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Gabi.S

Entzündung der Sehnenansätze (Enthesitis)

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Gabi.S

Im letzten Sommer traten bei mir erstmals starke Schmerzen im Bereich der Sehnenansätze auf, wobei die Beschwerden immer mal wechselten, mal waren die Hüften betroffen, dann wieder die Knie, auch mal die Oberarme, auch die Handballen im Bereich der Daumen.

Ich las dann in der Apotheken-Umschau einen Bericht über Fibromyalgie und hatte das Gefühl, die Symptome passen, auch meine Hausärztin hatte diesen Verdacht.

Meine Rheumatologin diagnostizierte aber eine Entzündung der Sehnenansätze, was auch zur PSA gehöre. Ich war sehr erstaunt, hatte ich mich doch schon intensiv mit der Krankheit auseinandergesetzt und viel darüber gelesen. Das war mir jedoch neu. Aber auch im Expertenchat des Forums der Rheumaliga erhielt ich die Antwort, dass das bei meinen Symptomen durchaus möglich sei.

Auch in einem aktuellen Patientenratgeber einer namhaften Pharma-Firma fand ich jetzt Ausführungen darüber.

Mich würde mal interessieren wie häufig das vorkommt wer von euch auch davon betroffen ist und wann ihr die Diagnose erhalten habt bzw. seit wann euch diese Begleiterscheinung der PSA bekannt ist.

Wie werdet ihr mit welchem Erfolg behandelt ?

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Fuchs

Hallo Gabi,

in diesem Thema hier: www.psoriasis-netz.net/forum/showthread.php?p=5486872#post5486872

bin ich mal ausführlicher drauf eingegangen. Leider ist es wirklich so, daß sich die Symptome ähneln. Mach dir doch mal eine Tabelle. Das ist sehr aufwendig, hilft dir aber zu verstehen, was alles zur PSA gehört, was nicht oder eher weniger einer Fibro zuzuordnen sei, und was typisch an einer Fibro ist, aber bei PSA eher nicht vorkommt.

Zusammenfassung der am häufigsten auftretenden Krankheitszeichen bei Fibro :

* Gelenknahe Schmerzen fast immer an der Wirbelsäule, oft an Schultern, Ellbogen, Händen Knien, Sprunggelenken, mind. 18 Tenderpoints

* Schmerzhafte Muskelverspannungen, z. B. am Hinterkopf, Brustbein, Gesichts- oder Kiefermuskulatur, Spannungskopfschmerzen

* Müdigkeit, Erschöpfung, sogar Morgensteifigkeit

* Schlafstörungen

* Kloßgefühl im Hals

* Magen-Darm-Beschwerden, Darmträgheit

* Ödeme

* Menstruationsschmerzen

* Herzjagen

* Atemnot

* Gefühlsstörungen in Armen oder Beinen

* Vermehrte Kälteempfindlichkeit

* Vermehrtes Schwitzen

* Konzentrationsschwierigkeiten

* Seelische Verstimmungen, Angstgefühle

* Depressionen

Wichtige Hinweise auf eine Psoriasis-Arthritis oder Psoriasis-Spondarthritis (aus:www.tiz-info.de/info/pa.html, die Seite ist sehr informativ)

* Vorliegen einer Schuppenflechte an der Haut in Verbindung mit

* Gelenkschmerzen und Rückenschmerzen vom entzündlichen Typ: Ruheschmerz, Nachtschmerz, Schmerzen, die in Ruhe zunehmen und sich unter Bewegung bessern

* Gelenkschwellungen

* Sehnenscheidenentzündungen

* Achillessehnen-Schmerzen oder -entzündungen

* Fersenschmerzen

* stechenden Schmerzen neben oder hinter dem Brustbein

* tiefsitzenden Kreuzschmerzen

* ischiasartigen Beschwerden, die u.U. von der einen auf die anderen Seite wechseln oder in beide Beine ausstrahlen

* ausgeprägter, andauernder Morgensteifigkeit

* Bei Fehlen einer Haut-Psoriasis: Schuppenflechtenerkrankung mit oder ohne Gelenk- oder Wirbelsäulenbeteiligung bei nahen Verwandten (ersten oder zweiten Grades)

Diagnoseleitende Befunde bei Psoriasis-Spondarthritis

* Nachweis einer Sacroileitis im Röntgenbild (oft asymmetrisch)

* Parasyndesmophyten im Röntgenbild der Wirbelsäule

* "Stierhorn"-Parasyndesmophyten

* bei Gelenkbeteiligung: Befall stammnaher Gelenke (Hüften, Schultern)

* bevorzugte Beteiligung der unteren Körperhälfte

* Krankheitsbeginn mit Monarthritis oder Oligoarthritis der unteren Extremität

* Sternoclaviculargelenks-Arthritis, Sternocostal-Arthritis

* Daktylitis

* Pseudoguttöse Attacke

* Enthesiopathie

Ergänzende Untersuchungen beinhalten den Nachweis genetischer Risikomarker wie HLA B27 im Fall einer Wirbelsäulenbeteiligung (Psoriasis-Spondarthritis) oder von HLA DR 4 bei peripherer Gelenkbeteiligung. Ein negativer Befund schließt eine Psoriasisarthritis / Psoriasis-Spondarthritis allerdings nicht aus.

Schwellungen von Gelenken, Ruheschmerz und Nachtschmerz, der sich unter Bewegung bessert, eine morgendliche Betonung der Beschwerden und eine ausgeprägte Morgensteifigkeit sprechen in Verbindung mit dem Vorliegen einer Schuppenflechte für die Diagnose einer Psoriasisarthritis, auch wenn im Blut keine Entzündungszeichen vorliegen und keine entzündlichen Veränderungen im Röntgenbild nachzuweisen sind.

