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LE0NIE

Ich komme nicht klar...

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LE0NIE

Hallo..

Ich bin neu hier..

Ich bin fast 17 Jahre alt und habe meine Schuppenflechte nun schon seit 13 Jahren.

Ich komme immer noch nicht mit ihr klar. Ich bin oberflächlich gesehen immer die Coole, niemand kann mir was antun.

Aber innerlich könnte ich wegen jedem dummen Blick schon losheulen.

Ich weis nicht warum, ich rede da auch eigentlich mit niemandem drüber, aber ich komme mit meiner pso einfach nicht klar.

Es ist eigentlich nicht so schlimm.. Ich habe es ziemlich unter Kontrolle.. Trotzdem gehe ich NIE schwimmen. Man würde meine pso sehen.

Ich kleide mich immer so dass man am besten nichts von meiner Schuppenflechte sieht.

Ich öffne mich auch niemandem groß.. Ich traus mich einfach nicht.

Ich denk mir immer, dass des doch niemand sehen will und sowas.

Ich weis einfach nicht wie ich klarkommen soll.

Vielleicht könnt ihr mir irgendwie helfen?

Liebe Grüße, Leonie.

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killamuckel

Hallo liebe Leonie!

Erstmal herzlich Willkommen hier, du wirst hier sicher gut aufgehoben sein, denn viele können deine Verzweiflung hier verstehen!

Auch ich kann nachvollziehen, das du mit der Krankheit nicht zurecht kommst.

Ich muss ehrlich zugeben das auch ich das nicht schaffe!

Ich kann mich auch niemandem öffnen und sitze oft Abends alleine zuhause und heule vor mich hin. :huh:

Ich glaube sicherlich auch, dass das ein bisschen was mit dem Alter zu tun hat.

Du schreibst du bist (noch) 16 und deshalb sicher grade mitten in der Pubertät. Das macht alles sicherlich doppelt so schwer.

Ich würde dir gerne helfen, doch wie ich schon sagte komme auch ich nicht richtig zurecht, auch ich war seit min. 2 Jahren nicht mehr schwimmen. :(

Ich drücke dir aber die Daumen, das es dir mit der PSO bald besser geht und du irgendwann mal damit "klarkommst"!

Vielleicht tut es dir, wie mir auch, auch einfach gut hier zu sehen, das man mit seinen Problemen nicht alleine ist!:)

Ich grüß dich ganz lieb

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MaMöLena

hallo leonie, herzlich willkommen! ich bin auch noch recht neu hier, aber ich finde auch, dass du hier super aufgehoben bist.

ich hab meine pso jetzt auch 13 jahre. allerdings habe ich den ersten schub mit 14 gehabt. ich weiß wie es sich anfühlt und wie es dir geht. eigentlich ist jetzt die zeit, in der du dich finden solltest und austoben solltest, aber du kannst es nicht. die angst vor ablehnung ist viel zu groß.

weißt du, ich könnte heute noch weinen, wenn mich jemand so angeekelt anschaut oder mich mit dummen sprüchen oder dummen binsenweisheiten belabert, allerdings mehr aus wut. mittlerweile habe ich verstanden, dass ich anders bin und niemals so leben kann wie andere leute. ich sage mir aber oft, dass es menschen mit viel schlimmeren schicksalen gibt.

wissen denn deine freunde dass du pso hast? oder versteckst du das auch vor denen? ich konnte es damals nicht verbergen, da 90 % meines körpers "geblüht" haben. ich habe denen gesagt, dass ich krank bin und dass es für mich die hölle ist. und sie haben eigentlich auch begriffen, dass ich trotzdem noch die selbe bin und haben mich trotzdem noch gemocht. das mit dem schwimmen und den kurzen hosen ist so eine sache, an der muss man arbeiten. ich selbst bin allerdings auch noch nicht an dem punkt angelangt, an dem ich da kluge ratschläge geben kann, denn ich bin auch nicht der typ, der seine "makel" zeigt. obwohl alle meine freunde und bekannten wissen (denn sie sehen es ja), dass ich nunmal eben so bin.

mit den jungs das ist auch so ne schwierige sache... aber ich kann dir sagen, auch unter denen gibt es welche, die absolut unbeeindruckt von deinen "stellen" sind und sie gar nicht wahrnehmen werden.

vielleicht ist dir das ein winziger trost.

ich grüße dich ganz lieb,

lena

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Cantaloop

Hallo Leonie,

das ist nicht ganz einfach, Dir in Deiner Situation einen guten Rat zu geben. Ich habe PSO erst bekommen, als ich 35 war. Auch da war ich verzweifelt. Aber: Ich habe gelernt, die Krankheit zu akzeptieren. Es bleibt einem nichts anderes übrig.

