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Loury

Ärzte ratlos, Psoriasis unbesiegbar, Ernährung ein Faktor?

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Loury

Hallo allerseits!

Ich habe mich soeben angemeldet und schildere hier nun mein Problem. :)

Ich habe seit Oktober 2013 Schuppenflechte, seit meinem 19. Lebensjahr. Davor hatte ich schon mehrere Jahre lang immer wieder kleine Bläschen an den Händen, die ich für ein dishydrotisches Ekzem hielt (was es nun ist, hat sich nie aufgeklärt). Ich war bei mehreren Ärzten, die die Schuppenflechte zunächst gar nicht erkannt haben oder mich nach 2 Minuten mit der schlichten Diagnose "Ekzem" aus dem Behandlungszimmer geschubst haben. Schließlich wurde mir dann Momegalen Salbe verschrieben, die nicht geholfen hat. Auch nach weiteren Nachfragen bei der Ärztin, die mir dies verschrieb, merkte ich, dass sie ein Ratespiel betrieb und mir wahllos irgendwelche Medikamente verschreiben wollte, die bei Irgendwelchen Hautproblemen eventuell helfen könnten, mich aber weder aufklären noch kompetent beraten konnte. Ich versuchte daraufhin, einen Termin in einer darauf spezialisierten Klinik zu erhalten. Unmöglich als Kassenpatient. Durch meine Hausärztin konnte ich aber eine stationäre Behandlung im März 2014 erwirken. Zu dem Zeitpunkt hatte sich die Psoriasis bereits auf meine Hände, Füße, Beine und meine Intimzone sowie meine Kopfhaut ausgebreitet.

Der Krankenhausaufenthalt war der Horror. Man wurde menschenunwürdig behandelt (wenn man überhaupt behandelt wurde, der Begriff ist noch sehr nett ausgdrückt). Die Assistenzärzte, die teilweise noch nichtmal richtig Deutsch konnten, sagten wörtlich es sei "lächerlich, dass ich mit so einem "geringen" Befall statinär dort" wäre und dass es "peinlich" wäre, dass die anderen Hautärzte mir nicht helfen konnten. Das war ein Eigentor, da mir im Krankenhaus auch keiner helfen konnte. Mir wurde Folgendes verordnet:

Eine Cremé, die mit F beginnt (leider habe ich den Namen vergessen) morgens und Daivonex abends. Lustigerweise steht im Krankenhausbrief, dass eine Behandlung mit völlig anderen Medikamenten fortgeführt werden soll, die ich im Krankenhaus nie erhalten habe und von denen ich noch nie etwas gehört habe.

Und zwar " Dermatop Fettsalbe" abends und "Silkis Salbe" morgens. Ich hoffe, es handelt sich um Austauschprodukte, aber da die Hälfte meines Briefes fehlerhaft ist, will ich mich lieber nicht darauf verlassen.
Des Weiteren wurden meine Werte vertauscht und in meinem Brief steht irgendwas von Urinuntersuchungen - ich habe nie Urin abgegeben. Die Ärztin hat sogar nochmal gefragt nach dem Urin bei der Übergabe des fertigen briefs (sie wusste also, dass das im Brief stand) und als ich verneinte, hat sie ihn mir trotzdem schweigend übergeben, ohne den Fehler zu erwähnen. Ob meine anderen Werte echt sind, konnte nie geklärt werden. Das Statement des Krankenhauses dazu: "Tja, da kann man jetzt auch nichts mehr machen."

Kleiner Rat am Rande: Bitte liebe Leute, besucht niemals das Josef Hospital in Bochum. Dieser Haufen von gebrochen sprechenden "Ärzten" ist an Inkompetenz ist nicht zu übertreffen. Sowas habe ich noch nie erlebt. Über den Aufenthalt könnte ich ein Buch schreiben... und es wäre eine Horror Story.

 

Aber ich schweife ab... hier sind meine Fragen an euch. Es würde mir viel bedeuten, wenn mir endlich jemand helfen könnte nach den vielen Enttäuschungen.

 

- Hat eine Ernährungsumstellung euch geholfen? Ich habe gelesen, dass es helfen könnte, die Ärzte meinten das Gegenteil (denen ich allerdings auch nicht mehr vertraue).