Wenn Gelenke geschwollen sind und schmerzen und gleichzeitig eine Psoriasis besteht, sollte man solange von einer Psoriasisarthritis ausgehen, bis das Gegenteil bewiesen ist.

Mach dir eine 3-Spaltige Tabelle, trage in der 1. Spalte alle Symptome ein. Über der 2. Spalte kommt PSA, über der 3. Spalte Fibro. Jetzt macht du in der entspechenden Spalte einen Vermerk bei den untereinander stehenden Symptomen, z.B. ja, nein, stark, gelegentlich, nie und so weiter. Dann zähle unten zusammen, wieviel ja du bei PSA hast, und wieviel bei Fibro. Laß dich überraschen, wer gewinnt. Meist ist es die PSA, die Fibro taucht sekundär, unterschwellig oder gar nicht auf.

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petroscha

Hallo Gabi.S,

ich bin eine Betroffene mit Psoriasis-Arthropathie / Enthesitis.

Ich gratuliere dir zu deiner Ärztin, die dir diese Diagnose stellte.

Mein 1. Rheumadoc hatte diesen Schneid nicht, hat sich lieber auf die anderen Ärzte verlassen und mir eine somatoforme Schmerzstörung unterstellt.

Da mich meine Beschwerden ca. 40 Jahre unbehandelt, immer stärker werdend begleiten, kann ich nur schreiben, wie ich mir geholfen habe. Bei mir ist alles betroffen, vom Kopf bis zu Zehen. Schmerztabletten nehme ich nur bei Bedarf. Arbeiten mache ich, wenn ich gerade Bäume raus reissen kann - weil in der Ruhe es schlimmer wird. Daher könnte ich auch keiner kontinuierlichen Arbeit mehr nach gehen. Ich bin deshalb selbstständig, weil ich damit freie Zeiteinteilung habe und ich so niemanden rechenschaftspflichtig bin.

Positiv war über die Krankenkasse 50* Rehasport - ich war da im Bewegungsbad, einfach herrlich. Jetzt fahre ich sehr oft in die Therme. Weiter habe ich jetzt Physiotherapie außerhalb vom Regelfall. Da braucht man aber eine erfahrene Therapeutin und bei mir hat sich die lange Suche gelohnt. Meine Perle ist allumfassend geschult. Sie arbeitet sonst fast nur mit behinderten Kindern in einem Sozialpädiatrischen Zentrum. Einfach so eine klassische Wald- und Wiesenmassage hilft nicht besonders. Ich könnte z.B. von der Liege aufspringen, wenn sie die Hüfte mit ihren Ellenbogen behandelt. Das ist schon erstaunlich, dass dadurch keine blauen Flecke enstehen und ich nach paar Tagen sogar eine leichte Besserung verspüre.

Auf alle Fälle sollte zeitig begonnen werden, dass sich die Sehnen nicht verhärten - sind sie leider schon bei mir. Ehe sich minimale Erfolge einstellen, dauert das schon. Mir wurden z.B. manchmal die Finger weiß, eiskalt und unbeweglich - das ist eine Weile schon nicht mehr - dank der Therapie.

Frage, wenn du weitere Fragen hast - ich könnte einen Roman schreiben...

lg petroscha

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Fuchs

Hallo Gabi,

auweija. Ich habe was ganz Wichtiges vergessen. Bei Fibro schmerzen die jeweiligen betroffenen Muskeln, Sehnenansätze auch bei und nach Bewegung. Manchmal verstärkt sich sogar der Schmerz am Laufe des Tages. Der Betroffene leidet schlimm, nur Entspannung und Schmerzmedis, oft auch manchmal niedrig dosierte Antidepressiva oder muskelentspannende Medis können den Schmerz unter Kontrolle halten, b.z.w. verringern. Es kommt sogar vor, daß der Nerv, der den jeweiligen Muskeln die Arbeit aufträgt (die Muskeln innerviert) , fehlgeleitet Impulse an den Muskel überträgt, und dadurch den Schmerz verursacht. In der Forschungsarbeit des Arztes einer neurolog. Klinik wurde die Fibro als eine chronisch neuromuskuläre Tendomyopathie bezeichnet. Ich bin gespannt, ob diese Erkenntnisse in die Fachpraxen einziehen, damit endlich den Fibro -Patienten nicht mehr an Kopf geworfen wird, sie seien Schuld an ihrer Fibro, da diese nur psychisch sei, weil der Betreffende nie entspannt.

Teilweise mag es stimmen, da viele Fibropatienten Arbeitswütig sind, ständig in Aktion, sich zum Ausruhen wenig Zeit nehmen. Doch wenn an den neuronalen Synapsen, die die Signale übertragen, Infos fehlgeleitet werden, Dopamin nicht an den Ort des Geschehens geleitet wird, ist gut vorstellbar, daß dadurch der Schmerz entsteht und bei Stress verstärkt wird.

Bei PSA geht meist bei Bewegung der Schmerz zurück, nur bei Überbelastung rächen sich WS, Gelenke, Sehnenansätze. Klar doch, die sind ja auch entzündet, sollten also nicht überbelastet werden. Entzündete Sehnen und ihre Ansätze bilden dort gern Kalk, die Sehnen verhärten. Deswegen ist Bewegung sehr wichtig, damit der Entzündungsmüll immer von den Gelenken und Sehnen wegbefördert wird. Die Veränderung an den Gelenken, die Entzündungszeichen an Sehnenansätzen, die in der Dreiphasen-Szintigraphie sichtbar sind, fehlen bei der Fibro. Dort "leuchten" gelegentlich nur Punkte an Sehnenansätzen auf, die in der Zweiphasen-Szintigraphie sichtbar werden. Das ist ein relevanter Unterschied zwischen PSA und Fibro.