Mein Rat an Dich: Wenn bei Dir die PSO noch so offensichtlich ist, dann hast Du nicht alle möglichen Therapien ausprobiert. Da geht noch einiges. Wende Dich an Deinen Arzt.

Der 2. Rat: Ich hab festgestellt, dass "die anderen" Leute gar nicht so genau hingucken, wie man selbst meint. Und wenn, dann rede ich mit denen (wenn mir die Leute wichtig sind). Ja, das ist Schuppenflechte. Nicht ansteckend, leider nicht heilbar. Aber ansonsten bin ich gesund. Dann kommen noch 2 oder 3 Nachfragen. Das wars. Den meisten Leuten ist es egal, dass ich ein Schuppi bin. So wird das auch bei Dir sein!

Auch meine Freundin akzeptiert mich so wie ich bin. Denn Schuppenflechte ist nur oberflächlich. Den wahren Wert eines Menschen machen andere Sachen aus.

Also: Auf zum Arzt - die nächste Therapiestufe zünden. Und dann geh offensiver mit Deiner Krankheit um. Du wirst merken, die Leute sind nur neugierig. Wer Dich wirklich mag, dem macht das nichts aus.

Also: Nicht aufgeben. Ich drücke Dir die Daumen.

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malgucken

Ja, Leonie,

so wie Cantoloop schrieb, würde ich vorgehen. Ein bisschen schwierig könnte es werden, weil du noch so jung bist. Aber gib nicht auf.

Und für dein Selbstbewusstsein hast du auch uns. ;) Wir verstehen deine Scham, weil viele von uns dasselbe erleben/erlebten.

Vielleicht hilft dir der Austausch im Forum - das Ausquatschen über die Probleme - mit unserer Krankheit besser umzugehen.

Im Bekanntenkreis hab ich wenige Personen, denen ich so genau erzählt habe, wie ich mich fühle. Einfach, weil ich andere nicht damit belasten wollte und mir auch kaum vorstellen kann, dass ein Nichtbetroffener das Ausmaß der Einschränkung nachvollziehen kann. Es hat mir sehr geholfen, hier zu sein und meine Sorgen loszuwerden.

Also, Leonie, machs dir hier gemütlich. ;):D

Wir sind für einander da. Abgewandelt könnte man sagen: in schlechten und in guten Zeiten. :)

Grüße von

Kati

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f.j.neffe

DU bist der Chef aller Deiner Kräfte, Organe, Zellen usw. Du machst aber dauernd die Psoriasis zur Chef und sagst: "Was sie macht gilt, ich trau mich nicht der Chef meiner Lebenskräfte zu sein."

Ich könnte Dir jetzt mit einem kleinen Suggestionsexperiment zeigen, wie Deine Kräfte auf mich hören. Sie würden das ohne weiteres tun, weil ich a) sie besser behandle als Du und B) weil ich das als Chef mache. Beides kannst Du ohnes weiteres auch. Sofort. Du kannst sofort die Weichen neu stellen für eine neue Entwicklung.

Dafür musst Du aufhören eine Statistenrolle in Deiner Lebenfirma zu spielen. Deine Kräfte fragen sich schon 13 Jahre: "Wo ist die Chefin? Warum taucht sie nie auf? Warum sagt sie uns nicht endlich, was wir für sie tun sollen? Es ist doch unser ganzer Lebenssinn, alles für sie zu tun! Warum beschert sie uns nicht endlich ein sinnvolles Leben?"

Eine sehr schnell und tief wirkende Anleitung, mit seinen Kräften gut umzugehen ist Coués Autosuggestion. Die tät ich mir mal genau anschauen. Ein kleines Büchlein, das Du für ein paar € in jeder Buchhandlung bekommst. Der Sprachtherapeut Erwin Richter, bis zum 27.Lebensjahr selbst schwerer Stotterer, hat damit sein Stottern beendet und nebenbei verschwand auch die ärztlicherseits für unheilbar erklärte Schuppenflechte.

Damit Du auch über den Körper etwas für die Lösung tun kannst, mach täglich wenigstens einmal diese Übung: Rücken rund machen - an die Türkante lehnen - in die Knie gehen - Becken immer wieder vor und zurück bewegen - dabei Rücken rauf/runter an der Kante abrollen.

Das löst u.a. die Blockade des Nervs am 9.BW, über den die Nebennieren gesteuert werden sollen, die das Kortisol für Deine Haut produzieren sollen. Guten Erfolg!