- Konntet ihr Veränderungen der Nägel anders als mit Fumaderm behandeln? Oder ist das der letzte Ausweg?

- Kann ich Fumaderm eventuell wieder absetzen nachdem alles abgeklungen ist und bei neu auftretenden Schüben dann wieder versuchen, mit Cremés ein komplettes Ausbrechen zu verhindern?

- Was sind die stärksten Cremés, die ihr kennt?

- Was sagt ihr zu "Dermatop" (eventuell Äquvalenzpräparat zu Daivonex?) und "Silkis"? Die (vermutlichen?) Austauschprodukte konnten mir ja nicht helfen..

- Was hilft euch außerhalb der üblichen Medikamente beim Kampf gegen die Psoriasis? Sport, Bewegung, bestimmte Nahrungsmittel oder Beschäftigungen?

- Wie färbt ihr eure Haare mit Psoriasis?

- Wie wascht ihr eure Haare mit Psoriasis?

- Wie pflegt ihr die betroffenen Stellen generell (außerhalb der direkten Behandlung)?

- Wie enthaart ihr eure Beine mit Psoriasis?

- Kennt ihr gute Hautärzte für Kassenpatienten in Bochum und Umgebung?

 

Ich freue mich auf eure Antworten! Vielen Dank im Voraus!

Eure Loury

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Supermom

Hallo Loury,

 

ersteinmal herzlich willkommen bei der lustig bunten Schuppitruppe. Schön, dass du dich angemeldet hast.

 

Du hast ja nicht sonderlich gute Erfahrungen bis her machen dürfen. Das tut mir leid. Nich immer ist ein Aufenthalt in einer Klinik so eine Katastrophe.

 

Hier findest du reichlich Infos und Tipps. Lies dich einfach mal durch.

 

Die Pso ist bei jedem so unterschiedlich wie auch wir Menschen unterschiedlich sind...daher sind manch Fragen nicht so ohne weiteres zu beantworten.

Da ich MTX spritze, sind meine Psostellen so klein, dass ich weder mit Haarfärben oder Beine rasieren Probleme habe... Aber wie gesagt, viele deiner Fragen tauchen hier schon als Thread auf... such und lies dich mal durch!

 

Liebe Grüße Supermom

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Richard-Paul

Hallo Loury,

 

ich betrachte vieles unserer „Krankheiten“ immer von der chemischen Seite her (weil die Chemie vor der Medizin kommt).

 

Hier im Forum findest Du alles, was Du zu als Antwort auf Deine Fragen wissen möchtest; daher ist es schön, dass auch Du Dich hier angemeldet hast und begrüße Dich recht herzlich.

 

Gib die Stichworte „oben rechts“ bei „Suche ….“ ein zu Fragen, die Du hast.

 

Zu „Momegalen Salbe”  informiere Dich zu dem Wirkstoff Glucocorticoide  hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Glucocorticoide

und zum Wirkstoff Prednicarbat von Dermatop Salbe hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Prednicarbat

 

Du fragst: „Was hilft bei Euch?“ – Da hat  Supermom  schon richtig geantwortet, dass dies bei jedem anders ist, anders sein kann. – Und dann erwarten wir von den Ärzten, dass diese das wissen; - auch sie können nicht „so einfach“ in die kleinsten zig-tausende, voneinander abhängige  Wirkkreise (Abhängigkeiten) unseres Körpers hineinsehen, bzw. richtig bewerten.

 

Lese Dich ein wenig in den für Dich interessierenden Themen im Forum durch, und Du wirst viele Antworten finden oder auch vor neuen Fragen daraus stehen!

 

LG

Richard-Paul

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Knabberfisch

Hallo allerseits!

- Wie wascht ihr eure Haare mit Psoriasis?

Ich freue mich auf eure Antworten! Vielen Dank im Voraus!

Eure Loury

 

Also ich habe damals von meiner Hautärztin wegen des Kopfes diesen Tip http://www.stieprox.de/stieproxal.html bekommen .

Ein Shampoo gegen Schuppen. Gut wirksam wegen der Salicylsäure.