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petroscha

Fuchs, das sind ja wieder neue Erkenntnisse für mich.

Eine Szintigrapie wurde bei mir bisher nur von der Schilddrüse gemacht...

Jetzt die Gutachterin hat wieder nur geröntgt :wein Nur gut, dass ich die Diagnose habe.

Recht gebe ich dir, jegliche Überbelastung sollte vermieden werden. Das musste ich auch leidvoll erfahren - meine linke Schulter ist kaputt...

Man sollte ein gesundes Maß an Bewegung - auch arbeitsbedingt - haben. Dauernde monotone Arbeiten sind nicht angebracht.

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Gabi.S

Hallo Fuchs,

danke für deinen ausführlichen Beitrag.

Die PSA ist bei mir seit langem diagnostiziert, die Schmerzen an den Sehnenansätzen sind im letzten Sommer nur noch hinzugekommen. Da diese Schmerzen so völlig anders sind als die bisherigen, wäre ich selbst nie auf die Idee gekommen, das da ein Zusammenhang besteht. Und die meisten Symptome der Fibro passten eben auch.

Bei mir stellte sich daher nicht die Frage PSA oder Fibro sondern PSA und Fibro.

Ich halte meine Rheumatologin auch für sehr kompetent, glaube daher schon, dass diese neuen Beschwerden tatsächlich auch eine Auswirkung der PSA ist, mich interessiert jetzt, ob das eine relativ neue Erkenntnis ist, weil ich vorher noch nie davon gehört habe und ob es viele Betroffene gibt.

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Gabi.S

Hallo Petroscha,

40 Jahre unbehandelt ist natürlich heftig, da kann ich ja froh sein, dass ich so schnell eine vernünftige Diagnose erhalten habe.

Wegen der PSO und PSA spritze ich sowieso schon Humira.

Ich habe für 2 Jahre Funktionstraining verordnet bekommen - Warmwassergymnastik - einfach herrlich. Wenn ich mich total verspannt fühle gehe ich ab und zu zur Thai Massage, das bekommt mir auch sehr gut.

Ich gehe zwar einer geregelten Arbeit nach, muss aber zwischendurch oft mal aufstehen und durchs Haus laufen, im Sommer auch mal drum rum. Dann geht es meist so einigermaßen wieder. Im Moment ist es ziemlich schlimm, ich bin wegen einer Infektion krankgeschrieben, hab darum zu wenig Bewegung, das macht sich gleich bemerkbar.

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Claudia

Die Füchsin sandte mir ihren Bogen zu den Unterschieden zwischen Fibromyalgie, Psoriasis arthritis und Morbus Bechterew zu. Ich hänge ihn mal als PDF-Datei an, damit Interessierte ihn sich ausdrucken können.

fibro_psa_bechterew.pdf

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irmi

Danke für Eure Mühe Claudia und Fuchs.

Ganz liebe Grüße irmi

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Fuchs

Hallo Gabi,

das ist ja das Traurige. Entweder, es wird den Betroffenen nie richtig zugehört, oder der betreffende Doc will auf Teufel komm raus eine Fibro dagnostizieren, wo keine ist, oder erklärt: Schmerz sei eingebildet. PSA wird wegen fehlender Entzündungszeichen abgelehnt. Einer nicht PSA-Gerechten / oder nicht-Fibro-Gerechten Behandlung wird somit Tür und Tor geöffnet. Und dabei könnte durch gutes Zuhören bereits heraus gefunden werden, wo der Hammer hängt:

PSA-Medis (Entzündungshemmer) helfen bei Fibro nicht.

Fibro-Medis wirken bei PSA nur gering, wenn es sich um Muskelrelaxantien und Schmerzmedis handeln würde. Ein niedrig dosiertes Antidepressivum hilft bei PSA nicht.

Sehnenansatzentzündungen sind bei beiden Erkrankungen ähnlich schmerzhaft. Doch es gibt Symptome, die für Fibro typisch sind, bei PSA nicht auftreten und umgekehrt.

Ich hoffe, die Tabelle hilft allen Interessenten, den Unterschied für sich herauszufinden. Einfach Tabelle ausdrucken, Kreuzchen in die jeweilige Spalte machen, dann Kreuzchen zusammen zählen. Ein Doc, der nicht zuhört, muß eben die Tabelle lesen. Ich nehm die Tabelle auf alle Fälle mit zur Reha, da brauch ich dann nicht alle Symptome aufzählen. Ich kreuze sie an. Und wenn dann die Diagnose lautet: PSA und Fibro, ist mir das Lieber, als wenn dem Neurochirurgen und dem Gutachter "Unwissen" unterstellt werden, und ich wieder , wie in der 2. Reha, als "eingebildet krank" entlassen werde.

Pat. mit Fibro sind echt schlimm dran. Fachärzten sollte das endlich bewußt werden, und nicht diese Diagnose als "selbst gebastelt" dar stellen. Ich kenne nur wenige Fachärzte, die ihre Pat. ernst nehmen. Fibro-Patienten werden dort fair behandelt, bekommen alle zur Verfügung stehenden Therapien.

Danke an Claudia, die die Tabelle hier eingestellt hat, mir ist das nicht gelungen.

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petroscha

Ich danke euch, für die Tabelle. Ausgedruckt habe ich sie.

Nun muss ich in aller Ruhe mal alles durchgehen.

