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loppy

Die 12 tödlichsten verschreibungspflichten Medikamente der Welt - Vom Kortison bis zum MTX und weitere

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Matjes

Guten Morgen, loppy,

was heißt hier eigentlich Humira -Fan ?

Ist man ein Fan, wenn einem ein Medikament jahrelang hilft?

Und ja, ich stehe nach wie vor dazu, Biologika zu spritzen, weil es mir hilft und Lebensqualität zurückgebracht hat.

Auch die ganze Nebenwirkungsliste hält mich nicht davon ab. Zumal, vor Krebs und anderen Krankheiten ist man auch so im Leben nicht geschützt.

Und ganz klar meine Devise, ich lebe jetzt gut, wer weiß was in 10 Jahren ist, aber diese Zeit jetzt , wo es mir gut geht, die kann mir niemand mehr nehmen.

Meine Mutter ist mit 45 Jahren an Krebs gestorben, sie hat weder geraucht noch getrunken und es gab bei uns zuhause nur "natürliche selbstangebaute Nahrung" . Ich bin sehr gesund aufgewachsen, nie wirklich krank gewesen ( außer der Pso).

Im Übrigen liegt die PSO bei uns wohl in der Familie , ist also vererbt.

Wenn ich mich 2003 gegen die Biologika entschieden hätte ( ich habe damals zeitweise schon im Rollstuhl gesessen), wo wäre ich dann heute? 

Und wieviel Leid  hätte ich meinen Kindern und meinem Mann gebracht, das sie ohnehin schon einige Jahre mit mir hatten.

Wie oft hat mein Mann damals seinen Jahresurlaub nehmen müssen, weil ich in der Klinik war- und wir deshalb dann auch wenig Urlaub zusammen machen konnten.

Ich weiß ja nicht, ob du Familie hast oder allein lebst, aber würdest du das wirklich der Familie zumuten mögen, wenn es eine Möglichkeit gäbe mittels Medikament, es zu ändern?

Ich bin ein fröhlicher optimistischer Mensch -trotz allem oder vielleicht sogar deswegen, das ich weiß , was hinter mir liegt und ich nicht daran verzweifelt bin .

Ich hoffe, das ich noch viel Zeit mit der Familie, den Enkeln verbringen kann und liebe das Leben!

LG Martina

 

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loppy
Posted (edited)

Ok jetzt reichts aber und @Claudia zu der WHO Geschichte stimme ich Dir zu - es wird in der Zukunft aufgrund dieser Webseite sehr schwierig werden, v.a. für die Menschen die wie wir alle damals mal so eine Diagnose bekommen haben, die erst vielleicht wie bei mir Psoriasis DD. und später dann die Art der Psoriasis bekannt gibt. Die bekommen dann bei vielleicht einer Psoriasis vulgaris in der Blüte noch die Nachricht: "Ich habe eine der schwersten Krankheiten der Welt." Ist man dann noch labil... also ich kenne Menschen, die wären mit einer solchen Botschaft vielleicht sogar Suizidgefährdet. Claudia ich schreibe Dir später noch was ich von der ganzen WHO Geschichte halte.

Und darauf will ich jetzt hinaus und zwar zum Thema Immunsystem und Angst 

allerdings bis ich dahin komme, muss ich erst das Mikrobiom nach weiter erklären und ja ich war stehengeblieben bei:

Immunsystem ist in der Schule bei unserem Mikrobiom - Psoriasis als "Folgeerscheinung" von SIBO (Abk. aus dem Englischen: Small intestine barrier overrun; Deutsch: Bakterielle Überwucherung des menschlichen Dünndarmes)

Um diese Definition bzw. dieses ganz neu postulierte Syndrom zu erklären muss man zuerst wissen, dass SIBO immer mit einem "schlechten Bauchgefühl" startet und was ist eigentlich ein schlechtes Bauchgefühl?

Nach Erkältungen sind Verdauungsprobleme die häufigste Ursache dafür, sich ärztlichen Rat einzuholen. Eine breite Palette von Beschwerden, von einem schwachen Immunsystem bis hin zur Depression und einem chronischen Müdigkeitssyndrom, kann auf eine fehlerhafte Magen-Darm-Funktion zurückzuführen sein. Abgesehen von der Luft, die wir atmen, und dem was unsere Haut über die Umwelt aufnimmt, gelangt alles was uns beeinflusst, durch den Darmtrakt in unseren Körper.

Dünndarm, Dickdarm und Enddarm haben die Kontaktfläche der Größe eines Tennisplatzes. Diese Größe schafft natürlich auch eine hohe Anfälligkeit. Dass die Verdauung optimal funktioniert, ist somit extrem wichtig für Lebensqualität und Gesundheit.

Was im Magen und Darm passiert, ist sehr kompliziert, deshalb kann auch immer viel schiefgehen auf dem Weg von der Nahrungsaufnahme bis zu den Abfallstoffen in Form von Stuhlgang. Außerdem ist der Dickdarm ein lebendes Ökosystem, das viel mehr Bakterien beste Symbiose liefert, wie in keinem anderen Organ

Obwohl Umfragen zeigen, das zwei von drei Menschen kleinere und größere Probleme täglich mit der Verdauung haben, sind sich die wenigsten bewusst, wie das Verdauungssystem wirklich funktioniert und wie wichtig es ist es zu wissen um nicht im Zweifel irgendwann aus dem Nichts schwer zu erkranken.

 

Zum Thema Darm im speziellen passiert (biochemisch) zeige ich hier mal

Microbiota.jpg

Microbiota / Mikrobiom - Gezeigt werden hier Stoffwechselvorgänge und Endprodukte der normalen menschlichen Darmflora beim Eintritt aller erdenklicher Nahrungsmittel

Ohne jetzt detailliert auf alle Bakterien und Stoffwechselvorgänge einzugehen, sieht man allerdings, dass alles doch irgendwie vernetzt ist und dass kausal betrachtet alles immer mit der Nahrung ins Rollen kommt und der Rest läuft nach Ursache -> Wirkungsprinzip.

Die Nahrung sind die grau unterlegten Kästchen an der linken Seite oben (1) mittig, rechts unterhalb der linken Seite (2) rechte Seite oben (3) rechte Seite unten (4).

1. Dietary fiber and mucus carbohydrates =  Ballaststoffe und schleimige Kohlenhydrate

2. Dietary and muscinous sulfate = Diätetische und schleimige Sulfate

3. Dietary protein = Nahrungsproteine

4. Dietary and host phospholipids = Phospholipide des Wirtes und der Nahrung

 

Block a) Als Resorptionsfläche wird die zottige Zellwand (mit ihren Mikrovilli unten gezeigt). Unterhalb der Resorptionsfläche werden die Familien der Mikroben den farbigen Arten im ganzen a) und b) Bildblock gezeigt.

Man achte hier mal auf die braunrote Familie der Firmicutes und ihre Vielseitigkeit der Verstoffwechslung von Nahrung in allen vier möglichen Wegen der Verdauung (im Block a) und ihre klassifizierte Diversität ihrer rRNA Gene (ribosomale Ribonukleinsäuren) aus einer Sammlung von 17 unterschiedlichen menschlichen Stuhlproben (im Block b).

 

Die Unterarten der Bakterienfamilien im Probenvergleich: Die 17 Stuhlproben kamen von 17 Menschen mit unterschiedlichem Alter nebst ethnischer Herkunft

Untereinander das Mikrobiom betrachtet gab es unterschiedlich starke Veränderungen in Ihrem Erbgut:

Firmicuten: 70% Differenz - Bacteroides: 12% Differenz - Actinobacteria - 3% Differenz - Archaea - ca. 0,5% Differenz

Die grüne Familie der Bacteroides sind saccharolytische Buttersäuregärer und proteolytische Fäulnisflora. Die Firmicutes sind diverser und beinhalten ebenfalls saccharolytisch und proteolytische Bakterienarten, allerdings auch Butyratbildner und neben dem wichtigen Energiestoffwechsel der anaeroben Atmung auch mit gewissen Arten der Clostridien fettspaltende Eigenschaften (Lipolyse).

