Wer aus Faulheit bettelte, um den war es schlecht bestellt. Anders als heute gab es damals keine institutionalisierte Existenzabsicherung wie Hartz 4, d.h. keine im bürokratischen/gesetzlichen Sinne. Denn für die Unterstützung der Armen waren die Reichen verantwortlich. Sie sorgten materiell und finanziell für die Armen,die ihnen wiederum dadurch die Gelegenheit gaben, ihre Wohltätigkeit, ihre Großzügigkeit und ihren Status zu demonstrieren – „moral economy“ nennt man das heute. Wer Almosen geben konnte, gehörte eindeutig zu den oberen Klassen.

    Die Bettelnden hatten verschiedene Strategien, um sich die Almosen zu erwerben. Neben offensichtlichen Zurschaustellungen von Armut (Lumpen), Krankheit/Alter (gebückter Gang, Zittern etc.) und Kinderreichtum (nicht immer, aber auch hin und wieder mit geborgten Kindern ;-)) gab es andere „Nachweise“ der Bedürftigkeit. Gang und gebe waren Armutsatteste, die von Ärzten, Bürgern, Armenwächtern u.a. ausgestellt wurden und die Not der Bettelnden bestätigten:

    „Daß die Witwe Schallenberg seit mehreren Jahren an einem starken Vorfall der Mutter leidet, alt, krank und schwächlich wirklich ist, Armuthswegen aus einem königl. wohl. Armen Directorio freie Kur und Medizin erhält, als Unterstützung hoch bedürftig ist, bescheinige ich derselben.“

    Manch einer machte einen Broterwerb daraus, dass er schreiben konnte und verfasste für seine „Kunden“ Briefe, in denen sie adelige Personen, den König, die Königin etc. um Unterstützung anflehten. Diese Mittelsmänner oder -frauen wussten natürlich auch, wie man am besten das entsprechende Elend ausdrückte, an wen man sich wenden sollte, was bei wem besonders gut ankam usw.

    Besonders gern sprach man die Adeligen im Tiergarten an. Der Tiergarten war im Laufe des 18. Jahrhunderts von einem Jagdrevier zu einer Parkanlage umgewandelt worden, die auch für die Bevölkerung zugänglich war. Hier hielt sich der Adel und die Königsfamilie ebenso auf wie die Berliner Bevölkerung. Der Tiergarten lag außerhalb der Stadtmauer und gehörte auch sonst nicht zur Stadt (es gab Gebiete außerhalb der Stadtmauer, die rechtlich zur Stadt gehörten – städtisches „Weichbild“ genannt). Eine breite Palette von Armen bewegte sich im Tiergarten – von einfach Bettelnden, über Schausteller bis zu Brezelverkäuferinnen. Offensichtlich wollte man die Masse der Bettelnden/Armen einschränken bzw. besser kontrollieren, denn man überlegte sehr angestrengt, wie man sie von dort vertreiben könne (und wer dafür überhaupt verantwortlich sei). Nach ewigem Hin und Her zwischen Polizei, Hofjäger und Armendirektion beurteilte man die Armen dort nach den Kriterien für fremde Bettler und kriminalisierte sie kurzerhand, obwohl es sich bei den Bettelnden um Berliner und Berlinerinnen handelte (Betteln war eigentlich verboten, nur interessierte das sonst niemanden – das Verbot galt vor allem für fremde Bettler). Ob sie bedürftig waren oder nicht wurde nicht mehr überprüft und spielte auch keine Rolle mehr. Sie wurden von der Polizei verhaftet und ins Arbeitshaus bugsiert. Dieselben Berliner Armen wurden innerhalb der Stadtgrenzen jedoch nach wie vor respektvoll behandelt und ihre individuelle Lebensgeschichte wurde in Betracht gezogen.

    Im Laufe des 19. Jahrhunderts schob sich immer mehr Bürokratie zwischen die Armen und die Wohltätigen. Für die Armenunterstützung war die Armendirektion zuständig, die sich unermüdlich dafür einsetzte, dass die Wohltätigen ihre Spenden bei ihr ablieferte, damit sie die Kontrolle über die Verteilung erlangte. Das kommunikative und belebte Geben und Nehmen zwischen arm und reich verschwand langsam und Armut wurde zunehmend mit Fremdheit/Andersartigkeit, Verfall, Kriminalität und Gefahr gleichgesetzt. Die einstige Stadtgrenze wandelte sich (mit dem Wachstum der Stadt) in eine gesellschaftliche Grenze innerhalb der Stadt um, die Distanz und Unbehagen schaffte. Unser gesellschaftliches Erbe ;-).

    So, genug abgelenkt für heute. Die Kreidestriche müssen warten. Aber der zweite Teil folgt bald. Versprochen!

    Woher ich das alles weiß? Na vor allem von Dietlind Hüchtker, die eine hervorragende Dissertation geschrieben hat, die da heißt: „Elende Mütter“ und „Liederliche Weibspersonen“. Geschlechterverhältnisse und Armenpolitik in Berlin (1770-1850). Erschienen ist sie 1999 im Verlag „Westfälisches Dampfboot“.

  5. Morgenabend wird sich ein kleiner Kreis der Selbsthilfegruppe zu einem sommerlichen Abendessen in einer Gastwirtschaft in Bad Neustadt treffen.

    Am 30 Juli laden wir herzlich um 19.Uhr in das Kommunikationszentrum nach Ostheim ein, dies wird dann ein  offizieller Gesprächsabend sein.

