Jump to content

Recommended Posts

Jana2808

Hallo,

 

ich bin Jana und neu hier. Ich habe einen kleinen Sohn von nicht ganz fünf Monaten, den ich voll stille. Leider gefährdet meine Psoriasis das Stillen:

 

Ich habe Schuppenflechte auf dem Kopf, die in der Schwangerschaft immer schlimmer wurde, ich habe nichts genommen in der Zeit. Dazu kam ein Zehennagel, mit dem ich mich immer noch plage. 

In der Stillzeit hat sich ein Zeh komplett entzündet, alle Gelenke waren dick geschwollen. Meine Rheumatologin hat mir eine Kortisonspritze gegeben (laut embryotox auch alles vertretbar) und rät zum Abstillen, damit ich eine Basistherapie unter MTX starten kann. Die Spritze hat zumindest für ein Gelenk am Zeh geholfen, jetzt, ca. 2,5 Wochen danach, kann ich aber immer noch kaum laufen. Mir geht’s schon schlecht... ich möchte aber vor allem nicht irgendwelche Langzeitschäden riskieren!

 

Eine Alternative wäre eine Therapie mit Cimzia, einem Biologikum, unter der ich weiterstillen könnte. Meine Ärztin hatte mir beides vorgeschlagen, ist aber eigentlich für MTX, weil auch nicht klar ist, ob meine (private) Krankenversicherung das übernimmt.

Hat jemand von euch nach dem Abstillen eine medikamentöse Therapie begonnen? Wie schnell kann ich mit Besserung rechnen? Ist es das wert? Ich habe hier schon von Müttern gelesen, die nach dem Abstillen einen schlimmen Schub erlitten haben... Was hat hier geholfen?

 

Mir ist das Stillen SEHR wichtig, ich möchte meinem Kind möglichst lang das beste bieten. Der Vater hat viele Allergien und auch in der Hinsicht möchte ich mein Kind schützen und stärken. Ich habe immer mit mindestens 12 Monaten gerechnet. 

 

Ich warte im Moment auf meinen nächsten Arzttermin bei der Rheumatologin am 31.01. und würde gern für cimzia plädieren. Habt ihr Tipps, was mir helfen kann, insbesondere mit den Gelenken? Was meint ihr zum Abstillen/zur MTX-oder-Cimzia-Frage?

 

Ich hoffe auf eure Hilfe oder Erfahrungsaustausch.

Jana 

Share this post


Link to post
Share on other sites

Supermom

Hallo liebe Jana,

schön, dass du hier bist. Herzlich willkommen!

Was für einen schöne Einstellung du zum Stillen hast. Freut mich sehr. Ich habe meine Kinder auch alle mindestens ein Jahr gestillt. Leider haben sie dennoch Allergien bekommen. In der Stillzeit habe ich auf alle Medikamente verzichtet, was meiner PSA nicht gut tat.

Ich würde mir auf keinen Fall während der Stillzeit MTX aufschwatzen lassen. Mit Cimzia habe ich keine Erfahrungen. Aber wenn es möglich ist, da weiter zu stillen... nur zu. Es ist eine so schöne innige einmalige Zeit, das hat man nicht so oft im Leben. (Es sei denn frau bekommt etwas mehr Kinder.. ich habe vier):)

Gern möchte ich dir Mut machen so lange du nur kannst und magst zu stillen.

Ein herzlicher Gruß

Supermom

Share this post


Link to post
Share on other sites
Jana2808

Liebe Supermom, 

 

hab lieben Dank für deine Antwort und deinen Zuspruch. Die Ärztin scheint sehr fürs Abstillen zu sein, um dann mit MTX zu beginnen. Ich kann das so schnell gar nicht über Herz bringen. 

Schade, dass deine Kinder trotzdem Allergien haben!