Letztlich die Actinobacteria (die gelbe Gruppe), die sich fast nur mit 5% rRNA Abweichung ähneln, zeigen sich immer einleitend im proteolytischen und saccharolytischen Verdauungsprozess und sind somit fester Bestandteil des Mikrobioms.

Ausnahme: Die lila Gruppe der Archaea als Methanbildner -> ihre Gendiversität innerhalb der 17 verschiedenen Stuhlproben war erstaunlich niedrig mit nur 0,5%.

 

Die kurzkettige Fettsäure Butyrat wird von ausschliesslich Firmicuten gebildet und ist die Hauptenergiequelle der Darmzellen. Daneben steuert Butyrat auch die immunologischen Abwehrkräfte des Darms und beeinflusst verschiedene Stoffwechselwege im ganzen Körper, zum Beispiel in der Leber oder im Gehirn.

Tatsächlich wenn man innerhalb der Firmicuten dann weiter forscht findet man in jüngsten Untersuchungen stellten z.B. Teams um Dr. Marius Vital fest, dass im Durchschnitt über 20 verschiedene Butyrat-bildende Arten im Darm von nur einer Person zu finden sind, die sich Umweltbedingungen gezielt anpassen können.

Jüngste Forschungen zeigten, dass ein Mangel an butyratbildenden Firmicuten mit diversen Volkskrankheiten wie Diabetes, Atherosklerose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Fettleibigkeit in Verbindung stehen.
 

So und als letztes sieht man die Endprodukte der jeweiligen Stoffwechselprozesse in den gestrichelten Kreisen:

Wir finden:

1,2 Propandiol (fördert Wasser-in-Öl Emulsionen - verbessert Resorptionen - konserviert - stark hygroskopisch), Succinate (Salze und Ester der Bernsteinsäure - Stoffwechselintermediat - biologisch abbaubar mit Methan - Lösungsmittel),

Acetate (Salze und Ester der Essigsäure - Stoffwechselintermediat - Basis seltener sekundärer Mineralien) , Laktate (Salze und Ester der Milchsäure - starke Carbonsäure - Maß der Belastbarkeit: anaerobe Schwelle kann durch Laktate berechnet werden),

Propionate (Salze und Ester der Propionsäure - Essentiell für den Abbau von Vit B12 - Verursacher von unangenehmem Mundgeruch - Lösungsmittel - Essentielle Energiequelle der Darmepithelien),  Ethanol (Lösungsmittel - Antiseptikum - Konserviert - Flüchtig - hohe Resorption -> hoher Ethanalspiegel -> Katerstimmung -> Betäubt),

Molekularer Wasserstoff (Sauberer Energieträger - Auslöser von Entzündungen durch bakterielle Hydrogenase - fördert mikrobe Epithelbesiedlung u.a. bei Helicobacter pylori - Magenschleimhautentzündungen -> Dünndarmgeschwüre -> Dünndarmkrebs), Formiate (Salze und Ester der Ameisensäure - Anaerober Einfluss auf die Verdauung durch Verstoffwechselung in der Methanogenese - Substrat mikrober Archaea),

Kohlenstoffdioxid (Blähend - Darmgas - in dauerhaft hohen Konzentrationen ist CO2 der Auslöser von Reizdarmsyndrom, Blut im Stuhl, Vollegefühl, Malabsorption) - Schwefelwasserstoff (Abfallprodukt der Proteinspaltung - Aromat d. faulen Eier Geruchs - Blähende Gasentwicklung von H2S ~entsteht nur bei~ Magnesium, Cobalt, Zink, Kupfer Chrom und Manganmangel und zu viel Zucker und Stärke aus sonst mineralstoffarmen Bohnen, Hülsenfrüchten, Gemüse und Cerealien unseres jetztigen Supermarktstandards),

Butyrate (Salz der Buttersäure - gewaltigste Energiequelle für erfolgreiche Resorptionen im Darm - kurzkettige Fettsäure - Dauermangel ist Auslöser von Diventrikeln und folgender Adipositas, Diabetes, Artheriosklerose - Synthese reduziert durch carnivore und maximiert durch vegetarische Kost), Methan (Darmgas aus komplexen Oligosacchariden von z.b. Bohnen - allerdings geringste Beteiligung an Flatulenz - Treibhausgas),

Trimethylamin (Gasförmig - hygroskopisch - starke Base erzeugt den typischen Fischgeruch - Metabolit des Cholinstoffwechsels - schwach giftig - ätzend - katalysatorisch*), Ethanolamin (biogenes Amin - Bestandteil des Lipids Phosphatidylethanolamin - Entstehung: Decarboxilierung von Serin - hohe Polarität - Bestandteil des GPI-Ankers für Oberflächenproteine an Zellmembranen),

Phenol und Indolbestandteile: (komplexe Betrachungsweise: Extrem vorteilhaft bei gesundem Mikrobiom: Indole sind Leckerbissen für gute Darmbakterien, natürlich in Kohl und Brokkoli, erhöhen Widerstandskräfte, tryptophanhaltige Ernährung fördert Phenol / Indolbestandteile und deren Synthese und Verstoffwechslung / Nachteilig bei gestörtem Mikrobiom: toxische Reste, die kritisch zu betrachten sind und deren Abbau dann zu lange dauert - die Konzentrationen bei gestörten immunologischen und Stoffwechselreaktionen sowie bei zu hohen Fäulnis- bzw. Gärstoffwechsel steigen - in zu hoher Konzentration sind sie Auslöser von verstärktem Darmpilzwachstum, Darmkrebs, Leaky gut syndrome und Mykobiosen) 

Und wir finden:

Verzweigte Fettsäuren - Amine - Ammoniak - Kurzkettige Fettsäuren und Thiosulfate. (diese Endprodukte behandele ich besonders später)

 

Während man sich das Diagramm unten ansieht, kommt man daraud wie man diesen Kreislauf balancieren kann -  hier sind 18 Fakten - die ich gebraucht hatte um das Spiel richtig durchzuspinnen mit einer Kernaussage unten:

1. Die homo- bzw. heterofermentative Milchsäuregärung von Glukose in Milchsäure, Essigsäure und CO2 trägt direkt zur Erhaltung eines niedrigen pH-Wertes im Darm bei. Da die Gabe von Glukose eine unter Umständen bestehende Darmmykose ungünstig beeinflusst, empfiehlt es sich, anstelle von Glukose Milchzucker zu verabreichen, der von Mykosekeimen nicht verstoffwechselt werden kann. Bewährt hat sich die Verabreichung einer Kombination von Milchzucker mit einem Kamillenblüten-Trockenextrakt. Die Wirkstoffe der Kamille wirken antiphlogistisch und spasmolytisch. So werden auf diese Art auch Entzündungserscheinungen der Darmschleimhaut behandelt und die Barrierefunktion des Darms gestärkt. Ist die intestinale Mikroökologie weitestgehend normalisiert, kann mit der Verabreichung von Darmsymbionten begonnen werden. Nach den Postulaten von Sonnenschein und Beckmann sowie Shimshoni und Rüffer stellen die mikrobiologischen Probiotika Antigene dar, die von den M-Zellen aufgenommen werden und das Immunsystem triggern. Sie bewirken eine Aktivierung und Proliferation von Makrophagen, von den natürlichen Killerzellen (NK-Zellen), der humoralen Abwehr (Komplementsystem) und eine Steigerung der Sekretion von sIgA.

