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loppy

Entzündliches Milieu im Körper - Ernährungsumstellung bei Insulinresistenz

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loppy

Hallo Ihr,

heute mal ein Thema in Punkto Ernährungsumstellung - die Ernährungsberater machen einem das Leben auch nicht einfach. Wie in anderen Threads von mir gelesen kämpfe ich gerade gegen die Insulinresistenz, welche als Folge von zu harten Kortisonbehandlungen und der Behandlung mit Toctino bei mir entstanden ist. Dieses angefügte Ernährungsprofil hat Herr Ulf Übel für mich entworfen unter der Kenntnis meiner Vorgeschichte und der ausgeheilten Psoriasis pustulosa an Händen und Füßen. Von den 145kg in 2011 bin ich jetzt bei 108kg also mein BMI ist schon stark zurückgegangen. Allerdings Zucker ist immer wieder ab und an in meiner Nahrung. Ich bin halt auch nicht immer zu Hause.

Letzten November war ich noch bei 115kg - Rauchen konnte ich halt immernoch nicht lassen - ich zeige Euch jetzt mal meinen Ernährungsplan nach Analyse mit meinem Health Coach und meinem Arzt in Nürnberg. Ich hoffe ich kann manchen von Euch vielleicht sogar damit helfen, würde mir allerdings wünschen über eventuell einfachere Alternativen zu diskutieren. Bitte nicht durchdrehen - bitte kein Hetzen gegen irgendwas. Dieser Ernährungsberater hat sich an meiner Darmflora, meinem Vitaminprofil und all meinen anderen Werten orientiert. Ich hoffe auch gute Diskussionen.

Dieses Ernährungsprofil wurde für mich letztes Jahr erstellt. Die Nahrung dauert schon lange zuzubereiten ist aber lecker und bekommt mir voll.

Kommentar zwecks weiterer Empfehlungen sind zwischen den Zeilen zu finden.

Ernährungsprofil für Andreas

Persönliches Achtsamkeits-Journal/Ernährungstagebuch
Während jeder Anpassung des Ernährungsstils (ggf. auch darüber hinaus) ist es sinnvoll und hilfreich, die Entwicklung zu dokumentieren. Dabei sollten die aufgenommenen Nahrungsmittel und die Verdauungsvorgänge dokumentiert werden. Zusätzlich ist es wichtig, weitere Elemente des Alltags zu dokumentieren, dazu gehören Gefühle, Erfolge, Rückschläge, gute Erfahrungen, Dauer und Qualität des Schlafes, Bewegung etc. Alle diese Dinge werden von der Ernährung beeinflusst (und beeinflussen die Ernährung). Auch zeigen sich nicht alle Nahrungsmittelunverträglichkeiten direkt (zum Beispiel durch Schwellungen etc.), ein über längere Zeit erhöhter Ruhepuls, Kopfschmerzen am Tag oder zwei Tage darauf, Durchfall oder Verstopfung können ebenfalls Signale für eine Unverträglichkeit sein. Dann ist es hilfreich, zu wissen, was man in den 72 Stunden vorher getan, gegessen, erlebt hat. Anders formuliert: Ohne Dokumentation wird es deutlich schwieriger, spezifische Veränderungen oder die Notwendigkeit dazu zu beurteilen und durchzuführen.
Wie Sie das Gesundheitsjournal führst, bleibt Ihnen überlassen: Ob Sie sich dafür ein eigenes Tagebuch anschaffen, einen Kalender, der genügend Platz zum Schreiben für alle Wochentage enthält oder einfach ein Notizbuch mit vielen weißen Seiten. Manche schwören auch auf elektronische Dokumentation. Es wird in vieler Hinsicht ein sehr persönliches Buch. Sie sollten das Buch mindestens bis zum ersten Kontrolltermin möglichst detailliert führen. Reservieren Sie sich ein Zeitfenster möglichst immer zur selben Zeit am Tag. Folgende Fragen sollten Sie sich mit dem Buch beantworten können:
1. Was habe ich wann gegessen und getrunken (Art und ungefährer Umfang und Uhrzeit), Wie hat mein Körper auf längere Phasen ohne Essen (=ab 4 Stunden, also auch während der Nacht) reagiert (wichtigste Körperteile in diesem Zusammenhang: Magen, Darm, Kopf + Allgemeinzustand, z.B. Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Glücksgefühle etc.)?
2. Welche Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel habe ich wann in welcher Menge zu mir genommen?
3. Wann hatte ich Stuhlgang und wie sah er aus? (Vor allem die Form, versuchen Sie dabei eine Skala in 7 Stufen, wobei die 1 sehr trockener Stuhl in kleinen Brocken und die 7 (extrem) flüssiger Stuhlgang ist, 4 entspricht weichem, aber gut geformtem Stuhl), stark riechender Stuhl ist ein Hinweis auf Verdauungsprobleme, ebenso wie Stuhl mit erkennbaren Nahrungsbestandteilen.
4. Ab wann und wie lange habe ich geschlafen? (Zusatzfragen: fühle ich mich erholt, war ich nachts mehr als ein paar Minuten wachgelegen, musste ich mehrfach aufstehen, nehme ich mir vor, etwas an meinem Schlafverhalten zu verändern etc.)
5. Wieviel habe ich mich heute bewegt? (Wichtig ist Bewegung im Alltag, nicht Sport, ggf. Schrittzähler einsetzen. Zusatzfragen: wie lange habe ich heute gesessen, welche besonderen körperlichen Anstrengungen hatte der Tag?)
6. Wie hoch war mein Stresslevel? (Was war heute besonders unangenehm und warum? Welche negativen Erlebnisse, auch aus früheren Tagen, gingen mir besonders nach? Hatte ich Streit mit Familienmitgliedern, Kollegen, Freunden, Bekannten, Fremden? Wie hat mein Körper, mein Magen, mein Darm darauf reagiert? Was habe ich getan, um das zu bewältigen – Essen, Bewegung, Gespräche? etc.) Hatte ich intensive Gefühle von Nervosität, Angst, Bedrückung, Scham, Wut, Ärger etc.?
7. Welche besonderen Erfolge hatte ich heute, was hat sich besonders gut angefühlt, was hat mich glücklich gemacht, worauf freue ich mich für morgen? (Diese Fragen sollte man sich insbesondere als „Mini-Meditation“ als Letztes vor dem Einschlafen stellen – Ergänzungsfrage für das Aufwachen:“Worauf freue ich mich heute besonders?“)
8. Die Langfristfragen (weil uns gute Entwicklungen oft viel weniger auffallen als schlechte): Welche Schmerzen/Beeinträchtigungen/Sorgen/Ängste etc., die mich früher häufig getroffen haben, habe ich jetzt schon ein paar Tage/ein paar Wochen/ein paar Monate nicht erlebt?
Habe ich den Eindruck, auf dem richtigen Weg zu sein? Was überzeugt mich noch nicht so ganz? Wie kann ich das ändern? (Ggf. mit ärztlicher Unterstützung/zusätzlicher Ernährungsberatung)

Noch eine Anmerkung: Gerade, wenn Sie zusätzliche Unterstützung von mir benötigen (weil irgendetwas nicht optimal funktioniert), ist meine erste Rückfrage immer: Was haben Sie denn (genau) wann in den vergangenen drei Tagen gegessen? Was ist sonst in dieser Zeit passiert? – Es lohnt sich also, die Dinge zu dokumentieren.

Nahrungsergänzungsmittel
Grundsätzlich sind die Ernährungsempfehlungen sehr nährstoffdicht, dennoch gibt es Nährstoffergänzungen, die helfen können, besser zu verdauen und den Darm zu unterstützen. Bitte nehmen Sie die von Herrn Wiedenmann verordneten Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel weiter, außerdem empfehle ich: • Magnesium: Zum Beispiel Bioactive Magnesium von www.Vitaminexpress.de, abends eine (= 300mg) Es können selbstverständlich auch andere Magnesiumquellen genutzt werden, achten Sie aber darauf, dass möglichst keine Zusatzstoffe (wie Zucker oder Süßstoff) dabei sind. Magnesium fehlt sehr häufig, und es ist eines der wichtigsten Mineralien für die Insulinerzeugung. Ggf. über das Gesundheitszentrum von Herrn Wiedenmann zu beziehen. • Enzyme: Super Enzymes von Now Foods, über Amazon zu bekommen. Am besten als Kapsel. Zu jeder Mahlzeit nach ein oder zwei Bissen dazu. • MCT-Öl, ein Auszugsöl aus Kokosöl, in der Qualität C8- (Caprylsäure), eine gute Qualität ist online zu bekommen, zum Beispiel über Amazon oder Flowgrade. • Kollagen aus Knochenbrühe (Rezept ganz am Ende dieser Empfehlungen), Täglich mindestens 200 ml für die Verbesserung der Darmgesundheit! Alternativ als Pulver (2-3 Esslöffel mit dem Frühstück), z.B. über Amazon: 100% reines Kollagen Hydrolysat • 500g • ohne Zusätze

-> Einschub: Ich habe auf Kokosöl verzichtet und bin auf Fenugreek & Cinnamon Complex gegangen. / Super-Enzymes: Nö, warum ich habe ja Drachenblut. Magnesium nehme ich täglich Phosetamin (Köhler-Pharma) und das zahlt meine Krankenkasse!

Die Gesamtheit aller Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel, die Sie nehmen, sollten wir beim ersten Kontrolltermin durchgehen und überprüfen.
Die angesprochenen Online-Quellen für hochwertiges Fleisch: www.essbare-landschaften.de und über www.gourmet-manufaktur.com, Fisch bekommen Sie auch im Versand, zum Beispiel über Fischmaster. 

-> Einschub: War mir zu teuer, meine Freundin fährt zum Bauern in die fränkische Schweiz.

Grundsätzliche Anmerkungen zum Essen (auch zur Zubereitung) .
Planen: Planen ist der vielleicht wichtigste Aspekt einer Ernährungsumstellung: Sie verlassen lange geübte Angewohnheiten, wenn Sie Ihr Essen (auch das Essen für „unplanbare“ Notfälle, Dienst- oder Urlaubsreisen, Verwandtenbesuche, Partys) nicht geplant haben, werden die alten Gewohnheiten Sie wieder einholen. Das gilt ganz besonders für Situationen, in denen Sie nicht in Ihrer „normalen“ Umgebung sind. Setzen Sie sich einmal in der Woche hin und planen Sie das Essen für die ganze kommende Woche, kaufen Sie alles, von dem Sie wissen, dass Sie es nicht überall bekommen z.B. einmal in der Woche auf dem Markt und nutzen Sie den Sonntag oder sonst arbeitsfreie Zeiten, um Essen vorzubereiten, um es im Kühlschrank oder tiefgefroren vorzuhalten.
Vorrat: Es ist sinnvoll, insbesondere von allem, was Sie kochen, mehr zuzubereiten, als unmittelbar gebraucht wird und für den späteren Gebrauch gekühlt oder auch tiefgekühlt aufzubewahren. Lassen Sie sich nie von Ihrem Hunger überraschen, das führt zu Fehlgriffen bei der Ernährung. Bei der Nahrungszubereitung bietet es sich immer an, wenn man sowieso in der Küche steht, alle Platten, den Ofen und den Mixer gleichzeitig zu nutzen – die Zeit vergeht solange nur einmal…

Alle Gewürze können Sie von Anfang an verwenden, soweit verfügbar, nehmen Sie möglichst frische und bio, das ist immer besser als getrocknet und konventionell. Verwenden Sie Gewürze wie Kurkuma (wegen der Bioverfügbarkeit immer mit etwas weißem oder schwarzem Pfeffer), Rosmarin, Thymian häufig, sie sind antientzündlich und gut für den Darm.
Um Rohkost zuzubereiten, brauchen Sie mindestens eine Küchenmaschine/einen Mixer oder Blender, auch um Smoothies zubereiten zu können. Suppen idealerweise immer auf der Basis von Rinder- oder Hühnerfonds (= Knochenbrühe, Rezept ganz am Schluss). Wie besprochen wenig Rohkost, am besten ist es, auch Zutaten für Smoothies vorab in gesundem Fett zu dünsten.
Essen Sie langsam und kauen Sie, bis alle Speisen, die Sie schlucken, echte Breiqualität haben (ca. 30x pro Bissen)! Das gilt auch für Smoothies. Essen Sie bewusst, nicht beim Fernsehen oder während Sie etwas Anderes tun. Nur so bauen Sie eine gesunde Beziehung zum Essen auf, nur so können Sie Essen genießen.

Niemand, der abnehmen will, darf hungern! Hunger versetzt den Körper in Stress und verhindert die Gesundung! Es kann sein, dass Sie im Rahmen des Zuckerentzugs (auch aus Mehl) Hungerattacken bekommen, es spricht nichts dagegen, dass Sie die Portionen vergrößern oder die drei Mahlzeiten zunächst gar auf vier oder sogar fünf verteilen. Hunger unmittelbar vor den Mahlzeiten ist normal, außerhalb dieser Zeiten auf Dauer nicht.
Makronährstoff-Zusammensetzung. Es ist sinnvoll, dass Sie täglich ca. 55-60% gesunde Fette (siehe unten), 15-20% sauberes Protein (siehe unten) aus Fleisch, Fisch, Eiern etc., und etwa 20 - 30% zellulär gebundene Kohlenhydrate aus Gemüse und ungefährlichen Stärken essen. Zum Abnehmen sollte der Anteil an Kohlenhydraten eher am unteren Ende liegen und der Fettanteil am oberen!

