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Cosentyx® (Secukinumab, AIN457)

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About this blog

"Secukinumab was discovered and developed by Novartis using developmental name AIN457, and the first publication was a Phase I trial published in 2010."*
Seit Mitte 2015 ist Secukinumab unter dem Handelsnamen Cosentyx® von Novartis zur Behandlung der Psoriasis zugelassen.
Seit 2017 behandele ich mich mit diesem Biologikum und sammele Informationen (Studien, Fach- und Herstellerinformationen) und (eigene) Erfahrungen zu Secukinumab (Handelsname: Cosentyx®) und seiner Anwendung bei Plaque-Psoriasis und anderen Indikationen bei Erwachsenen und Kindern. Ich beschreibe in diesem Blog auch meine Überlegungen zu einer individuelleren Dosierung und Erhaltungstherapie von Secukinumab - diese sind vom Grunde her auch auf andere Biologicals und Medikamente übertragbar. 
Siehe auch meinen Blog allgemein zu Biologicals: 
Biologika (Biologicals, Biologics) und Biosimilars - Psoriasis-Netz

*https://en.wikipedia.org/wiki/Secukinumab

Entries in this blog

GrBaer185

Secukinumab - Namensbedeutung


Cosentyx

Secukinumab ist ein monoklonaler Antikörper. Für monoklonale Antikörper gibt es eine (ältere und neuere) Namenskonvention, die sowohl in den Internationalen Freinamen (INN) der Weltgesundheitsbehörde (WHO)  als auch in den United States Adopted Names (USAN) für Wirkstoffe angewendet wird.

Die Wortteile von Secukinumab haben danach folgende Bedeutung:

Secu-kin-u-mab

Secu : Präfix ohne besondere Bedeutung, soll wohlklingend sein, dient der Unterscheidung von Antikörpern mit gleichem
             Wirkungsbereich und gleichem Ursprung

kin    : Interleukin (Wirkungsbereich)

      : human (Ursprungsorganismus des Antikörpers)

mab : Wortstamm für alle monoklonalen Antikörper, von engl. monoclonal antibody
 

Quelle: Nomenklatur der monoklonalen Antikörper – Wikipedia

GrBaer185

Titelbild aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Herpes_Zoster#/media/Datei:Herpes_zoster_chest.png

Allen über 60jährigen (als Indikationsimpfung allen über 50 Jahre) empfiehlt die STIKO die Impfung mit dem adjuvantierten Herpes-zoster-Subunit-(HZ/su-)Impfstoff Shingrix® zur Verhinderung von Herpes zoster (HZ) und postherpetischer Neuralgie (PHN), siehe hierzu z.B.

Aerzteblatt Herpes Zoster Impfung a1182.pdf
https://www.aerzteblatt.de/archiv/208216/Herpes-zoster-Wer-wie-geimpft-werden-sollte

Etwa in der Mitte eines Cosentyx®-Spritzenintervalls, am 24.06.2020, erfolgte für mich die erste (von zwei) Impfung gegen Gürtelrose mit dem Totimpfstoff Shingrix. Nach der Impfung schmerzte an der Einstichstelle der Oberarm, besonders bei Druck; Impfung sonst gut vertragen. Hautzustand ist stabil.
Zweite 
Shingrix-Impfung erfolgte am 27.08.2020. Es gab wieder eine Reaktion an der Einstichstelle, Druckschmerz, sodass ich etwa zwei Tage nachts nicht auf dem Oberarm liegen konnte. Sonst gut vertragen. Mit der nächsten Cosentyx®-Spritze warte ich noch etwas.

Zu den Abständen der Impfung zu den Cosentyx-Spritzen siehe meine Blog-Einträge

https://www.psoriasis-netz.de/community/blogs/entry/4008-impfungen-bei-therapie-mit-cosentyx/
und
https://www.psoriasis-netz.de/community/blogs/entry/3993-meine-spritzenintervalle-mit-cosentyx/

 

GrBaer185
Stand: 12.09.2021
 
Ich hatte zu Begin meiner Therapie mit Cosentyx® schnell guten Erfolg, aber auch neurodermitisartige, juckende Hautveränderungen in den Armbeugen und einen entzündeten kleinen Finger - siehe hierzu auch meine früheren Blog-Beiträge: https://www.psoriasis-netz.de/blogs/entry/3952-juni-2018-lungenentzündung-begünstigt-durch-secukinumab/  und 
Nachdem ich im Juli 2017 wegen einem grippalen Infekt den Spritzenabstand auf 5 Wochen verlängert hatte und die Haut nicht negativ reagierte, blieb ich versuchsweise bei einem (ca.) 5 Wochenabstand.
Auch mit dem größeren Spritzenabstand von 5 Wochen blieb und ist mein Hautzustand für mich sehr zufriedenstellend und stabil.
 
Spritzenintervalle:
Vom 13.03.2017 (Beginn der Therapie) bis 14.9.2017 nach "offiziellem" Behandlungsplan mit jeweils 300 mg Secukinumab, Wirkung zeigte sich bereits nach den ersten Spritzen,
 
ab 14.7.2017 (wie bisher und auch folgend immer 300 mg5 Wochen Abstand wegen Erkrankung und dann versuchsweise zur Nebenwirkungsverringerung , dann
 
29.12.2017 - 04.02.2018  5 Wochen und 2 Tage Abstand
04.02.2018 - 14.03.2018  5 Wochen und 3 Tage Abstand
 
14.03.2018 bis 27.06.2018 jeweils 5 Wochen Abstand zw. den Spritzen; ab 6.6.18 atypische Lungenentzündung (siehe hierzu früheren Blog-Beitrag: Juni 2018 - Lungenentzündung begünstigt durch Secukinumab? - Cosentyx® (Secukinumab) - Psoriasis-Netz (psoriasis-netz.de))
 
27.06.2018 - 15.08.2018  7 Wochen Abstand
15.08.2018 - 26.09.2018  6 Wo.
26.09.2018 - 01.11.2018  5 Wo. und 1 Tag
01.11.2018 - 06.12.2018  5 Wo.
06.12.2018 - 04.01.2019  4 Wo. und 1 Tag 
04.01.2019 - 10.02.2019  5 Wo. und 2 Tage
10.02.2019 - 11.03.2019  4 Wo. und 1 Tag
 
11.03.2019 - 01.05.2019  7 Wochen und 2 Tage (größerer Abstand wegen fiebrigem Infekt der oberen Atemwege). Antibiotikum:
Wegen einem fiebrigen Infekt der oberen Atemwege Einnahme des Antibiotikums
Amoxicillin-ratiopharm 1000 mg Filmtabletten dreimal täglich eine vom 15.4. bis 21.4.2019.
 
01.05.2019 - 01.06.2019  4 Wo. und 3 Tage
 
01.06.2019 - 10.07.2019  5 Wo. und 4 Tage (am li. Oberarm drei kleine, neue, leicht schuppende Hautbereiche)
 
10.07.2019 - 07.08.2019 4 Wo.;26.7. die Stellen am li. Oberarm sind weg (Daivobet Anwendung)

07.08.2019 - 06.10.2019 8 Wo. und 4 Tage, langes Intervall wg. Erkältung ab 22.8. und Kortison-Infusionen vom 16.9. bis 20.9. wg. akutem Tinnitus

06.10.2019 - 12.11.2019 5 Wo. und 2 Tage, wg. Grippeschutzimpfung etwa in Intervallmitte am 23.10.

12.11.2019 - 10.12.2019 4 Wo., wieder auf die vorgesehenen Intervalllänge gegangen, da Hautzustand nicht voll befriedigend, Unterschenkel stark betroffen, eine Reihe kleiner Stellen an Oberschenkeln, Rücken und Kopf, "neue" stecknadelkopfgroße Stellen an Unterarmen und Oberschenkeln
 
10.12.2019 - 22.01.2020 6 Wo. und 1 Tag, ab 28.12.2019 Bronchitis mit Kopfschmerzen und Fieber, vom 3.1.-10.01.2020 Antibiotikum Amoxicillin 1000 mg 3 x tägl. (siehe entsprechenden folgenden Blog-Beitrag), daher die Zeitspanne bis zu den nächsten Spritzen wiederum ausgedehnt. Hautzustand wie im vorhergehenden Absatz 12.11. - 10.12.2019 beschrieben.
 
17.01.2020 Hautarzttermin, PASI von 7,7 bestimmt und neues Cosentyx-Rezept und Daivobet-Salbe verordnet.
 
22.01.2020 - 26.02.2020 5 Wochen 
 
26.02.2020 - 27.04.2020 8 Wo. und 5 Tage, vom 12.3. bis 18.3. Antibiotikum wegen Bronchitis genommen, Auslöser der Bronchitis war eine Verkühlung bei einer Wanderung. Außerdem "Abwarten" wegen Verunsicherung durch SARS CoV 2 (Corona-Virus) und die Pandemie. 
 
27.04.2020 erstmalig nur eine 150 mg Spritze Cosentyx® injiziert, bis 18.05.2020 3 Wochen Abstand (würde bei 2 Spritzen = 300 mg Secukinumab einem Abstand von 6 Wochen entsprechen), siehe hierzu auch meinen diesbezüglichen Blogbeitrag
https://www.psoriasis-netz.de/community/blogs/entry/4062-cosentyx-secukinumab-individuelle-erhaltungsdosis-finden/
 
18.05.2020 150 mg Secukinumab, bis 08.06.2020, 3 Wochen Abstand
Hautzustand bis auf kleine Stellen an Hüfte und Kopf und die hartnäckigen, flächigen Stellen an den Unterschenkeln recht gut. Die Unterschenkel haben sich im Vergleich zum Jahresanfang gebessert. Hängt eventuell mit konsequenterer Behandlung mit Daivobet und dem Tragen von Kompressionsstrümpfen (wg. Venenschwäche) zusammen. Kleine, ein Millimeter große, neu auftretende Stellen an den Armen konnten zwischenzeitlich mit kurzzeitiger Daivobet-Anwendung zum Verschwinden gebracht werden.
 
08.06.2020, 150 mg Secukinumab, bis 09.07.2020  4 Wochen und 3 Tage Abstand. Etwa in der Mitte, 24.06.2020, erfolgte die erste (von zwei) Impfung gegen Gürtelrose mit dem Totimpfstoff Shingrix. siehe: 
Nach der Impfung schmerzte an der Einstichstelle der Oberarm, besonders bei Druck; Impfung sonst gut vertragen. Hautzustand ist stabil. Großes Blutbild unverändert.
 
09.07.2020, 300 mg Cosentyx® (Secukinumab) aufgrund des zuvor größeren Abstands, bis 26.07.2020  2 Wochen und 3 Tage Abstand.
 
26.07.2020, 150 mg Secukinumab, bis 10.08.2020  2 Wochen und 1 Tag Abstand. Hautzustand unverändert - die Psoriasisstellen an den Unterschenkeln gehen trotz Daivobetbehandlung nicht weiter zurück. 
 
10.08.2020, 150 mg Secukinumab, bis 11.09.2020  4 Wochen und 4 Tage Abstand.
Zweite Shingrix-Impfung am 27.08.2020.
 
11.09.2020, 300 mg Cosentyx® (Secukinumab) aufgrund des zuvor größeren Abstands wegen der Impfung, Hautzustand unverändert, bis 01.10.2020  2 Wochen und 6 Tage Abstand.
 
01.10.2020, 150 mg Secukinumab, bis 04.11.2020  4 Wochen und 6 Tage Abstand. Hautzustand stabil. Mittelfinger rechte Hand: Schnappfinger.
Grippeschutz-Impfung am 22.10.2020.
 
04.11.2020, 300 mg Cosentyx® (Secukinumab) aufgrund des zuvor größeren Abstands wegen der Impfung, Hautzustand stabil, bis  18.11.2020   2 Wochen Abstand.
 - 09.11.2020 Triam-Spritze wg. Schnappfinger Mittelfinger re. Hand ( seit dem keine Probleme mehr, Stand 22.1.2021)
 
18.11.2020, 150 mg Cosentyx®
 - Hautarzttermin am 07.12.2020, PASI 4,4; DLQI 2
 - 4 Wochen und 1 Tag
17.12.2020, 300 mg Cosentyx®
 - 5 Wochen
21.01.2021, 300 mg Cosentyx®, Hautzustand unverändert stabil gut bis sehr gut, keine Gelenkschmerzen, keine Infekte der Atemwege
 - 3 Wochen
11.02.2021, 150 mg Cosentyx®
 - 3 Wochen 5 Tage
09.03.2021, 150 mg Cosentyx®
 - 3 Wochen;             am 13.03. vor 4 Jahren war Therapiebeginn mit Cosentyx
30.03.2021, 300 mg Cosentyx®
 - 4 Wochen 4 Tage
01.05.2021, 150 mg Cosentyx®, Hautzustand unverändert stabil gut bis sehr gut, keine Gelenkschmerzen, keine Infekte der Atemwege
-    am 14.05.2021: 1. Impfung mit Comirnaty® von BioNTech/Pfizer gegen SARS-CoV-2, keine besonderen Nebenwirkungen außer Schmerzen an Einstichstelle und eineinhalb Wochen nach der Impfung zwei Tage Müdigkeit (Zusammenhang mit Impfung?)
 - 4 Wochen 6 Tage:
04.06.2021, 150 mg Cosentyx®
 -                          ;am 25.06.2021: 2. Impfung mit Comirnaty® von BioNTech/Pfizer gegen SARS-CoV-2, keine besonderen Nebenwirkungen außer Schmerzen an Einstichstelle und sechs Tage nach der Impfung ca. zwei Tage Müdigkeit.
 -                           am 05.07.2021 Studien-Kontrolltermin beim Dermatologen: PASI 5,4; DLQI 9
 Dermatologe sieht mich "unterdosiert" und empfiehlt die Dosierung alle 4 Wochen 300 mg Cosentyx einzuhalten, eine erneute Anfangsdosierung wird verneint.
- 6 Wochen, großer Spritzenabstand wegen Impfung
16.07.2021, 300 mg Cosentyx®,
- 4 Wochen 1 Tag
14.08.2021, 300 mg Cosentyx®,
- 14.8.: neuer, weicher Matratzentopper zur Druckentlastung der Haut an Hüfte und Oberschenkel beim Seitwärtsschlafen, siehe auch: 
- 4 Wochen  
11.09.2021, 300 mg Cosentyx®,
 
 
 
 
GrBaer185

Cosentyx® - aktueller Preis und Jahrestherapiekosten


Cosentyx

Der aktuelle (17.02.2020) Preis von COSENTYX® FERTIGPEN 150 mg für die 3x2 Stück Packung beträgt Brutto 5173,49 Euro.
Bei der "Erhaltungs-" Therapie von alle 4 Wochen 2 Spritzen mit 150 mg ergibt dies einen Monatspreis (4 Wochenpreis) von 1724,50 Euro
und einen Jahrestherapiepreis von 365 Tagen geteilt durch 28 (4 Wo.) mal dem Monatspreis gleich 22480 Euro Jahrestherapiemedikamentenkosten.

