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Madiba

"Psoriasis Balsam" von Schaebens

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Madiba

Seit Ende 2014, also seit nunmehr ca. 6 Wochen, benutze auch ich den "Psoriasis Balsam" von Schaebens.

In den 15 Jahren meiner Schuppenflechte-Zeit habe ich schon vieles ausprobiert: Totes-Meer-Salbe, Olivenöl, Calendula-Salbe, Rubisan, Heilsalben, Schweden-Kräuter und einiges mehr. Aber nichts hat so gut geholfen wie dieser Balsam (ausgenommen die Kombination aus Sonne und Meerwasser, die ich leider nur selten zur Verfügung habe). Billig ist er zwar mit 15 € pro Tube auch nicht gerade, aber er hilft mir! Es gibt ihn z.B bei dm oder natürlich im Internet.

Ich habe die Pso vor allem an den Unterschenkeln und sie ist in den 6 Wochen um schätzungsweise 50% zurück gegangen.

Der Balsam gibt angeblich konstant Sauerstoff ab, das hat sich die Firma auch patentieren lassen. Kortison ist nicht enthalten steht auf der Packung.

Hat jemand ebenfalls Erfahrung mit dem Balsam?

Madiba

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Bibi

hallo, Madiba -

 

ich habe damit keine Erfahrung - hoffe aber, dass es dir weiterhin hilft, die Pso einzudämmen -

 

bitte berichte weiter -

 

nette Grüsse sendet - Bibi -

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Claudia

Ich habe das auch in einem dm gesehen und gekauft. Wollte schon länger mal was dazu schreiben.

 

Wenn man sich damit eincremt, legt sich sowas wie ein Gummifilm über die Stellen. Das ist, sagen wir, ungewöhnlich. Auch, wenn man sich dann Stunden später z.B. die Hände wäscht (dort hatte ich mich damit eingecremt), wird sowas wie ein Gummifilm abgewaschen, der dann inzwischen eingetrocknet war.

 

Ich hatte dann mal geguckt, was da drin ist – das ist alles und nichts, salopp würde ich sagen "viel Chemie", was (erst mal) nur eine Feststellung ist, keine Wertung.

  • Wasser (Aqua)
  • Glycerin
  • Dicaprylyl Carbonate
  • Butylene Glycol Dicaprylate/dicaprate => ein Lipid, zum Rückfetten
  • Polyacrylamide => bildet einen Film oder ein Gel; darf in Pflegemitteln, die auf der Hautbleiben, einen Restacrylamidgehalt von 0,1 mg pro Kilogramm nicht überschreiten
  • Dicaprylyl Ether => ein Lipid; zum Rückfetten
  • C13-14 Isoparrafin => ein Lösemittel, basiert auf Paraffin
  • Cellulose Gum => ein Emulgator; bildet ein Gel
  • Sodium Gluconate => ein Enthärter
  • Laureth-7 => PEG-basiert (?)
  • Sodium Perborate => nichts für Kinder unter 3 Jahren. Soll nicht auf verletzter oder gereizter Haut angewendet werden, wenn die Konzentration an freiem löslichen Borat mehr als 1,5% beträgt
  • Citric Acid => Zitronensäure; reguliert den pH-Wert, hält feucht, wird auch als Konservierungsmittel benutzt
  • Sodium Chloride => ein Hilfsstoff
  • Xanthan Gum =>  hautstraffend
  • Silver Citrate => Wikipedia sagt: Silbercitrat wirkt in Verbindung mit Citronensäure schweißhemmend und bakterizid und wird daher in Deosprays und geruchshemmenden Fußsprays eingesetzt.

Ich habe den Balsam etwa 2 Wochen lang angewendet Die Haut wurde aber immer schlimmer. Nicht superschlimm, aber es ging eben bergab. Ob die Verschlechterung am Balsam lag oder daran, dass die Psoriasis eh gerade einen Schub beschlossen hatte – wer weiß das schon. Aber eine weitere Verschlechterung wollte ich nicht riskieren.

 

Wie immer gilt: Bei jedem anderen kann der Balsam anders wirken!

 

Was mich aber vor allem irritiert: Ich hatte den Hersteller angeschrieben und darum gebeten, mir die Untersuchung zu schicken, mit der er "wirbt". Er schreibt nämlich:

 

Klinische Untersuchungen haben bewiesen, das Schaebens Derma-Forte Psoriasis Balsam bei 85 % der Fälle eine gute Wirkung zeigte.

 

Diese Untersuchung scheint aber nirgends aufzufinden zu sein: 2x erhielt ich die Auskunft, man würde sich darum kümmern und melden. Das letzte Mal war Ende Januar.