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Gabi.S

Super die Tabelle. Ich bin mal alles durchgegangen, dabei kam - wie schon erwartet - kein klares Ergebnis bei mir raus.

Ich würde fast sagen ich hab mal wieder einmal zu oft "hier" gerufen als die Krankheiten verteilt wurden ;)

Nee, mal im Ernst, die PSA ist ja bei mir schon lange sicher diagnostiziert, aber kann man auch beides haben?

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wautzi008

hallo,

ich käme nie auf den gedanken, dass ich Fibro habe, nur weil ich permanent schmerzen habe,

es ist normal, dass ich durch die schmerzen an den sehnen, eine fehlhaltung einnehme und dadurch die muskeln mit in leidenschaft gezogen werden und schmerzen.

aber denke ich weiter, dass durch die dauerschmerzen die man über monate hat, sich ev. eine fibro einnistet, könnte dies stimmen, dass man beides hat.

wenn ich diese liste nehme und die sehnenschmerzen nehme, kann ich nicht glauben, dass diese schmerzen bei bewegung weniger werden, gar verschwinden.

diese schmerzen sind dauerhaft vorhanden und nicht durch jede basistherapie zu lindern, z.B. (MTX wirkt gar nicht)

lg. elke

@Fuchs

Bei PSA geht meist bei Bewegung der Schmerz zurück, nur bei Überbelastung rächen sich WS, Gelenke, Sehnenansätze. Klar doch, die sind ja auch entzündet, sollten also nicht überbelastet werden. Entzündete Sehnen und ihre Ansätze bilden dort gern Kalk, die Sehnen verhärten. Deswegen ist Bewegung sehr wichtig, damit der Entzündungsmüll immer von den Gelenken und Sehnen wegbefördert wird. Die Veränderung an den Gelenken, die Entzündungszeichen an Sehnenansätzen, die in der Dreiphasen-Szintigraphie sichtbar sind, fehlen bei der Fibro.

Edited by wautzi008

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Fuchs

Hallo Gabi,

Beides ist möglich. Die Fibro wäre dann sekundär, weil die PSA die Fibro "zum Toben" eingeladen hat. Deswegen ist es wichtig, daß die Diagnostik genau erfolgt. Die Tabelle könnte helfen. Es wäre für Betroffene wenig hilfreich, wenn aus PSA eine Fibro gemacht werden würde. Die Behandlung wäre völlig anders.

Wenn die PSA-Behandlung anschlägt, Entzündungen zurückgehen, müßten auch Fibro-Symptome weniger werden. Wenn die PSA-Medis aber nicht richtig anschlagen, die Behandlung unzureichend wäre oder noch gar nicht richtig diagnostiziert wurde, ist es durchaus möglich, daß der Schmerz sich verselbständigt, die Signale im Schmerzzentrum abgespeichert werden und nun vom Körper dadurch "als stärker " gedeutet werden. Die Tenderpoints reagieren plötzlich bereits bei geringem Druck, bevor noch die Sehnenansätze eine Entzündung melden - die Fibro hat sich eingeschlichen.

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Bernie51
Hallo Gabi,

Bei PSA geht meist bei Bewegung der Schmerz zurück, nur bei Überbelastung rächen sich WS, Gelenke, Sehnenansätze. Klar doch, die sind ja auch entzündet, sollten also nicht überbelastet werden. Entzündete Sehnen und ihre Ansätze bilden dort gern Kalk, die Sehnen verhärten. Deswegen ist Bewegung sehr wichtig, damit der Entzündungsmüll immer von den Gelenken und Sehnen wegbefördert wird. Die Veränderung an den Gelenken, die Entzündungszeichen an Sehnenansätzen, die in der Dreiphasen-Szintigraphie sichtbar sind, fehlen bei der Fibro. Dort "leuchten" gelegentlich nur Punkte an Sehnenansätzen auf, die in der Zweiphasen-Szintigraphie sichtbar werden. Das ist ein relevanter Unterschied zwischen PSA und Fibro.

Hallo Fuchs,

Deiner Aussage das bei einer Szintigraphie Entzündungszeichen an den Sehnen sichtbar sind, ist meiner Meinung nach völlig falsch. Ich war mehrfach in Dresden in der Uniklinik zur Szintigraphie und mir wurde immer gesagt das nur die Entzündungen an den Gelenken sowie am Skelet sichtbar sind. Entzündungen an den Sehnen werden bei einer Sonographie am deutlichsten sichtbar. Ich habe an den Händen und Füßen Entzündungen an den Sehnen und diese werden beim MRT sowie bei der Sonographie am besten sichtbar. Mit der Aussage das eine Szintigraphie immer eine eindeutige Klärung der Diagnose PSA ergibt, finde ich nicht richtig.

GL Bernie51

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wautzi008

@Bernie

da muss ich dir recht geben, diese aussage liest man immer wieder,

dass entzündungen in muskel und sehnen festgestellt wurden beim MRT, Szintigraphie und auch beim röntgen.

das ist so nicht korrekt.

die entzündung zu sehen, da reicht einfach ein ulltraschall und das kann schon der HA machen, denn dort stehen diese geräte auch rum.

lg. elke

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Fuchs

Hallo Wauzi und Bernie,

entzündete Sehnenansätze bilden im Laufe der Zeit gern Verkalkungen, erst zart, dann immer mehr. Meine Szinti fand vor 11 Jahren statt, und im Befund standen genau die Regionen beschrieben, in denen sich das radioaktive Kontrastmittel angereichert hat. Da waren nicht nur Gelenke genannt, sondern auch die Sehnenansätze von Schulter und Ferse. Die Szinti wird gern zur Diagnostik von Knochenstrukturen und Geweben angewendet. Auch im MRT werden Bänder und Sehnen sehr gut sichtbar, was im Röntgenbild nicht möglich wäre.