Franz Josef Neffe

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Sponk-Mo

Hi,

ich schreibe auch nach 3 Jahren lesen dieses Forums mal einen Beitrag, da ich gerade bei dem Thema Psyche und PSO angelangt bin.

Versucht habe ich schon mehreres in meinen 5 Jahren der PSO. Jedoch habe ich bislang immer nur das Symptom auf Schärfste bekämpft. Tabletten, Salben was herging um die Flecken weg zu bekommen. Aber eines habe ich noch nicht versucht -> Die Antwort auf die Frage "Warum hab ich das Zeug eigentlich ?" habe ich noch nicht versucht zu finden. Auch ich bin verzweifelt und habe alles und jeden für meine "Krankheit" verantwortlich gemacht, nur nicht mich selbst.

Vor kurzem bin ich näher auf die Psychosomatischen Ansätze gekommen und ja ich weiss, es wird Leute geben, die halten das alles für Humbug, Scharlatanerei und Ähnliches.

Vielleicht helfen dir aber Fragen wie "Wovor verschliesse ich mich?" oder "Was möchte ich abwehren, bzw. was wehre ich ab, obwohl es vielleicht gar nicht notwendig ist, das abzuwehren ?" "Was lasse ich nicht (mehr) in meine Welt rein ?".

Wenn wir so weitermachen wie bisher, was anscheinend auch keine Dauerlösung ist, und schon gar nicht die PSO heilt, dann versuchs mal auf eine andere Art :daumenhoch: .

PSO ist optisch nicht das Schönste, was es gibt, aber wer kann behaupten, dass er völlig gesund ist ??? Auch diese Zeit wird vorbei gehen. Schau auf das, was Positiv ist und was du noch alles machen kannst.

Vielleicht haben die Worte etwas helfen können.

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Claudia
Vor kurzem bin ich näher auf die Psychosomatischen Ansätze gekommen und ja ich weiss, es wird Leute geben, die halten das alles für Humbug, Scharlatanerei und Ähnliches.

Psychosomatische Ansätze sind für mich weder Humbug oder Scharlatanerei. Was mancher (manchmal selbst ernannte) Therapeut draus macht - das kann Humbug oder Scharlatanerei werden. Muss es aber nicht zwangsläufig.

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Kuno

Liebe Leonie, auch ich begrüße Dich hier im Psoriasisnetz und hoffe, dass es Dir gute Dienste leisten wird: Du kannst hier viel erfahren, was die Psoriasis betrifft. Du befindest Dich in einem virtuellen Raum mit Menschen, denen es ähnlich geht. Du kannst hier viele Dinge mitbekommen, wie Menschen mit ihrer Psoriasis leben.

Der virtuelle Raum kann sich auch schnell in einen realen umwandeln. Ich hatte schon mehrfach die Möglichkeit an Treffen des netzwerks teilzunehmen. Es hat gut getan mit anderen zusammen zu sein, denen es ähnlich geht. Wir haben uns ausgetauscht, haben aber auch andere nette Dinge getan, die mit Pso gar nichts zu tun haben.

Zur Psychosomatik. Ich würde nicht so weit gehen, die Psoriasis als psychosomatische Krankheit im engeren Sinne zu betrachten. Allerdings sind wir ja alle ganze Menschen mit Leib und Seele / Geist.In einer solchen Einheit wirkt alles zusammen und beeinflusst sich gegenseitig. Und nicht wenige von uns haben das ja durchaus auch erlebt, dass z. B. Stress die Psoriasis negativ beeinflusst hat.

Schau Dich hier um. Hoffentlich findest Du hier etwas, das es Dir auf lange Sicht leichter macht mit Deiner Situation umzugehen, so wie sie nun einmal ist. Hoffentlich fühlst Du Dich hier auch ein wenig wohl!

Ganz herzliche Grüße von Kuno

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renyo11

hallo!

ich bin auch neu hier, bin 42 hatte aber dieselben probleme wie du, ich erinnere mich genau.

ich werde dich nicht troesten oder bedauern, sondern dir hilfe anbieten. das ist wichtig, weiter nichts.

ich habe damals bilder von mir gemacht, sie angeschaut und ueberlegt wie ich ueber einen menschen denken wuerde der solche hautprobleme hat.

weisst du was: ich fand es nicht schlimm und es hat mich nicht gestoert.

ich habe mich auch in deinem alter intensiv beobachtet- wann tritt die schuppenflechte staerker auf.-wann nicht.

in dieser zeit habe ich festgestellt das jeder weichspueler meinen ganzen koerper mit schuppigen flechten uebersaeht. seit ich nie mehr weichgespueltes trage habe ich die flechte "nur noch" am kopf und an den gelenken.

