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Ich durfte den BER testen – und so war es


Claudia

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Vor Ewigkeiten schon gab es einen Aufruf: Wer den BER testen will, solle sich melden. Gesucht wurden insgesamt 25.000 Leute, verteilt auf mehrere Termine. Bei der Menge rechnete ich mir eine reale Chance aus, dabeisein zu können. So meldete ich mich an. Rolf tat es mir nach.

Dann kam Corona und ich dachte, der Test würde bestimmt abgeblasen. Wurde er aber nicht, nur die Teilnehmerzahl wurde verringert. Aber man musste sich noch einmal bewerben. Wieder wurde unsere Teilnahme bestätigt – und so ging es am 20. August erst mal bis zum S-Bahn Flughafen Schönefeld und von dort mit Sonderbussen zur BER-Baustelle.

large.IMG_2247.jpgWir wurden schubweise ins Gebäude gelassen, natürlich nur mit Maske. Die sollten wir ab da den ganzen Tag aufbehalten und nur zum Essen und Trinken kurz mal absetzen.

Jeder bekam seinen Reiseplan für den Tag. Unsere Aufgabe: die Abläufe testen, also so tun, als würde man wirklich abfliegen oder ankommen. Außerdem sollte man im Flughafen selbst alles angucken und aufschreiben, wenn etwas unlogisch oder nicht klar genug gekennzeichnet ist.

Mein erster (imaginärer) Flug sollte nach Poznan gehen. Dafür nahm ich mir einen Koffer vom Gepäckband und los ging's: Auf der Abflug-Tafel suchte ich den Check-in-Schalter, zeigte dort meine "Flugunterlagen", gab den Koffer auf, ging durch die Sicherheitskontrolle... alles, wie bei einem richtigen Flug eben. Die Sicherheitskontrolle funktioniert, das können wir bestätigen: Die Mitarbeiter fanden prompt das Taschenmesser, das Rolf im Rucksack hatte, weil er es einfach immer dabei hat (man könnte ja mal einen Apfel schälen müssen!)

Weil Rolf das Taschenmesser dann wegbringen und nochmal durch die Kontrolle musste, hatten wir es dann eilig, zum Gate zu kommen. Ein bisschen konnten wir uns aber schon mal links und rechts umschauen. Das meiste ist fertig, an einigen Ecken wird noch gebaut. Café-Tische stehen, in Folie eingewickelt, bereit.

Am Gate stiegen wir in einen Bus, der uns zum Flugzeug bringen sollte. Der Bus fuhr los – an der Stelle war der erste Test dann zu Ende. Wir stiegen also nicht wirklich in ein Flugzeug. Vielmehr gab es dann eine Tour über das Flugfeld, eine Art Stadtrundfahrt.

large.IMG_2362.jpgEs ging zurück zum Terminal, wir waren nun imaginär gerade beim Rückflug gelandet. Nun hieß es, das richtige Gepäckband zu suchen, und los ging die zweite Test-Runde. Diesmal sollte mein imaginärer Flug nach Grenoble gehen, und mir war Sperrgepäck verordnet worden, das ich am entsprechenden Sonderschalter aufgeben sollte. Hier gab es ein bisschen Hin und Her, weil mein Sperrgepäck zwei Kilo schwerer war, als es am Checkin-Schalter notiert worden war. Ich aber konnte noch froh sein: Ein anderer Komparse musste eine Hochsprung-Stange als Sperrgepäck aufgeben. Niemand wusste, wie lang die war und niemand wusste, wie lang Sperrgepäck maximal sein darf.

In den Abläufen fanden wir nicht viel zu "meckern". Eher waren es Wegweiser, die wir nicht klar genug fanden – Symbole, die wie Toiletten-Hinweise aussahen, sollten zu den Aufzügen weisen, solche Sachen. Oder die Abfahrttafel für die Bahn: Da ist nur recht klein ein DB-Symbol zu sehen. Wer zum Beispiel als Tourist nicht weiß, dass DB die Bahn ist, könnte daran scheitern. Ein Zug-Symbol wäre sinnvoller. Ja, das klingt nach Kleinkram, aber wir waren ja zum "Meckern" eingeladen. Und dass es an den Sitzen an den Gates keine USB-Buchsen zum Aufladen gibt, wussten wir vorher – der Flughafen wurde schließlich zu einer Zeit geplant, als das noch nicht so weithin üblich war.