Sonographie: www.qualimedic.de/ultraschall.html

www.ortho-wien.at/u-schall.htm

Szintigraphie: Einsatzmöglichkeit

Mit der Szintigraphie können sehr genaue Aussagen über die Funktion von Organsystemen und Gewebearealen gemacht werden. Die Untersuchung ist für den Patienten schmerzlos.

Aus http://praxis-bbb.de/knochenframe.htm

Wir müssen uns ja deswegen nicht streiten. Kein Arzt wird eine Szinti anordnen, wenn das Knie entzündet ist, und kein Arzt wird mittels Sonographie alle Baustelle einer PSA finden wollen. Bei meiner Szinti hieß es in der abschließenden Beurteilung: Morbus Bechterew

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a-poempi

Hallo Gabi,

bei mir standen die Sehenansatzschmerzen immer an erster Stelle bei der PSA. Trotzdem ist das nicht wie bei der Fibro ein generalisierter Schmerz. Bei mir ist es mal eine Sehenentzündung am Handgelenk, mein rechtes Becken schmerzt an allen Ansätzen fast permanent, mal ist es die Ferse (Plantarsehne) und die Entzündungen sind oft auch sichtbar auf dem Ultraschall. Aber aufgrund der doch leichten Ähnlichkeit dieser Krankheitsbilder hat mit ein Rheumatologe in einem 10 Minuten Gespräch auch schnell mal die Diagnose Fibromyalgie um die Ohren geworfen. Doch erklärt das nicht das wechselnde Bild, das ansprechen auf die entzündungshemmenden Medikamente etc.. Antidepressiva: Da gehen die Meinungen gerade bei den Schmerzen der Sehenansätze auseinander. Schmerzen führen häufig zu einer erhöhung des Muskeltonus und damit zu einer Verstärkung der Sehenansatzschmerzen durch 'dauerhaften' Zug. Antidepressiva entspannen, unterstützen die Schmerzverarbeitung und können gerade zur Nacht einen Versuch wert sein. Mir hat es mal eine gewisse Zeit ganz gut geholfen.

Ob Dir das jetzt bei Deiner Suche nach weiteren Betroffenen weiterhilft, weiß ich nicht, ich lese allerdings das es sehr typisch ist für die PSA und bekomme das so auch von meinem Rheumatologen erklärt. Enbrel muß da wohl bei vielen Wunder wirken auf diese Art von Schmerzen.

Viele Grüße,

Petra

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Fuchs

Gerade zur Zeit toben wieder meine Fersen, Achillessehnen. auch die Schulterspitzen nebst HWS, seit vielen Monaten die LWS und das Steißbein. Erst Montag habe ich wieder Rheumatologie-Termin, denn seit dem Absetzen des Sulfasalazins wegen böser Nebenwirkungen auf die Nieren habe ich nur Schmerzmedis im Augenblick.

Auch ich möchte vermeiden, daß zur Reha im Mai plötzlich aus der PSA eine Fibro wird. Also lieber noch einen aktuellen Befund mit allen Unverträglichkeiten aufgelistet. Dabei laß ich mir auch gleich noch mal erläutern, warum bei der PSA so gern eine Fibro aus den Beschwerden gemacht wird. Laut Fachbuch müssen mindestens oblikat 18 Tender-Points bei der Fibro schmerzhaft sein, bei sind es aktuell 2 plus WS.

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_Regi123_

oh weh oh weh mir schwindelt der Kopf und dabei ist dies das erste Thema das ich lese.

Aber schmerzen habe ich gerade fast durchgehend.

Ich war in der Rheuma Ambulanz der Schönkliniken.

Die war echt fit.

Seit meinem 14 Lebensjahr habe ich immer wider Rückenschmerzen.

Die wurden im laufe der Jahre natürlich nicht besser.

HWS, BWS, LWS,Scheuermann,Rundrücken,schiefer Rücken u.s.w.

Anhängen könnt ich jetzt noch die Folgeerkrankungen.

Und dann vor 3-4 Jahren Kalkschulter links und rechts.Aus

Schmerzen in den Händen/ Fingergelenke schon lange.

Gefolgt von den Knien,dann Fußgelenke,dann Ellenbogengelenke und jetzt kommt die Hüfte dazu.von den Magen/Darmschmerzen rede ich nicht erst.

BÖÖÖÖ 6er im Lotto.

Ich habe ihr dann gesagt :nö hab ich nicht, ich habe ja teils Dauerschmerzen.Und laufe mich meist nicht mehr ein.

Ja sagt sie,genau das ist es nicht mehr.Der Körper wird mit der Zeit immer Sensibler und reagiert schneller auf einen kommenden Schmerz.

Also scheint es offensichtlich so zu sein das auch diese Erkrankung (wenn nicht erkannt) auf Dauer auch Dauerschmerz erzeugen kann.

Aber ehrlich!

Mich macht das zur Zeit alles ganz wuschig.

so nun habe ich was vergessen.

sie hat mir erklärt das bei dieser Erkrankung die Sehnen und Muskelansätze verkleben.

Das hat mir meine Physiotherapeutin schon vor 3 Jahren gesagt.Sie hatte ohne es zu wissen ins schwarze getroffen.

Edited by _Regi123_
was vergessen
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Fuchs

Hallo Curasau,

vor 4 Jahren hatte ich eine verklebte Sehnenplatte unter dem Schulterblatt, dank der PSA. 14 Tage Krankenhaus, bis die Schulter wieder funktionstüchtig wurde.

