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enenka

Schwarzkümmelsalbe selber machen

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enenka

Hallo!

Ich habe seit etwa 1 Jahr Schuppenflechte und holte mir die Meinung verschiedener Ärzte und jeder verschrieb mir eine kortisonhältige Salbe / Shampoo. Da ich aber selber im medizinischen Bereich tätig bin und die irreversiblen Schäden von Kortison kenne, gab es für mich nur alternative Therapien zur Auswahl. Also probierte ich verschiedenes aus. Jetzt möchte ich euch meine sehr guten Erfahrungen mit einer einfachen, günstigen und äußerst wirkungsvollen Salbe mitteilen. Die Salbe trage ich abends dick ins Haar auf und lasse sie über Nacht einziehen (Handtuch auf Kopfpolster legen!) und für den Bereich hinter den Ohren nehme ich den abgesiebten Schwarzkümmel und "klebe" ihn hinter das Ohr (es sind Restbestände von der Salbe am Kümmel oben und somit hält er durch einfaches hindrücken, einfach für ein paar Stunden oben belassen und danach abduschen). Der pure Kümmel wirkt Wunder! Die Salbe benutzen wir mittlerweile für alles - auch bei Gelsenstichen und sonstigen Wehwechen. :)

Beim Kauf für die Zutaten bitte nur hochwertige und biologische Produkte verwenden (jeder kann natürlich die Zutaten selber wählen, ich werde aber auch meine im Bioladen gekauften aufschreiben).

Aloe Vera Öl (meines von Primavera 100ml, gibt es in Reformhäuser, Bioläden, in manchen Apotheken und natürlich Online)

Schwarzkümmel ganz (meiner von Sonnentor, gibt es in Reformhäuser, Bioläden, beim Sonnentor und natürlich Online)

etwas Bienenwachs (meines von einer unbehandelten, reinen Kerze ohne weitere Inhaltsstoffe! vom Bioladen, gibt es beim Imker oder Online)

etwas Wollwachs / Lanolin anhydrid für die Geschmeidigkeit - kann aber auch weggelassen werden (meines Online gekauft)

Glastiegel 30ml (meine von Etivera, es können aber natürlich auch leere kleine Gläser verwendet werden)

Ich beschreibe hier die Zubereitung von etwa 30ml Salbe:

1/3 der Flasche in einen Behälter leeren und 1/3 der Packung Schwarzkümmel dazugeben, für eine Woche am Fensterbrett verschlossen stehen lassen. Danach das ganze über Wasserdampf (also unten einen Topf mit Wasser zum leichten köcheln bringen) stellen und für etwa 1/2 ziehen lassen. Etwas Bienenwachs (ca. 1-2 TL) mit dem Messer abschaben und etwas Wollwachs (ca. 1 TL) dazugeben und verrühren. Die Flüssigkeit über ein Sieb in den Tiegel leeren. Die Schwarzkümmelreste nicht wegwerfen sondern in einen weiteren Tiegel sammeln und verschließen, er kann auf Hautstellen aufgelegt (ev. mit Pflaster zukleben) werden. Die Salbe unbedingt 24h offen auskühlen lassen damit sich kein Kondenswasser bilden kann. Fertig!

Die Kosten für die selbstgemachte Salbe betragen bei 100ml etwa 20€, es sind beste biologische Zutaten und man kommt lange damit aus. Sehr zu empfehlen!

Auch beim Haarshampoo achte ich auf hochwertige Produkte und nehme hierfür Haarseifen von Steffis Hexenküche. Sind zwar etwas teurer aber ich bin sehr begeistert davon und die Häufigkeit vom Haarewaschen nimmt ab.

 

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sia

Hallo enenka,

willkommen hier!

Selber Salben machen ist  sicher keine schlechte Sache. Danke für das Rezept. Da habe ich aber noch eine Ergänzung, die ich für ziemlich wichtig halte. Nur, weil die Bestandteile einer Salbe ode Creme 'natürlich'  sind - was immer das heißen mag, sind sie noch lange nicht ohne evt. Nebenwirkungen. Denn (leider) kann alles das eine Wirkung hat eben auch Nebenwirkungen haben. Z.B. können manche Leute gegen eine oder mehrere Ingredienzien allergisch sein. So sind z.B. Kontaktallergien gegen Schwarzkümmel gar nicht so selten . Auch eine Lanolinallergie kann bestehen, oder sich erst durch den intensiven Kontakt entwickeln.