bitte beobachte dich genau, du kannst auf jeden fall deine haut verbessern, es sind viele kleine sachen die bei mir geholfen haben.

also, falls du fragen hast frag. und sei stark

einen schoenen tag

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cyberlion

Hallo liebe Leonie,

auch ich kenne sehr gut das Gefühl wie verzweifelt man sein kann, wenn diese Erkrankung bei einem ausbricht und man sich fragt wieso Ich. Bei mir brach diese Krankheit im Oktober 2007 im Alter von 30 Jahren aus und damals wusste ich nicht was da mit mir passiert und ich hatte anfangs auch keinen guten Arzt der mich darüber aufgeklärt hätte. Ich konnte mich anfangs keinem Menschen anvertrauen, weil ich ständig gedacht habe, die finden mich abstoßend oder werden mich aufgrund meiner Erkrankung dissen. Bis ich dann durch Zufall hier unsere Community gefunden habe, in der ich auf herzlichste Weise aufgenommen wurde und man mir jede Frage zu dieser Erkrankung beantwortet hat.

Auch ich bin anfangs nie gerne rausgegangen und habe jedes kurze Oberteil oder Hose gemieden. Inzwischen muss ich zugeben, habe ich mich eigentlich immer vor mir selber versteckt. Klar haben Leute auch schon blöd geglotzt, wenn ich es mal wieder schlimm im Gesicht hatte. Und sollten Sie zu lange geschaut haben, habe ich irgendwann gesagt:" Wollen SIe ein Foto von mir haben oder was fasziniert Sie so an mir. Manchmal habe ich mir auch gewünscht, dass die Leute einfach mal fragen würden und man könnte denen das erklären. Denn hin und wieder gab es welche die fragten und nachdem ich es erklärt habe, waren die Leute immer ganz nett und verständnisvoll. Es wird immer blöde Typen geben, die einen blöden Spruch raushauen, aber eigentlich sind die Menschen die sich so verhalten nur erbärmlich.

Bei mir bin ich mir ziemlich sicher das die PSO durch meine psychische Vorerkrankung begünstigt wurde. Und umgekehrt ging es mir im Laufe der letzten Jahre immer schlechter. Und ich habe mich auch nicht ins Schwimmbad getraut, anfangs, denn ich dachte es käme ein Bademeister und schmeißt mich achtkantig wieder raus. Nachdem es mit meinen Depressionen aufgrund von Arbeitslosigkeit immer schlechter wurde bin ich letztes Jahr in eine Klinik zur deren Behandlung gegangen. Und man bat mir an mit einer Gruppe von anderen Mitpatienten regelmäßig in ein öffentliches Schwimmbad zu gehen.

Anfangs war ich total skeptisch und hatte riesige Angst davor mitzugehen. Vor allem davor was auch die Mitpatienten denken wenn Sie das ganze Ausmaß meiner Schuppenflechte sehen könnten. Im Oktober war ich noch bis zu 85% des Körpers erkrankt. Aber schon als wir das Erste Mal in das Vereinsschwimmbad fuhren in das wir anfangs ausweichen mussten, hat keiner der Mitpatienten irgendwas gesagt oder getan. Alle waren total verständnisvoll. Sogar bei verschiedenen Spielen etc. im Wasser gab es von Seiten der anderen keine Berührungsängste, obwohl wir zu dem Zeitpunkt uns erst 3 Tage kannten.

Als wir dann später in das große Öffentliche Spaßbad bei uns ihm Ort fuhren hatte ich nochmal kurz Bedenken, weil dort über 100 Badegäste und auch mehrere Bademeister sind. Bin erst langsam ins Schwimmbad rein, aber es geschah absolut nichts. Es gab keine blöden Blicke, keine dummen Kommentare und ich konnte mich absolut frei dort bewegen.

Und jetzt nachdem ich für drei Monate in der Klinik war, kann ich sagen ich habe wieder mehr Selbstbewusstsein bekommen, weil ich jetzt angefangen habe mit und nicht gegen meine Krankheit zu leben. Ich gebe nicht mehr viel darauf ob jemand blöd schaut oder was dummes sagt. Und ich kann sagen, das ich zu diesem Zeitpunkt keine einzige schuppende Stelle am Körper habe. Die Haut wo die Stellen vorher waren sind zwar nicht gerötet und ich creme diese auch noch ständig ein, aber mein Hautbild hat sich seitdem es mir psychisch besser geht und ich gelernt habe mit der Pso zu leben um fast 100 % gebessert. Egal wie sich der Zustand der Haut in den nächsten Wochen verändert, ich freue mich darauf, wenn ich endlich Kurze Hosen und Oberteile tragen kann. Denn ich stehe jetzt vollends zu meinem Körper.