2. Somit hat die Gabe von Darmsymbionten nicht primär die Aufgabe, als mikrobiologische Therapie den Mangel an Milchsäurebildnern zu beseitigen. Ihr Wert liegt vielmehr im Sinne einer Reiztherapie in der Stimulation des GALT und der Anregung zur Bereitstellung von sIgA auf der Darm-schleimhaut – zwei von vielen Faktoren, die die Barrierefunktion des Darms gewährleisten!

3. Eine exkretorische Pankreasinsuffizienz vermag durch Fermentmangelerscheinungen über Verdauungsstörungen, insbesondere der Eiweisse und der Fette, die proteolytische Darmflora zu stimulieren. Die daraus resultierende Eiweissfäulnis bedingt eine Alkalisierung des Darminhalts (pH-Werte > 7,5) und damit eine Beeinträchtigung der Milchsäurebakterien – auch jene die man z.B. durch Probiotika zuführt. Hat man die muss man den ph-Wert des Dünndarms in einen leicht sauren Bereich bringen.

4. Pilzinfektionen der Haut und der Schleimhäute spielen eine immer grössere Rolle. So finden sich vorwiegend Candida albicans (ca. 61%), Candida spec. (ca. 16%), Trichosporum spec. (ca. 12%) und Rhodotorula (ca. 1,7%) in untersuchten Stuhlproben. Mykosekeime im Darm sind unter physiologischen Verhältnissen passager. Erst bei einer gestörten intestinalen Mikroökologie, insbesondere nach einer Alkalisierung und einem gestörten Redox-Potenzial im Darm, kommt es zur Kolonisation der Mykosekeime und zu pathogenen Wirkungen (> 10 hoch 3 Organismen/g Stuhl).

5. Die Reduzierung insbesondere der Fäulniserreger erfolgt mit Sauerstoff-freisetzenden Substanzen wie Magnesiumperoxid. Dies wirkt im Wesentlichen zytotoxisch auf die fakultativ anaerobe Bakterienflora (pathologische Escherichia coli usw.). Die alleinige Verabreichung von Magnesiumperoxid führt häufig schon zu wesentlichen Verbesserungen der Beschwerdesymptomatik, insbesondere solcher Erscheinungen, die durch Fäulniserreger hervorgerufen werden.

6. Die Hauptwirkstoffe der Kamille, insbesondere das Bisabolol, haben einen antiphlogistischen und spasmolytischen Effekt. Besonders die entzündungshemmende Eigenschaft ist zur Therapie der geschädigten Darmschleimhaut erforderlich. Die spasmolytische Komponente wirkt Tenesmen entgegen.

7. Die Laktose wird nach enzymatischer Spaltung durch homo- und heterofermentative Milchsäuregärung in Milchsäure, Essigsäure und CO2 gespalten und damit ein leicht saures pH-Milieu erreicht.

8. Bei Vorliegen einer An- oder Subazidität hat sich die Gabe von phytotherapeutischen Bitterstoffen mit den Inhaltsstoffen Enziantinktur, Tinktur aus Chinarinde, Tinkturen aus Wermutkraut und Zimtrinde bewährt. Diese führen reflektorisch über eine Reizung von Rezeptoren zu einer Anregung sowohl der Speichel- und Magensaftproduktion als auch der Magenmotilität. Die durch die gestörte intestinale Mikroökologie verursachte Entstehung endogentoxischer Substanzen, wie unter anderem Indol, Skatol und Fuselalkohole, führen zu einer erheblichen Belastung der Leber mit zum Teil nicht unbeträchtlicher Erhöhung der Leberwerte im Serum. Deshalb sollte die Behandlung mit einer Leberschutztherapie kombiniert werden. Dazu eignen sich z.B. Präparate mit Mariendistelfrüchte-Trockenextrakten o.ä.!

9. Immunogene Stimulation: Der Freiburger Mikrobiologe Prof. Dr. Nissle entdeckte im Ersten Weltkrieg, dass Soldaten, bei denen ein ganz bestimmter Colistamm im Dickdarm vorhanden war, nicht an Ruhr und anderen Darminfektionen erkrankten. Dieser Stamm hatte die Eigenschaft, unter anderem auch Typhusbakterien zu verdrängen. Weiterhin fand er im Zusammenhang mit diesen Untersuchungen eine Beziehung zwischen der Darmflora und vielen chronischen Krankheitsbildern. Zur Stimulation des intestinalen Immunsystems sollten physiologische Darmsymbionten und deren Stoff-wechselprodukte verabreicht werden, mit dem Ziel der Rückgewöhnung des Organismus an lebende Keime mit nicht invasivem Charakter zum Aufbau intestinaler Schutzfaktoren. Diese sind vorrangig Acidophilus- und Bifiduskeime, gegebenenfalls zusätzlich physiologische Enterokokken und E. coli. (z.B. durch Gabe von Symbioflor I+II)

10. Eine finnische Studie konnte aufzeigen, dass ein höherer Gehalt von Bifidobakterien im Darm mit einer Dämpfung allergischer Reaktionen, messbar am IgE-Spiegel, einhergeht.

11. Bei Kindern mit atopischer Diathese konnte wiederum ein verminderter Gehalt an Bifidobakterien in der Darmflora nachgewiesen werden, sodass hier ein schützender Effekt vor einer atopischen Sensibilisierung postuliert wird!

12. Auch neue Erkenntnisse: Kinder, deren Mütter kurz vor der Geburt und während der Stillzeit Nahrungsmittel mit Laktobazillen einnahmen, entwickelten weniger häufig eine atopische Dermatitis als Kinder einer Vergleichsgruppe, die ohne diese Zusätze ernährt wurden.

13. Trimethylamin-Produktion erhöht sich im menschlichen Darm als Stoffwechselprodukt nach der Aufnahme von Phosphatidylcholin, Cholin und Carnitin, die sich besonders in Eiern und Fleisch finden. Trimethylamin wird gut resorbiert und in der Leber durch Flavin-haltige Monooxygenasen (FMO3) zu Trimethylamin-N-oxid (TMAO) verstoffwechselt. Das Enzym FMO3 ist ein zentraler Regulator des Leber-Cholesterin-Stoffwechsels und seine Ausschaltung verhinderte bei insulinresistenten übergewichtigen Mäusen die Entwicklung einer Hyperglykämie, einer Hyperlipidämie und einer Arteriosklerose. Der TMAO-Spiegel ist beim Menschen mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, besonders Herzinfarkt und Schlaganfall assoziiert. TMAO hat pro-arteriosklerotische Eigenschaften und steigert die Konzentration Makrophagenspezifischen Cholesterins und die Bildung von Schaumzellen in der Gefäßwand. Darüber hinaus steigert TMAO die Plättchen-Aktivität.

14. Bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises sollten nicht nur die Möglichkeit des Einflusses auf das Schmerzgeschehen, sondern auch die Beziehungen zwischen einem Mangel an Immunglobulin A und den Autoimmunkrankheiten (Arthritis, aber auch atopische Krankheiten) gesehen werden. So sind postinfektiöse bzw. reaktive Arthritiden erwähnenswert, die durch Salmonellenstämme, Yersinien, Shigellen und Campylobacter hervorgerufen werden.

15. Eine genetische Disposition (HLA-B27) zu reaktiven Arthritiden, die durch die Erreger von Darmkrankheiten aktiviert werden, spielt hierbei eine Rolle. Wie sehr auch in diesen Fällen eine Anpassung des Mikrobioms durch lenken der Symbiose neben der antiphlogistischen Behandlung des akuten Stadiums angezeigt ist, liegt auf der Hand.