Außerdem ist es wichtig, bei der Herstellung sehr auf Hygiene zu achten, Hände waschen, Haare bändigen sollte ebenso selbstverständlich sein wie saubere Arbeitsflächen und keimfreie Gerate und Tiegel. Weiter müssen Cremes am besten im Kühlschrank gelagert und schnell verbraucht werden da sich ohne Konservierungsmittel Pilze und Bakterien sehr schnell vermehren - besonders in einer warmen Umgebung wie dem Badezimmer.

Deinen Tipp

vor 4 Stunden schrieb enenka:

Die Salbe unbedingt 24h offen auskühlen lassen damit sich kein Kondenswasser bilden kann.

halte ich für bedenklich. Dann lieber nochmal gut rühren. 

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enenka
Am 15.6.2018 um 14:45 schrieb sia:

Hallo enenka,

willkommen hier!

Selber Salben machen ist  sicher keine schlechte Sache. Danke für das Rezept. Da habe ich aber noch eine Ergänzung, die ich für ziemlich wichtig halte. Nur, weil die Bestandteile einer Salbe ode Creme 'natürlich'  sind - was immer das heißen mag, sind sie noch lange nicht ohne evt. Nebenwirkungen. Denn (leider) kann alles das eine Wirkung hat eben auch Nebenwirkungen haben. Z.B. können manche Leute gegen eine oder mehrere Ingredienzien allergisch sein. So sind z.B. Kontaktallergien gegen Schwarzkümmel gar nicht so selten . Auch eine Lanolinallergie kann bestehen, oder sich erst durch den intensiven Kontakt entwickeln.

Außerdem ist es wichtig, bei der Herstellung sehr auf Hygiene zu achten, Hände waschen, Haare bändigen sollte ebenso selbstverständlich sein wie saubere Arbeitsflächen und keimfreie Gerate und Tiegel. Weiter müssen Cremes am besten im Kühlschrank gelagert und schnell verbraucht werden da sich ohne Konservierungsmittel Pilze und Bakterien sehr schnell vermehren - besonders in einer warmen Umgebung wie dem Badezimmer.

Deinen Tipp

halte ich für bedenklich. Dann lieber nochmal gut rühren. 

Hallo sia!

Du kannst doch 2 Salbe anrühren und eine davon gleich verschließen und eine offen stehen lassen. Dann kannst du uns deine persönlichen Erfahrungen schildern. Ich bin hier bereit, meine guten Erfahrungen mitzuteilen und lasse sie sicher nicht im Vorhinein, ohne dass du sie ausprobiert hast, schlechtreden!!!!!

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Pinie

Hallo enenka,

Warum soll man denn die Creme offen auskuehlen lassen, was spricht dagegen sie im Wasserbad unter Ruehren abzukuehlen? So habe ich es immer gemacht. Damit keine Bakterien eindringen, entnimmt man dann die Creme immer mit einem Spatel und bewahrt die Creme im Kuehlschrank auf. Eine selbst angefertigte Schwarzkuemmeloelsalbe hat meinem Mann leider nicht geholfen, auch nicht das direkte Oel auf der Haut. Aber jeder reagiert eben anders. LG

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sia
vor 2 Stunden schrieb enenka:

Hallo sia!

Du kannst doch 2 Salbe anrühren und eine davon gleich verschließen und eine offen stehen lassen. Dann kannst du uns deine persönlichen Erfahrungen schildern. Ich bin hier bereit, meine guten Erfahrungen mitzuteilen und lasse sie sicher nicht im Vorhinein, ohne dass du sie ausprobiert hast, schlechtreden!!!!!