Ja ja, böse PSA. Was die alles zerkaut, kann gar nicht so schnell repariert werden und die Medis zerfressen dann die Innerreien, wenn diese nicht vertragen werden.

Die PSA ist so gemein, daß viele Nebenbaustellen entstehen. Grad deswegen ist es wichtig, medikamentös gut eingestellt zu werden. Bei jedem Facharzt, der zusätzlich erforderlich wird, (Herzdoc, Neurologe, Neurochirurg, Nephrologe und so weiter) muß erklärt werden, daß Schuppenflechte (PSO) und PSA so manches Medi verbieten, da sonst die PSO, damit die PSA, damit die Nebenbaustelle verschlimmert wird.

Da zusätzlich der Körper "Schmerz lernt", darf er nicht mal über längere Zeit verdrängt werden. Denn sonst wird eines Tages ein Schmerz mit Level 7 als ne 20 wahrgenommen, obwohl die Scala nur bis 10 geht. Aber woher soll der Körper das denn wissen?

Ich wünsch dir von Allem nur das Beste. Möge dein Schmerz beherrschbar sein, am Besten mal Ruhe geben. Schließlich mußt du dich mal erholen.

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_Regi123_
Hallo Curasau,

vor 4 Jahren hatte ich eine verklebte Sehnenplatte unter dem Schulterblatt, dank der PSA. 14 Tage Krankenhaus, bis die Schulter wieder funktionstüchtig wurde.

Ja ja, böse PSA. Was die alles zerkaut, kann gar nicht so schnell repariert werden und die Medis zerfressen dann die Innerreien, wenn diese nicht vertragen werden.

Die PSA ist so gemein, daß viele Nebenbaustellen entstehen. Grad deswegen ist es wichtig, medikamentös gut eingestellt zu werden. Bei jedem Facharzt, der zusätzlich erforderlich wird, (Herzdoc, Neurologe, Neurochirurg, Nephrologe und so weiter) muß erklärt werden, daß Schuppenflechte (PSO) und PSA so manches Medi verbieten, da sonst die PSO, damit die PSA, damit die Nebenbaustelle verschlimmert wird.

Da zusätzlich der Körper "Schmerz lernt", darf er nicht mal über längere Zeit verdrängt werden. Denn sonst wird eines Tages ein Schmerz mit Level 7 als ne 20 wahrgenommen, obwohl die Scala nur bis 10 geht. Aber woher soll der Körper das denn wissen?

Ich wünsch dir von Allem nur das Beste. Möge dein Schmerz beherrschbar sein, am Besten mal Ruhe geben. Schließlich mußt du dich mal erholen.

bei mir sind es 2 Kalkschulter.Ich nehme wenn nix mehr geht Diclac Dispert und n Muskelrelaxer . Ansonsten wärme und Massagen.

Die Schultern waren so schlimm das ich sterben wollte.Sie wurden dann mit Röntgenschmerzbestrahlung behandelt.Und das hat geholfen..

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Fuchs

Hallo Curasao,

Diclofenac greift gern die Magenschleimhaut an. Wenn ich dir was empfehlen darf: Magenschutz vorher nehmen, damit die Magenschleimhaut sich nicht entzündet. Denn ein Magengeschwür kannst du sicher nicht gebrauchen.

Ab und an nehme ich auch ein verträgliches Muskelrelaxanz. Katadelon mußte sofort wieder abgesetzt werden, wegen verheerender Nebenwirkungen.

Ich setze gern das TENS-Gerät ein, auch wen es nicht den Schmerz für längere Zeit killt. Zumindest wird die Spannung aus dem Muskel genommen, Schlackestoffe aus den Muskeln wegtransportiert, über Lymphe ausgeschieden.

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_Regi123_
Hallo Curasao,

Diclofenac greift gern die Magenschleimhaut an. Wenn ich dir was empfehlen darf: Magenschutz vorher nehmen, damit die Magenschleimhaut sich nicht entzündet. Denn ein Magengeschwür kannst du sicher nicht gebrauchen.

Ab und an nehme ich auch ein verträgliches Muskelrelaxanz. Katadelon mußte sofort wieder abgesetzt werden, wegen verheerender Nebenwirkungen.

Ich setze gern das TENS-Gerät ein, auch wen es nicht den Schmerz für längere Zeit killt. Zumindest wird die Spannung aus dem Muskel genommen, Schlackestoffe aus den Muskeln wegtransportiert, über Lymphe ausgeschieden.

mein Magen rebelliert leider auch ohne Diclac.Und ich nehme sie auch nur wenn nix anderes mehr geht,Und dann auch mit Ompec oder was anderes.

Seit ca einer Woche habe ich aber wieder Magenschmerzen.

Und immer das leidige Spiel festen -und weichen Stuhl im Wechsel.

Toll.Ich gehe 2mal die Woche zur Massage.und der dreht mir das innere nach außen ;) mir kommen da richtig die Tränen.Aber hinterher geht es mir gut/besser.

Jetzt wollte ich gerne Wassergymnastik machen aber ,leider sind die Kurse voll.

ich würde auch gerne 8kg abnehmen aber,das klappt auch nicht.ich habe vor über einem Jahr mit dem rauchen aufgehört.

Der Witz an allem ist ich musste vor ca 2 monaten der schwerbehinderten ausweis beantragen per Amts wegen und diesen Antrag hat eine Behinderten Beauftragte mit mir ausgefüllt.Als ich vor schmerzen (beim Händedrücken)das Gesicht verzog fragte sie gleich was los sei.Na ich hab ihr dann erzählt.Und sie gab mir den Rat dringend eine Überweisung nach Eilbeck in die Rheuma Ambulanz zu holen.Tja und da war ich dann und kam mit dem Ergebnis raus.

sorry das es so lang ist.Aber zur Zeit geht es mir nicht gut, ich habe keine Menschenseele zum sprechen und angst.