    Am 04. Sept ist die Gruppenreise geplant, Jordanien zählt nicht mehr zum Risikogebiet

    Für den Oktober ist dann wieder ein Vortragsabend geplant.

    Herzliche Grüße

    Margitta

    Es war ein harmonischer Abend im kleinen Kreis. Für manche Mitglieder war der Termin zu kurzfristig.

    Und was besonders war, die "kleine Kneipe" ganz neu eröffnet von einer jungen Frau und selbst gestaltet.

    Nächstes offizielles Treffen am 30. Juli im Kommunikationszentrum Ostheim. Herzliche Einladung hierzu 😊

     

     

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  6. Was mir durch den Kopf geht

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    Emmas Drache
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    Nach fast 2 Jahren habe ich nun mein Buch beendet und veröffentlicht. Einige kennen ja schon meine Gedichte, die ich hier gepostet habe.

    Über den Link https://tredition.de/autoren/ursula-herren-19261/emma-schneit-paperback-86805/

    können Interessierte das Buch anlesen.

    Kurz zum Inhalt:

    „Ich bin ein Monster. Ich kann so nicht raus“, schreit Emma verzweifelt. Was mit harmlosen Symptomen beginnt, entpuppt sich schließlich als Angriff auf ihren Körper, gegen den Emma und ihre Eltern einen Kampf ausfechten, der sie an ihre Grenzen führt, der sie Hilflosigkeit spüren und Selbstzweifel lehren wird. Aber was wäre, wenn die Krankheit einen tieferen Sinn hätte? Wenn die Psoriasis nur ein Symptom wäre? Eine Begleiterscheinung einer Wandlung zu einem Wesen, das so sensibel ist, dass es die Sorgen der Menschen erkennen und ihnen diese sogar abnehmen, ihnen das Leben erträglicher machen kann? Und was würde geschehen, wenn es diese Wesen nicht mehr gäbe? Emmas abenteuerliche Suche nach Heilung mündet in einem Selbstfindungsprozess, der mit ihrem Erwachsenwerden korreliert. Indem sie sich über die Konsequenzen ihrer Krankheit erhebt, gewinnt sie die Kontrolle über ihr Leben, statt sich fremdsteuern zu lassen. Ein Erwachsenwerdenmärchen, das jeder erlebt haben sollte – mit oder ohne Schuppen.

    Ich würde mich über Feedback sehr freuen.

    Liebe Grüße

    Emmas Drache

  7. Momo
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    Mein melancholischer Eintrag des Abends...

    Mein Zuhause

    Nein, ich kann dich nicht reinlassen,

    ich habe nicht aufgeräumt.

    Auf dem Boden liegen noch meine Sorgen.

    Sie sind verstreut und haben sich festgetreten.

    Meine Träume stapeln sich

    schmutzig in der Spüle.

    Die hoffnungsvollen Bilder

    fielen von den Wänden.

    Sie waren zu schwer und

    zerbrachen an der Realität.

    Nein, ich kann dich nicht reinlassen,

    das darfst du nicht sehen.

    Du sollst nicht wissen,

    welches Durcheinander bei mir herrscht

    und in welchem Chaos ich lebe.

    Lass mich noch schnell die Sorgen

    unter den Teppich kehren,

    und die Träume zurück in die Schränke stellen.

    Die Hoffnungen stelle ich umgekehrt in die Ecken

    und öffne die Fenster,

    damit der Angstschweiß verfliegt.

    So, jetzt kannst du reinkommen,

    aber schau dich nicht zu genau um.

  8. malgucken
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    Ganz langsam schlich sich seit einem halben Jahr in unsere Familie ein Mitglied ein.

    Schön war sie nicht. Alt, das Fell ungepflegt und rappeldürr kam sie ab und zu daher.

    Katzen suchen sich ihre Besitzer selber aus, so heißt es manchmal. Vermutlich werden die heimlichen Leckerbissen unserer Kinder die Entscheidung der Katze erleichtert haben.

    Und sie war scheu, die Minka. So kam es, dass sie lange von uns Erwachsenen unentdeckt blieb. Ganz vorsichtig zeigte sie sich dann in den letzten Wochen auch uns.

    Der Anblick war von Minka war wirklich erschreckend. Aber warum sie so aussah und auch nicht mehr richtig fressen konnte, entdeckten wir erst in den vergangenen Tagen. Als sie zunehmend zahmer wurde, sahen wir das ganze Elend. Ein Teil des Unterkiefers fehlte ihr. Warum, konnten wir nur mutmaßen.

    Wir haben sie einschläfern lassen.

    Mach´s gut, Minka. Wir hoffen, du hast nun Ruhe gefunden.

  9. Toastbrots Homöopathie-Tagebuch

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    Toastbrot
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    Kurzer Zwischenstand: Die Pause dauert immernoch an, aber es ist noch keine Verschlimmerung in der Zeit aufgetreten.

  10. blog-0038662001406734958.jpgEinige Tage nach ihrem Ende haben wir nun alles zusammengetragen, was wir von der Münchner Fortbildungswoche mitgenommen haben. Wir denken, dass da für manchen etwas Neues und für manchen Altbekanntes vorkommt. Diese Art Berichte sind für uns so anstrengend zu schreiben wie für Euch vermutlich zu lesen – es gibt eben viele, viele Aspekte, die berichtet werden wollen.

    Einiges davon werden wir wohl noch in einzelnen Beiträgen näher beleuchten – aber für den Anfang ist hier

  11. Hallo Ihr Lieben!!!

    Ja ja, ich lebe noch :)

    Und ab und an schau ich gerne hier vorbei, schnüffel ein wenig rum aber schreibe eher selten.

