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dennis93

Schuppenflechte und hypogonadismus

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dennis93

Hallo ihr lieben!

Ich war heute bei meinem Hautarzt und habe Blutergebnisse bekommen. Ich leide seit mittlerweile 19 Jahren an Schuppenflechte. Meine Testosteronwerte lagen nun bei 3,22. Kann mir jemand helfen und mir erklären ob eine evtl. Hypogonadismus durch eine Schuppenflechte erfolgen kann?

Liebe Grüße, Dennis93

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sia

Hallo dennis93,

willkommen hier.

Ich habe deinen Post so verstanden, dass du seit 19 Jahren an Schuppenflechte leidest. 

Weiter hattest du Symptome die deinen Arzt an einen Hypogonadismus denken ließen. Daher ein Bluttest um die Testosteron-Konzentration zu messen. Der Wert war niedrig - zumindest wenn zu 3,22 die Einheit pg/ml dazugehört.

Deine Frage ist nun:

vor 29 Minuten schrieb dennis93:

Kann ...Hypogonadismus durch eine Schuppenflechte erfolgen ...?

keine eindeutig zu beantwortende Frage.

In etlichen Studien wurde ein Zusammenhang zwischen niedrigen Serumkonzentration von Testosteron und Autoimmunerkrankungen gefunden. Testosteron interagiert mit T-Lymphozyten (besonders Th1, Th2, Th17). Männer erkranken seltener an Autoimmunerkrankungen - das lässt darauf schließen, dass Testosteron einen gewissen Schutz davor bietet. Eine Forschungsgruppe fand bei Männern mit diagnostiziertem und unbehandeltem Hypogonadismus häufiger Autoimmunerkrankungen (FJ Jimenez-Balderas, R Tapia-Serrano et al., 2001). Das passt zu Ergebnissen bei Mausmodellen wo sich die Autoimmunerkrankung bei gleichzeitigem Testosteronmangel verschlechterte (K Ganesan, C Balachandran et al., 2008). Wurde Testosteron substituiert verbesserte sich die Schwere der Erkrankung. (pass auf - bei Mäusen!)

ABER: hier geht es erstmal nur um eine (Schein)Korrelationen und es ist völlig unklar ob eine Autoimmunerkrankung Folge eines niedrigem Testosteronspiegels ist oder der niedrige Testosteronspiegel eine Folge der Autoimmunerkrankung. Was also genau der ursächliche Zusammenhang ist, ist noch unklar. Bis jetzt ist nur klar, dass eine Psoriasis mit einem erniedrigten Testosteron-Wert einhergehen kann, aber nicht muss.

Für dich wäre es erstmal wichtig herauszufinden, was genau die Ursache deines niedrigen Testosteronspiegels ist. Aber das wirst du mit deinem Arzt sicher schon besprochen haben, was jetzt die nächsten Schritte sind. (Hier ein Tipp: achte selber mit drauf, dass das Blut immer zwischen 8 und 10 Uhr morgens abgenommen wird. Der Testosteronspiegel unterliegt einer tagessperiodischen Schwankung (circadian) und ist um die Zeit auf dem Höhepunkt.) 

Erfolg.

 

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sia

Ja, na ja, auch hier viel Maus und Ratte. Und klar, in geschlechtsspezifischer Unterschied war und ist bei vielen Erkrankungen zu erwarten - wie auch eine unterschiedliche Wirkung von Medikamenten.

Leider beantwortet auch dieser Artikel nicht die Huhn-Ei-Frage und die Schlussfeststellung der DAZ ist das was sicher und voll zu unterschreiben ist:

"... Notwendigkeit einer geschlechtsspezifischen Medizin. Diesem Umstand sollte bei der Entwicklung neuer Medikamente, besonders zur Behandlung von Entzündungserkrankungen, künftig deutlich stärker Rechnung getragen werden müssen, so ihre Schlussfolgerung."

 

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Richard-Paul

Hallo Denis93,

Theorie und Praxis sind auch hier zweierlei.

Vor 4 Tagen habe ich meine Blutwerte wieder mal bestimmen lassen; aufgrund Deines Threads habe ich auch meinen Testosteron-Wert mit bestimmen lassen (Ergebnis: 8,93 = über der Norm). Mein Vitamin D3-Wert: 57,10; alle weiteren 38 (!!!) untersuchten Werte sind alle ideal. Mein erstaunter Arzt fragte mich prompt, ob ich künstliche Präparate nehme. Antwort: Grundsätzlich nicht; sie (Nahrungsergänzungsmittel) schaden meist mehr, als dass sie nützen (chemische Vorgänge).

Ich bin seit 2012 gesund; auch von meiner schlimmen PSO geheilt. Dennoch hat sich nach fast 6 (sechs) Monaten in der Sonne - bei meinem hohen Vitamin D3-Wert - unter der Badehose (und nur dort) eine PSO-Stelle gebildet, die aber aufgrund von UVB-Bestrahlung mit einem Lichtkamm auf dem "Rückzug" ist. >  Und eine schlimme Bronchitis hatte ich mir in der Karibik geholt; wie viele andere auf dem Schiff auch.  - Ist die Folge aus ständigem Wechsel von klimatisierten Räumen und wieder in die pralle Sonne. > [Über alles haben wir hier im Forum schon ausführlich diskutiert].

Ein erfahrener Arzt wusste nicht mehr weiter, sodass ich ihn belehren musste. Wenn Du mehr wissen möchtest, dann schreibe mich per PN an.  

Ärzte verschreiben nach ihren Richtlinienkompetenzen uns Patienten Medikamente, die mehr Schaden als Nutzen anrichten können. So wäre ich mit meinem Schlaganfall vor genau einem Jahr besser in den gebuchten Urlaub geflogen, anstatt mich ins Krankenhaus einweisen zu lassen [bitte nicht nachmachen]. Ergebnis: Aufgrund der verordneten 3 Medikamente  (Vorsichtsmaßnahme), die ich selbst nach kurzer Zeit abgesetzt habe (Nutzen-Risiko-Verhältnis), hat sich in meinem Körper etwas Grundlegendes verändert. Dies will natürlich kein Arzt einsehen, weil eine Mehrheit der Menschen, die Ärzte dann verklagen würde.

