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carpe_diem

Tipps beim Absetzen von Kortison?

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carpe_diem

Hallo ihr Lieben,

mich plagt seit ca. 1 Jahr die Psoriasis an der Kopfhaut, den Nägeln und dem Intimbereich (hauptsächlich Analregion).
Gottseidank noch in einer sehr leichten Form, jedoch bleibe ich realistisch und mache mir keine Illussionen - ich rechne einfach mit Allem, sprich Verbesserung aber auch Verschlechterung. Wenn ich mir Beiträge Anderer so lese, muss ich ja gestehen, dass ich mir selber etwas blöd vorkomme wenn ICH dann zum "jammern" anfange, da es manch Einem ja um vieles schlechter geht :(

Ich suchte nach längeren Selbstversuchen und einem fehlgeschlagenen Besuch bei einer Hautärztin dann letztendlich die Dermatologie in einem Krankenhaus auf, welches diesbezüglich einen sehr guten Ruf hat. Dort habe ich endlich mal kompetente Aufklärung erhalten und mir wurde Kortison verschrieben. Für den Kopf der "Clarelux-Schaum" und ein Anti-Pilz-Shampoo (vorsorglich 1x pro Woche), für die Nägel bekam ich "Psorcutan beta" und Intimbereich "Elocon Salbe", für die tägliche Pflege gab es dann noch die "Neriderm Salbe". Natürlich tritt sofortige Besserung, der Kopf ist sogar völlig Schuppenfrei und Symptomlos.

 

Letzten Donnerstag hatte ich nach 5 wöchiger täglicher Anwendung der ganzen Salben & Co Nachkontrolle. Der Arzt (ein Anderer als beim 1. Mal, leider der Nachteil im KH) meinte letztendlich aufgrund mündlicher Absprache (eine Untersuchung fand nicht statt ausser kurz ein Blick auf den schuppenfreien Kopf), dass die Nägel ohnehin NIE erscheinungsfrei werden und ich solle jetzt einfach mal alles abrupt absetzen! Auf meine Frage, dass dies ja angeblich nicht gut sei und man Kortison doch immer nach längerer Anwendung (was ja auch wieder ein dehnbarer Begriff ist <_< ) "ausschleichen" sollte.

Jetzt meine Frage an euch Erfahrenen, ist in meinem Fall ein ausschleichen wirklich nicht nötig, da ja klarerweise diese Art von Mitteln sehr niedrig in der Dosis sind, oder sollte ich dennoch die Salben etc. langsam absetzen????? Ich bin mir selbst wirklich sehr sehr unsicher und logisch betrachtet ist es ja egal WAS man dem körper in regelmäßigem Abstand zuführt - nimmt man es ihm abrupt weg reagiert er dementsprechend!?!?! Oder sehe ich das falsch????
Man hört halt immer nur dass man Kortison keinesfalls einfach absetzen soll wegen des Rückfalls aber ist das eben nur bei den Mitteln die man INNEN anwendet oder auch oberflächlich????

Lg

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Claudia

Fünf Wochen sind so irgendwo zwischen kurzfristig und langfristig, finde ich :) Ich würde trotzdem ausschleichen, zumal Du ein besseres Gefühl dabei hast, wenn ich das richtig lese.

Die Nägel sind wirklich ein Problem - da dauert es eeeeeeeeeeewig, bis etwas wirkt. Und erst, bis der kranke Nagelteil rausgewachsen ist. Da würde ich mich an Deiner Stelle von der ersten Ärztin noch mal beraten lassen.

Ich zitiere mal, was letztes Jahr auf der Fortbildungswoche der Hautärzte zum Thema Nägel gesagt wurde:

Nagel-Psoriasis

68% der Patienten mit Psoriasis Arthritis haben eine Nagel-Beteiligung, aber nur 40 Prozent bis 50 Prozent der Haut-Psoriatiker, so Dr. Marc Radtke. Eine schwere Nagel-Psoriasis könne man nur durch ein innerliches Medikament behandeln. Sonst solle man es gleich bleiben lassen, meinte Professor Abeck.

Für Patienten mit weniger schwerer Nagelbeteiligung gibt es eine Neuentwicklung, den Nagel-Lack Sililevo®. Der wurde in einer Studie erfolgreich an Patienten mit Psoriasis-Nägeln getestet. Der Nagellack ist frei verkäuflich. Wenn er aber allein nicht hilft, empfiehlt Professor Abeck eine Rezeptur aus Clobetasol 0,05% in Sililevo® Nagellack, 1x täglich abends aufgetragen. Das bezahlt die Krankenkasse, weil der Nagellack als Grundlage für ein Kortison dient.

Professor Abeck erwähnte außerdem eine aktuelle Studie, bei der Patienten mit Psoriasis-Nägeln erfolgreich mit Tacrolimus behandelt wurden. Die Protopic®-Salbe ist dafür nicht zugelassen. Aber als „off-label-Therapie“ ist es eine weitere Chance der ansonsten schwer zu behandelnden Nagel-Psoriasis.

Wenn Du mit der Ärztin also "gut kannst", könntest Du sie fragen, ob sie Dir die Nagellack-Mischung verschreibt.

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carpe_diem

Da ja auch die Psyche ein wichtiger Aspekt ist, denke ich auch dass ich es ausschleichen werde, da wie du sagst, es mir persönlich angenehmer erscheint.

Ja ich weiß! Sehr viel Geduld ist bei dieser Therapie gefragt da es wirklich langwierig ist! Für mich persönlich wird das eine enorme Herausforderung, da ich nicht gerade ein Kind der Geduld bin! ;)))

Über den Nagellack habe ich schon einiges gelesen und ich tendiere schon sehr stark dazu, mir lieber jeden Tag die Nägel zu lackieren als jeden Abend die verschmierten Finger von der Salbe zu haben!

