Jump to content
Claudia
Claudia

Selbsthilfegruppen sind für Patienten oft wichtiger als Ärzte

    Bei schweren und seltenen Erkrankungen ist für die meisten Patienten der Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen besonders sinnvoll. 56 Prozent der Deutschen finden sogar, dass „Selbsthilfegruppen manchmal wichtiger sind als Ärzte und Psychologen“. Das ergab eine Studie, die das Forsa-Institut im Auftrag der Krankenkasse DAK durchgeführt hat. 

  • 86 Prozent der Befragten finden den Erfahrungsaustausch von Betroffenen, wie er in Selbsthilfegruppen stattfindet, besonders wichtig.
  • Fast ebenso viele meinen, dass Selbsthilfegruppen eine sinnvolle Ergänzung zur ärztlichen Behandlung darstellen.
  • Dass sie manchmal wichtiger seien als Ärzte und Psychologen selbst, meinen 56 Prozent der Befragten.
  • 40 Prozent lösen ihre Probleme lieber selbst. 

Fast 90 Prozent der Befragten gaben an, dass Selbsthilfegruppen eine sinnvolle Ergänzung zur ärztlichen Behandlung seien – vor allem bei psychischen Problemen wie Depressionen oder bei lebensbedrohlichen Erkrankungen wie Krebs. Bei chronischen Leiden wie Diabetes finden 65 Prozent den Austausch nützlich, bei Beziehungsproblemen in der Familie 58 Prozent.

Am seltensten finden die Befragten Selbsthilfegruppen für die Bewältigung von akuten körperlichen Beschwerden wie Rückenschmerzen sinnvoll. Den meisten Zuspruch erhält die Selbsthilfe dabei von 30- bis 60-Jährigen. Jüngere Patienten fragen eher Familie, Freunde oder das Internet.    Woher erfuhren die Befragten von Selbsthilfegruppen?

  • aus den Medien (63 Prozent)
  • von Freunden (45 Prozent)
  • vom Arzt (22 Prozent)
  • von der Krankenkasse (15 Prozent)
  • von Selbsthilfezentren (9 Prozent)

Allerdings wussten auch 17 Prozent der Befragten nicht, was in Selbsthilfegruppen genau gemacht wird.   In Deutschland haben sich drei Millionen Menschen in rund 50.000 Selbsthilfegruppen zusammengeschlossen. Gesetzliche Krankenkassen sind zur Förderung der gesundheitsbezogenen Selbsthilfe verpflichtet.   Bundesweite Informationen über Selbsthilfegruppen gibt die Berliner Kontaktstelle NAKOS. An jüngere Menschen richtet sich deren Internetangebot "Schon mal an Selbsthilfegruppen gedacht?".

 

Foto: NeONBRAND / Unsplash

Edited by Claudia




User Feedback

Recommended Comments

There are no comments to display.



Join the conversation

You can post now and register later. If you have an account, sign in now to post with your account.
Note: Your post will require moderator approval before it will be visible.

Guest
Add a comment...

×   Pasted as rich text.   Paste as plain text instead

  Only 75 emoji are allowed.

×   Your link has been automatically embedded.   Display as a link instead

×   Your previous content has been restored.   Clear editor

×   You cannot paste images directly. Upload or insert images from URL.


  • Themen

  • Our picks

    • Haare - kurz oder lang? Erfahrungen gesucht!
      Ist die Haarlänge entscheidend, wie schlimm eine Schuppenflechte auftritt?
      • 18 replies
    • 🥜🥨 Knabberkram & Schuppenflechte – der Sonntagabend im Videochat
      Am Sonntagabend sind wir im Videochat - und freuen uns auf jeden, der dabeisein will.
      • 59 replies
    • Festes Shampoo und Haarseife (und Omega-3-Fettsäuren)
      Im letzten "test"-Heft ging es um einen Vergleich zwischen flüssigem Shampoo, festem Shampoo und Haarseife. Verwendet von euch denn jemand festes Shampoo oder Haarseife und kann dazu seine Erfahrungen hier aufschreiben?
       