Ein anderes großes Problem ist die mangelhafte Ernährung in der heutigen Zeit, auch wenn die Mehrheit hier im Forum schreibt, dass sie sich gesund ernährt. Die Praxis sehe ich selbst, weil ich seit 4 Monaten wieder zu zweit lebe.

Liebe Grüße

Richard-Paul   

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Tenorsaxofon
Am 14.4.2018 um 08:59 schrieb Richard-Paul:

Hallo Denis93,

Theorie und Praxis sind auch hier zweierlei

Ein anderes großes Problem ist die mangelhafte Ernährung in der heutigen Zeit, auch wenn die Mehrheit hier im Forum schreibt, dass sie sich gesund ernährt. Die Praxis sehe ich selbst, weil ich seit 4 Monaten wieder zu zweit lebe.

Liebe Grüße

Richard-Paul   

Mich würde brennend interessieren was du unter mangelhafte Ernährung verstehst und wie ein gesunde Ernährung aussehen sollte.

Gruß Anne

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Richard-Paul

Liebe Anne,

eigentlich habe ich mich zurückgezogen, weil ich meine (nach meiner Ansicht), dass hier im Forum niemand richtig *gesund* werden will. Ich sage dann immer meinen hier oft zitierten Satz "niemand muss gesund werden wollen". Meine jetzige Freundin (viel intelligenter als ich; - >> liebe Grüße an HLAB27, ich habe Dir mal von ihr geschrieben) und mein Arzt verstehen nicht, warum ich in meinem Alter so gesund bin mit exzellenten Blutwerten, sodass ich meinen Arzt belehren musste, in Bezug auf Gesundheit.

Am ‎16‎.‎04‎.‎2018 um 10:48 schrieb Tenorsaxofon:

Mich würde brennend interessieren was du unter mangelhafte Ernährung verstehst

zurück zu Deiner Frage:

Ich (und einige andere hier; in einem Beitrag habe ich die entsprechenden User mal erwähnt) habe darüber hier im Forum unendliche Berichte geschrieben, aber fast niemand interessierte es. > Soll ich hier jetzt einen 100 Seiten langen Bericht wiederholen?

Z.B.: gesunde Milch ist nicht einfach Milch [99 % der gekauften Milch ist ungesund]; Brot aus den - heute beliebten Back-Shops - ist ungesund > es gibt gesundes Brot; Cola in allen Arten ist Gift; wo Bio drauf steht, ist nicht überall Bio drin; Antioxidantien sind wichtig,  um unseren Körper (das Immunsystem) vor freien Radikalen zu schützen; Salz ist gesund [zum besseren Verständnis: wer meint - umgerechnet - 100 Liter Wasser pro Tag trinken zu müssen (was keiner kann), der versteht nicht, dass "Salz gesund ist" in bestimmter Menge]; bestimmte Fette (Fleisch) + Öle sind gesund; täglich Obst (in den verschiedensten Farben) sind täglich wichtig, > täglich sollte man Tomaten (aber nur die mit Aroma) + Petersilie + Käse (z.B.: Gouda) essen; UVB-Strahlen auf die nackte Haut sind wichtig; Omega Fettsäuren im richtigen Verhältnis sind wichtig; Cortison ist schädlich (auch wenn es kurzfristig hilft); Pyridin in Zeitungen und Kosmetikartikeln beachten; Eier sind gesund [die gesündesten Eier, sind die aus der Käfighaltung; - kaufe ich trotzdem nicht] ; Kartoffel - wenn man denn nitratfreie erhält - sind gesund; unsere Leber + still leidende Niere besser schützen; Getränke aus Plastikflaschen sind ungesund; wer streng vegan lebt, kann nicht gesund werden; Vitamine beachten; Aluminium beachten; ....  

 .... dies sind nur 0,1 % hier im Forum, worüber ich berichtet habe. Unser Körper besteht nun mal aus chemischen Elementen, die in bestimmten Verhältnissen zueinander stehen, in bestimmten Verhältnissen zueinander reagieren, - anders reagiert nichts "in uns"; der Rest der übrig bleibt, ist Kohlenstoff, den man zu einem Diamanten pressen kann. > Wer gesund werden will, muss sich schon mit den Vorgängen befassen, über die HLAB27 (HLA-B27) und andere hier ausführlich berichtet haben; aber, es ist ja leichter, ein Medikament der Pharmaindustrie zu schlucken, auch wenn einem die Nebenwirkungen bekannt sind. Schreibe bitte niemand, ich hätte gesagt: "Medikamente sind unnötig".

Wer Ingwer und Kurkuma  (Curcumin in sauberer Form) - ein Mittel der Zukunft - ablehnt, will nicht gesund werden.

 Informiert Euch mal über Cobalamine  (ich glaube, hierüber wurde noch nicht im Forum geschrieben). Und klärt Euch über Lipoprotein(a), auf. 

Ich lese hier fast immer nur, wie gut eure Blutwerte sind - "alles in Ordnung" -  ; es werden selten Zahlen genannt.  

Wer mehr wissen möchte, kann in meinen - alten - Beiträgen (auch dort sind Fehler enthalten) nachlesen.

Liebe Anne, ich habe diesen Beitrag etwas allgemein gehalten; ich lese Deine Beiträge gerne, weil da viel Wissen drin steckt.

Liebe Grüße

Richard-Paul

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sia
vor 2 Stunden schrieb Richard-Paul:

dass hier im Forum niemand richtig *gesund* werden will.

Den Satz finde ich ziemlich daneben:angry: 

Woher willst du wissen was die Leute hier wollen oder nicht? Kennst du alle? Hast du die gleiche genetische Ausstattung? Die gleiche Lebensgeschichte? Die gleiche Art der Pso?

Ich denke doch eher nicht. Daher ist dein Satz überheblich.

 

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Para

Um sich von vorne bis hinten völlig "gesund" zu ernähren, braucht es leider auch einen finanziellen Spielraum. Nicht jeder kann sich nur "gesunde" Lebensmittel leisten. Wer dann auch noch genug Geld hat um sorgenfrei zu leben, "pflegt" die Psyche direkt mit. Dann kommt auch noch der Geschmack hinzu. Ich bin z.B. kein Obst-Fan, da esse ich definitiv zu wenig von. Dafür viel Salat und Gemüse. Ich backe unser Brot selbst, verarbeite frisches, TK und selbst eingemachtes Gemüse etc. Natürlich könnte ich lebensmitteltechnisch noch mehr machen, aber ich habe schlicht keine Lust, mein ganzes Leben nur auf die PSA und PSO auszurichten. Das hat auch mit Lebensqualität zu tun ;)

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Richard-Paul

Liebe sia,

Du willst mir jetzt beweisen, dass das "halb volle Glas" - "halb leer" ist.

