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    • GrBaer185
      By GrBaer185 in Cosentyx® (Secukinumab)
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      Stand: 12. September 2020   Ich hatte zu Begin meiner Therapie mit Cosentyx® schnell guten Erfolg, aber auch neurodermitisartige, juckende Hautveränderungen in den Armbeugen und einen entzündeten kleinen Finger (siehe hierzu auch früheren Blog-Beitrag).  Nachdem ich im Juli 2017 wegen einem grippalen Infekt den Spritzenabstand auf 5 Wochen verlängert hatte und die Haut nicht negativ reagierte, blieb ich versuchsweise bei einem (ca.) 5 Wochenabstand. Auch mit dem größeren Spritzenabstand von 5 Wochen blieb und ist mein Hautzustand für mich sehr zufriedenstellend und stabil.   Spritzenintervalle: Vom 13.03.2017 (Beginn der Therapie) bis 14.9.2017 nach "offiziellem" Behandlungsplan, Wirkung zeigte sich bereits nach den ersten Spritzen,   ab 14.7.2017 5 Wochen Abstand wegen Erkrankung und dann versuchsweise zur Nebenwirkungsverringerung , dann   29.12.2017 - 04.02.2018  5 Wochen und 2 Tage Abstand 04.02.2018 - 14.03.2018  5 Wochen und 3 Tage Abstand   14.03.2018 bis 27.06.2018 jeweils 5 Wochen Abstand zw. den Spritzen; ab 6.6.18 atypische Lungenentzündung (siehe hierzu früheren Blog-Beitrag)   27.06.2018 - 15.08.2018  7 Wochen Abstand 15.08.2018 - 26.09.2018  6 Wo. 26.09.2018 - 01.11.2018  5 Wo. und 1 Tag 01.11.2018 - 06.12.2018  5 Wo. 06.12.2018 - 04.01.2019  4 Wo. und 1 Tag  04.01.2019 - 10.02.2019  5 Wo. und 2 Tage 10.02.2019 - 11.03.2019  4 Wo. und 1 Tag   11.03.2019 - 01.05.2019  7 Wochen und 2 Tage (größerer Abstand wegen fiebrigem Infekt der oberen Atemwege). Antibiotikum: Wegen einem fiebrigen Infekt der oberen Atemwege Einnahme des Antibiotikums Amoxicillin-ratiopharm 1000 mg Filmtabletten dreimal täglich eine vom 15.4. bis 21.4.2019.   01.05.2019 - 01.06.2019  4 Wo. und 3 Tage   01.06.2019 - 10.07.2019  5 Wo. und 4 Tage (am li. Oberarm drei kleine, neue, leicht schuppende Hautbereiche)   10.07.2019 - 07.08.2019 4 Wo.;26.7. die Stellen am li. Oberarm sind weg (Daivobet Anwendung)
      07.08.2019 - 06.10.2019 8 Wo. und 4 Tage, langes Intervall wg. Erkältung ab 22.8. und Kortison-Infusionen vom 16.9. bis 20.9. wg. akutem Tinnitus
      06.10.2019 - 12.11.2019 5 Wo. und 2 Tage, wg. Grippeschutzimpfung etwa in Intervallmitte am 23.10.
      12.11.2019 - 10.12.2019 4 Wo., wieder auf die vorgesehenen Intervalllänge gegangen, da Hautzustand nicht voll befriedigend, Unterschenkel stark betroffen, eine Reihe kleiner Stellen an Oberschenkeln, Rücken und Kopf, "neue" stecknadelkopfgroße Stellen an Unterarmen und Oberschenkeln   10.12.2019 - 22.01.2020 6 Wo. und 1 Tag, ab 28.12.2019 Bronchitis mit Kopfschmerzen und Fieber, vom 3.1.-10.01.2020 Antibiotikum Amoxicillin 1000 mg 3 x tägl. (siehe entsprechenden folgenden Blog-Beitrag), daher die Zeitspanne bis zu den nächsten Spritzen wiederum ausgedehnt. Hautzustand wie im vorhergehenden Absatz 12.11. - 10.12.2019 beschrieben.   17.01.2020 Hautarzttermin, PASI von 7,7 bestimmt und neues Cosentyx-Rezept und Daivobet-Salbe verordnet.   