      • 6 replies
    • Chancen auf EU-Rente?
      Hallo,
      ich werde nächste Woche beim VdK vorsprechen und erhoffe mir von den eine Mithilfe beim
      Antragstellen für die Erwerbsunfähigkeitsrente.
      Gestern habe ich mit meinem Hausarzt gesprochen und er hat mir seine volle Unterstützung zugesagt.
      Ich bin 50 Jahre alt, habe seit meinem 13. Lebensjahr eine sehr schwere Form der Psoriasis vulgaris.
      Eigentlich hatte ich noch nie erscheinungsfreie Zeiten. An Behandlungen habe ich auch längst alles durch
      was so auf dem Markt zu haben ist. Salben in jeglicher Form, Bäder, Bestrahlungen, Fumaderm, etc.
      Geholfen hat nichts.
      Seit vielen Jahren habe ich immer wieder Schmerzen in Gelenken oder Muskeln gehabt, die ich aber irgendwie
      nicht in Verbindung mit einer PSA gebracht habe.
      Seit nunmehr 2 Jahren, insbesondere im letzten Jahr werden meine Beschwerden immer mehr.
      Ich wache morgens mit schmerzenden Händen auf, muss eine zeitlang Gymnastik machen, damit sie beweglich werden. Auch aus dem Ruhestand aufstehen ist teilweise wie bei einer alten Oma.
      In den letzten Jahren habe ich 3 Bandscheibenvorfälle an der HWS und 2 an der LWS gehabt.
      Im letzten Frühjahr bekam ich einen Meniskusriss aus dem "Nichts" heraus. Seit der OP ist mein Knie nie mehr
      wieder richtig in Ordnung gekommen.
      Ich habe immer wieder Wasseransammlungen im Knie, bekomme jetzt Hyaloronspritzen, Tiefenbestrahlung, Akkupunktur.
      Auf Röntgenbildern sieht man deutliche Arthrosen in beiden Knien, Händen und Füßen.
      Ein Szinti ergab wenig Befall.
      In mehrern MRT´s sieht man Uncarthrosen, Stenosen und Osteochondrose an der HWS. Zusätzlich ausgeprägte
      Vorfälle.
      Im Dezember hatte ich eine Karpaltunneloperation an der rechten Hand, links steht noch aus.
      Seit der Operation schläft meine Hand zwar nicht mehr ein, ich habe allerdings seitdem noch deutlich verstärkter Schmerzen in den Handknochen, auch im Daumensattelgelenk.
      Zur Zeit habe so starke Schmerzen im Schulter-Nackenbereich und in den Oberarmen, dass ich manchmal nicht
      mehr weiß, wie ich nachts liegen soll. Bekomme starke Muskelrelaxanz-Tabletten.
      Ich kann das auch nicht mehr auseinanderhalten, ob es Muskel- Sehnen, oder Knochenschmerzen sind. Es ist
      alles zusammengenommen äußerst unangenehm.
      Da ich in einer Großküche arbeite fühle ich mich immer mehr überfordert und bin der Meinung, dass ich
      nicht mehr dort arbeiten kann. Also nicht nur dort, sondern überhaupt nicht mehr. Durch die ständige
      Belastung der ich ausgesetzt bin wird alles nur noch schlimmer.
      Wie erachtet ihr die Chancen, die Erwerbsunfähigkeitsrente durchzukriegen?
      Lieben Gruß
      Gudrun
      • 23 replies
    • Umfrage: Ablehnung wegen Schuppenflechte (Psoriasis)
      Wo, bei welcher Gelegenheit, werden Leute mit Schuppenflechte ausgegrenzt, abgelehnt, stigmatisiert?
      • 7 replies
×
×
  • Create New...

Important Information

We have placed cookies on your device to help make this website better. You can adjust your cookie settings, otherwise we'll assume you're okay to continue.