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Eugenie

Ich habe auch den Schaebens-Balsam von dm ausprobiert, leider ohne großen Erfolg. Seit ca. 2 Wochen trage ich den  Balsam 2-3 mal täglich auf die betroffenen Stellen auf (Schienenbein, Unterarm, Ellenbogen) und habe das Gefühl es juckt mehr als vorher und die Rötung  geht auch nicht weg :-(  

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Claudia

Heute erhielt ich von Hersteller die Nachricht, "dass die betreffende Studie nicht veröffentlicht oder weitergegeben werden darf". Für mich wirkt das mehr als unseriös, auch wenn ich Schaeben's sonst als solide Marke einschätze. Komisch.

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Donna

Also sollte man lieber die Finger davon lassen???

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Claudia

Das ist wohl eher eine Prinzipienfrage ;) Vertraust Du einer Firma, die sagt "Unser Produkt ist ganz toll, das beweisen Zahlen" und auf Nachfrage nach den Zahlen kneift?

 

Die Inhaltsstoffe kann ich auch nicht recht beurteilen, vor allem in der Masse und Zusammensetzung. Weiß jemand mehr über die Stoffe (siehe Beitrag weiter oben)?

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besa

Hallo

Ich habe zwar nicht diese creme benutzt dafür aber die Gesichtsmaske von der Marke. Die war mit Joghurt und Aloe vera. Ich hatte es früher auch im Gesicht. Die Maske hat mir damals sehr geholfen. Die ganzen schuppigen stellen gingen nach 1 - 2 maliger Anwendung weg und meine Haut hat richtig geatmet das spürte ich sogar. Dieses Balsam kenne ich jetzt nicht hab nie darauf geachtet.

Jeder reagiert halt anders auf bestimmte Produkte.

Und jeder muss selbst entscheiden was er für seine Haut tut.

Ich z.b. achte jetzt auch nicht unbedingt was da alles drin ist. Hauptsache keine lästige Schuppenflechte.

Gruß

besa

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Claudia

Ich hatte auch bei Ökotest nachgefragt, was die von Schabens Psoriasis-Balsam halten.

 

Die Antwort:

 

Als Wirkstoffe dürften vermutlich Perborat und Silber im Einsatz sein.

 
Was Perborat bei Schuppenflechte Positives ausrichten kann, ist mir erst mal nicht geläufig. Bekanntermaßen findet die Substanz z.B. aufgrund ihrer bleichenden Wirkung in Zahnweißcremes oder Waschmitteln Verwendung. Auch als Inhaltsstoff in Gebissreinigern wirkt der Stoff keimtötend und bleichend.
 
Dass Silber eine antimikrobielle Wirkung hat, ist seit Langem bekannt. Die macht man sich im medizinischen Bereich zunutze, um Infektionen zu vermeiden oder zu behandeln, beispielsweise von Neurodermitispatienten. Auch bei Psoriasis wird ihm eine desinfizierende und (juckreiz-)lindernde Funktion zugeschrieben. Allerdings birgt der ubiquitäre (sinngemäß: weit verbreitete) Einsatz von Silber in Socken, Funktionswäsche, Matratzen, Kühlschränken usw. usw. Risiken in puncto Herausbildung silberresistenter Bakterienstämme mit sich.
 
In ÖKO-TEST Magazin 11/2012 hatten wir folgende z.B. Meldung veröffentlicht: „Silber ist kein harmloser Bakterienkiller"
 
 
Die INCI-Deklaration der Inhaltsstoffe verweist zudem auf von ÖKO-TEST kritisiertes PEG-basiertes Laureth-7 sowie einen erdölhaltigen Fettkörper, der ebenfalls zur Abwertung kommt, wenn sein Anteil mehr als 1% im Produkt ausmacht.

 

 

So richtig weiß ich immer noch nicht, was ich von alledem halten soll.

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Kuno

Nun habe ich eigentlich überhaupt keine Lust jede Behauptung unser Produkt XY hilft bei Psoriasis oder welcher Krankheit auch immer zu 85% oder wie viele Prozente auch immer zu wiederlegen. Allein die Ursache, dass ein äußerliches Mittel zu 85% helfen soll, lässt mangelnde Seriosität befürchten. Die Aussage, dass die Studie nicht veröffentlicht wurde und nicht bekannt gemacht werden darf, ist geradezu der Gipfel. Die Geschichte mit dem Sauerstoff ist in meiner Sichtweise grobe Irreführung. Perborat gibt tatsächlich Sauerstoff ab. Es handelt sich allerdings wohl eher um aggressive Radikale. Psoriasis hat nichts mit Sauerstoffmangel der Haut zu tun. Das Wort Hautatmung hat für Laien einen hohen Suggestivwert und wird gern zur Vermarktung von Produkten angeführt. Weitere Fragwürdigkeiten dieses Mittels wurden schon hinreichend beschieben - s. z. B. Beitrag von Claudia!