22.01.2020 - 26.02.2020 5 Wochen    26.02.2020 - 27.04.2020 8 Wo. und 5 Tage, vom 12.3. bis 18.3. Antibiotikum wegen Bronchitis genommen, Auslöser der Bronchitis war eine Verkühlung bei einer Wanderung. Außerdem "Abwarten" wegen Verunsicherung durch SARS CoV 2 (Corona-Virus) und die Pandemie.    27.04.2020 erstmalig nur eine 150 mg Spritze Cosentyx injiziert, bis 18.05.2020 3 Wochen Abstand (würde bei 2 Spritzen = 300 mg Secukinumab einem Abstand von 6 Wochen entsprechen), siehe hierzu auch meinen diesbezüglichen Blogbeitrag
      https://www.psoriasis-netz.de/community/blogs/entry/4062-cosentyx-secukinumab-individuelle-erhaltungsdosis-finden/   18.05.2020 150 mg Secukinumab, bis 08.06.2020, 3 Wochen Abstand Hautzustand bis auf kleine Stellen an Hüfte und Kopf und die hartnäckigen, flächigen Stellen an den Unterschenkeln recht gut. Die Unterschenkel haben sich im Vergleich zum Jahresanfang gebessert. Hängt eventuell mit konsequenterer Behandlung mit Daivobet und dem Tragen von Kompressionsstrümpfen (wg. Venenschwäche) zusammen. Kleine, ein Millimeter große, neu auftretende Stellen an den Armen konnten zwischenzeitlich mit kurzzeitiger Daivobet-Anwendung zum Verschwinden gebracht werden.   08.06.2020, 150 mg Secukinumab, bis 09.07.2020  4 Wochen und 3 Tage Abstand. Etwa in der Mitte, 24.06.2020, erfolgte die erste (von zwei) Impfung gegen Gürtelrose mit dem Totimpfstoff Shingrix. Nach der Impfung schmerzte an der Einstichstelle der Oberarm, besonders bei Druck; Impfung sonst gut vertragen. Hautzustand ist stabil. Großes Blutbild unverändert.   09.07.2020, 300 mg Cosentyx (Secukinumab) aufgrund des zuvor größeren Abstands, bis 26.07.2020  2 Wochen und 3 Tage Abstand.   26.07.2020, 150 mg Secukinumab, bis 10.08.2020  2 Wochen und 1 Tag Abstand. Hautzustand unverändert - die Psoriasisstellen an den Unterschenkeln gehen trotz Daivobetbehandlung nicht weiter zurück.    10.08.2020, 150 mg Secukinumab, bis 11.09.2020  4 Wochen und 4 Tage Abstand.
      Zweite Shingrix-Impfung am 27.08.2020.   11.09.2020, 300 mg Cosentyx (Secukinumab) aufgrund des zuvor größeren Abstands wegen der Impfung, Hautzustand unverändert, bis .2020   Wochen und  Tage Abstand.  
    • GrBaer185
      By GrBaer185 in Cosentyx® (Secukinumab)
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      Zeitlicher Verlauf der Secukinumab-Menge im Körper
      Um den Verlauf, den Erfolg und unerwünschte Nebenwirkungen einer Therapie mit Secukinumab (Cosentyx®) besser verstehen zu können, ist es interessant den zeitlichen Verlauf der Konzentration von Secukinumab im Körper zu betrachten.
      Aufgrund der vielen individuellen Einflussfaktoren auf Resorption, Elimination und Wirkung von Secukinumab kann dies im Folgenden nur stark vereinfacht, näherungsweise und qualitativ geschehen.
      Durchgängig kann natürlich, da die Wirkung von Secukinumab auf individuelle Menschen und nicht z. B. auf standardisierte Zellkulturen untersucht wird, nur eine Wahrscheinlichkeit für das Eintreten eines bestimmten Ergebnisses, bzw. eine gewisse Bandbreite für Messwerte angegeben werden. Die Aussagen haben keine universelle Gültigkeit und Einzelfälle können und werden sehr wohl größere Abweichungen zeigen.