Ich werde dann demnach wirklich noch mal die Hautärztin aufsuchen und mit ihr Rücksprache halten.

Leider war mein Besuch damals mit der PSO sehr enttäuschend, sie hat ihre Praxis vergrößert und eine neue bzw. zweite Ärztin frisch aus dem Studium eingestellt. Ich bin kein Mensch von Vorurteilen aber wenn es um die Gesundheit geht, ist mir ein erfahrener Arzt wesentlich lieber, auch wenn jeder mal anfangen muss! Ich bestehe dann beim Termin einfach darauf, wieder zur "alten" zu kommen ;))

Danke für die Info Claudia.

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      Angefangen hat es bei mir vor ca 5 Jahren, ich hatte öfters Schmerzen in Fingergelenken und habe mir nichts dabei gedacht. Als Zahnarzt habe ich meine Hände sogar mal selber geröngt, einfach um zu schauen ob ich Kalkablagerungen oder ähnliches in den Gelenkspalten erkennen kann aber da war nichts Sichtbares...
      Ich wusste nicht was los war und dachte "das geht schon wieder weg" aber es ging nicht weg. Mal mehr mal weniger...
      Irgendwann wurden 2 Fingernägel meiner linken Hand hässlich. Ein Nagelpilz da war ich mir sicher also ab zum Dermatologen. Er bestätige meinen Verdacht.
      Er verschrieb mir ein Nagellack der auch nach 3-4 Monaten nicht den geringesten Erfolg brachte also ab in die Apotheke und noch was systemisches dazu eingeschmissen (mit Zahnarzt Ausweis kommt man da dran). Trotz dieser Doppelmedikamentation sahen meine Fingernägel nach 6 Monaten nicht besser aus also ab zum nächsten Dermatologen, Zweitmeinung.
      Auch dieser Kollege stellte nach 5 Sekunden die Diagnose Nagelpilz nach 5 Sekunden und verschrieb mir einen anderen Nagellack. Als auch dieser nach 3 Monaten keinerlei Erfolg brachte ging ich wiederum in die Apotheke und kaufte ein anderes systemische Pilzmittel welches mir der Apotheker empfahl.
      Auch hier traten keine Verbesserungen ein.
      Ich war verzweifelt, was war das nur? Meine Fingernägel sahen hässlich und eklig nach Nagelpilz aus und als Zahnarzt der oft in Beratungsgesprächen Schaumodelle zeigt litt ich sehr darunter weil ich mich schämte. Ich fing an die Dinge immer nur so zu halten, dass ich die Finger mit den gesunden Fingernägeln benutzte 😞
      Irggendwann war ich beim Urologen, im Gespräch mit ihm zeigte ich ihm irgendwann auch meine Fingernägel und er erkannte sofort "Tüpfelnägel" und wies mich auf eine Nagelpsoriasis hin.
      Der Urologe erkannte sofort was zwei Fachärzte für Dermatologie nicht erkannt haben!
      Durch googel verstand ich jetzt auch woher meine Gelenkschmerzen kamen, Psoriasisarthritis...
      Google führte mich immer weiter, was dazu führte dass ich meinen Zuckerkonsum um ca 90% reduziert habe und kaum noch Alkohol trinke.
      Meine Gelenkschmerzen haben sich jetzt nach einem Jahr um ca 80% gebessert. Sie sind fast weg.
      Nur die Fingernägel wurden nicht besser.
      Nach 1,5 Jahren Sililevo und Onypso so gut wie keine Besserung.
      Als Zahnarzt bracht man manchmal Wasserstoffperoxid, 30%.
      Normalerweise hat man dabei Handschuhe an, kommt es auf die Haut wird sie an der Stelle schneeweiss da sich dort aufgrund einer chemischen Reaktion Sauerstoffbläschen bilden.
      Als mir dies vor 2 Monaten passierte kam mir die Idee das H2O2 mal auf meine Fingernägel aufzutragen.
      Zuerst kürzte ich die Nägel maximal ab und dann pinselte ich die Fingernägel und das Nagelbett damit ein.
      Es brannte nach einigen Minuten ziemlich aber ich wusch es nicht ab. Das Nagelbett rötete sich und in den nächsten Tagen konnte man sehen dass sich ganz viele Luftbläschen unter dem Nagelbett gesammelt haben und langsam unter dem Nagel nach oben wanderten oder mit dem Nagel rauswuchsen. Ich habe dann im Abstand von ca 5-7 Tagen noch 2 mal die Prozedur wiederholt und auch weiter Onypso verwendet.
      Was soll ich sagen meine Nägel sind fast wieder vollständig regeneriert.
      Ich weiss nicht ob es bei mir ein Zufall ist oder war.
      Vielleicht hat jemand hier einfach Lust und den Mut dies auch einmal zu probieren um zu schauen ob sich bei ihm der selbe Erfolg einstellt wie bei mir.
      Meines Wissen macht 30% Wasserstoffperoxid auf der Haut keine bleibenden Schäden dennoch natürlich muss jeder selber wissen ob er das macht oder nicht.
      Es ist zumindest bis 35% frei verkäuflich.
      Ich empfehle es auch nicht zu machen wollte aber einfach das Forum an meiner Entdeckung teilhaben lassen.
      Jeder sollte sich im Klaren sein, dass 30% H2O2 schwerste Verletzungen beiführen kann sofern es ins Auge kommt.
      Dennoch ist meiner Meinung nach die äusserliche Anwendung auf einem Finger oder Fussnagel relativ ungefährlich aber schmerzhaft..
      Grüsse Headgear
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