16. Für alle Antibiotika-geschädigten die Angst haben, mikrobielle Veränderungen auszuprobieren:

- die Antibiotika-assoziierten Darmstörungen bzw. Durchfälle betrachten erstmal alle fraglich, da diese ein häufiges Problem darstellen, gerade bei Leuten die Medikamente einnehmen, die Ihr eigenes Immunsystem unterdrücken.

- Antibiotika, vor allem wenn sie über längere Zeit angewendet werden, können funktionelle Darmstörungen bis hin zu schweren Durchfällen auslösen, ursächlich durch die Überwucherung des Kolons mit Clostridien, insbesondere C. difficile und C. sordellii (obligaten Anaerobiern) führen. Somit werden häufig auch Autoimmunerkrankungen unbemerkt verstärkt.

- Das Krankheitsbild kann alle Schweregrade von milden Formen wässriger Diarrhö bis hin zu fulminanten, nekrotisierenden und hämorrhagischen pseudomembranösen Kolitiden annehmen.

- Clindamycin und Lincomycin wurden am häufigsten als Ursache der pseudomembranösen Kolitis angesehen, doch kann eine Vielzahl anderer Antibiotika dieses Krankheitsbild ebenso auslösen.

- Um eine solche, iatrogen hervorgerufene pathologische Veränderung der Dünn und v.a. Dickdarmflora wirksam zu therapieren und möglichen Negativfolgen für den Organismus vorzubeugen, empfiehlt sich eine Darmsanierung einer Entgiftung mit anorganischem Schwefel und unterschiedliche Formen von Algen anzuschliessen.

17. In der Onkologie nennt sich diese Anpassung des Mikrobiomstoffwechsels im Dünndarm jetzt "Symbioselenkung" und wird zur Steigerung der Überlebensrate gerade nach Bestrahlung und Chemotherapien angewandt, um die Erfolgsquote der doch nicht mit Erfolg gekrönten Krebstherapien, etwas mehr Hoffnung zu schenken.

18. Jüngste Studien aus Kanada zeigten dass Migräne, vasomotorischer Kopfschmerz, Schmerzen des rheumatischen Formenkreises, Asthma bronchiale (allergisch), Rhinitis allergica, rezividierende Sinusitiden, allergische Hauterkrankungen, atopische Dermatitis, Akne, chronische Nierenerkrankungen und allgemeine Infektanfälligkeit geheilt werden konnten.

Diese Studien waren folgender hinterhergeschaltet: EU-Projekt "Ristomed" untersuchte die Neubrandenburger Professorin für klinische Diätetik und Ernährung und Direktorin des Instituts für evidenzbasierte Diätetik an der Hochschule Neubrandenburg gemeinsam mit Wissenschaftlern unter anderem von Universitäten in Rom, Bordeaux und Bologna, wie sich die Ernährung auf die Entzündungsneigung im Alter, das "Inflamm-Aging" auswirkt. An der Studie nahmen 125 Patienten zwischen 65 und 85 Jahren teil. Das Ergebnis: Nur in der Gruppe, die zusätzlich eine Mischung von Probiotika einnahm, verbesserten sich die zuvor negativ veränderten Werte. Probiotika bedeutet, dass lebende Bakterienkulturen in den Darm gelangen. Die Forscher sprechen von einem "immunmodellierenden Effekt".

Kurzkettige Fettsäuren scheinen der Schlüssel zu sein: Wie lässt sich das erklären?

Mehrere Studien, unter anderem an der Universität in Melbourne, haben ans Licht gebracht, dass es zwischen dem Mikrobiom im Darm - der Zusammensetzung und Menge der Bakterienstämme - und dem Immunsystem einen direkten Zusammenhang gibt.

Ballaststoffe dienen bestimmten Bakterien im Darm als Nahrungsquelle. Die Bakterien wiederum bilden daraus kurzkettige Fettsäuren. Der Schlüssel für eine gute Gesundheit, nicht nur, aber besonders im Alter, scheint die Fähigkeit der kurzkettigen Fettsäuren zu sein, die Darmflora gezielt positiv zu verändern und eine ungünstige Zusammensetzung der Darmbakterien zu korrigieren. Kurzkettige Fettsäuren dienen nach dem aktuellen Stand der Forschung besonders denjenigen Darmbakterien als "Futter", die eine besondere Schutzfunktion für den Menschen haben: Sie können Entzündungen im Körper verhindern und vor einem Angriff des menschlichen Organismus auf körpereigene Zellen schützen. Dieser "falsche Alarm" der Körperabwehr ist nicht nur Ursache für "Inflamm-Aging", sondern in jedem Lebensalter Ursache für zahlreiche Auto-Immunerkrankungen wie etwa Multiple Sklerose, Schuppenflechte, Rheuma oder Allergien.

Edited by loppy
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loppy
Posted (edited)

Dieses Bild habe ich mir dann mal kürzlich auf eine A3 Seite gemalt und diese 18 Fakten schreibt man auf Karteikarten, die Kernaussage packt man auf ein Extrablatt. 

Entschuldigt, dass ich Euch das jetzt zum einen erstmal sehr chemisch zeige und auf der anderen Seite (durch die Hülle und Fülle von Kreisläufen die hier entstehen) vieles erschlagend wirkt. Berücksichtigt hatte ich auch noch zusätzlich eventuelle Unverträglichkeiten allerdings versucht mal durchzuspielen wie es nun ist, egal wie Euer Bauchgefühl nun isst man kann mal versuchen die Endprodukte der 4 Wege zu summieren und aufschreiben und dann mit den 18 Fakten nachsehen, was passiert wenn man "Substrate" für einen der vier Wege weglässt bzw. was passiert wenn man z.B. Kohlenhydrate oder Eiweiß oder Protein weglässt... gesunde und ungesunde Nahrung im Mix betrachten ... wie sich das Gleichgewicht dann verschiebt. Oder anders man isst nur viel Protein und wenig Fett, was passiert dann? Allerdings man muss immer berücksichtigen, dass eventuell die Resorption am Epithel durch die Vorgeschichte der über Jahre zugeführten Nahrung "gestört" sein kann. Probiert das mal aus, wenn ihr Lust habt und ihr werdet merken warum.. Ernährungsumstellung vielleicht doch gar nichts mit Ernährungsgleichgewicht zu tun haben kann und sie bei so vielen schief geht. Das Problem wird dann vielleicht besser, aber die Situation drifet von halb zu suboptimal und fällt von katastrophal wieder in suboptimal.

Wie gesagt das ist auf einen Schlag sehr komplex allerdings kommt jetzt noch ein Fakt dazu den man immunologisch nicht vergessen darf und das ist die hormonelle Seite:

Erschlagend war für mich.... 99% des menschlichen Serotonins moduliert unser Darmepithel während der Rest unter der Haut und im restlichen Körper fungiert. Man weiss die Psoriasis ist eine TH-17 Helferzell-induzierte Autoimmunerkrankung auf unsere Melanocyten im Unterhautgewebe. Nun was machen Melanocyten, welche Rezeptoren haben die?... und was ist jetzt ... SIBO.. warum spielt der Dickdarm wesentlich weniger eine Rolle als der Dünndarm und dann frage ich: was macht der Enddarm. ?

Bis später!

Edited by loppy

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Blubb76
Am 20.6.2019 um 18:48 schrieb Waldfee:

Hallo Blubb76,

jetzt bin ich auf Deine Antwort gespannt: Bist Du da auch der Meinung, daß man Krebs mit Ernährungsumstellung heilen kann?

Hallo Waldfee,

glaubst du, ein Schweineschnitzel und Pommes bringen dich bei Krebs weiter?

Ich verkaufe hier meine Ernährungsumstellung nicht als Allheilmittel für alles, ich merke schon in welcher Ecke du mich sehen willst.