      Zur Verdeutlichung der allgemeinen Situation in den Naturwissenschaften und der Medizin möchte ich das Beispiel der Körpergröße eines Menschen nennen. Für Babys kann die zu erwartende Körpergröße im Erwachsenenalter nur mit einer Wahrscheinlichkeit vorhergesagt werden. Diese Wahrscheinlichkeit wird von einer Verteilungskurve (-funktion) mathematisch beschrieben (Gaußsche Glockenkurve). Männer werden im Durchschnitt größer werden als Frauen, es gibt aber auch viele Frauen, die größer sind als viele der Männer.
      Absolute Vorhersagen für ein Individuum sind nicht möglich, sondern nur die Angabe von statistisch ermittelten Wahrscheinlichkeiten. Letztendlich muss bei der Einzelperson im Erwachsenenalter mit einem Maßband nachgemessen werden. Als „normal“ wird dann ein Messwert bezeichnet, der häufig vorkommt.
      Eine Körpergröße von 1,60 m für einen Mann und von 1,90 m für eine Frau sind dann auffallend, da nicht häufig vorkommend, aber völlig natürlich vorkommende Körpergrößen die keinen Krankheitswert haben müssen (aber auch da gibt es wieder Ausnahmen).
       
      In der Forschung bewegt man sich an der Grenze des mehr oder weniger bekannten Wissens und über diese Grenze hinaus im Bestreben neue Erkenntnis zu erlangen und die Wissensgrenze zu verschieben. Dies gilt auch insbesondere für die medizinische und pharmakologische Forschung und die Entwicklung neuer Wirkstoffgruppen, wie z. B. die der Biologika.
       
      Die allgemeine große Komplexität und die Schwierigkeit von pharmakokinetischen Aussagen für Wirkstoffe, insbesondere bei nicht vollständig bekannten Stoffwechselvorgängen und bei einer zudem begrenzten Zahl untersuchter Probanden und Patienten, zeigt sich auch bei Secukinumab.
      Die pharmakokinetischen Eigenschaften können sich bei unterschiedlichen Krankheitsbildern mehr oder weniger unterscheiden.

      Für die Betrachtung des zeitlichen Verlaufs der Konzentration von Secukinumab im Körper interessant sind die in der Cosentyx® Fachinformation (von Novartis Pharma https://www.fachinfo.de/pdf/020598 ) auf Seite 13 unter Punkt 5.2 getroffenen Aussagen zu den pharmakokinetischen Eigenschaften von Secukinumab. Hier heißt es unter anderem:
      „Die meisten pharmakokinetischen Eigenschaften, die bei Patienten mit Plaque-Psoriasis, Psoriasis-Arthritis und ankylosierender Spondylitis beobachtet wurden, waren ähnlich.“
      Die meisten Eigenschaften waren also ähnlich, d. h. häufige Ähnlichkeiten mit mehr oder minder großen Abweichungen.
      Zur Resorption, also der Aufnahme von Secukinumab in den Blutkreislauf, heißt es in der Fachinformation:
      „Bei gesunden Probanden wurden zwischen 2 und 14 Tagen nach einer subkutanen Einzeldosis von 300 mg in flüssiger Formulierung Spitzenkonzentrationen von Secukinumab im Serum von 43,2 ± 10,4 µg/ml erreicht.“
      Die Formulierung „Bei gesunden Probanden“ lässt auf eine Phase I Prüfung mit relativ wenigen, freiwilligen, gesunden Versuchspersonen schließen.
      Wie oft, ob z. B. täglich, die Secukinumab Serumkonzentration laboranalytisch bestimmt wurde und so bei jedem einzelnen Probanden die Spitzenkonzentration von Secukinumab im Serum und der Tag des Erreichens dieser bestimmt wurde, ist mir unklar. Die erreichten Spitzenkonzentrationen liegen zwischen 32,8 µg/ml und 53,6 µg/ml (folgt aus ± 10,4 µg/ml), also im Bereich von 43,2 µg/ml plus oder minus 24 Prozent (rund einem Viertel).
      „Nach einer subkutanen Einzeldosis von entweder 150 mg oder 300 mg bei Patienten mit Plaque-Psoriasis wurden gemäß einer Analyse der Populationspharmakokinetik 5 bis 6 Tage nach Gabe Spitzenkonzentrationen von Secukinumab im Serum von 13,7 ± 4,8 µg/ml bzw. 27,3 ± 9,5 µg/ml erreicht.“
      Das genaue Vorgehen und die genauen Randbedingungen und Annahmen bei der Analyse sowie die Patientenanzahl werden nicht genannt. Vermutlich wurde hier im Mittel nach 5 bis 6 Tagen die Spitzenkonzentrationen von Secukinumab erreicht, ob die Spanne ebenfalls wie oben genannt von 2 bis 14 Tagen reichte, ist unklar. Die Spitzenkonzentration von Secukinumab im Serum lag im Mittel bei 13,7 µg/ml (für 150 mg Einzeldosis) und 27,3 µg/ml (für 300 mg Einzeldosis) plus oder minus rund 35 Prozent (unklar ist hierbei, ob es sich um die absolute Schwankungsbreite der Messwerte handelt oder um eine statistische Schwankungsbreite innerhalb derer z. B. 90 Prozent aller Messwerte liegen).
      „Die Pharmakokinetik von Secukinumab nach Einzel- und Mehrfachgabe bei Patienten mit Plaque-Psoriasis wurde in mehreren Studien ermittelt, in denen intravenöse Dosen von 1 × 0,3 mg/kg bis 3 × 10 mg/kg und subkutane Dosen von 1 × 25 mg bis zu mehrfachen Dosen von 300 mg angewendet wurden. Die Exposition verhielt sich über alle Dosierungsregimes hinweg dosisproportional.“
      Dosisproportional bedeutet einen linearen Zusammenhang, auch Linearität genannt, zwischen der verabreichten Dosis und der Verfügbarkeit des Medikaments im Körper nach der Aufnahme. Ist die Geschwindigkeit der Vorgänge der Resorption, Verteilung oder Elimination der aktuellen Konzentration des Wirkstoffs proportional (in gleichen Zeiträumen findet die gleiche prozentuale Änderung der Konzentration statt), so spricht man von Kinetik 1. Ordnung. Dies bedeutet für die Elimination eine exponentielle Konzentrationsabnahme mit einer konstanten Halbwertszeit.