Such doch einfach mal danach und informier dich.

Du musst es allerdings selbst bezahlen

Gruß Thomas

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Richard-Paul

Hallo Thomas,

 

irgendetwas in mir (als Chemielaborant) wehrt sich gegen das von Dir empfohlene Shampoo "Stieproxal". Es liegt nicht nur daran, dass der Wirkstoff "Ciclopiroxolamin" ein Abkömmling des hochgiftigen Pyridins ist (was absolut nichts besagt), sondern dass es (und jetzt kommt tiefe Chemie) in zwei Richtungen [Polarität] wirken kann. Zudem ist (mir) das Shampoo zu sehr auf Pflege ausgelegt.  - Wobei ich das Shampoo nicht schlecht reden will (es sind nur meine Bedenken).

 

LG

Richard-Paul

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Knabberfisch

Es hat mir sehr geholfen. Ich bin die PSA auf dem Kopf los. Und auf dem Kopf ist echt blöd. Es soll ja nicht jeden Tag 2x angewandt werden.

 

@Richard-Paul

zitat :sondern dass es (und jetzt kommt tiefe Chemie) in zwei Richtungen [Polarität] wirken kann.

 

Bitte Beweis antreten und erklären. Was meinst du damit ? Polarität ? kenne ich nur von Batterien und Stromquellen.

bearbeitet von Knabberfisch

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Claudia

Hat eine Ernährungsumstellung euch geholfen?

Nein. Hab es bis hin zu einer glutenfreien Ernährung probiert. Keine Wirkung. Einzelne Lebensmittel dagegen merke ich schon: Weißwein, Schnaps, scharfe Gewürze. Aber die kann man sich ja auch gut ersparen.

 

Konntet ihr Veränderungen der Nägel anders als mit Fumaderm behandeln? Oder ist das der letzte Ausweg?

Nägel kann man nicht nur mit Fumaderm behandeln, auch die meisten anderen innerlichen Medikamente beanspruchen da einen Erfolg für sich. Und: Eine medizinische Fußpflege (beim Podologen) ist auch noch eine Möglichkeit, um die Folgen erträglich zu machen.

 

Kann ich Fumaderm eventuell wieder absetzen nachdem alles abgeklungen ist und bei neu auftretenden Schüben dann wieder versuchen, mit Cremés ein komplettes Ausbrechen zu verhindern?

Kannst Du, klar. Aber Fumaderm ist – soweit ich das weiß – wie andere innerliche Medikamente als Langzeittherapie angelegt.

 

Was sind die stärksten Cremés, die ihr kennt?

Kortisoncremes Klasse IV

 

Was sagt ihr zu "Dermatop" (eventuell Äquvalenzpräparat zu Daivonex?) und "Silkis"?

Dermatop enthält Kortison (Klasse II), Daivonex und Silkis jeweils ein Vitamin D3. Sind also keine Äquivalenzpräparate und keine Austauschprodukte.

 

Was hilft euch außerhalb der üblichen Medikamente beim Kampf gegen die Psoriasis?

Seit einiger Zeit achte ich mehr auf Bewegung – aber dass das gegen meine Psoriasis hilft, würde ich bezweifeln. Zum Glück verschlimmert das Laufen nicht einmal meine Schuppenflechte an den Fußsohlen.

 

Beschäftigung hilft gegen's Kratzen :) Ansonsten hilft es meiner Psoriasis, wenn ich sie in schlimmen Phasen zusätzlich zu den Medikamenten bade. Da meine Psoriasis an den Händen und Füßen sitzt, lässt sich das auch nebenbei ganz gut machen, wenn man mal Fernsehen guckt oder so.

 

Wenn es schlimm ist, trage ich nachts Stoffhandschuhe, auch gegen das Kratzen und für eine schöne Creme-Packung :)

 

Wie färbt ihr eure Haare mit Psoriasis?

Da fehlen mir die Erfahrungen.

 

Wie wascht ihr eure Haare mit Psoriasis?

head & shoulders classic clean 2in1

 

Wie pflegt ihr die betroffenen Stellen generell (außerhalb der direkten Behandlung)?