Um einen Trinkbecher, ein Schlüsselband, eine Plastikkarte reicher wurden wir am Nachmittag wieder entlassen. Es hat Spaß gemacht – und so viele Gelegenheiten, den BER vor Eröffnung zu sehen, werden wir wohl (hoffentlich) nicht mehr haben.

large.IMG_2300.jpg

2 Comments


Recommended Comments

....das war bestimmt spannend. Als Berliner ist man da sicher noch neugieriger, da es Euch ja eher betrifft. Uns hat ja nur das ganze Debakel drumherum und die Kosten interessiert. Hast Du etwas über die Parkmöglichkeiten und Kosten erfahren? Freunde von uns sind vor Corona öfter von Berlin aus geflogen. 

Lg. Lupinchen

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    • Claudia
      By Claudia
      Hallo Berliner,
      wir haben von einer Studie erfahren, die vielleicht für den einen oder anderen von euch interessant ist. Sie ist für alle geeignet, die neben der Schuppenflechte auch chronische Rückenschmerzen haben und nicht wissen, ob dahinter vielleicht eine Psoriasis arthritis stecken könnte. Wer teilnehmen will, muss mit seinem Hautarzt sprechen, damit der einen dort anmeldet.
      Die „axiale Psoriasis arthritis“ ist eine eher seltene Form der Gelenk-Schuppenflechte. Sie wird oft viel zu spät erkannt, was schwerwiegende Folgen haben kann. An der Berliner Charité läuft diese Studie, um entzündliche Veränderungen an der Wirbelsäule bei Psoriatikern möglichst frühzeitig diagnostizieren zu können. Dafür werden eben Patienten mit Schuppenflechte gesucht. Es müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein.
      Bekanntlich ist die Pso arthritis (PsA) eine typische Begleiterkrankung der Schuppenflechte. Neben den Hand- und Fußgelenken, Sehnen und Weichteilen kann sich auch die Wirbelsäule unter einer PsA entzünden. Das ist mitunter sehr schmerzhaft. Zu spät behandelt, können sich diese Gelenke versteifen. Klassische Rückenschmerzen dagegen sind oft eine typische Zivilisationskrankheit. Meist hilft Rückentraining, Bewegung, Massagen und Wärme. Das hilft jedoch nicht, wenn die Rückenschmerzen von entzündeten Gelenken an der Wirbelsäule hervorgerufen werden.
      Selten berichten Patienten dem Hautarzt von ihren Rückenschmerzen und dem Orthopäden von ihrer Schuppenflechte. Deshalb bleibt eine axiale Psoriasis arthritis – also die Psoriasis arthritis an der Wirbelsäule – oft lange unerkannt und wird dadurch nicht zielgerichtet behandelt.
      Diese Form der Gelenk-Schuppenflechte tritt vor allem an der Wirbelsäule oder den Kreuzbein-Darmbein-Gelenken des Beckens auf. Sie wird oft mit dem Morbus Bechterew oder der Axialen Spondyloarthritis verwechselt. Wie bei allen entzündlichen Gelenkkrankheiten gilt: Je früher sie erkannt und behandelt werden, desto größer ist die Chance, schwere Gelenkschäden zu verhindern.
      (Quellen: Netdoktor, Patientenseite der Pharmafirma UCB, Medical-Tribune)
      Wer mit Schuppenflechte auch chronische Rückenschmerzen hat, sollte mit der Hautärztin oder dem Hautarzt abklären, ob es ratsam ist, sich an dieser Studie zu beteiligen. Zur Suche nach den Ursachen gehört z.B. ein MRT der kompletten Wirbelsäule. Weil das sehr teuer ist, werden üblicherweise nur Teilbereiche gescannt.
      Die Teilnahme an der Studie ist für Patienten kostenlos. Die Dermatologen erhalten eine Aufwandsentschädigung. Für weitere Informationen können sich die Ärzte an die Rheumatologischen Studienambulanz der Berliner Charité wenden. Studienkoordinatorin ist Caroline Höppner, Tel. 030 8445 2156 oder Email caroline.hoeppner@charite.de
    • DerDa4
      By DerDa4
      … Ihr Lieben 👋, 
      ich habe schon oft auf der Seite und den Foren nach Informationen gesucht und rumgestöbert und dachte es sei nun mal an der Zeit sich auch anzumelden. 😊
      Von daher – ich bin dabei. 
      Ich habe seit nunmehr 20 Jahren PSO Vulgaris und Nagel-PSO und neuerdings sind meine Entzündungswerte erhöht, weshalb mich mein Hausarzt zum Rheumatologen überwiesen hat. Mal sehen was dabei so geschieht. Ansonsten habe ich Vitamin D und Kortison-Salben, UV-Bestrahlung und auch fast 2 Jahre Fumaderm angewendet. Neuerdings auch Enstilar. Alles hilft mal besser mal schlechter. Neuerdings sind die Schübe aber heftiger und in kürzeren Abständen.
      Es ist schon erstaunlich, was man so alles in den Jahren mit zahlreichen Hautärzten erleben konnte. Leider muss ich sagen, dass die meisten Doktoren nicht sonderlich "motiviert" sind. Aber das ist ohnehin ein schwieriges Thema.
      Nun denn. Freu' mich auf Austausch.
       
