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yankee333

Auswahl verschiedener Biologicals

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yankee333

Guten Tag Frau Dr. Vogelsang

Wenn man am Punkt angelangt ist, wo irgend ein Biological für einen Patienten mit Haut- und Gelenkbeteilugung definitif indiziert ist, gibt es eine Bestimmte Reihenfolge/Logik in welcher die verschiedenen erhältlichen Biologicals angewendet werden? z.B. erst mal ein TNFa-Hemmer, oder gleich ein IL-17-Hemmer oder das Biological mit den besten Studienergebnissen? Wenn. ein TNFa-Hemmer probiert wurde und nicht oder nicht mehr wirkt oder nicht vertragen wird, sollte man ein anderen TNFa-Hemmer testen oder gleich ein Biological mit anderer Wirkungsweise...? Ist es legitim die verschiedenen Biologicals unter ärztlicher Aufsicht quasi einfach mal alle durchzutesten (natürlich mit System und für eine gewisse Zeitspanne), die Wirkung am Individuum will ja ausprobiert sien? Spielen die unterschiedlich hohen Kosten für die verschiedenen Biologicals an dieser Stelle noch eine Rolle? Wo gibt es eine übersichtliche Zusammenstellung der relevanten Studienergebnisse in Punkto Wirkung betreffend Haut und Gelenke der Biologicals? Ich schätze ich würde haupsächlich aufgrund der Wirkung (Studienergebnisse) und vielleicht noch aufgrund der Langzeiterfahrung, Nebenwirkungen und Spritzinervalle das Biologicum wählen. Mit einer übersichtlichen Zusammenstellung der Wirkungen/Prozentuale Heilung (Studienergebnisse) in Punkto Haut und Gelenke wäre schon sehr geholfen. Weitere konkrete Logiken und Überlegungen wären interessant. Vielleicht werden wir noch den Tag erleben, wo alternierend verschiedene Biologicals gespritzt werden oder gar Mischungen von Biologicals, vorerst bitte ich aber um anwendungsorientierte Angaben zum heutigen Stand der Dinge.

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Dr.Vogelgsang

Guten Abend!

 

Die Auswahl der zu Verfügung stehenden Therapie muss für und mit den jeweiligen Patienten  individuell besprochen werden.

Im Hinblick auf eine empfehlenswerte Abfolge der Therapien gibt es keinerlei Studien, weiterhin findet sich keine Aussage in der Leitlinie und leider auch kein Konsens unter den Behandlern.

Die unterschiedlichen TNF-Blocker können gut nacheinander verwendet werden, jedoch macht ein "Durchprobieren" wenig Sinn. Jede eingeleitete Therapie wird von dem Behandler mit Bedacht gewählt und wenn eine Therapie gut funktioniert und keine Nebenwirkungen zeigt, scheint ein Wechsel der Therapie, nur um sehen, ob es doch ein wenig besser wirkt, wenig sinnhaft.

Vergleichsdaten liegen nur unvollständig vor. Grundsätzlich kann  von folgender Reihenfolge der Wirksamkeit in etwa auszugehen: Stelara=Cosentyx=Remicade≥Humira>Simponi>Enbrel.

Eine gute Quelle zum Nachlesen sind die AWMF-Leitlinien, wir erwarten die neue Leitlinie zur Schuppenflechte im August 2017.

 

Liebe Grüße,

Lena Vogelgsang

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    • PSOnkel
      By PSOnkel
      Seit Donnerstag leide ich unter einer Virusinfektion. Herpes Zoster / Gürtelrose. Seit Freitag erhalte ich zur Behandlung den Wirkstoff Aciclovir.
      Seit 7 Jahren nehme ich zur Behandlung meiner Pso nun schon erfolgreich Enbrel.
      Kann mir jemand von Euch etwas zu Thema Nebenwirkungen, Wechselwirkungen oder Verträglichkeit zur Einnahme von Enbrel bei einer Viruserkrankung wie dem Herpes Zoster sagen?
      In einer ärztlichen Fachinformation von Pfizer zu Enbrel lese ich, dass Patienten mit einer signifikanten Varizella-Viren-Exposition vorübergehend unterbrechen sollten.
      Gibt es zwischen den Varizella-Viren und einem Herpes Zoster Gemeinsamkeiten oder Parallelen?
      Wie lassen sich Viren dieser Art nachweisen?
      Was heißt „signifikant“?
      Sollte tatsächlich bei einem Herpes mit Enbrel unterbrochen werden, und falls ja, wie lange?
       
      Wer von Euch hat Erfahrungen oder Hinweise, kennt sich mit dem Thema aus? Bitte um Hilfe und/Unterstützung. Vielen lieben Dank.
       
       
       
       
    • Health
      By Health
      Hallo zusammen, 
      hat hier schon jmd, der bereits länger ein Biologikum nimmt, die Masernimpfung  nachgeholt? Ich müsste das nämlich machen, wenn ich in meinem angestrebten Beruf arbeiten möchte und frage mich nun, ob ich das Risiko eingehen soll mein Biologikum 4-4,5 Monate (3 Monate vor Impfung und 4-6 Wochen danach abwarten) auszusetzen oder ich besser die Ausbildung abbreche. Kann es sein, dass das Biologikum nach so einer Pause nicht mehr so gut wirkt wie zuvor? Wie würde man die 4,5 Monate überbrücken? Mit Kortison nach Bedarf? Ich habe tausend Fragezeichen und im Internet scheint das bisher gar kein Thema zu sein....
      Ich würde mich sehr freuen, wenn mir irgendwer von seinen gemachten Erfahrungen berichten kann. 
      Liebe Grüße 
      Health
    • Tessa
      By Tessa
      Hallo ihr Lieben,
      ich nehme seit 2015 Cosentyx.
      Es gab vorher Enbrel, Talz jetzt gibt es Kyntheum.
      Was sind  die  Unterschiede und warum werden soviele Biologicas hergestellt?
      Gruß Tessa
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