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Guest happyman
...Aber zur Zeit geht es mir nicht gut, ich habe keine Menschenseele zum sprechen und angst.
Hey, dann bist du hier richtig :)

Auch wenn dir vielleicht nicht jeder aus eigener Erfahrung zu deinem Problem Rat geben kann, so bist du doch in einer (wenn auch virtuellen) Gemeinschaft gelandet.

Gut geflogen also ;)

Willkommen hier

Wolfgang

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      Hallo Zusammen,
      ich wollte mich auch mal zu Wort melden und euch von meiner Leidensgeschichte berichten und bin gespannt ob ihr auch ähnliche Erfahrungen gemacht habt...
      Im März 2016 habe ich von null auf Hundert angefangen extrem viel Sport zu machen (4-5x/Woche 10 km Joggen und 2x/Woche Personaltraining). Es hat mir viel Spaß gemacht und ich hatte auch große Erfolge. Nach etwa einem Monat fing es dann an, dass mir das Gelenk des rechten kleinen Zehs beim losjoggen weh tat. Nach ca 2 Km hörte es dann auf weh zutun und ich konnte meine 10 Km schmerzfrei beenden. Dann, am 1.7.2016, war ich auf einer Geburtstagsfeier eingeladen... Wir haben sehr viel getanzt ;-).... Außerdem hat mich im Laufe des Abends ein Insekt in den rechten Knöchel gestochen was echt richtig schmerzhaft war (darum kann ich mich auch so gut daran erinnern). Als ich dann am nächsten Morgen aufgewacht bin ging gar nichts mehr! Mein kompletter rechter Fuß und das Sprunggelenk waren extrem angeschwollen und ich konnte den Fuß überhaupt nicht mehr belasten. Daraufhin bin ich zu meinem Orthopäden gegangen der mich Röntge weil er einen Bruch vermutute. Das wurde dann ausgeschlossen und er verpasset mir einen Zinkleimverband und ein Antibiotika wegen des Stichs. Als das alles nicht half und er bei meinem nächsten Besuch eher ratlos wirkte, entschied ich eine weitere Meinung einzuholen. Dieser vermutete dann einen Stressbruch bedingt durch meinen Knick-Senk-Spreiz-Fuß(den wohl fast jeder hat) und der Überlastung durch den Sport und schickte mich zum MRT (das Erste von etwa 10 Insgesammt bis heute). Außerdem hat er mir einen Airwalker verordnet den ich dann für ca. 3 Monate trug. Das MRT zeigte eine große Entzündung im Bereich des 5. Grundgelenks mit Weichteil beteidigung und auch der Knochen und die Knochenhaut waren entzündet. Es folgten Homäopathische Entzündungshemmende Spritzen und Elektrobehandlung und Physiotherapie. Es wurde zwar etwas besser, aber von schmerzfrei noch weit entfernt!
      In den darauffolgenden Jahren gab es viele Untersuchungen und ärztliche Meinungen, jede Menge Physioterapie, Einlagen für die Schuhe, etc. aber nichts brachte eine wesentliche Besserung. Auch die Vermutung eines Morbus Sudek stand im Raum, aber die hat der Neurologe nach seiner Untersuchung ausgeschlossen. Auch Rheuma hat der Rheumatologe ausgeschlossen. Erst als mir ein Orthopäde auf meinen Wunsch Cortison direkt ins Gelenk spritzte fand eine annehmbache Besserung Statt. Und trotzdem, da war inner eine kleine Stelle die mir beim Gehen unangenehm war. Das war dann auch die Zeit als mir mein Orthopäde sagte, dass ich versuchen soll den Zustand so hinzunehmen und das er sehr zufrieden ist weil es ja soooo viel besser geworden ist als im Vergleich zu dem wie ich zu ihm kam. Er selbst sei mit seinem Latein am Ende und ich bräuchte nicht mehr zu ihm zu kommen. Ich habe dann ein 3/4 Jahr versucht diesen Zustand zu akzeptieren bis es dann doch wieder schlimmer wurde. Also bin ich doch wieder zu dem Orthopäden gegangen und der überweiste mich in die Sportorthopädie einer Klinik. Der Arzt der mich dort behandelte schickte mich dann zu nächst wieder mal zum MRT und stellte dann fest, welch überaschung, dass ich eine große Entzündung, wahrscheinlich durch überlastung, an meinem 5. Grundgelenk am rechten Fuß habe. Er stellte mich zwischen die Wahl einer Operation, wo die Fehlstellung des Spreizfußes (5. Zeh) korrigiert wird oder einer Eigenblut Therapie, die nicht nur wahnsinnig Teuer sondern auch erst nach etwa 4-6 Monaten eine Besserung zeigen würde. Durch den Leidensdruck den ich damals 2018 hatte entschied ich mich für die OP. Diese ist zum Glück gut gelaufen, aber auch hier spürte ich schnell, dass sie nicht den gewünschten Effekt hatte. Auch mein Operateur gab mir schnell zu verstehen, dass er nicht mehr weiter wusste und so verabschiedete ich mich auch von diesem Arzt.
      Dann stand ich wieder da und fühlte mich alleingelassen mit meinen Schmerzen und halb verweifelt. Sicher kennt der ein oder andere es Jahrelang Schmerzen zuhaben und den Alltag eher schlecht als recht bewälltigen zu können ohne zu wissen was überhaupt der Grund dafür ist und ohne Hoffnung auf Besserung eben weil niemand weiß was die Ursache ist.
      Anfang 2019 fing dann auch der große Zeh am linken Fuß und das Knie am rechten Bein an Weh zu tun. Im zweiten Quartal 2019 war ich dann nochmal beim MRT um den aktuellen Zustand zusehen - diesmal mit beiden Füßen. Dieser zeigte diesmal eine Entzündung des gesammten Strangs des linken 4. Zehs und eine Diffuse Entzündung des Grundgelenkes und der Sesambeinchen des großen Zehs am linken Fuß. Als ich im Anschluss ein Gespräch mit der Radiologin hatte, sagte Sie, dass ich Ihrer Meinung nach Rheuma habe. Als ich Ihr mitteilte, das Rheuma bei mir bereits ausgeschlossen wurde sagte Sie es könnte auch eine Psoriasis Arthitis sein. Ich habe mich dann im Internet mal eingelesen und mich in jedem Artikel den ich las wiedergefunden. Daraufhin vereinbarte ich wieder einen Termin beim Rheumatologen. Dieser befragte mich zunächst ob ich oder meine Familienmitglieder Psoriasis haben. Dies verneinte ich. Soweit ich weiß ist keine Schuppenflechte in meiner Familie bekannt. Als er jedoch meinen Fuß untersuchte und meine Wurstzehe sah, stimmte er der Diagnose PSA zu, da die Wurstzehe wohl ein eindeutiges Anzeichen dafür ist.
      Sicher könnt Ihr verstehen, dass ich zunächst total erleichtert war, dass das Übel endlich nach 3 Jahren unklaren Schmerzen endlich einen Namen hat. Der Rheumatologe hat mir MTX verschrieben und ich hab zwar angefangen es mir zu spritzen (bisher erst einmal) aber eigentlich graut es mir davor. Vorallem natürlich wegen den Nebenwirkungen die im Beipackzettel stehen, aber ich  Frage mich auch was ich nehmen soll wenn ich mal Fieber oder Kopfweh habe (bisher hab ich immer Ibuprofen genommen). Auch soll ich jetzt gar keinen Alkohol mehr trinten? Nicht dass ich regelmäßig oder gar täglich was trinken würde, aber hin und wieder bei einem Schwätzchen mit meiner Freundin ein-zwei Gläßchen Sekt oder ein Feierabendbier mit meinem Mann waren immer gemütlich. Insgesammt fühle ich mich bisher sehr schlecht informiert und aufgeklärt...
      Ich bin gespannt was die Zukunft bringt und auf eure Reaktionen zu meiner Geschichte.
      Noch ein Tipp am Schluss: ich war gerade zwei Wochen mit meiner Familie in Spanien am Meer und hab das als totale Wohltat empfunden. So wenige Schmerzen hatte ich schon seit langen nicht mehr! Das Klima, der warme Sand und das kühle Meer... Einfach himmlisch. Also alle Leidgeplagten, ab in den Süden ;-))
      Viele Grüße, eure Claudia
    • UrmelSC
      By UrmelSC
      Hallo in die Runde,
      Ich bin seit etwa drei Jahren mit sehr wechselvollen Erfolgen wegen PSA in Behandlung. Bei mir steht vor allen Dingen der Befall der Sehnen und Sehnenansätze im Vordergrund. Leider wird die Krankheitsaktivität vom behandelnden Rheumatologen immer sehr heruntergespielt und die Schmerzen in den Sehnen als sekundäre Fybromyalgie hingestellt. Ich habe mich daraufhin an einen, von meinem Rheumatologen selbst empfohlenen Schmerzarzt gewandt. Dieser bestätigte die Fibromaylgie nicht, meinte aber, die Sehnenproblematik wäre schwer zu behandeln und empfahl mir eine Kur, bei der ich ordentlich Physiotherapie bekomme und mit den Schmerzen umgehen lerne. Ich hatte zwar keine Hoffnung, dass es mit der Kur klappt, da meine letzte Reha erst 3 Jahre her ist, aber ich bekam doch eine Bewilligung. Doch nun der Schock … es soll in eine Klinik für hauptsächlich psychische Krankheiten gehen, nach Bad Berleburg!!! Das ist eigentlich das letzte was ich brauche !
      Die Klinik hat folgende Indikationen zur Einweisung…
      Im Rahmen einer Rehabilitationsbehandlung werden Patienten mit diesen Krankheitsbildern aufgenommen:
       