Ziel und Grundsätze der Ernährungsanpassung
Die Ernährungsanpassung zielt in Ihrem Fall besonders darauf, dauerhaft die Nährstoffversorgung zu verbessern und damit die Fettreduktion zu erleichtern. Nein-Danke!-Liste (die folgenden Nahrungsmittel sollten Sie dauerhaft aus Ihrer Ernährung fernhalten:
• Alle industriell be-/verarbeiteten Lebensmittel (alles, was Konservierungsstoffe, Farbstoffe, Aromen, auch „natürliche“ Aromen, oder andere Zusätze hat, die eine chemische Bezeichnung verwenden, das tun sie im Übrigen häufig, um den Konsumenten im Dunkeln zu halten), besonders gefährlich: Süßstoffe/Light-Produkte, darmschädigend, entzündungsfördernd
• Getreide (vor allem Weizen, Roggen, Gerste, Dinkel), darmschädigend, inflammatorisch – hierbei bitte niemals Ausnahmen machen, da winzige Mengen reichen, um einen mehrwöchigen Rückschlag zu erleiden, daher auch keine Getränke, die Getreide enthalten.
• Industriell raffinierte Pflanzenöle mit hohem Omega6-Anteil (Sonnenblumenöl, Rapsöl, Weizen-, Mais und andere Keim-Öle etc.), darmschädigend und entzündungsfördernd
• Zucker (vor allem Fructose) in azellulärer, also nicht an Faserstoffe gebundener Form, immunsystembelastend, entzündungsfördernd
• Soja und Erdnüsse, weiße und braune Bohnen, entzündungsfördernd, nährstoffvernichtend

Vielleicht später!-Liste:
Die oben nicht genannten Hülsenfrüchte, also z.B. fermentierte, also gewässerte und möglichst lange in Essig gekochte, Linsen können nach 30 Tagen testweise wiedereingeführt werden). Grüne Bohnen und Erbsen (Hülsenfrüchte, die mit der Schale gegessen werden können) sollten kein Problem darstellen-
Alle Milchprodukte sollten Sie für 30 Tage auslassen, danach unternehmen Sie einen kontrollierten Versuch mit fermentierten Milchprodukten (z.B. vollfetter Käse, Rohmilchkäse), letztere zunächst nur von Schaf oder Ziege. Weidebutter, Ghee und Sahne sollten allerdings von Anfang an kein Problem sein!
30 Tage alkoholfrei.
Generell gilt: Essen Sie zunächst (für 30 Tage) nur Dinge, gegen die keine bekannte Unverträglichkeit (Erfahrung) besteht. Wenn es sich um Dinge handelt, die Sie noch nie zuvor gegessen haben (und davon sollten Sie so viele probieren, wie möglich…), führen Sie im Nachgang für 48 bis 72 Stunden keine weiteren unbekannten Nahrungsmittel zu und testen Sie aus, ob Ihnen das bekommt. Journal führen!

Nahrungsmittelübersicht
Ja, bitte!-Liste
Gemüse: Gemüse ist die Nahrungsmittelgruppe, die Sie so viel wie möglich und mit möglichst viel Abwechslung essen sollten. Insbesondere Kohl ist ein erstklassiger Nährstofflieferant. Versuchen Sie, zu jeder Mahlzeit (auch zum Frühstück!) Gemüse zu bekommen, täglich ein Kilo Gemüse oder mehr ist empfehlenswert.
Dabei sollten Sie darauf achten, dass Gemüse möglichst in seiner bestverdaulichen Form zubereitet ist: gedünstet bei niedriger Temperatur in geringen Mengen Wasser (oder im Dampfgarer) und/oder immer mit gesundem Fett (dazu gleich mehr) und etwas Säure aus Zitrone oder nicht gezuckertem Obstessig (kein „Balsamico“!). Beides macht die Vitamine und Mineralien im Gemüse für den Körper verfügbar, die Säure unterstützt auch die Verdauung. Ebenfalls gut (vor allem für die gesunden Darmbakterien, die einen erheblichen Teil unseres Immunsystems darstellen und für uns bei voller Funktionsfähigkeit bestimmte Nährstoffe aus der Nahrung holen, wie Vitamin K2) sind fermentierte Gemüse, also jede Form von Sauergemüse (Sauerkraut, saure Bohnen etc.), möglichst roh, also nicht pasteurisiert. Am besten selber machen, Grundrezept hängt ebenfalls an. Es reichen davon kleine Mengen, anfangen mit einer Gabel voll, und dann nach Geschmack und Vertragen steigern.

Alle Gemüse enthalten Kohlenhydrate, allerdings sollten Sie grüne Gemüse (Blattgemüse) nur als Nährstoff-, nicht als Energielieferanten betrachten oder anders gesagt: ein Kopfsalat oder Zucchini enthalten kaum verwertbare Energie. Gekochte Wurzeln (Karotten, Rote Bete etc.) oder Kürbis enthalten im gekochten Zustand relativ viele verwertbare Kohlenhydrate, bitte also jeweils in nicht zu großen Mengen.

Gesunde Fette: Gesunde Fette bestehen u.a. aus industriell nicht bearbeiteten gesättigten Fettsäuren. Dazu zählen tierische Fette (wie Butter, Sahne, Schmalz bzw. Talg ohne Zusatzstoffe von weidegehaltenen bzw. natürlich lebenden und wildgefangenen Tieren). Mit diesen Fetten können Sie auch braten und dünsten. Natürliches Fett (von Tieren und Pflanzen) ist nur in der Kombination mit Zucker problematisch – und es ist dabei immer der Zucker, der die Probleme verursacht.
Bezüglich gesättigter pflanzlicher Fette empfiehlt sich vor allem Kokosfett, insbesondere zum Kochen bei niedrigen Temperaturen (Kokosfett hat einen niedrigen Rauchpunkt!) (Kokosfett mild=ohne Geschmack oder nativ=mit Kokosgeschmack). Zum Kochen und Braten ebenfalls geeignet sind Butterschmalz (auch Ghee: Butter ohne Molke). Empfehlenswerte einfach ungesättigte pflanzliche Fette (bitte nicht zu hoch erhitzen) finden Sie in hochwertigem Olivenöl. Mehrfach ungesättigte Fette (Omega3) sollte man möglichst aus natürlichen fettreichen Lebensmitteln wie fettem Fisch bekommen, niemals mit mehrfach ungesättigten Fetten kochen!

Fett sollte kalorienmäßig den höchsten Anteil ausmachen, da Fett jedoch sehr energiedicht ist, brauchen Sie kaum 100 Gramm am Tag (wenn Sie schneller abnehmen wollen, reduzieren Sie den Fettverbrauch soweit Sie es können, OHNE den Kohlenhydratverbrauch oder das Protein zu erhöhen und OHNE zu hungern)
Das bezüglich Verdaulichkeit und Energieverfügbarkeit gesündeste Fett ist ein Auszugsöl aus Kokosfett: MCT-Öl. MCT-Öl, oben bereits angesprochen, ist leicht verdaulich, die Aufnahme muss aber langsam gesteigert werden. In kleinen Mengen (zunächst nicht mehr als jeweils ein halber Teelöffel auf einmal) zu Salat und Gemüse bzw. in den Kaffee oder Tee tun (Details unten). MCT kann erhitzt werden, sollte aber nicht als Bratfett verwendet werden, dafür eignen sich Kokosfett und die oben genannten anderen Fette besser.
Kräuter: Kräuter und Gewürze (möglichst frisch, auch wieder bio-Qualität und nicht künstlich haltbar gemacht). Salz sollte immer Natursalz sein, also nicht raffiniert. Wenn Sie die Kohlenhydrate reduzieren, verliert Ihr Körper auch Wasser und mit dem Wasser Salz und andere Mineralien. Insbesondere Salzverlust kann vorübergehend zu Kopfweh führen, darum immer auf genügend hochwertiges (nicht-raffiniertes) Salz im Essen achten (mehr zum Salz weiter unten).
Fleisch: Vollwertiges Eiweiß (und das ist immer tierisches Eiweiß) ist notwendig. Fleisch soll Bioqualität haben und weidegefüttert bzw. freilaufend oder wildgefangen sein (das heißt: Bio reicht nicht. Ein Rind, das mit Bioweizen gefüttert ist oder ein Huhn, dem man Bio-Soja gegeben hat, bleibt ungesund für den Menschen). Bezugsquellen siehe oben, S. 5

Besonders wertvoll sind die Innereien (Leber, Herz) solcher Tiere, weil sie besonders nährstoffreich sind, vor allem, was die B-Vitamine, Cholin und einen Teil der fettlöslichen Vitamine betrifft. Bei Bio- und Wild-Tieren, die auf der Weide bzw. in der Wildnis gelebt haben, können und sollten Sie das Fett mitessen. Ein- bis zweimal/Woche ist fetter Fisch sinnvoll (Forelle, Lachs, Makrele, Sardinen etc.), je kleiner der Fisch, desto geringer in der Regel seine Schwermetall-Belastung. Die meisten Fische aus Aquakultur müssen leider genauso betrachtet werden, wie Industriefleisch, reich an Antibiotika, unnatürlichen Futterstoffen, Schadstoffen etc.
Wenn Sie Fleisch aus dem Supermarkt verwenden oder im Restaurant die Quelle nicht kennen, bitte möglichst mager und das Fett nicht mitessen. Ziegen-, Enten- und Wildfleisch darf (und sollte) auch durchaus noch rot im Kern sein, Rind- und Lammfleisch genauso wie Schwein (unbedingt auf bio und natürlich aufgewachsen achten) und Huhn (Geflügel nur in geringen Mengen) immer gut durchgaren (insbesondere Schwein sollte eine Kerntemperatur von über 80 Grad über einen Zeitraum von mindestens 10 Minuten erreicht gehabt haben, ggf. Fleischthermometer verwenden). Huhn sollte ebenso wie Schwein maximal einmal in der Woche auf dem Speiseplan stehen, keine Innereien vom Schwein essen, wenn Sie sich auf die Qualität im oben genannten Sinne nicht verlassen können.

Sie sollten ungefähr 120 bis 180 Gramm Fleisch oder Fisch zu jeder Mahlzeit des Tages essen (mindestens jedoch 20 Gramm Eiweiß je Mahlzeit, wenn die Mahlzeit Eiweiß enthält, das entspricht ungefähr 100 Gramm Fisch oder Fleisch), wobei ein „eiweißfreier“ Tag pro Woche empfehlenswert ist. Wurst bitte nur essen, wenn Sie sicherstellen können, dass sie keine Zusatzstoffe, Omega6-haltige Pflanzenfette (z.B. Sonnenblumenöl) und/oder Stärke enthält. Eier sind ebenfalls eine gute Nährstoffquelle (auch hier von freilaufenden Hühnern möglichst in Bioqualität), sie sättigen auch gut. Wenn Sie mehr als zwei Eier am Tag essen, sollten Sie ab dem dritten Ei nur das Eigelb essen. Drei Eigelbe am Tag sind jedenfalls empfehlenswert, wenn Ihnen mehr schmeckt, auch mehr. Auch hier gilt: Das Eigelb eines freilaufenden Huhns enthält besonders viel wertvolle Nährstoffe, Eier von Hühnern aus der Legebatterie sind dagegen voller Giftstoffe. Achtung: Bio ist gerade beim Ei noch kein hinreichender Qualitätsausweis, viele Biobauern füttern ihre Hühner mit Mais oder Soja oder werben sogar damit, dass sie ihre Hühner vegetarisch halten – beides vermindert die Ei-Qualität, Hühner sind Allesfresser, die gelegentlich auch einen Wurm oder eine Larve brauchen und viele „Hühnerei-Allergien“ sind in Wirklichkeit Soja-Allergien.
Trinken: Sie sollten immer darauf achten, dass Sie genug aber nicht zu viel trinken (am besten in Form von Wasser, hochwertigem Bio-Kaffee oder pestizidfreien Tees ohne Zusätze, auch Bio-Chai, ein Gewürztee mit oder ohne Schwarztee in Bio-Qualität z.B. von Alnatura oder Yogi). Ebenfalls gut ist es, in das Wasser etwas Obstessig oder Zitronensaft zu geben. Wasser mit Obstessig senkt auch die Zuckerlust. Sie können z.B. auch frischen Ingwer kleinschneiden und mit heißem Wasser übergießen. Davon lässt sich auch ein zweiter Aufguss machen. Das gleiche gilt für Grünen Tee, der allerdings ebenfalls unbedingt pestizidfrei sein sollte. Eine gute Bezugsquelle für solche Tees (grün und schwarz) ist die „Teekampagne“. Für den Darm wichtig und extrem heilend ist, wie ebenfalls angesprochen, ein Fonds aus Rinder- oder Hühnerknochen (Rezept am Ende). Man kann diesen Fonds entweder zwischendurch pur trinken oder daraus Gemüsesuppe zubereiten. Pure oder lacto-fermentierte Gemüsesäfte erst mal sind ebenfalls eine gute Getränkequelle.

Trinken möglichst zwischen den Mahlzeiten und nicht dazu. Die Flüssigkeit zu den Mahlzeiten haben Sie mühelos, wenn Sie genügend Gemüse dabeihaben. Wenn Sie so viel Gemüse essen, wie oben empfohlen, reichen über den Tag verteilt 1-1,5 l zusätzlich, wenn es sich nicht um sehr heiße Tage handelt oder Sie wegen körperlicher Anstrengung viel ausschwitzen.
Sparsam essen
Obst Am besten durchgefärbtes Obst (z.B. Beeren). Niemals als Trockenfrucht oder als puren Saft, sondern entweder als ganze Frucht (bei allem Obst, das man mit der Schale isst, immer auf bio-Herkunft achten) oder im Smoothie – mit Gemüse. Wenn doch Saft (z.B. Granatapfelsaft oder Cranberry-Saft OHNE Zusätze, beide haben etwas weniger Zucker und viele Antioxidantien) immer in einen Smoothie (zu Smoothies unten mehr) oder in einer Mischung mit Gemüsesaft verarbeiten. Säfte und Smoothies funktionieren am besten in einem Mischungsverhältnis 1:3 oder 1:4 Obst zu Gemüse (also ein Teil Obst, vier Teile Gemüse) sowohl geschmacklich als auch von der Zuträglichkeit. Bei Obst (und Gemüse) generell auch auf geringe Lagerzeiten und kurze Transportwege achten.

Süße Speisen generell Jede Form des Süßens belastet den Körper (siehe oben), erhöht den Insulinspiegel, schwächt das Immunsystem und löst bei empfindlichen Personen Schmerzen aus. Es sollte daher sparsam gesüßt werden: Ggf. roher Naturhonig in geringen Mengen (max. ein Eierlöffel am Tag). Auch Datteln (selbstgemahlen oder als im Bioladen gekauftes Pulver) oder Melasse jeweils in geringen Mengen eignen sich zum Süßen, weil sie Energie enthalten und gleichzeitig noch Mikronährstoffe.
Weitgehend unbedenkliche stärkehaltige Lebensmittel. Dazu zählen Kartoffeln, Süßkartoffeln, Topinambur, weißer Bio-Reis und (etwas weniger geeignet) alle gekochten Wurzeln (Mohrrüben, Petersilienwurzel etc.). Sie sind insofern unbedenklich, als sie normalerweise keinen Schaden in der Verdauung anrichten – da sie jedoch bei vielen Menschen eine starke Insulinantwort und eine Immunreaktion zur Folge haben, sollten Sie diese immer nur am Ende einer Mahlzeit in kleinen Mengen genießen (eine kleine Handvoll gekochten Reis, möglichst mit etwas gesundem Fett und/oder Säure versehen, das senkt die Zuckerlast, Reis wegen seines natürlichen Arsengehalts vor dem Kochen immer gut spülen). Außerdem sollten sie möglichst nicht zum Frühstück aufgenommen werden, stärkehaltiges ist am ehesten mittags oder zum Abendessen sinnvoll. Gekochte und abgekühlte Kartoffeln (z.B. für Kartoffelsalat) sind als resistente Stärke für die gesunde Darmflora wichtig, auch grüne Bananen fallen in diese Kategorie. Reife Bananen sind dagegen sehr zuckerhaltig, ebenso wie Trauben und die meisten Südfrüchte.