    Heute soll es aber mal wieder soweit sein.

    Über 1 Jahr nehme ich nun Stelara und fühle mich nach wie vor SUPER damit. Kleinere Stellen kommen immer wieder mal - aber da sagt die Pso wohl eher "huhu, ich bin noch da. Vergiss nicht, dass ich da bin und spritz dich regelmäßig sons werd ich Böse" ;)

    Keine offenen Hände und Füße mehr. Keine Risse und schmerzen. Was für ein Lebensgefühl!

    Nicht nur bei der Pso verläuft bei mir alles im grünen Bereich, auch mein Leben ist in festen und guten Bahnen und nun freue ich mich auf einen wundervollen Urlaub.

    Ich lasse Euch dicke Grüße hier und hoffe, dass es meinen "alten Hasen" hier gut geht. Einige von euch knuddel ich mal ganz fest (ihr wisst schon wen ich meine..)

    Liebe Grüße, Jaci / Danila

  12. Nach Jahren in denen ich einer Illusion hinterher rannte, habe ich es in den letzten 2 Jahren geschafft mich von dieser zu lösen.

    Eine Illusion die durch wunderschöne Begegnungen entstand und diese Stunden möchte ich sicherlich nicht missen.

    Manchmal ist das Glück näher als man denkt, quasi fast nebenan.

    Vor zwei Jahren war ich nun endlich so weit mich darauf einzulassen und siehe da: eine meiner besten Entscheidungen überhaupt.

    Ich lernte Harmonie, Ausgeglichenheit, Achtsamkeit und Respekt auf einer ganz neuen Ebene kennen :-)

    Ich bin glücklich, wie ich es selten war und die Liebe gibt mir Kraft für den Alltag :-)

    Selbst meine Haut spielt keine aktive Rolle, ich werde auf allen Ebenen unterstützt und geliebt wie ich bin :-)

    Ich danke ihm jeden Tag auf's neue dafür :-)

    Die Zukunft hält spannendes bereit und wir wollen diesen Weg weiterhin gemeinsam gehen:-)

    So Long

    Sandra

  13. Vor einigen Jahren, als das Thema Vogelgrippe aktuell war, habe ich mal ein Lied geschrieben, es mit MusicMaker vertont und völlig unprofessionell mit einem Headsetmicro eingesungen. Jetzt habe ich mir für den Winter ein Programm zur Erstellung von Animationen gekauft (damit ich bei schlechtem Wetter was zu spielen habe). Na ja, jedenfalls habe ich damit ein Video zum Lied gebastelt. Man bedenke, dass dies mein erster Versuch ist und ich niemals Handbücher lese.Darum gibt’s auch nur eine Szene, keine Kamerafahrten und auch sonst nicht viel. Völlig minimalistisch also. Ja, so entsteht großes Kino ;-)

    Leider ist es mir nicht gelungen einen Player hier einzubetten, mit dem man das Video in größerer Auflösung sehen kann. Vermutlich mache ich da was falsch.

    Dennoch, hier ist es:

    [ame]

    [/ame]

    Besser aber kann man es auf YouTube sehen. Da kann man es dann auch vergrößern bzw. auf Vollbild schalten.

    Ich hoffe, es ist nicht allzu schrecklich.

    Viele Grüße

    Graf Duckula

  14. Suzane
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    Das stolze Muttertier kann auf atmen.

    Letzte Woche hat mein Jüngster sein Zeugnis erhalten und ist jetzt auf seiner Wunschschule aufgenommen. Und heute bekommt mein großer sein Zeugnis. Fachabi in Wirtschaft,Verwaltung und Kommunikationmarketing.

    Aus Kindern werde Leute.

    Finn ist zur Belohnung mit seinem Vater auf dem Weg nach Berlin und für Nik gibt es ein Überraschungstreffen mit seinen Leuten in der Altstadt. Er denkt wir gehen essen ;)

    Und da die meisten von Euch ja wissen wie die Jungs früher ausgesehen haben...

    Mal ein aktuelles Foto :)

    Sagte ich bereits das ich stolz bin ??? ;)

    blogentry-13628-0-24423000-1403841590_thumb.jpg

  15. Caro0505
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    Hallo ihr Lieben, will ich mal wieder was von mir hören lassen.

    Mir geht es sehr gut und die Froschkönigin erwartet im September eine kleine Kaulquappe :)

    Die Haut ist auch besser geworden, nur nicht an den Armen lol

    Bis bald die Froschkönigin

  16. Hi Enbrel- und sonstige SchuppyFriends, liebe MyClic´cer (und solche, die es werden wollen),

    I did it MYCLIC!

    , frei nach Frankieboy (Sinatra, Anm. für die jüngeren Semester unter Euch) und frei nach Rezeptverordnung - 8 years later - schieß´ inzwischen ich mich inzwischen bestens mit dem MYCLIC Fertigpen (statt der üblichen Fertigespritze) ein. War einfach mal nen Tippfehler auf dem Rezept, und wurde so von meiner lieben Apotheke durchgereicht. Alles gut, alles easy - so weit. Nur meine mitunter sarkastische und ketzerischen Gedanken erhalten mal wieder Futter.  🙊 "MY CLIC".....?? Viel Plaste elaste ( und nicht mal aus Schkopau) und höchst Patent rechtlich geschützter Wegwerfschrott à la Pfizer - echt innovativ, bravo, ihr Plastikstrategen....

