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TNC

Nur noch homöopatisch behandeln!?

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TNC

Hallo zusammen,

ich habe mal eine Frage, hat jemand Erfahrungen mit reiner homöopathischer Behandlung der PSA und der PSO!
Ich habe, wenn ich ehrlich bin keine Lust mehr auf diese ganzen Medikamente bzw. auf deren Nebenwirkungen.

Ich bekomme im Moment Cosentyx seit 12 Wochen, die Wirkung ist eigentlich sehr gut, ich habe an den Händen keine Schuppende Stellen mehr, die Rötungen sind zwar noch vorhanden aber, an den Händen bin ich fast Erscheinungs frei. Der Rest der Haut wurde zwar auch etwas besser aber nicht wirklich viel. Jetzt habe ich seit ca. 6 Wochen eine dauer Erkältung die sich immer mal wieder auf die Bronchen ausweitet und fühle mich meistens sehr schlapp und ausgelaugt.

Am liebsten würde ich die ganzen Medikamente absetzen und versuchen über Homöopathie die Psoriasis zu behandeln.

Andererseits bin ich sehr froh, dass ich mit Cosentyx meine Hände wieder benutzen kann und sie auch wieder gut aussehen.
Ich bin mir nicht sicher ob mir der Erfolg mit den Händen, aber das weiterbestehen der Psoriasis an den anderen Stellen, die Nebenwirkungen Wert sind! Ich quäle mich im Moment jeden Tag auf die Arbeit, bin dort nicht wirklich belastbar, und spätestens nach 3 bis 4 Stunden würde ich am liebsten aufhören und nach Hause gehen, kann mich dann nur noch schlecht konzentrieren und bin ziemlich fertig. Nach der Arbeit noch etwas unternehmen, etwas im Haus arbeiten oder gar Sport machen, dazu fehlt mir meistens die Kraft.

Ich habe die Befürchtung, dass dies auf das Medikament zurückzuführen ist, mein Hautarzt würde die Behandlung gerne mit Cosentyx fortsetzen, wegen der Erfolge an den Händen und auch der Rest wurde ja etwas besser, aber halt nicht wirklich gut.

 

Es würde mich freuen, von euren Erfahrungen mit der Homöopathie zu Erfahren, bzw. auch einfach eure Meinung zu meinem Problem!

 

GlG.

Tomaso.

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Claudiane

Hallo Tomaso,

wie stellst du dir die gewünschte homöopathische Behandlung vor? Willst du von heute auf morgen alle Medikamente absetzen und im Selbsttest homöopathische Mittel ausprobieren?

Wenn du es wirklich mit Homöopathie probieren möchtest, empfehle ich dir einen Heilpraktiker zu suchen, der deine schulmedizinische Therapie unterstützen möchte. Meist kann man durch Homöopathie Medikamente nicht ganz ersetzen, aber oft reduzieren.

Da du für alternativen Therapien scheinbar aufgeschlossen bist, meine Frage: Hast du schon mal ausprobiert, ob Entspannungstechniken (z.B. Qi Gong, Tai Chi, Yoga, Autogenes Training o.ä.) Auswirkungen auf deine PSA und PSO haben?

LG Claudiane

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sia
vor 11 Stunden schrieb TNC:

Ich habe, wenn ich ehrlich bin keine Lust mehr auf diese ganzen Medikamente bzw. auf deren Nebenwirkungen.

Kann ich mir vorstellen - wer hat schon Lust auf Medikamente., wer wünscht sich nicht gesund zu sein.

Die Einnahme von homöopathischen Präparaten birgt allerdings etliche Risiken über die du dir klar werden musst und dir die Fragen stellen, ob du darauf mehr Lust hättest. Handelte es sich 'nur' um eine Pso kann man alles mögliche ausprobieren. Im schlimmsten Fall juckt's, man schuppt wie ein eine Schneekanone und wird von Leuten vielleicht etwas schräg angeschaut. Alles zwar sehr unangenehme Sachen, aber sollten die Versuche keine Wirkung zeigen kann man jeder Zeit wieder zu richtigen Medizin zurück kehren.

Bei der PSA sieht das leider etwas anders aus. Hier musst du dir klar machen, dass die Entzündung an den Gelenken nicht nur unangenehm und nervig ist. Schäden die hier entstehen - und die entstehen sicher - sind leider nicht mehr rückgängig zu machen. Besonders deinen Gelenken zuliebe wird dir jeder Arzt von (rein) homöopathischen Versuchen abraten. 