Nun hab ich hier im Forum gelesen, dass nicht jede Therapie, sei es mit MTX oder Biologika, gar nicht unbedingt anschlagen muss, dass ich einige Nebenwirkungen erleiden könnte,... Das macht meine Entscheidung nicht leichter. Die Ärztin tat so, als wenn mtx auf jeden Fall helfen würde. Wäre das dann aber nicht der Fall, wenn ich extra abgestillt habe, würde ich mich total ärgern!

Ich frage mich außerdem, wie sehr meine Gelenke leiden, wenn ich jetzt ohne Therapie abwarte. Ich habe zudem auch Schmerzen an der Achillessehne, an der Fußunterseite und im Oberschenkel (von der Hüfte?). 

Liebe Grüße

Jana

Share this post


Link to post
Share on other sites
Margitta

Hallo Jana,

ich kann dich gut verstehen, habe auch einen Enkel der noch immer ab und an gestillt wird. (1 Jahr)

Der Vater unseres Enkels ist auch chronisch krank

Meine Schwiegertochter hat nicht mal Soße gegessen die mit Rotwein angereichert war.

Du musst für dich entscheiden: Wie groß ist dein Leidensdruck? Wenn es dir gut geht / geht  es deinem Kind gut mit oder ohne stillen.

Solltest du nicht weiter stillen können dann achte auf eine gute und gesunde Ernährung deines Kindes.

Auf jeden Fall würde ich nie Medikamente einnehmen solange ich stille, das ist meine persönliche Meinung.

Ich wünsche dir die richtige Entscheidung ohne  ein schlechtes Gewissen zu haben.

Grüße aus der Rhön

Margitta

Share this post


Link to post
Share on other sites
Anne40

Liebe Jana,

oh das kenne ich nur zu gut, "hören Sie auf zu stillen" sonst kann ich Sie nicht behandeln.

Kann man denn bei der Krankenkasse vorher schon mal klären ob die das Biologicum übernehmen würden? Vielleicht würde dir das die Entscheidung erleichtern? Oder könntest du dann auch nicht mit gutem Gewissen weiter stillen?

Ich kann gut nachvollziehen wie schwer das alles für dich gerade ist und wie viele Sorgen du hast. Ich würde dir nur raten mit in deine Überlegen zu nehmen, dass dein Kind dich nicht nur als Säugling sondern auch darüber hinaus braucht, wenn es später mit dir toben und rennen will. Und 5 Monte sind ja auch schon eine gute Zeit! Da kannst du stolz drauf sein! Ich habe über 2 Jahre gestillt und meine PSOA (und anderes) einfach ignoriert. Im Nachhinein denke ich oft, dass ich vielleicht besser mehr auf mich hätte acht geben sollen. Und es gibt ja glaube ich auch so etwas wie Stillrheuma, oder ist das ein Irrglaube? Bei mir wurde definitiv das Rheuma in der Stillzeit super schlimm. Stellt sich also die Frage ob es nach dem Stillen vielleicht besser werden könnte? Ich habe in der Stillzeit auch Vitamine genommen bei denen ich mich frage ob die für die PSOA vielleicht auch nicht gut/also förderlich waren.

Leider musst du diese Entscheidung ganz für dich allein fällen, ich wünsche dir viel Kraft - egal für welchen Weg du dich entscheidest! Alles Gute euch!

 

Share this post


Link to post
Share on other sites
Lucccy

Hallo,

 

hat Deine Ärztin schonmal mit Embryotox telefoniert? Es gibt ja verschiedene Biologicals, unter denen man stillen kann - und in Deinem Fall gibt es ja Gründe gegen MTX und für ein alternatives Medikament. Dein Baby ist ja kein Neugeborenes mehr, sondern schon 5 Monate, damit hat man ja auch andere Möglichkeiten.

Hattest Du eine Nachsorgehebamme? Würde die evtl für Dich bei Embryotox anrufen, die gesetzliche Krankenkasse übernähme Hebammenhilfe auch zu dieser Zeit noch (Stichwort: Ernährungsberatung).