    #soistpfizer nun mal, immer auf der Höhe der Zeit.´, denn "Die Kultur bei Pfizer steht für den Mut, neue Ideen zu entwickeln." Bescheidene Eigenlobhudelei des Pharmariesen. Jetzt abba ma´ janz im Vertrauen, liebe Pfizer Kreativ Crew, wa?- wie seid ihr denn nur wieder auf den Namen "MYCLIC" gekommen? Wieviele Sondertreffen und Klausurtagungen waren für die wortgewaltige Worthülse (....Hülse wäre ja noch irgendwie passend gewissen) denn da nötig? Und wieviele Market Access-, Kommunikations- und Marketingstrategen waren hier denn am Werk?  😄

    Kleine Anekdote. Natürlich nur für die alten Säcke unter uns: ENBREL BOLZEN hätte es doch auch getan. Intern heisst das fette (Achtung, liebe Leserschaft - hier folgt Fremdwerbung! -) Edding3000-ähnliche, graue Plastikteil bei uns zuhaus´eh nur noch -  "der BOLZEN!"
    Kapiert jetzt nicht jeder von euch. 1960er-Jahre. Zett Deh Eff. Die beliebte Spielshow "Der goldene Schuß" (neeeiiin, auch hier war noch nicht an ein Biological zu denken!), mit Wilhelm-Tell-ähnlicher Apfelschuss-Szene. Vorm Schießen musste von einem Mitarbeiter (namens Peter) immer ein Bolzen in die Armbrust eingelegt werden. Der Showmaster Vicco gab dazu jedes Mal rituell die Anweisung: „Bitte, Peter, den Bolzen.“
    In einer Ausgabe der Sendung "Wetten, dass" gab es einmal einen ähnlichen Vorgang, bei dem der Moderator Gottschalk ebenfalls mit den Worten „Bitte, Peter, den Bolzen“ fabulierte. Anschließend bemerkte Gottschalk scherzhaft: „Seit dem Goldenen Schuss wissen wir: Bolzen heißen immer Peter.“

    Und so kommt denn heute nachmittag wieder der Pfizer Plaste Bolzen zum Einsatz. Fast and safe, 50 Milligramm as it´s best. Der Rest verschwindet im Müll. Plummps. I faced it all and I stood tall - and did it myclic!...

  17. Kurz Bericht vo unserem Hobby.

    Unser Sohn ist in der Meisterschaft , IS-Cup 3ter geworden und das in seinem zweiten Jahr.

    Er ist ja erst 15 und hat noch ein paar Jahre vor sich.

    Im Oktober fahren wir noch einmal los zur Stock-Car WM nach Uelzen, mal schauen wie er sich dort schlägt.

    Gruß

    Andrea

  18. Christa 50s Blog

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    was soll man dazu sagen? :o

    2 Userinen eröffnen Blogs. Soweit - sogut.

    Sie beschweren sich, dass ehemalige User dieses Forum's sich nun in anderen Foren Bewegen und über das PSO-Netz

    herziehn. Damit wären wir wieder bei der 'freien Meinungsäusserung'.

    Diese wird von einigen hier nicht jedem zugestanden. :(

    Ach - und dabei waren doch einige dieser 'Forenflüchtlinge' unsere besten Freunde :huh: - Piep, Piep, Piep, hatten wir uns nicht mal lieb? :(

    Im Grunde genommen machen diese 2 Userinen das Gleiche! Auch sie ziehen nun über die ehemaligen her. :mellow:

    Aber wie heisst es so schön: Wenn 2 das Gleiche tun ist es noch lange nicht Dasselbe!

    PETZEN WAR SCHON IN DER SCHULE VERPÖNT!

    Ich für meinen Teil (das ist meine Meinung)finde dieses Verhalten der 2 Damen genauso unfair.

    Wollen sie sich damit eine 'Goldene Klingel' verdienen?

    Wird das jetzt so eine Art 'Forenspionage'??? :(

    ICH will hiermit nicht sagen, dass ich mit den Forenflüchtlingen konform gehe.

    Aber es ist auch schon vorgekommen, dass hier über andere Foren gelästert bzw.abfällig geredet wurde. Also, bitte: wo ist da der Unterschied?

    Christa

  19. SPONGEBOB
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    Ja ich bekomm es immer noch.

    Es ist ein Teil meines Lebens geworden. Keine Nebenwirkung gefunden, immer alle 3 Monaten genommen.

    Die stärker pigmentierten Stellen sind etwas heller aber geblieben; wohl deshalb, dass ich es nie vergesse wie ich betroffen war.

    Alle die mich hier vermissen sei ein Kollektiver Kuss gegeben...

    SB

  20. 0815? Nein, danke!

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    Alleswirdwiedergut
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    Meine Feinde sollen ab hier aufhören zu lesen! :D

    Eine chronische Erkrankung, wie die Psoriasis, ist ein Anzeichen dafür, dass das Immunsystem den Organismus nicht ausreichend reinigen kann. Der Organismus ist also überlastet und seine Tätigkeit eingeschränkt.

    Also habe ich vor ca. 6 Monaten beschlossen meine Ernährung umzustellen und auf Schulmedizin komplett zu verzichten.

    Denn eins ist mir heute klar: Nicht das Symptom muss behandelt werden sondern die Ursache.

    Klar muss sein, dass eine Umstellung der Ernährung für den Rest des Lebens angewendet werden muss und keine Kur von 3 oder vier Wochen ist. Für mich war und ist es ein sehr interessanter Weg. Es fällt mir nicht schwer weil ich nach vielen Jahren endlich eine deutliche Besserung meiner Haut erfahren habe.