Aber ich gebe dir noch einen Tip, mach dir mal Gedanken wie Pso, MS und auch mancher Krebs überhaupt entsteht. Wenn du das getan hast können wir mal über Nahrungsmittel sprechen. Ansonsten macht es wenig Sinn sich darüber auszutauschen. Ist nicht böse gemeint.

LG Andreas

 

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Ratinacage
Posted (edited)
vor 17 Stunden schrieb Claudia:

Missverständliche Wertung ist nur möglich, wenn auch missverständlich geschrieben wird (bzw. nicht genau genug). Ich habe dir bewusst in meinem Beitrag nur gespiegelt, wie deine Fragen oder Sätze auch ankommen können. Ziel erreicht.

Hättest du deinem Beitrag gleich den einen Satz "Ich beziehe mich nicht auf Fälle, in denen es keine andere Möglichkeit mehr gibt." hinzugefügt", wäre viel weniger Vorwurfs-Potenzial dagewesen. Hättest du von Anfang an so eingegrenzt, welche Betroffenen du meinst, käme es nicht als Vorwurf an alle, auch die schwer Betroffenen, rüber.

Nun, wenn es als Vorwurf interpretiert wird, obwohl es vom "Sender" klar formuliert worden ist, denn das ist es, dann liegt das Empfinden des Vorwurfs ganz klar beim bzw. im "Empfänger".

Wahrscheinlich ist es tatsächlich so, wie schon an anderer Stelle in diesem Forum (nicht von mir) vermutet wurde: Usern, bei denen die Erkrankung schlimme Verläufe angenommen hat, unterliegen offenbar einer höheren Vulnerabilität, was eine unvoreingenommene Disskussion selbstverständlich erschweren kann. Ich finde das insgesamt wirklich sehr schade.

Edited by Ratinacage
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malgucken
vor 2 Stunden schrieb Matjes:

Guten Morgen, loppy,

was heißt hier eigentlich Humira -Fan ?

Ist man ein Fan, wenn einem ein Medikament jahrelang hilft?

Und ja, ich stehe nach wie vor dazu, Biologika zu spritzen, weil es mir hilft und Lebensqualität zurückgebracht hat.

Ist es nicht schlimm, dass man sich in diesem Thread schon (fast) entschuldigen muss, wenn man Humira u.ä. spritzen muss?

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Blubb76
Am 20.6.2019 um 18:47 schrieb kuzg1:

Hallo Andreas,

erstmal: super, dass Du mit Deiner Ernährungsumstellung so tollen Erfolg bei Dir erzielt hast, verbunden mit dem Wunsch, dass dies auch lange, lange anhalten möge. ?✊

Das was Du allerdings an Lupinchen schreibst, bzw. wie Du es interpretiert hast, hat sie aber doch gar nicht geschrieben.

Ich lese das so und unterstreiche im folgenden Zitat die für mich wesentliche Kernaussage:

Ich denke, wir Leser, User, Mitschreiber vergessen manchmal, dass es unterschiedliche Krankheitsausprägungen gibt; bezogen auf Pso gibt es leichte, mittlere und schwere. Es wird wohl niemand verwerflich finden, wenn bei "schwerer" Ausprägung, der/die Patient*in zur Medizin greift - auch zu harten medikamentösen Maßnahmen. Ebenso wenig verwerflich ist natürlich der Versuch bei leichter bis mittlerer Ausprägung alles zu unternehmen - sei es Homöopathie, Naturheilkunde, Hand auflegen, um Mitternacht den Vollmond anflehen und was es sonst noch alles gibt! - um die Pso zu lindern und um Medikamente in egal welcher Form herum zu kommen. Natürlich gilt das nicht nur für die Pso, sondern im Prinzip für alle Krankheiten. Für mich geht es um Akzeptanz, darüber hinaus um Toleranz - denn jeder Mensch ist anders und das muss nicht bewertet werden. Wer mit Medikamenten seine Lebensqualität steigert - Glück auf, Super, hoffentlich wirkt es lange, lange, lange! Wer mit alternativen Methoden das gleiche schafft - DITO!

Wir haben nur ein Leben und jeder von uns muss seinen Weg hindurch gehen und finden; das gehört nicht Entschuldigung an Alle: von wem auch immer negativ bewertet (angefeindet!). Ich schliesse mich hier durchaus mit ein, lag und liege auch bloß immer mal daneben.

Liebe Abendgrüße - Uli

Hallo Uli,

ich war selbst zu 80% PSO befallen mit anschliessender PSA, und habe es mit alternativen (alleine die Wortprägung Alternative finde ich irgendwie abwertent) geschafft auf 0% zu kommen. OK ich habe es 23 Jahre mit mir rumgeschleppt bis ich die letzten Prozent geschafft habe. 

Des weiteren bin ich nicht der einzige der dies auch bei schwerer Ausprägung mit Ernährung geschafft hat.

Hierzu empfehle ich das relativ neue Buch die Hautdiät geschrieben von einem Medizinstudenten welcher eine ähnliche Methode gefunden hat Pso mit Ernährung zu heilen. Er unterstützt auch auf seiner Webseite hautdiaet.net betroffene bei interesse an der Sache.

Und nochmal, es ist jeden seine Entscheidung Medikamente zu nutzen. Ich sehe nur kein Grund zur veranlassung welche zu nehmen, wenn ich keine brauche. Es geht auch anders und deshalb bin ich bestimmt kein Sonderling der sich die Handauflegen lässt oder bei Mitternacht den Mond anheult.

Mir geht es besser als je zuvor und ganz ohne Nebenwirkungen und befinde mich dennoch in Ärztlicher behandlung um mich regelmäßig checken zu lassen. Und meine Ärztin sagt selbst, ich sei mit meiner Ernährungsumstellung auf einem guten Weg.

 

LG Andreas

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Ratinacage
Posted (edited)
vor 27 Minuten schrieb malgucken:

Ist es nicht schlimm, dass man sich in diesem Thread schon (fast) entschuldigen muss, wenn man Humira u.ä. spritzen muss?

Also was ich bisher mitbekommen hab, wird eher anders herum ein Schuh draus. Offenbar wird es den "nicht Usern" von Immunsupressiva in Form von Injektionen nicht zugestanden oder nicht gegönnt ( was auch immer ) das sie sich nicht spritzen müssen.

Ich versteh die ganze hochgeschauckelte und emotionale Disskussion mit teilweise persönlichen Angriffen sowieso nicht.

Edited by Ratinacage
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kuzg1

Guten Morgen Andreas, 

vor 13 Minuten schrieb Blubb76:

Es geht auch anders und deshalb bin ich bestimmt kein Sonderling der sich die Handauflegen lässt oder bei Mitternacht den Mond anheult.

nichts anderes wollte ich ausdrücken. Auch wer es mit Handauflegen und anderem schafft, ist für mich kein Sonderling - er/sie hat dann ihren Weg gefunden und das ist vollkommen okay!

Das Du "alternative Methode" als abwertend empfindest wusste ich nicht. Es wäre nett, wenn Du einen weniger abwertenden Begriff dann benennst, denn es liegt nicht in meiner Absicht Dich oder andere abzuwerten - ganz im Gegenteil.

Bitte gestatte mir - aufgrund meiner Erfahrungen mit Psoriasis - eine Anmerkung zu folgendem Zitat:

vor 19 Minuten schrieb Blubb76:

welcher eine ähnliche Methode gefunden hat Pso mit Ernährung zu heilen.

Leider, leider gibt es KEINE Heilung der Psoriasis. Auch wenn Du mit Ernährungsumstellung völlig erscheinungsfrei geworden bist, es Dir gut geht, Du happy bist und das Leben in vollsten Zügen genießt (was ich Dir und allen von Herzen wünsche!) - die Krankheit schlummert weiter in Dir, bis zum Ende aller Tage. Klingt jetzt hart - ist aber so. Verlässt Du den Pfad Deiner Methode, kommt die Pso zurück. Das gilt für alle Methoden - bisher! Seien es Medikamente, (sorry - hab noch keinen neuen Begriff) alternative Methoden und, und, und ..... 