Ich wünsche dir von Herzen, das auch du bald den Mut hast, trotz deiner Krankheit dich so zu zeigen wie du bist und auf die Leute zugehst die dir blöd kommen und denen selbstbewusst gegenüberstehst und na und ich bin halt so sagst. Denn auf das was es bei einem Menschen ankommt sind die inneren Werte, nicht die Hülle außen drum. Menschen die andere nur über das Äußere definieren sind einfach nur oberflächlich und dumm. Versuche deine innere Stärke zu finden. Und dich trotz oder gerade wegen der Krankheit zu lieben. Jeder Mensch ist etwas besonderes. Und glaub mir es gibt keinen Menschen der unfehlbar ist, irgendwo hat jeder einen Makel. Denn die Leute die auf anderen rumhacken versuchen nur Ihre eigenen Schwächen zu übertünchen. Die Stärke liegt in dir. Ich hätte es auch nicht vor drei Monaten gedacht, das ich aus der Klinik so gestärkt entlassen werde. Deine Freunde werden dich genau so mögen wie vorher, ansonsten sind es keine wahren Freunde. Ich hab durch meine neue Offenheit eher noch mehr Freunde hinzugewonnen.

Ich wünsche dir nur das Beste und stell dich der Krankheit.

Viele liebe Knuddelgrüße

Andrea

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malgucken

Hallo Andrea,

ich finde es klasse, wie du mit der Pso gelernt hast umzugehen. :daumenhoch:

Den Mut, stark befallen ins Schwimmbad zu gehen, hatte ich nie. Vielleicht hätte wirklich niemand blöd reagiert. Nur - mir fehlte der Mut.:(

Anfangs schämte ich mich für die Pso auch kaum. Bei mir kam die Scham mit zunehmenden Befall, gepaart mit Verzweiflung, weil sich nichts besserte. Die Haut wurde stetig - bis auf Ausnahmen - schlechter.

Zwei Sachen waren meine Meilensteine auf dem Weg zur Bewältigung: die richtige Therapie und unser Forum. :daumenhoch:

Weiterhin viel Mut und Kraft wünscht dir

Kati :)

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LE0NIE

Danke dass ihr mir alle so fleißig geantwortet habt.

Ich finde es schon sehr aufmunternd zu wissen, dass ich nicht alleine bin mit meinen Problemen und dass ihr mir hier so helft.

Ich nehme mir eure Ratschläge zu Herzen und vielleicht komme ich so bald auf den Weg der Besserung und zu mehr Selbstbewusstsein. :)

Vielen Dank, Leonie.

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malgucken

Ja, Leonie, vielleicht oder sollte ich sagen: hoffentlich helfen dir unsere Meinungen hier. ;)

Im Forum bist du gut aufgehoben und ich wünsch dir, dass es dir auch weiterhilft, wie mir. :daumenhoch:

Liebe Grüße

Kati

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Bibi

hallo, LEONIE und auch an alle anderen, die noch nicht so lange hier sind - ein herzliches Willkommen.

Hier könnte ihr euch tagelang durch sämtliche Themen durchlesen und vielleicht ist der eine oder andere Tipp für euch dabei, der euch hilft.

Ich konnte die Pso auch lange nicht akzeptieren und habe mich immer versteckt bezüglich Kleidung usw. Es wurde so schlimm, dass ich kaum noch unter Menschen gehen mochte. Ging aber nicht, denn ich war ja berufstätig. Es ging mir damals sehr schlecht, aber ich habe mir Hilfe gesucht. Den Anfang hat das grosse Event in Berlin gemacht, einige Betroffene kannte ich schon aus dem Chat und per P.N. - das hat mir die Augen geöffnet - und ich wurde langsam immer freier und selbstbewusster.

Es war für mich ein grosser Schritt, aber ich weiss, dass ihr das auch schafft :daumenhoch:

Begleitend sind gute Ärzte, auch da muss man manchmal lange suchen. Ich kann euch wirklich nur den Rat geben, nicht aufzugeben.

Ich wünsche euch viel Kraft und Durchhaltevermögen -

nette Grüsse sendet - Bibi -

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Guest bruno1234

Vorneweg liebe Leonie, würde ich Dir empfehlen, Deine Pso ganz einfach nicht als eine scheußliche Kranheit wahrzunehmen, sondern sie zu akzeptieren. Du hast sie, andere nicht, Punkt. Da sie auch genetisch weitergegeben wird, weiß man nicht wie sie sich manifestiert. Dann würde ich Dir empfehlen, zu lernen, sie nicht mit allen Mitteln zu verstecken, sondern sie da wo es sich eben zeigt, auch der Öffentlichkeit preis zu geben. Mache es Stück für Stück. Dabei lernst Du mit Deinem Schamgefühl (das unnötig ist) anderen gegenüber umzugehen. Es würde Dir immens helfen, mal unter ebenso Betroffenen unbekleidet oder im Bikini zu sein.