    Aus diesem Grund erstelle ich diesen zweiten Blog. Ich möchte interessierte Menschen teilhaben lassen. Ich werde an dieser Stelle ausschliesslich auf die Ernährung eingehen.Ich verwende weitgehend biologische Lebensmittel, viele verschiedene Ölsorten und achte auf ausreichend Zerealien. Ich verzichte auf Weismehl, Zucker und Fleisch.

    Es soll sich niemand vepflichtet fühlen daran zu glauben, aber jeder sollte selbst einen Versuch unternehhmen. Einen Beipackzettel mit Nebenwirkungen gibt es nicht.

    Wann esse ich? So oft ich Hunger habe!

    Ich bin eher der Morgen/Mittagstyp und frühstücke ziemlich umfangreich zwischen 10 und 12 Uhr. Das zweite Frühstück fällt klein aus. Die nächste Mahlzeit gint es dann erst wieder am Abend.

    Ich achte auf sehr viel Flüssigkeit am Tag. Ich trinke zwischen 4 und 5 Liter stilles Wasser, Obst und Gemüsesäfte (diese vor 16 Uhr und frisch zubereitet) und Tee. Dem ersten Glas Wasser füge ich Heilerde hinzu.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Heilerde

    Spurenelemente und Mineralstoffe sind tagtäglich in meinem Speiseplan eingebunden.

    Das ist alles kein Hexenwerk, man muss sich nur die Mühe machen und sich damit befassen, es quasi zur Lebensaufgabe machen. In 6 Monaten hat sich der Zustand meiner Haut sehr stark verbessert. Noch im Dezember 2012 hatte ich einen PSO Befall von über 60%. Heute liege ich bei ca. 10 %.

    Ich bin kein Fan vom Erstellen von Rezepten und werde daher in diesem Blog nur das ein oder andere (welches ich besonder lecker finde) aufschreiben. Ich denke, dass jeder selbst, weiss er erst einmal die Basics, im Stande ist seine Zutaten zu variieren um Leckeres zu zaubern.

    Ich habe mir zu Beginn folgende Basics zugelegt:

    Algen, Heilerde/Mineralerde und Öl. Ich gehe auf alles im Folgenden näher ein.

    Ich verwende täglich ein anderes Öl welches ich am Morgen trinke, und zwar jeweils 3 Esslöfel. Danach 1 großes Glas Karottensaft mit einem Schuss Zitrone. Das ist im Grunde der Anfang von allem gewesen. Man sollte sich Schrittweise der Sache nähern, weniger ist am Anfang mehr.

    Warum Algen?

    Algen reinigen die Zellen. Bestimmte Algen enthalten Omega 3 (Odontella aurita).Algen sind gute Mineralstofflieferanten und ich habe mich für Spirulina entschieden. Zudem enthalten sie Jod, Vitamine, Zink und Eiweiss.Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt als Tagesdosis 0,2 mg Jod – wieviel in den Algen steckt, steht meist auf der Packung.

    Wer sich intensiver damit befassen möchte kann hier lesen:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Alge

    Ich verwende folgende Öle:

    Innerlich: Arganöl, Hanföl, Leinöl, Olivenöl, Erdnussöl (hier aufpassen bei Allergikern),Dorschlebertran

    Küche: Albaöl, Erdnussöl

    Äusserlich: Kokosöl, Schwarzkümmelöl, Nachtkerzenöl, Hanföl, Reiskeimöl

    Zusammenfassung:

    Fürs Erste braucht man also Algen, Öle und Erde. Bezugsquellen gebe ich nicht an. Ich möchte nicht in den Verdacht geraten hier etwas an den Mann bringen zu wollen.In den folgenden Wochen werde ich diesen Blog Scheibchenweise aufbauen. Selbst wenn es nur eine Person versucht und konsequent bleibt, dann hat der Blog schon seinen Sinn erfüllt.

  21. Die Fistel und um genau zu sein, die Analfistel

    Mir schaudert es schon alleine bei den Erinnerungen.

    …erst mal einen Schluck Wein nehmen, sonst kann ich nicht schreiben…

    Also, ich hatte mir eigentlich einen Termin beim Hautarzt geben lassen, wegen meines schrecklichen PSO Schubes. Wollte mal wissen, ob es Neuigkeiten gibt, was Heilungschancen der PSO angeht. Eine Hämorride hatte ich nebenbei (dache ich zumindest). Da ich jahrelang nicht beim Hautarzt war und auch zufrieden mit meiner Hammermethode, ich erwähnte es bereits, UVB Sonnenbrand und ab geht’s. Ich wollte mich einfach mal wieder schlau machen, ob die Forschung weitergekommen ist.

    So, Doktore schaute sich meine Haut an und was soll ich sagen, keine neuen Erkenntnisse.

    Und wenn ich schon mal hier war, berichtete ich von meinem, wie ich dachte, schmerzhaften Problemchen. Haha, was soll ich sagen Doktore wollte meinen Hintern sehen. Hm, fühlte mich extrem unwohl, Streuselkuchen und dann noch in/an/um den Allerwerstesten schauen. Ok, da musste ich durch und was soll ich sagen, Doktore war extrem erschrocken und sagte sofort, ab in die Notaufnahme des Krankenhauses, die müssen sich das ansehen.

    Ja aber, was ist mit meiner Haut? Der Doktor sagte nur, die Haut müssen wir zurück stellen. Bei Ihrem Hintern ist ein akutes Problem.

    Bei Ihrem Hintern ist ein akutes Problem, toller Satz.