"Woher willst du wissen was die Leute hier wollen oder nicht?" - die Leute [Dein Ausdruck] schreiben hier in ihren Beiträgen, was sie "wollen oder nicht". Deine Beiträge, die meistens gut fundiert sind, verfolge ich, seitdem Du Dich angemeldet hast. Als Frau reagierst Du sehr ähnlich, wie meine jetzige Freundin (nachdem ich 12 Jahre "solo" gelebt habe). Weiter ... wäre ein anderes Thema.

Liebe Grüße

Richard-Paul

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Richard-Paul

Liebe Andrea,

Dein Beitrag in "Mit ALG 2 zusammenziehen ...." hat mir besser gefallen, als Deine obigen Worte.

 "Nicht jeder kann sich nur "gesunde" Lebensmittel leisten" - die meisten Menschen leisten (schmeißen Geld zum Fenster raus) sich Dinge, die ich mir nicht leiste (kaufe), obwohl ich es könnte.

Da Du noch "sehr jung" hier bist, ein paar "Erinnerungen" zu meiner Person: ich habe nach der Realschule Chemie + Drogist (2 Berufe) gelernt und später Markt- und Betriebswirtschaft studiert. > Meine Hobbys waren "tanzen und reisen"; ich habe viel Geld für hübsche Frauen (Freundinnen) ausgegeben. - Ich war in vielen Betrieben tätig und habe selbst gekündigt (stets mit guten Abfindungen honoriert); ich war verheiratet und habe 2 Töchter + 1 Enkelsohn (heutiger Stand). > Nach meiner Scheidung  (es bestehen berechtigte Gründe,  das meine Scheidung mit 178 Urteilen in 10 Jahren nicht rechtsgültig ist) habe ich 10 Jahre "gejobbt" und habe viel Geld verdient, das die Scheidung "aufgefressen" hat. Ich habe Arbeit gesucht, und ich habe tausenden Arbeitssuchenden zu "Brot und Lohn" verholfen. Nur, wer gut war, hat bei mir viel Geld verdient (Geld meiner Arbeitgeber). 20 Jahre nach meiner Scheidung habe ich mich selbständig gemacht (Geschäft mit Lotto, Tabak, Zeitschriften ...) mit "Null" DM (damals) Kapital.  >> Ich habe die ersten 7 Jahre = 12 Stunden am Tag, á 7 Tage die Woche, á 365 Tage im Jahr gearbeitet; die letzten 3 Jahre = 18 Stunden am Tag, á 7 Tage die Woche, á 365 Tage im Jahr gearbeitet; d.h. ich habe etwas über 10 Jahre keinen Urlaub gemacht. - Ich habe - mit einem Lob des Finanzamtes - meine eigene Buchführung im PC aufgebaut und immer pünktlich und ehrlich bezahlt.  >> Ich hätte auch jemand eingestellt, es gab nichts Brauchbares  (die meisten Bewerber kamen Betrunken zur Vorstellung oder sie hatten Angst vor Lotto). >>  Ich war bei Lotto das "Maß der Dinge". Ich habe mit harter Arbeit sehr gut verdient, trotz meiner hohen Zahlungen aus der Scheidung und habe mich für den Lebensabend gut abgesichert; - heute kann ich mir alles leisten und war mit (und seit)dem Jahr 2011 in 87 Ländern dieser Erde (Kreuzfahrten und Landreisen). Ich habe mir eine Eigentumswohnung gekauft (bar bezahlt) und habe eine 2. Wohnung in der Nähe von Schwerin.

Seit 1992 hatte ich PSO (wie ich ausgesehen habe, zeigen viele, hier eingestellte Bilder) und habe seit 1962 mit meinen Nieren zu kämpfen (worauf ich seitdem sehr achte). Mit Eigeninformationen und mit Hilfe dieses Forums (dafür habe ich auch gespendet) habe ich viel gelernt. - Zugute kam mir mein Wissen aus der Chemie. So bin ich seit 2012 von der PSO befreit (ich sage: gesund). Sollte mal (wie jetzt im März in der Karibik bei 30 °C) eine PSO-Stelle wieder erscheinen (dort unter der Badehose), ist diese mit meiner UVB-Lampe  auch schon wieder verschwunden. >> Ich nehme so gut wie möglich keine Medikamente. Auch bei 3 Operationen habe ich keine Schmerzmittel genommen (die Schmerzen waren schon stark). - Und ich hatte 1967 einen schweren Autounfall, den 95 % (Aussage des Arztes) nicht überlebt hätten; unter den Nachwirkungen leide ich heute noch.  

Ich habe nie geraucht. Obwohl ich immer schlank war, war es kein Problem jetzt 10 kg in 12 Monaten abzunehmen, obwohl ich nicht abnehmen müsste. Ich habe seit 1980 Probleme mit meiner rechten Hüfte; ich denke aber, dass sie den Rest meines Lebens hält. - Ich fahre täglich mit dem Fahrrad; - und sitze wenig vor dem Fernseher.

Ich habe mit Bettlern und mit Millionären gespeist. Ich kenne sehr viele Menschen (Deutsche und Migranten), die unser Sozialsystem missbrauchen und kenne alle ihre Tricks. Obwohl ich "juristisch gesehen" arm bin, gebe ich viel Geld für "arme" Menschen aus. - Mein Geschäft war so gelagert, dass links und rechts von mir eine Tankstelle lag, die viel gleiche Ware verkauft haben, wie ich in meinem Geschäft. Die Mehrzahl der Menschen ging [auch wenn es unverständlich klingt] lieber in den Tankstellen einkaufen, wo es teurer war.

Dies ist nur ein kleiner Auszug aus meinen Berichten hier im Forum.

