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Gordon

Fumaderm nur als Basis-Therapie

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Gordon

Hallo,

 

ich bin Gordon, 33 und leide seit circa 15 Jahren an Schuppenflechte. Nachdem ich die letzten Jahre nur Cremes benutzt hatte bin ich im September letzten Jahres auf Fumaderm eingestellt wurden. Bis zur 2. blauen hatte sich mein Zustand nicht wirklich verbessert, aber ab der 3. ging es langsam los und mit der 4. war ich so gut wie erscheinungsfrei. Nebenwirkungen hab ich eigentlich keine, ich bin zwar generell etwas Müde, glaube aber nicht dass das mit den Fumaderm zusammenhängt.

 

Berufsbedingt habe ich vor drei Monaten meinen Wohnort gewechselt und somit auch den Dermatologen. Meine neue Ärztin war total erstaunt, dass ich auf 4 Fumaderm am Tag bin. Ich müsste diese sofort auf 3 und nach 3 Wochen anschließend auf 2 reduzieren. Fumaderm seie nicht dafür da den Patienten erscheinungsfrei zu bekommen, sondern lediglich als Basis-Therapie ausgelegt. Über das "Urteil" war ich sehr enttäuscht! Da bei 2 Fumaderm am Tag meine Schuppenflechte wieder stark zum Vorschein kommen wird geht die ganze cremerei wieder los. Jeden Abend von Kopf bis Fuss Daivobet. :-(

 

Hat jemand von euch schon einmal die gleiche Aussage von einem Arzt bezüglich des Einsatzes von Fumaderm gehört?

 

Viele Grüße,

 

Gordon

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Donna

Hallo Gordon

Habe leider keine grosse Erfahrung mit Fumaderm.Habe zwar mal probiert aber leider nicht vertragen.

Hast du an deinen neuen Wohnort eine Hautklinik in der du dich Ambulant behandeln lassen könnest?

Die Kliniken sind oftmals kulanter mit den Medis.Kann das leider nicht nachvollziehen was die Ärztin da macht. ^_^

trotzdem viel Erfolg bei deiner weiteren Behandlung :)

Gruss Donna

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Hucki

Hallo Gordon, das würde ich auch anzweifeln. Leider kann ich zu Fumaderm auch keine Erfahrungen beisteuern. Auf jeden Fall eine zweite Meinung einholen, notfalls nochmal mit deinem alten Arzt Rücksprache halten.

Alle Gute dir.

LG Hucki

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malgucken

Hallo Gordon,

 

erstmal willkommen im Forum! :)

 

Über die Aussage deiner neuen Ärztin kann ich nur den Kopf schütteln. Ich zitiere mal aus unserem redaktionellen Teil des Pso-Netzes zu deiner Frage:

 

Meist wird solange behandelt, bis die Hauterscheinungen vollständig abgeklungen sind oder der Betroffene mit dem Hautbild zufrieden ist. Bei schweren Psoriasisformen mit häufigen Rückfällen ist aber auch einer Langzeittherapie über Jahre möglich. Hierbei versucht man eine möglichst geringe Dosis zu finden, die die Hauterscheinungen gerade noch in Schach hält (Erhaltungsdosis). Bleibt der Behandelt unter einer niedrigen Dosis lange Zeit erscheinungsfrei, kann eine Auslassversuch gemacht werden.

 

Sicherlich ist es immer ratsam, die Dosis so gering wie möglich zu halten. Aber wenn ein zufriedenstellendes Hautbild erreicht worden ist, sollte dies auch während einer vorsichtigen Reduktion der Dosis erhalten bleiben (Erhaltungsdosis).

 

Treten die Hauterscheinungen wieder auf, sollte die Dosis wieder erhöht werden. Alles natürlich immer in Hinblick auf entsprechende Blutwerte.

 

Den ganzen Text findest du übrigens hier.

 

Zum Thema Auslassversuch: Ich kenne nur wenige User, die während eines Auslassversuchs, also ohne F., weitgehend erscheinungsfrei blieben. Dies gibts allerdings eben auch.

 

Selbst liegt derzeit meine Erhaltdosis bei 5 Tabl.. Da dies rel. hoch ist, wird besonders viel Wert auf die Kontrolle der Blutwerte gelegt. Leider ist dies wirklich momentan meine Grenze, denn ich merke, meine Haut ist bei dieser Dosis schon wieder sehr trocken und erste Plaques deuten sich an.

 

Sollte die Ärztin weiterhin auf ihrer unverständlichen Meinung bestehen, würde ich über einen Wechsel nachdenken.

 

Es grüßt dich

 

Kati

 

 

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Kringelblümchen

Hallo Gordon,

 

ich schließe mich erstmal in allem Kati an. :daumenhoch:

Ich nehme auch Fumaderm, seit mehreren Jahren, und halte die Aussage der Dermatologin für Quatsch. Mein Ziel, und auch das meiner Hautärztin, ist immer, so erscheinungsfrei wie möglich bei so geringer Dosis wie möglich zu sein. Ich nehme jetzt 2 blaue am Tag. Früher habe ich nur eine genommen,  aber immer, wenn die Schuppen sich wieder ausgebreitet haben, hat meine Hautärztin gefragt, ob ich steigern will und mir das weitgehend selbst überlassen. Inzwischen merke ich, wenn ich länger nur eine nehme, dass es schlimmer wird und dann nehme ich wieder 2. Ich finde 4 blaue am Tag zwar relativ viel, aber es ist ja noch nicht die Höchstdosis - und wenn Deine Haut damit gut ist, und die Blut- und Urinwerte ok sind, und Du keine Nebenwirkungen hast, sehe ich außer dem Arztbudget keinen Grund, die Dosis runterzufahren. Nebenher, wenn es mal etwas mehr wird, kann man immer schmieren. Ich tue es manchmal, um besonders hartnäckigen Stellen doch beizukommen, oder um einem Schub die Spitze zu nehmen, ohne gleich wieder eine Pille mehr schlucken zu müssen. Grundsätzlich will ich aber zusätzlich zu den Fumaderm keine Behandlung nötig haben.

