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Arnos Genesungstagebuch

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Schreiben gegen das Virus, Schreiben gegen den Klimawandel

Arno Nühm

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Liebe Lesenden,

ich verfolge zwar die Nachrichten, versuche aber, einen kühlen Kopf zu bewahren. Mir hilft es, mich noch mehr auf das Schreiben zu konzentrieren. Zur Zeit nehme ich an einem Wettbewerb teil und würde mich über eure Stimme freuen. Leider muss man dazu eine E-Mail-Adresse angeben, nachdem man auf das Herzchen geklickt hat. Mein Beitrag heißt: Wir müssen die Korallen vor dem Klimawandel retten! Natürlich ist nur eine Kurzfassung zu sehen, da die Geschichte noch unveröffentlicht bleiben muss, bis die Anthologie auf dem Markt ist.

Eine Kürzestgeschichte zum aktuellen Thema Coronavirus habe ich jedoch für euch:

Zitat

 

Der Corona-Killer

Montagmorgen um halb acht in der S-Bahn. Dicht gedrängt stehe ich mit anderen Fahrgästen zusammen. So oft wie möglich wechsle ich meinen Stehplatz, fasse mal diese, mal jene Haltestange an. Die Frau mit dem Rollator soll es probehalber sein. Sie hat sicher nicht genug Abwehrkräfte, so mühsam, wie sie sich hinsetzt. Sie wird keine Chance haben. Vermutlich wird es sehr schnell gehen. Kein großer Verlust für unsere Gesellschaft und eine Entlastung für unser Gesundheitssystem. Kaum sind die Türen geschlossen, bewege ich mich in ihre Nähe. Ich lasse es wie ein Versehen aussehen, als ich eine ruckartige Bewegung mache und ihr mitten ins Gesicht niese. Vernehmlich entschuldige ich mich. Bevor ich an der nächsten Haltestelle aussteige, lasse ich es mir nicht nehmen, auf alle Knöpfe zu drücken.
Ich war auf dem Weg zum Bundeskanzleramt. Mit dem Erreger im Blut eine tickende Zeitbombe. Nur ein Händeschütteln und vieles im Lande würde sich ändern. Um ganz sicherzugehen, werde ich sie anhusten. Vor laufender Kamera, um meiner Tat Nachdruck zu verleihen. Um die anderen, die mir unterwegs begegneten, tat es mir fast leid. Kollateralschäden, die ich in Kauf nehmen musste.
»Wir schaffen das.«
Sagt sich leicht, wenn man nur per Video zugeschaltet ist und sich die zur Raute gefalteten Hände mehrmals pro Tag desinfizieren kann.

Als ich zufällig in einem Autoradio die Ansprache unserer Mutti höre, bekomme ich Pipi in die Augen. Sie hat so recht. Wir alle müssen jetzt unseren Beitrag leisten. Es ist wirklich ernst.

 

 



1 Comment


Recommended Comments

Trinity

Posted

Danke, dein Beitrag hat mir sehr gut gefallen, wegen mir gerne mehr. :)

 

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  • Similar Content

    • Schildkröte1
      By Schildkröte1
      Zunächst einmal Hallo, habe ich mich aus aktuellem Anlass (fragt jetzt nicht welchem ) hier angemeldet.
       
      Mir scheint es als fehlt zur Zeit eine einheitliche Linie sowohl unter Ärzten als auch Organisationen was die Bewertung des Risiko's für Menschen betrifft welche mit Biologika behandelt werden.
       
      Ich nehme seit ca. 1 1/2 Jahren Cosentyx und habe mich diese Woche nun mal eingehender darüber informiert (oder es versucht) wie es nun mit der Risikobewertung aussieht da ich nach wie vor Arbeiten gehe, es dabei allerdings schwierig ist die allgemeinen Vorsichtsmaßnahmen immer einzuhalten. Heute Morgen habe ich mit einem meiner Chefs gesprochen welcher glücklicherweise sehr verständnisvoll reagiert hat und der Meinung ist ich solle im Zweifel lieber erstmal zu Hause zu bleiben um das Risiko zu minimieren, den weiteren Ablauf werden wir noch besprechen und übernächste Woche ist dann sowieso erstmal Betriebsurlaub.
       