 "Das hat auch mit Lebensqualität zu tun";  ja, ist ja richtig; - aber: ich sehe doch selbst, was die Mehrheit der Menschen in den Geschäften "falsch" einkauft. - Meine jetzige Freundin (die ich mal vor 17 Jahren kennengelernt habe; aber erst seit 5 Monaten befreundet bin)  - obwohl sie von Berufs wegen hoch intelligent ist -  ist jetzt schon erstaunt, was sie bei mir alles an guten Dingen in der Ernährung kennengelernt hat. > Es reicht für eine Frau nicht aus, "modellhaft" auszusehen; die sogenannte "68-er Generation" hat viel Schaden in der Erziehung der Nachfolgegenerationen angerichtet.

Liebe Andrea, glaubst Du, dass es irgendjemand hier im Forum interessiert - in Bezug auf unsere Gesundheit -, was ich gestern geschrieben habe?

Liebe Grüße

Richard-Paul

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Waldfee

Hallo lieber Richard-Paul,

glaubst Du allen Ernstes, daß sich jemand für Deinen Lenbenslauf interessiert?

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HLAB27

Ich finde es immer wieder SEHR traurig, wie hier im Forum in diversen Berichten das Niveau deutlich abrutscht und es dann auch noch extrem persönlich wird und sich manche zu sehr verletzenden Äußerungen hinreißen lassen. Toleranz und Respekt wäre wünschenswert für dieses Forum. Wir sind alle Menschen - egal ob jung, alt, reich, arm usw. und dazu haben wir alle noch ein und dasselbe Problem. Eigentlich müsste man in so einem Fall doch zusammenhalten, oder?

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Tenorsaxofon

Hallo Richard-Paul,

danke für deine Ausführung.

ich kann dazu sagen, dass bei mir Obst und Gemüse zu 99% Bio sind. Ich baue sie nämlich selber an und weiß daher was ich rann mache und was nicht. Auch Kartoffeln baue ich an. Mein Zeug schmeckt besser wie das gekaufte. Milch nehme ich nur in Form von Käse oder Joghurt zu mir, da ich reine Milch nicht mag bzw. vertrage. Tomaten? Hast du schon gehört warum diese als Rispen angeboten werden? Damit der Kunde beim berühren des Stängels einen Tomatengeruch in der Nase hat. Die Tomate selber hat keinen Geruch, aber Geschmack. Männer sollten wegen ihrer Prostata die gelben Sorten vorziehen.

Bei meiner Haupterkrankung gibt es kein GESUND werden. Ich kann mich höchstens darum bemühen, dass es nicht so schnell abwärts geht.

Gruß Anne

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Para

Lieber Richard-Paul,

ich schreibe halt das, was ich denke und nie das, was andere lesen möchten. Vielen Dank für Deinen Lebenslauf, ich finde es interessant, was manche Menschen in ihrem Leben getan haben. Und wie ich bei Dir lese, warst Du immer fleißig (auch in der Damenwelt :D). 

Ich streite gar nicht ab, dass es Menschen gibt, die sich bewusster ernähren könnten, wenn sie denn wollten. Aber das ist eben nicht bei allen so. Heutzutage ist es in der Arbeitswelt nicht mehr so einfach, wie vor 20/30 Jahren. Versuche heute mal einen Job zu bekommen, der nicht befristet ist und so bezahlt, dass man sich auch fürs Alter absichern kann. Ganz zu schweigen von Häusle bauen o.ä. Sich Selbständig machen ist auch nicht mehr so einfach. Da muss man schon eine Lücke finden, die noch nicht 100fach vertreten ist. Selbst kündigen und dann auch noch eine Abfindung erhalten? Wo gibt es das heute noch?

Die Gründe, sich nicht absolut gesund zu ernähren oder gesund zu werden können vielfältig sein und haben nicht immer etwas mit "nicht wollen" zu tun. Deshalb finde ich Deine Aussage "weil ich meine (nach meiner Ansicht), dass hier im Forum niemand richtig *gesund* werden will" etwas befremdlich.

LG Andrea

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Richard-Paul
vor 2 Stunden schrieb Tenorsaxofon:

Bei meiner Haupterkrankung gibt es kein GESUND werden. Ich kann mich höchstens darum bemühen, dass es nicht so schnell abwärts geht.

Liebe Anne,

ich weiß um Dein Problem. Meiner Schwägerin geht es genauso; ich rede viel mit ihr.

Nebenbei bemerkt: auf allen Kreuzfahrten waren (wenige) Mitreisende mit demselben Problem; sie hatten eigene "Flaschen" dabei; ich habe sie bewundert. --  Dir alles Gute.

LG

Richard-Paul

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Richard-Paul
vor 1 Stunde schrieb Para:

Da muss man schon eine Lücke finden, die noch nicht 100fach vertreten ist

Liebe Andrea,

es gefällt mir, wie du denkst und wie du schreibst. - Es liegt m.E. mehr am wollen (und können).

Sehr wenigen Usern hier im Forum habe ich angeboten, mit mir über E-Mail Kontakt aufzunehmen. Wenn Du es möchtest, dann schreibe mir per PN.

Liebe Grüße

Richard-Paul

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Schuppiabergluecklich
Am 5.4.2018 um 19:59 schrieb dennis93:

Hallo ihr lieben!

Ich war heute bei meinem Hautarzt und habe Blutergebnisse bekommen. Ich leide seit mittlerweile 19 Jahren an Schuppenflechte. Meine Testosteronwerte lagen nun bei 3,22. Kann mir jemand helfen und mir erklären ob eine evtl. Hypogonadismus durch eine Schuppenflechte erfolgen kann?

Liebe Grüße, Dennis93

Halli Dennis93,

probiers mal mit Katzenkralle und Kokosöl!

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    • dm6
      By dm6
      Hallo ihr Lieben!
       
      Ich nehme seit ein paar Monaten Fumaderm und es hilft mir soo sehr! Eigentlich sieht meine Haut wunderbar und unbeschädigt aus.
       