Du magst vielleicht im medizinischen Bereich arbeiten, aber von mikrobiologischen Vorgängen scheint zu da verschont geblieben zu sein. :(

Deine oder meine persönlichen Erfahrungen sind  in diesem Punkt völlig unerheblich. Und es geht auch nicht um "schlechtreden". Es geht darum, dass man bei der Creme und Salbenherstellung, besonders, wenn man ohne Konservierungsstoffe arbeiten will, sehr viel Vorsicht an den Tag legen sollte was die Hygiene anbetrifft. Außerdem muss sich jeder darüber im Klaren sein, dass ein Grundstoff, auch wenn er 'natürlichen'  und 'biologischen'  Ursprungs ist evt. nicht vertragen werden kann. Dass Allergien und Unverträglichkeiten auch dann auftreten können. 

Es ist schön, dass du gute Erfahrungen gemacht hast und ich hoffe, dass bleibt auch so. Mein Text war auch mehr als Ergänzung denn als Kritik gedacht. Hier haben fast alle sowieso Probleme mit der Haut, da muss nicht noch eine Baustelle dazu kommen, nur weil vielleicht nicht bedacht wurde, dass man eine Kreuzallergie entwickeln könnte oder, dass ein geschwächtes Immunsystem eine evt. erhöhte Bakterienbelastung eben nicht mehr gut wegsteckt. 

(!!!!!... sind wir hier im Kindergarten???????:rolleyes:

 

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enenka
vor 10 Stunden schrieb Pinie:

Hallo enenka,

Warum soll man denn die Creme offen auskuehlen lassen, was spricht dagegen sie im Wasserbad unter Ruehren abzukuehlen? So habe ich es immer gemacht. Damit keine Bakterien eindringen, entnimmt man dann die Creme immer mit einem Spatel und bewahrt die Creme im Kuehlschrank auf. Eine selbst angefertigte Schwarzkuemmeloelsalbe hat meinem Mann leider nicht geholfen, auch nicht das direkte Oel auf der Haut. Aber jeder reagiert eben anders. LG

Hallo Pinie!

In der Salbe wird Bienenwachs verarbeitet (entspricht einem Konsistenzgeber) und dieses würde dann in der Schüssel unvorteilhaft antrocknen. Daher ist es sehr ratsam, die flüssige Salbe zuerst abfüllen und dann auskühlen zu lassen. Schwarzkümmel hat einen entzündungshemmenden und antibakteriellen Wirkstoff und somit kann ich mir vorstellen, dass eine Ansiedelung von Bakterien abgemindert wird. Zudem ist Wasser kein Bestandteil der Salbe (was sie sehr anfällig machen würde). Früher habe ich an Workshops zur Salbenherstellung teilgenommen und auch dort wurde kein Wasser sondern nur Öle für die Herstellung benutzt.

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enenka
vor 8 Stunden schrieb sia:

Du magst vielleicht im medizinischen Bereich arbeiten, aber von mikrobiologischen Vorgängen scheint zu da verschont geblieben zu sein. :(

Deine oder meine persönlichen Erfahrungen sind  in diesem Punkt völlig unerheblich. Und es geht auch nicht um "schlechtreden". Es geht darum, dass man bei der Creme und Salbenherstellung, besonders, wenn man ohne Konservierungsstoffe arbeiten will, sehr viel Vorsicht an den Tag legen sollte was die Hygiene anbetrifft. Außerdem muss sich jeder darüber im Klaren sein, dass ein Grundstoff, auch wenn er 'natürlichen'  und 'biologischen'  Ursprungs ist evt. nicht vertragen werden kann. Dass Allergien und Unverträglichkeiten auch dann auftreten können. 

Es ist schön, dass du gute Erfahrungen gemacht hast und ich hoffe, dass bleibt auch so. Mein Text war auch mehr als Ergänzung denn als Kritik gedacht. Hier haben fast alle sowieso Probleme mit der Haut, da muss nicht noch eine Baustelle dazu kommen, nur weil vielleicht nicht bedacht wurde, dass man eine Kreuzallergie entwickeln könnte oder, dass ein geschwächtes Immunsystem eine evt. erhöhte Bakterienbelastung eben nicht mehr gut wegsteckt. 