Als alternative Mehle in nicht zu großer Menge bieten sich Quinoa, Buchweizen (Achtung hohe Kreuzreaktivität zu Weizen), Kochbanane, Kastanie an, außerdem alle anderen Nussmehle, soweit keine Unverträglichkeit gegen sie besteht (ausführlicher zu Nüssen siehe gleich nachstehend). Kokosmehl ist für die meisten Menschen kein Problem. Eine ausführliche Liste von Mehlen im Rezeptteil.
Nüsse (außer Erdnüssen, die man ganz weglassen sollte) und Saaten Nüsse sind grundsätzlich nährstoffreich, haben aber das Problem, dass sie diese Nährstoffe zunächst schlecht abgeben und – auch wenn keine Unverträglichkeit festgestellt ist – Verdauungsprobleme erzeugen können (auch sie enthalten die im Getreide zu findenden Lectine und Phytinsäure, die die Verdauung stark beeinträchtigen). Wenn man damit Probleme hat, lässt sich das leicht beheben, indem man die Nüsse vor Verzehr 12-24 Stunden in Salzwasser lagert, das Wasser abgießt und sie anschließend schonend (z.B. im Ofen bei niedriger Temperatur) trocknet. (Trocknen ist wichtig, da Nüsse schnell schimmeln). Bei Saaten (also alle Kerne) kann man die Verdaulichkeit dadurch erhöhen, dass man sie keimen lässt und dann isst. Das funktioniert jedoch nur, wenn es sich jeweils um Rohkost handelt. Keine von der Industrie gerösteten oder gesalzene Nüsse oder Saaten verwenden. Nötigenfalls schonend, bei niedriger Temperatur selbst rösten.
Nüsse sollten aber auch deshalb sparsam gegessen werden, weil sie viel Omega6-Öl enthalten, das vom Körper nur in geringen Mengen benötigt wird, in größeren Mengen aber entzündungs- und schmerzverstärkend wirken kann. Den vergleichsweise geringsten Omega6-Anteil haben Macadamia- und Walnüsse. Kokosnuss kann in beliebiger Menge gegessen werden, sie enthält fast nur gesättigte Fettsäuren.
Salz: Möglichst nur nicht-raffinierte Salze ohne Zusätze! Dadurch besteht das Salz nicht nur aus Natriumchlorid. Wenn Sie natürliches unbearbeitetes Salz (z.B. Meersalz) verwenden, soviel zum Essen tun, wie Ihnen schmeckt. Achtung: Wenn Sie Kohlenhydrate reduzieren, verlieren Sie Wasser und damit Salz, was vorübergehend zu Kopfschmerzen führen kann. Darum auf genügende Salzzufuhr achten.
Fermentierte Milchprodukte (Joghurt/Käse): Bitte nicht während der ersten 30 Tage, danach ausprobieren, ob solche Produkte negative Reaktionen erzeugen. Beginnen Sie mit vollfettem Käse, nicht pasteurisiert (=Rohmilchkäse), besser von Ziege und Schaf als von der Kuh. Wenn das kein Problem gibt, können Sie auch Joghurt ausprobieren, auch hier ist Ziege und Schaf für die meisten Menschen bekömmlicher als Kuh.
Alkohol: Kein Bier (dauerhaft) und für 30 Tage auch sonst keinen Alkohol, danach sind ca. 0,1 l Wein/Sekt oder der Gegenwert in getreidefreien Schnäpsen am Tag (möglichst bio) mit mindestens zwei „Ruhetagen“ pro Woche für die meisten Menschen zuträglich.
Konsequent weglassen: Zucker in jeglicher Form, dazu gehören auch Marmeladen, pure Obstsäfte etc. Diese enthalten viel von dem Zucker, der die heftigsten Entzündungsfolgen hat: Fruktose. Bitte nicht durch Süßstoffe ersetzen (Aspartam zum Beispiel wird im Körper über nur einen Zwischenschritt in Formaldehyd umgesetzt). Außerdem machen auch „natürliche Süßstoffe“ wie Stevia süchtig und haben eine Insulinantwort zur Folge. Zu möglichen Ersatzstoffen siehe oben im „gelben“ Bereich. Es sollte das Ziel sein, die Zunge für „Süße“ zu resensibilisieren, sie also Süßes auch „zwischen den Zeilen schmecken“ zu lassen. Wenn im Rahmen des Zuckerentzugs starke Cravings auftauchen: einen bis zwei Esslöffel Zitrone oder Obstessig auf ein großes Glas Wasser, langsam trinken. Bei anhaltenden Problemen L-Glutamin über Herrn Wiedenmann.

Getreide (egal ob Vollkorn oder ausgemahlen), vor allem Weizen, Roggen, Gerste, Dinkel. Das hat zwei Gründe: Alle Getreide, vor allem in Vollkorn-Form, beinhalten zahlreiche Stoffe, die die Verdauung stören oder unterdrücken, dabei zunächst den Magen und den Darm schädigen und in der Folge Entzündungen im ganzen Körper verursachen und/oder verschlimmern. Der zweite Grund (und darum sollten Sie erwägen, auch Getreide, die bezüglich entzündlicher Wirkungen über Magen und Darm nicht so problematisch sind, wie Hafer, Buchweizen, Quinoa etc., sparsam zu verwenden): die Stärke im Getreide wird vom Körper wie Zucker behandelt und führt oft sogar zu einer heftigeren Insulin- und Immunantwort als purer Zucker. Das gilt besonders auch für Maismehl.
Hülsenfrüchte (Linsen, weiße oder rote Bohnen, Erdnüsse und ALLE Sojaprodukte). Alle Hülsenfrüchte, die mit Schale gegessen werden können (grüne Bohnen, Erbsen, Zuckerschoten) sind relativ unproblematisch. Linsen können ausnahmsweise gegessen werden, wenn sie fermentiert (also z.B. zunächst 24 Stunden in Essigwasser eingeweicht) sind und dann lange gekocht werden (idealerweise wieder mit Essiganteil). Vorsicht wegen der Histamin-Problematik. Alle anderen Hülsenfrüchte, am schlimmsten Soja, sind Gift für die Verdauung (sie schalten einen Großteil der Enzyme aus). Soja ist als (Phyto-)Östrogenlieferant ein besonderes Problem, außerdem wird das gerne als gesund propagierte Sojaeiweiß bei der nötigen industriellen Genießbarmachung von Soja denaturiert.

Industriell be-/verarbeitete Lebensmittel, soweit diese Zusätze in irgendeiner Form enthalten (das betrifft zum Beispiel alle Fertiggerichte). Faustregel: Enthält es eine Zutatenliste mit nur einer Zutat, die Sie beim ersten Lesen nicht sofort aussprechen können, zurück ins Regal (oder, wenn Sie es schon zuhause haben: in den Mülleimer) damit. Auch „Glutenfrei“ oder Reiswaffeln etc. sind stark industriell bearbeitete Lebensmittel, energiereich und dabei nährstoffarm, sie verdrängen ggf. nährstoffreichere Lebensmittel aus der Speisenfolge und sind schon deshalb schädlich.
Stark Omega-6- oder gar Transfetthaltige Fette: dazu zählen vor allem Pflanzenfette wie Sonnenblumenöl (außer HO-Sonnenblumenöl = stärker Ölsäurehaltig), Distelöl, Margarine, Keimöle, auch Rapsöl ist im Auto-Tank weniger problematisch als im Körper. HO-Sonnenblumenöl kann in Bio-Qualität wie Olivenöl verwendet werden.
Unfermentierte Milchprodukte (= pasteurisierte Milch, Frischkäse vor allem aus Kuhmilch) Milch enthält viele Stoffe, darunter Zucker und Hormone, die gesundheitsschädlich sind, durch das Pasteurisieren und andere Formen der Haltbarmachung sind die wertvollen Stoffe, die in Rohmilch zu finden wären, nahezu vollständig eliminiert. Unfermentierte (=Frischmilch)produkte sollten Sie also dauerhaft weglassen.

Grundsätze der Nahrungszubereitung
Es ist für den Körper am besten, wenn man gleichzeitig die Häufigkeit der Nahrungsaufnahme und die Belastung des Körpers bei der Nahrungsaufnahme möglichst geringhält. Das geht am besten, wenn man die Energiedichte eines Essens durch gesundes Fett (siehe oben) erhöht (man braucht dann geringere Mengen an Nahrungsmitteln), schwerer verdauliche Lebensmittel (also z.B. Gemüse) in gesundem Fett dünstet (das heißt letztlich auch im eigenen Wasser oder mit etwas Rinderfonds, s.o., Garflüssigkeit mitessen/-trinken, da sind die Nährstoffe drin!) oder, wenn man sie als Rohkost zu sich nimmt, in Form von Smoothies verarbeitet. Alles Essen sollte sehr gut gekaut werden (auch Smoothies sollten, wie bereits erwähnt, eingespeichelt werden, die im Speichel enthaltene Amylase stellt den ersten Schritt der Verdauung sicher). Stärker kohlenhydrathaltige Mahlzeiten (also zum Beispiel mit Reis oder stärkehaltigem Gemüse wie gekochten Rüben) sollten idealerweise später am Tag (Nachmittag, Abend) liegen.
Smoothies sind grundsätzlich eine sehr gute Form, Rohkost mit geringer Belastung für die Verdauung zu sich zu nehmen und dabei Enzyme aus Gemüse, andere sekundäre Pflanzenstoffe etc. aufzunehmen. Sie unterstützen ggf. auch die Entgiftung. Sie sollten aber immer höhere Anteile an Gemüse (3-4 Teile) als an Obst (1 Teil) enthalten. Sollten sich daraufhin Blähungen einstellen, bitte das Gemüse und das Obst vor dem Verarbeiten erst leicht dünsten und wieder abkühlen lassen. Um Smoothies anzureichern und die im Gemüse enthaltenen Nährstoffe für den Körper aufzuschließen, sollten auch Smoothies Fett (am besten MCT-Öl, siehe oben) und Säure enthalten (soweit Sie sie vertragen). Säure ist zwar in vielen Obstsorten enthalten, es ist jedoch sinnvoll, immer einen Tee- oder Esslöffel Zitrone oder Obstessig (ohne Zuckerzusatz, also keinen Balsamico) zuzugeben. Um den Smoothie noch gehaltvoller zu machen, kann man Chia-Samen oder geraspelte Kokosnuss zugeben.

Auch etwas geschroteter Leinsamen erhöht die Bekömmlichkeit und hilft dem Körper, Giftstoffe abzutransportieren.
Selbst gepresster frischer Gemüsesaft, ggf. mit geringen Obstanteilen, ist eine zuträgliche Weise, zusätzlich Enzyme und die nötige Flüssigkeit aufzunehmen, ohne dabei den Insulinspiegel in die Höhe und das Immunsystem in die Knie zu zwingen.
Kochvorgänge sollten immer schonend sein, wenig Wasser (was obendrein mitgegessen/-getrunken werden sollte, es enthält wie gesagt die Nährstoffe!); insbesondere Fleisch sollte nicht zu hoch erhitzt werden, um möglichst wenig Giftstoffe zu erzeugen, also nicht stark bräunen. Die Gartemperatur sollte 130 Grad nicht überschreiten. Fett, das geraucht hat, enthält viele Giftstoffe und darf auch nach Abkühlen nicht weiterverwendet werden.

Kurze Anmerkung zum Frühstück und zur Häufigkeit der Nahrungsaufnahme
Frühstück gilt vielen als die wichtigste Mahlzeit am Tag, auch Studien weisen immer in diese Richtung. Das gilt aber nur deshalb, weil die meisten Menschen, die nicht frühstücken, das nicht tun, weil sie noch bis spät in die Nacht hinein gegessen haben. Essen bei Nacht verringert jedoch die Schlafqualität und belastet den Körper extrem, besonders das Immunsystem: Eine Mahlzeit nachts um 3 zum Beispiel belastet das Immunsystem etwa 12mal heftiger als nachmittags um 15 Uhr.
Wenn Sie am Vorabend möglichst spätestens um 19 Uhr die letzte Mahlzeit gegessen haben und da-nach auch keine Snacks mehr und am frühen Morgen dennoch nicht oder nicht besonders hungrig sind, kann das die Botschaft Ihres Körpers sein, dass er noch am Entgiften ist und nicht aufnahmefähig. Unterstützen Sie ihn mit einem großen Glas lauwarmen Wassers (gerne auch erweitert um eine halbe Zitrone). Es empfiehlt sich ein verkürztes Fenster, innerhalb dessen Sie essen, zum Beispiel gegenüberliegend Ihrem Schlaf (Schlaf von 22.30 bis 6.30 Uhr, Essen von 10.30 bis 18.30 Uhr). Innerhalb eines solchen „Fensters“ können Sie Nahrungsaufnahme nötigenfalls problemlos auf viele kleinere Portionen verteilen, um sich mit der Verdauung nicht zu überfordern.

Fachleute sprechen bei einer Nahrungsabstinenz, die mindestens 16 Stunden und nicht über 36 Stunden dauert, von intermittierendem Fasten (nächster Absatz). Das hilft dem Körper, der sich nicht mit der Nahrungsaufnahme und -verarbeitung beschäftigen muss, sich gegen Mikroben und Schad-stoffe zu wehren, fehlerhafte Zellen zu recyceln oder und abzutransportieren. Nicht umsonst reagiert unser Körper auf Infekte häufig mit Appetitlosigkeit. Ein Fasten von mehr als 36 Stunden bringt in der Regel keinen zusätzlichen Vorteil, im Gegenteil.
Achten Sie auf jeden Fall darauf, dass Sie genug Nährstoffe und Energie bekommen. Vor allem jetzt, zu Beginn der Ernährungsumstellung, sollten Sie nötigenfalls sogar häufiger essen, vor allem weil Sie bisher ja zwei Zwischensnacks hatten. Wenn Sie morgens nach sieben oder besser acht Stunden Schlaf (!) und elf bis zwölf Stunden ohne Nahrung hungrig aufwachen, hören Sie auch hier auf Ihren Körper und frühstücken Sie! Das Frühstück sollte aber die kohlenhydratärmste Mahlzeit sein und immer Eiweiß enthalten. Wie unten angeführt bilden Avocado („süß“ mit Obst oder salzig z.B. mit Fisch, Eiern etc.) eine gute Grundlage für das Frühstück, ebenso wie ein „englischer“ Ansatz (mit Eiern und Speck) oder ein mediterranes Frühstück mit Tomaten, Gurken Oliven, später ggf. auch mit Schafskäse etc. Ich habe Ihnen einige Alternativen im Rezeptteil exemplarisch vorgestellt. Wechseln Sie auch hier ab!