Die Empfehlung der WHO und der nationalen Stillkommission lautet meines Wissens auf 24 Monate Teilstillen und darüber hinaus. So als Information für Deine Ärztin...

Viele Grüße 

Share this post


Link to post
Share on other sites
Jana2808

Liebe Lucccy, liebe Anne,

 

habt lieben Dank für eure Tipps, lieben Wünsche und euer Verständnis für meinen Wunsch, weiterzustillen. 

Meine Ärztin hat zwar nicht bei Embrytox angerufen, hatte aber die Seite offen und schien sich auch gleich sicher zu sein, dass Cimzia keine Probleme mit dem Stillen macht. Sie hatte das Medikament ja vorgeschlagen, hat aber erwähnt, dass es teuer ist und dass man gut argumentieren müsste für die Krankenkasse. Da werden wir selbstverständlich im Voraus eine Anfrage stellen, auch bei der Beihilfe. Die Empfehlungen der WHO kenne ich und werde auch noch mal ansprechen. 

Für Anne: Stillrheuma ist es nicht, es ist deutlich PsA (Daktylitis...).

Lieben Dank noch mal. Nächste Woche ist schon/endlich der Termin. Ich melde mich danach.

 

Liebe Grüße 

Jana

Share this post


Link to post
Share on other sites
Poenia

Liebe Jana,

leider ist das Hormon Prolaktin, was während der Stillzeit hoch ist, dafür mitverantwortlich, dass Autoimmunprozesse angeheizt werden.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5816039/

Gegenspieler ist zum Beispiel Progesteron. Man kann das "natürliche" Progesteron in Gel oder Salbenform verschrieben bekommen und auf die Haut auftragen. Ich und meine Tochter machen das, um die Hormonlage auszupegeln und merken, dass uns das gut tut. Ob das allerdings während der Stillzeit empfohlen ist, weiß ich nicht. Vielleicht findest du dazu Informationen.

Ansonsten musst du wahrscheinlich abwägen, was für dich und euch wichtiger und machbar ist.

Ich selbst habe vor zwanzig Jahren nach der Geburt meiner Tochter auch einen Autoimmunschub bekommen, habe das damals überhaupt nicht verstanden. Inzwischen weiß ich, dass auch die Versorgungslage mit Mikronährstoffen optimiert werden kann und dann auch helfen kann, das ganze System zu beruhigen. Ich weiß nicht, ob du an solchen Zugängen Interesse hast und es dir die Mühen wert ist. Ich habe hier im Forum ein paar Beiträge und berichte dir gerne mehr, wenn es dich interessiert. Uns (mir und meinen Kindern, die beide auch leider AI bekommen haben) geht es unter diesen laborgestützen biochemischen (oder wie auch immer genannten) komplementärmedizinischen Zugängen hervorragend und darum berichte ich gerne davon.

Alles Gute dir und deinem Kind!

Share this post


Link to post
Share on other sites
Jana2808

Hallo Poenia,

 

davon, dass die AI schlimmer werden mit dem Stillen, habe ich leider schon gehört... 

Gern kannst du mir hier oder per Nachricht mehr zu den Mikronährstoffen schreiben! Ich werde nachher auch mal deine anderen Posts suchen und lesen. 

Im Moment ernähre ich mich so gesund wie möglich und warte bis Donnerstag ab... 

 

Liebe Grüße 

Jana

 

Share this post


Link to post
Share on other sites
Poenia

Ich schick dir eine PN

Share this post


Link to post
Share on other sites
Jana2808

Hallo, 

 

ich wollte mich ja nach meinem Arztbesuch melden. Da meine PsA so stark ausgeprägt ist, würde laut meiner Ärztin MTX jetzt doch nicht mehr ausreichen und ein Biologikum ist notwendig. Außerdem ist es ja auch mit dem Stillen auch vereinbar. Wir wollen mit der Therapie in zwei Wochen starten, die Anfrage bei der Versicherung läuft. Drückt mir die Daumen, dass alles gutgeht. 