Wenn die Kasse keine Kur am Toten Meer zahlt, versuche als Selbstzahler mit einer Reisegruppe zu gehen. Da sind im Solarium Männer und Frauen getrennt, alle nackt. Da wirst Du auch erkennen, daß es viele Menschen gibt, die es noch schlimmer haben. Das gibt WIR Gefühl, Du bist nicht alleine. Allerdings solltest Du auch die Kraft aufbringen können, keine Angst davor zu haben daß es auch bei Dir schlimmer werden kann. Ich erinnere mich, daß ich nach meinem ersten Toten Meer Aufenthat vor vielen Jahren gedacht habe: Weshalb mache ich mir Gedanken, mein Gott da gibt es Menschen die sind schlimmer dran. Das schöne daran war, daß ich 7 Jahre erscheinungfrei war. Es gibt heute so viele Arzneimittel und Salben, Anwendungen und Möglichkeiten damit zu leben. Jeder gute Hautarzt kennt das.

Du mußt Dich natürlich, wenn Fremde die diese Krankheit nicht kennen, schon darauf einrichten daß irgendwelche Leute verständnislose oder blöden Kommentare von sich geben. Aber das passiert jedem von uns. Ist bei mir von eigenen Verwandten passiert. Ich lebe noch. Bin auch mal von einer Therme rausgeflogen, bloß weil sich jemand beschwert hat. Dann bin ich eben wo anders hingegangen. (Hatte aber den Bademeister vorher aufgeklärt.) Aber der wusste nicht wie er sich verhalten soll. Das gehört zum Leben, es gibt wirklich schöneres und besseres, als sich nur wegen der Psori zu grämen.

Ich wünsche Dir viel Kraft, Du wirst es bestimmt schaffen, so wie wir anderen auch damit umzugehen. Ich glaube auch, daß Dir geholfen werden kann.

gruß bruno

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Pusteblümchen

Vorneweg liebe Leonie, würde ich Dir empfehlen, Deine Pso ganz einfach nicht als eine scheußliche Kranheit wahrzunehmen, sondern sie zu akzeptieren. Du hast sie, andere nicht, Punkt. Da sie auch genetisch weitergegeben wird, weiß man nicht wie sie sich manifestiert. Dann würde ich Dir empfehlen, zu lernen, sie nicht mit allen Mitteln zu verstecken, sondern sie da wo es sich eben zeigt, auch der Öffentlichkeit preis zu geben. Mache es Stück für Stück. Dabei lernst Du mit Deinem Schamgefühl (das unnötig ist) anderen gegenüber umzugehen. Es würde Dir immens helfen, mal unter ebenso Betroffenen unbekleidet oder im Bikini zu sein.

Wenn die Kasse keine Kur am Toten Meer zahlt, versuche als Selbstzahler mit einer Reisegruppe zu gehen. Da sind im Solarium Männer und Frauen getrennt, alle nackt. Da wirst Du auch erkennen, daß es viele Menschen gibt, die es noch schlimmer haben. Das gibt WIR Gefühl, Du bist nicht alleine. Allerdings solltest Du auch die Kraft aufbringen können, keine Angst davor zu haben daß es auch bei Dir schlimmer werden kann. Ich erinnere mich, daß ich nach meinem ersten Toten Meer Aufenthat vor vielen Jahren gedacht habe: Weshalb mache ich mir Gedanken, mein Gott da gibt es Menschen die sind schlimmer dran. Das schöne daran war, daß ich 7 Jahre erscheinungfrei war. Es gibt heute so viele Arzneimittel und Salben, Anwendungen und Möglichkeiten damit zu leben. Jeder gute Hautarzt kennt das.

Du mußt Dich natürlich, wenn Fremde die diese Krankheit nicht kennen, schon darauf einrichten daß irgendwelche Leute verständnislose oder blöden Kommentare von sich geben. Aber das passiert jedem von uns. Ist bei mir von eigenen Verwandten passiert. Ich lebe noch. Bin auch mal von einer Therme rausgeflogen, bloß weil sich jemand beschwert hat. Dann bin ich eben wo anders hingegangen. (Hatte aber den Bademeister vorher aufgeklärt.) Aber der wusste nicht wie er sich verhalten soll. Das gehört zum Leben, es gibt wirklich schöneres und besseres, als sich nur wegen der Psori zu grämen.