(!!!!!... sind wir hier im Kindergarten???????:rolleyes:

 

Es ist doch eine Bereicherung für das ganze Forum, wenn du überall deine Kommentare über Allergien und Bedenken hinterlässt! Ich dachte, dass auf der Homepage von psoriasis-netz hilfesuchende Hauterkrankte sich Tipps und Hilfestellungen - die über die Kortisontherapie hinausgehen - holen können.

Ich werde dir jetzt kurz eine Zusammenfassung von Schwarzkümmel hinterlassen, damit du weißt worum es hier überhaupt geht wenn du schon mitreden möchtest:

Schwarzkümmelöl hat sich mittlerweile seinen Platz erobert: Über sechs Millionen Mal wird es pro Jahr gekauft und das nicht ohne Grund: Ob gegen Allergien, Schlafstörungen, Bluthochdruck, ein schwaches Immunsystem oder bewiesenermaßen gegen Krebs: Schwarzkümmelöl (Nigella Sativa) kann sehr wertvoll für den Körper sein, was durch über 700 Studien bereits bewiesen wurde. Schwarzkümmelöl besteht im Wesentlichen aus ungesättigten Fettsäuren, ätherischen Ölen und einer Vielzahl spezieller und wirksamer anderer Substanzen. Allein in den ätherischen Ölen sind etwa 50% Thymochinon, das in zu großer Menge toxisch wirken kann, in kleineren Mengen jedoch regulierend auf allergische Symptome einwirkt. Der Anteil ätherischer Öle im Schwarzkümmel beträgt insgesamt knapp 1%. Dies reicht offenbar aus, um die stark antioxidative Wirkung, den desinfizierenden und antimykotischen Effekt des Schwarzkümmelöls in etwa zu erklären.

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marcoliverkempf

Hallo,

 

 

Vielen Dank für dein Rezept. Ich habe mir die bisher immer bestellt, was aber echt kostspielig mit der Zeit wird...
Verwendest du zusätzlich noch Katzenkralle? Ich benutze beides in Kombination und es funktioniert sehr gut. Ich würde sagen, dass ca. 80 % meiner Schuppenflechte schon weg ist. Und selbst wenn ich mal ein paar Tage die Behandlung schleifen lasse, wird es nicht wieder mehr...

Beim Öl habe ich schon ein paar probiert und nur das war wirklich hilfreich: https://amzn.to/2m4gxVa
Alle anderen haben Juckreiz ausgelöst oder meine Flechte nur vergrößert, weshalb weiß ich nicht... (vllt. gefiltert/ungefiltert)
Ich hoffe, dass dein Rezept gut wirkt. Vielen Dank dir <3

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sia
Am 18.6.2018 um 08:47 schrieb enenka:

wenn du überall deine Kommentare über Allergien und Bedenken hinterlässt! 

was heißt das "überall"? 

Am 18.6.2018 um 08:47 schrieb enenka:

Ich werde dir jetzt kurz eine Zusammenfassung von Schwarzkümmel hinterlassen, damit du weißt worum es hier überhaupt geht wenn du schon mitreden möchtest:

Das ist aber lieb! Die Arbeit hättest du dir aber nicht machen müssen. Wenn ich hier was schreibe, dann wenn ich was weiß - also schon informiert bin. Und die sog. Komplementär-Medizin, meist ungemein 'natürlich' , ist eines meiner Hobby's, da ich mich auch ein wenig in Chemie auskenne passt das ganz gut :) Daher also tausend Dank für deinen Text

Am 18.6.2018 um 08:47 schrieb enenka:

Schwarzkümmelöl hat sich mittlerweile seinen Platz ero

der von HIER  kommt. Im Impressum steht "KKK Media; Robert Hansen; Suite 7999; 24B Moorefield Rd; Wellington 6037; New Zealand"

Robert Hansen war ein Serienmörder in Alaska und KKK ist eigentlich die Abkürzung für den KuKluxKlan... auf der gleiche Seite ein Link zum Hersteller, aber ganz unabhängig... :( weiter NULL Info zu dem Schreiber des Textes zu finden - ich finde das irgendwie komisch... also wenn du mehr Infos zu dem Menschen und seiner Qualifikation hast - gerne - vielleicht hab ich ja  was übersehen und er ist DER Weltexperte, dann: mea culpa, mea culpa, mea maxima culpa.  