Kaffee, Tee (oder Chai) mit Butter und MCT-Öl – intermittierendes (Fett-)Fasten
Sie können, wenn Sie sich daran gewöhnt haben, mehr gesundes Fett zu essen, statt des Frühstücks auch intermittierend Fettfasten, das garantiert die nötigen Energiereserven, regt, wie erklärt, den Fettstoffwechsel aus den eigenen Depots an und verhindert Hunger bis zum Mittagessen in den meisten Fällen: In einen hochwertigen Kaffee (zwei Tassen) oder Tee einen halben, wenn Sie sich daran gewöhnt haben auch einen ganzen Kaffeelöffel MCT-Öl und 1-2 Kaffeelöffel Weidebutter, das Ganze mit einem Mixer/Zauberstab aufschlagen, bis der Kaffee oder Tee milchig ist und sich ein leichter Schaum gebildet hat. Mit wenig MCT-Öl anfangen, da es zunächst leicht abführend wirken kann.

Snacks: Generell muss der Mensch nicht „grasen“, also nicht ständig essen. Das gilt aber nur, wenn Sie zu den Mahlzeiten genügend Energie und Nährstoffe bekommen haben. Insbesondere wenn Sie zwischendurch echten Hunger bekommen, ist ein Smoothie, ein Gemüsesaft und/oder zum Beispiel ein gekochtes Ei, eine Handvoll Nüsse (am besten Wal- oder Macadamia-Nüsse) sinnvoll. Zuhause eine Tasse Hühner(knochen)suppe (mit oder ohne Gemüse) ist ebenfalls geeignet. Eine halbe Avocado mit etwas Salz und Essig, ein paar kleine Oliven oder ähnliches lassen sich verhältnismäßig leicht transportieren und schließen den Magen.
Nachsatz: Bewegung
Wie besprochen ist Bewegung sinnvoll und gesundheitsfördernd (vor allem auch für den Darm), solange sie nicht in zehrenden Sport ausartet. Bewegung hilft unter anderem, das Stresshormon Adrenalin abzubauen, das Gehirn (und alle anderen Körperteile) besser zu durchbluten, die Mitochondrien (das sind sozusagen die Kraftwerke in den Zellen) aufzubauen, die Verdauung anzuregen, die Schlafqualität zu verbessern, das gesamte Wohlbefinden zu verbessern etc. Dabei ist es wichtig, Bewegung nicht mit (Leistungs-)Sport zu verwechseln. Es geht um viel Bewegung im Alltag, nutzen Sie jede Gelegenheit, sich zu bewegen. (Und nutzen Sie, wenn möglich, alles, eine meditative Qualität hat, Tai-Chi oder ähnliches). Stehen Sie mindestens alle 20 Minuten vom Stuhl auf und gehen Sie am Tag möglichst viele Schritte. Zweimal am Tag richtig anstrengen für 4-5 Minuten (nicht mehr), am besten Kraftübungen bis die Muskeln etwas schmerzen, nicht auf nüchternen Magen und die anschließende Mahlzeit sollte etwas mehr vollwertiges Protein enthalten (Kollagen und/oder Fleisch).

Nachsatz: Schlaf
7-8 Stunden netto ist die Schlafzeit, die (je)der Mensch braucht, um auf Dauer gesund zu bleiben bzw. zu werden. Wenn Sie die bisher nicht haben, denken Sie darüber nach, was Sie tun können, um sich diese Schlafzeit für sich einzurichten. Schlafhygiene-Maßnahmen: Achten Sie darauf, keine elektronischen Geräte im Schlafzimmer zu haben (generell sollte zur Förderung der Schlafqualität für Jugendliche eine Bildschirmabstinenz ab spätestens 20 Uhr herrschen), absolute Dunkelheit sicherzustellen und absolute Stille. Trinken Sie möglichst bis auf Weiteres abends keinen Alkohol und nach 14 Uhr keinen Kaffee. Das waren die einfachen Maßnahmen, die schwierigste ist für die meisten Menschen die folgende, die zugleich erfahrungsgemäß den besten Erfolg verspricht: Gehen Sie jeden Abend im selben 15-Minuten-Fenster ins Bett und stehen Sie jeden Morgen um dieselbe Uhrzeit auf. Wenn Sie nachts aufwachen und nicht sofort wieder einschlafen können, stehen Sie auf, machen Sie aber kein Licht und versuchen Sie etwas zu meditieren.

Nachsatz: Stress
Hier gilt im Grunde das Gleiche wie beim Schlaf: Ein Teil des Stresses wird mit einer anderen Ernährung verschwinden, was dadurch natürlich nicht verschwindet, sind andere äußere Umstände, die uns mit Stress reagieren lassen. Es lohnt sich darüber nachzudenken, wie man diesen Stress beseitigt. Auch hier muss, wenn das nicht allein gelöst werden kann (was oft der Fall sein wird) externe Hilfe in Anspruch genommen werden. Eine der einfachsten Möglichkeiten sind 10 Minuten Meditation am Tag, dazu gibt es eine ganze Reihe an leicht zugänglichen Methoden. Welche für Sie funktioniert, müssen Sie ggf. ausprobieren.

Anhang Grund-Rezepte
Mögliche Alternativ-Mehle (weniger problematisch aber nicht ohne Probleme…)
• Kichererbse (Achtung: Hülsenfrucht, erst verwenden, wenn Darm ausgeheilt)
• Buchweizenmehl
• Hafer (Achtung: häufig Kreuzverunreinigung durch glutenhaltige Getreide, auch Hafer hat Lectine, die die Verdauung beeinträchtigen)
• Kokos
• Erdmandeln
• Kastanien
• Taff
• Kochbananen
• Kartoffeln
• Reis
• Quinoa (ebenfalls Lektin-haltig, Problem kann in diesem Fall durch Kochen im Druckkochtopf beseitigt werden)
• Tapioka

Nussmehle (soweit sie vertragen werden, Achtung: keine Erdnüsse und möglichst keine Cashews!)
Finger weg von „Glutenfreien“ Industrieprodukten, sie sind in der Regel genauso ungesund oder sogar noch ungesünder als Getreide.

Ernährungsbaukasten
Einige meiner Kunden tun sich zunächst schwer mit der Umstellung. Wir haben daher ein Bausteinsystem entwickelt, das es einfacher macht, mit den Vorgaben zurecht zu kommen.
Wählen Sie zu jeder Mahlzeit (egal ob morgens, mittags, abends) eine der Zutaten aus jeder der nachstehenden Spalten, also ein stärkehaltiges Nahrungsmittel, eine Süßpflanze, ein Fleisch oder Fisch, ein (grünes) Gemüse, eine Fett-/Ölsorte, eine Säure und einen Umami-Geschmack. Die jeweilige Menge spielt keine große Rolle, allerdings sollten sich die Gemüse zum Fleisch wie 2/3 zu 1/3 verhalten. Kochen und essen Sie sie zusammen. Es wird immer gut schmecken und die Zahl der möglichen Kombinationen beträgt rund 37, das heißt es gibt 2.187 mögliche Kombinationen – selbst wenn Sie immer nur daraus auswählen würden und dreimal am Tag essen, könnten Sie gut zwei Jahre Mahlzeiten zubereiten, ohne dass es eine einzige identische Wiederholung gibt.

1. Stärkehaltige Pflanze/ Wurzel - Weißer Reis, Kartoffel, Taro oder Süßkartoffel

2. Süßpflanze: Rüben, Apfel, Blaubeere

3. Fleisch: Rind, Lamm, Fisch / Meeresfrüchte

4. Gemüse: Spinat, Spitzkohl, Zwiebeln

5. Fett / Öl: Kokosmilch, Saure Sahne, Mandelbutter 

6. Säure: Zitronensaft, Essig, Lauge aus fermentiertem Gemüsen (z.B. Sauerkraut)

7. Umami (Geschmack aus Fermentierung): Fischsoße, Worcestersauce, Teriyakisoße

Alles möglichst immer auf Basis der Knochenbrühe

Achtung: Das ist nur für den Fall, dass Sie sich mit der Umsetzung schwer tun, Sie können beliebige andere Zutaten aus derselben Kategorie dort einsetzen, auch ein Smoothie, wie er auf Seite 20 zusammengestellt ist. Das Kürbisbrot auf Seite 19 deckt zum Beispiel 1,2 und 5 ab, man kann es mit Hähnchenleber und Avocado, die mit Essig und z.B. Worcestersoße angemacht ist, ergänzen.

Rezept für Nussbrot (rund 600 Gramm)
4 Eier trennen, Eiweißschnee schlagen, bis er fest ist.
Die Eigelbe zusammen mit
• 200 gr. geriebenen Haselnüssen (oder anderen Nüsse nach Geschmack und ggf. individueller Verträglichkeit – aber keine Erdnüsse), dazu noch eine Handvoll grob zerkleinerte Walnüsse (macht es herber, wenn man stattdessen Mandeln nimmt, wird das Brot etwas süßer)
• 30 gr. geschrotetem Leinsamen
• 30 gr. Flohsamenschalen (zum Binden, da der Teig kein Gluten enthält, wenn man als Grundstoff geraspelte Mandeln nimmt, kommt man notfalls auch ohne aus, das Brot wird aber unter Umständen etwas bröckelig).
• einer Prise Meersalz
• 3 Esslöffel Obstessig
• 2 Esslöffel flüssige Butter oder Kokosöl
• nach Geschmack Brotgewürze: Kümmel, Fenchel, Koriander
• bis zu 130 ml warmes Wasser (Teig sollte gerade so zusammenhalten, nicht zu feucht machen, er wird anschließend noch mit dem Eischnee verbunden.)
verrühren.

Die Mischung vorsichtig unter den Eischnee heben. Nicht zu heftig rühren, damit nicht alle Luftblasen aus dem Eischnee verschwinden. Teig und fertiges Brot bleiben so lockerer.
In eine (evtl. mit Backpapier ausgelegte) kleine Kasten-Backform (lässt sich anschließend leicht herausheben) und bei ca. 150 Grad 50-60 Minuten backen.
Das Brot enthält nahezu keine Kohlenhydrate (solange man nicht Cashews verwendet) und kein Gluten.
Wenn man „Konditoren-Haselnüsse“ verwendet, sind die Haselnüsse nicht gemahlen, sondern geraspelt, sie haben mehr Volumen und der Teig wird noch lockerer.
Sie können außerdem, wenn Sie es vertragen, einen Beutel Trockenhefe beifügen, dann den Teig vor dem Backen 30 Minuten bei 50 Grad im Ofen gehen lassen.

-> Einschub: Das macht meine Freundin uns immer.

Es gibt auch Backmischungen für getreidefreie Brote (mit und ohne Nüsse), die sehr einfach, meist nur unter Zugabe von Wasser, zuzubereiten sind. Zu finden über www.organicworkout.de oder die dr almond-Produkte z.B. über Amazon. Relativ teuer, aber dafür wirklich sehr einfach herzustellen.

Kürbis-Brot
Vorbereitungszeit 20 Minuten (+ 80 Minuten Kürbis im Ofen)
Backzeit ca. 45 Minuten
Zutaten
• 1 Butternut – Kürbis (mittel)
• 6 Eier
• 60 Gramm Butter oder Ghee
• 4 Esslöffel Kokosöl
• 1 Esslöffel roher Honig
• 50 ml Kokosmilch
• 100 Gramm Kokosmehl
• 250 Gramm Mandel- oder Haselnussmehl, bei Unverträglichkeit z.B. Kastanienmehl, Kochbananenmehl
• 2 Teelöffel Backpulver (Weinstein)
• ½ Teelöffel Salz
• 2 Teelöffel Zimt
• ½ Teelöffel Muskatnuss
• 1 Teelöffel Brotgewürz

Zubehör: Kastenform, Handmixer oder Küchenmaschine, Backpapier

Zubereitung
Kürbis als Ganzes bei 200 Grad im Backofen gar werden lassen (er muss sich am Ende leicht mit einem spitzen Messer stechen lassen).
Backofen auf 160 Grad abkühlen lassen und Kastenform mit Backpapier auskleiden.
Kürbis von der Haut befreien (Vorsicht, HEISS!), öffnen, Kerne entfernen. Kürbis pürieren mit Eiern Butter/Ghee und Honig mixen. Kokos- und weiteres Nussmehl, Salz und alle Gewürze zufügen und Rührteig machen. Der Teig sollte fest, aber problemlos durchzurühren sein. (Wenn zu feucht, mehr Kokosmehl, wenn zu trocken mehr Kokosöl oder etwas Kokosmilch zugeben.)
Bei 160 Grad ca. 45 Minuten backen (mit Zahnstocher prüfen, wenn Zahnstocher sauber bleibt, ist der Teig fertig.) Wenn der Teig nach 45 Minuten noch nicht durch sein sollte, aber außen zu dunkel zu werden droht, mit Alufolie abdecken und einige Minuten weiter backen.
Aus der Form heben und auf einem Rost abkühlen und etwas nachtrocknen lassen.

Das Brot ist relativ süß, wer es herzhafter mag (oder weniger Kohlenhydrate) kann den Honig weglassen und/oder geraspelte Walnüsse zugeben. Dann eignet es sich auch hervorragend als Grundlage für Leberwurst.
Wenn nicht sofort verbraucht, kühl und trocken lagern, ggf. einfrieren.

Frühstücksalternativen:
KB Smoothie (nach Kelly Brogan, „A Mind Of Your Own“)
• 100-150 g Beerenobst, bio, ggf. tiefgefroren (z.B. Alnatura)
• 300 g frischen Bio-Spinat (oder 150 g tiefgefrorenen)
• 200 ml Kokoswasser
• 3 Esslöffel Zitronensaft
• 1 Esslöffel Bio-Mandelbutter (ersatzweise z.B. eine halbe Avocado)
• 3 große (rohe oder höchstens weichgekochte) Eigelb von freilaufenden, natürlich aufwachsenden Hühnern (bio-Qualität, aber Vorsicht: möglichst nicht Mais- oder Getreide-lastig gezogen)
• 1 Esslöffel bio-Kokosfett (mit Geschmack = nativ, oder ohne Geschmack = mild)
• 1-2 Esslöffel Ghee (geklärte Butter, grasgefüttert bzw. bio)
• 1-2 Esslöffel rohes Kakaopulver
• Alles in einen Blender/Mixer oder mit Zauberstab zu einem Smoothie verarbeiten, 3 Esslöffel Kollagen Hydrolysat (weidegefüttert, bio) einrühren (oder auf sehr niedriger Stufe im Mixer mitlaufen lassen, um die Proteinstrukturen zu schützen)
Menge reicht gut für eine Person – Frühstück (bei Verdauungsschwierigkeiten, Bedürfnis nach Zwischenmahlzeiten etc. ggf. auf zwei Portionen verteilen, eine nach dem Aufstehen, eine morgens um 11)

Fleisch- und Gemüsefrühstück für eine Person
• 100-125 Gramm grasgefüttertes Hackfleisch
• 1 Messerspitze Meersalz
• ½ Esslöffel Kokosfett oder Ghee
• 2 Frühlingzwiebeln kleingehackt
• 1 kleine oder eine halbe große Süßkartoffel, geschält, kleingehackt
• 1 kleine Zucchini (oder eine halbe größere) in zwei Hälften geschnitten
• Wenn es die Jahreszeit hergibt: Zwei Stangen Spargel in mundgerechte Stücke zerteilt
• 2 Prisen Zimt
• 1 Prise Muskatnuss
• ½ große oder eine kleine Avocado in Schlitze geschnitten
Hackfleisch bei mittlerer bis geringer Hitze leicht anbräunen, salzen, beiseite stellen
Kokosfett oder Ghee erhitzen, Zwiebeln hinzufügen, drei Minuten kochen, Süßkartoffeln zuführen und für weitere 3-5 Minuten kochen, Zucchini, ggf. Spargel zufügen und weiterkochen, bis Gemüse gar aber noch bissfest. Mit Zimt und Muskatnuss nach Geschmack würzen und mit der geschnittenen Avocado servieren.