GrBaer185
Inhalt:                                                                                                         Stand: 01.07.2021 
1. Jeder Mensch ist verschieden - Multikausalität der Psoriasis
2. Mögliche Vorteile einer individuellen Therapieoptimierung
3. Ansatzpunkte für eine individuelle Therapieoptimierung
3.1 Wiederholung der Initialdosierung ("Stoßtherapie", Aufdosierung)
3.2 Spritzenabstand
3.3 Einzelspritze mit 150 mg alle zwei Wochen
3.4 Dosisanpassung nach klinischem Bild (Haut- und/oder Gelenkzustand) und bedarfsgerechte Behandlung
      - SCULPTURE Studie mit 150 und 300 mg Secukinumab
3.5 Wirkung-Nebenwirkung-Kompromiss
3.6 Dosisanpassung nach Laborwert
3.7 Kombination mit anderen Arzneimitteln
3.8 Ort der Applikation
4. Risiken einer individuellen Therapieoptimierung
5. Individuellere Dosierung beim Biologikum Dupilumab
6. Links zu weiteren Informationen
Interessanter 3SAT Beitrag zur Thematik: "Medizin nach Maß":
https://www.3sat.de/wissen/wissenschaftsdoku/wido-medizin-nach-mass-102.html
1. Jeder Mensch ist verschieden - , selbst eineiige Zwillinge. Auch die Ursachen der Psoriasis sind unterschiedlich. Wenn vielleicht nicht von Mensch zu Mensch, so gibt es aber doch mehrere Arten der Erkrankung und die Psoriasis ist eine multifaktorielle Erkrankung. Dies äußert sich z.B. in mehreren Genabschnitten der DNA, die man mit der Psoriasis in Verbindung bringt. Die Faktoren können in unterschiedlicher Kombination und die auslösenden und/oder begünstigenden Umweltfaktoren in unterschiedlicher Intensität für die Psoriasis verantwortlich sein.
Allein schon  bei nur vier Einflussgrößen, hier mal a, b, c und d genannt, ergeben sich (ohne Berücksichtigung der Reihenfolge) 
14 Kombinationsmöglichkeiten:
a
b
c
d
ab
ac
ad
bc
bd
abc
abd
acd
bcd
abcd

Aus der Multikausalität der Psoriasis und unterschiedlichen Stoffwechselgegebenheiten bei Betroffenen sowie verschiedenen Lebensumständen folgt eine große Anzahl unterschiedlicher Reaktionen auf eine (standardisierte) Therapie, das heißt ein verschiedenes Ansprechverhalten und auch unterschiedliche und verschieden starke Nebenwirkungen.
Dies zeigt sich deutlich in den Studienergebnissen, bei denen die Wirksamkeit in der Regel weit von 100 % entfernt ist und 80 % Ansprechrate schon ein sehr guter Wert ist.
Die oben beschriebenen individuellen Gegebenheiten beim einzelnen Patienten kann die arzneimittelherstellende Industrie kaum, der behandelnde Arzt ein wenig und ein erfahrener Dermatologe könnte sie etwas mehr berücksichtigen und die Therapie entsprechend anpassen. Umso mehr ist der einzelne, erfahrene und mündige Patient selbst gefragt und in der Verantwortung.
 
2. Mögliche Vorteile einer individuellen Therapieoptimierung
Durch eine auf den einzelnen Patienten angepasste Therapie könnte(n)
die Wirksamkeit der Behandlung verbessert werden
unerwünschte Nebenwirkungen verringert oder vermieden werden
unter Umständen die Therapiekosten herabgesetzt werden
die Patienten Compliance sich verbessern
die Wirkungsdauer des Biologikum verlängert werden (Vermeidung der Gewöhnung, der Antikörperbildung)

 
3. Ansatzpunkte für eine individuelle Therapieoptimierung
3.1 Wiederholung der Initialdosierung
Eine Betrachtung der Pharmakokinetik von Secukinumab bei dem vom Hersteller vorgegebenen Therapieschema (zu Anfang fünf Dosen im Abstand von einer Woche, dann alle vier Wochen eine „Erhaltungsdosis“) zeigt, dass theoretisch ca. vier Wochen nach Therapiebeginn die maximale Serumkonzentration von Secukinumab vorliegt (vgl. https://www.psoriasis-netz.de/community/blogs/entry/4075-cosentyx®-dosierung-halbwertszeit-und-pharmakokinetische-eigenschaften/ ).

Der Spitzenwert (etwa 3,5) zu Behandlungsbeginn nach vier Wochen liegt um rund 75 % höher als der Spitzenwert der „Erhaltungsdosis“ nach 28 Wochen (rund 2).
Überlegenswert ist, bei Verschlechterung des klinischen Psoriasisbildes, eine erneute „Stoßtherapie“ durchzuführen wie zu Therapiebeginn. Da ja bereits eine gewisse Menge Secukinumab im Serum enthalten ist, würden nun vier im Abstand einer Woche applizierte Dosen ausreichen um den anfänglichen Spitzenwert (3,5) erneut zu erreichen.
Interessant hierzu sind die Ausführungen von Frau Dr. Allmacher im Experten-Forum :
"Hallo,
ich beziehe meine Antwort nur auf Cosentyx (da es Biologica mit 3-monatigen Spritzabständen gibt und bei diesen seltbe das Spritzintervall verlängert wird). Medizinisch gesehen ist bei Cosentyx eine kurzfristige Erhöhung der Spritzintervalle möglich. Ich habe bei meinen Patienten teilweise auch schon "ganz von vorne" wieder angefangen und die wöchentliche Aufdosierung begonnen. Dafür habe ich allerdings ein Attest für die Krankenkasse zur Kostenübernahme stellen müssen. Die Kostnübernahme wird -vorsichtig formuliert- selten übernommen.
Eine Bestimmung des Gesamt Interleukins 17 ist möglich, allerdings nur in Speziallaboren. Eine Unterteilung der IL-17 Familie (IL-17 A, B, C, D...) ist nicht möglich. Daher kann die Therapie mit Secukinumab auch nicht über die Laboranalyse gemonitort werden.
Mir ist nicht bekannt das die Bestimmung des IL-17 A laborchemisch geplant ist.
Wäre ein spannender Ansatz 🙂"
Quelle: Wiederholung der Initialdosierung bei Biologicals - Fragen rund um die Schuppenflechte, Psoriasis arthritis, Therapie, Klinik... - Psoriasis-Netz
3.2 Spritzenabstand
Bei gutem Ansprechen auf die Therapie oder bei unerwünschten Nebenwirkungen könnte, über eine Verlängerung des Spritzenintervalls über vier Wochen hinaus, die mittlere Serumkonzentration von Secukinumab verringert werden.

3.3 Einzelspritze mit 150 mg alle zwei Wochen
Statt alle vier Wochen sich zwei Spritzen mit je 150 mg Secukinumab sich zu spritzen, könnte auch alle zwei Wochen eine Spritze mit 150 mg gespritzt werden. Die Konzentration von Secukinumab im Serum wäre dann geringeren Schwankungen unterworfen. Die „Zähne“ der „Sägezahnkurve“ wären kleiner, die Spitzenwerte somit geringer und die Minimalwerte der Serumkonzentration vor der nächsten Injektion wären angehoben.

3.4 Dosisanpassung nach klinischem Bild (Haut- und/oder Gelenkzustand)
und bedarfsgerechte Behandlung
Da Secukinumab auch bei geringerer Erhaltungs-Dosierung als 300 mg alle vier Wochen ausreichend wirken kann, ist eine Dosierung nach dem Hautzustand gut vorstellbar.
Laut der SCULPTURE Studie („Secukinumab retreatment-as-needed versus fixed-interval maintenance regimen for moderate to severe plaque psoriasis: A randomized, double-blind, noninferiority trial (SCULPTURE)“) ist die Nicht-Unterlegenheit einer bedarfsgerechten Behandlung im Vergleich zu einer Behandlung mit festen Intervallen bei 300 mg und 150 mg nicht nachgewiesen. Allerdings ist der Prozentsatz der Personen, die bei einer bedarfsgerechten Behandlung den PASI 75 beibehielten, mit 67,7 % (bei 300 mg) und 52,4 % (bei 150 mg) jeweils nur rund 10 % geringer als bei der Behandlung mit festen Intervallen (vgl. folgende Abb. 4. aus der SCULPTURE Studie, J Am Acad Dermatol Volume 73, Number 1, July 2015, page 33, Mrowietz et al).
Es handelt sich also nur um eine leichte "Unterlegenheit" der bedarfsgerechten Behandlung gegenüber der Behandlung mit festen Intervallen.
Hätte man die Studie "anders herum" betitelt und die Überlegenheit der Behandlung mit festen Intervallen gegenüber der bedarfsgerechten Behandlung untersucht, wäre es bei dem geringen prozentualen Unterschied in den Ansprechraten der beiden Behandlungsformen, schwierig geworden von einer Überlegenheit der Behandlung mit festen Intervallen zu sprechen.
 

Abbildung 4. Beibehaltung einer Verbesserung von 75 % oder mehr gegenüber dem Ausgangswert des Psoriasis Area and Severity Index (PASI 75). Dargestellt sind die Prozentanteile der Personen, die in Woche 12 mit PASI 75 ansprachen und zwischen der 40. und 52. Woche beibehielten, bei einer bedarfsgerechten Behandlung im Vergleich zu einer Behandlung mit festen Intervallen bei 300 mg und 150 mg. Ergänzende Abb. 1 (verfügbar unter http://www.jaad.org) veranschaulicht den statistischen Vergleich der Nicht-Unterlegenheit zwischen den Schemata für diesen Endpunkt. n = Anzahl auswertbarer Patienten. aDas Ansprechen von PASI 75 wurde bei Patienten mit dem Fest-Intervall-Schema in Woche 52 beurteilt; bei Patienten mit einer bedarfsgerechten Behandlung wurde das Ansprechen von PASI 75 bei denjenigen, die in Woche 40 eine aktive Behandlung benötigten, in Woche 52 beurteilt, bzw. in Woche 40 bei denjenigen, die in Woche 40 keine aktive Behandlung benötigten.
Originaltext:
Fig 4. Maintenance of 75% or more improvement from baseline Psoriasis Area and Severity Index score (PASI 75) response. The proportions of week-12 responders who maintained PASI 75 response between weeks 40 and 52 for retreatment-as-needed versus fixed-interval treatment regimens at 300 mg and 150 mg are shown. Supplementary Fig 1 (available at http://www.jaad.org) illustrates the statistical noninferiority comparison between regimens for this end point. n = number of evaluable patients. aMaintenance of PASI 75 response was assessed at week 52 for patients on the fixed-interval regimen; for patients on the retreatment-as-needed regimen, PASI 75 response was assessed at week 52 for those who required active treatment at week 40, or at week 40 for those who did not require active treatment at week 40.

aus: SCULPTURE Studie, J Am Acad Dermatol Volume 73, Number 1, July 2015, page 33, Mrowietz et al 
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Die obige Abbildung 4 veranschaulicht zudem, dass bereits bei einer Dosierung von 150 mg, also der Hälfte der laut Beipackzettel vorgegebenen Dosis von 300 mg bei Plaque Psoriasis, bei einem großen Anteil der Personen vergleichbare Behandlungserfolge erzielt werden.
Bei der bedarfsgerechten Behandlung mit 150 mg sind dies nach Abbildung 4 immerhin 52,4 % (gegenüber 67,7 % bei 300 mg – nur 15,3 % mehr) und bei festen Intervallen 62,1 % (gegenüber 78,2 % bei 300 mg).
Bei 52,4 %, bzw. 62,1 % der Personen stellt somit eine Behandlung mit 300 mg eine unnötig hohe Dosierung von Secukinumab dar.

Bei Gelenkbeteiligung ist mit längeren Zeitspannen für das Krankheitsgeschehen zu rechnen und oft eine sogenannte Basistherapie erforderlich. Therapieänderungen erfordern meiner Meinung nach daher hier mehr Umsicht und Fingerspitzengefühl und wollen besonders gut überlegt sein.
3.5 Wirkung-Nebenwirkung-Kompromiss
Bei einer niedrigeren Dosierung von Secukinumab können sich sowohl unerwünschte Nebenwirkungen, wie auch die erwünschte Wirkung, reduzieren.
Der Patient könnte zusammen mit dem Arzt seines Vertrauens die Dosierung so anpassen, dass sich der für den Patienten optimale, gewünschte Kompromiss zwischen Wirkung und unerwünschten Nebenwirkungen einstellt bei einem für den Patienten zufriedenstellenden PASI.

3.6 Dosisanpassung nach Laborwert
Ideal wäre es, die Secukinumab-Gaben an dem Interleukin 17A Plasmaspiegel des Patienten auszurichten. So wird z. B. bei Diabetes die zu spritzende Insulinmenge nach einer Blutzuckerbestimmung festgelegt.
Denkbar ist auch eine Bestimmung des Secukinumab-Spiegels im Blut, ähnlich wie es bei einigen Psychopharmaka zur Kontrolle des Medikamentenspiegels im Blut und der Anpassung des Dosierschemas durchgeführt wird.
Laut Cosentyx Fachinformation wurde in einigen Studien die Secukinumab-Konzentration im Blut zur Untersuchung der Pharmakokinetik bestimmt.

3.7 Kombination mit anderen Arzneimitteln
Secukinumab kann zusammen mit topischen Arzneimitteln, wie z.B. den sogenannten Vitamin D haltigen Cremes und Salben angewendet werden.
3.8 Ort der Applikation
Laut Beipackzettel kann Secukinumab in Bereiche am Bauch und den Oberschenkeln injiziert werden.
Gibt es da Unterschiede in der Resorption und der Wirksamkeit? Unterschiede zwischen Muskel- und Fettgewebe? Spielt der Bauchumfang eine Rolle?
 