 

Ich hoffe, Du kannst Deien Ärztin überzeugen oder findest eine andere!

 

Viele Grüße vom

Kringelblümchen

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Hans1000

Hallo,

 

bin auch immer wieder erstaunt über solche Ärzte. Ich bin mir manchmal nicht sicher, ob sie inkompetent sind oder einfach die Patienten anlügen, um Geld für Verschreibungen zu sparen.
Prinzipiell ist es immer das Ziel der Therapie erscheinungsfrei zu sein. Bei Fumarderm sollte die Vorgehensweise so sein, daß die Dosis solange gesteigert wird bis die Erscheinungsfreiheit hergestellt ist. Natürlich werden dabei die Blutwerte kontrolliert und die Steigerungen auch in Abstimmung mit dem Patienten vorgenommen (Stichwort: Magen/Darmprobleme). Wenn das Hautbild gut ist, dann wird langsam wieder reduziert, um die Erhaltungsdosis zu finden.
Ich finde es schrecklich, daß wenn man eigentlich eine Therapie gefunden hat , wieder so ein Kurpfuscher daherkommt und man kann von vorne beginnen. Ich würde dann Deiner Stelle ein Gespräch mit dem Arzt/der Ärztin führen und wenn es nicht zu Deiner Zufriedenheit verläuft gleich den Arzt wechseln. Alles andere ist Zeitvergeudung.

 

Gruß

Hans

 

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Guest
Treten die Hauterscheinungen wieder auf, sollte die Dosis wieder erhöht werden. Alles natürlich immer in Hinblick auf entsprechende Blutwerte.

 

hierzu etwas vom "SpeziClub" BVDD:

 

- Leberwerterhöhung  auf das 2-fache der oberen Norm: -> Therapie kann weitergeführt werden

 

- auf das 2-3-fache der oberen Norm: -> weitere Faktoren, welche eine Leberwerterhöhung bedingen können, wie Alkoholkonsum, möglichst meiden, in der Regel kann die Therapie mit Fumaderm weitergeführt werden

 

- auf das >3-fache der oberen Norm: -> wenn die Leberwerterhöhung überwiegend auf die Fumadermtherapie zurückzuführen ist, sollte die Dosis reduziert werden oder bei Persistenz der Leberwerterhöhung abgebrochen werden, Überprüfung möglicher leberschädigender Auslöser wie Medikamente ( ggf. Umstellung ), Alkohol ( Vermeidung ) bis zum Absinken der Leberwerte auf das <3-fache der oberen Norm

 

- Abbruch der Fumadermtherapie bei einer Lymphyzytenzahl < 500/µl.

 Im Regelfall findest du diesen Wert nicht im Blutbild, er muss rechnerisch ermittelt werden werden

 

Quelle:

Berufsverband der Deutschen Dermatologen e.V. ( BVDD )

Ratgeber zur qualitätsgesicherten Verordnung von Fumaderm

 

 

Ich kenne nur wenige User, die während eines Auslassversuchs, also ohne F., weitgehend erscheinungsfrei blieben. Dies gibts allerdings eben auch.

 

wenige?

Ich dachte, es kann nur einen geben ;-)

 

 

Selbst liegt derzeit meine Erhaltdosis bei 5 Tabl.. Da dies rel. hoch ist, wird besonders viel Wert auf die Kontrolle der Blutwerte gelegt. Leider ist dies wirklich momentan meine Grenze, denn ich merke, meine Haut ist bei dieser Dosis schon wieder sehr trocken und erste Plaques deuten sich an.

 

Also ich kämpfe z.Z. mit 6 blauen/Tag, ohne Erfolg.

Seit 4 Wochen geht's einfach nicht weiter.

Gestern bin ich mit einem Blutbild aus dem Krankenhaus entlassen worden ......, meine absolute Lymphyzytenzahl ist wieder auf 528 geklettert.

Jetzt gehe ich mit dem Gedanken schwanger, wieder heimlich auf 8-9 zu erhöhen. Will doch die letzten 20% auch noch schaffen.

 

Mein "lieblings-Prof" im KH empfahl allerdings auch zu der Problematik mit meinem Blutbild (Lymphyzytenzah), dass ich auf ein anderes Mittel umsteigen soll. Ich hätte etwas mehr als 30 Gramm zu viel auf den Rippen, Fumaderm lagert sich ganz besonders gern im Fettgewebe ab. Habe keinen Grund diese Aussage anzuzweifeln.

 

 

Sollte die Ärztin weiterhin auf ihrer unverständlichen Meinung bestehen, würde ich über einen Wechsel nachdenken

 

Wie will du als "absoluter Laie" eine hocheingebildete Ballerbirne im weißen Kittel überzeugen?

Ich würde sofort auf die Suche gehen.

 

LG

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