-> Einschub: Schmeckt toll!

Englisches Frühstück
Eier in jeder Zubereitungsvariante, ab dem dritten Ei möglichst nur noch Eigelb, Speck (Vorsicht: Quelle, Schwein muss unbedingt natürlich gewachsen sein, kein Nitritpökelsalz, nicht zu dunkel braten!), möglichst immer um ein Gemüse ergänzen, gut passt zum Beispiel Mangold in Butter und Zitrone (ganze Biozitrone, Schale in Julienne-Streifen schneiden und zugeben).

Avocado und ihre Freunde
Eine ganze Avocado zu einer guten Handvoll Beeren, Avocado salzen, einen halben Bund Rucola kleingehackt, mit Apfel- oder Himbeeressig (kein Balsamico!!!) Dazu wiederum Ei oder – ganz anders – geriebene dunkle Schokolade (85+ Prozent, Milch- und Soja-/Sonnenblumenlecitin-frei) zusätzlich würzen. Wenn Sie zum Frühstück „Brot mit Nutella“ brauchen, können Sie auch eine reife Avocado mit leicht erwärmter mindestens 85+ prozentiger Schokolade und Haselnüssen im Mixer cremig rühren und als Brotaufstrich (Brotrezepte siehe oben) verwenden.

Brot mit Hähnchenleber
Brot entsprechend einem der oben genannten Rezepte oder ähnlich (aber immer ohne echtes Getreide!), dick mit Weidebutter bestreichen, Hähnchenleber, gedünstete Zwiebeln, Radieschen, gut salzen.

Fermentiertes Gemüse selbst gemacht:
Eingelegtes Gemüse (Rezept kann auch auf andere Gemüse angewendet werden)
• 2-3 Zweige frischen Dills
• 1 Teelöffel ganze schwarze Pfefferkörner
• 500 Gramm kleingehackter Blumenkohl
• 250 Gramm kleingeschnittene grüne Bohnen.
• 250 Gramm kleingeschnittene Karotten
• 400 ml Wasser
• 1-1,5 Esslöffel Meersalz
• 1 großes Kohlblatt
Dill und Pfeffer auf den Boden eines verschließbaren Glasgefäßes (Einmachglas etc.) legen. Das Einmachglas sollte so groß sein, dass es das Gemüse eng gepackt aufnimmt (und das Kohlblatt noch obendrauf passt). Salz im Wasser gut auflösen, über das Gemüse kippen, das Gemüse sollte mindestens mit ½ Zentimeter Salzwasser bedeckt sein. Kohlblatt gefaltet oben drauf, damit das Gemüse unter Salzwasser bleibt, Deckel zuklemmen oder zuschrauben. An einem nicht direkt der Sonne ausgesetzten Platz in der Küche aufbewahren. Nach 2-3 Tagen, wenn es im Glas anfängt zu blubbern, den Deckel aufmachen, um die überschüssigen Gase rauszulassen und wieder fest zumachen. Ab da jeden Tag ein- bis zweimal „Luft“ aus dem Glas ablassen. Nach 5-7 Tagen (wenn Ihnen die Säuremenge passt, das müssen Sie ausprobieren) kann das saure Gemüse gegessen werden. Man kann es bis zu 6 Monate im Kühlschrank aufbewahren, idealerweise in einer offenen Glasschüssel, die von einem Teller bedeckt wird.

Rinderknochen-Brühe (alternativ: Brühe aus Knochen eines ganzen Huhns) für Kollagen
Rinderknochen (Mark-Knochen) besorgen, Fleisch abnehmen und für später in Kühlschrank aufbewahren oder (für noch spätere Verwendung) einfrieren.
Knochen
Eine große Zwiebel kleingeschnitten
Eine Knoblauchknolle geviertelt (optional)
4 Karotten, kleingeschnitten
Je 3 Zweige frischen Thymian, Rosmarin, Petersilie
2 Lorbeerblätter
2 Teelöffel Meersalz
2 Esslöffel Apfelessig (Alnatura oder andere Bio-Marke)
2 Liter Wasser (mindestens, am Anfang möglichst gefiltert oder Mineralwasser ohne Kohlensäure – nicht aus Plastikflaschen –, weil Leitungswasser immer noch relativ viele Stoffe enthält, die mit ein Auslöser für Gesundheitsprobleme sein können, das Gleiche gilt für alle Plastikflaschen und –behältnisse, Aufbewahrung von Lebensmitteln möglichst immer in Glas oder Stahl)
Alle Zutaten 8-12 Stunden vor sich hin simmern lassen, anschließend Knochen entfernen und Rest durch ein Metallsieb geben. In einem Metall- oder Glasbehältnis im Kühlschrank aufbewahren, das ist immer wieder der Grundstock für verschiedene Gerichte (hilft den Darm auszuheilen).

Anmerkung: Kann mich natürlich nicht so wahnsinnig daran halten aber die Gerichte esse ich nun oft und es hilft unheimlich. Bei mir jetzt halt.

Edited by loppy
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Guest

Hallo loopy,

du hast dir viel Arbeit gemacht. (Kein freundliches schleimen, sachliche Feststellung)

die Anregung von Bibi nehme ich gerne auf, um dir einige Fragen zu stellen.

Urheberrecht: Dein Plan des Ernährungsberaters ist ja deutlich mehr als ein Zitat und bedarf somit der schriftlichen Erlaubnis des Urhebers. Hast du die? Das ist jetzt keine Kritik an dir, vielmehr Interesse als Autorin und auch Interesse am psoriasisnetz, denn die müßten, trotz Disclamer, evtl. haften und Abnmahnungen schlagen schnell mit einigen tausend Euro zu Buche 

Tagebuch: wie soll das eine z.B. EineHausfrau und Mutter evtl. Berufstätig , chronisch krank, j mit viel zusätzlichem Zeitaufwand für Hautpflege, jeder Chronisch Kranke mit eben diesem Zeitaufwand, Berufstätige usw. schaffen und dann auch noch die Schlafenszeiten einhalten?

Biologische Nahrungsmittel: wer soll das bezahlen? Mit normalem Einkommen reicht es meist gerade noch zum Leben. Und soll dann eine Familie für einen aufwändig bio kochen und für den Rest normal, weil das Geld nicht reicht? 

Zubereitung: es gibt genügend Untersuchungen, dass schon die Art des Waschens und Schneiden Vitamine zerstört, oder die Oxidation beginnt. Je feiner zerkleinert um so schneller. Lange gelagert um so mehr. Wenn ich dann lese, gleich zwei Portionen eines teuren Smoothies zuzubereiten und den zweiten später trinken ist doch in dem nichts mehr vorhanden. Oder gekochtes ein paar Tage gekühlt aufzubewahren. Ein praktizierender und leidenschaftlicher Vitamin- Koch z.B. Alfons Schubeck, wird nicht müde das immer wieder zu erklären. Macht es da Sinn, vorzukochen?

Kokosöl: ist wertvoll, keine Frage. Doch wie sieht die Ökobilanz aus? Erschütternd. Sollte ich das nicht auch bei jeder Benutzung ins Kalkül ziehen? 

Zitronensaft: wird in den Rezepten viel empfohlen. Allerdings wird vor Zuviel gewarnt. Die Zitronensäure kann sehr stark auf Magen und Darm wirken.  Bei perforiertem Darm würde mir Zitronensaft ganz verboten. Und hier in Ägypten wird in der Volksmedizin geraten nicht mehr als eine Limetten täglich = 1 Eßlöffel. Da erscheinen mir 3 und ingesamt auf den Tag verteilt noch mehr ungesund. Was könnte man da alternativ verwenden?

Rohmilch und Rohmilchkäse: für Schwangere wegen Listerien/ Listeriose kann das sogar gefährlich werden. Es werden immmer wieder Rohmilchprodukte aus dem Makt genommen, eben wei sie verseucht sind kann man das dann trotzdem unbedenklich allgemein empfehlen? 

Chemisches Magnesium: es gibt viele Untersuchungen, dass sehr wenige Personen tatsächlich einen Mangel haben. Für manche Muskelerkrankungen wäre Magnesium verschlimmernd. Kann man das undifferenziert empfehlen? 

Butter: es gibt Rohmilchbutter ( Listerien), leicht gesäuerte Butter bei der dem Rahm Bakterien zugesetzt werden. Welche ist die geeignetere? 

Mit Butter kochen: e s wird immer wieder gewarnt, Butter zum An-Braten zu verwenden( Nitrosamine) , da sie eben nicht stark erhitzten ist. Auch ich habe gelernt, dass man Butter am Ende einfließen läßt. Was entsteht dann im meinen Spiegeleiern, Gemüse, wenn ich das in der Pfanne in Butter brutzle, wie in den Rezepten empfohlen? 

Vielleicht magst du antworten. Wenn es möglich ist mit eigener Erfahrung und nicht Studien über 40 Teilnehmer. Danke

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Bibi

hallo, Rose63 -

ich meine, ich habe hier noch nichts geschrieben -

bitte sei doch bedacht,  hier nicht Meinungen, Antworten aus anderen Threads zu 'verwurschteln' -

nette Grüsse sendet - Bibi -

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Guest

Oh Bibi, das wollte ich keinesfalls. Habe mir nur deine Antwort verinnerlicht und wollte damit loopy, der ja auch den Wunsch dazu geaußert hat, zeigen dass ich nicht feindlich komme und auch lernfähig bin. 

Deine Anregung finde ich nämlich wirklich gut und finde sie allgemein/ überall gültig und sinnvoll. Nicht böse sein bitte, wenn ich sie „mitgenommen“ habe :tw_blush:

Das du das als verwurschteln empfinden könntest habe ich überhaupt nicht bedacht. Werde da aufmerksamer sein

sonnige Grüße von Rose:tw_smile:

Edited by Guest
Eigenwillige Rechtschreibprüfung

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Bibi

hallo, Rose63 -

ich hatte hier anfangs auch Schwierigkeiten im Forum und war so aufgeregt, dass ich auf alles und jedes geantwortet habe - aber ich bin ein 'alter' Hase und versuche nur, zu helfen.

Jeder Thread sollte eine Antwort bekommen, auch wenn es mal zu Meinungsverschiedenheiten kommt - da muss man eben durch - aber es ist nicht dieser -

kopiert von Rose63 -  Nicht böse sein bitte, wenn ich sie „mitgenommen“ habe :tw_blush:  -

ja, das könnte aber etliche User hier verwirren - wie mich auch -

ich meine, nicht nur ich empfinde das als verwurschteln - aber ich meine, hier ist nun die Luft raus und das ist auch gut so -

schön, dass du das nicht als Kritik aufgefasst hast -

nette Grüsse sendet - Bibi -

 

 

Edited by Bibi

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loppy
Am 7.9.2018 um 07:32 schrieb Rose63:

Urheberrecht: Dein Plan des Ernährungsberaters ist ja deutlich mehr als ein Zitat und bedarf somit der schriftlichen Erlaubnis des Urhebers. Hast du die? Das ist jetzt keine Kritik an dir, vielmehr Interesse als Autorin und auch Interesse am psoriasisnetz, denn die müßten, trotz Disclamer, evtl. haften und Abnmahnungen schlagen schnell mit einigen tausend Euro zu Buche

Da brauchst Du keine Angst haben, da dieser Ernährungsplan in diesem Fall ja von mir gekauft wurde und auf mich abgestimmt war.

 

Am 7.9.2018 um 07:32 schrieb Rose63:

Tagebuch: wie soll das eine z.B. EineHausfrau und Mutter evtl. Berufstätig , chronisch krank, j mit viel zusätzlichem Zeitaufwand für Hautpflege, jeder Chronisch Kranke mit eben diesem Zeitaufwand, Berufstätige usw. schaffen und dann auch noch die Schlafenszeiten einhalten?

Bin so stark berufstätig, dass ich das auch nicht kann. Habe mich ja dann auch knapp 1,5 Stunden mit diesem guten Mann unterhalten und ihm gesagt, dass weder ich noch meine Freundin 100% immer Mandelbrot backen können, genauso ist es mit dem Fleisch aus dem Internet. Ich mein man kann halt auch "gesundes Denken" ins non plus Ultra treiben.

 

Am 7.9.2018 um 07:32 schrieb Rose63:

teuren Smoothies zuzubereiten

Ich gehe da ganz einfach auf frisches Obst. Das kommt in den Mixer und dann gibts frisch gepressten Saft.

 

Am 7.9.2018 um 07:32 schrieb Rose63:

Butter

Ich nehme Kerrygold :).

Am 7.9.2018 um 07:32 schrieb Rose63:

Kokosöl: ist wertvoll, keine Frage. Doch wie sieht die Ökobilanz aus? Erschütternd. Sollte ich das nicht auch bei jeder Benutzung ins Kalkül ziehen? 

Wir machen zu Hause einen Mix zwischen Kokosöl und ganz normalem Sonnenblumenöl neben natürlich Olivenöl.

Am 7.9.2018 um 07:32 schrieb Rose63:

Chemisches Magnesium: es gibt viele Untersuchungen, dass sehr wenige Personen tatsächlich einen Mangel haben. Für manche Muskelerkrankungen wäre Magnesium verschlimmernd. Kann man das undifferenziert empfehlen? 

Ich würde einfach mal ja sagen! Am besten in Form von magnarot oder Phosetamin von Köhler Pharma.

 

Am 7.9.2018 um 07:32 schrieb Rose63:

Zitronensaft: wird in den Rezepten viel empfohlen. Allerdings wird vor Zuviel gewarnt. Die Zitronensäure kann sehr stark auf Magen und Darm wirken.  Bei perforiertem Darm würde mir Zitronensaft ganz verboten. Und hier in Ägypten wird in der Volksmedizin geraten nicht mehr als eine Limetten täglich = 1 Eßlöffel. Da erscheinen mir 3 und ingesamt auf den Tag verteilt noch mehr ungesund. Was könnte man da alternativ verwenden?

Ich esse im Moment einmal die Woche eine pure Zitrone - nehme oft ins Wasser eine Scheibe Zitrone oder drücke sie aus. Das bekommt gut!