Von Heilungsversprechen egal welcher Couleur halte ich daher gar nichts!

Dir und Allen ein schönes Wochenende

Gruß - Uli 

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Waldfee

Hallo loppy,

also einst muß man Dir lassen: Du kannst Dich ungemein in Deinen Ansichten steigern und Überzeugungsarbeit in ellenlangen Beiträgen leisten. Aber Du solltest wissen, daß Du hier im Forum nicht nur „ Dummerchen „ , sondern User mit jahrelangem Leidensweg und Erfahrungen vorfindest, die schon die Nebenwirkungen der Medis lesen und dann entscheiden können, ob sie diesen   Behandlungsweisen gehen wollen. LG Waldfee

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Lupinchen

@Lobby

 

 

Was heute für mich mein Biologica ist, war früher der Aufenthalt am TM in  Israel für mich und auch ein Weg aus meiner beginnenden Depression deswegen. Als junge, nicht ganz unhübsche Frau, war mein Therapieversagen echt schimm auszuhalten. Ich war definitiv austherapiert und zumal Allergiker. Meine Allergien festigen und mehren sich, nicht umgekehrt.

Für meine Haut, hatte damals Phasen wo ich auch mal eine Spontanabheilung hatte,  damals, wenn schon vorhanden, kein Biologika oder MTX genommen. Nach meinem Umzug hier nach Franken musste ich endlich etwas tun wg. meiner PsA, bei geringem Hautbefund. Ich bekam MTX, damals fingen wohl alle damit an. Ich habe sehr mit mir gerungen, tagelang. Der Erfolg kam, aber die NW auch. Habe es selber abgesetzt und um jede Praxis einen Bogen gemacht. Ein Megaschub blieb aus, nur die Psa kam mit Macht irgendwann zurück. Naja dann kam Arava, Enbrel usw. alle mit raschem Wirkverlust. Ich kürze hier mal ab, bin dann zu einem TNF-Alpha-Blocker zurück. Ich habe generell Probleme mit meiner Psyche wenn ich etwas nehmen soll/muss, ich werde wohl nicht allein an meinen chronischen Erkrankungen sterben, habe da mehrere, sondern wohl an beidem. Evtl. ja auch nur an Altersschwäche. Ich mache mir viel Gedanken über eine Dauertherapie, aber mir bleibt nichts mehr, außer nichts zu nehmen, oder mich  mit Schmerzmittel vollzupumpen. Zzt. keine Option.

Ich habe die Disposition geerbt, von beiden Seiten, dass kam aber erst heraus als ich schon selber mit Pso gestartet bin.

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Lupinchen

@Lobby

Was heute für mich mein Biologica ist, war früher der Aufenthalt am TM in  Israel für mich und auch ein Weg aus meiner beginnenden Depression deswegen. Als junge, nicht ganz unhübsche Frau, war mein Therapieversagen echt schimm auszuhalten. Ich war definitiv austherapiert und zumal Allergiker. Meine Allergien festigen und mehren sich, nicht umgekehrt.

Für meine Haut, hatte damals Phasen wo ich auch mal eine Spontanabheilung hatte,  damals, wenn schon vorhanden, kein Biologika oder MTX genommen. Nach meinem Umzug hier nach Franken musste ich endlich etwas tun wg. meiner PsA, bei geringem Hautbefund. Ich bekam MTX, damals fingen wohl alle damit an. Ich habe sehr mit mir gerungen, tagelang. Der Erfolg kam, aber die NW auch. Habe es selber abgesetzt und um jede Praxis einen Bogen gemacht. Ein Megaschub blieb aus, nur die Psa kam mit Macht irgendwann zurück. Naja dann kam Arava, Enbrel usw. alle mit raschem Wirkverlust. Ich kürze hier mal ab, bin dann zu einem TNF-Alpha-Blocker zurück. Ich habe generell Probleme mit meiner Psyche wenn ich etwas nehmen soll/muss, ich werde wohl nicht allein an meinen chronischen Erkrankungen sterben, habe da mehrere, sondern wohl an beidem. Evtl. ja auch nur an Altersschwäche. Ich mache mir viel Gedanken über eine Dauertherapie, aber mir bleibt nichts mehr, außer nichts zu nehmen, oder mich  mit Schmerzmittel vollzupumpen. Zzt. keine Option.

Ich hatte, außer unter MTX, bis jetzt durch die Biologicas keine Infektanfälligkeit, eher im Gegenteil. Hat mich mehr als erstaunt.

Ich habe die Disposition geerbt, von beiden Seiten, dass kam aber erst heraus als ich schon selber mit Pso gestartet bin.

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kuzg1
vor 1 Stunde schrieb malgucken:

Ist es nicht schlimm, dass man sich in diesem Thread schon (fast) entschuldigen muss, wenn man Humira u.ä. spritzen muss?

Naja - verfolgt man die Geschichte des ewigen Gezerres um (Schul-)medizin, Homöpathie, Naturheilkunde uns sonstige Methoden hier im Forum gab es auch Zeiten, in welchen sich die Verfechter außerhalb der (Schul-)medizin fast entschuldigen mussten. Ich denke, immer wenn etwas zu missionarisch (hoffentlich fühlt sich nun niemand auf die Pantoffeln getreten) vertreten wird, wird´s leider immer in irgendeiner Weise persönlich. Das beginnt meist mit leicht sarkastischen Bemerkungen - gerade noch witzig! - und nimmt dann mit jedem weiteren Post (Aktion - Reaktion - Aktion) stetig zu. Bis man es kaum mehr ertragen kann. 

Die Pso ist vielseitig - die Behandlungsmethoden sind vielseitig - einseitige Heilungsversprechen sind kurzum: Quark!

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Lupinchen

....mein Laptop spinnt

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Lupinchen
vor 47 Minuten schrieb Waldfee:

Hallo loppy,

also einst muß man Dir lassen: Du kannst Dich ungemein in Deinen Ansichten steigern und Überzeugungsarbeit in ellenlangen Beiträgen leisten. Aber Du solltest wissen, daß Du hier im Forum nicht nur „ Dummerchen „ , sondern User mit jahrelangem Leidensweg und Erfahrungen vorfindest, die schon die Nebenwirkungen der Medis lesen und dann entscheiden können, ob sie diesen   Behandlungsweisen gehen wollen. LG Waldfee

.....ich glaube das denkt er nicht. Nur es überfordert, wohl nicht nur mich, einigen Beiträgen hier inhaltlich zu folgen und manchmal habe ich auch keine Lust dazu. Es wird auch dadurch nicht besser, es schürt ggf. Ängste die man eh schon hatte, hilft das? Worauf soll man sich dann noch verlassen? Ich halte (fast) niemanden hier für einen Verschwörungstheoretiker, aber kurz davor. Ich halte z.B. nichts von der Autolobby, aber ich glaube das mein Auto fährt ohne mich von alleine irgendwann zu töten. Nur mal so ein Beispiel, hinkt etwas, aber egal.

Gruß Lupinchen

 

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malgucken
vor 2 Stunden schrieb Ratinacage:

Also was ich bisher mitbekommen hab, wird eher anders herum ein Schuh draus. Offenbar wird es den "nicht Usern" von Immunsupressiva in Form von Injektionen nicht zugestanden oder nicht gegönnt ( was auch immer ) das sie sich nicht spritzen müssen.

Ich versteh die ganze hochgeschauckelte und emotionale Disskussion mit teilweise persönlichen Angriffen sowieso nicht.