      Aber nun zu einem recht komischen Problem: Immer wenn mir sehr heiß wird bzw. ich leicht in Stress gerate kommen überall wo früher die Flechten waren ganz dunkle Flecken zum Vorschein und ich sehe aus als hätte ich unzählige blaue Flecken..?? 
      Ich habe schon ein wenig über dunkle Flecken und Narben nach der Schuppenflechte gelesen aber bei mir ist das glaube ich etwas anderes..
      Wenn ich zb. gemütlich zu Hause sitze habe ich eine wirklich schöne und ebenmäßige Haut (keine dunklen Flecken, Narben etc.) dann gehe ich raus und muss zb. zum Zug rennen weil ich spät dran bin und überall wo früher die Flechten waren kriege ich ganz dunkelblaue Flecken. Das sieht dann auch ganz merkwürdig aus und die Leute glauben nun nicht mehr ich hätte eine ansteckende Krankheit sondern jemand hätte mich geschlagen. Ich wurde schon öfter gefragt ob und wie ich mich verletzt habe. Wenn ich mich etwas beruhige und mir nicht mehr heiß ist bzw. ich entspanne verschwinden diese dunkelblauen Flecken auch wieder. (jedoch wird mir gerade im Sommer natürlich nonstop plötzlich heiß )
      Es scheint so als würde die Schuppenflechte noch immer unter der Haut schlummern und sich ein wenig zu erkennen geben.
      Kennt das irgendjemand? Was kann ich tun? Verschwindet das noch? Ich nehme schon die Höchstdosis an Fumis und weiß nicht weiter da ich mich so auch nicht richtig in kurzen Sachen aus dem Haus traue. Ich finde es soo schade, dass meine Haut jetzt eigentlich so schön geworden ist und ich es trotzdem nicht genießen kann.
    • MJ97
      By MJ97
      Hallo ich möchte mich kurz vorstellen da ich neu hier bin. Ich werde wahrscheinlich auch viel zu viel schreiben und hoffe das keiner ein Problem damit hat.
       
      Also kurz zu mir ich bin Max und bin 18 Jahre alt und habe einen Bürojob und leide geschätzt jetzt ca 5. Jahre an PSO. Ich habe mich jetzt hier angemeldet, da ich gerne die Erfahrung anderer mit einholen möchten die unter dem selben Problem wie ich leiden. Ich bin außerdem nicht besonders schwer so ca. 58 Kilo und rauche auch (leider), also ich erwähne es nur da ich nicht weiß ob es auch Einflüsse auf die PSO hat.
       
      Um erstmal einen Anfang zu finden möchte ich den Fortschritt meiner Erkrankung näher bringen und woher sie schätzungsweise kommt. Also mein Vater hatte genauso PSO, aber bei ihm war die Krankheit nie soweit fortgeschritten wie bei mir, denn bei ihm waren meist nur die Gelenke befallen (Knie, Ellenbogen und vielleicht wenige Ausnahmen am Körper). Bei mir ist die PSO am ganzen Körper mittlerweile ausgetreten. Ich habe es am Kopf, aber dies auf der behaarten Kopfhaut und an den Haaransätzen (zurzeit etwas besser geworden) und das war auch die Stelle wo es begonnen hat. Danach ging es in den Intimbereich, wo ich einige Zeit sehr sehr starke Probleme hatte, die sich zum Glück sehr gebessert haben im Gegensatz zu damals. Danach ging es auf Arme und Beine wo immer mehr stellen dazu kommen. Seit ca. 2-3 Jahren habe ich es auf dem Rücken und mittlerweile würde ich behaupten das zu 90% von meinem Rücken mit PSO bedeckt ist... Nach dem Sommer 2015 habe ich starke Probleme am Bauch bekommen der ca. zu 30-40% bedeckt ist. Ich bekomme nach jeden Sommer (seitdem die Krankheit ausgebrochen ist) immer wieder extreme Schübe.
       
      Ich muss sagen es belastet mich zurzeit wirklich sehr, denn ich habe immer sehr das Gefühl, dass Leute darüber schlecht reden wenn sie es sehen und es vielleicht sogar eklig finden (so sind Menschen leider nun mal). Ich persönlich finde auch nicht das ich der hässlichste bin, aber ich habe schon länger keine Freundin mehr gehabt, doch da stehe ich mir durch meine PSO glaube mehr selbst im Weg da ich angst habe wie Mädels darauf reagieren sollten falls sie gerade die schlimmen stellen an meinem Körper sehen. Was mir auch sehr unangenehm ist vorallem auf Arbeit, ist egal wo ich sitze sind nach kurzer Zeit überall Schuppen auf dem Sitz und Boden, dies ist mir vorallem sehr unangenehm auf Arbeit und schäme mich sehr dafür. Ich trage auch nur noch lange Kleidung bzw. wenn ich große Problem am Kopf habe trage ich immer ein Cap.
       
      Als letztes möchte ich euch noch erzählen was für Medikamente ich verwende. Also Abends soll ich Salicyl - Vaselin 5% verwenden um die starken Schuppen zu lösen und morgens soll ich MomeGalen verwenden, aber dies verwende ich morgens echt selten nur am Wochenende, da ich nicht mit einer so fettigen Creme meine Kleidung versauen möchte und es mir unangenehm ist die Flecken bzw. die schmierigen stellen. Ich sollte auch mal Daivonex verwenden doch da hat meine Haut allergisch reagiert und kann diese also nicht mehr verwenden. Jetzt möchte meine Hautärztin mit einer Therapie mit Fumaderm beginnen, aber diese musste ich nach 3 Wochen abbrechen da ich starke Magen- Darmprobleme hatte und so extrem war es noch nie. Ich weiß das dies Nebenwirkungen sein können, aber weder Hausarzt noch Hautarzt waren sich ob er mit den Tabletten zusammenhängt. Wie sind eure Erfahrungen mit Fumaderm bzw. Fumaderm Initial? Was haltet ihr von einer Kur oder einem besuch im Krankenhaus und bringt dies wirklich etwas? Ich habe auch schon gelesen, dass wenn die Pupertät wirklich komplett vorbei ist mit so 21 Jahren etwa ist die PSO bei manchen zurück gegangen könnt ihr dies bestätigen? Ich hab auch das Gefühl, dass Leute die zum Hautarzt gehen sehr große Versuchsobjekte bei der Krankheit sind und es keine Lösung gibt die bei jeden gleich anschlägt und mein Hautarzt auch wenig meine stellen kontrolliert. Ich werde wohl den Hautarzt wechseln, weil sie sagt immer wieder das selbe und schaut sich meine Stellen nie richtig an und versucht wenig anderes leider.
       