4. Risiken einer individuellen Therapieoptimierung
Sofern die empfohlene Medikamentendosis verringert wird, sind zu den im Beipackzettel genannten unerwünschten Nebenwirkungen, keine zusätzlichen Nebenwirkungen zu erwarten.
Im Gegenteil ist eher zu erwarten, dass sich Nebenwirkungen verringern. Dies kann allerdings auf Kosten der erwünschten Wirksamkeit gehen.
Zu klären ist, ob eine individuelle Therapieoptimierung als sogenannter „off label use“ von Cosentyx angesehen wird und sich daraus Konsequenzen für die Kostenübernahme durch die Krankenkasse und/oder Beihilfe ergeben. Siehe hierzu die Ausführungen von Herrn Prof. Kleine-Tebbe im nächsten Unterpunkt (5. Individuellere Dosierung beim Biologikum Dupilumab).
Ist das Ansprechen auf die Secukinumab-Dosis nach einer längeren Pause schlechter oder verliert das Biologikum seine Wirkung?
5. Individuellere Dosierung beim Biologikum Dupilumab
Die im Folgenden dargelegten Überlegungen zur Anwendung von Dupilumab bei Neurodermitis sollten genau so auch für andere Biologicals wie Secukinumab bei Psoriasis gelten.
Kopie vom Community-Beitrag
Dosierung von Dupixent bei Neurodermitis - Neurodermitis - Psoriasis-Netz – Community (psoriasis-netz.de)
 
Dosierung von Dupixent bei Neurodermitis
Von GrBaer185,
Mittwoch um 11:22 in Neurodermitis
Geschrieben Mittwoch 25.11.2020  um 11:22

Die Dosierung von Dupixent bei Neurodermitis beträgt bei Erwachsenen alle zwei Wochen 300 mg Dupilumab, unabhängig von deren Körpergewicht.
Bei Jugendlichen von 12 bis 17 Jahren wird nach dem Körpergewicht unterschieden: Unter 60 kg Körpergewicht ist die Dosis 200 mg alle zwei Wochen, ab 60 kg entspricht sie der von Erwachsenen.
Sollten dann Erwachsene, die eine Körpermasse unter 60 kg haben, nicht nach dem Schema für Jugendliche behandelt werden?
Wäre bei sehr schwergewichtigen Personen dann nicht entsprechend eine Dosiserhöhung angezeigt?
  Eine gute Freundin hat nach dem Spritzen von 300 mg Dupilumab jeweils für ca. vier Tage entzündliche Nebenwirkungen im Augen- und Mundbereich. Sie spritzt sich nun nur noch 200 mg und hat diese Nebenwirkungen nicht mehr. 
Stellt diese geringere Dosierung einen sogenannten "off label use" dar und sind Kostenübernahmeschwierigkeiten oder Regressansprüchen der Krankenkasse möglich?
  Viele Grüße GrBaer
Prof.Kleine-Tebbe
>10 Beiträge   Experten   24 Beiträge     Geschrieben Donnerstag um 17:04 Dosierungsempfehlungen bei den Biologika sind  grundsätzlich mit Schwankungen behaftet und können nur ungefähre Anwendungsempfehlungen geben.  Theoretisch sind Ihre Argumente durchaus stichhaltig und werden auch in der Fachwelt diskutiert.  Allerdings ist das Immunsystem mit all seinen Komponenten anders ausgestattet als z.b. eine bestimmte Organeinheit,  die eher  von der Körpergröße bzw dem Körpergewicht abhängt. 
 Interessant ist die Beobachtung Ihrer Freundin mit Nebenwirkungen im Augen- und Mundbereich für einige Tage nach den Injektionen. Dies scheint dosisabhängig zu sein, sonst hätte die reduzierte Dosis nicht zur besseren Verträglichkeit geführt.  Selbst wenn dort (eigenmächtig) reduziert wurde, ist dies nicht als “off-label-use” zu bezeichnen -  das wäre nur der Fall bei einer  Dosiserhöhung über den empfohlenen Dosisbereich oder die Anwendung eines bestimmten Medikamentes für eine andere Erkrankung außerhalb ihres Zulassungsbereiches.  Daher erscheint das Vorgehen ihrer Freundin durchaus plausibel, zumal es die Verträglichkeit zu verbessern vermag. Es bleibt zu hoffen, dass die erwünschte Wirkung nicht allzu sehr geschmälert wird. Das lässt sich aber sicher mit dem behandelnden Arzt konkret besprechen
 
6. Links zu weiteren Informationen
"Cosentyx® - Dosierung, Halbwertszeit und pharmakokinetische Eigenschaften":
https://www.psoriasis-netz.de/community/blogs/entry/4075-cosentyx®-dosierung-halbwertszeit-und-pharmakokinetische-eigenschaften/

Übersicht der in der Fachinformation genannten Studien zu Secukinumab in meinem Blog "Cosentyx® (Secukinumab) - Studien zur Therapie der Plaque-Psoriasis, ankylosierender Spondylitis, Psoriasis bei Kindern - eine Übersicht":
https://www.psoriasis-netz.de/community/blogs/entry/4066-cosentyx®-secukinumab-studien-zur-therapie-der-plaque-psoriasis-ankylosierender-spondylitis-psoriasis-bei-kindern-eine-übersicht/
Siehe auch meinen Blog-Beitrag "(Secukinumab) - individuelle Erhaltungsdosis finden!?":
https://www.psoriasis-netz.de/community/blogs/entry/4062-cosentyx®-secukinumab-individuelle-erhaltungsdosis-finden/

 
 
 
GrBaer185
NOVARTIS hat im Dezember 2020 eine Information zur Impfung gegen SARS CoV2 unter der Therapie mit Cosentyx® veröffentlicht (Link siehe unten).
Danach handele es sich bei den aktuellen COVID-19-Impfstoffen entweder um Impfstoffe auf Grundlage von mRNA oder um Vektor-basierte Impfstoffe. Beides seien neue Impfstoffklassen, die als Totimpfstoffe anzusehen seien und daher für Patienten unter immunsuppressiver/ immunmodulierender Therapie (wie z.B. mit Cosentyx®) keine Gefahr darstellen sollten. Bislang gebe es zu den neu entwickelten Impfstoffen keine klinischen Daten zu Sicherheit und Effektivität bei Patienten unter immunsuppressiver/ immunmodulierender Therapie.  Gemäß einem Expertenkonsens sollten Impfungen mit Totimpfstoffen unter laufender Cosentyx®-Therapie möglichst in der Mitte des Behandlungsintervalls erfolgen.

Quelle und weitere Informationen (derzeit am 22.05.2021 Stand März 2021):
419470_FAQ_Cosentyx.pdf (novartis.de)
https://www.novartis.de/system/files/product-info/419470_FAQ_Cosentyx.pdf
GrBaer185

Secukinumab Pharmakokinetik
Stand 18.05.2021
Zeitlicher Verlauf der Secukinumab-Menge im Körper
Um den Verlauf, den Erfolg und unerwünschte Nebenwirkungen einer Therapie mit Secukinumab (Cosentyx®) besser verstehen zu können, ist es interessant den zeitlichen Verlauf der Konzentration von Secukinumab im Körper zu betrachten.
Aufgrund der vielen individuellen Einflussfaktoren auf Resorption, Elimination und Wirkung von Secukinumab kann dies im Folgenden nur stark vereinfacht, näherungsweise und qualitativ geschehen.
Durchgängig kann natürlich, da die Wirkung von Secukinumab auf individuelle Menschen und nicht z. B. auf standardisierte Zellkulturen untersucht wird, nur eine Wahrscheinlichkeit für das Eintreten eines bestimmten Ergebnisses, bzw. eine gewisse Bandbreite für Messwerte angegeben werden. Die Aussagen haben keine universelle Gültigkeit und Einzelfälle können und werden sehr wohl größere Abweichungen zeigen.

Zur Verdeutlichung der allgemeinen Situation in den Naturwissenschaften und der Medizin möchte ich das Beispiel der Körpergröße eines Menschen nennen. Für Babys kann die zu erwartende Körpergröße im Erwachsenenalter nur mit einer Wahrscheinlichkeit vorhergesagt werden. Diese Wahrscheinlichkeit wird von einer Verteilungskurve (-funktion) mathematisch beschrieben (Gaußsche Glockenkurve). Männer werden im Durchschnitt größer werden als Frauen, es gibt aber auch viele Frauen, die größer sind als viele der Männer.
Absolute Vorhersagen für ein Individuum sind nicht möglich, sondern nur die Angabe von statistisch ermittelten Wahrscheinlichkeiten. Letztendlich muss bei der Einzelperson im Erwachsenenalter mit einem Maßband nachgemessen werden. Als „normal“ wird dann ein Messwert bezeichnet, der häufig vorkommt.
Eine Körpergröße von 1,60 m für einen Mann und von 1,90 m für eine Frau sind dann auffallend, da nicht häufig vorkommend, aber völlig natürlich vorkommende Körpergrößen die keinen Krankheitswert haben müssen (aber auch da gibt es wieder Ausnahmen).
 
In der Forschung bewegt man sich an der Grenze des mehr oder weniger bekannten Wissens und über diese Grenze hinaus im Bestreben neue Erkenntnis zu erlangen und die Wissensgrenze zu verschieben. Dies gilt auch insbesondere für die medizinische und pharmakologische Forschung und die Entwicklung neuer Wirkstoffgruppen, wie z. B. die der Biologika.
 
Die allgemeine große Komplexität und die Schwierigkeit von pharmakokinetischen Aussagen für Wirkstoffe, insbesondere bei nicht vollständig bekannten Stoffwechselvorgängen und bei einer zudem begrenzten Zahl untersuchter Probanden und Patienten, zeigt sich auch bei Secukinumab.
Die pharmakokinetischen Eigenschaften können sich bei unterschiedlichen Krankheitsbildern mehr oder weniger unterscheiden.

Für die Betrachtung des zeitlichen Verlaufs der Konzentration von Secukinumab im Körper interessant sind die in der Cosentyx® Fachinformation (von Novartis Pharma https://www.fachinfo.de/pdf/020598 ) auf Seite 13 unter Punkt 5.2 getroffenen Aussagen zu den pharmakokinetischen Eigenschaften von Secukinumab. Hier heißt es unter anderem:
„Die meisten pharmakokinetischen Eigenschaften, die bei Patienten mit Plaque-Psoriasis, Psoriasis-Arthritis und ankylosierender Spondylitis beobachtet wurden, waren ähnlich.“
Die meisten Eigenschaften waren also ähnlich, d. h. häufige Ähnlichkeiten mit mehr oder minder großen Abweichungen.
Zur Resorption, also der Aufnahme von Secukinumab in den Blutkreislauf, heißt es in der Fachinformation:
„Bei gesunden Probanden wurden zwischen 2 und 14 Tagen nach einer subkutanen Einzeldosis von 300 mg in flüssiger Formulierung Spitzenkonzentrationen von Secukinumab im Serum von 43,2 ± 10,4 µg/ml erreicht.“
Die Formulierung „Bei gesunden Probanden“ lässt auf eine Phase I Prüfung mit relativ wenigen, freiwilligen, gesunden Versuchspersonen schließen.
Wie oft, ob z. B. täglich, die Secukinumab Serumkonzentration laboranalytisch bestimmt wurde und so bei jedem einzelnen Probanden die Spitzenkonzentration von Secukinumab im Serum und der Tag des Erreichens dieser bestimmt wurde, ist mir unklar. Die erreichten Spitzenkonzentrationen liegen zwischen 32,8 µg/ml und 53,6 µg/ml (folgt aus ± 10,4 µg/ml), also im Bereich von 43,2 µg/ml plus oder minus 24 Prozent (rund einem Viertel).
„Nach einer subkutanen Einzeldosis von entweder 150 mg oder 300 mg bei Patienten mit Plaque-Psoriasis wurden gemäß einer Analyse der Populationspharmakokinetik 5 bis 6 Tage nach Gabe Spitzenkonzentrationen von Secukinumab im Serum von 13,7 ± 4,8 µg/ml bzw. 27,3 ± 9,5 µg/ml erreicht.“
Das genaue Vorgehen und die genauen Randbedingungen und Annahmen bei der Analyse sowie die Patientenanzahl werden nicht genannt. Vermutlich wurde hier im Mittel nach 5 bis 6 Tagen die Spitzenkonzentrationen von Secukinumab erreicht, ob die Spanne ebenfalls wie oben genannt von 2 bis 14 Tagen reichte, ist unklar. Die Spitzenkonzentration von Secukinumab im Serum lag im Mittel bei 13,7 µg/ml (für 150 mg Einzeldosis) und 27,3 µg/ml (für 300 mg Einzeldosis) plus oder minus rund 35 Prozent (unklar ist hierbei, ob es sich um die absolute Schwankungsbreite der Messwerte handelt oder um eine statistische Schwankungsbreite innerhalb derer z. B. 90 Prozent aller Messwerte liegen).
„Die Pharmakokinetik von Secukinumab nach Einzel- und Mehrfachgabe bei Patienten mit Plaque-Psoriasis wurde in mehreren Studien ermittelt, in denen intravenöse Dosen von 1 × 0,3 mg/kg bis 3 × 10 mg/kg und subkutane Dosen von 1 × 25 mg bis zu mehrfachen Dosen von 300 mg angewendet wurden. Die Exposition verhielt sich über alle Dosierungsregimes hinweg dosisproportional.“
Dosisproportional bedeutet einen linearen Zusammenhang, auch Linearität genannt, zwischen der verabreichten Dosis und der Verfügbarkeit des Medikaments im Körper nach der Aufnahme. Ist die Geschwindigkeit der Vorgänge der Resorption, Verteilung oder Elimination der aktuellen Konzentration des Wirkstoffs proportional (in gleichen Zeiträumen findet die gleiche prozentuale Änderung der Konzentration statt), so spricht man von Kinetik 1. Ordnung. Dies bedeutet für die Elimination eine exponentielle Konzentrationsabnahme mit einer konstanten Halbwertszeit.

Die Konzentration C des Arzneimittels im Serum in Abhängigkeit von der Zeit t kann dann mit Hilfe einer e-Funktion (natürliche Exponentialfunktion, die Basis der Potenz ist die auch Eulersche Zahl genannte, irrationale Zahl e = 2,7182... ) mathematisch beschrieben werden:

                                           C(t) = C0 ∙ e-ket

C0 ist hierbei die Anfangskonzentration zum Zeitpunkt t = 0 und
ke ist die Eliminationskonstante für das untersuchte Arzneimittel unter den spezifischen Bedingungen (individuelle Einflussgrößen z. B. Nierenfunktion, Stoffwechselbesonderheiten, Enzymaktivität, usw.).
 Es gilt ferner mit der Halbwertszeit t1/2 , der Zeit nach der die Konzentration auf die Hälfte abgenommen hat:
                                            ke = ln(2) : t1/2

Im folgenden Diagramm 1 ist die exponentielle Abnahme der Konzentration für eine Halbwertszeit von t1/2 = 4 Wochen dargestellt. Vereinfachend wurde dabei angenommen, dass die verabreichte Dosis unmittelbar in das Serum übergeht (dies entspricht nicht der Realität bei Secukinumab, da dieses nicht intravenös, sondern subkutan gespritzt wird: Spitzenkonzentrationen nach 2 bis 14 Tagen, bzw. 5 bis 6 Tagen laut Fachinformation).