      Abgesehen davon dass auch hier im Forum anscheinend jeder Arzt den Usern etwas anderes rät möchte ich nun mal auf die Sachen eingehen die ich als widersprüchlich erachte.
       
      Im offiziellen Rundschreiben an die Hautärzte von PsoNet steht: "Nach Sichtung der verfügbaren Literatur und aller Daten, die wir aus den Registern und der Pharmakovigilanz kennen, weisen Patienten mit heutigem Sachstand unter folgenden zugelassenen Medikamenten bei bestimmungsgemäßer Anwendung kein erkennbar erhöhtes Risiko für/bei Virus-Infektionen auf: IL-17-, IL-23-und IL-12/23-Blocker, Fumarsäureester, Apremilast, Methotrexat." Quelle: https://www.psobest.de/wp-content/uploads/2020/03/RundschreibenPsoBestPsoNetCoronafinal1.0.pdf
       
      Hiernach besteht für Menschen welche mit Cosentyx behandelt werden kein erhöhtes Risiko.
       
      Das RKI benennt Risikogruppen wie folgt: "Personengruppen, die nach bisherigen Erkenntnissen ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben: [...] Für Patienten mit unterdrücktem Immunsystem (z.B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht, oder wegen Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr unterdrücken, wie z.B. Cortison) besteht ein höheres Risiko." Quelle: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogruppen.html
       
      Dies würde bedeuten dass ich doch ein erhöhtes Risiko habe da Cosentyx ein Immunsuppressiva ist (auch wenn es im Vergleich zu anderen nicht das Stärkste ist).
      Ich habe kurz gezweifelt ob Cosentyx auf vielen Internetseiten und Artikeln oft fehlerhaft als "Immunsuppressiva" betitelt wird, aber im Beipackzettel von Cosentyx unter Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen steht dass man sich informieren soll wenn "man gegenwärtig eine andere Psoriasis-Behandlung erhält, zum Beispiel mit einem anderen Immunsuppressivum". Zudem hat mein Hautarzt vor langer Zeit ebenfalls erwähnt dass so eine Wirkung vorhanden ist weil ich bei der Visite auf die Frage nach Nebenwirkungen erwähnte dass ich erstaunlich lange leicht erkältet war (1 oder sogar 2 Monate Schnupfen etc) und er dies damit begründete.
       
      in einem Artikel von Psoriasis-netz.de über die Coronasituation steht: "Wer wegen der Krankheit ein innerliches Medikament nimmt, gehört einer Risikogruppe an. Das heißt: Wenn jemand dann an Covid-19 erkrankt, kann das schwer verlaufen. Deshalb ist der eigene Schutz und der aller Leute ringsherum so wichtig." Quelle: https://www.psoriasis-netz.de/medikamente/coronavirus-psoriasis-medikamente.html
       
      Sehr allgemein formuliert was die Medikamente betrifft, aber eindeutig in Bezug darauf, dass die Einnahme das Risiko auf einen schweren Verlauf erhöht.
       
      Auch aus diesem Artikel ein Zitat von Christian Drosten höchstpersönlich : "Dann haben wir zusätzlich noch in allen Bevölkerungsgruppen wahrscheinlich ein höheres Risiko bei Grunderkrankungen. Das können Patienten mit Immunsuppression sein, mit Tumorerkrankungen. Es können aber auch Patienten mit metabolischen Grunderkrankungen sein, also Diabetiker, Personen, die einfach einen hohen Körperfett-Index haben. Und Personen, die auch aus anderen Gründen an Herz und Lunge vorgeschädigt sind."
       