Meine Erwiderung erstmal ist kürzer:

"Schwarzkümmelsalbe

Schwarzkümmelsalbe zeigte sich in Studien wirkungslos und wird daher nicht empfohlen." (Univ.-Prof. Dr. Werner Aberer, Graz)

Aber wenn's hilft ist doch alles gut.

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Richard-Paul

Liebe sia,

im Thread „Schwarzkümmelsalbe selber machen  schreibst Du  die sog. Komplementär-Medizin, meist ungemein ‘natürlich’, ist eines meiner Hobby's, da ich mich auch ein wenig in Chemie auskenne, passt das ganz gut“.

Du schreibst in Deinen vielen Beiträgen sehr viel Gutes; leider für die meisten Benutzer nicht immer verständlich; (genauso, wie meine Beiträge zur Chemie).

Um es mal am Beispiel von  Liebeskummer“  zu veranschaulichen. Fast jeder kennt Liebeskummer (unerfüllte oder verlorene Liebe), aber kaum jemand weiß, was dabei im Körper an chemischen Prozessen abläuft.

Die meisten von uns wissen, dass das Gehirn und das Herz „leiden“. > Solange alles in Ordnung ist (Liebe + Vertrauen + Ruhe), schüttet das Gehirn Glückshormone aus, wie Dopamin (Botenstoff  und Vorstufe das Stresshormons „Noradrenalin“) + Oxytocin + Serotonin. Dann aber kommt das Herz ins Spiel und gibt wieder Rückmeldungen ans Gehirn, je nachdem wie die Sehnsucht zur vermissten Person ist, die Glückshormone zu drosseln oder zu steigern. Gleichzeitig wird Vasoprossin gebildet, welches unseren Wasserhaushalt regelt. Da in den Nieren [man sagt ja auch oft: das geht mir an die Nieren] Noradrenalin gebildet wird, werden unsere Blutgefäße verengt und unser Blutdruck wird erhöht (was jeder als direkte Auswirkung merkt). Gleichzeitig bilden die Nieren auch die Stresshormone Cortisol (verantwortlich für abbauenden Stoffwechsel = entzündungshemmend und immundepressiv  > möglich ist z.B. Nesselsucht) und Adrenalin (Aktivierung der Rezeptoren).  > Dies alles kann nur wenige Wochen andauern, oder auch bis zu 2 Jahre. – Alles sehr vereinfacht dargestellt.

Wer aktuell nichts mit Liebeskummer zu tun hat, sagt jetzt eher „alles Blödsinn“ oder „passiert mir nicht“; wer mittendrinn steckt, versteht trotzdem nicht, was im Körper vor sich geht, mit Ausnahme der „Schmerzen“.

Was hat dies jetzt mit Deinem obigen, anfangs zitiertem Satz zu tun: Du schreibst sehr oft viel Gutes und Richtiges, nur die meisten Benutzer verstehen es nicht.  – Auch ich habe während der Blütezeit meiner PSO (es sind genügend Bilder im Forum vorhanden) sehr lange Zeit, sehr teure Schwarzkümmelölkapseln eingenommen (es gibt dazu auch Berichte hier im Forum); ich habe keinerlei Veränderungen auf meine PSO bemerkt; m.E. wurde es in dieser Zeit eher schlimmer. Trotzdem sehe ich Schwarzkümmel nicht negativ an. -  Erst die Behandlung mit einem UVB-Lichtkamm hat meine PSO „besiegt“ und hält noch immer an. 

Ich möchte mit diesem Beitrag nur mal darstellen, wie kompliziert die chemischen Vorgänge in unserem Immunsystem sind für ein allgemein bekanntes Beispiel: „Liebeskummer“. Leider kennen sich die meisten Ärzte ebenfalls nicht mit Chemie aus. – Wenn jetzt noch jemand Medikamente nimmt (oder nehmen muss) und unnatürlich lebt, wird – chemisch betrachtet – alles noch viel komplizierter.