Die Anregungen von Claudiane sind für dich sicher ein guter Ansatz. TaiChi habe ich jahrelang gemacht, ist eine gute Möglichkeit um erstens seine Beweglichkeit zu trainieren und zweitens zu lernen besser mit Gegenschlägen und Stress umzugehen.

Erfolg

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HLAB27

@TNC:

Ja, ich habe Erfahrung mit rein alternativer Behandlung (Naturheilkunde, Phytomedizin und Homöopathie) bei:

Psoriasis vulgaris

Psoriasis inversa

PSA

Nagelpsoriasis.

Aber nicht freiwillig. Ich habe nach einer Antibiotika-Einnahme 1989 (Vancomycin nach mutierter beta-hämolysierender Streptokokken-Infektion/Scharlach) eine schwere Urtikaria/Nesselsucht und die Psoriasis vulgaris auf der Kopfhaut entwickelt. Die Urtikaria hat sich daraufhin bei jeder Medikamenten-Einnahme gezeigt und die Psoriasis hat sich parallel dazu verschlechtert. Die Schulmedizin hat mich schnell aufgegeben, nachdem auch Cortison-Gaben mit einer starken Verschlechterung meines Zustands (ich hatte außer den genannten Psoriasis-Formen auch noch Neurodermitis) einhergingen. Da wurde mir dann - mit 15 !!! - gesagt, dass man nichts mehr für mich tun könnte. Aus dem Fenster zu hüpfen war keine Option für mich, also habe ich mir selbst geholfen. Ich habe meiner Mutter gesagt, dass ich es komisch finde, dass die Quaddeln so aussehen wie wenn ich eine Brennessel angefasst habe und dass es deswegen wohl "Nesselsucht" heißt. Also habe ich etwas gemacht worüber ich heute manchmal noch lachen muss: ich habe mich in ein Brennessel-Feld gelegt. Einfach so. Und es tat unglaublich gut und es hat geholfen! Das war ein unglaubliches Erlebnis für mich und es hat mich positiv bestärkt in dieser Richtung weiterzumachen. Auch in der Homöopathie kommt die Brennessel zum Einsatz - in Urtica. Nun ist es also einfacher gewesen für mich fortan Urtica D6 einzunehmen anstatt mich jedes Mal ins Brennessel-Feld zu legen.

So habe ich also meine Alternativen suchen und finden müssen. Bei der Psoriasis habe ich immer darauf geachtet ob es mit Infekten, meiner Ernährung, den Hormonen oder sonstigen Veränderungen zusammenhängt - die Auslöser waren damit immer sehr schnell gefunden. Einen großen Zusammenhang stellen auch Allergien bzw. Kreuzallergien dar- die Wenigsten wissen leider welche Kreuzallergien auf welche Allergien entstehen können. Wenn man keine Medis nimmt kann man vor allem ernährungsbedingte Auslöser sehr schnell und gut herausfinden - mit Medis ist das fast unmöglich einen Zusammenhang herzustellen. Leider. Ärzte gab es auf meinem Weg leider wenige, denn für alle war es eine unüberwindbare Hürde, dass man mir nicht den Standard XY verschreiben konnte welcher in den Leitlinien stand.

Nur ein renommierter Dr. der Allergologie hat sich meiner angenommen. Seine Therapie? 3 Wochen Kartoffel/Reis-Diät und danach 1 Woche lang jeweils 1 neues Lebensmittel dazunehmen. Eine wahre Geduldsprobe, welche ich dann mit 16 (!) mit großem Erfolg auf mich genommen habe. Damit hat er meine Darmflora nach der Vancomycin-Einnahme wieder auf Vordermann gebracht. Heute macht das keiner mehr - die Zeit hat ja keiner mehr. Da muss alles ruckzuck weg sein und alles muss perfekt aussehen. Seine Philosophie war die, dass der Körper aus dem Gleichgewicht gekommen ist (was nach Antibiotika, Medis, Hormonen, OP´s,... häufig der Fall ist) und man ihm dabei helfen muss wieder zurückzufinden. Diese Einstellung findet man heute nur noch in der alternativen Medizin - leider. Ob es an dem Zeitmangel oder dem Leistungsdruck liegt? Ich weiß es nicht.