Diagramm 1: Exponentielle Abnahme (Kinetik 1. Ordnung) der Medikamentenkonzentration
                       bei einer Halbwertszeit von t1/2 = 4 Wochen.
Bei wiederholter Applikation kommt zu der noch im Körper vorhandenen Medikamentenmenge immer wieder (regelmäßig) eine neue Dosis hinzu.
Das Diagramm 2 stellt wiederum vereinfacht (Annahme der unmittelbaren Aufnahme der Dosis in das Serum) den theoretischen Verlauf der Secukinumab-Menge bei dem vom Hersteller für die Plaque-Psoriasis empfohlenen Therapieschema dar.

Diagramm 2: Vereinfacht dargestellter, zeitlicher Verlauf der Medikamentenmenge im
                        Körper beim vom Hersteller empfohlenen Therapieschema
Nach rund 30 Wochen wird näherungsweise ein Steady-State („stetiger“ oder „stationärer Zustand“, Gleichgewichtszustand, Fließgleichgewicht) erreicht, mit in diesem Fall der doppelten Menge Secukinumab (2 Einheiten) als Spitzenwert wie zu Therapiebeginn (1 Einheit).
Dies stimmt mit der dies bezüglichen Aussage der Fachinformation überein:
„In Datensimulationen betrugen die Spitzenkonzentrationen im Steady-State (Cmax,ss) nach subkutaner Anwendung von 150 mg oder 300 mg 27,6 µg/ml bzw. 55,2 µg/ml. Die populationspharmakokinetische Analyse legt nahe, dass unter monatlichen Dosierungsregimes der Steady-State nach 20 Wochen erreicht wird.“
Die in der Fachinformation bei der subkutanen Anwendung von 300 mg Secukinumab genannte Spitzenkonzentration im Steady-State von 55,2 µg/ml entspricht recht gut dem doppelten, weiter oben genannten erreichten Spitzenwert von 27,3 ± 9,5 µg/ml nach einer subkutanen Einzeldosis von 300 mg bei Patienten mit Plaque-Psoriasis.
Die relative Höhe (relativ zur Höhe der Einzeldosis) des Steady-State hängt hierbei von der Halbwertszeit und dem zeitlichen Abstand der Wiederholungsdosen ab.
Betrachtet man die absolute Höhe des Steady-State, z. B. in µg/ml, so ist dann auch noch die Größe der einzelnen Dosen (z. B. 150 mg oder 300 mg) zu berücksichtigen.
 
Hier der Blogbeitrag als pdf-Datei zum Download:
Zeitlicher Verlauf Secukinumab im Koerper.pdf
Die Diagramme wurden mit folgender Excel-Datei erstellt:
Cosentyx Abbau Diagramm HWZ 4 Wo 1 Tag Auflösung.xlsx
GrBaer185
Stand: 23. August 2020
Suche und Findung der individuellen Erhaltungsdosis von Secukinumab
Der Hersteller von Cosentyx gibt ein festes, starres Therapieschema für die Behandlung der Psoriasis mit Secukinumab vor.
Individuelle Besonderheiten werden (können) nicht berücksichtigt werden.
Auch die Erhaltungstherapie nach der Einleitungsphase wird durch ein festes Schema von 300 mg alle 4 Wochen bestimmt.
Individuellen Eigenschaften und Besonderheiten der Anwender von Cosentyx wird nicht/kann nicht Rechnung getragen werden:

- Eine Person mit 50 kg Körpergewicht wird nach dem selben Schema behandelt wie eine mit 100 kg Körpergewicht.
- Eine Person, bei der die Halbwertszeit (HWZ) von Secukinumab im Organismus 20 Tage beträgt bekommt die selbe Dosis wie eine Person bei der die HWZ 35 Tage beträgt.
- Der individuelle Interleukin 17A Spiegel des Patienten wird nicht/kann nicht(?, Kosten?) bestimmt werden. Die Dosis richtet sich also nicht nach der Höhe eines Laborwertes (so wie dies zum Bsp. bei Diabetes der Fall ist, wo die Insulinmenge dem Serum-Glukosespiegel angepasst wird).
- Die Dosis wird nicht dem Schweregrad der Erkrankung oder etwaigen Krankheitsschüben angepasst.
- Ein Absetzen oder Ausschleichen der Therapie oder eine Therapiepause nach erfolgter Remission der Psoriasis-Erscheinungen ist nicht vorgesehen.
- Die Therapie wird solange als Erhaltungstherapie fortgeführt, solange es die unerwünschten Nebenwirkungen zulassen.
- Unerwünschte Nebenwirkungen (UNW) sind oft dosisabhängig, statt eine Therapie wegen Nebenwirkungen abzubrechen, könnte eine Dosisverringerung die UNW reduzieren und tolerierbar machen bei möglicherweise dennoch zufriedenstellendem Therapieerfolg.
Nötig wären differenziertere Studien, welche die oben beschriebenen Sachverhalte berücksichtigen. Die kosten allerdings Geld und Zeit und könnten schwierig im Design sein, vielleicht besteht auch kein ausreichendes Interesse an weitergehenden Studien. Eine Übersicht zu bisherigen Studien habe ich im nächsten Blog-Beitrag tabellarisch zusammengestellt, siehe: 
https://www.psoriasis-netz.de/community/blogs/blog/818-cosentyx-secukinumab/
Leicht könnte die Einzeldosis von 300 mg Secukinumab, die bei der Erhaltungstherapie alle 4 Wochen gespritzt wird, auf zwei Dosen zu 150 mg Secukinumab alle 2 Wochen aufgeteilt werden, denn die 300 mg Dosis liegt ohnehin schon in der Form von 2 Spritzen mit je 150 mg in der Verpackung vor (wohl aus produktionstechnischen oder applikationstechnischen Gründen). Dies hätte den Vorteil, dass der Secukinumab-Spiegel im Organismus über die Zeit gleichmäßiger wäre. 
Für dieses Dosierungsschema wurde allerdings keine Zulassungsstudie durchgeführt und somit auch keine Zulassung erteilt. Folglich kann es auch nicht vom Hersteller "empfohlen" werden. Ärzte müssten ein derartiges Therapieschema "auf die eigene Kappe nehmen", es hätte versicherungsrechtliche Konsequenzen und auch die Krankenkassen könnten Einwände erheben, da ja der Therapieerfolg eines solchen Schemas nicht durch Studien belegt ist und keine entsprechende Zulassung besteht.
Daher sehe ich es so, dass in dieser Situation nur der Patient für sich selber handeln kann (mit oder ohne "stillschweigender"/informeller/inoffizieller Zustimmung des behandelnden Arztes). Solange die Therapieintervalle verlängert und damit die Dosis, im Vergleich zum durch die Studie vorgegebenen Therapieschema, verringert wird, sollte man auf der sicheren Seite sein und das Therapierisiko sogar verringern. Verschlechtern könnte sich nur der Therapieerfolg im Vergleich zu der höheren Standarddosierung.
Patientenberichte hier in der Community des Psoriasis-Netzes berichten, dass auch längere "Spritzenpausen" (z. Bsp. wegen Operationen oder Erkrankungen) nicht von einem Psoriasis-Schub begleitet wurden, sondern der Hautzustand stabil blieb und die Therapie nach der Pause einfach fortgeführt werden konnte.
Hierfür spricht auch die Halbwertszeit von Secukinumab von rund 4 Wochen.
Die Cosentyx Fachinformation vom August 2020 ( https://www.fachinfo.de/pdf/020597) führt dazu auf Seite 13 aus:
"Die mittlere Eliminationshalbwertszeit bei Patienten mit Plaque-Psoriasis wurde auf Grundlage einer populationspharmakokinetischen Analyse auf 27 Tage geschätzt und lag über alle Psoriasis-Studien mit intravenöser Gabe hinweg in einem Bereich von 18 bis 46 Tagen."
Ausgehend von einer Halbwertszeit von 4 Wochen ist nach 4 Wochen noch die Hälfte (50 %), nach 8 Wochen somit immer noch die Hälfte der Hälfte, also ein Viertel (25 %) und nach 12 Wochen immer noch ein Achtel (12,5 %) der "ursprünglichen" Menge Secukinumab im Organismus. Man könnte also sagen, Secukinumab schleicht sich aufgrund der relativ langen Halbwertszeit quasi von selber langsam aus (exponentieller Abfall) und seine Wirkung ist nach 4 Wochen nicht plötzlich weg.
Fazit:
Zu prüfen ist, ob längere Abstände zwischen den Einzeldosen individuell vorteilhaft für das Nebenwirkungsprofil sind.
Eine Dosisreduktion durch Intervallverlängerung stellt möglicher Weise eine Alternative zum Therapieabbruch aufgrund unerwünschter Nebenwirkungen dar.
Eine Aufteilung der Einzeldosis von 300 mg auf zwei zeitlich versetzt gespritzte 150 mg "Teildosen" könnte Vorteile bringen sowohl  bezüglich der unerwünschten Nebenwirkungen als auch der Wirksamkeit von Secukinumab, da der Wirkstoffspiegel im Organismus dann kleinere Schwankungen und einen höheren Minimalwert vor der nächsten Spritze aufweist.
Über eine rege Diskussion meiner Gedankengänge würde ich mich sehr freuen.
Siehe auch meinen Beitrag im Forum:
Cosentyx 1/2 Dosis (150 mg) alle 2 Wochen spritzen?
GrBaer185
Bei längeren Reisen während der Therapie von Cosentyx® sind bei der Mitführung des Medikamentes vor allem zu beachten
- Kühlung
- Bescheinigung über die Mitführung
- Möglicherweise eingeschränkte Bezugsmöglichkeiten im Ausland
- Kostenerstattung für im Ausland gekaufte Medikamente
Eine gute Darstellung der Informationen bietet der Hersteller in folgendem pdf-Dokument:
394499_FAQ_Cosentyx Reisen.pdf
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Von Zahnimplantationen während der Therapie mit Cosentyx® wird abgeraten.
Was sonst vor und nach Operationen zu beachten ist zeigt eine Übersicht vom Hersteller:
387301_FAQ_Cosentyx vor und nach Operationen.pdf
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Schwangerschaft, Vaterschaft und Stillzeit sowie Cosentyx®, Informationen vom Hersteller:
386118_FAQ_Cosentyx Schwangerschaft Vaterschaft Stillzeit.pdf
GrBaer185
Secukinumab (Cosentyx®), IL-17A Rezeptor
Impfungen mit Totimpfstoffen:
Jederzeit möglich; im Idealfall Immunisierung mind. 2, besser 4 Wochen vor Therapiebeginn abschließen.
Bei laufender Therapie: Verabreichung in der Mitte des Behandlungsintervalls 
Impfungen mit Lebendimpfstoffen:
Keine Impfungen während Therapie (FIa) Impfungen mind. 4 Wochen vor bzw. frühestens 2 Monate nach Therapie
Kommentar:
2 Wochen nach Einzeldosis keine eingeschränkte Immunantwort nach Influenza- und Meningokokken Impfung (FI-A) [142] 
Wiedergegeben nach dem Downloadinhalt des vollen Artikels "Impfen bei Immundefizienz" unter:
https://link.springer.com/article/10.1007%2Fs00103-019-02905-1
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Empfehlenswert zu lesen ist auch folgendes PDF-Dokument des Herstellers:
NOVARTIS - Häufige Fragen: Cosentyx® - Impfungen unter Secukinumab:
387124_FAQ_Cosentyx_0 Impfen.pdf
GrBaer185
Informationen des Hersteller zu Voruntersuchungen und Therapiemonitoring bei Cosentyx als pdf-Datei:
386700_FAQ_Cosentyx Voruntersuchung und Therapiemonitoring.pdf
Von meinem Arzt lasse ich mir jeweils meine Werte der Blutuntersuchung ausdrucken, bzw. als Kopie geben.
So kann ich auch über längere Zeit und bei einem Arztwechsel die Entwicklung der Werte verfolgen.
Auch ist es so möglich durch Vergleiche eine Verschlechterung oder auch eine Verbesserung von einzelnen Laborwerten zu sehen,
die sonst vielleicht gar nicht auffallen würde, da die Werte immer im Normalwertbereich liegen.
Mein Lymphozytenwert ist seit einer langjährigen Therapie mit Fumarsäure-Estern stark erniedrigt.
Maßgeblich für die Bewertung ist die absolute Zahl der Leukozyten. In den Laborwerten ist jedoch die Zahl der Lymphozyten als Prozentwert
der (aller) Leukozyten angegeben.
Mit den aktuellen Laborwerten vom 20.05.2019 aus der Tabelle unten ergibt sich:
Leukozyten         4,4 pro nl (Nanoliter) = 4400 pro Mikroliter
Lymphozyten     17 %    (der Leukozyten)
daraus ergibt sich die absolute Zahl der Lymphozyten pro Mikroliter (µl) als
  4400/µl * 0,17 = 748/µl
(absolute) Zahl der Lymphozyten     748 pro Mikroliter
Ein Wert, wo man mit dem Arzt über weitere Maßnahmen reden sollte ist ein Lymphozytenwert kleiner 500 pro Mikroliter (µl).

