Jump to content
Rudi6591

Cosentyx bzw. MTX und Hautkrebs -Zweitmeinung

Recommended Posts

Rudi6591

Guten Tag Frau Dr. Vogelsang. Ich bin 60 Jahre alt und habe seit Mitte der 90ziger Jahre Psoriasis mit Beteiligung der Haut und Nägel. Vor ca. 2 Jahren wurde bei mir eine leichte PSA festgestellt. Ich bin ein heller Hauttyp und war rothaarig. Meine Mutter hatte mit 60 Jahren in malignes Melanom (T2). Sie bekam Interferon und wurde geheilt. Ich war viel in der Sonne, am Meer und habe auch entsprechende Haut. Die Psoriasis wurde zuerst konservativ mit diversen (kortisonhaltigen) Salben, Daivobet, Silkis usw. und Minutentherapie behandelt. Dazu kam während diverser Kuren auf Borkum (6x) Balneophototherapie bzw. PUVA-Behandlung. Als erstes systematisches Medikament bekam ich Fumaderm initial, was ich anfangs gut vertragen habe. Nach Durchfällen während der Aufdosierunng musste ich es jedoch absetzen. Ab September 2015 nahm ich an der UKM an einer Studie mit Secukinumab teil. Bereits nach 3 Wochen war meine Haut schuppenfrei. Die letzte Injektion bekam ich Ende April 2016. Bis dahin haben sich die Nagelveränderungen an den Händen und Füssen komplett zurückgebildet und auch die Hüftbeschwerden und die Morgensteifigkeit verschwanden. Im Juni 2016 wurde bei mir beim Hautkrebscreening von meinem Hautarzt ein Lentigo maligna am Rücken entdeckt und operiert. Deshalb flog ich aus der Studie heraus, weil nicht auszuschließen ist, dass das Cosentyx die Ursache des Melanoms ist. Dann habe ich bis Oktober garnichts mehr unternommen. Das Cosentyx wirkte lange nach. Während der 8 monatiger Behandlung damit hatte ich übrigens keine Nebenwirkungen. Im Oktober tauchten wieder die ersten Schuppen und Nagelveränderungen auf. Daraufhin bekam ich MTX-Pens (15mg) in Kombination mit Folsäure verordnet. Das MTX hat auch schnell gewirkt. Die Haut ist bis auf 3 kleine Stellen an Ellbogen und Knie fast rein. PSA ist wohl gestoppt nur die Nägel sehen wieder unschön aus. Vor 4 Wochen wurde bei mir am Rücken ein weiteres Melanome in Situ festgestellt und entfernt. Ein mögliches Drittes wird im Januar geprobt. Mein Hautarzt vor Ort rät mir dringend dazu, das MTX abzusetzen, weil es das Risiko, an einem Melanom zu erkranken, verdreifachen soll. Er rät mir zu Cosentyx. An der UKM rät man mir dagegen, dass MTX jedoch ab Januar 2017 mit niedrigerer Dosierung nämlich 10 statt 15 mg beizubehalten. Begründung: MTX sei ein langerprobtes sicheres Medikament, während man beim Cosentyx über Langzeitnebenwirkungen noch nicht viel weiß.

Ich bitte Sie herzlich um Ihren Rat.... insbesondere, weil mir ein Rheumatologe auch bereit wäre, das Cosentyx zu verordnen!

 

Vielen Dank

 

 

 

Edited by Rudi6591

Share this post


Link to post
Share on other sites

Dr.Vogelgsang

Guten Abend!

 

Ich kann Ihre Verunsicherung gut verstehen, zwei unterschiedliche Therapievorschläge zu erhalten kann nur unsicher machen.

Ich hoffe jedoch, dass Sie verstehen, dass ich keine Therapieaussage in Ihrem speziellen und komplexen Fall im Rahmen eines Internetforums treffen kann.

An Ihrer Stelle würde ich mir einen behandelnden Arzt aussuchen, zu dem Sie ein Vertrauensverhältnis haben und mit dem Sie die Therapie abstimmen und durchführen können. Regelmäßige Ganzkörperinspektionen sind für Sie natürlich Pflicht und die Sonne sollte ebenfalls gemieden werden.