      Im allgemeinen fühle ich mich sehr unwohl wie wahrscheinlich fast jeder hier und ich habe wirklich Angst, wenn es immer schlimmer wird und ich wirklich psychische Probleme bekomme...
      Tut mir leid das ich soviel geschrieben habe, aber ich musste einfach mal alles erzählen, auch wenn ich mit meinen Freunden darüber reden kann, doch keiner kann sich so in die Situation versetzen wie selber betroffene Menschen.
       
      Entschuldigung für die Rechtschreibfehler die wahrscheinlich drin sind, aber bei soviel Text hab ich nicht alles nochmals nach kontrolliert, doch ich hoffe ihr könnt es lesen.
       
      Mfg Max
    • Vivi<3
      By Vivi<3
      Hey Ihr Lieben!
       
      Dieser Text geht an alle die sich mit der Krankheit Psoriasis auseinander setzten. Um es mal gleich am Anfang zu sagen, auch ich habe diese Krankheit. Ich schreibe extra nicht leiden, denn davon sollte man, meiner Meinung nach, weg kommen.
       
      Zu aller erst, vergisst was Ihr im Internet findet. Hier wird so viel Bullshit geschrieben, von so vielen „Experten“ die überhaupt nicht wissen, was es wirklich bedeutet Psoriasis zu haben. In meinen Augen sind es nur Möchtegerne, die einen „helfen“ wollen. Und das mit Chemie. Aber mal ganz ehrlich, haben Euch die Salben, Therapien etc. jemals geholfen? Mir nicht. Immer nur für eine kurze Zeit und dann wurde es umso schlimmer. Oder die ganzen Ernährungstipps. Ich frage Euch ganz ehrlich. Was soll das? Man macht sich doch nur Stress. Man beschäftigt sich nur noch mit Fragen, wie, was darf ich? Was darf ich nicht? Sollte ich dieses Stück Schokolade essen? Sollte ich Alkohol trinken? Und all solchen nervigen Sachen. Der größte Auslöser bei mir ist Stress und Unwohl sein. Und genau das entsteht, wenn ich mir über die Hautkrankheit und das, was ich beachten sollte, Gedanken mache.
       
      Wer keine Lust hat meine Geschichte zu lesen, sollte am besten gleich zum letzten Absatz springen, ich kann das durch aus verstehen
       
      Für alle anderen erzähle ich was über mich und meine Erfahrungen.
       
      Ich bin mittlerweile 19 Jahre alt und habe Schuppenflechte, solange ich denken kann. Von meinen Eltern habe ich erfahren, dass ich das wahrscheinlich auch schon als Baby hatte, aber man dieses nicht erkannt hat.
       
      An diese Zeit kann ich mich natürlich nicht mehr erinnern. Aber was mir vor allem in Erinnerung geblieben ist, sind die ganzen Hautarztbesuche und die Hänseleien. Ich werde das, so gut wie ich mich erinnern kann wiedergeben. Allerdings auch nur die, die mir sehr in Erinnerung geblieben sind. Dazwischen gab es noch weitaus mehr Behandlungen. Schließlich war ich Jahre lang bei diversen „Spezialisten“ in Behandlung.
       
      Dann fange ich mal mit einen meiner ersten Ärzte an, nämlich einen privaten Hautarzt. Damals hatte ich die Pso nur am Knie und im Genitalbereich. Meine Eltern haben eine Menge Geld für die Salben ausgegeben, aber diese haben nicht geholfen. Obwohl nicht geholfen ist das falsche Wort. Erst wurde es besser, dann hat die Wirkung der Salben nachgelassen und die Pso wurde schlimmer als zuvor. Daraufhin griff man natürlich auf stärkere Salben zurück und so begann der Teufelskreis. Ich habe immer stärkere Salben bekommen, immer mehr Kortison, jedoch hat es die Pso nicht im Geringsten beeindruckt. Ganz im Gegenteil, sie hat dagegen gekämpft und sich über den ganzen Körper verbreitet.
       
      Ich hatte auch zwei verschiedene Therapien in der Charité. An den ersten kann ich mich nicht mehr wirklich erinnern. Den zweiten habe ich noch sehr gut in Erinnerung, denn ich habe fast meine ganze Freizeit dort verbracht. Ich war zu diesem Zeitpunkt noch in der Grundschule. Mein Tag lief wie folgt ab. Gleich morgens musste ich meine Pso eincremen, aber nur die erkrankte Stellen. Natürlich je nach Stelle mit einer anderen Salbe. Ohne Witz, wir hatten zuhause zwei riesen Kisten mit Salben. Die Salben am Morgen bestanden aus einer fürs Gesicht, eine für den Körper und einen für den Genitalbereich. Zu dieser Zeit blieb keine Stelle meines Körpers von der Pso verschonen. Das eincremen hat natürlich eine halbe Ewigkeit gedauert. Danach ging es in die Schule und von dort bin ich dann immer früher abgehauen um in die Charité zufahren. Die Fahrt dahin hat immer ziemlich lange gedauert. Als wir da waren, gab es als erstes für mich ein ziemlich langes Bad. Anschließend musste ich eine Etage höher, zu einer Frau die mich dann überall eingecremt hat. Das tat Sie mit Stäbchen und musste ganz genau aufpassen, dass diese Salbe nur meine erkrankte Haut erreichte. Anschließend wartete ich in einem Zimmer, da die Salben einziehen mussten. Ich durfte auch meine Sachen nicht anziehen, da die Salben stark färbend waren. In dieser Zeit habe ich meistens angefangen, meine Hausaufgaben zu machen. Ich weiß gar nicht mehr ob ich danach duschen musste oder die Cremes komplett eingezogen sind. Aber ich könnte mir eher ersteres vorstellen. Auf jeden Fall ging es danach nach Hause. Viel Zeit blieb dann nicht mehr für was anderes. Schließlich habe ich den halben Tag in der Klinik verbracht. Am Abend ging es dann wieder mit den Salben los. Meine Mama hat mir dabei geholfen. Unser Abendritual sah wie folgt aus. Wir saßen immer abends vorm Fernseher, sie auf der Couch und ich davor auf dem Boden. Dann ging es Strähne für Strähne durch. Jede Stelle musste mir der Salbe bzw. dem Schaum behandelt werden und diese hat mega gebrannt und war so unangenehm, vor allem auf den aufgekratzten Stellen. Als wir nach ca. einer halben Std mit dem Kopf fertig waren, ging es weiter mit dem Körper, auch hier hieß es, genauso wie beim Kopf, nur die erkrankte Haut darf eingecremt werden. Natürlich auch alles mit andern Salben, zum Teil auch mit andern, als diesen, die am Morgen verwendet wurden. So wurde nach und nach mein kompletter Körper, von den Füßen bis hin zum Kopf eingecremt. Dann ging es schlafen und am nächsten Tag ging wieder alles von vorne los. Natürlich musste ich mir jeden Tag die Haare waschen und auch mein Bett wurde sehr oft neu bezogen. Es ging für mich jeden Tag in die Charité, außer am Wochenende. Da habe ich wieder eine andere Salbe für zuhause mitbekommen, da ich ja noch nicht genug hatte und mich auch immer schön mittags eincremen konnte. War ja wichtig
       