      Auch hier wird von einem erhöhten Risiko ausgegangen.
       
      Mein Hautarzt antwortet auf meine telefonische Rückfrage heute wie folgt (Schwester hat mich zurückgerufen nachdem sie sich mit ihm besprochen hat): "Es besteht kein erhöhtes Risiko, ihre Informationen sind warscheinlich Fake-News."
       
      Mal ganz abgesehen davon dass er sich mit der Benutzung des Wortes Fake-News für mich für mich weniger glaubwürdig gemacht hat (ich hasse dieses Wort inzwischen einfach, wird inflationär verwendet) schienen sie mir wenig vorbereitet auf derartige Rückfragen. Ich bin wirklich niemand der Ärzte belehren will weil er mal was gegoogelt hat allerdings habe ich trotzdem erwähnt dass ich meine Rückfrage aufgrund der Informationen des RKI und des internationalen Psoriasis Council gestellt habe und nich aufgrund irgendeines beliebigen Youtube Kommentars. Darauf konnte die Schwester verständlicherweise nur entgegnen dass sie nur weitergibt was der Arzt gesagt hat. Trotzdem halte ich es nicht für eine professionelle Anwort...
       
      zum Schluss noch dies aus dem Beipackzettel von Cosentyx unter Punkt 4 - Nebenwirkungen "Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen): Infektionen der oberen Atemwege [...]"
       
      In wiefern das relevant ist möchte ich jetzt nicht beurteilen, da der CoronaVirus jedoch die Atemwege befällt fällt es mir ehrlich gesagt schwer zu glauben dass diese Informationen so absolut gar keine Bedeutung haben soll. Wenn andere Krankheiten in genau der Körperregion vermehrt auftreten wäre es zumindest naheliegend dass auch der CoronaVirus in irgendeiner Weise leichteres Spiel bei Menschen hat die dieses Medikament nutzen.
       
       
       
       
      Ja, das sind nun die Dinge die ich gefunden habe und welche mich etwas ratlos zurücklassen. Ich bin bisher nicht in Panik verfallen und werde es auch nicht tun, trotzdem würde ich eher dazu tendieren dass ich ein erhöhtes Risiko habe und dementsprechend handeln sollte. Klar ist dies eine besondere Situation die es bisher so noch nicht gab, allerdings finde ich es doch sehr schade das ausgerechnet in einem medizinischen Bereich noch so eine uneinheitliche Vorgehensweise vorherrscht und Informationen sehr unterschiedlich weitergegeben werden.
       