Zum ersten Absatz: Das ist deine Interpretation. Selbst wenn es so wäre, welchen Einfluss hätte diese vermeintliche Missgunst hier im Forum auf den verschreibenden Arzt?

Und wäre ich von dem Thema betroffen, würde mich ein Nicht-Gönnen gar nicht interessieren.

Zum zweiten Absatz: Da stimme ich dir definitiv zu!

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Claudia

Die Idee, dass @loppy in einem Blog seine Theorien und Meinungen mit jedem Interessierten diskutiert, hab ich ja schon vorgetragen. Verweisen will ich noch darauf, dass jeder auch eine Gruppe zu seinem Lieblingsthema gründen kann. Auch da kann der Gruppengründer selbst mehr selbst bestimmen – zum Beispiel, ob die Gruppe öffentlich oder geschlossen sein soll, welche Funktionen die Gruppe haben soll und mehr. Nur als Idee.

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Claudia
vor 2 Stunden schrieb Ratinacage:

Offenbar wird es den "nicht Usern" von Immunsupressiva in Form von Injektionen nicht zugestanden oder nicht gegönnt ( was auch immer ) das sie sich nicht spritzen müssen.

Also das ist nun wirklich Quatsch.

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Ratinacage
Posted (edited)
vor 31 Minuten schrieb Claudia:

Also das ist nun wirklich Quatsch.

...ist mein Eindruck den ich beim Lesen hier im Forum gewonnen habe. 

Und wie schon gesagt:

Ich versteh die ganze hochgeschauckelte und emotionale Disskussion mit teilweise persönlichen Angriffen sowieso nicht.

 

Edited by Ratinacage
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Ratinacage
vor 3 Stunden schrieb malgucken:

Ist es nicht schlimm, dass man sich in diesem Thread schon (fast) entschuldigen muss, wenn man Humira u.ä. spritzen muss?

...und das ist dann wohl Deine Interpretation ?

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Ratinacage
Posted (edited)
vor einer Stunde schrieb malgucken:

, welchen Einfluss hätte diese vermeintliche Missgunst hier im Forum auf den verschreibenden Arzt?

...ähm, da kann ich Deinem Gedankengang nicht ganz folgen. Sind denn hier verschreibende Ärzt im Forum unterwegs oder wie kommt diese Assoziation bei Dir Zustande, wenn es sich doch um "Gunst" und "Mistgunst"  (was ich total albern finde) zwischen Betroffenen hier im Forum dreht?

Edited by Ratinacage
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Kitty1389
vor 4 Stunden schrieb malgucken:

Ist es nicht schlimm, dass man sich in diesem Thread schon (fast) entschuldigen muss, wenn man Humira u.ä. spritzen muss?

Ist es nicht schlimm, wenn Leute, die Alternativen suchen und finden, als geistig minderbemittelt, als Lügner und nierengeschädigt hingestellt werden? 

Ich habe ein paar Tage überlegt, ob ich hier schreiben soll, welche Erfolge ich gerade mit meiner Ernährung erziele. Wusste ja, wie das ausgeht. Aber dann habe ich an diejenigen gedacht, denen es ähnlich geht wie mir und die nach Hilfe suchen. 

Ich gönne jedem sein Medikament, wenn er damit klar kommt. Meine eigenen Erfahrungen mit der Schulmedizin, Leitlinienmedizin, modernen evidenzbasierten Medizin oder wie immer das politisch korrekt heißt sind leider andere. 

So wurde mir damals erklärt, 5 mg Kortison machen keine Nebenwirkungen. Stimmt nicht. Neulich sagte mein Lungenfacharzt dazu, da hätte man mich aber schön belogen

Eine Bekannte spritzt Humira und ist der Meinung, dass sei was Pflanzliches. Da frag ich mich schon, wie das mit der Ehrlichkeit und Aufklärung aussieht. 

Vielleicht noch ein Satz zur Schwere meiner Erkrankung. Mein Mann hat unser Haus jetzt so umgebaut, dass ich keine Treppen mehr gehen muss. Mein linker kleiner Finger ist krumm, der rechte hat angefangen, die Biege zu machen. Ich hatte arge Einschränkungen bei jeglicher Aktivität. 

2x Ibu 600 haben daran nicht wirklich was geändert. Ich habe mich nicht mehr getraut, jemandem die Hand zu geben bzw immer sagen müssen : bitte nicht fest drücken vor lauter Schmerzen. 

Das geht alles wieder, ich bin gerade sehr glücklich. 

PS: habe meine Brille nicht griffbereit, bitte daher, Fehler zu entschuldigen. 

Grüße Kitty1389 

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Ratinacage
Am Friday, June 21, 2019 um 15:11 schrieb Richard-Paul:

... [kann ja keinen Beweis anführen], ich inke meinem Leben auf die Ärzte gehört hätte (wegeDen Medikamenteneinnahme) oder mit Operationen, säße ich schon längst in einem Rollstuhl (oder, es gäbe mich schon längst mich mehr). - Gestern habe ich meinen älteren Bruder (bald 80) in der Reha in Bad Ditzenbach besucht; er hatte einen Herzinfarkt! Die Ärzte staunten, dass er in seinem ganzen Leben noch nie bei einem Arzt (außer Zahnarzt) war und noch nie Tabletten genommen hat. Jetzt muss er 4 verschiedene Tabletten nehmen. Mein Bruder nimmt sie bedenkenlos. -  Ich habe ihm mal erklärt, was "diese" bewirken (mit meinem Wissen aus diesem Forum). - Ich war aber auch überrascht, dass er mit ca. 50 Teilnehmern eingehend über die Nebenwirkungen informiert wurde in der Reha.

LG  Richard-Paul  

Aha - kann alles gut möglich sein. Ich habe da ganz andere Erfahrungen gemacht - nämlich das überhaupt keine "Information" bzw. Aufklärung über Behandlung oder Nebenwirkung stattgefunden hat. 

Was mich überrascht: das Du "Wissen" bezüglich Herzmedikamente hier aus dem Pso.Forum nutzt um Deinen Bruder aufzuklären.

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Richard-Paul
Posted (edited)
vor einer Stunde schrieb Ratinacage:

Was mich überrascht: das Du "Wissen" bezüglich Herzmedikamente hier aus dem Pso.Forum nutzt um Deinen Bruder aufzuklären.

Um keine lange Erklärung zu schreiben: Es sind genau dieselben Medikamente, die ich bei meinem (Zufalls)-Schlaganfall im Jahr 2018 bekommen habe. - Ich habe die Medikamente nach wenigen Tagen in Gesprächen mit meinen Ärzten (und deren Zustimmung) abgesetzt. - Nebenbei bemerkt: seit 3 Wochen nehme ich freiwillig - zum 1. Mal in meinem Leben -  (aber auch mit Absprache mit meinem Hausarzt) wieder ASS 100 magensaftresistent; wie lange weiß ich noch nicht. 

(Zufalls) = wie ihn viele Menschen haben/hatten, ohne (fast) etwas davon zu merken; einen vorherigen, festgestellten Schlaganfall habe ich selbst nicht bemerkt.

Und an meiner privaten Seite sind mehrere Spezialisten; mit ihnen spricht man privat anders, als z.B. bei und mit meinem Hausarzt. 

LG  Richard-Paul     

Edited by Richard-Paul
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loppy
Posted (edited)

Bei manchen Kommentaren von Euch muss ich mir gerade einfach die "Zunge" verbieten ..

vor 5 Stunden schrieb kuzg1:

Leider, leider gibt es KEINE Heilung der Psoriasis

Hast Du gelesen was da oben steht...? Ist ja egal...