      Das Ende dieser Geschichte, es hat nur für kurze Zeit geholfen. Da die Behandlung natürlich sehr aggressiv war, konnte man das den Körper eines Kindes nicht lange zumuten. Nach der Absetzung und der Umstellung auf leichtere Salben, wobei das Cremen nicht weniger wurde, hat meine Pso natürlich wieder zurückgeschlagen. Und das, wie nicht anders zu erwarten war, noch schlimmer.
       
      Zwischenzeitlich, auf Wunsch meiner Eltern, habe ich auch eine Naturheilerin besucht. Die hat mir unter anderen Nachtkerzenöl, Baldrian und Sole empfohlen. Baldrian sollte ich immer abends zum Schlafen nehmen. Dann hatte ich Tabletten, wo ich aber nicht mehr weiß, wie die hießen, die ich drei Mal am Tag nehmen sollte. Das Nachtkerzenöl sollte ich trinken, und das hat echt widerlich geschmeckt. Irgendwann habe ich das nicht mehr runter bekommen und habe Tabletten bekommen. Dazu musste ich noch meine Nahrung umstellen. Ich durfte nichts Süßes mehr zu mir nehmen, keine Zitrusfrüchte und auch auf viele andere Dinge musste ich verzichten. Zwischendurch habe ich meinen Körper mit Sole eingesprüht.
       
      Natürlich hatte auch das nichts gebracht.
       
      Ich war in der siebten Klasse, da habe ich an der letzten Therapie teilgenommen und das auch nur für meine Mutter. Ich wollte eigentlich keine Behandlung mehr. Schließlich wurde ich deswegen schon meiner halben Kindheit beraubt und etwas gebracht haben die Behandlungen auch nicht. Jedoch haben meine Mutter und ich einen Deal gemacht. Ich lass mich ein für alle Mal das letzte Mal behandeln und danach lässt sie mich damit in Frieden.
       
      Jeden zweiten Tag, sprich Montag, Mittwoch und Freitag ging es für mich zum Hautarzt. Erst gab es ein Salzbad, wodurch meine Haut feuerrot und angegriffen wurde. Die Sole war hoch konzentriert und ich war mit der Sole in Folie eingewickelt. Anschließend wurde ich mit UVB-Strahlen bestrahlt. Die Dosis wurde mir der Zeit immer mehr erhöht.
       
      Die Sole hat auf der Haut geprickelt, gebrannt und war sehr unangenehm. Aber auch dieser Therapieversuch hat letztendlich nichts gebracht. In der Zeit, in der ich da war, wurde es besser, aber danach hat die Pso zurückgeschlagen.
       
      Und das war es letztendlich mit meinen Arztbesuchen. Seit dem bekommt mich keiner mehr zu einem Arzt. Selbst Ratschläge nehme ich sehr ungerne entgegen. Diese werden meist ignoriert, ganz nach dem Motto hier rein und da raus.
       
      Die Arztbesuche waren aber nicht das schlimmste an dieser Zeit. Noch nicht mal die Pso selber. Klar ich kann nicht behaupten, dass mich das jucken nicht gestört hat. Auch nicht, dass ich mich bis zum geht nicht mehr Wund gekratzt habe und dieses zum Teil auch immer noch tue, einfach weil man keine Kontrolle darüber hat.
       
      Viel schlimmer waren die anderen Menschen. Ich wurde regelmäßig gehänselt. Ich habe meine sogenannten Freunde verloren, da sich diese vor mir geekelt haben. Ein Satz, der mir heute noch in den Ohren liegt von meiner „besten Freundin“ in der Schule „Ihhh hör auf dich zu kratzen. Das ist voll eklig“. An sich nichts Schlimmes, aber als Kind nimmt man sich das doch sehr zu herzen. In der Schule suchte ich mir neue Freunde, die sogenannten „Außenseiter“, aber diese standen wenigstens zu mir und haben mir mein Leben sehr vereinfacht. Ich weiß nicht, was ich damals ohne sie gemacht hätte. Ich bin ihnen heute noch sehr dankbar, und mir sind solche Menschen weitaus mehr wert, als die Oberflächlichen.
       
      Aber noch schlimmer war meine eigene Oma, die zu mir eines Abends meinte, als sie auf mich aufgepasst hat und ich sie gefragt hatte, ob sie mir den Rücken krault: „Sei mir nicht böse, aber ich möchte dich nicht mehr anfassen.“ Diesen Satz werde ich nie vergessen! Den genauen Wortlaut für den nächsten Satz kriege ich nicht mehr zusammen. Aber diese waren ungefähr: „Sieh hier“, zeigte auf ihren Arm, an dem nichts war „Ich habe das Gefühl, dass ich das jetzt auch bekomme“. Was aber totaler Schwachsinn war, denn Schuppenflechte ist nicht ansteckend, ihr „jucken“ war nur in ihrer Psyche. Aber sie sagte es und auch wenn ich weiß, wie dumm das ist, tut es mir doch bis heute noch weh und das konnte ich ihr auch nie verzeihen. Sie hat mich damit so tief verletzt. Meine eigene Oma, die mich ablehnt. Ihr dürft nicht vergessen, ich war noch in der Grundschule.
       