    Den Hintern sieht zumindest nicht Jeder sofort, Schmerzen kann man aushalten. Die Flecken sollen weg.

    Keine Chance sofort Notfallambulance!!

    Jippi, was erzählt man dem Umfeld, wenn man so etwas hat? Gestürzt, ganz klar, Sturz auf das Steissbein und deshalb. Ja, dachte ich super Ausrede.

    Soweit so gut, Büro informiert… und jetzt haben die sich auch noch Sorgen, wegen des Sturzes, gemacht und von wegen Arbeitsunfall. Oh jeh, aber die Wahrheit ging im Moment nicht.

    Nach stundenlangen Warten in der Notaufnahme, sitzen konnte ich schon lange nicht mehr, wegen des Popos. Der erste Arzt, ich zeigte meinen Popo…, oh mein Gott, sagte der nur, sie müssen sofort zu Dr. Blablabla.

    In die nächste Abteilung und was soll ich sagen, wieder warten. Büro rief an, Mann rief an, ich konnte und wollte keine Auskunft geben.

    Untersuchung beim zweiten Arzt, oh mein Gott, wir müssen operieren. OK, wann soll ich vorbeikommen. Antwort: Sie dürfen Ihre Sachen packen und morgen früh zur OP vorbeikommen. In meinem Beisein rief er den OP Planer an und sagte nur, ich brauche dringen einen Termin, ich habe hier eine akute Hämorride.

    Akute Hämorride mit Flecken am ganzen Leib.

    Aber man teilte mir mit, die Sache wird sozusagen ambulant gemacht. OP, aufwachen, mein Mann kann mich mit nach Hause nehmen. Ok dachte ich, was macht der für nen Wind, ist doch nur ein kleiner Eingriff.

    Pünktlich zum OP Termin waren mein Mann und ich da. Der Gatte lieferte mich ab und ich wurde vorbereitet. Wir machten aus, wenn ich nach dem „Eingriff“ wach werde, rufe ich an und wir fahren nach Hause.

    Gesagt getan, wach geworden Mann angerufen. Ich war noch total balla balla von der Vollnarkose. Ein par Schmerztabletten, kurz die Diagnose. Ja das war keine Hämorride, sie hatten eine Analfistel, die haben wir so gut es ging entfernt und gut is. Die Schwester gibt ihnen Pillen mit.

    Ja gut, neben mir lag noch eine Dame, die schon mehrfach da war und die nur glücklich war, dass sie nach Ihrer OP keinen künstlichen Ausgang hatte.

    „Liebe Dame, falls Du diesen Bericht jemals lesen wirst, nimm mit mir Kontakt auf und ich empfehle Dir meine +++ Kapseln, denn die haben mir echt das Leben gerettet!“

    Weiter geht’s: Mein Mann hat mich abgeholt und wir sitzen im Auto, ich bekam Hunger und wollte sofort was essen. Voll balla balla von meiner Vollnarkose, gab es Pommes Currywurs. ---- hätte ich da gewusst, was mir nachts passiert, ich hätte nichts gegessen.

    Zuhause angekommen, ich war top fit und dachte, Schmerztabletten nimmt man nur, wenn die Schmerzen beginnen. Die Vollnarkose wirkte noch. Alles super.

    Mir hat aber keiner gesagt, dass ich mich gedopt halten sollte, weil mein Hintern operiert wurde und ich mit einer offenen Wunde nach Hause geschickt wurde. Ich wurde nicht genäht, nein das muss so heilen. Wie konnten die mir so etwas antun?

    Es folgte eine Nacht des GRAUENS: Ich habe SCHMERZEN erlitten, die ich keinem Feind gönne, nein so schlimme Feinde habe ich gar nicht.

    …erstmal noch ein Schluck Wein…

    Es war 21 Uhr mein Mann fragte noch, ob er mir was Gutes tun kann. Nein danke Schatz, ich werde jetzt schlafen.

    HAHA, ja das tat ich für genau 2 Stunden und dann kam er der SCHMERZ. Davon wurde ich wach, dachte OK, schnell ein Pillchen und dann. Es passierte nichts. Brennende Havanna im Hinter, plus 20 Zigaretten. Schnell noch eine Schmerztablette, nichts passierte. OK

    Mann wecken, hilfe Schatz, der Popo tut so weh. Er im Halbschlaf, ja aber Du warst doch heute im Krankenhaus. Schnarcht weiter, einfach so.

    OK, eine Etage tiefer, laufen, laufen hilft, denn es ging kein liegen, kein sitzen, kein nichts. Wann wirkt diese verdammte Schmerztablette, noch EINE. Nichts.

    OK, wieder zum Mann. Schatzi der Popo. Ja, aber…schnarch.

    Also entweder direkte Onlinescheidung oder alleine den Notarzt bestellen.

    Notarzt, wissen Sie wo Ihre Notarztnummer ist? Ich nicht, voller schmerzen suchte ich und ach was soll ich sagen, der Gatte schlief und irgendwann hatte ich Jemanden am Telefon, der mir sagte, wir schicken Ihnen den Notarzt. Es war mittlerweile ein Uhr, Ich mit brennender Havanna und zwanzig brennender Zigaretten im Hintern. Zwei Uhr, erneuter Anruf, ja wann kommt denn der Notarzt? Ja da ist viel los. Hm, jammernd auf dem Boden liegend, drei Uhr, vier Uhr um halb fünf traf der Notarzt mit Helfer ein, ich konnte ihm noch die Türe öffnen und dann bin ich vor Schmerzen zusammen gesackt.