 

Am 7.9.2018 um 07:32 schrieb Rose63:

Rohmilch und Rohmilchkäse: für Schwangere wegen Listerien/ Listeriose kann das sogar gefährlich werden. Es werden immmer wieder Rohmilchprodukte aus dem Makt genommen, eben wei sie verseucht sind kann man das dann trotzdem unbedenklich allgemein empfehlen

Nicht mein Fall...

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loppy

Aber das was ich daraus verwerten konnte habe ich binnen eines Jahres erfolgreich geschafft.

Jetzt kommen mal Fakten nicht nur herausgebrüllte Argumente.

Ich mache jetzt für alle "Zweifler" der Andersdenker mal ein Album mit meinen Werten und kommentiere.

Edited by loppy

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loppy
Posted (edited)

Ich berichte Euch mal wie ich mich weiter mit der Ernährung (nicht nur wegen mir im Moment) beschäftigt habe und versuche diesen "Plan" von oben, welcher mir erstellt wurde auch zum Thema Entzündliches Mileu (u.a. Insulinresistenz) in meine Worte abzupacken.

Wenn Ihr das oben vollständig oder teilweise durchgelesen habt und erstmal tief Luft holen habt müssen und Euch gefragt habt: "Wie ist das zu schaffen?!" -> Genauso so ging es mir auch...

Ich konnte das ganze erstmal nicht durchziehen, dafür fehlte mir als Selbstständiger die Zeit. Je nach "zunehmendem Stress für meinen Körper", den ich übrigens als Beruhigung für meinen Geist, in Punkto "Erfolg" oder "Spaß an der Arbeit" abfasse und der Arbeitsbelastung in Form von Geschäftsreisen, Überstunden und all der "Action" so am Tag, merkte ich immer wieder, dass ich doch ernährungstechnisch gesündigt hatte oder mich dabei ertappen musste fast zu sündigen. ?

Ich finde bei mir macht es am meisten was aus, wenn ich mir auch meine jetztigen Insulinwerte ansehe, wenn ich die Regel der Essenszeiten breche und wenn ich anfange nur einmal täglich viel (gesundes oder ungesundes) zu Essen.

Allerdings habe ich es mittlerweile geschafft meine Insulinwerte doch an die Grenze des Normalen zu bringen und stehe im Moment zwischen 15 und 35 (bis 25 ist ok), leider in manchen Monaten war ich auch wieder bei 85. Hiermit halte ich mich an den Plan zumindest 6 von 7 Tagen die Wochen (1 "Cheatday" ist OK)

 

-> Für alle die meine Ausgangslage nicht kennen:

2012 mit hochgradiger Psoriasis pustolosa wurde mir eine Fettleber diagnostiziert, was dazu führte, dass mein Hba1c zum ersten Mal mit Werten zwischen 9,0 und 9,8 bemessen wurde und mir ein Diabetikerpass als T2-Diabetiker ausgestellt wurde.

Im Kampf gegen beide Krankheiten schaffte ich es in den letzten 2 Jahren (ab 2017) den Hba1c nachhaltig auf 5,5 - 6,2 zu senken und seitdem wurden meine Nüchtern-Insulinwerte (nach positivem HOMA Test auf Insulinresistenz) mit über 90 als Start überwacht.

 

Mein Arzt benutzt seitdem jährliche vollständige Auswertungen und stichprobenartige Zwischenbefunde über die Darmflora durch eine Mikrobiomanalyse.

Nach Mikrobiomanalytik (siehe mein Album) bin ich Enterotyp 2, habe keine pathogenen Keime, keine Pilze, keine Unverträglichkeiten mit einer Darmdiversität des Mikrobioms von 5,43 (Grenze zwischen Gelb und Grün) mit einem Dysbiose-Index von 14 (Grenze zwischen Gelb und Orange). [Erstbefund: 09.11.2018]

Das Mikrobiom ist so gesprochen alles was man so im Darm an Bakterien hat, je diverser die Artenvielfalt so gesünder ist die Darmflora, so beschreibt es die Methodik. Grün ist in der Diversität (Vielfalt der beste Zustand), Gelb ist wie bei einer Ampel zwischendrin, Orange und Rot ist schlecht und katastrophal.

Dysbiose-Index betrachtet die Abweichungen innerhalb der Gattungen und Phyla der Bakterienfamilien. Hier ist sehr gut sichtbar, dass ich zu viel gleiche Gattungen habe, mit ihren vor und Nachteilen. Es gibt 3 Enterograde im Menschen, nach wie vor ist nicht schlüssig, ob es einen besten oder schlechtesten gibt, bei mir überwiegen die Firmicuten mit knapp 60,1%. [Normalbereich 30-60,0% für Enterograd 2]

 

Was konnte ich feststellen nach 1,5 Jahren:

1. Die Verbindung zwischen meiner Darmflora und meinem Körpergewicht ist teilweise darauf zurückzuführen, dass verschiedene Bakterien mehr oder weniger energiereiche Nährstoffe aus dem Essen und den Getränken ziehen können und langsam, aber sicher zu Energieungleichgewichten führen.

-> Der extremste Vorfall wo ich das herausgefunden hatte, war ein Freitagabend im Frühling an dem ich komplett platt nach einer harten 12 Stunden pro Tag Arbeitswoche nach Hause kam und keine Ahnung warum plötzlich Hunger hatte wie irre und nach 1l Spezi und 3 Kugeln Vanilleeis (schlimm ich weiß, hatte so den Hunger drauf) plötzlich einschlief und erst am Sonntag nachmittag, nachdem meine Familie nach meiner "ausgefallenen" Arbeit mich am Samstag lokal und telefonisch versucht hatte zu wecken, erst am Sonntag um 14:00 Uhr wieder erwachte.) -> Verrückte Adrenalin / Cortisolhormonthematik...

Wie komme ich darauf, dass Bakterien Schuld waren: "Der 3tägige Durchfall ab Sonntag bis Dienstag, hats mir dann bewiesen... und ich empfand auch, dass jeder Durchfall auch sehr "scharf" war... d.h. es brannte wie Feuer..ich glaube ich habe hierbei auch sehr viele Bakterien die ich mir aufgebaut hatte wieder dezimiert und von den schlechten durch ihren Stoffwechsel die Anzahl vermehrt.. (war so ein Gefühl).

-> Ihr müsst wissen, dass ich davor wirklich Zucker sehr kontrolliert hatte...und nach diesem Erlebnis es auch wieder tue (normalerweise hatte aber Speiseeis noch nie so eine Wirkung bei mir davor).

2. Ich konnte feststellen, dass Darmfloraveränderungen erst vierteljährlich zum Tragen kommen, allerdings können hierdurch teilweise Entzündungswerte im Körper gefördert werden, die einem nicht mal auffallen, was u.a. wieder zur erhöhten Insulinresistenz führt und dadurch dann wieder auf das Gewicht schlägt, langsam aber sicher. Hiermit meine ich zu behaupten, dass in diesem Selbstversuch, diese "Hormonstörung" Insulinresistenz absolut reversibel ist, in beide Richtungen.

3. Ich stellte zwischenzeitlich fest, dass mein Glyphosatwert (Erstbestimmung März 2019) bei ca. 95 Nanogramm / Mykroliter Urin ist, obwohl ich schon fast kein Brot mehr esse. [Normwert: bis 50 ng]

4. Hierdurch kann ich folgendes bestätigen: So kleine Entzündungen wie dieser "scharfe Durchfall" können einen fast 3 Monate wieder zurückschmeissen in der Darmsanierung. Allerdings reicht dann ein verrückter Tag, um den Körper aus den Fugen zu werfen.

5. Ich merke manchmal anhand meines Nachtschweisses im Nacken, ob der Insulinspiegel wieder steigt oder fällt. Absolut kein Schweiss: Super Weg! Alles gut! // Wenig bis viel Schweiss (T-Shirt ist nass am Morgen): Nüchterninsulin ist auf dem Weg über einen Wert von 60.

 

Da ja viele hier im Forum denken mein Arzt sei ein Quaksalber und Medizin ist was anderes, möchte ich mal beschreiben wie er jetzt diese Insulinresistenz sieht und wie er als Komplementärmediziner "Entzündliches Milieu bzw. eine Entzündung" beschreibt:

Entzündungen, d.h. die körperliche Bildung von Eicosanoiden (hormonähnliche Substanzen) bestehen aus körpereigenem Omega-3- und Omega-6 Fettsäuren und dienen im Körper dazu Schaden zu bekämpfen.

Schnell wirkende Kohlenhydrate, zu viel Zucker nach langer Abszinenz oder Transfette (hatte hier auch ein Erlebnis mit einem anderen Beispiel), mangelnder Sport zu viel hektische Arbeit in Kombination bei mir noch mit zu viel Zigaretten können einen nicht nur kurzfristig ausschalten sondern können Insulinresistenz und Entzündungen (Darmseitig) extrem triggern.

Mein Arzt meint sogar sowas öfter und man kann dadurch in chronische Symptome zurückfallen wie Magenkatarrh (Gastritis), Ekzeme (Dermatitis) über Osteoarthritis, Asthma bis hin zur Vaskulitis. [d.h. er spricht von Krankheiten die durch Entzündungen in den Blutgefäßen, dem Herz, dem Gehirn, den Nieren, den Augen und anderen Organen (wie z.B. Migräne eine Form der Vaskulitis gekennzeichnet sind.)] Ich muss also nach wie vor noch aufpassen und darf mich nicht selbst überschätzen.

Seine Annahme: Parallel zum Verbrauch von Fertiggerichten, Transfetten, raffinierten Kohlenhydraten und Zucker und dem Rückgang von natürlichen und unverarbeiteten Lebensmitteln wie Gemüse und Nüssen steigt die Verbreitung von entzündlichen Erkrankungen in den letzten 50 Jahren massiv an. [statistisch gesehen hat er Recht]

Sein Zusammenhang: Nahrung - Darm - Gewicht - Gesundheit - Krankheit beruht dann auf folgenden Aussagen:

Das was man isst... [Ich erwähnte schon mal das Zitat: "Du bist was Du isst..."]

Proteine, essenzielle Fettsäuren, Vitamine und Mineralstoffe, sowie lebende, organische gesunde Bakterien (Probiotika) und Ballaststoffe, die diesen Probiotika Nahrung liefern (Präbiotika), alles das beeinflusst direkt das Ausmaß von Entzündungen in jedem individuellen Körper.

-> Demnach zu sagen, Ernährung spielt für Erkrankungen wie Psoriasis keine Rolle, alles genetisch usw. -> Völliger Schwachsinn! Ernährung ist das Schlüsselelement, um diese Erkrankung und die Insulinresistenz in den Griff zu bekommen..

-> Je mehr entzündungsfördernde Lebensmittel bzw. je weniger entzündungshemmende Lebensmittel desto ebener wird der Weg für chronisch entzündliche Erkrankungen, die dann ja nur chronisch werden durch das erzeugte Ungleichgewicht unserer Darmflora.

 

Was bedeutet Ungleichgewicht der Darmbakterien:

Zu viele "falsche" Bakterien erzeugen chemische Bakteriensubstanzen (Exotoxine) die den Darm aufgenommen werden und die ursprüngliche Entzündung repariert dann nicht sondern wird dann chronisch-systemisch (organübergreifend). Hier gibts dann auch wissenschaftlich nachgewiesene Studien - ich spare mir die Quellen jetzt, um das Ganze nicht aufzublähen (gerne auf Anfrage).

Warum haben viele Autoimmunerkrankungen so viele Begleiterkrankungen?

Eine Art einer chronischen Entzündungen, wie z.B. Asthma bringt in Zukunft weiteres Risiko noch mehr chronische Entzündungsarten zu entwickeln. So ist seine Ansicht.

-> Um aus diesen Typen der Entzündungen herauszukommen erfordert es Disziplin und Geduld mitzubringen und keinesfalls der Annahme zu Folgen, dass nur Medikamente alleine Autoimmunerkrankungen in den Griff bekommen könnten.

 

Edited by loppy
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loppy

Demnach folgernd was Herr Übel mir oben mitgeteilt hat war der Unterschied zwischen Entzündungsfördernden und entzündungshemmenden Lebensmitteln:

Zu den entzündungsfördernden Lebensmitteln, jene die Entzündungen im Körper unterstützen, gehören:

1. Pflanzenöle, verarbeitete Lebensmittel und Margarine:

- Omega-6 reiche Pflanzenöle wie Sonnenblumen-, Soja-, Mais- und Distelöl

- alle verarbeiteten Lebensmittel, die solche Öle enthalten, einschließlich der meisten Arten von Margarine und frittierten Lebensmitteln.

(good bye... oh je das Essen im Restaurant :( )

2. Transfettsäuren:

- Ihr Vorkommen findet sich in Lebensmitteln, die teilweise gehärtete / hydrogenierte pflanzliche Öle oder Fette enthalten.

- Häufig in einigen Arten von "verarbeiteten Lebensmitteln" wie Margarine, Milch, Sahneersatz, trockener Kuchen (!), Kekse (!), Croissants (!) und Gebäck

- Arten des industriell gebackenem Brot, Salatdressings, Suppenpulver und Fertiggerichten.

Anmerkung: Transfette sind weltweit größtenteils verboten, allerdings in Deutschland nicht!

3. Prooxidative Lebensmittel und Substanzen:

- Das sind Lebensmittel, die die Oxidation durch Bereitstellung von überschüssigen freien Radikalen erhöhen, was z.B. das Risiko von vorzeitiger Alterung und chronischen Krankheiten erhöht.

- Beispiele: Transfettsäuren, Alkohol in größeren Mengen, Grillgut.

- Mit prooxidativen Substanzen nannte er: Zigaretten, Abgasexposition bei mir im Betrieb, usw.

3. Antibiotika:

- hier meint er sowohl die häufige "medizinische" Anwendung zum "schnell" wieder Gesund werden.....

Beispiel: Über längere Zeit im Krankenhaus verabreichte Breitbandantibiotika gegen ersthafte Infektionen führen zu einer potentiell lebensbedrohlichen Infektion durch das Bakterium Clostridium difficile.

Diese C. difficile übernehmen Überhand wenn zu viele gesunde Bakterien durch Antibiotika abgetötet werden und entwickeln danach Resistenzen gegen alle Antibiotika. In einem Buch las ich, dass die einzige Therapie, die in unseren Krankenhäusern gegen dieses Szenario verwendet wird, ein Einlauf mit dem Kot gesunder Menschen in die der meist doch betagten frisch vergifteten Patienten mit C. difficile ist, um die Population wieder zu dämmen....

- aber vor allem die langfristige Niedrigdosisexposition durch Getränke und Speisen (v.a. USA Importe):

hier muss man wissen:

Antibiotika als Wachstumsförderer für Nutztiere anzuwenden ist in der EU / im EWR Raum seit 2006 verboten, in anderen Ländern aus denen viel importiert wird jedoch nicht.

