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Claudia

Sich damit abfinden – hat das bei euch geholfen?

8 posts in this topic

Bei meinen Streifzügen durchs Netz fand ich heute diesen Artikel:

https://lenajbecker.com/2017/05/28/man-denkt-irgendwann-wirklich-dass-man-nicht-normal-ist/

Für ihren Blog hat eine Studentin eine 19-jährige Schülerin mit Schuppenflechte interviewt. Sie lässt sie einfach erzählen. Das hat seinen Vorteil, dass es ungeschönt ist, ordnet aber auch keine Aussagen ein. Letzteres ist ein bisschen schade, finde ich – aber es überwiegt bei mir das Positive, denn es sind schöne, aber auch irgendwie erschreckende Gedanken dabei. Zum Beispiel:

Zitat

Vor drei Jahren ca. wurde es auf einmal besser ohne dass ich irgendwas gemacht habe. Ich denke, dass das auch was mit der Psyche zu tun hat. Ich habe angefangen mich damit abzufinden und ab dem Punkt wurde es besser durch den ausbleibenden Stress.

Oder:

Zitat

Dass Kinder untereinander grausam sein können, weiß man ja. Was mich aber viel mehr getroffen hat, war, dass auch die Eltern ihren Kindern eingeredet haben, sie dürften nicht mit mir spielen.

Das war bei mir in übertragenem Sinne so, als ich mein Abitur gemacht habe: Da haben mir Klassenkameraden nicht mehr die Hand gegeben – und manche davon wollten Arzt werden :blink: Das hat mich damals auch sehr getroffen und noch heute denke ich an diese Zeit nicht mit guten Erinnerungen. Aber weiter:

Zitat

Es ist wichtig ... Sich keinen psychischen Druck deswegen zu machen, sich einfach mit der Krankheit arrangieren und auch nicht zu tausend Ärzten zu rennen

Naja, zum Arzt sollte man ab einem gewissen Schweregrad dann schon, aber die Sache mit dem Arrangieren finde ich auch wichtig.

Zitat

Wenn meine „Theorie“ stimmt, dann legt sich das irgendwann von selbst sobald man sich keinen Druck mehr macht.

Sagen wir mal so: Die Theorie stimmt oft nicht. Mancher hat sich mit der Krankheit arrangiert und sie blüht trotzdem munter vor sich hin. Theorien sind eben Theorien :)

Was aber auf jeden Fall stimmt:

Zitat

Trotz Schuppenflechte sind wir alle normale Menschen und nicht schlechter als andere.

 

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Den Artikel habe ich auch gelesen.

Mit Abfinden hat bei mir gar nix geholfen. Das klappt vielleicht bei kleineren Stellen, doch nicht wenn der Körper 80 - 90 Prozent betroffen ist.

Oder wenn die Psoriasis Athritis da hinzukommt und man vor Schmerzen nicht weiss wie man überhaupt auftreten soll.

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ich finde in dem Artikel wird soviel zusammengeworfen was gar nichts miteinander zu tun hat. Klar "... sind wir alle normale Menschen und nicht schlechter als andere" und zu versuchen nicht sein ganzes Leben von der Psoriasis bestimmen zu lassen ist sicher auch nicht so verkehrt. Nur bezweifle ich doch sehr, dass das in der Regel ausreicht, um keine Symptome mehr zu haben. Bei mir hat die Pso mit ca 22 angefangen - hauptsächlich auf dem Kopf - dann waren etliche Jahre Ruhe und bei einem längeren Auslandsaufenthalt hat es massiv wieder angefangen. Dann war es eine Weile im Sommer ok und kam im Winter zurück - auf dem Kopf, an den Schienbeinen, den Ellenbogen... und dann kam vor einigen Jahren die PSA dazu. Teils war mein Stresslevel sehr niedrig - mit richtig viel PSO, dann hoch mit gar keiner. Nicht mehr zum Arzt zu gehen, weil man glaubt dann würde schon alles gut ist imo blauäugig. Man kann auch zum Arzt gehen und sein Leben nicht von der Psoriasis bestimmen lassen

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Die kurze Antwort auf die Frage lautet "nein".

Nun frage ich mich allerdings auch, inwieweit ich mich mit der Pso abgefunden habe, und vor allem, wie es das Mädel geschafft hat, sich mit dem Juckreiz abzufinden. Das ist nämlich bei mir das allergrößte Problem, wenn die Pso blüht. Die Optik ist mir relativ egal, wobei mich die Schuppenspur, die ich hinterlasse, schon noch bedrückt und ich meine Haut dann auch nicht schön finde. Aber ich lebe mein Leben trotzdem weiter und werde nicht zum Trauerkloß. Aber die Juckerei kann ich schlicht nicht ignorieren, und sie geht nur weg, wenn die Entzündung weggeht. Deshalb würde ich eher sagen, ich habe mich damit abgefunden, dass ich nunmal Schuppenflechte habe, aber beobachte und behandle sie, wie es der Zustand erfordert. Dass es manchmal länger dauert nervt mich allerdings immernoch.

Und zum Auslöser Stress: ich halte es schlicht für unmöglich, emotionalen Stress komplett zu vermeiden, wenn man ein fühlender Mensch ist. Man kann damit umgehen lernen, aber dass Gefühle wie Trauer, Wut und Angst gar nicht erst aufkommen, halte ich weder für möglich noch für erstrebenswert.

Schöne Grüße vom

Kringelblümchen

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Meine Antwort ist ein klares "Ja". Meine PSA/PSO ist ein Teil von mir, nicht direkt der Beste:tw_grimace:, aber sie gehören halt zu mir... und ich habe gelernt mit ihnen umzugehen. Mal gut und mal weniger gut... mal ist sie da, mal kann ich sie glatt vergessen...

Im Moment ist die PSA unfühlbar und die Pso nur eine Ahnung....:D...herrlicher Zustand und das obwohl ich eine Menge Turbulenzen gerade durchlebe...

 

 

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Liebe Supermom,

dass es hilft, ein glücklicheres Leben zu führen, wenn man sich mit der Pso/PSA abfindet, ist ja klar. :) Aber dass das Abfinden zum Abheilen führt, ohne sonstige Behandlung und ohne zeitnahe Wiederkehr, können wir -für uns- wohl beide nicht behaupten, oder? ;) Schön, dass es Deiner Haut, den Sehnen, Gelenken und Knochen so gut geht! :daumenhoch:

Liebe Grüße vom

Kringelblümchen

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Stimmt Kringelblümchen:daumenhoch:,

mir hilft es, wenn ich der Pso/Psa nicht mehr Raum in meinem Leben einräume, als ihr zu steht... Ich hatte immer den Eindruck, wenn ich mich zu intensiv damit befasse, dann bekommt sie immer mehr von meiner wertvollen Lebenszeit.

Ich war schon lange Zeit der Meinung, dass gewaltige Emotionen immer mit einer kleinen Verzögerung auch einen Schub auslösten... allerdings war es dann egal, ob positive oder negative Momente dazu beitrugen...

Das ist, seit ich Simponi spritze, irgendwie ruhiger geworden... was ich vom Rest meines Lebens nicht behaupten kann.

So long...auf in den Dienstag!:)

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Abfinden mit pso? Nein! Definitiv nicht! Aber ich habe für mich selbst auch festgestellt, das es bei großem Stress oder psychischer Belastung - die diese auch immer geartet ist - schlimmer ist, als in Zeiten wo es mir "gut geht". Es hängt doch vieles mit der Psyche zusammen. Man muss lernen selbst gut auf sich zu achten.

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