Der CRP-Wert (C-reaktives Protein) ist ein Entzündungsmarker. Er ist bei Entzündungen im Körper erhöht, z.B. auch bei Psoriasis Arthritis oder einer Lungenentzündung.
Vor Beginn der Therapie mit Cosentyx war mein CRP-Wert immer erhöht und lag bei Werten oberhalb von 10 oder auch 20 mg/l. Bei Infektionen der Atemwege auch sehr hoch, z.B. 18.3.2011 bei 138,7 mg/l  oder bei meiner Lungenentzündung am 11.06.2018 bei 249 mg/l.
Seit der Therapie mit Cosentyx liegt mein CRP-Wert im Normbereich (Ausnahme bei Infekten). 
Im Folgenden Laborwerte vor und kurz nach Beginn der Therapie mit Cosentyx am 13.03.2017:

386700_FAQ_Cosentyx Voruntersuchung und Therapiemonitoring.pdf
GrBaer185
GrBaer185
>100 Beiträge   Benutzer   238 Beiträge Beitrag melden   Geschrieben 12. Juli 2017 Schlage mich seit über 40 Jahren mit der Psoriasis herum, die zuletzt immer schlimmer
wurde. Mit einem Pasiscore von 34,3 und einem DLQI von 22 lies ich mich dann doch von
meinem Dermatologen von einer Behandlung mit Cosentyx überzeugen, da der
Hautzustand unerträglich wurde.
Die ersten beiden Spritzen (es sind immer zwei Spritzen auf einmal, da die
Wirkstoffmenge für eine Anwendung auf zwei Spritzen verteilt ist - warum??) erhielt
ich am 13.03.2017 - ich nehme an einer Studie beim Dermatologen teil und wollte mich
(diesmal) nicht selber spritzen, da es mir beim MTX zuletzt unangenehm war.
Seit dem 5. Spritzentermin am 10.04. sollte der Abstand vier Wochen betragen. Da ich
einen fiebrigen Infekt mit zweimal abends 38,7 °C  Temperatur und etwas Schleim auf den Bronchien/Lunge links hatte ( Symptome gingen nach Antibiotikum weg), war der 6. Termin erst am 15.5. und wegen Terminschwierigkeiten der 7. Termin erst wiederum nach 5 Wochen am 19.6.
Der Dermatologe meinte, eine Woche mehr sei nicht relevant, der Abstand sollte aber nicht größer als 6 Wochen sein. Von einem Absetzen von Cosentyx wegen geringer Nebenwirkungen riet er mir ab, da unklar sei, ob Cosentyx nach einer Pause wieder gut anspreche. Ich hatte zu beginn trockene Lippen und die Haut an den ehemaligen Psoriasisstellen war pergamentartig. Im Leistenbereich heilte die Psoriasis nicht ab, die Haut war weiterhin rot und riss teilweise ein - Antipilzcreme half da, ebenso wie zwischen zwei Fingern, wo die Haut juckte und trocken-rissig war.
Der Lippentrockenheit hat sich normalisiert, die früheren Psoriasisherde sind kaum noch von der "normalen" Haut zu unterscheiden, habe das Gefühl, dass die Haut trockener ist. Außerdem das Gefühl geschwollener Augenlieder und ein Jucken in den Armbeugen und der Oberschenkelinnenseite (gerade die wenigen Stellen, die zuvor nicht von der Psoriasis betroffen waren). Ich habe 3 Kilogramm zugenommen und frage mich, ob das vielleicht an Wassereinlagerungen liegen könnte.
Erstmals ist bei mir nach einem stechenden Schmerz beim Aufstehen vom Küchentisch ein Plicasyndrom diagnostiziert worden und in der Linken Hand habe ich zeitweise ein kribbeln in den Fingern (Verdacht auf Karpaltunnelsyndrom, neurologisch nicht erhärtet, vermute nun eher Folge von Fehlhaltung der Schultern, Muskelverspannung). Ich frage mich allerdings auch, ob vielleicht doch ein Zusammenhang mit den Cosentyx-Spritzen besteht.
Die Psoriasishaut hat sich bereits nach dem ersten Spritzentermin angefangen zu bessern und ich bin seit einigen Wochen erscheinungsfrei (bis auf die nun neuen roten Pünktchen nach Kratzen aufgrund des Juckreizes in den Armbeugen (s.o.). Fußnägel haben begonnen normal nachzuwachsen. Zuvor hatte ich eine sehr stark ausgeprägte Psoriasis die im Begriff war in eine Erythrodermie überzugehen. 
Ich trage seit langem wieder kurze Hemden und konnte erstmals wieder unbeschwert ins Schwimmbad und an den Badesee gehen - super. 
Bin gespannt, was mein Dermatologe zu meiner neuen Hautbaustelle in den Ellenbeugen und der Oberschenkelinnenseite sagen wird.
Der Entzündungsparameter CRP, der vor der Behandlung mit Cosentyx immer sehr hoch war, ist nun erstmalig seit langer Zeit wieder mit 3,0 mg/l im Normbereich ( < 5,0 mg/l).
 
Zu Nebenwirkungen schrieb ich auch:
 
>100 Beiträge   Benutzer   293 Beiträge Beitrag melden   Geschrieben 2019 Mai 30 Hallo Prinz,
das ist sehr interessant. Ich habe unter Cosentyx auch rote, entzündete Haut in meinen Leisten bekommen, hatte früher trotz starker Psoriasis dort nie was. Dachte zuerst an einen Hautpilzbefall, mein Dermatologe verneinte dies und verschrieb mir eine rezeptierte Salbe mit Hydrocortison und Zink:
Hydrocortison Mikronisiert   0,5 g
Clotrimazol Mikronisiert        0,5 g
Pasta Zinci Mollis               49,0 g
Das war schon Nov. 2017, hat geholfen, die Hautveränderungen kamen aber wieder, haben mich jedoch nicht wesentlich beeinträchtigt.
Aktuell habe ich guten Erfolg bei der Leistenbehandlung mit trocknen der Leisten nach dem Duschen/waschen mit dem Haartrockner und dünnem Auftragen von Penaten Baby Wundschutzcreme, auch da ist wieder Zinkoxid drin.
VlG
 
  Zitieren   Viele Grüße GrBaer
GrBaer185
>100 Beiträge   Benutzer   293 Beiträge Beitrag melden   Geschrieben Mai 30 (bearbeitet) Mit meinen Cosentyx-Spritzen (nehme ich weiter) hatte ich auch mal einige wenige "Eiterpickel" an den Oberschenkeln, derzeit nicht mehr.
Ich hatte juckende, rote Haut in beiden Ellenbeugen, ähnlich Neurodermitis, ist jetzt auch weg. Ich bin zumeist mit der Dosierung "off label"  niedriger, d.h. ich habe den Spritzenabstand um rund 25 % verlängert, von 4 Wochen auf rund 5 Wochen. Siehe hierzu auch:
und
https://www.psoriasis-netz.de/community/blogs/entry/3950-spritzenintervall-verlängern/
und
https://www.psoriasis-netz.de/community/blogs/entry/3993-meine-spritzenintervalle-mit-cosentyx/?tab=comments#comment-12825
 
bearbeitet Mai 30 von GrBaer185
GrBaer185

Cosentyx Nebenwirkungen
Letzte Änderung: 13.07.2021
Angeregt durch den regen Erfahrungs- und Meinungsaustausch im Forum der Community des Psoriasis-Netz (siehe: Cosentyx Behandlung - Cosentyx - Psoriasis-Netz) und als langjähriger Anwender von Cosentyx®, möchte ich im Folgenden versuchen meine Überlegungen zu Krebserkrankungen und der Therapie der Psoriasis mit dem Biologikum  Secukinumab darzustellen.

Über die Ergänzung dieses Blog-Beitrags durch Erfahrungen, Kenntnisse und Überlegungen sowie über eine konstruktive Diskussion durch die  Leser würde ich mich sehr freuen.
Biologicals und Krebs
Mittlerweile gibt es über 300 gentechnologisch hergestellte Biopharmazeutika (Gentechnische Arzneimittel (Biologika und Biosimilars) die in Deutschland zugelassen sind - Übersicht und Nachschlagemöglichkeit - Biologika (Biologicals, Biologics) und Biosimilars - Psoriasis-Netz).
Einige von diesen Biologicals werden zur Behandlung spezieller Krebsformen eingesetzt.

Mindestens zwölf biotechnisch hergestellte Arzneimittel werden zur Behandlung der Psoriasis eingesetzt ( https://www.psoriasis-netz.de/applications/core/interface/file/attachment.php?id=19281 ). Dabei sind verschiedene Ansatzpunkte und damit unterschiedliche Wirkmechanismen und auch verschiedene Nebenwirkungsprofile zu unterscheiden.
Die zur Behandlung der Psoriasis zugelassenen  Biologicals kann man anhand ihres Wirkmechanismus einteilen in:
TNF-α-Inhibitor
IL-17A-Rezeptor-Antagonist
IL-23-Inhibitor
IL-17A-Inhibitor 
IL-12/23-Inhibitor
Secukinumab (Cosentyx®) ist ebenso wie Ixekinumab (Taltz®) ein IL-17A-Inhibitor.
Entsprechend des Wirkmechanismus sind mögliche Zusammenhänge mit Krebs jeweils verschieden zu untersuchen und zu bewerten.
Hierbei würde ich folgende weitere Unterteilung der Fragestellung vornehmen:

Verursacht ein Biologikum das erstmalige Auftreten einer Krebserkrankung oder erhöht die Wahrscheinlichkeit der Krebsentstehung?
Begünstigt ein Biologikum zusätzlich eine Krebserkrankung beim Vorliegen einer familiären Disposition?
Begünstigt  ein Biologikum die Wahrscheinlichkeit eines Rezidivs nach überstandener Krebserkrankung?
Bei der Suche dazu im Internet habe ich nur wenige Antworten oder Informationen zu diesem Fragenkomplex gefunden.
Im Folgenden Auszüge aus diesbezüglichen Artikel:
 
In   Wie häufig sind Krebserkrankungen durch Biologika? • DGP (deutschesgesundheitsportal.de)  heißt es:
"Biologika greifen in das Immunsystem ein. Da die Biologika noch nicht so lange auf dem Markt sind, sind viele Patienten verunsichert über mögliche Nebenwirkungen. Die Wissenschaftler fanden in ihrer Studie kein erhöhtes Risiko für Krebs bei einer langfristigen Einnahme von Biologika." und
"Hautkrebs nimmt meist eine Sonderstellung bei der Bewertung des Krebsrisikos nach Biologika ein. Vor allem eine Art der Biologika, die TNF-Hemmer, stehen im Verdacht, das Risiko für weißen Hautkrebs zu erhöhen. "
Ende des Zitats aus  https://www.deutschesgesundheitsportal.de/2018/12/12/krebs-durch-biologika-psoriasis/
 
In  Rheuma und Krebs? | DKG (krebsgesellschaft.de)  heißt es:
"Erregen Antirheumatika Krebs?
Rheumatische Erkrankungen zählen zu den Autoimmunkrankheiten, bei denen die körpereigene Abwehr fälschlicherweise körpereigene Zellen attackiert. Dies soll durch die Einnahme von Immunsuppressiva verhindert werden. Sie unterdrücken die Immunabwehr, um so Schäden an Gewebe und Organen zu vermeiden. Der Nachteil: Auch Tumorzellen können weniger effektiv bekämpft werden. Langfristig geht die Einnahme von Immunsuppressiva deshalb mit einem erhöhten Risiko für maligne Erkrankungen einher.
Rheumatische Erkrankungen können jedoch auch mit den körpereigenen Abwehrstoffen ähnlichen Substanzen immunmodulierend therapiert werden. Diese so genannten Biologika sind Eiweißsubstanzen, die sich gegen bestimmte entzündungsfördernde Botenstoffe des Körpers wenden. Zu den wichtigsten normalerweise vom Körper gegen Entzündungen eingesetzten Botenstoffe gehören etwa Tumornekrose-Faktor-alpha (TNF-α) oder Interleukine. Biologika wie Etanercept, Adalimumab oder Infliximab hemmen TNF-α; Rituximab bindet an einen bestimmten Rezeptor (CD20) auf bestimmten weißen Blutzellen (B-Lymphozyten) und hemmt so die Immunantwort. Die teilweise seit mehr als zehn Jahren in der Therapie der rheumatoiden Arthritis verwendeten Biologika haben laut einer 2017 in dem Journal JAMA Intern medicine veröffentlichten prospektiven Kohortenstudie aus Schweden bislang nicht zu einem Anstieg der Krebserkrankungen geführt. Dennoch bleibt abzuwarten, wie die Datenlage nach einer längeren Beobachtungszeit aussieht. Die Anbindung an die entsprechenden Register bleibt also weiterhin von großer Bedeutung. "   
Ende des Zitates aus https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/aktuelle-themen/aktuelle-themen-2018/rheuma-und-krebs.html
 
In  Biologika - Schwere Geschütze gegen schwere Krankheiten (Archiv) (deutschlandfunk.de)   heißt es:
"In den Anfangsjahren wurde auch über ein erhöhtes Krebsrisiko der Biologikatherapie diskutiert, erinnert sich Professor Alten:
„Da gab’s auch namhafte Publikationen, all diese Bedenken sind aber durch die nachfolgenden Publikationen in den nachfolgenden Jahren ausgeräumt. Unter Biologika kein erhöhtes Tumorrisiko. Das Gegenteil ist partiell der Fall, Patienten mit einer unkontrollierten rheumatioden Arthritis haben ein deutlich erhöhtes Lymphomrisiko zum Beispiel, und wenn die rheumatoide Arthritis erfolgreich und gut behandelt ist, dann begibt sich dieses Lymphomrisiko wieder in den Bereich normaler vergleichbarer Altersgruppen.“ "
Ende des Zitates aus   https://www.deutschlandfunk.de/biologika-schwere-geschuetze-gegen-schwere-krankheiten.709.de.html?dram:article_id=449352
 
In Rheuma: Bislang kein erhöhtes Krebsrisiko durch Biologika (aerzteblatt.de)  heißt es:
"Die TNF-alpha-Inhibitoren und andere Biologika haben in den ersten zehn Jahren der Anwendung nicht zu einem Anstieg von Krebserkrankungen von Patienten mit rheumatoider Arthritis geführt." und
"Die dauerhafte Blockade des Immunsystems ist jedoch nicht ohne Risiken. Neben einem erhöhten Infektionsrisiko wird auch ein Anstieg von Krebserkrankungen befürchtet. In verschiedenen Ländern wurden deshalb Patientenregister gegründet, die die Patienten nachbeobachten. In Schweden sind die Voraussetzungen besonders günstig, da alle Einwohner eine Registrierungsnummer haben, die registerübergreifend verwendet wird." und
"TNF-Inhibitoren sind nicht mehr mit einem erhöhten Risiko von Melanomen (oder anderen Karzinomen) assoziiert."
Ende der Zitate aus https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/79412/Rheuma-Bislang-kein-erhoehtes-Krebsrisiko-durch-Biologika
 
Über die Ergänzung dieses Blog-Beitrags durch Erfahrungen, Kenntnisse und Überlegungen sowie über eine konstruktive Diskussion durch die  Leser würde ich mich sehr freuen.
 