Ich wünsche Dir viel Kraft, Du wirst es bestimmt schaffen, so wie wir anderen auch damit umzugehen. Ich glaube auch, daß Dir geholfen werden kann.

gruß bruno

:daumenhoch:

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cyberlion

Hallo Andrea,

ich finde es klasse, wie du mit der Pso gelernt hast umzugehen. :daumenhoch:

Den Mut, stark befallen ins Schwimmbad zu gehen, hatte ich nie. Vielleicht hätte wirklich niemand blöd reagiert. Nur - mir fehlte der Mut.:(

Hallo Kati,

der Mut kam auch nicht so von alleine. Den musste ich mir hart erarbeiten. Aber aufgrund zweier Tatsachen wurde es mir ein Stück leichter gemacht mir ein Herz zu fassen und mutiger zu werden. Erstens das Schwimmen wurde mir damals von meinem Therapeuten in der Klinik angeboten ohne dass einer des Personals dort Bedenken hatte, denn der Pflege hatte ich meine befallenen Arme und Beine gezeigt. Sie fragten nur ob denn das mit dem Chlorwasser ginge, da sagte ich man kann es ja zumindest ausprobieren. Zweitens wusste ich, dass im Hintergrund immer einer der Sport- und Bewegungstherapeuten mit dabei war, da wir außerhalb der Klinik in den Fällen beaufsichtigt wurden. 

Somit hatte ich schon mal etwas weniger Angst davor, es könnte ein Bademeister kommen und mich Achtkantig aus dem Schwimmbad hinausbefördern, was übrigens eine sehr große Angst war. Und dass Leute mich blöd anglotzen war mir schon vor meiner PSO bewusst, da ich eine Wirbelsäulenverkrümmung habe und zu dem noch übergewichtig bin. Klar ist mir das glotzen unangenehm, das ist auch noch nicht ganz weg, aber soll ich mir durch solche Menschen mein Leben weiterhin vermiesen lassen?  

Ich bin schon seit langer Zeit schwer depressiv gewesen. Und ich sage mir jetzt, entweder man mag mich so wie ich bin oder derjenige kann mir gestohlen bleiben.Wenn sich daran einer stört, ist das doch nicht mein Problem, oder? Geschämt habe ich mich mein ganzes Leben schon und wofür? Ich konnte mein Leben bisher nie richtig genießen.  Wahrscheinlich habe ich darum bisher nie einen Mann kennengelernt, weil ich mich immer versteckt habe und mir nichts zugetraut habe, aufgrund eines schlechten Selbstwertgefühls. Endlich sich selber wieder Vertrauen und Liebe schenken. Das ist echt traurig, das andere Menschen einem so sie Freude am Leben vermiesen können. Ich will in Zukunft versuchen mir nicht ständig Gedanken darum zu machen, was der mir gegenüber von mir und meiner Person und Verhalten denkt.

Zu Anfang sind wir auch paarmal in einem Vereinsbad gewesen, da ist sowieso weniger Publikumsverkehr. Des Weiteren gingen meine Mitpatienten völlig normal mit mir um und zeigten in der Sammelumkleide und bei Gemeinschaftsspielen im Wasser überhaupt keine Berührungsprobleme, obwohl wir uns grade 3 Tage kannten. Wir hatten eine Menge Spaß und ich wurde sogar umarmt von den Anderen wenn wir als Mannschaft gegen die restlichen 7-8 Mitpatienten gewonnen haben. Ich hab es anfangs auch nicht verstanden und war äußerst skeptisch und misstrauisch, dachte das läuft hier nicht normal, gut vielleicht hat der eine oder andere danach hinterm Rücken gelästert, sowas passiert schon mal, aber sonst waren alle aus der Schwimmgruppe sehr lieb und nett. Es gab halt andere auf der Station die mich nicht mochten, aber dann sicher aus anderen Gründen, denn die haben mich nicht im Badeanzug gesehen. Gut man konnte es erahnen wenn ich auf Station zum Duschen ging und den langen Bademantel anhatte (Einzelzimmer hatten kein eigenes Bad, nur Waschbecken „war ok“).