Oder mal ganz anders ausgedrückt: wenn ich hier erkläre, wie man eine Drosselklappe im Vergaser im Auto zerlegt/einstellt, würde sich kaum jemand trauen, dies selber zu machen?

Daher: was bei einem hilft oder nicht (was ich kann), hilft (oder es machen kann) längst nicht bei jemand anderen.

LG

Richard-Paul

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      Zu mir und meiner Schuppenflechte:
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      Oma: Psoriasis Kopf  und mit dem Alter auch Körper immer mehr (seit dem sie 20 Jahre alt ist), Vitiligo (Weißfleckenkrankheit) = beides bekannt als Autoimmun. 
      Tante: Psoriasis arthritis (seit Anfang 50)
      Tante: noch nichts bekannt
      Vater: Vitiligo
      Schwester: Psoriasis Kopf (1 Stelle)
      Ich: Psoriasis Kopf (unzählige Stellen), Vitiligo am Körper verbreitet
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      Im Sommer 2015 bekam ich eine rezidivierende Mandelentzündung, mit anderen Worten: egal wie viel, wie lange und oft ich Antibiotika schluckte und die Symptome verschwanden - sie kehrte doch zurück. Es resultierte in der Entfernung der Mandeln. Warum ich das erzähle? Spannender Weise war in der Zeit meine Schuppenflechte total nebensächlich geworden! Der Hals tut so weh, dass Essen und Trinken keine Option mehr ist, das Immunsystem muss sich massiv um einen anderen Problemherd bemühen. Ich glaube schlicht: es hatte gar keine große Wahl meine eigene Haut weiter zu attackieren! Sicherlich hin und wieder war da noch was.. ein Jucken und ein Kratzen, aber es dominierte nicht mehr meinen Tag... zum Herbst hin kam die Schuppenflechte mit Anlauf dann wieder zurück und gipfelte Weihnachten in einem Ausfall von meiner Seite.
      Da hatte ich zum ersten Mal einen Zusammenbruch wegen meiner Schuppenflechte. Meine Mutter nörgelte an mir herum ich soll das kratzen lassen und überhaupt die Schuppen sind überall. Meine andere Oma Schlug in dieselbe Kerbe... das Sahnehäubchen war dann der Vergleich mit meiner Schwester, bei der es doch auch nicht so schlimm ist. Der Moment der das berühmte Fass zum Überlaufen brachte. Ich hab sie irgendwann angeschnauzt, dass sie mir nicht sagen müssen was ich tun oder lassen soll, ich weiß es selbst doch auch. Es juckt nur fürchterlich und ich kann das nicht ignorieren. Ich kann nicht mehr, nichts hilft! Meine Schwester hat eine miese kleine Stelle auf dem Hinterkopf. Ich kann meine Stellen gar nicht zählen weil ich sie zum großen Teil nicht sehe und nur ungefähr fühle wo sie sind! Sie sollen aufhören mir sagen was ich besser machen soll oder sein lass und endlich mal Verständnis zeigen und Toleranz und mich so nehmen wie ich im Moment bin! 
      Weihnachten war gelaufen... Ich bin zurückgefahren und hab zum ersten Mal in meiner Wohnung geweint. Stundenlang. Meine Oma rief ein paar Tage später an und entschuldigte sich. Sie hat sich erkundigt und mit anderen gesprochen. Homöopathische Mittel gibt es doch auch, oder Olivenöl. Eine hat gesagt ihr hätte es geholfen.
      Ich war ihnen nie wirklich böse deswegen, dieses Stigma begleitet mich überall hin. Wer kennt Sie nicht? Die Blicke in der Öffentlichkeit, wenn man mal wieder automatisch genüsslich am Kopf kratzt, weil es in einem schon drin ist. Übergegangen in Fleisch und Blut und nicht mal mehr bewusst merkt, was man macht. Leute die sich wegsetzen, weil sie denken es wäre etwas Schlimmeres oder ansteckendes wie Läuse. Irritierte Blicke. Wenn man sich auszieht und kurz der erste "Schnee" fällt, weil so viele Schuppen aus dem Jackenkragen fallen. Wenn man sich auf der Arbeit kaum konzentrieren kann auf das was gesagt wird, weil der Kopf so juckt. Man schämt sich dafür. Man schämt sich schwach zu sein und es nicht in den Griff zu kriegen. Man ertappt sich immer wieder selbst dabei wie die Finger in das Haar gleiten. Man schneidet sich die Fingernägel kurz um so wenig Schaden wie möglich anzurichten. Wer kennt das nicht? 