Liebe Grüße,

Lena Vogelgsang

 

 

Share this post


Link to post
Share on other sites

  • Similar Content

    • Atha
      By Atha
      Ihr lieben,
      Anfang 2018 habe ich eine Therapie mit Cosentyx begonnen. Das Medikament schlug auch sehr gut an, ich bin seit über einem Jahr erscheinungsfrei. Nun gehe ich beruflich für ein halbes Jahr-Jahr in eine andere Region Deutschlands und habe keine Lust, monatelang auf einen Facharzttermin zuwarten, so dass ich gestern mit meinem derzeit behandelnden Arzt beschlossen habe, das Medikament vorübergehend abzusetzen. Sollte der Mist wieder kommen, so steigen wir eben wieder ein. Oder die Salus sieht mich mal wieder... 
      Nachfolgend möchte ich euch wöchentlich darüber informieren, wie es mir und meiner Haut damit geht.
      Letzte Injektion war am 23.06.2019, die üblichen 2 Pens.
      Start: 02. Juli 2019: Meiner Haut geht es gut. Leichte Bräune zeigt sich an den Armen und im Gesicht. Und das ganz ohne UV-B Bestrahlung
    • Naddl
      By Naddl
      Hallo,
      einige kennen mich "kücken" hier ja schon.
      Ich war heute mal wieder bei meinem Hautarzt um mit ihm zu besprechen wie es auch mit meiner PSA weitergehen soll, da ich zur Zeit starke Schmerzen habe. Er hat mir erstmal Kortison verschrieben und ich muss nächste Woche nochmal zu meinem Rheumatologen (die beiden Ärzte haben sich abgesprochen). Falls das Kortison nicht wirkt wollen beide mir MTX verschreiben.
      Ich jedoch habe angst davor, auf Alkohol kann ich gerne verzichten, aber Sonne? Wie wirkt sich das bei euch aus? Meidet ihr die Sonne? Was passiert wenn man in die Sonne geht? Ich bin ein totaler Sommermensch, der auch gerne stundenlang in der Sonne sitzt.
      Wäre lieb wenn ihr mir berichtet wie es bei euch ist.
      Liebe Grüße
    • kucksdu
      By kucksdu
      Bin recht neu hier und habe deshalb gleich mal eine Frage, da mein Rheumadoc nicht wirklich der Redsamste ist.
      Bei mir wurde Anfang Nov. 09 die Diagnose PSA gestellt. Seine Diagnose beruht auf einer Kniepunktion und einem gr. Blutbild sowie anderen Untersuchungen anderen Ärzten im 09 wie div. Blutuntersuchungen.
      Die typischen Syntome habe ich nicht d.h :
      - Morgensteifigkeit
      - Schuppenflechte
      - schwellungen an Finger oder Zehen
      - Schmerzen
      was habe ich :
      - ende 08 leichte Schmerzen an den Fersen ( sind jetzt aber weg )
      - von 04/09 - 11/09 Schwellung & Erguß am re. Knie
      - seit ca 1J. alle 2 Mon. Brustbeinschmerzen ( dachte es wäre Sodbrennen )
      - ab und zu ein Zwicken an der Hüfte, Ellenbogen
      alles in allem brauchte ich zu keinem Zeitpunkt Schmerztabletten, wenn überhaupt habe ich mini Schmerzen die ich nicht als solches für redenswert halte. Auc habe ich Körperlich keine Einschränkung.
      Nun hat mein Rheumadoc mir MTX 15mg verschrieben mit dennen ich mich schwer tue sie zu nemen, weil ich nahezu Schmerzfrei bin und es mir so auch sehr gut geht und ich einfach Angst vor den ganzen Nebenwirkung habe. Zudem habe ich seit 2003 eine COPD ( Lungenerkrankung ) .
      Deshalb meine Frage an euch, gibt es nichts alternativ zur MTX Therapie ?
×
×
  • Create New...

Important Information

We have placed cookies on your device to help make this website better. You can adjust your cookie settings, otherwise we'll assume you're okay to continue.