      Die Konzentration C des Arzneimittels im Serum in Abhängigkeit von der Zeit t kann dann mit Hilfe einer e-Funktion (natürliche Exponentialfunktion) mathematisch beschrieben werden:

                                                 C(t) = C0 ∙ e-ket

      C0 ist hierbei die Anfangskonzentration zum Zeitpunkt t = 0 und
      ke ist die Eliminationskonstante für das untersuchte Arzneimittel unter den spezifischen Bedingungen (individuelle Einflussgrößen z. B. Nierenfunktion, Stoffwechselbesonderheiten, Enzymaktivität, usw.).
       Es gilt ferner mit der Halbwertszeit t1/2, der Zeit nach der die Konzentration auf die die Hälfte abgenommen hat:
                                                  ke = ln(2) : t1/2

      Im folgenden Diagramm 1 ist die exponentielle Abnahme der Konzentration für eine Halbwertszeit von t1/2 = 4 Wochen dargestellt. Vereinfachend wurde dabei angenommen, dass die verabreichte Dosis unmittelbar in das Serum übergeht (dies entspricht nicht der Realität bei Secukinumab, da dieses nicht intravenös, sondern subkutan gespritzt wird: Spitzenkonzentrationen nach 2 bis 14 Tagen, bzw. 5 bis 6 Tagen laut Fachinformation).

      Diagramm 1: Exponentielle Abnahme (Kinetik 1.Ordnung) der Medikamentenkonzentration
                             bei einer Halbwertszeit von t1/2 = 4 Wochen.
      Bei wiederholter Applikation kommt zu der noch im Körper vorhandenen Medikamentenmenge immer wieder (regelmäßig) eine neue Dosis hinzu.
      Das Diagramm 2 stellt wiederum vereinfacht (Annahme der unmittelbaren Aufnahme der Dosis in das Serum) den theoretischen Verlauf der Secukinumab-Menge bei dem vom Hersteller für die Plaque-Psoriasis empfohlenen Therapieschema dar.