    Der Notarzt mein Held war super nett. Hat mir sofort mehrere Schmerzspritzen in den Po, intravenös gegeben und mit mir auch noch, so komische Griffe gemacht, komme jetzt nicht auf den Namen. Dem habe ich wohl wirklich leid getan und er hat sich mehrfach entschuldigt, aber er war alleine für eine Stadt zuständig. Es rufen tatsächlich Leute eine Notarzt, wenn ihnen nur Übel ist und da musste er vorher hin.

    So und mein Mann, der mir immer erzählt, das ich mir keine Sorgen machen müsste. In unser Haus kommt keiner rein, er hätte einen leichten Schlaf und würde dann zum Pittbull.

    Neh ist klar, ich habe so geschriene im Erdgeschoss und zwei Männer (Arzt und Helfer) waren da und ER hat geschlafen.

    Er hat es aber wieder gut gemacht.

  22. Nachdem ich ja diesen heftigen Bluthochdruck unter Humira hatte, hat meine Rheumatologin mir empfohlen unter Enbrel den Blutdruck im Auge zu behalten. Bisher hatte ich eine grenzwertige Hypertonie (mit Werten im Mittel um die 135/85) die noch nicht mit Medikamenten behandelt wurde ... seit gestern sind meine Blutdruckwerte stetig gefallen und ich bin jetzt bei 110/75 . Das finde ich schonmal sehr sehr positiv am Enbrel und schau mal wies weitergeht.

    Ansonsten vertrage ich es sehr sehr gut ... und bin bis jetzt total zufrieden damit.

  23. Ja, Ihr Lieben,

    ihr werdet es nicht glauben, ich war gestern, den ganzen Vormittag in der Ambulanz der Zahnklinik.

    Ich habe den Zahn immer noch !

    Man will mich nun Anfang Oktober stationär aufnehmen. Was mich arg verwundert ist, dass man auch Zähne entfernen will, wo ich weder Schmerzen habe, noch wo auf dem Röntgen Bild ein Schaden zu erkennen ist.

    Ich habe nun die Röntgenaufnahme und werde mal meinen "neuen" Zahnarzt fragen, was er von dem ganzen Theater hält......

    Grüsse an Euch alle; Rolf

  24. guten morgen,

    gestern habe ich sowas verrücktes gemacht wie schon jahre nicht mehr.

    in einem anfall von übermächtiger einsamkeit habe ich mich vorgestern in einer singlebörse eingetragen. ok, nicht spannend, kostet was, wird nix bringen, so meine gedanken.

    trotzdem hat mich etwas dazu bewogen mich einzutragen und auch noch mitgliedsbeitrag zu zahlen damit ich mitmachen kann in der gunst der suchenden.

    naja ein abend kann sehr lange sein, sehr einsam, man kann viele profile anschauen, sich wundern, staunen, den kopf schütteln, blöde mails bekommen, angemacht werden, abgelehnt, zugetextet.

    ist irgendwie auch ein zeitvertreib.

    schön anonym und mutig bin ich da, schreib einfach drauflos so wie hier in meinen blogs.

    tue alles was ich in live nie tun würde.

    soviel zur einleitung und überleitung zu meinem abend mit verdi.

    verdi der komponist, gewaltig, laut, meldodiös, romantisch, mit pauken und trompeten, volles programm.

    und was passiert in der singlebörse:

    ich bekomme ein mail, klingt nett, normal, ein bissl einsam so wie ich, wahrscheinlich auch schon so wunderlich und schrullig wie ich .o)).

    fakt: wir mailen hin und her und es stellt sich raus der mann hat eine trennung hinter ihm, ein echt teures abo für konzerte und opern und jetzt keine begleitung mehr.

    was mach in meinem nächtlichen wahnsinn...

    ich schreib einfach, oh du hast eine zweite karte übrig und keine begleitung... ich wäre sicher eine gute, witzige, aufmerksame begleitung für diesen abend mit verdi.

    puhh, mach ich mich ran wie beim escortservice, voll peinlich.

    naja mutig weil unsichtbar im netz und nicht mit zustimmung männlicherseits rechnend.

    und was passiert?

    er schreibt zurück, ist hellauf begeistert und schon bin ich mitten drin in der realität.

    wühle in meinem kasten, hol was raus was nicht sexy, nicht wie nonne aber halt für verdi passend scheint und sitze 30 minuten später in einem taxi.

    requiem von verdi

    musik vom sterben, todsein, flügelbekommen, dem himmel so nah, töne laut und leise.

    was wird mich erwarten?

    das sind meine gedanke im taxi, schimpfe mich über meine blödheit und den wahnsinn mich auf so ein blinde date eingelassen zu haben.

    puhh, jemanden nur zu sagen man hätte schwarze kurze haare, eine rote brille und einen schwarzen mantel an und das man vor dem eingang wartet.

    ich bin 10 minuten zu früh dort, stehen noch etliche frauen rum und warten, super denk ich mir ob der mich jetzt wirklich auch findet.

    dann hab ich mich umsonst aufgebrezelt und das taxi bezahlt.

    aber dann weht einer ums eck, mit wallenden haaren (hinter schon ein bissl schütter), direkt und zielsicher auf mich zu.

    ich lächle mein bestes lächeln, so wie mona lisa und warte was auf mich zukommt.

    fehler, verwechslung, doch mein blinde date.........?

    er schaut nett aus, er riecht gut und er hat einen eleganten anzug an.

    er ist es, stellt sich vor, wir grinsen beide echt verlegen.

    egal, verdi wirds machen, egal wie todessehnsüchtig diese musik heute sein wird.