Mit Cremes, die möglich wenig unterschiedliche Stoffe enthalten und ohne Duftstoffe daherkommen. Und ohne Harnstoff (Urea) bei mir, während das anderen gut hilft. Bei mir trägt es zu mehr Juckreiz bei. Ich schwöre eigentlich abwechselnd auf pH5 Eucerin Pflegesalbe und Cetaphil Feuchtigkeitsreme.

 

Wie enthaart ihr eure Beine mit Psoriasis?

Gar nicht :)

 

Kennt ihr gute Hautärzte für Kassenpatienten in Bochum und Umgebung?

Nö. :) (Was daran liegen könnte, dass ich Berlinerin bin.)

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Sunny1

Hallo Loury,

 

oh ist das wirklich so schrecklich im Josef´s geworden? :( Hatte auch überlegt mich da mal wieder in die Ambulanz zu begeben. Vor 6 jahren war es noch nicht so!

Die Frage zum Hautarzt, ich war/bin bei Dr. Auer, Dr. Beermann in der Praxis. Bis jetzt eigentlich zufrieden.

 

 

LG Anja

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SigiH.

Hallo Loury,

 

ich will dich auch willkommen heißen! Obwohl es ja kein schöner Anlaß ist, aber hier kannst du dir vielleicht einige Tipps holen und alles fragen.

 

Mir tut es immer besonders Leid, dass schon sehr viel junge Menschen von dieser Krankheit betroffen sind. Bin um so vieles älter und nicht so arg betroffen, wie du. Ich kann mir auch vorstellen, dass es sehr arg sein muss, weil Psoriasis auch ein kosmetisches Problem ist. Ich wünsche dir, dass du selbstbewusst damit umgehst.

 

Ich kann dir die meisten deiner Fragen leider nicht beantworten und Empfehlungen zu geben ist nicht einfach, da die Pso sehr viele verschiedene Krankheitsbilder hat. Man muss sehr viel testen, leider.

 

Vielleicht ein Tipp zur Beinenthaarung: Sugaring! Das ist eine Zuckerpaste, die es auch in türkischen Lebensmittelläden gibt. Da ist keine Chemie drin, nur sehr viel Zucker, Zitronensaft und bisschen Salz. Es gibt dazu viele Tutorials auf youtube. Es ist schonender als Wachs, da es nicht heiß angewendet wird und die Paste wird entgegen der Haarwuchsrichtung aufgetragen und mit der Wuchsrichtung dann abgezogen, beim Wachs ist das andersherum, was schmerzhafter ist. Es tut an den Beinen kaum weh. Allerdings würde ich es wahrscheinlich nicht an den befallenen Hautstellen anwenden.

 

Liebe Grüße und alles Gute, vor allem gute Besserung!

Sigi

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Mr_Coffee

Tut mir leid zu hören, dass deine Erfahrungen bisher so schlecht sind! Aber es ist auch kein Geheimnis, dass man (egal in welcher Fachrichtung) oftmals Jahre braucht, um die Mediziner zu finden, bei denen man sich gut aufgehoben und gut beraten fühlt. In diesem Sinne wünsche ich dir, dass du alsbald an einen Dermatologen gerätst, der zu dir passt!

 

Silkis ist ein Vitamin D3-Präparat, das mir jüngst verschrieben wurde, um die befallenen Stellen in meinen Ohren und im Intimbereich zu behandeln. Ob es mir hilft, kann ich momentan noch nicht sagen, da ich es erst seit wenigen Tagen verwende. Infos zu der Salbe solltest du hier aber zu Genüge finden.

 

Was die Ernährung angeht, ist das ebenfalls ein Thema, das hier behandelt wird. Am Ende musst du aber selbst herausfinden, ob die Ernährung die PSO bei dir beeinflusst. Bei mir konnte ich allerdings keinerlei Veränderungen feststellen. Sporadisch habe ich mit meinem Reizmagen zu tun und habe in diesem Zuge schon die eine oder andere Ernährungsumstellung hinter mir. Aber dass meine Schuppenflechte merklich besser geworden wäre, als ich bspw. fett- und säurehaltige Lebensmittel weitgehend vermeiden habe, könnte ich nicht sagen.