      Diagramm 2: Vereinfacht dargestellter zeitlicher Verlauf der Medikamentenmenge im
                              Körper beim empfohlenen Therapieschema
      Nach rund 30 Wochen wird näherungsweise ein Steady-State („stetiger“ oder „stationärer Zustand“) erreicht, mit in diesem Fall der doppelten Spitzenmenge-Secukinumab (2 Einheiten) wie zu Therapiebeginn (1 Einheit).
      Dies stimmt mit der dies bezüglichen Aussage der Fachinformation überein:
      „In Datensimulationen betrugen die Spitzenkonzentrationen im Steady-State (Cmax,ss) nach subkutaner Anwendung von 150 mg oder 300 mg 27,6 µg/ml bzw. 55,2 µg/ml. Die populationspharmakokinetische Analyse legt nahe, dass unter monatlichen Dosierungsregimes der Steady-State nach 20 Wochen erreicht wird.“
      Die in der Fachinformation bei der subkutanen Anwendung von 300 mg Secukinumab genannte Spitzenkonzentration im Steady-State von 55,2 µg/ml entspricht recht gut dem doppelten, weiter oben genannten erreichten Spitzenwert von 27,3 ± 9,5 µg/ml nach einer subkutanen Einzeldosis von 300 mg bei Patienten mit Plaque-Psoriasis.
      Die relative Höhe (relativ zur Höhe der Einzeldosis) des Steady-State hängt hierbei von der Halbwertszeit und dem zeitlichen Abstand der Wiederholungsdosen ab.
      Betrachtet man die absolute Höhe des Steady-State, z. B. in µg/ml, so ist dann auch noch die Größe der einzelnen Dosen (z. B. 150 mg oder 300 mg) zu berücksichtigen.
       
      Hier der Blogbeitrag als pdf-Datei zum Download:
      Zeitlicher Verlauf Secukinumab im Koerper.pdf
      Die Diagramme wurden mit folgender Excel-Datei erstellt:
      Cosentyx Abbau Diagramm HWZ 4 Wo 1 Tag Auflösung.xlsx
    • GrBaer185
      By GrBaer185 in Cosentyx® (Secukinumab)
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      Stand 23. August 2020
      Übersicht zu Studien zum Biologicum Cosentyx® (Wirkstoff Secukinumab)
      Die Fachinformation (Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels/SmPC - summary of product characteristics ) der Novartis Pharma für Cosentyx® 150 mg Injektionslösung in einem Fertigpen (Stand August 2020), gibt sehr interessante Informationen zum derzeitigen Studienstand aus Sicht von Novartis Pharma.
      Sie ist als pdf-Dokument unter https://klinischeforschung.novartis.de/medikamente/cosentyx/ , bzw. direkt unter https://www.fachinfo.de/pdf/020597 einsehbar und kann heruntergeladen, gedruckt und gespeichert werden.
      Laut dieser Fachinformation wurde die Sicherheit und Wirksamkeit von Secukinumab in vier randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Phase-III-Studien an Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis beurteilt.
      Wirksamkeit und Sicherheit von Secukinumab 150 mg und 300 mg wurden entweder im Vergleich zu Placebo oder im Vergleich zu Etanercept bewertet.
      Etanercept ist ein Tumornekrosefaktor-Antikörper (TNF-Antikörper), den die Firma Pfizer unter dem Namen Enbrel® vertreibt. Laut Wikipedia sind Biosimilars von Etanercept zum einen Erelzi® (Sandoz / Hexal – EU seit 2018) und Benepali® (Biogen- EU seit 2018).
      Eine weitere Studie mit Secukinumab (Studienkurzname SCULPTURE) untersuchte das kontinuierliche Behandlungsregime im Vergleich zu einem Regime mit „Wiederholungsbehandlung nach Bedarf“.
      Ferner wurden Studien zur Wirkung von Secukinumab bei Nagel- und Kopfhautpsoriasis, bei palmoplantarer Plaque Psoriasis, bei Psoriasis-Arthritis, bei ankylosierender Spondylitis und Plaque-Psoriasis bei Kindern und Jugendlichen durchgeführt.
      Im Folgenden ein unvollständiger Versuch einer tabellarischen Übersicht der Studien zu Secukinumab anhand der Fachinformation (Details bitte dort nachlesen):
      Nr.
      Studienbezeichnung
      Zahl
      ausge­werteter
      Patienten
      Studiendesign
      Bemerkungen
      1
      ERASURE
      738
      150 mg oder 300 mg Secukinumab
      für Studie 1 und 2:
      Placebo Non-Responder wechseln in Woche 12 in Verum-Gruppe; bis zu 52 Wochen Nachbeobachtung;
      40 % der Teilnehmer bearbeiteten das Psoriasis Symptom Diary©
      2
      FIXTURE
      1306
      150 mg oder 300 mg Secukinumab gegenüber Etanercept und Placebo
      3
      FEATURE
      177
      150 mg oder 300 mg Secukinumab Fertigspritze gg. Placebo
      Dauer 12 Wochen
      4
      JUNCTURE
      182
      150 mg oder 300 mg Secukinumab Fertigpen gg. Placebo
      Dauer 12 Wochen
      5
      SCULPTURE
      966
      150 mg oder 300 mg Secukinumab und Erhaltungsregime gg. „Wiederholungsbehandlung bei Bedarf“-Regime
      Dosis 150 mg oder 300 mg in den Wochen 0, 1, 2, 3, 4, 8 und 12, dann Aufteilung auf die zwei Regime
      6
      CLEAR
      676
      300 mg Secukinumab gg. Ustekinumab 
      Ustekinumab: Handelsname Stelara®; Hersteller Janssen-Cilag, ist  ein humaner monoklonaler Antikörper gegen die Zytokine Interleukin-12 (IL-12) und Interleukin-23 (IL-23) und seit Januar 2009 zugelassen.(Quelle: Wikipedia)
      7
      TRANSFIGURE
      198
      150 mg oder 300 mg Secukinumab bei Nagel Psoriasis gg.Placebo
       