 
 
GrBaer185
Dank an @Claudia für folgende Information im Forum:
"...  Ab Mitte Februar soll es eine 300-mg-Version des Pens und der Spritze geben. Wer also bisher pro Termin immer zwei Spritzen ansetzen musste, kann das künftig mit einer erledigen.
Quellen: dieser Artikel und versteckt in Novartis' Pressemitteilung zu Finanzergebnissen "
 
Die 150 mg Versionen soll es weiterhin geben.
Laut der 'Pressemitteilung zu Finanzergebnissen'  ist Cosentyx für röntgenologisch nicht nachweisbare axiale Spondyloarthritis neu zugelassen.
Laut gleicher Pressemitteilung zeigte sich in der Phase-IIIb-Studie ULTIMATE  nach 12 Wochen ein signifikantes Ansprechen auf die Behandlung mit Cosentyx bei Synovitis bei Psoriasisarthritis im Vergleich zu Placebo.
NOVARTIS machte im Jahr 2020  mit Cosentyx einen Nettoumsatz von 3,995 Milliarden US Dollar, die Umsatzsteigerung betrug 13 Prozent.
Interessant ist, ob sich der Preis für die Einmaldosis von 300 mg Cosentyx ändert.
Quelle:  Novartis' Pressemitteilung zu Finanzergebnissen 
 
GrBaer185

Cosentyx
Am 06.12.2015 um 01:57 schrieb Franke70:
"Hallo hat jemand schon mal den 4 wöchigen Spriten abstand verlängert, weil das Hautbild sehr gut ist? Mein Doc meinte, ich könnte mal versuchen, evtl. längeres Intervall mit den Spriten oder auf eine Spritze alle 4 Wochen zu gehen." 
++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Hallo Franke,
das ist eine gute Frage, denn alle Betroffenen werden über den gleichen Kamm geschoren, heißt bekommen nach dem selben Schema die gleiche Dosis Antikörper gespritzt, egal wie groß, schwer sie sind oder wie schlimm ihre Psoriasis ist. Auch spielen Laborparameter bislang keine Rolle für die Dosiswahl, es ist egal wie hoch z. Bsp. der Entzündungswert CRP ist und das Ziel von Secukinumab, das Interleukin 17A wird überhaupt nicht bestimmt.
Einmal aus Termingründen und einmal wegen einem fiebrigen Infekt habe ich den Spritzenabstand beim Hautarzt von 4 auf 5 Wochen verlängert. 
Die ersten beiden Spritzen (es sind immer zwei Spritzen auf einmal, da die Wirkstoffmenge für eine Anwendung auf zwei Spritzen verteilt ist - warum??) erhielt ich am 13.03.2017.  Seit dem 5. Spritzentermin am 10.04. sollte der Abstand vier Wochen betragen. Da ich einen fiebrigen Infekt mit zweimal abends 38,7 °C  Temperatur und etwas Schleim auf den Bronchien/Lunge links hatte ( Symptome gingen nach Antibiotikum weg), war der 6. Termin erst am 15.5. und wegen Terminschwierigkeiten der 7. Termin erst wiederum nach 5 Wochen am 19.6.
Der Dermatologe meinte, eine Woche mehr sei nicht relevant, der Abstand sollte aber nicht größer als 6 Wochen sein. Von einem Absetzen von Cosentyx wegen geringer Nebenwirkungen riet er mir ab, da unklar sei, ob Cosentyx nach einer Pause wieder gut anspreche. Ich hatte zu beginn trockene Lippen und die Haut an den ehemaligen Psoriasisstellen war pergamentartig. Im Leistenbereich heilte die Psoriasis nicht ab, die Haut war weiterhin rot und riss teilweise ein - Antipilzcreme half da, ebenso wie zwischen zwei Fingern, wo die Haut juckte und trocken-rissig war.
Der Lippentrockenheit hat sich normalisiert, die früheren Psoriasisherde sind kaum noch von der "normalen" Haut zu unterscheiden, habe das Gefühl, dass die Haut trockener ist. Außerdem das Gefühl geschwollener Augenlieder und ein Jucken in den Armbeugen und der Oberschenkelinnenseite (gerade die wenigen Stellen, die zuvor nicht von der Psoriasis betroffen waren). Ich habe 3 Kilogramm zugenommen und frage mich, ob das vielleicht an Wassereinlagerungen liegen könnte.
Erstmals ist bei mir nach einem stechenden Schmerz beim Aufstehen vom Küchentisch ein Plicasyndrom diagnostiziert worden und in der Linken Hand habe ich zeitweise ein kribbeln in den Fingern (Verdacht auf Karpaltunnelsyndrom, neurologisch nicht erhärtet, vermute nun eher Folge von Fehlhaltung der Schultern, Muskelverspannung). Ich frage mich allerdings auch, ob vielleicht doch ein Zusammenhang mit den Cosentyx-Spritzen besteht.
Die Psoriasishaut hat sich bereits nach dem ersten Spritzentermin angefangen zu bessern und ich bin seit einigen Wochen erscheinungsfrei (bis auf die nun neuen roten Pünktchen nach Kratzen aufgrund des Juckreizes in den Armbeugen (s.o.). Fußnägel haben begonnen normal nachzuwachsen. Zuvor hatte ich eine sehr stark ausgeprägte Psoriasis die im Begriff war in eine Erytrodermie überzugehen.
Ich trage seit langem wieder kurze Hemden und konnte erstmals wieder unbeschwert ins Schwimmbad und an den Badesee gehen - super.
Bin gespannt, was mein Dermatologe zu meiner neuen Hautbaustelle in den Ellenbeugen und der Oberschenkelinnenseite sagen wird.
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Geschrieben 16. Juli 2017
"nach ein halben jahr erscheinungsfreiheit sollte ich die spritzen dann ganz absetzen "
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Hallo kingotto,
hast du unerwünschte Nebenwirkungen?
Ein Absetzen des Biologikums will sehr gut überlegt sein. Von meinem Dermatologen hatte ich zur Behandlungsdauer keine klare Aussage erhalten. Er sagte, trotz guter Haut solle ich weiter Cosentyx spritzen lassen. Es sei unklar, ob das Biological nach einem Absetzen wieder so gut anspricht. Hat sich angehört nach einer Dauertherapie.
Unklar ist mir auch, ob ein Ausschleichen der Therapie möglich ist, indem der Abstand zwischen den Spritzen verlängert wird und/oder nur eine Spritze (statt der üblichen Doppelspritzung) gegeben wird. Hierzu wäre es wichtig, näheres über die Pharmakokinetik zu wissen. Als Laie dachte ich, wie bei anderen Medikamenten würde Cosentyx allmählich aus dem Fettgewebe des Bauches, in das es bei mir gespritzt wird, vom Körper resorbiert und dann allmählich "verwertet" werden und wirken. Mein Arzt meinte, das Cosentyx recht schnell in den Blutkreislauf kommt und das Interleukin 17A auch "schlagartig" verringert. Bis zum nächsten Spritzentermin in vier Wochen würde die Interleukin 17A Menge dann wieder allmählich zunehmen.
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Geschrieben 16. Juli 2017
In der Fachinformation zu Cosentyx (sehr lesenswert)
siehe hier
steht:
"In der Psoriasis-Studie 5 (SCULPTURE) wurden 966 Patienten ausgewertet. Alle Patienten erhielten Cosentyx in einer Dosis von 150 mg oder 300 mg in den Wochen 0, 1, 2, 3, 4, 8 und 12. Anschließend wurden die Patienten per Randomisierung entweder einem kontinuierlichen Erhaltungsregime mit monatlich der gleichen Dosis beginnend ab Woche 12 oder einem „Wiederholungsbehandlung bei Bedarf"-Regime mit der gleichen Dosis zugewiesen. Bei Patienten, die die „Wiederholungsbehandlung bei Bedarf" erhielten, konnte das Ansprechen nicht in angemessener Weise aufrechterhalten werden, weshalb ein fixes monatliches Erhaltungsregime empfohlen wird."
Es wird also eine ständige, vierwöchentliche Erhaltungsdosis von Cosentyx empfohlen.
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Geschrieben 16. Juli 2017
weiter steht in der oben erwähnten Fachinformation:
"5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
Plaque-Psoriasis

Resorption
Bei gesunden Probanden wurden zwischen 2 und 14 Tagen nach einer subkutanen Einzeldosis von 300 mg in flüssiger Formulierung Spitzenkonzentrationen von Secukinumab im Serum von 43,2 ± 10,4 μg/ml erreicht.
Nach einer subkutanen Einzeldosis von entweder 150 mg oder 300 mg bei Patienten mit Plaque-Psoriasis wurden gemäß einer Analyse der Populationspharmakokinetik 5 bis 6 Tage nach Gabe Spitzenkonzentrationen von Secukinumab im Serum von 13,7 ± 4,8 μg/ml bzw. 27,3 ± 9,5 μg/ml erreicht.
Bei anfänglich wöchentlicher Anwendung im ersten Monat betrug gemäß einer Analyse der Populationspharmakokinetik die Zeit bis zum Erreichen der Spitzenkonzentration 31 bis 34 Tage.
In Datensimulationen betrugen die Spitzenkonzentrationen im Steady-State (Cmax,ss) nach subkutaner Anwendung von 150 mg oder 300 mg 27,6 μg/ml bzw. 55,2 μg/ml. Die populationspharmakokinetische Analyse legt nahe, dass unter monatlichen Dosierungsregimes der Steady-State nach 20 Wochen erreicht wird.
Verglichen mit der Exposition nach einer Einzeldosis zeigte die populationspharmakokinetische Analyse, dass Patienten nach wiederholten monatlichen Erhaltungsdosen einen 2-fachen Anstieg der Spitzenkonzentrationen im Serum und der Fläche unter der Konzentrations-Zeit-Kurve (AUC) aufwiesen.
Eine populationspharmakokinetische Analyse zeigte, dass Secukinumab bei Patienten mit Plaque-Psoriasis mit einer mittleren absoluten Bioverfügbarkeit von 73 % resorbiert wurde. Über alle Studien hinweg wurden für die absolute Bioverfügbarkeit Werte im Bereich von 60 bis 77% berechnet.

Verteilung
Das mittlere Verteilungsvolumen während der terminalen Phase (Vz) nach Gabe einer intravenösen Einzeldosis bei Patienten mit Plaque-Psoriasis lag im Bereich von 7,10 bis 8,60 Liter, was auf eine begrenzte Verteilung von Secukinumab in periphere Kompartimente hindeutet.

Biotransformation
Der Großteil der IgG-Elimination erfolgt über intrazellulären Katabolismus nach einer Flüssigphasen- oder rezeptorvermittelten Endozytose.

Elimination
Die mittlere systemische Clearance (CL) nach Gabe einer intravenösen Einzeldosis bei Patienten mit Plaque-Psoriasis lag im Bereich von 0,13 bis 0,36 l/Tag. In einer Analyse der Populationspharmakokinetik betrug die mittlere systemische Clearance (CL) bei Patienten mit Plaque-Psoriasis 0,19 l/ Tag. Das Geschlecht hatte keine Auswirkungen auf die CL. Die Clearance war dosis- und zeitunabhängig.
Die mittlere Eliminationshalbwertszeit bei Patienten mit Plaque-Psoriasis wurde auf Grundlage einer populationspharmakokinetischen Analyse auf 27 Tage geschätzt und lag über alle Psoriasis-Studien mit intravenöser Gabe hinweg in einem Bereich von 18 bis 46 Tagen.

Linearität/Nicht-Linearität
Die Pharmakokinetik von Secukinumab nach Einzel- und Mehrfachgabe bei Patienten mit Plaque-Psoriasis wurde in mehreren Studien ermittelt, in denen intravenöse Dosen von 1 x 0,3 mg/kg bis 3x10 mg/kg und subkutane Dosen von 1 x 25 mg bis zu mehrfachen Dosen von 300 mg angewendet wurden. Die Exposition verhielt sich über alle Dosierungsregimes hinweg dosisproportional."
=====
Geschrieben 24. November 2017 Hallo wollte mich wieder mal melden. Wie ich schon hier geschrieben habe nehme ich jetzt ein Jahr cosentyx. Seit Januar Spritze ich so 4-5 wöchig eine Spritze. Geht mir auch soweit sehr gut , aber seit zwei Wochen Mega Stress auf der Arbeit. Leichtes Jucken der Haut , mit zwei leichte centgrosse leicht rote stellen. Wenn es mehr wird werde ich mal wieder zwei spritzen monatlich nehmen. Wie geht's euch?? Mit freundlichen Grüßen Franke
+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Hallo Franke,
wie geht es Dir zur Zeit? Was gibt es Neues bei Dir? Spritzt Du noch Cosentyx?
Ich werde heute wieder zwei Cosentyx-Spritzen setzen ( nach 5 Wochen). Hatte vor einer Woche eine Grippeschutzimpfung und habe danach etwas gewartet.
Meine Haut ist recht gut. Allerdings habe ich wieder verstärkt ein Jucken an den Armbeugen-Innenseiten und mein kleiner Finger der rechten Hand ist ganz entzündet, ich muss ständig cremen, sonst reißt die Haut auf. Entzündete Haut habe ich auch in der Leiste. Der Dermatologe meint, es wäre wie bei einer Neurodermitis. Ich habe eine Zinksalbe mit Hydrokortison verschrieben bekommen.
GrBaer185

Cosentyx Nebenwirkungen
Im Beipackzettel von Cosentyx® steht unter Nebenwirkungen:
"Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):
Infektionen der oberen Atemwege mit Symptomen wie Halsschmerzen oder verstopfter Nase (Nasopharyngitis, Rhinitis)." 
Vergleiche hierzu auch die Fachinformation (Link hier rechts in der  Blog Information).
Hierzu im Folgenden ein interessanter Beitrag aus dem Forum, in dem auch Psychiatrische Nebenwirkungen genannt werden:
"Die Entzündung im Rachenraum, sagt Novartis,  entstehen nicht durch eine schlechte virale Abwehr sondern sind durch Cosentyx affektiv ausgelöst. Hierbei spielen Viren angeblich keine Rolle. 
Einzig die bakterielle Abwehr wird durch Cosentyx beeinflusst. Zum Beispiel bei eiternden Wunden etc. 
Ich selbst habe fast immer so circa 5 bis 6 Tage nach der 300mg Injektion Halsschmerzen und Erkältungssymptome. Die aber meist 2 Tage später wieder abklingen. 
Des Weiteren habe ich bei mir psychiatrische Nebenwirkungen beobachtet. Ich bekomme nach der Injektion einen oder zwei Tage später meist Unruhezustände und leichte Panikattacken. Ich habe dann für diese kurze Zeit und bei Bedarf Diazepam bekommen, welches ich dann nach dem Spritzen 3 Tage lang 5mg nehme. Damit fahre ich bisher gut. 
Novartis sind die psychiatrischen Nebenwirkungen bekannt. Diese sollen ab Mitte diesen Jahres unter "gelegentlich" mit in die Nebenwirkungen aufgenommen werden, teilte mir Novartis mit."
Am 25.01.2021 in Wie bekomme ich Cosentyx verschrieben?! - Seite 3 - Cosentyx - Psoriasis-Netz | Community (psoriasis-netz.de)
Vielen Dank für diese interessanten Infos an @Steven81!
GrBaer185
Stand 02. Dez 2020
Übersicht zu Studien zum Biologikum Cosentyx® (Wirkstoff Secukinumab)
 