      Die Zeit der Homöopathie, der Öle und Salben... Ernährung ändern und auf Zucker verzichten. Ich habe das alles durchgemacht. Stress reduzieren - mehr Spaß am Leben. Ich habe alles probiert doch etwas blieb nach wie vor Konstant in meinem Leben. Diese verdammte Schuppenflechte... Ich arbeite an der Uni und ich habe den Betriebsarzt am Ende konsultiert. Ob er irgendjemanden kennt hier in München, einen Hautarzt der sich auf Schuppenflechte spezialisiert hat, irgendwer der mich ernst nimmt und mir endlich helfen kann.
      Er hat mich an die Hautklinik der Uni verwiesen und gesagt, dass es dort eine ganze Abteilung gibt nur für Schuppenflechte. Ärzte die sich mit nichts anderes beschäftigen. Hoffentlich alles schon mal gehört und gesehen haben und Ideen und Arzneimittel kennen die wirklich wirken. 
      Die Odyssee durch die Bürokratie der Klinik entfällt an dieser Stelle mal, trotzdem bevor man in die Abteilung kommt muss man in die normale Ambulanz. Dort traf ich auf eine junge Ärztin die mir all das nochmal verschreiben wollte, was ich schon mal bekommen hab. Am Ende gab es ein Rezept für eine Cortison Lösung und den Vermerk in die Psoriasis Abteilung zu gehen. 
      Ich war endlich dort. Nach der Schilderung all meiner Probleme empfahl mir das Rezept zu zerreißen, es würde sowieso nicht helfen. Es war wie ein Boxkampf jetzt, ich und meine Hoffnung gegen die bittere Erkenntnis. Eine Mandelentzündung kann auch im Zusammenhang mit der Schuppenflechte stehen. (1:0 für die Krankheit) Das ich auch noch zwei Autoimmunerkrankungen hab macht es nicht besser. Die können sich gegenseitig potenzieren (2:0 für die Krankheit und meine miesen Gene) Ab und zu Probleme mit den Händen? Könnte schon auf die Arthritis Form hindeuten (3:0 und damit KO für mich) In meinem Stadium und mit meiner Geschichte war ich ein Kandidat für die innere Behandlung bereits. Trotzdem wollte die Ärztin noch einen letzten Versuch wagen die Psoriasis mit äußerlichen Mitteln in den Griff zu bekommen. Sie verschrieb mit Enstilar. Wir rückten meiner Schuppenflechte also mit der großen Keule und einer kurzen Intensivbehandlung zu Leibe. Eine Woche täglich! Aber nur diese eine Woche und danach abwarten und schauen, und bitte zum Rheumatologen gehen und abklären ob ich die Arthritis Form haben könnte. Hätte, könnte, sollte... bedeutet ein anderer Arzneiplan.
      Wenn jemand mit Enstilar nicht vertraut ist? Ich glaub hier im Forum gibt es schon einige Berichte. Was mich wunderte, eigentlich ist es wohl für die Anwendung auf der Haut geeignet, nicht grade für die Kopfhaut! In diesem Produkt befindet sich Paraffine - also Wachse...  Zum Kotzen das irgendwann, irgendwie aus den Haare zu bekommen! Meine Haare litten unter der Behandlung, ich unter der Tatsache, dass ich das Zeug nicht aus dem Haar bekommen würde. Und trotzdem nach einer Woche war der Juckreiz verschwunden. Keine Flecken mehr zu sehen. Weggezaubert! 
      Sie war weg! Weg! Weg! Weg! Einen ganzen Monat lang. Warten und innehalten. Durchatmen und sich nicht mehr kratzen. Keine Schuppen mehr, sich wundern warum man sich nicht mehr kratzen muss. Schwimmen gehen, das Leben genießen und sich freuen. Die Zeit war toll, aus solchen Momenten muss man seine Energie ziehen - unbedingt! 
      Der Rückfall kam... nach einem Monat ging es schleichend wieder los. Nur ein wenig am Hinterkopf... Also das tolle Mittel wieder nutzen, wieder irgendwie das Wachs aus den Haare bekommen. (Stärke ins Haar schütteln hilft da tatsächlich wunder) Beim Rheumatologen anmelden und abklären lassen ob man Arthritis hat oder bekommen könnte. Röntgen gehen, Blut abnehmen und auf Ergebnisse warten. Schuppenflechte wieder bekämpfen. 
      Ergebnisse:
      positiver Befund der Genanalyse - eine Arthritis könnte sich entwickeln, momentan keine Anzeichen - bitte beobachten und ggf. erneut zum Rheumatologen
      neben Befund des Röntgen: Melorheostose (Wachsknochen; danke ich hab nicht genug Probleme) - beobachten, sollte keine weiteren Probleme machen
       
