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Dr. Rowe, erklären Sie!


Redaktion
  • Berliner Zeitung 02/28/2004

Interview mit der Berliner Hautärztin Dr. Elisabeth Rowe

Meine Tochter hat eine starke Schuppenflechte und wird jetzt mit Kortison behandelt. Ist das nicht schädlich?

Dr. Elisabeth Rowe: Bei akuten entzündlichen Formen der Schuppenflechte kann eine kurzzeitige äußerliche Behandlung mit kortisonhaltigen Salben sinnvoll sein.Wenn die akute Entzündung abgeklungen ist, sollte, je nach Ausprägung, eine lokale Behandlung mit zum Beispiel Vitamin-D3-haltigen Salben, Steinkohlenteer-Präparaten oder anderen speziellen Mitteln erfolgen.

Manchmal ist eine sogenannte Tandemtherapie angebracht - drei bis vier Tage Kortison, drei Tage Pause mit einfacher Pflegecreme. Das verhindert Gewöhnungseffekte, und das Kortison schlägt besser an.

Ich leide unter einer leichten Form der Schuppenflechte. Was kann ich tun, um einer Verschlimmerung vorzubeugen?

Die Schuppenflechte kann durch verschiedene Faktoren einen Schub bekommen. Dazu gehören manche Medikamente, zum Beispiel Beta-Blokker und Lithium, aber auch Infekte wie Mandelentzündungen können die Krankheit verschlechtern bzw. zum Ausbruch bringen. Verschweigen Sie also den Ärzten bei anderen Krankheiten die Schuppenflechte nicht. Meiden Sie außerdem übermäßigen Alkoholgenuß, tragen Sie keine engen Kleidungsstücke und pflegen Sie auch die nichtbetroffenen Hautareale mit rückfettenden Salben.

Ich leide ständig unter Juckreiz. Was kann ich tun, damit das aufhört?

Lenken Sie die Aufmerksamkeit von der Haut ab. Wenn das nicht klappt, drücken oder reiben Sie die Haut leicht anstatt zu kratzen. Kratzen fördert den Juckreiz und damit Entzündungen.

(Erscheinungsdatum leider unbekannt)

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