 

Was neben den medizinischen Produkten die Hautpflege angeht, gilt auch hier, dass du selbst herausfinden musst, was dir am besten bekommt. Da bei mir in erster Linie die Hände befallen sind, habe ich lange nach Handcremes gesucht, mit denen ich "gut über den Tag" komme. Das heißt, auf der einen Seite sollten diese Cremes schnell einziehen, aber auf der anderen Seite auch nicht gleich "verdunsten", sodass man kaum das Gefühl hat, überhaupt eingeschmiert zu haben. Momentan bin ich bei Handcremes von Handsan und der "Totes Meer Salz"-Pflege-Creme von NATURAL WELLNESS angekommen.

 

Nachts behandele ich die Stellen nun mit Daivobet und eben Silkis, und wenn es sich irgendwie dawischenschieben lässt, verwende ich auch hin und wieder eine Fettsalbe, bspw. Kerasal. Jedenfalls habe ich gemerkt, dass ich meine Haut irgendwie "im Griff halten" kann, wenn ich sie genügend Fette. Bevor ich jetzt die neuen Salben verschrieben bekommen habe, habe ich z.B. nur über Nacht mit Kerasal behandelt. So konnte ich meistens zumindest verhindern, dass die Haut an den Händen aufreißt, weil das nun mal verdammt schmerzhaft ist.

 

Wie gesagt, was die Hautpflege angeht, musst du selbst sehen, was du verträgst. Bei mir ist es z.B. so, dass ich billige Cremes aus dem Supermarkt, die hauptsächlich auf Urea setzen, nicht gut vertrage. 

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zero11s

- kein Zucker

- keine Fertigprodukte

- keine Chips, Flips und Nüsse und sowas

- keine Vegane Ernährung (Rohes Fleisch)

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sia

Hallo zero11s, willkommen hier und schön, dass du gleich auf eine Frage eines anderen Benutzer antwortest....

leider ist dieser Faden schon von 2014 und Loury hat nur diesen Beitrag eingestellt und ist dann wieder verschwunden.

Deine Empfehlung ist sicher teils ein allgemeiner Hinweis auf eine gesunde Ernährung.  wobei "Vegane Ernährung" nichts mit "rohem Fleisch", noch nicht mal mit Fleisch allgemein zu tun hat. Vegan ist eher eine Weltanschauung und nicht nur ein Ernährungskonzept. Und "Nüsse" sind - ist man kein Allergiker - sehr gesund und gerade für Vegetarier und Veganer eine wichtige Quelle von Nährstoffen.

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Pinie

Zero11s meint gewiss die in Öl gerösteten und stark gesalzenen Nüsse, die ungesund sind.
 

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sia

warum?

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Pinie

Sia, das weisst Du ganz genau, warum man zu viel Salz und schlechte Oele meiden oder einschraenken soll. Und wer einmal so eine Tuete auf hat, der kann sich schwer bremsen, das gesunde Mass einzuhalten.

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Bibi
vor 43 Minuten schrieb Pinie:

Und wer einmal so eine Tuete auf hat, der kann sich schwer bremsen, das gesunde Mass einzuhalten.

ja, das ging mir früher auch so - besonders die ' Würmchen ' habe ich geliebt -

seit Jahren bin ich konsequent und kaufe das nicht mehr - viel zu viel Salz und Fett -

nette Grüsse sendet - Bibi -

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sia
vor 47 Minuten schrieb Pinie:

zu viel Salz und schlechte Oele meiden

Salz ist bei weitem nicht so 'pöse' wie es immer hingestellt wird. Studien dazu sind wesentlich weniger deutlich als in der Presse immer hingestellt wird. Wer gesunde Nieren, keinen Bluthochdruck hat,  und genug trinkt kann auch salzig essen.

Alles was Ernährung angeht ist schwierig zu untersuchen, da es sich idR um Langzeiteffekte handelt und auch die allgemeine Lebensführung und last not least auch noch die genetische Veranlagung dazu kommt. Wer z.B. viel Fertiggerichte isst, wird sicher einen rel. hohen Salzkonsum haben aber eben auch ansonsten oft einen ungesunden Lebenswandel - inkl. Alkoholkonsum. Wer kein Übergewicht hat, nicht rauch und sich viel bewegt braucht keine Angst vor Salz zu haben. 