 

Solche Aussagen wie "hilft in 85% von ..." sollten eigentlich verboten werden, wenn es dafür keine mit sauber durchgeführter Methodik gewonnenen Belege gibt bzw. diese nicht veröffentlicht werden. Im Übrigen wäre ein Produkt mit 85% positiver Wirksamkeit bei Psoriasis ein solcher Meilenstein der Therapie, dass das überall als Sensation verbreiet würde. Leider ist hier die Macht der Produzenten von Pharmaprodukten und Kosmetika noch immer ungebrochen. Nur bei verschreibungspflichtigen Medikamenten müssen Studien vorgelegt werden. Zwar wird auch hier noch getrickst. Allerdings gibt es da zumindest Grenzen. Leider wurde die Homöopathie bei den Wirksamkeitsnachweisen ausgenommen.

 

Nun kann es dennoch in Einzelfällen trotz, während oder ggf. sogar wegen einer Behandlung zu einer Besserung kommen. Den Beweis für eine Wirksamkeit kann man daraus nie ziehen.

 

Allen wünsche ich dennoch ein schönes Osterfest!

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    • juska
      By juska
      Hallo! Da ich durch dieses Forum so viele Anregungen bekommen habe, möchte ich nun auch meine Erfahrungen mit euch teilen
      Kurz die wichtigsten Angaben zu mir:
      Alter: 24
      Psoriasis vulgaris seit Ende 12; hautarztbesuch im März u April 13; verschriebene Behandlung: cortison und Vitamin D Salbe (keine Wirkung); Betroffene körberariale: arme, Beine, münzgroße bis faustgroße, stark schppend, gerötete, juckend
      Da meine Hautärztin beim letzten Besuch nur meinte, dass ich mir so viele Rezepte holen kann wie ich möchte, sie mir aber nicht mehr weiterhelfen kann startete ich einen Selbstversuch.
      Aloe Vera Salbe und Gel hatte selbst nach 6 Wochen keine Wirkung, linderte aber zumindest den Juckreiz.
      Seit heute Teste ich folgende Creme:
      Savoderm bodylotion 12% urea (dm; 3,65€, 250ml)
      Balea med 15% urea (dm; 2,95€, 250ml)
      Schabens totes Meer Salz Salbe (dm, 5,95€, 75 ml)
      Aufträgen:
      Savoderm (testregion: linkes Bein) lässt sich gut verteilen, ist im Vergleich zu den anderen Salben etwas dickflüssiger und der Verbrauch dadurch höher
      Zieht sehr langsam ein, die haut bleibt für mehrere Stunden fettig
      Geruch: fast neutral
      Juckreiz: Linderung für ca. 4 Stunden
      Sonstigen: die Herde sind direkt nach dem eincremen stark gerötet, die Rötung legt sich nach einziehen der Creme aber wieder
      Balea (testregion: rechtes Bein): muss etwas länger einmassiert werden, da es einen weißen cremefilm auf der haut bildet. Der Verbrauch ist gering, da es sich sehr gut verteilen lässt
      Einzugszeit: mittel ca. 1 Stunde wenn ich mich großzügig eincreme
      Geruch: neutral
      Juckreiz: mittelmäßige bis leichte Linderung, Juckreiz setzt bereits kurz nach dem einziehen wieder ein, jedoch nur leicht
      Sonstiges: leichtes Brennen an offenen stellen
      Schabs totes Meer Salz Salbe (testregion: arme, Hände): lässt sich sehr gut verteilen, Verbrauch gering, zieht innerhalb von Minuten ein
      Geruch: neutral
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      Sonstiges: leichtes Brennen welches ca. 10 min dauerte
      Sobald erste Ergebnisse bzw. Veränderungen sichtbar sind werde ich wieder berichten.
      Anmerkung: ich wende derzeit ausschließlich diese Salben an (kein cortison bzw. Andere verschreibungspflichtige Medikamente).
      Ziel des selbstversuches soll sein 1 akutsalbe zur Linderung von stark betroffenen Arealen und 1 Creme zur regelmäßigen Hautpflege heraus zu Filtern welche beide in einem angemessenen kosten/nutzen Verhältnis stehen.
      Liebe Grüße juska
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