In USA werden etwa 70% aller Antibiotika bei Nutztieren angewandt, was acht mal so viel ist wie an alle Menschen weltweit verschrieben wird, mit dem Hauptgrund das Wachstum und das Gesamtgewicht der Tiere zu steigern.

Eine Studie an Menschen zeigte, dass Antibiotika auch beim Menschen die Gewichtszunahme erhöhen - uns also mästen wie jene Nutztiere in den USA.

In Europa sehen wir im mediterranen Raum, dass heutzutage ein Drittel aller Kinder übergewichtig sind.

75% der Antibiotika, die Nutztiere bekommen, werden unverändert durch Ihren Stuhl und Urin wieder ausgeschieden. Dieser Tierkot wird wiederum schamlos als Düngemittel verwendet und gelangt so in den Boden, Oberflächenwasser und Grundwasser.

Im Meerwasser sind Antibiotika durch Ihren Einsatz bei der Fischzucht (u.a. auch Muscheln) verbreitet und finden sich außerdem durch Absorption in pflanzlichen Lebensmitteln wie Mais, grünem Salat, Kartoffeln, Möhren, Frühlingszwiebeln und Kohl.

Selbst geringe Antibiotikamengen sind ein Problem für die Darmflora eines Menschen - langfristig ein Problem für die menschliche Gesundheit und das Gewicht, abgesehen von der Resistenzproblematik. Demnach war ihm das Biofleisch und die Biokost so wichtig. Sie ist mir jetzt auch ans Herz gewachsen, allerdings Bio- und aus USA... da glaub ich nicht dran.

Zu den entzündungshemmenden Lebensmitteln, jene die Entzündungen im Körper reduzieren, gehören:

1. Omega-3 Fettsäuren aus fettem Fisch, Lebentran, Robben- und Krillöl oder aus Leinsamen, Rapsöl und Walnuß.

Leider müssen Omega-3 Fettsäuren aus Leinsamen, Rapsöl und Walnuß allerdings im Körper umgewandelt werden (in den Fisch-Omega-3 Typ), was nicht im ausreichendem Maß passieren kann.

Omega-3 Fettsäuren heilen unbrauchbare Entzündungen ab und verhindern die chronischen Entzündungen.

-> Ich stelle fest: 500g fetter Fisch pro Woche und 1-2 Teelöffel Leinöl und scheinbar auch Leinsamen pro Tag reicht bei mir täglich um genug Omega-3 zu haben.

-> Omega-3 als Nahrungsergänzungsmittel aus Tran oder Fischöl funktioniert auch - Dosis ist abhängig vom "Bauchgefühl"...

-> Wenn der Speiseplan zu viel Omega-6 und zu wenig Omega-3 enthält, entwickeln sich Substanzen wie Arachidonsäure und sofort wird man wieder anfälliger zu neuen Entzündungen.

-> Meine goldene Regel: Ich meide so gut ich kann Pflanzenöle wie Mais-, Soja- und Sonnenblumenöl. Margarine gibts für mich nicht mehr.

-> Eine kleine Hand voll Paranüsse am Tag und wenn MCT Öl nicht da, substituiere ich durch kalt gepresstes Olivenöl extra vergine und Rapsöl.

2. Ich versuche so viel wie möglich antioxidative Lebensmittel wie Blaubeeren, Zimt, Nelken, Kräuter wie Oregano mit in die Nahrung zu integrieren. (auf Geschäftsreisen ist es oft halt nicht findbar - Amerikanische Hotelketten meiden hilft!)

3. Herr Übel sagt die Forschung habe im Moment schon fundierte Daten, dass eine stille (symptomfreie) chronische Entzündung auch durch eine nicht ausbalancierte Darmflora signifikant zu Übergewicht und allem was damit verbunden ist, beitragen kann -> dem bin ich nicht nachgegangen.

 

 

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Blubb76

Hallo Loppy,

genauso siehtˋs aus, Top Beitrag! Danke hierfür.

 

LG Andreas

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Richard-Paul
Am 11.1.2019 um 12:15 schrieb loppy:

Ich nehme Kerrygold :).

Sehr gute Butter.

Die beste Butter ist aus der Milch von Kühen, wenn sie im Frühjahr auf die Weide gehen. - Oder: aus Milch von Kühen, die gekalbt haben. 

Auch ich sage "Danke"  an @loppy. Da passt vieles zu meinem Lebensstil, meinen Essgewohnheiten.

LG  Richard-Paul 

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Richard-Paul

Im Radio kam eben ein Bericht, dass in vielen Wirkstoffen (der Medikamente), die (Wirkstoffe) in einer hohen Prozentzahl aus dem Ausland kämen, Nitrosamine enthalten seien. 

https://de.wikipedia.org/wiki/Nitrosamine

Damit werden die meisten von uns nichts anfangen können, außer @loppy. Bitte "Entstehung" und "Auswirkung auf die Gesundheit" beachten; (Stickoxide [Diesel-Abgase] + Formaldehyd [z,B. im Holz] + Nitrit [Grillgut] beachten].

LG Richard-Paul

 

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Claudia
vor 52 Minuten schrieb Richard-Paul:

Im Radio kam eben ein Bericht, dass in vielen Wirkstoffen (der Medikamente), die (Wirkstoffe) in einer hohen Prozentzahl aus dem Ausland kämen, Nitrosamine enthalten seien. 

Meinst du diesen Bericht aus deinem örtlichen Rundfunk? 

https://www.br.de/nachrichten/bayern/wenn-medikamente-schaden-anstatt-zu-helfen,RUsNTbS

 

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Richard-Paul
Posted (edited)
vor 16 Minuten schrieb Claudia:

Meinst du diesen Bericht aus deinem örtlichen Rundfunk? 

Nein, dieser Beitrag war es nicht!  - Vielleicht hat man deinen Link genommen, um daraus einen eigenen Rundfunkbeitrag zu machen.  

LG Richard-Paul

PS: In einem zweiten, anderen Beitrag wurde dies auf Blutdrucksenkende Medikamente bezogen, wo es zu einem Engpass kommen könnte, weil die "Wirkstoffe" [Anmerkung: nur die Wirkstoffe; nicht die Medikamente selbst] aus Indien, China und XXX kämen. 

Edited by Richard-Paul
PS: ...

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loppy
Posted (edited)

Hi Richard-Paul,

als ich das las, dachte ich an die Folgen für unsere Mitochondrien durch... Gifte und zu viel Nährstoffe:

Inspiriert von Mitondria and the Future of Medicine von Lee Know, MD

Mitochondriale Mutationen: Der Anfang vom Ende

Mutationen der mtDNS (mitochondriale DNS) akkumulieren sich im Laufe der Zeit. Nicht wie bei zufälligen Mutationen ist es möglich zurück zur ursprünglichen Sequenz zu gelangen, ebenfalls ist Rekombination mit einem ursprünglichen DNS-Strang nicht möglich, geht die ursprüngliche Sequenz in einer mtDNS verloren und inkorrekte Signale führen zu Anweisungen für die Synthese von defekten Proteinen, die nicht so funktionieren wie sie sollen. Wenn die Mutationen eine der vielen Proteinuntereinheiten in der mitochondrialen Elektronentransportkette (ETK) beeinflussen, steigt die Rate des Entweichens für freie Radikale und die Situation kann ziemlich schnell außer Kontrolle geraten.

Leider stehen die Chancen dafür sehr gut, dass freie Radikale die Gene, welche für die Proteine der ETK, schädigen können. Dies liegt am primären Standort der mtDNS, welcher sich neben der freien Radikalerzeugung befindet. Mitochondriale DNS hat auch nicht die schützenden Histonproteine, welche sich in unserer nativen DNS finden und ihre Reparaturmechanismen sind vergleichsweise mangelhaft und zuletzt fehlen ihr auch Müll-DNS Bereiche, ihre Gene sind eng miteinander verpackt, so dass eine Mutation überall wahrscheinlich zu einem negativen Effekt führt. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis die Gene geschädigt werden, was die Funktionsweise der ETK und die oxidative Phosphorylierung untergraben würde. Intuitiv scheint es, dass die Rate des Entweiches von freien Radikalen aus der Atmungskette mit der Energiebilanz der Atmungskette korrespondieren würde– aber es tut es nicht. Natürlich werden Energiebedarf und -nutzung, Entkopplung und andere variablen Faktoren, die zur mitochondrialen Fehlfunktion in Form eines Entweichens freier Radikale beitragen, als Faktoren mitbetrachtet, die an die Atmungsrate gekoppelt sind, aber letztlich hängt es von der Verfügbarkeit von Elektronen und Sauerstoff ab, ob es zu Permeabilitätstörungen im Mitochondrium kommt.

Wir wissen, dass die Hauptursache für mitochondriale Schäden sind zu viele freien Radikale, die von den Mitochondrien selbst erzeugt werden. Aktuelle Erkenntnisse deuten darauf hin, dass die Mehrheit durch die mitochondriellen Komplexe I und III generiert wird. (Komplex 1 scheint freie Radikale zu erzeugen, wenn es zu viel Treibstoff im Verhältnis zur Nachfrage gibt, und Komplex 3 scheint sie zu erzeugen, wenn ATP nicht schnell genug verbraucht wird). Bei normaler oxidativer Phosphorylierung werden 0,4 – 4,0 Prozent des gesamten verbrauchten Sauerstoffs in Mitochondrien in superoxidfreie Radikale umgewandelt. Superoxid wird durch Superoxiddismutase in Wasserstoffperoxid (H2O2) umgewandelt. H2O2 wird dann durch Glutathionperoxidase (eines der primären antioxidativen Enzyme des Körpers) oder Peroxiredoxin III in Wasser (H2O) umgewandelt.

Wenn diese Enzyme jedoch nicht schnell genug superoxidfreie Radikale in Wasser (H2O) umwandeln können (oder wenn die Superoxiderzeugung aus dem einen oder anderen Grund stark zunimmt), treten oxidative Schäden auf und akkumulieren sich in den Mitochondrien.

In Laborstudien hat sich gezeigt, dass Superoxid den Eisen-Schwefel-Cluster beschädigt, der sich in der TCA-Einheit namens Aconitase befindet. Dadurch wird Eisen freigesetzt, das mit H2O2 reagiert, um Hydroxylradikale zu produzieren. Weiterhin wird Stickstoffmonoxid (NO) innerhalb der Mitochondrien durch mitochondriale NO-Synthase produziert und diffundiert zusätzlich frei aus dem Zytosol in die Mitochondrien. NO reagiert mit Sauerstoff, um ein weiteres freien Radikal zu produzieren, welches man als Peroxynitrit nennt. Zusammen können diese beiden Radikalem sowie andere, sehr großen Schaden an Mitochondrien und anderen zellulären Komponenten verursachen. All dies hängt jedoch von der Verfügbarkeit von Energie (in Form von ATP) und Sauerstoff ab.

Betrachtet man beispielsweise eine Person in einem Entwicklungsland während einer Zeit der Hungersnot. Die Person hat einen Mangel an Energie und es könnte viel Sauerstoff zur Verfügung stehen, allerdings bemerkt man ein sehr geringes Entweichen freier Radikale aus den zellulären Mitochondrien, einfach wegen des Mangels an Elektronen.

Dann denkt man an einen gut ernährten Elitesportler im Training. Die Muskelzellen dieser Person haben viel Energie, aber auch einen hohen Energiebedarf. Elektronen fließen sanft die ETK hinunter zum Sauerstoff und relativ wenige freie Radikale setzen sich frei, weil ATP ständig und dauernd verbraucht wird.

Aber was ist mit einer gut ernährten sitzenden Person? In diesem Fall haben die Mitochondrien viel Energie, aber die Zellen verwenden nicht das ATP was erzeugt wurde. Das ATP-Niveau bleibt mit einem geringen Umsatz hoch. Mit dieser geringen Nachfrage nach ATP werden die Elektronentransportketten mit übermäßigen Elektronen beladen. Es gibt immer noch viel Sauerstoff, sowie eine Fülle von hochreaktiven Elektronen und hieraus erfolgt das massive Entweichen von freien Radikalen. Diesen "Ausbruch von freien Radikalen" hat das eingebaute antioxidative Abwehrsystem früher oder später übertroffen und die Lipide in den mitochondrialen Membranen oxidieren. Diese Oxidation setzt Cytochrom c (das normalerweise Elektronen von Komplex 3 auf Komplex 4 überträgt) von der inneren mitochondrialen Membran in den Intermembranraum frei. An diesem Punkt wird der Elektronenfluss nach unten der ETKen vollständig gestoppt. In den vorgelagerten Abschnitte der ETK entstehen Depots voller Elektronen, diese Elektronen entweichen und bilden mehr freie Radikale. Sobald dieser Stress eine Schwelle überschreitet, öffnen sich die Poren in der äußeren mitochondrialen Membran und diese Störung der intrazellulären Permeabilität (Mitochondrium zum Cytosol) initiiert die ersten Schritte des zellulären Selbstmords.

Tot oder lebendig: Mitochondriale Kontrolle über Leben und Tod.

Etwas Philosophie...

Dieses Konzept ist einzigartig, weil alles Leben den inneren Wunsch hat, sich um jeden Preis zu erhalten. Warum und wie sind die Zellen in einem mehrzelligen Organismus also an den Punkt gekommen, an dem sie gehorsam den Anweisungen folgen, die in den meisten Fällen zu einem Selbstmord führen zum Wohle des gesamten Organismus?

Der Prozess entwickelte sich wahrscheinlich über Hunderte von Millionen von Jahren und die Durchsetzung eines solchen altruistischen Verhaltens und wurde funktional den Mitochondrien mitgegeben. Ohne diesen Prozess würden sich in mehrzelligen Organismen massenhaft Tumore entwickeln und wahrscheinlich wäre auch der Krebs schon sehr früh im Leben. Um in einer Gemeinschaft zu leben und alle damit kommenden Vorteile zu erhalten, mussten sich die Menschen verpflichten, in einer Weise zu leben, die dem größeren Wohl nützt wobei einige eigennützige Interessen zurückstecken mussten. Leider sind Krebserkrankungen häufig, weil egoistische Zellen gelegentlich der Überwachung entgehen und ihr Todesurteil umgehen. Diese Krebszellen replizieren fieberhaft, ohne Rücksicht auf die Folgen ihres Handelns auf die Gemeinschaft. In einer offensichtlichen Wendung des Schicksals jedoch führen diese delinquenten Zellen schließlich zum Tod ihrer eigenen Gemeinschaft und vernichten sich ungeplanter Weise am Ende selbst.