Und ähnliches gilt für Fette. Es konnte noch in keiner Studie gezeigt werden, dass eine fettarme oder nur bestimmte Fette beinhaltende Ernährung gesünder wäre. Ausnahme sind auch hier wieder Leute mit Erkrankungen fett-verarbeitender Organe. Wir brauchen sogar einen gewissen Fettanteil in der Nahrung zur Aufrechterhaltung der Hirnfunktionen.

Letztlich kann man die ganzen Ernährungsratschläge in die Tonne treten. Iss was dir schmeckt und bekommt, in Maßen. Von der evidenzbasierten Medizin gibt es da keine zwingenden Empfehlungen. Viel bestimmender ist die genetische Disposition für bestimmte Krankheiten - angefangen bei Diabetes II, über zu hohe Cholesterol-Werte bis eben auch zu Psoriasis. Und immer ist es die gleiche Leier: auf sein Gewicht achten, Bewegung, wenig Fertigprodukte, nicht Rauchen, wenig/keinen Alkohol.

Deswegen sind gesalzene Erdnüsse gar kein Problem - eben in Maßen so wie alles andere auch.

Interessant ist allerdings etwas anderes. Durch Röstung von Erdnüssen (die übrigens gar keine Nüsse sind, sondern Hülsenfrüchte) verändern sich die Eiweiße und können bei wiederholtem Konsum zur Entwicklung einer Allergie führen (scheint nicht für rohe Erdnüsse zu gelten). Erdnussbutter ist da ausgenommen. Sogar entwickelten Kinder die regelmäßig Erdnussbutter verzehrten weniger häufig eine Allergie als die Kontrollgruppe ohne Erdnussbutter.

 

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Tenorsaxofon

@sia

jetzt bin ich aber platt.

Warum wird dann immer gewarnt, dass ein zuviel an Salz sehr schlecht ist, bei Kindern sogar tödlich sein kann. Haben die Ärzte somit alle nicht recht?

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HLAB27
Geschrieben (bearbeitet)

 

https://www.internisten-im-netz.de/aktuelle-meldungen/aktuell/zu-viel-salz-dezimiert-wichtige-darmbakterien.html

(17.01.2018)

Zitat:

"Salz essen wir jeden Tag, mal mehr und mal weniger, doch oft zu viel. „Aber wie Salz die Bakterien im Darm beeinflusst, hat bisher niemand untersucht“, betont Studienleiter Prof. Dominik Müller vom Berliner Experimental and Clinical Research Center (ECRC) und dem Berliner Institut für Gesundheitsforschung (BIH), beides gemeinsame Einrichtung von Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) und der Charité – Universitätsmedizin Berlin.

Zuviel Kochsalz in der Nahrung kann Bluthochdruck fördern und sogar den Krankheitsverlauf der Autoimmunerkrankung Multiple Sklerose negativ beeinflussen. Nun zeigte Müller mit seinem Forschungsteam an Mäusen, dass ein Übermaß an Salz die Milchsäurebakterien (Laktobazillen) im Darm dezimiert. Gleichzeitig stiegen Blutdruck und die Zahl bestimmter Immunzellen (Th17-Helferzellen), die mit Bluthochdruck und Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose in Verbindung stehen ..."

 

Es gibt natürlich immer 2 Seiten einer Medaille - die Einen sagen so und die Anderen so. Ich persönlich bin kein Anhänger der evidenzbasierten Medizin - da gibt es mir schlicht zu viele Unbekannte und sie ist mir zu eingefahren und starr. Zu wenig tolerant.

Aber das ist nur meine Meinung. Ich für meinen Teil habe extrem großen Erfolg mit Ernährungsumstellung und Darm-Fokus.

 

bearbeitet von HLAB27
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sia
vor 2 Stunden schrieb Tenorsaxofon:

Warum wird dann immer gewarnt, dass ein zuviel an Salz sehr schlecht ist, bei Kindern sogar tödlich sein kann. Haben die Ärzte somit alle nicht recht?