    der mann ist von der alten schule, er hilft mir aus dem mantel, er geht damit zur garderobe.

    er lässt mir den vortritt, erklärt mir extrem höflich wo wir sitzen werden und kennt sich super gut aus.

    mann oh mann denk ich mir die ganze zeit, was passiert mir denn da grad.

    bin ich jetzt in verdi`s zeit zurückversetzt.

    ein bissl wohl, egal, ich sitze, ich schliesse meine augen und fühle die musik.

    ich fühle den tod, das leben, das schweben, ein engel zu sein.

    alles das vermittelt mir verdi in seinem requiem.

    irgendwann hab ich auch vergessen das neben mir ein blinde date sitzt, jemand der in meinem leben wohl aus vielen gründen keine wichtige rolle einnehmen wird.

    jemand wo ich mir denke das er ein freund sein könnte oder eine begleitung für musik der besonderen klasse.

    mich mitnimmt in eine andere welt.

    ich hab ein bissl ein schlechtes gewissen ihm gegenüber, er schaut mich von der seite an, erkennt wohl wie sehr ich die musik mit dem herzen fühle.

    wie einsam ich bin, wie oft ich auch lieber tod sein will als zu leben.

    dinge die ich ihm aber nie sagen würde, dafür ist er einfach nur ein blind date........

    nach der musik gibts noch kaffee in der teuersten bar am platz, uihh das hatte ich auch noch nie.

    und es gibt zwei stunden gute gespräche, über gott und die welt, das leben, die liebe und was man mit 50 noch zu erleben hofft.

    danach steige ich in ein taxi und fahre heim, er will mich wiedersehen..........

    heute kam morgens eine grußkarte per email.

    oh oh was habe ich nur getan?

    ich war doch einfach nur so wie ich immer bin, so leichtfüssig unterwegs, so spontan und aufgeschlossen, eine plaudertasche.

    still wäre ich nur wenn der blitz der liebe auf den ersten blick mich getroffen hätte.

    das wars aber nicht...........

    es war nur verdi...........

    eure

    feli

  25. ... war das wieder mal. :daumenhoch:

    Es war das dritte und letzte Whiskeytreffen in diesem Jahr.

    Schon im September beim letzten Treffen hatten wir uns für das nächste Mal im Dezember verabredet. Diesmal wollten wir ein kleines gemütliches Hüttchen im Wald auf den "Fahnerschen Höhen" bei Gotha nutzen. Wir legten uns auf den 10. Dezember fest. Das Wetter bescherte uns viel Freude. Es hatte Tage vorher richtig gut geschneit und die Temperaturen (-5°) waren auch nicht allzu sehr im Keller.

    Der Schnee lag zum Teil kniehoch. Deshalb mussten wir "umsatteln" vom Auto auf Schlitten. Der reichte natürlich nur fürs Gepäck und nicht für einen unserer zarten Körper. ;)

    Aber unsere Männerrunde kannte da nix :P und los stapften wir durch unberührte weiße Landschaft.

    Als wir dort ankamen, machte ich erstmal Feuer im Ofen und bereitete den Tisch vor (selbst eine Tischdecke wurde ausgebreitet - nobel, nich´? :daumenhoch: ). In der Zwischenzeit traten die anderen den Schnee an verschiedenen Stellen nieder und bauten ihre Zelte auf.

    Ihr habt richtig gelesen: Zelte! 97_2.gif:P

    Manch einer mag jetzt denken - Zelte - die hamse doch nicht alle - aber mit richtig guten Schalfsäcken ist das kein Problem - ehrlich !!!! B)

    Nachdem die Vorbereitungen für die Übernachtung erledigt waren, wurden nun die Leckereien auf den Tisch gebracht.

    Hach - da lachte das Herz.

    Parmaschinken, Ziegengouda, Gurken, Brot, genügend Wasser, Zigarren und natürlich, was nicht fehlen darf, 12 verschiedene Sorten Whiskey.

    (Beim Schreiben tropft mir schon wieder der "Zahn". :lol: )

    Nachdem wir ausgiebig gespeist hatten, ging es dann endlich zur Verkostung über. Manch einer kann sich das gar nicht vorstellen, wie gut Zigarre und Whiskey zusammenpassen - einfach genial. :daumenhoch: (Der größte Teil unserer Teilnehmer sind zwar Nichtraucher, aber zum Whiskey lassen selbst sie sich ein oder zwei Zigarren schmecken. smiley_emoticons_pfeif2.gif )

    Gegen Mitternacht haben sich dann die ersten in ihre Zelte verzogen, mein Freund Marko und ich haben aber noch bis 3 Uhr gesessen und erzählt.

    In der Stille des verschneiten Waldes - natürlich am wärmenden Feuer - einfach mal die Seele baumeln lassen (oder: über Gott und die Welt quatschen). Schön, wenn man Freunde hat. :)

    Früh schauten wir auch noch ziemlich zerknautscht aus der Wäsche, ähm Schlafsack. ;) Denn um 8 Uhr hieß es aufstehen und Frühstück vorbereiten.

    Anschließend wurde das gesamte Equipment wieder verstaut, die Hütte aufgeräumt und ausgefegt und dann machten wir uns auch schon wieder auf den Heimweg.

    Das nächste Treffen wurde diesmal für März anberaumt. Dann wird es wieder auf die Fahnerschen Höhen gehen.

    Ich wünsch euch ein besinnliches Weihnachtsfest und einfach gute Gespräche in dieser Zeit! :)

    Und nun noch ein paar Bilder für die Neugierigen: :D


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