      Ps: Wie wäre es eigentlich mal ein Subforum für Corona anzulegen? Das Forum scheint mir zwar schon relativ überladen damit und ich habe lange überlegt wo ich nun poste, aber das wäre vllt ganz sinnvoll weil es glaube ich im Moment das ist was die meißten von uns umtreibt
    • kuzg1
      By kuzg1
      Guten Abend,
      für mich ist es Zeit ein paar Gedanken zu äussern - abseits von "bleibt zu Hause, haltet Euch an die Verordnungen, bleibt gesund", u.s.w.
      Wir erleben aktuell die schlimmste Zeit seit Kriegsende, soweit ich das beurteilen kann, und lebten bisher in einem Wohlstands- und Sozialstaat nach welchem wir uns auf diesem Planeten erst einmal mächtig umschauen müssten, um ähnliches zu finden. Es ging uns gut und dieses Wohlbefinden scheint sich für die nächsten Tage, Wochen, Monate, Jahre (?) gerade - naja, hoffentlich nicht unbedingt aufzulösen, aber die Veränderungen werden schon sehr deutlich spürbar sein. Nachdem wir uns in den letzten Jahren mächtig und heftig über unsere politische Führung geärgert, gestritten und gespalten haben - klar die Politiker taten ihr übriges dazu bei - ist es in meiner Denke aber nun für uns alle allerhöchste Eisenbahn einmal inne zu halten und genau nachzudenken, was unser Staat - unsere Werte und Normen für unser Gemeinwohl bedeuten und was jeder Einzelne dafür tun kann ebendieses - was unsere Freiheit ausmacht zu stabilisieren und zu schützen. Die Zeit hierüber nachzudenken dürften die allermeisten Bürger*innen unseres Landes dank des Virus haben.
      Vielleicht klingen meine Worte anklagend - so sind sie sicher nicht gemeint! Mahnend trifft es besser und auch hier mag sich mancher auf die Füsse getreten fühlen - wer bin ich denn, dass ich mahnen darf? Jenen sei gesagt, dass mahnen nichts mit "ermahnen oder abmahnen" zu tun hat, sondern sich viel mehr im Bereich "sorgen" bewegt.
      Unsere Regierung - unser Staat - WIR - leisten im Moment enormes! So enorm, dass kaum einer von uns abschätzen und erwägen kann, was uns diese Leistungen noch abverlangen werden. Hier spreche ich noch nicht nur über monströse Geldsummen, die im Kampf gegen das Virus, sowie den Erhalt unseres Wirtschaftsystems zur Verfügung gestellt werden - dazu komme ich später. Ich spreche hier vor allem über die enormen Leistungen aller am Gesundheits- und Sozialsystem beteiligten Mitarbeiter*innen; den Kolleg*innen, die unser Versorgungssystem am laufen halten - schlicht über alle Beschäftigten, die momentan weit über ihre Grenzen gehen, um unser gesellschaftliches Zusammenleben aufrecht zu erhalten, zu schützen und zu bewahren. Ihr leistet großartiges und wir alle werden in Eurer Schuld stehen, wenn diese Krise überwunden sein wird.
      Wir, die wir derzeit wenig tun können, ausser uns um unsere Existenzen zu sorgen und uns dankbar zu freuen, dass es "die Anderen gibt" um aufzupassen, zu helfen, zu fördern und zu unterstützen - wir können dennoch etwas tun. Nämlich aufpassen, dass die aus der Not geborene "sozialen Distanzierung" keine "soziale Diffamierung" wird. Dass wir auf einander achten, zu einander stehen; dass wir freundlich mit einander umgehen, auch wenn es mal Anlass zu berechtigter Kritik gibt; dass wir auf unsere Sprache achten und uns mit Respekt und Achtung begegnen - solidarisch eben! Das wünsche ich mir.
      Noch ein Wort zu den enormen Hilfsgeldern, die von unserer Regierung nicht nur in Aussicht gestellt wurden, sondern tatsächlich eingesetzt werden, um bspw. Unternehmen aller Arten über die Krise hinweg zu helfen, um hilfsbedürftige Menschen zu stützen und um zu verhindern, dass Mitbürger*innen überhaupt hilfsbedürftig werden. Kurz - um unser gesellschaftliches Wohl, unsere Werte und Normen, unser Demokratieverständnis und unsere Freiheit zu schützen:   NIE war ein Solidaritätszuschlag von uns Bürger*innen notwendiger, denn heute! Wir können nicht nur nehmen - so sehe ich das! - wir müssen uns alle beteiligen, um unser Selbst als funktionierende Gesellschaft willen. Lasst uns solidarisch sein! Lasst uns zusammen stehen, wenn auch auf Abstand. Ich glaube fest daran, dass - religiös betrachtet und /oder auch bloss dem gesunden Menschenverstand folgend: - "geben seliger, denn nehmen ist."
      Ich wünsche uns allen Gesundheit und einen schönen Abend.
      Liebe Grüße - Uli
       
       
    • JuDo
      By JuDo
      Hallo an Alle.
      Ich nehme seid 1 Jahr verschiedene Medikamente gegen Psioraris die mein Immunsystem schwächen.
      Soll ich jetzt mein Medikament, zur Zeit Otezla, wegen Corona absetzen?
      Und wie geht das Ausschleichen.
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