Um das zu beantworten wäre 'zu viel'  zu definieren. Kinder muss man in dem Zusammenhang anders diskutieren, da sie zum einen viel leichter sind und ihr Stoffwechsel auch noch ein anderer ist. Auch bei andere Substanzen müssen Kinder immer anders behandelt werden als Erwachsene.

Warum Ärzte vor Salzkonsum von Erwachsenen warnen hat wahrscheinlich mehrere Gründe. Zum einen gehen sie wahrscheinlich davon aus, dass die meisten eher einen ungesunden Lebensstil pflegen und häufiger zu Fertiggerichten greifen, viel Brot und Wurstwaren verzehren, vielleicht rauchen, Alkohol konsumieren und wenig bis keinen Sport betreiben. Sie wissen vielleicht, dass ihr Patient Übergewicht hat Mit der Warnung vor Salz versuchen sie, Leute zu veranlassen, den schwächsten Gefahrenpunkt auszuschließen.

vor 2 Stunden schrieb HLAB27:

Ich persönlich bin kein Anhänger der evidenzbasierten Medizin - da gibt es mir schlicht zu viele Unbekannte und sie ist mir zu eingefahren und starr. Zu wenig tolerant.

Aber das ist nur meine Meinung. Ich für meinen Teil habe extrem großen Erfolg mit Ernährungsumstellung und Darm-Fokus.

Kein Anhänger der evidenzbasierten Medizin? Hört sich ja an wie "kein Anhänger von den Zeugen Jehovas". :mellow:

Evidenzbasierte Medizin ist keine Glaubensfrage und bei der Behandlung von kranken Leuten hat imo 'Toleranz' nur sehr eingeschränkt was zu suchen. Es geht darum Behandlungen auf die Basis einer empirisch nachgewiesenen Wirkung zu stellen und eben nicht nach dem Prinzip "Versuch und Irrtum" zu behandeln  oder Behandlungen Wirkungen zu unterstellen die sie nicht haben.

Bei Ernährung geht es in erster Linie aber mal um gesunde Leute. Und da wird heutzutage Lebensmitteln alles möglich an- und abgedichtet. Jedes Jahr wird eine Andere Kuh durchs Dorf getrieben. Einmal ist es die Butter, dann die Eier, dann die Milch, dann zu viel Salz, zuviel Zucker - auf keinen Fall den weißen, Honig aber schon, dann nur noch Margarine, kein rotes Fleisch, gar kein Fleisch, nur Fleisch, kein Brot, nur Vollkorn,  nur Rohkost, nicht zu viel Rohkost, ....

diese Liste kann man unendlich verlängern. Leider haben all diese "Überzeugungen" nur sehr wenige bis keine Grundlagen. Das liegt in der Natur der Sache - eine Studie, bei der menschliche Probanden über einen langen Zeitraum sehr eingeschränkt essen dürfen und ansonsten unter sehr konformen Bedingungen leben müssen wird von keiner Ethikkommission genehmigt und wäre überhaupt kaum finanzierbar.

Dass der Darm, bzw. das Mikrobiom (umgs. Darmflora) des Darms  bei etlichen Erkrankungen eine Rolle spielt und sich je nach Ernährung unterscheidet ist ohne Frage. Wie das aber genau zusammenhängt und welche genauen Auswirkungen es hat ist noch lange nicht deutlich. Da geben Versuche an Mäusen nur einen möglichen Ansatz vor. Das leider ist nicht direkt auf den Menschen übertragbar. 

Daher kann ich's nur nochmal wiederholen: man sollte essen was einem schmeckt und was einem gut bekommt, frische Zutaten verwenden, auf sein Gewicht achten, sich bewegen - am besten an der frischen Luft, nicht rauchen, mäßig/keinen Alkohol konsumieren. Und wer dann ab und an mal eine Packung Erdnüsse vertilgen will wird davon (gesetzt den Fall er ist nicht allergisch) kaum dem Untergang preisgegeben.  Denn im Gegensatz zu Salz - wo es sehr widersprüchliche Ergebnisse gibt, sind die Ergebnisse für rauchen, mangelnde Bewegung, Alkohol und Übergewicht mehr als deutlich.

Da wüsste ich jetzt nicht welche Medaille gemeint ist

 

 

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