      Jedoch war selbst das noch nicht das aller schlimmste. Das schlimmste für mich, was wahrscheinlich viele nicht nachvollziehen können, war es meine eigene Mutter verzweifelt zu sehen. Sie saß abends in unserer Bar im Haus, vorm Laptop. Hat in jeder freien Minute alles zum Thema Pso gegoogelt und sich selber verrückt gemacht. Sie hat jeden Schwachsinn gelesen, den sie finden konnte. Sie war total verzweifelt und hat auch öfters wegen dieser Scheiße geweint. Das tat mir am allermeisten weh! Meine Mutter, die meinetwegen weinte und total fertig war, die mehr unter der ganzen Sache gelitten hat, als ich. Ich hatte mich mit der Situation abgefunden, kannte es ja nicht anders.
       
      Ich habe probiert sie zu trösten. Habe ihr immer wieder gesagt, dass es doch nicht so schlimm sei, und dass ich doch so wenigstens wisse, wer meine wahren Freunde sind. Ich sagte das immer wieder um sie zu beruhigen und ihr zu verdeutlichen, dass es für mich nicht so schlimm ist, aber natürlich auch, um mir das selber einzureden.
       
      Ich glaube, in Wirklichkeit habe ich in dieser Zeit sehr gelitten. Und diese Zeit hat auch ihre Spuren bei mir hinterlassen. Aber es hat mich auch reifen lassen. Ich lernte mit der Situation umzugehen, mich gegen Personen zu behaupten, auch wenn es die Familie war.
       
      Ich habe mir Mauern errichtet um mich zu schützen, aber auch, weil ich nicht wollte, dass irgendjemand mitbekommt, wie es mir wirklich ging. Und auch heute ist das zum Teil noch so.
       
      Ich gehe zwar viel offener mit dieser Situation um, aber trotzdem ist es natürlich noch eine Belastung. Mich nervt sie im Sommer, wenn sie durch die Wärme und den Schweiß feuerrot wird. Oder generell das Aussehen, dass ich ständig Schuppen verliere, auch wenn ich nichts mache. Das ist mit natürlich vor allem auf der Arbeit sehr unangenehm. Aber ich habe gelernt damit zu leben.
       
      Und ich muss sagen, die beste Entscheidung meines Lebens war es, zu keinem Hautarzt mehr zu gehen und die Pso einfach Pso sein zulassen. So blöd, wie es sich anhört, aber ich habe die Pso ignoriert und sie wurde besser. So gut wie noch nie. Klar sie ist nicht weggegangen, aber ich hatte keine mehr im Gesicht, was natürlich am meisten nervt.
       
      Mittlerweile ist das wieder ein bisschen anders. Durch den Stress im dualen Studium, dem Auszug im Alter von gerade mal 18 Jahren in eine weit entfernte Stadt und mit der dadurch entstehenden Umstellung, wurde ein neuer Pso-Schub ausgelöst. In der Prüfungszeit ist es am schlimmsten Seit dem habe ich wieder Pso im Gesicht und auch an den andern Stellen ist es schlimmer. Jedoch lasse ich diese auch heute nicht behandeln, sondern lebe einfach mein Leben. Auch wenn ich mir das Gesicht mit Makeup abdecke, was man eigentlich lieber sein lassen sollte, aber wer möchte schon Flecken im Gesicht haben. Ein bisschen Eitel bin ich ja auch
       
      Für diejenigen, die es interessiert ich habe Pso an der Kopfhaut, im Gesicht, an den Augen, an und hinter den Ohren, Hals, Achseln, Brüste, Bauch, Rücken, Arme, Genitalbereich und an den Beine. Im Endeffekt überall. Die einzigen nicht betroffenen Stellen sind die Füße und die Hände.
      Natürlich „beeinträchtigt“ mich die Pso auch im alltäglichen Leben, ich habe Angst vor Abneigung und auch vor einer Beziehung, allerdings nicht nur wegen der Pso, aber natürlich spielt diese auch eine Rolle. Schließlich ist diese auch nicht sehr attraktiv. Aber trotzdem gilt für mich immer noch das Motto „Wer mich eklig findet, verdient mich nicht“. Das bezieht sich natürlich nicht nur auf eine Partnerschaft, sondern auch auf Freundschaft und auf Menschen, mit denen ich mich umgebe. Ich bin ein sehr loyaler Mensch, jedoch auch sehr ehrlich. Dieses Satz mag hart sein, jedoch hilft er mir sehr, denn diese Menschen, die über andere, egal warum, her ziehen sind in meinen Augen nur armselig. Sie reden nur über andere um sich selber besser zu fühlen.
       
      Diesen Satz rufe ich mir jedes Mal in Erinnerung, wenn ich mich wegen meiner Pso down fühle.
       
      Jedoch gab und gibt es auch viele Menschen, die mich so akzeptieren wie ich bin. Die sich nicht vor mir ekeln oder sich merkwürdig mir gegenüber verhalten. Diese Menschen, die zum Glück auch eine deutliche Mehrheit ausmachen, danke ich von ganzem Herzen!
       
      Was ich Euch aber eigentlich nur sagen möchte, lasst Euch durch das Internet, Ärzte, anderen Menschen und vor allem Eurer Pso nicht verrückt machen. Ihr wisst selber am besten, was für Euch das richtige ist. Mein Rat an Euch, vergisst Eure Pso, lebt Euer Leben und Ihr werdet sehen, die Pso wird besser. Ich weiß wie schwer das ist, auch ich versage ab und zu daran, vor allem wenn diese mal wieder einen neuen Schub hat, aber da hilft es nur, sich selber in den Arsch zu treten und nicht zu verzweifelt an die Sache heranzugehen
       
      Denkt dran. Es ist Dein Leben und nicht das Deiner Pso.
       
      Für diejenigen, die die Schuppenflechte noch nicht lange habe, fahrt ans Meer, bleibt da ein bisschen. Geht regelmäßig im Meer baden und wascht das Salz nicht sofort ab. Lasst es einziehen. Und legt Euch in die Sonne. Jedoch müsst Ihr schnell handeln, wenn Ihr es erst einmal länger habt, wird es immer schwerer diese loszuwerden.
       
      Wer alles gelesen hat und bis hierhin gekommen ist, da kann ich nur sagen Respekt.
       
      Ich hoffe, ich konnte Euch mit meinem Beitrag helfen.
       
      Liebe Grüße und lasst Euch nicht unter kriegen!
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