      Psychische Erkrankungen
      Depressionen, Angsterkrankungen, Burnout-Syndrom, Panikattacken, Phobien, Überlastungsreaktionen, Anpassungsstörungen u.a. Somatoforme Störungen
      Funktionelle Störungen (Herz, Darm, Haut etc.), Erschöpfungszustand Essstörungen
      Anorexia nervosa, Bulimie, binge-eating, extremes Übergewicht Hauterkrankungen
      bei deren Auslösung oder für deren Bewältigung psychische und soziale Faktoren eine maßgebliche Bedeutung haben  oder wo eine psychische Komorbidität besteht. Persönlichkeitsstörungen,
      insbesondere Borderline-Persönlichkeitsstörung. Psychiatrische Erkrankungen
      Schizophrene Psychosen, bipolare Störungen, schizoaffektive Erkrankungen, die nicht des geschützten Rahmens einer geschlossenen Station bedürfen und ausreichende Belastungsfähigkeit für eine Rehabilitationsbehandlung aufweisen. Das ist doch alles völlig falsch für mich. Was kann ich tun, um in eine andere Rehaklinik zu kommen, an wen muss ich mich wenden?
      Ich wäre dankbar für jeden Tipp, bevor ich mich an den Rentenversicherungsträger wende!!!
       
       
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