Schönes Wochenende ^^

P.S. Das Problem / die Ursache von vielen Autoimmunkrankheiten inkl. allen Arten der Psoriasis ist oben gezeigt - die Komplexität der Cofaktoren und was da an dieser Darmzellwand passiert steht ohne Frage da - die Varianten der Bakterien - die jeweiligen Enterograde in individueller Betrachtung kann man pauschalisieren.

leicht zu verstehen ist das nicht, aber die Grundzüge von organischer Chemie und Biophysik denke ich reichen aus... 

Edited by loppy

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    • nika92
      By nika92
      Liebe Community, ich bin jahrelang stille Mitleserin gewesen und möchte hier meinen Weg mit euch teilen, in der Hoffnung, dass es vielleicht jemandem von euch hilft.
      Die Psoriasis Pustulosa ist bei mir nach einer mit Antibiotika behandelten Blasen- und dann Nierenentzündung ausgebrochen, kontinuierlich über Monate schlimmer geworden und über 2 Jahre ständig präsent gewesen. Familiär bin ich hier vorbelastet, meine Tante leidet auch unter der Pustulosa. Meine kompletten Hand- und Fußflächen waren befallen. Die Folgen kennt ihr-unerträglicher Juckreiz, Risse, kaum Auftreten und Greifen können. Es kam aus dem Nichts, blieb und war der Horror. Ich war am Ende und als Musikerin, die ihre Hände braucht, am Rande der Verzweiflung. In dieser Zeit habe ich hier viel gelesen und mir einige Tipps und mentale Unterstützung geholt. Ich war bei einigen Ärzten, habe dort zum Teil eher Überforderung erlebt und sollte als nächsten Schritt in die Klinik gehen. Was überhaupt nicht half: PUVA, Cortison, Fumaderm, sämtliche andere empfohlene Cremes, TCM.
      Der erste Schritt der Linderung erfolgte, als ich das hier im Forum beschriebene Programm mit Bädern mit Totem Meersalz und anschließendem Eincremen mit Schaebens Toter Meer Salbe an jedem Abend machte. Vielen Dank für den wertvollen Tipp! Der Juckreiz ging stark zurück-ich konnte wieder schlafen und normal am Leben teilnehmen! Die Bläschen aber blieben und die befallenen Stellen gingen nicht merklich zurück, beruhigten sich aber sehr.
      Der entscheidende Schritt der Verbesserung kam aber erst nach der regelmäßigen Einnahme von Probiotika. Ich persönlich nahm und nehme ein Produkt aus dem Reformhaus von Sanatura (Darmflora Plus, 1 EL), sicherlich sind andere Probiotika aus der Apotheke ebenso gut geeignet. Langsam aber merklich gingen die befallenen Stellen zurück, die Bläschen wurden weniger, bis sie nach etwa 4-5 Monaten ganz verschwanden und nicht wiederkamen. Meine Haut regenerierte sich langsam und ein halbes Jahr später war ich komplett beschwerdefrei und habe nun auch kein Probiotikum mehr genommen.
      Ein Indiz, dass das Probiotikum eine entscheidende Rolle spielte ist, dass nach einer mit Antibiotika behandelten Mittelohrentzündung langsam aber sicher neue Bläschen auftraten. Ich bekam etwas Panik, versuchte es erneut mit der Einnahme des Probiotikums und bin bis heute komplett beschwerdefrei. Neuere Forschung scheint diesen Zusammenhängen auch nachzugehen.
      Dass Psoriasis eine sehr komplexe Krankheit ist, ist mir bewusst. Ich habe keine strenge Ernährungsumstellung vorgenommen (diese blieben im Vorfeld wirkungslos), sondern Tabak und Alkohol eliminiert und Fleisch und Fertigprodukte weitestgehend weggelassen. Zusätzlich nahm ich Zink und Omega 3-Tabletten als Nahrungsergänzungsmittel. Das war vielleicht mit unterstützend.
      Es wird sicherlich nicht allgemeingültig helfen können, aber ich finde dass der Versuch der regelmäßigen Einnahme von Probiotika einen Versuch wert sein könnte. Schaden kann es nicht.
      Liebe Grüße
      Nika
       
    • paul1234
      By paul1234
      Hallo Leute, ich habe mich gefragt, ob biologische Behandlungen (Humira, Cosentyx, Stelara, Cimzia usw.) wirklich patientenfreundlich sind. Ich meine, Humira hat Alkoholpräparate in ihrem 'Kit', was sehr hilfreich ist, während die anderen dies nicht tun. Außerdem sieht die Humira-Verpackung sehr gut aus, da auf der Innenseite der Schachtel Anweisungen aufgedruckt sind, und meine enthielt auch einen Temperatur-Tracker, um sicherzustellen, dass das Produkt immer gekühlt war. Was ist Ihre Meinung dazu? Was ist für Sie in diesen Verpackungen wertvoll und was scheint völlig nutzlos zu sein (ich meine, wer schaut sich überhaupt die gesamte Packungsbeilage aus Papier an?)
    • dh2000
      By dh2000
      Hallo !
       
      ich hatte hier ja schon mal was zum Theme Ernährung geschrieben und Euch meine Erfahrungen berichtet. Jetzt möchte ich einiges
      dazufügen : Ich habe Pso schon immer, aber es war wenig und hat mich kaum beeinflusst. Ausser krasse Probleme im Genital-und schleimhautbreich. Habe aber durch die Jahre einiges hinter mir und Erfahrungen gesammelt. Für alle, die es ausprobierenn wollen/sollten :Fakt ist : Histamin, ausgelöst durch verschieden Faktoren, pusht meine Pso. Aber Ihr könnt Euch nicht vorstellen, mit welcher Detektiv-Arbeit ich meine Ernährung gestalte. Konventionelle, Supermarkt Ware nehme ich fast gar nicht mehr zu mir. Koche, backe, mixe, fast alles selbst. 1( falsche) halbe Scheibe Salami (denn Salami ist nicht gleich Salami) beschert mir Probleme, und ich kriege einen Schub. Mittlerweile bin ich fast beschwerdefrei, jetzt  weiss ich , das mein leben vorher eigentlich ein einziger Schub war. Jetzt krieg ich nach ein paar Tagen nach dem besagten Stück Salami eine klitzekleine Stelle, es dauert ca 2 Wochenm !!!, bis diese wieder weg ist.
      Es hat 2 jahre gedauert, bis ich das so kontollieren kann, bis ich alle Lebensmittel in gut und böse einteilen konnte. Und obwohl meine Werte (mittlerweile) ganz gut sind, merke ich 3 Erdbeeren,ein paar Nüse oder ein Stück Weissbrot. . 
      Ich möchte nur allen Mut machen, es zu versuchen. Lasst Eure Darmflora untersuchen, Entzündungswerte und Histaminspiegel. Ausserdem Nahrungsmittelunverträglichkeiten, den Vitamin und Mineralstoffhaushalt. 
      Mit diesem Krankheitsbild ist in unserem Körper ALLES durcheinander und es dauert sicher Jahre, bis es sich regeniert hat, aber es geht. In den meisten Medikamenten ist Histamin drin, denn es soll eigentlich heile machen. Aber der Darm ist so geschwächt, das er das überschüssige nicht mehr abbauen kann. Das fiese daran ist, das meist die Beschwerden/ Auswirkund oft erst 2-3 tage später kommen und Zusammenhänge so schwer herzustellen sind.
      Vielleicht ist die Ernährung hier nicht bei jedem des Rätels Lösung, aber wenn Ihr z.b mit Blähungen, Durchfall oder Verstopfung, laufender Nase. Verschleimung, Kophweh, Unterleibsschmerzen, Gelenk-oder Muskelschmerzen, Krämpfen oder sonst was probleme habt, probiert es aus!  ich habe nach 2 Tage ohne Gluten schon eine Besserung gemerkt.
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