      Entzückend oder? Ich meine, meine Reise war lang und beschwerlich, auf einmal macht vieles Sinn was meine Familie betrifft und was mich betrifft. Doch ich bin nicht am Ende - oder am Gipfel angekommen, wie man so schön sagt. Momentan wirkt es so als sei meine Schuppenflechte resistent geworden gegen die Behandlung mit Enstilar. Es verliert seine Wirkung, die Intervalle der freien Zeit - gibt es nicht mehr. Der Juckreiz ist unmittelbar am nächsten Tag nach der Behandlung wieder da. Die Schuppenflechte hat jetzt in den letzten vier Wochen meinen Gehörgang und meine Ohrmuschel befallen. Ich muss habe mir fest vorgenommen wieder zur Hautklinik zu gehen, auch mit der Nervosität und dem unguten Gefühl jetzt wohl eine innere Behandlung beginnen zu müssen.
       
      Ich weiß, es gibt unterschiedliche Formen und Ausprägungen von der Psoriasis, jeder empfindet etwas anderes, nimmt sie anders war. Doch irgendwie leiden wir alle darunter und haben manchmal schwere, schwarze Stunden an dem nichts mehr geht. Doch ich glaube uns alle eint auch etwas! Wir alle kämpfen dagegen. Wir alle finden den Mut wieder aufzustehen und weiter zu machen, uns eben nicht die Lebensfreude und Qualität nehmen zu lassen!  Wir sind noch lange nicht am Ende angekommen, haben noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft! Es gibt neue Mittel und Produkte und ich glaube fest daran irgendwann werde auch ich mit der Ärztin etwas finden was mir hilft und mich endlich beschwerdefrei werden lässt.
       
      Ich weiß das war ein mega langer Text und wer immer sich die Zeit dafür nimmt ihn durchzulesen - danke! Danke das du an meiner Geschichte teil nimmst und vielleicht auch dich darin wiederfinden kannst. Dank das du mir zeigst, dass ich nicht alleine damit bin. Danke für das Verständnis! Danke für all die Worte hier die einen aufbauen und weiter machen lassen. Danke, dass ihr alle eure Erfahrungen hier teilt. Ihr seid toll und wundervolle Menschen 
       
      Christin aka LütteDeern
    • Emma2002
      By Emma2002
      Hallo,
      Mein Name ist Emma und ich bin 16 Jahre alt. Seit ca. 1 Jahr habe ich Psoriasis und schreibe nun eine Facharbeit für die Schule darüber. Ich brauche dringend Freiwillige die bereit sind, ihre Geschichten in einem kleinen Interview zu teilen. Diese sind auch über E-mail möglich. In meiner Umgebung habe ich noch nie jemanden getroffen der auch Psoriasis hat und ich kann mich mit niemandem austauschen. Bei Interesse bitte dringend melden.

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