Der Eine oder Andere fragte später was ich denn hätte, aber eher aus Interesse und Neugierde, nicht weil derjenige sich davor ekelte.Ich setzte mich abends mit denen im Aufenthaltsraum gemütlich zusammen und habe denen erst mal von unserer Krankheit erzählt, wie es bei mir losging, wie ich damit lebe und meinen Alltag bestreite, danach habe ich Ihnen Zeit gegeben mir jede Menge Fragen zu stellen, was Sie auch taten. Ich fand es richtig toll, wie die darauf reagiert hatten. Manchmal dachte ich, das kann nur ein Traum sein, wach auf! Kritischer wurde es für mich kurzfristig, als es hieß in den nächsten Wochen ist dasVereinsbad belegt und wir fahren ins öffentliche Spaßbad. Da schlotterten mir nochmal die Knie. Ich kannte das Bad schon von früher, bevor ich erkrankte. Als wir da waren, traute ich mich kaum aus der Tür der Umkleidekabine zur Schwimmhalle. Ich bin geschlichen wie eine Schnecke, erst so 10-15 Minuten später wurde ich lockerer. Ich zuckte bloß noch einmal zusammen als ein Bademeister vorbeiging. Aber dann wurde ich entspannter.

Als wir in das Spaßbad gefahren sind wurde ich sogar noch ein bisschen mutiger, was ich nie von mir gedacht hätte. Und zwar folgendes, die haben dort Wasserrutschen von denen ich zwei schon gut kannte, das eine ist eine „Black hole“, das heißt eine stockdustere Röhre mit Lichteffekten etc. und die andere eine im oberen Teil durchsichtige Röhre. Haben beide Spaß gemacht, nun hatten die in der Zwischenzeit noch eine dritte Wasserrutsche „Turboröhre“ dazu gebaut. Ich bin dann die Treppen nach oben hochgestapft, nachdem ich die anderen Rutschen gerutscht bin, da standen einige Mitpatienten und der Betreuer wie die Ölgötzen vor dieser Rutsche und trauten sich nicht da runter zu rutschen. Gut ok, von oben sah das Gefälle schon recht fies aus. Hätte ich gezögert, hätte ich es vielleicht nicht getan. 

Ich entgegen meiner eigentlichen „Schisser-Mentalität“, derjenige der vor allem Angst hat, bin zielstrebig auf das Drehkreuz zu, durch und ohne viel nachzudenken, Augen zu, Luft anhalten und runter. Das Einzigste was ich dachte war:“Was soll dir schon schlimmes passieren, unten ist ja ein Auslauf und kein Becken“. Wow, kann ich sagen, das war wirklich "Turbo", etwa gefühlte 10 Sekunden später war ich schon unten. Ich bin in dem Moment ein großes Stück gewachsen, denn in dem Moment war ich sowas von stolz es getan zu haben und ich hatte sogar weniger Bedenken als der Betreuer „ NORMALO“, falls Ihr versteht wie ich das meine. Hab mich gefreut wie Hulle „Ich, Andrea, bin mutiger als der Sport-und Bewegungstherapeut, Yiiiiipppppiiiieeehhh!!!!“ 

Ich gleich nochmal hochgestapft und sprach die anderen an, dass das doch gar nicht so schlimm sei und selbst „Ich (Paniker hoch 3)“ es gewagt habe ohne nachzudenken da runterzurutschen. Nach einem längerem Gespräch mit denen, freute ich mich darüber 2 Mitpatienten und den Betreuer überredet zu haben es einfach zu wagen.Sie taten es dann auch und ich bin dann unmittelbar nach denen gerutscht. Unten angekommen habe ich die 3 dann gefragt, ob es denn nun wirklich so schlimm war, wie Sie es sich vorgestellt hatten. Alle antworteten mit Nein, gut ok ich kann natürlich nicht wissen was Sie gedacht haben. Ich freute mich jedenfalls das jemand auf mein zureden es einfach ausprobiert hat. Ich war endlich mal wieder glücklich. Ich freue mich schon darauf, wenn es wieder Frühling und Sommer wird, denn dieses Jahr wird für mich das erste Jahr sein in dem ich nicht auf kurze Hosenund kurze Oberteile verzichten werde. Und ich werde mal versuchen, die anderen Leute einfach glotzen zu lassen und mich nicht mehr darüber aufregen. Oder ich sage einfach: Wollen Sie ein (Beweis-)foto von mir haben? Ich bin nämlich super froh und glücklich, das sich mein Selbstbewusstsein ein ganzes Stück gebessert hat, zu dem hat sich inzwischen mein Hautbild verbessert und das gibt mir allen Grund zur Freude.

So nun ist aber Schluss, ich hab genug geredet.

Knuddelgrüße an alle Eure Andrea

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malgucken

Danke, liebe Andrea, für deine ausführliche Beschreibung. :daumenhoch:

Den (Mut) musste ich mir hart erarbeiten.

Das hast du. Ein tolles Beispiel, wie man lernen kann, mit der Pso besser umzugehen. Vielleicht sollte man sich doch Unterstützung von "außen" suchen, wenn man unsicher ist. So wie du es gemacht hast. :daumenhoch:

Liebe Grüße

Kati

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