Heute bin ich ihm dankbar, dass er mir das vermittelt hat. Aktuell bin ich erscheinungsfrei in allen Formen, auch die Urtikaria und die Neurodermitis sind Vergangenheit. Nur die Fingernägel wachsen momentan noch heraus, sie hatten sich nach einer - leider notwendigen - OP im Frühsommer wieder etwas verschlechtert. Aber auch das habe ich wieder hinbekommen - es gehört aber eine unglaubliche Geduld und ein riesiges Vertrauen in den eigenen Körper dazu. Es geht also nix mit: mal schnell mit Pille einwerfen, Spritze geben oder Pen drücken. Unser Körper ist ein Gesamtwerk in seiner Leistung und Reaktion und ist auch als solches zu betrachten. Das kann die Medizin derzeit noch nicht leisten, aber es wäre mehr als wünschenswert.

In deinem Fall würde ich mir einen Arzt mit homöopathischer Fachrichtung oder eine Klinik (z.B. http://www.schlossfriedensburg.de/) suchen und mal ein Gespräch führen. Man wird dir sagen können welche Chancen du hast von den Medis wegzukommen und man wird dir sagen wie hart der Weg ist dorthin und was im schlimmsten Fall auf dich zukommt.

Was deinen Infekt angeht - hier kannst du dich ja mal etwas einlesen, was Infekte in der alternativen Medizin bedeuten. Ich vermute mal, dass dies der eigentliche Auslöser deiner ganzen Geschichte ist (wird irgendwann in der Kindheit mit irgendeinem schweren Infekt in dem Bereich begonnen haben) und vielleicht solltest du hier mal etwas tiefer graben, einen Pneumologen konsultieren um die Lunge mitsamt Antikörper-Tests usw. durchchecken zu lassen. Vermutlich sitzt hier das was das eigentliche Problem ist.

Gute Besserung wünsche ich dir und dass du Antworten auf deine Fragen findest!

Liebe Grüße

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sia
vor 10 Stunden schrieb HLAB27:

Es geht also nix mit: mal schnell mit Pille einwerfen, Spritze geben oder Pen drücken

Den Satz kann ich nicht unkommentiert stehen lassen. Den finde ich nämlich Allen gegenüber ziemlich herabwürdigend, die lange, oft viele Jahre warten und/oder lange suchen mussten um eine Behandlung zu finden die ihnen hilft.

Auch den Wissenschaftlern gegenüber die teils ihre ganze Berufslaufbahn an die Erforschung dieser Krankheit und den Mechanismen dahinter weihen ist das schon unverschämt zu nennen. Die (richtigen) Medikamente die sich in der Pille, der Spritze oder dem Pen  befinden haben jahrelange, manchmal Jahrzehnte langer Entwicklung gebraucht, sind in der Herstellung aufwendig und teuer - das mit 'mal schnell'... abzutun zeugt von Ignoranz und Unwissenheit. Das zeigt auch die Behauptung, dass die Medizin den Menschen nicht in ihrer Gesamtheit betrachtet. Ganz im Gegenteil, denn wozu bräuchte es denn Narkosen bei Op's? Geht doch nur um den Knochen oder die Galle. Wozu die  Listen von Nebenwirkungen worauf man achten soll, bei den Medikamenten? Biologen, Pharmazeuten und Mediziner  sind sich sehr wohl bewusst, dass ein Organismus ein 'Gesamtwerk' darstellt. 

Deine Erfahrungen von 1989(!) sind wirklich sehr zu bedauern. Aber das sind fast 30 Jahre her. Seither hat sich auf dem Gebiet viel getan und man weiß inzwischen sehr vieles mehr. 

Eine sehr gute Möglichkeit sich über Sinn und Unsinn der Homöopathie zu informieren ist das Netzwerk Homöopathie dort schreibt auch Frau Dr. med. Grams - die selber lange Jahre Homöopathie praktiziert hat.

 

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TNC

Hallo zusammen,

danke für die Antworten, ich werde mich mit dem Thema mal genauer befassen und werde auch mal nach einem Arzt Ausschau halten, welcher Erfahrungen mit dem Thema hat.

 

Ich wünsche euch allen noch eine schöne vor Weihnachtszeit.

 

GlG.

Tomaso. 

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