      8
      GESTURE
      205
      150 mg oder 300 mg Secukinumab bei palmoplantarer Plaque Psoriasis gg. Placebo
       
      9
       
      102
      300 mg Secukinumab bei mittelschwerer bis schwerer Kopfhautpsoriasis gg. Baseline
      12 Wochen, mögliche Fortsetzung bis zu Woche 24
       
      Psoriasis-Arthritis (PsA): drei randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte
      Phase-III-Studien mit 1999 Patienten,
      29 %, 35 % bzw. 30 % zuvor mit TNFα-Inhibitor behandelt
       
      PsA-Studie 1
      (FUTURE 1)
      606
      10 mg/kg Secukinumab intravenös in den Wochen 0, 2 und 4 und anschließend 75 mg oder 150 mg subkutan monatlich ab Woche 8
      bei 60,7 % gleichzeitig MTX;
      24 Wochen, d.h. rund ein halbes Jahr
       
      PsA-Studie 2
      (FUTURE 2)
      397
      75 mg, 150 mg oder 300 mg Secukinumab in den Wochen 0, 1, 2, 3 und 4, anschließend die gleiche Dosis in monatlichen Abständen
      Bei 46,6 % gleichzeitig MTX;
      24 Wochen, d.h. rund ein halbes Jahr
       
      PsA-Studie 3
      (FUTURE 5) !?
      996
      150 mg oder 300 mg Secukinumab od. Placebo subkutan in den Wochen 0, 1, 2, 3, und 4, anschlie­ßend die gleiche Dosis in monat­lich­en Abständen gg. 150 mg Secukinu­mab subkutan einmal monatlich (ohne wöchentliche Startdosen)
      bei 50,1 % gleichzeitig MTX
       
       
       
       
       
       
      AS-Studie 1
      (MEASURE 1)
      371
      bei ankylosierender Spondylitis
       
       
      AS-Studie 2
      (MEASURE 2)
      219
      bei ankylosierender Spondylitis
       
       
      AS-Studie 3
      (MEASURE 3)
      226
      bei ankylosierender Spondylitis
       
       
      PREVENT
      555
      Doppelblinde, placebokontrol­lierte Phase-III-Studie
      zweijährige Kernphase und weitere zweijährige Verlängerungsphase
       
      Pädiatrische Psoriasis-Studie 1
      162
      niedrige Dosis Secukinumab gg.
      hohe Dosis Secukinumab gg.
      Placebo gg.
      Etanercept
       
       
      Pädiatrische Psoriasis-Studie 2
      84
      offene, zweiarmige, parallele, multizentrische Phase-III-Studie, mittelschwere bis schwere Psoriasis
      Alter
      6 bis < 18 Jahren
      Tabelleninhalt zusammengestellt nach Informationen aus der Fachinformation (Zusammenfassung der Merkmale des Arznei­mittels/SmPC) der Novartis Pharma für Cosentyx® 150 mg Injektionslösung in einem Fertigpen (Stand August 2020), https://www.fachinfo.de/pdf/020597 , Einzelheiten bitte dort nachlesen.
      Die Fachinformation von Novartis für Cosentyx® 150 mg , Stand August 2020, zum Downloaden:
      FachInfo Aug2020 Cosentyx® 150 mg Injektionslösung in einem Fertigpen.pdf
      Dieser Blogbeitrag als pdf-Download:
      Cosentyx Studienuebersicht 23Aug2020.pdf
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