      Bis dahin
      :David
       
      PS: Cremen nicht vergessen.
    • DerDa4
      By DerDa4
      Hallo Ihr Lieben und leidgeplagten Schuppis, 
      ich habe schon öfter die Seite besucht und das Forum durchwühlt nach Informationen, Erfahrungen anderer und Anregungen zu und im Umgang mit meiner PSO vulgaris. Nun endlich dachte ich, ist es an der Zeit, sich hier einmal anzumelden und aktiver zu werden. 
      Ich habe heute einen kurzfristigen Termin bei meinem Hautarzt eingefordert, da sich nach der empfohlenen Therapie mit Daivonex die Schuppenflechte EXTREM verschlechtert hat. Die Praxis ⚕️ hatte aber 3 Wochen urlaubsbedingt geschlossen. 
      Ich freue mich auf Erfahrungsaustausch, Meinungen und Hilfen im Umgang mit unserer Erkrankung.
      Gibt es schon einen Termin für ein Treffen in Berlin? Dem Kalender konnte ich nix entnehmen. 
       
      Bis dahin,
      David
       
      PS: Cremen nicht vergessen 😉
       
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    • Clau dia
      Erstens wirkt Ibu bei mir wie ein Smartie. Gleich null. Diclo hilft bei mir mäßig gegen Schmerzen aber null bei Entzündungen. Zweitens soll man es wenn man etwas älter ist überhaupt nicht mehr einnehmen. Je älter man ist um so wahrscheinlicher ist es an Darmkrebs zu erkranken.  Informationquelle direkt von zwei Ärzten die es mir persönlich gesagt haben.  Bekommst du eigentlich Geld dafür das du es hier so anpreist?  
    • GrBaer185
      Natürlich sind die oben genannten Nebenwirkungen möglich und mehr oder weniger wahrscheinlich. Nun ist es so, dass Behandlungen ihre Nebenwirkungen haben (können) und man muss immer den Nutzen gegen das Risiko einer Behandlung abwägen. Bei einer Operation kann es schwerwiegende Ereignisse geben und man kann an den Operationsfolgen sterben. Und doch werde ich mich bei einer Blinddarmentzündung operieren lassen, auf eine Schönheitsoperation verzichte ich vielleicht. Wegen der Gefahr der Ein
    • GrBaer185
      Das Vitamin D3 in der aktiven Form 1,25(OH)2VitaminD3 die Psoriasis bessern kann und dass individuelle Genmuster auf die Wirksamkeit Einfluss haben, wird bereits 1997 beschrieben in: Vitamin-D-Analoga | SpringerLin Fortschritte der praktischen Dermatologie und Venerologie pp 40-43| Cite as Vitamin-D-Analoga Authors Authors and affiliations Thomas Schwarz Conference paper Part of the For
    • GrBaer185
      Bei Psoriasis sind besonders Anti-IL-17-Biologicals wirksam, zu diesem Schluss kommt zumindest diese Studie: Comparison of cumulative clinical benefits of biologics for the treatment of psoriasis over 16 weeks: Results from a network meta-analysis (jaad.org) Mit deepL übersetzter Text: Ergebnisse: Unter den für die Psoriasis-Behandlung zugelassenen Biologika zeigten die Antieinterleukin-17-Biologika konsistent einen größeren kumulativen klinischen Nutzen auf PASI 75, PASI
    • GrBaer185
      Sehr lesenswert zum Zusammenhang von Vitamin D und SARS-CoV-2 sowie einem ausreichenden Vitamin D Spiegel als eine "Vorbeugemaßnahme" vor Virusinfekten, ist der Artikel von Prof. Dr. Martin Smollich und seinem Team: Mit Vitamin D gegen COVID-19? - Ernährungsmedizin (ernaehrungsmedizin.blog) https://www.ernaehrungsmedizin.blog/2020/10/19/mit-vitamin-d-gegen-covid-19/?unapproved=15022&moderation-hash=71f872d824115c0e29ffd8957d567dc8#comment-15022
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    1. 1. Verläuft Deine Psoriasis in Schüben?


      • Ja - sie kommt und geht
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