Trial
First Author
Comparator
N
Dosing
JUNCTURE
Paul
Placebo
404
Secukinumab 150 mg SC single administration at week 0, or 150 mg SC at weeks 0, 1, 2, 4, or 150 mg SC at weeks 0, 4, 8, or placebo
FEATURE
Blauvelt
Placebo
177
Secukinumab 150 mg or 300 mg SC once weekly between weeks 0 and 4, and once again at week 8, or placebo
ERASURE
Langley
Placebo
738
Secukinumab 150 mg or 300 mg SC once weekly for 5 weeks then every 4 weeks, or placebo
FIXTURE
Langley
Etanercept
1306
Secukinumab 150 mg or 300 mg SC once weekly for 5 weeks then every 4 weeks, or etanercept SC twice weekly for 12 weeks then once weekly, or placebo
ERASURE subanalysis
Ohtsuki
Placebo
87
Secukinumab 150 mg or 300 mg SC once weekly for 5 weeks then every 4 weeks, or placebo
SCULPTURE
Mrowietz
Placebo
966
Secukinumab 150 mg or 300 mg SC weekly for 5 weeks then once at week 8, then at week 12 patients achieving PASI75 were re-randomized to either 150 mg or 300 mg SC given at fixed interval or retreatment as-needed regimen
STATURE
Thaci
Placebo
43
Secukinumab 10 mg/kg IV at baseline, weeks 2 and 4, or 300 mg SC at baseline and week 4
CLEAR
Thaci
Ustekinumab
676
Secukinumab 300 mg SC at weeks 0, 1, 2, 3, and every 4 weeks starting at week 4, or ustekinumab 45 mg or 90 mg SC (depending on subject body weight at baseline) at weeks 0 and 4 and then every 12 weeks
FUTURE 1
Mease
Placebo
606
All patients assigned to receive an IV loading dose of secukinumab at a dose of 10 mg/kg at 0, 2, and 4 weeks followed by secukinumab SC at a dose of either 150 mg or 75 mg every 4 weeks or placebo. Placebo group was switched to secukinumab SC at a dose of 150 mg or 75 mg at week 16 or 24 depending on the clinical response.
FUTURE 2
McInnes
Placebo
397
Secukinumab 300 mg or 150 mg or 75 mg SC to receive once a week from baseline and then every 4 weeks from week 4
Table 1. Phase III clinical trial data for secukinumab
aus: 
Secukinumab in the Treatment of Psoriasis and Psoriatic Arthritis: A Review of the Literature
By STL Volume 22 Number 4 - July 1, 2017
Secukinumab in the Treatment of Psoriasis and Psoriatic Arthritis (skintherapyletter.com)
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Die Fachinformation (Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels/SmPC - summary of product characteristics ) der Novartis Pharma für Cosentyx® 150 mg Injektionslösung in einem Fertigpen (Stand August 2020), gibt sehr interessante Informationen zum derzeitigen Studienstand aus Sicht von Novartis Pharma.
Sie ist als pdf-Dokument unter https://klinischeforschung.novartis.de/medikamente/cosentyx/ , bzw. direkt unter https://www.fachinfo.de/pdf/020597 einsehbar und kann heruntergeladen, gedruckt und gespeichert werden.
Laut dieser Fachinformation wurde die Sicherheit und Wirksamkeit von Secukinumab in vier randomisierten, doppelblinden, placebo-kontrollierten Phase-III-Studien an Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis beurteilt.
Wirksamkeit und Sicherheit von Secukinumab 150 mg und 300 mg wurden entweder im Vergleich zu Placebo oder im Vergleich zu Etanercept bewertet.
Etanercept ist ein Tumornekrosefaktor-Antikörper (TNF-Antikörper), den die Firma Pfizer unter dem Namen Enbrel® vertreibt. Laut Wikipedia sind Biosimilars von Etanercept zum einen Erelzi® (Sandoz / Hexal – EU seit 2018) und Benepali® (Biogen- EU seit 2018).
Eine weitere Studie mit Secukinumab (Studienkurzname SCULPTURE) untersuchte das kontinuierliche Behandlungsregime im Vergleich zu einem Regime mit „Wiederholungsbehandlung nach Bedarf“.
Ferner wurden Studien zur Wirkung von Secukinumab bei Nagel- und Kopfhautpsoriasis, bei palmoplantarer Plaque Psoriasis, bei Psoriasis-Arthritis, bei ankylosierender Spondylitis und Plaque-Psoriasis bei Kindern und Jugendlichen durchgeführt.
Im Folgenden ein unvollständiger Versuch einer tabellarischen Übersicht der Studien zu Secukinumab anhand der Fachinformation (Details bitte dort nachlesen):
Nr.
Studienbezeichnung
Zahl
ausge­werteter
Patienten
Studiendesign
Bemerkungen
1
ERASURE
738
150 mg oder 300 mg Secukinumab
für Studie 1 und 2:
Placebo Non-Responder wechseln in Woche 12 in Verum-Gruppe; bis zu 52 Wochen Nachbeobachtung;
40 % der Teilnehmer bearbeiteten das Psoriasis Symptom Diary©
2
FIXTURE
1306
150 mg oder 300 mg Secukinumab gegenüber Etanercept und Placebo
3
FEATURE
177
150 mg oder 300 mg Secukinumab Fertigspritze gg. Placebo
Dauer 12 Wochen
4
JUNCTURE
182
150 mg oder 300 mg Secukinumab Fertigpen gg. Placebo
Dauer 12 Wochen
5
SCULPTURE
966
150 mg oder 300 mg Secukinumab und Erhaltungsregime gg. „Wiederholungsbehandlung bei Bedarf“-Regime
Dosis 150 mg oder 300 mg in den Wochen 0, 1, 2, 3, 4, 8 und 12, dann Aufteilung auf die zwei Regime
6
CLEAR
676
300 mg Secukinumab gg. Ustekinumab 
Ustekinumab: Handelsname Stelara®; Hersteller Janssen-Cilag, ist  ein humaner monoklonaler Antikörper gegen die Zytokine Interleukin-12 (IL-12) und Interleukin-23 (IL-23) und seit Januar 2009 zugelassen.(Quelle: Wikipedia)
7
TRANSFIGURE
198
150 mg oder 300 mg Secukinumab bei Nagel Psoriasis gg.Placebo
 
8
GESTURE
205
150 mg oder 300 mg Secukinumab bei palmoplantarer Plaque Psoriasis gg. Placebo
 
9
 
102
300 mg Secukinumab bei mittelschwerer bis schwerer Kopfhautpsoriasis gg. Baseline
12 Wochen, mögliche Fortsetzung bis zu Woche 24
 
Psoriasis-Arthritis (PsA): drei randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte
Phase-III-Studien mit 1999 Patienten,
29 %, 35 % bzw. 30 % zuvor mit TNFα-Inhibitor behandelt
 
PsA-Studie 1
(FUTURE 1)
606
10 mg/kg Secukinumab intravenös in den Wochen 0, 2 und 4 und anschließend 75 mg oder 150 mg subkutan monatlich ab Woche 8
bei 60,7 % gleichzeitig MTX;
24 Wochen, d.h. rund ein halbes Jahr
 
PsA-Studie 2
(FUTURE 2)
397
75 mg, 150 mg oder 300 mg Secukinumab in den Wochen 0, 1, 2, 3 und 4, anschließend die gleiche Dosis in monatlichen Abständen
Bei 46,6 % gleichzeitig MTX;
24 Wochen, d.h. rund ein halbes Jahr
 
PsA-Studie 3
(FUTURE 5) !?
996
150 mg oder 300 mg Secukinumab od. Placebo subkutan in den Wochen 0, 1, 2, 3, und 4, anschlie­ßend die gleiche Dosis in monat­lich­en Abständen gg. 150 mg Secukinu­mab subkutan einmal monatlich (ohne wöchentliche Startdosen)
bei 50,1 % gleichzeitig MTX
 
 
 
 
 
 
AS-Studie 1
(MEASURE 1)
371
bei ankylosierender Spondylitis
 
 
AS-Studie 2
(MEASURE 2)
219
bei ankylosierender Spondylitis
 
 
AS-Studie 3
(MEASURE 3)
226
bei ankylosierender Spondylitis
 
 
PREVENT
555
Doppelblinde, placebokontrol­lierte Phase-III-Studie
zweijährige Kernphase und weitere zweijährige Verlängerungsphase
 
Pädiatrische Psoriasis-Studie 1
162
niedrige Dosis Secukinumab gg.
hohe Dosis Secukinumab gg.
Placebo gg.
Etanercept
 
 
Pädiatrische Psoriasis-Studie 2
84
offene, zweiarmige, parallele, multizentrische Phase-III-Studie, mittelschwere bis schwere Psoriasis
Alter
6 bis < 18 Jahren
Tabelleninhalt zusammengestellt nach Informationen aus der Fachinformation (Zusammenfassung der Merkmale des Arznei­mittels/SmPC) der Novartis Pharma für Cosentyx® 150 mg Injektionslösung in einem Fertigpen (Stand August 2020), https://www.fachinfo.de/pdf/020597 , Einzelheiten bitte dort nachlesen.
Die Fachinformation von Novartis für Cosentyx® 150 mg , Stand August 2020, zum Downloaden:
FachInfo Aug2020 Cosentyx® 150 mg Injektionslösung in einem Fertigpen.pdf
Dieser Blogbeitrag als pdf-Download:
Cosentyx Studienuebersicht 23Aug2020.pdf
Aktuell, ab Nov. 2020, laufende Studie zu Secukinumab und Psyche:
An der Uni-Hautklinik in Essen läuft eine Studie, die für manchen Menschen mit Schuppenflechte interessant sein könnte. Dort wollen Forscher klären, wie psychologische Faktoren den Erfolg oder Nicht-Erfolg einer Behandlung mit dem Wirkstoff Secukinumab beeinflussen.
„Gehirnfunktionen, psychische Prozesse und Funktionen unseres körpereigenen Abwehrsystems, unseres Immunsystems, sind eng miteinander verknüpft“, heißt es im Aufruf der Uni-Hautklinik. „Welche Rolle diese Verbindungen aber bei chronisch-entzündlichen Hauterkrankungen spielen ist bisher ungeklärt.“
Secukinumab ist der Wirkstoff im schon länger zugelassenen Medikament Cosentyx.
Die Studie findet in der Ambulanz der Klinik für Dermatologie des Universitätsklinikums Essen statt. Teilnehmer müssen innerhalb von 16 Wochen zu neun Untersuchungsterminen kommen. Für sie gibt es eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 300 Euro. Bei den Visiten wird unter anderem die Haut untersucht. Es sind Fragebögen auszufüllen, außerdem wird Blut abgenommen. An zwei Tagen sind auch Speichelproben gefragt. Darin werden Hormone bestimmt.
Gesucht werden Menschen mit mittelschwerer bis schwerer Psoriasis, die bisher noch nie Cosentyx bekommen haben. Alle anderen Medikamente dürfen schon zum Einsatz gekommen sein – oder auch gar keine.
Interessenten können sich in der Hautklinik per Mail an psoriasis-studie@uk-essen.de melden oder unter Telefon 0201 / 72 38 58 16 anrufen.
von: Psoriatiker aus dem Ruhrgebiet für Studie gesucht (psoriasis-netz.de)
GrBaer185
Laut Gelber Liste - https://www.gelbe-liste.de/suche?term=secukinumab - gibt es 24 Cosentyx Präparate:
Suche _ Gelbe Liste.pdf
Cosentyx® 150 mg Injektionslösung in einem Fertigpen
Cosentyx® 150 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze
Cosentyx 150 mg ACA Injektionslösung in einem Fertigpen
Cosentyx 150 mg Axicorp Injektionslösung in einem Fertigpen
Cosentyx 150 mg Axicorp Injektionslösung in einer Fertigspritze
Cosentyx 150 mg Canoma Injektionslösung in einem Fertigpen
Cosentyx 150 mg Canoma Injektionslösung in einer Fertigspritze
Cosentyx 150 mg CC Pharma Injektionslösung i. e. Fertigpen
Cosentyx 150 mg CC Pharma Injektionslösung i. e. Fertigspritze
Cosentyx 150 mg European Injektionslösung in e. Fertigpen
Cosentyx 150 mg European Injektionslösung in e. Fertigspritze
Cosentyx 150 mg Haemato-Pharm Injektionslösung in einem Fertigpen
Cosentyx 150 mg Haemato-Pharm Injektionslösung in einer Fertigspritze
Cosentyx 150 mg kohlpharma Injektionslösung in einem Fertigpen
Cosentyx 150 mg kohlpharma Injektionslösung in einer Fertigspritze
Cosentyx 150 mg NMG Pharma Injektionslösung in einem Fertigpen
Cosentyx 150 mg Orifarm Injektionslösung in einem Fertigpen
Cosentyx 150 mg Orifarm Injektionslösung in einer Fertigspritze
Cosentyx 150mg Abacus Inj.-Lsg. in e. Fertigpen
Cosentyx 150mg Abacus Inj.-Lsg. in e. Fertigspritze
Cosentyx 150mg Eurim Inj.-Lsg. i. e. Fertigpen
Cosentyx 150mg Eurim Inj.-Lsg. i. e. Fertigspr
Cosentyx 150mg Paranova Injektionslösung in einem Fertigpen
Cosentyx 150mg Paranova Injektionslösung in einer Fertigspritze
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  Chargenrückruf Cosentyx® 150 mg, „Abacus“ Laut Gelber Liste gab es 2019 für eines der 24 Präparate einen Chargenrückruf, nämlich für Cosentyx® 150 mg Abacus in einem Fertigpen, 
siehe: 
  Chargenrückruf Cosentyx 150 mg, „Abacus“ _ Gelbe Liste.pdf
  https://www.gelbeliste.de/rueckrufe/chargenrueckruf-cosentyx-150-mg-abacus  
GrBaer185
Nach einer Bronchitis mit hohem CRP-Wert im April 2019, die sich erst durch das Antibiotikum Amoxicillin 1000 mg, 3 x tägl.,  besserte, war ich das Jahr über soweit gesund, bis es mich am 28.12.2019 wieder "erwischte". Es fing nachmittags mit etwas eitrigem Schleim im Hals an, der etwas "süsslich" schmeckte. Ich schonte mich und trank Tee, nahm Hausmittel. Trotzdem, zwei Tage später hatte ich schon 38 °C und fühlte mich richtig schlapp, dazu kamen Kopfschmerzen, erst einseitig, dann eher vorne und diffus im ganzen Kopf. Die Temperatur war morgens niedriger, stieg im Laufe des Tages an und erreichte auch nach fünf Fiebertagen immer noch Werte von 38 °C (am dritten mindestens 38,3 °C und am vierten Tag 38,6 °C, jeweils rektal gemessen - auf mein Stirn-/Ohrthermometer ist kein Verlass). Daneben hustete ich vor allem morgens "gelbgrünen" Schleim ab.
Mein Internist und Hausarzt hatte leider erst am 2.1. wieder Sprechstunde. Das Abhören ergab ein leicht "raues" Atemgeräusch und mir wurde ein Hustensaft aufgeschrieben. Der Arzt machte mir Hoffnung, dass es diesmal ohne Antibiotikum vorbeigehen würde. Für den Fall, dass die Beschwerden und das Fieber nicht bis zum Wochenende besser würden oder sich verschlimmerten, erhielt ich vorsorglich ein Rezept über Amoxicillin 1000 mg, wie bereits im April 2019 verordnet.
Nachdem ich am 3.1. mittags wiederum 38 °C und immer noch Kopfschmerzen hatte und keine Besserung sich abzeichnetet, schluckte ich zum späten Mittagessen die erste Antibiotikum-Tablette. Bereits am Samstag, 4.1. ging es mir erheblich besser und die Kopfschmerzen verschwanden.
Nach der atypischen Lungenentzündung und der Bronchitis im April 2019 ist dies bei mir nun die dritte Lungen-/Bronchien-Infektion unter Cosentyx® die der Antibiose bedarf.
Ein kausaler Zusammenhang mit der Secukinumab-Therapie ist nicht zwingend nachweisbar, zumal aufgrund einer früheren Fumarat-Therapie die Lymphozytenzahl sich immer noch nicht vollständig erholt hat.
Der Artikel 
https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2018/04/10/cosentyx-koennte-chronisch-entzuendlichen-darmerkrankungen-verschlechtern
gibt mir aber sehr zu denken mit seinen Ausführungen:
"Secukinumab ist ein vollständig humaner monoklonaler Antikörper...
Er richtet sich selektiv gegen das proinflammatorisch wirkende Interleukin-17A (IL-17A), das eine wichtige Rolle bei Immunreaktionen gegen Bakterien und Pilze an Körpergrenzflächen spielt."
Ist bei mir durch das Cosentyx® nun die Immunreaktion gegen Bakterien dermaßen eingeschränkt oder verringert, sodass ich anfälliger gegenüber bakteriellen Infektionen der "Lungengrenzfläche" bin?
 