Um dies zu verhindern, haben sich die Mitochondrien entwickelt, um eine zentrale Rolle beim zivilisierten Tod einer Zelle zu spielen. Sie tun dies, indem sie verschiedene Signale aus verschiedenen Quellen assimilieren. Wenn das Gesamtbild, das von den verschiedenen Signalen gezeichnet wird, darauf hinweist, dass die Zelle nicht mehr richtig für das Allgemeinwohl funktioniert, dann leitet sich das mitochondriale Selbstmordprogramm jeder humanen Zelle ein. Es beginnt mit der Aktivierung bestimmter Membranrezeptoren und Signalwege, die neben Mitochondrien auch eine andere Organelle namens endoplasmatisches Retikulum (ER) aktivieren. Ein zentrales Ereignis in vielen Formen der Apoptose ist die Aktivierung des mitochondrialen Apoptosekanals (mAC) durch bestimmte Reize.

Durch das Öffnen des mAC wird die mitochondriale Außenmembran stark durchlässig und verliert dadurch ihre elektrische Ladung und ihren Protonengradienten. Dies führt zu einem plötzlichen unkontrollierbaren Ausbruch freier Radikale, die verschiedene Lipide der inneren Membran oxidieren. Zum Beispiel, wenn Cardiolipin oxidiert wird, kann es an den mitochondriellen Komplex 4 binden, der wiederum aus seiner Position auf der inneren Membran freigesetzt wird und die ETK herunterreguliert. Der freie Radikalausbruch setzt auch Cytochrom-c (und andere Moleküle) frei, das sich mit anderen Komponenten im Zytoplasma zu dem "Apoptosom" verbindet, das dann die Synthese der Enzyme des programmierten Zelltodes, die Kaspasen in den Gang bringt.

Denkt daran, Cytochrom c ist verantwortlich für den Elektronentransport vom mitochondriellen Komplex 3 zum Komplex 4. Unter normalen Umständen ist es an der Außenseite der inneren mitochondrialen Membran befestigt. Sobald es jedoch frei in der Zelle ist, bindet es an mehrere andere Moleküle, um einen Komplex zu bilden, der die Kaspasen aktiviert.

Die Freisetzung von Cytochrom c aus seiner Position auf der inneren Membran wird als kritischer Schritt in der Apoptose angesehen. Im Wesentlichen entwickelt sich somit gleich nach Einleiten der Apoptose auf zellulärer Ebene ein "Point of no return". Interessant ist jedoch, dass die einfache Injektion von Cytochrom c in eine gesunde Zelle auch dazu führt, dass sie stirbt; dies ist ein perfektes Beispiel für das weise Sprichwort: "Ein bisschen Wissen ist eine gefährliche Sache."

Es gibt zwei Komponenten der ETK, die selbst keine Komplexe sind:

Coenzym Q10 (CoQ10) und Cytochrom c.

CoQ10 ist ein erstaunliches therapeutisches naturwissenschaftliches Enzym und seine Nahrungsergänzung (z.B. durch Fulvinsäure) hatte sich als vorteilhaft bei vielen gesundheitliche Beeinträchtigungen erwiesen. Wenn wir jedoch dasselbe für Cytochrom c annehmen würden (denkend, dass es helfen würde in der Elektronetransportkette diese Elektronen zum mitchondriellen Komplex IV zu shutteln), würden wir uns selbst töten.

Körpereigene Enzyme verhalten sich in unterschiedlichen Kompartimenten extrem anders!

Allerdings Sobald die Caspase-Enzyme aktiviert sind, brechen sie die Zelle in geordneter Weise d.h. programmiert auf. Wenn die Zelle schrumpft und dann fragmentiert, bleiben ihre Organellen relativ intakt und in Membranen eingeschlossen. Benachbarte Zellen oder Makrophagen verdauen die Fragmente sicher und recyceln die Komponenten zur Wiederverwendung. Bei richtiger Ausführung ist Apoptose ein gut orchestrierter Prozess der zellulären Selbstzerstörung.

Still, im menschlichen Körper, etwa 10 Milliarden Zellen gehen durch diesen Prozess jeden Tag verloren. Das Zwischenspiel der Reize zur Regulierung der Apoptose kann man jedoch als sehr komplex betrachten....

[Muss zur Arbeit..]

Edited by loppy
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Richard-Paul
vor einer Stunde schrieb loppy:

… letztlich hängt es von der Verfügbarkeit von Elektronen und Sauerstoff ab ...

Dies ist für mich als Laie der entscheidende Satz.

Wer dann noch "Mitochondrien" und "Zellmembranen" versteht, der ist einen Schritt weiter, warun "etwas" [auch Ernährung] wirken kann oder auch nicht oder anders wirken kann (als gedacht). Wer den Bericht von @loppy langsam liest und sich ggf. "nicht bekannte" Ausdrücke vom "Web" [markieren + (im "mit rechts angeklicktem" Fenster) "Web nach … durchsuchen" anklicken]  erklären lässt, müsste mit dem Wissen aus diesem Forum viel verstehen. 

LG  Richard-Paul

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Claudia

Vielleicht macht Ihr ja eines Tages doch noch den Blog "Biochemie für Dummies" auf ;) 

Was du ansprichst, @Richard-Paul, ist doch diese Geschichte um Valsartan, oder?

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Richard-Paul
vor 13 Minuten schrieb Claudia:

Was du ansprichst ...

Würde evtl. passen; - die "Geschichte um Valsartan" habe ich zum 1. Mal gesehen.

In 2 verschiedenen Kurz-Interviews haben 2 verschiedene Frauen etwas zu den von mir beschriebenen Anmerkungen gesagt. 

LG  Richard-Paul

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sia
vor 6 Stunden schrieb loppy:

Mitochondriale Mutationen: Der Anfang vom Ende

... ... ... ... ...

ist das aus dem Buch zitiert/übersetzt von Google?

vor 6 Stunden schrieb loppy:

...Um dies zu verhindern, haben sich die Mitochondrien entwickelt

Lee Know widerspricht also der Endosymbiontentheorie? Warum kann man ihn bei PubMed nicht finden? 

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loppy

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Im Endeffekt @sia nein er widerspricht der Endosymbiontentheorie nicht. Ich finde nur das Wort "Endosymbiont" in irgendeiner Weise zu geringschätzend mit welchen Organismen wir eigentlich zusammen leben - wie sie ticken und wie sie auf unsere Nahrung, unsere Atmung und unser Umfeld reagieren.

Das Buch ist relativ jung und wurde vom kanadischen Verlag Chelsea Green Publishing innerhalb der Kategorien "Worth it" Bücher im Februar 2018 aufgelegt. Die Referenzen seines nun zweiten Buches - sein erstes hatte ich mir 2014 auch schon gekauft sind mittlerweile fast 50 Doppelseiten lang und beziehen sich auf mtDNS Forschung und Signaltransduktionskaskaden der letzten 30 Jahre. Coauthorin und auch seine schärfste Kritikerin scheint die Wissenschaftlerin Stephanie Seneff aus dem MIT zu sein (Fachgebiet: Computer Science and Artificial Intelligence), welche allerdings durch ihre scharfe Kritik an Glyphosat in den USA und ihren Versuchen den Amerikanern zu erklären, dass sie an einem Cholesteroldefizit eher erkranken, als an einem Übermass von Cholesterin und Cholesterol zu sterben, in biologischen Wissenschaftskreisen der USA eher als "gefährlich" und zu "deduktiv", fast schon anmaßend in Erscheinung getreten ist.

Allerdings muss ich Dir eines sagen @sia - "Die Oma hat verdammt recht... und dumm ist die weiss Gott nicht..."

Siehe ihre Biographie:

https://en.wikipedia.org/wiki/Stephanie_Seneff

Lee Know wird Dir wahrscheinlich auch vom Werdegang nicht so entsprechen, er ist Gründer von Allnutrion Nahrungsergänzungsmitteln, machte seine Karriere in Kanada als naturheilkundlicher Arzt in einer Privatklinik die sich 3D Zentrum für Integrative Medizin nennt, er schreibt viele Inhalte für den Ernährungsshop https://www.mercola.com/

-> Ein echt interessenater kluger Kopf.

https://www.linkedin.com/in/leeknow/

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sia

Das heißt, du hast Teile des Buches durch einen Übersetzer gejagt und hier eingestellt? Inklusive der Grafiken?

Am 15.7.2019 um 09:49 schrieb loppy:

....

Mutationen der mtDNS (mitochondriale DNS) akkumulieren sich im Laufe der Zeit. Nicht wie bei zufälligen Mutationen ist es möglich zurück zur ursprünglichen Sequenz zu gelangen, ebenfalls ist Rekombination mit einem ursprünglichen DNS-Strang nicht möglich, geht die ursprüngliche Sequenz in einer mtDNS verloren und inkorrekte Signale führen zu Anweisungen für die Synthese von defekten Proteinen, die nicht so funktionieren wie sie sollen. ... Entweichens ...

Still, im menschlichen Körper, ..

Typische Hinweise auf automatische Übersetzer wie z.B. der von Google. Sätze und Worte die ein Muttersprachler nie so formulieren würde oder die nicht übersetzt werden, weil sie im deutschen existieren aber eine andere Bedeutung haben wie z.B. "Still" - Nein, eben keine Ruhe, sondern gemeint ist ja wohl "dennoch"

Wenn du das mit all deinen Textlappen die du hier so einstellst genauso ist - was ich vermute, dann übertrittst du hier massiv das Copyright - denn eine Übersetzung hebt das nicht auf. Und als Wissenschaftler solltest du wissen wie man zitiert. Was bringen würde es, wenn du Texte in einigen, eigenen Worten kurz zusammenfasst, evt. einige Begriffe erklärst und dann ein Link gibst wo sich Interessierte weiter informieren können. Einen Text wird inzwischen ja jeder selbst in einen Übersetzer eingeben können.

Es kann ja ohne weiteres sein, dass Herr Lee Know ND (naturopathic doctor - also ein Naturheilkundler) ganz tolle Entdeckungen gemacht hat. Aber warum stellt er sich dann nicht der Kritik von Leuten die was davon verstehen? Er schreibt Bücher mit Behauptungen die kaum jemand nachprüfen kann, da es in der Regel Laien sind die das lesen und die sich unter einem Mitochondrium kaum was vorstellen können. Das ist nicht schlimm, man kann nicht alles wissen, aber wenn jemand seine Ideen nur ausschließlich Leuten präsentiert die sich im Metier nicht auskennen, ist das doch schon ziemlich schlapp. Wer, aus welchen Beweggründen etwas schreibt ist schon interessant, z.B. seine Verbindungen zwischen ihm und der Nahrungsergänzungsmittel-Industrie, die du ja selber angesprochen hast  - ein Schelm, der böses dabei denkt.

Und was Seneff anbetrifft. Sie mag auf ihrem Gebiet - gesprochene Sprache und Mensch-Computer-Interaktion die absolute Koryphäe sein, kann ich nicht beurteilen, aber was hat sie mit Biologie am Hut? Welche Qualifikationen bringt sie damit? Welche Expertise? Da gibts ein gutes Sprichwort - "Schuster bleib bei deinen Leisten". Jemand kann auf seinem Gebiet hervorragend sein und dennoch zu anderen Gebieten Bloedsinn reden - passiert oft Wissenschaftlern in höherem Alter. Leider können sogar Nobelpreisträger Dummfug verzapfen. Hybris - Vermessenheit und Selbstüberhebung

vor 13 Stunden schrieb loppy:

Allerdings muss ich Dir eines sagen @sia - "Die Oma hat verdammt recht... und dumm ist die weiss Gott nicht..."

Was hat Gott damit zu tun? Definiere "dumm".  .... :lol: ... Dunning-Kruger

 

 

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loppy
vor 6 Stunden schrieb sia:

Typische Hinweise auf automatische Übersetzer wie z.B. der von Google. Sätze und Worte die ein Muttersprachler nie so formulieren würde oder die nicht übersetzt werden, weil sie im deutschen existieren aber eine andere Bedeutung haben wie z.B. "Still" - Nein, eben keine Ruhe, sondern gemeint ist ja wohl "dennoch"

Nichts ist schneller als Siri und die Passagen sind ja auch zitiert. Was regst Du Dich denn auf? Dieser wirklich gute Naturheilkundler ist in meiner Vorstellung zwischen "Gut" und "Böse" weder böse noch ein Schelm in der Grauzone, sondern einer der was bewegt.

Auf weiters bringt es nichts sich mit Dir auseinander zu setzen, was wirklich Schade ist.

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sia
Posted (edited)
vor 48 Minuten schrieb loppy:

Was regst Du Dich denn auf?

Weil du deine Zitate nicht deutlich kenntlich machst, und den Eindruck erweckst, es wäre auf deinem Mist gewachsen, weil so lange Zitate für das Forum zu Abmahnungen führen und wirklich richtig, richtig teuer werden können, weil deine Zitate niemand hier nachprüfen kann. So viel Zeit kann man gar nicht aufbringen. Wie kann man also sagen ob du nicht womöglich Rosinenpickerei betreibst und nur die Artikel postest die dir in den Kram passen?

Ein (Natur)Wissenschaftler weiß, dass eine gute Übersichtsarbeit mehr als eine Woche "Zeit opfern" ist. Da sitzt ein Team Monate dran. So kenne zumindest ich wissenschaftliches arbeiten. Nicht dass hier der Ort dafür ist, aber dann frage ich mich was deine Textlappen sollen. Wenn du was erklären willst - toll. Aber dann mach's so, dass auch Leute ohne Bio-Studium und Fremdwörter Duden neben dran es verstehen können .

Zitate dienen dazu eine Meinung, eine These, eine Info zu untermauern und zwar nicht mehr als unbedingt nötig. Deine Texte sind aber nicht kurze Ergänzungen sondern seitenlange Auszüge und dazu noch schlampig kenntlich gemacht.

Da tut es überhaupt nichts zur Sache ob du jemanden "einen wirklich guten Naturkundler" findest oder ich ihn einen Scharlatan nenne.

Und ganz nebenbei: "Gut" und "Böse" sind keine von mir verwendeten Begriffe, "hohl in der Birne" oder andere Beschimpfungen auch nicht. Und ich find' nichts schade.

Edited by sia
fipptehler
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sia

Ach ja, ich vergaß als Info für Leute die an der MitoMedizin interessiert sind. Nachdem die Alternativen die Quanten durchs Dorf getrieben haben kommen jetzt die Mitochondrien dran. Hilfe, hilfe - die Wurzel allen Übels!!!!!

Oder halt vielleicht doch nicht, vielleicht weiß man da einfach noch zu wenig um das so zu sagen?

Ein Spiegel-Artikel von 2017 "Neue Power für die Körperzellen - geht das?"

" ...Zunächst der Labortest, um die "mitochondriale Dysfunktion" zu diagnostizieren, und danach die Therapie, meist teure Nahrungsergänzungsmittel, die den schlappen Mitochondrien wieder Leben einhauchen sollen. ...

...Durch die Quacksalberei, fürchtet der Experte Hans Zischka, könnte das ganze Forschungsgebiet in Verruf geraten....Zwar sei nicht alles, was die Alternativmedizin behaupte, Unsinn. Nur verhalte sich die Sache eben viel, viel komplizierter - ..."

 

  • Confused 1

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