GrBaer185
GrBaer185
>100 Beiträge   Benutzer   241 Beiträge Beitrag melden   Geschrieben Donnerstag um 16:43 Hallo Tessa,
danke für den Bericht.
Ich spritze Cosentyx seit rund 1,25 Jahren mit sehr gutem Ergebnis für die Haut ( nur wenige  kleine Stellen an der rechten Wade und einer Zehe..
Zwischenzeitlich hatte ich Ausschlag und Juckreiz in den Armbeugen und Kniekehlen, ähnlich einer Neurodermitis, ging wieder weg. Ebenso mit Salbe der Ausschlag in der Leiste und die trockene, rote und spröde Haut am kleinen Finger rechts. An zwei Fingergelenken ist die Haut sehr trocken und wenn ich nicht genug salbe, reißt sie ein. Generell kommt mir die Haut trockener als vor Cosentyx vor.
Zwei Sachen, die nicht mit Cosentyx zusammenhängen müssen:
- Im linken Knie gab es beim Aufstehen vom Tisch plötzlich einen Stich, einige Tage später waren die Beschwerden so stark, dass ich nur noch humpeln konnte. Orthopädin: Verdacht auf Plicasyndrom (hatte ich noch nie), MRT: altersentsprechend gesundes Knie, mittlerweile mit gerätegestützter Krankengymnastik wieder schmerzfrei.
- Rechte Hand Verdacht auf Karpaltunnelsyndrom (beim Lenkradhalten und vor allem beim Schlafen kribbeln in der Hand), Handgelenksorthese zum Schlafen, Nervenleitungsgeschwindigkeitsmessung nur leichte Abweichung zw. links und rechts. Mittlerweile keine Beschwerden mehr. Vermutlich eher muskuläre Verspannung/ Fehlhaltung im Schulterbereich.
Hatte am Mi., 6.6.18 abends plötzlich Schüttelfrost und 39,4 °C Fieber. Arzt tippte auf Virus, abhören der Lunge o.B.., kein Husten, keine Erkältung, gab mir vorsorglich falls es nicht besser wird ein Rezept für ein Antibiotikum mit. Fr. leichte Brustschmerzen und etwas Auswurf beim Räuspern, woraufhin ich das Antibiotikum holte und einnahm. Keine Besserung, Fieber ging nur mit Ibuprofen 400 mg runter, bei nachlassen der Wirkung nach ca. 8 Stunden wieder Schüttelfrost und 39,5 °C Fieber. Montag zum Röntgen: bilaterale atypische Lungenentzündung, CRP 249 mg/l, neues Breitbandantibiotikum, das dann nach 2,5 Tagen endlich anschlug.
Sprach Arzt auf möglichen Zusammenhang mit Biologicum an und meine von früher von Fumarsäurederivaten und FUMADERM her immer noch niedrigen Lymphozytenwerte (um 650 pro Mikroliter), meinte, auch 30 jährige bekämen Lungenentzündung.
Habe mir gestern wieder 2 Cosentyx-Spritzen gesetzt - hoffe, dies war kein Fehler...
GrBaer185
>100 Beiträge   Benutzer   242 Beiträge Beitrag melden   Geschrieben Donnerstag um 18:04 Hallo Arni,
kannst Du das näher erläutern oder einen Link angeben, falls Du es woanders schon dargestellt hast?
Wäre super, danke!
arni
>100 Beiträge   Benutzer   227 Beiträge Wohnort: Mönchengladbach Beitrag melden   Geschrieben 29. Juni (bearbeitet) Mal gucken, ob ich das noch alles zusammen bekomme...
Es fing an mit einer Kieferhöhlenentzündung
Dann kam die trockene Haut. Hab mich 3x tgl. cremen müssen. Habe mich sonst kaputt gekratzt. Mein Bauchnabel ist gerissen und hat sich entzündet.
Der nächste Infekt kam
Fieberschübe und Schüttelfrost ohne einen Infekt zu haben. Bestimmt 4 Wochen ging so. Dies habe ich heute noch, wenn sich ein Schub ankündigt. 
Dann Schmerzen der Weichteile und Gelenke und Muskelschmerzen. Besondern mein Knie schmerzte und wurde dann im Verlauf auch dick. 
Lungenentzündung war die nächste Station
Dann kam für mich das Schlimmste. Die Schuppenflechte, die vorher gut war, explodierte. Steht auch unter selten Nebenwirkungen im Beipackzettel Ausbruch der Psoriasis. Ich hatte den schlimmsten Psoriasis Schub meines Lebens. Davon habe ich mich erst nach 1,5 Jahren erholen können. Aber nur durch ein neues wirksames Biological. 
Es folgten 2x Nasennebenhöhlen-Vereiterungen
Consentyx wieder mal ausgesetzt und alle Infekte sind innerhalb von 7 Tagen verschwunden. 
Neuer Start mit Secukinumab
Wieder einen heftig Infekt und 3x Bindehaut-Vereiterung
2 Abszesse haben sich gebildet
 
Das war das Ende vom Cosentyx für mich. Ich habe lange aus verschiedenen Gründen daran festgehalten. Aus heutiger Sicht viel zu lang. Meine Rheumatologin würde heute mit Ihren neuen Erfahrungen mit diesem Medikament auch anders handeln. Aber damals, war es der große Renner und kein Arzt hatte Zweifel zugelassen. Selbst heute noch, sehen Dermatologen dieses Medikament als den Durchbruch der Psoriasis Medizin an und sind immun gegen Kritik. 
 
Die meisten Patienten vertragen Cosentyx zum Glück sehr gut und profieren von dessen Wirkung.
Es ist immer schwierig abzuklären, wenn man weitere Baustelle hat, ob diese Dinge vom Cosentyx kommen oder völlig unabhängig sind. Fast unmöglich. Dazu müsste man Cosentyx mal aussetzen und gucken. Aber wer setzt schon freiwillig ein gut wirksames Medikament ab mit der Möglichkeit, dass es hinterher nicht mehr so gut wirken wird. 
Dir bleibt eigentlich nicht viel übrig als abzuwarten. Wenn sich Deine Nebenerkrankungen häufen und ein anderer Leidensdruck entsteht, dann musst Du handeln. 
Wegen Deiner Sehnengeschichte und auch Kniebeschwerden auch mal beobachten ob noch weitere Dinge hinzukommen. Vielleicht unterdrückt Cosentyx auch nicht ausreichend die rheumatologische Seite. 
Ich wünsche Dir für heute erst einmal eine Gute-Besserung für Deine Lungenentzündung. 
bearbeitet 29. Juni von arni
 
GrBaer185
>100 Beiträge   Benutzer   242 Beiträge Beitrag melden   Geschrieben Freitag um 16:56 Hallo Arnhild,
zunächst vielen Dank für die ausführliche und sehr interessante Beschreibung Deiner Erfahrungen mit Cosentyx.
Da sind ja einige Parallelen zu mir: trockene, teils rissige Haut, Knieproblem, Juckreiz, Lungenentzündung.
Hast Du die vermutlichen Nebenwirkungen gemeldet?
Noch ohne Lungenentzündung hatte ich bei Novartis (Tel. Nr. aus dem Beipackzettel) angerufen, weil ich mich unglücklich gespritzt hatte (wohl etwas zu tief am Bauch und eine Ader getroffen, gab eine richtige Beule mit später blauem Fleck) und wissen wollte, ob es schlimm ist, wenn Cosentyx aus Versehen in eine Ader gespritzt wird. Die Ärztin, zu der ich durchgestellt wurde, gab mir diesbezüglich Entwarnung. Bei der Gelegenheit schilderte ich auch gleich meine "Nebenwirkungen" und stellte Fragen zur Dosierung.
Ich bekam in Folge umfangreiche Fragebogenunterlagen zu den von mir genannten Nebenwirkungen für meinen Arzt. Dieser füllte sie schnell aus und sah keinen Zusammenhang mit Cosentyx - deckt sich gut mit dem was Du geschrieben hast, für den Arzt ist es DAS fantastische Präparat bei Psoriasis.
Meine atypische Lungenentzündung habe ich auf der im Beipackzettel genannten Web-Seite des Paul-Ehrlich-Instituts in Langen, www.pei.de  gemeldet. Bisher ohne Reaktion, kann aber noch kommen.
Mir geht es soweit wieder gut und ich war heute wieder das erste Mal seit der Lungenentzündung bei der gerätegestützten Krankengymnastik.
Bezüglich arthritischer Beschwerden scheint Cosentyx bei mir "nicht" zu wirken, seit vielen Wochen schmerzt mir am Handballen der linken Hand das Erbsenbein und die Achillessehne links wird auch nicht besser (habe nächste Woche meine vierte Stoßwellenbehandlung). 
Nachdem ich zu Beginn der Cosentyx-Therapie grippale Infekte und Halsschmerzen hatte und das Spritzenintervall deshalb auf fünf Wochen verlängert hatte, bin ich allerdings 'off Label' bei fünf Wochen Spritzenabstand geblieben und meine Haut ist nach wie vor sehr gut (nur vernachlässigbare kleine Stellen). Siehe auch:

Habe mich auch bis zu meiner Lungenentzündung gut gefühlt und gefreut, das Cosentyx bei meiner Haut so super geholfen hat (zuvor im Dez. 2016 PASI von 34,3 und DLQI von 22).
Frage mich halt, wann die nächste Lungenentzündung kommt (meine Vorletzte war 2000 und Anfang 2003). So wie Du denkst, zulange bei Cosentyx geblieben zu sein, so war ich zu lange bei Fumaraten und FUMADERM geblieben, trotz Leuco- und Lymphopenie. Habe nun immer noch verringerte Lymphozytenwerte.
Welches Biologikum nimmst Du jetzt Arnhild?
Alles Gute und viele Grüße!
 
GrBaer185
>100 Beiträge   Benutzer   242 Beiträge Beitrag melden   Geschrieben Gestern um 14:54 Hallo Bettina,
ich wurde weder auf Lungenembolie noch auf Lupus erythematodes noch auf einen DIL gecheckt.    
Geröntgt wurde ich jetzt zweimal, ersten als  nach  4 Tagen (am Montag) immer noch hohes Fieber (39,5 °C) trotz drei Tagen Antibiotikum bestand, mit der Diagnose bilaterale atypische Lungenentzündung, dann eine Woche später zur Kontrolle nachdem ich ein anderes, diesmal Breitbandantibiotikum bekommen hatte.
Bei einem Hämatologen (Krankenhaus Neukölln) mit Knochenmarkspunktion war ich vor ca. 22 Jahren wegen der niedrigen Lymphozytenwerte (durch Fumarate) ohne besonderes Ergebnis, neuerlich nicht mehr. Sprach jetzt meinen Internisten auf einen Hämatologen an, ohne dass er dies befürwortete.
Ich frage mich, was ein neuerlicher Hämatologenbesuch bringen soll mit welchen Erkenntnissen und vor allem mit welchen Handlungsfolgerungen.
Mir geht es schon wieder recht gut. Ob Cosentyx die Ursache oder eine Mitursache der Lungenentzündung ist kann man halt nicht  sagen. 2000 und 2003 hatte ich auch eine Lungenentzündung ohne Cosentyx. Nachdenklich macht es mich aber schon, da es "kein Schnupfen" ist und aus heiterem Himmel kam, d.h. keine Erkältung, kein Husten und beim Abhören am ersten Tag ohne Befund. Der Arzt dachte an eine Virusinfektion und meinte ein Antibiotikum würde mir nichts bringen.
PS: Ich rauche nicht, bin gegen Pneumokokken geimpft (Auffrischimpfung erst 3 Wochen vor der Lungenentzündung), habe kein Asthma und lebe auch sonst recht gesund. 
Hast Du eine Idee, wie man die Lymphozytenzahl erhöhen/ pushen kann?
Ein schönes Wochenende wünscht B.
 

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