Share this post


Link to post
Share on other sites

Join the conversation

You can post now and register later. If you have an account, sign in now to post with your account.
Note: Your post will require moderator approval before it will be visible.

Guest
Reply to this topic...

×   Pasted as rich text.   Paste as plain text instead

  Only 75 emoji are allowed.

×   Your link has been automatically embedded.   Display as a link instead

×   Your previous content has been restored.   Clear editor

×   You cannot paste images directly. Upload or insert images from URL.


  • Similar Content

    • think.positive
      By think.positive
      Hallo meine Lieben!
      Ich leide seit über 10 Jahren an Psoriasis vulgaris und habe vor 4 Wochen das erste Mal eine systemische Therapie begonnen.
      Ich nehme 2x wöchentlich jeweils 5mg MTX und 1x wöchentlich Folsäure (also Montag 1 Tablette, Dienstag 1 Tablette und Mittwoch Folsäure). Jetzt habe ich überall gelesen, dass ich die ersten 48h nach Einnahme gänzlich auf Alkohol verzichten sollte, was ich natürlich mache. Meine Werte wurden bis jetzt auch schon 2x kontrolliert und es war alles in Ordnung. Nun stände heute eine Geburtstagsfeier einer Freundin an und ich bin mir einfach nicht sicher, ob ich es riskieren könnte, einmal die Abstinenz zu brechen, obwohl erst 24h vergangen wären seit der letzten Einnahme.  Die Ärztin hat mir keine  genaue Auskunft zum Thema Alkohol gegeben, eher geschmunzelt. 
      Und noch eine Frage hätte ich: mich machen diese Tabletten manchmal extrem müde. Hat jemand dieselben Erfahrungen und wenn ja, vergeht das irgendwann?
      Vielen lieben Dank im Voraus!
    • Yellowbird
      By Yellowbird
      Hallo Zusammen,
      ich wollte mich auch mal zu Wort melden und euch von meiner Leidensgeschichte berichten und bin gespannt ob ihr auch ähnliche Erfahrungen gemacht habt...
      Im März 2016 habe ich von null auf Hundert angefangen extrem viel Sport zu machen (4-5x/Woche 10 km Joggen und 2x/Woche Personaltraining). Es hat mir viel Spaß gemacht und ich hatte auch große Erfolge. Nach etwa einem Monat fing es dann an, dass mir das Gelenk des rechten kleinen Zehs beim losjoggen weh tat. Nach ca 2 Km hörte es dann auf weh zutun und ich konnte meine 10 Km schmerzfrei beenden. Dann, am 1.7.2016, war ich auf einer Geburtstagsfeier eingeladen... Wir haben sehr viel getanzt ;-).... Außerdem hat mich im Laufe des Abends ein Insekt in den rechten Knöchel gestochen was echt richtig schmerzhaft war (darum kann ich mich auch so gut daran erinnern). Als ich dann am nächsten Morgen aufgewacht bin ging gar nichts mehr! Mein kompletter rechter Fuß und das Sprunggelenk waren extrem angeschwollen und ich konnte den Fuß überhaupt nicht mehr belasten. Daraufhin bin ich zu meinem Orthopäden gegangen der mich Röntge weil er einen Bruch vermutute. Das wurde dann ausgeschlossen und er verpasset mir einen Zinkleimverband und ein Antibiotika wegen des Stichs. Als das alles nicht half und er bei meinem nächsten Besuch eher ratlos wirkte, entschied ich eine weitere Meinung einzuholen. Dieser vermutete dann einen Stressbruch bedingt durch meinen Knick-Senk-Spreiz-Fuß(den wohl fast jeder hat) und der Überlastung durch den Sport und schickte mich zum MRT (das Erste von etwa 10 Insgesammt bis heute). Außerdem hat er mir einen Airwalker verordnet den ich dann für ca. 3 Monate trug. Das MRT zeigte eine große Entzündung im Bereich des 5. Grundgelenks mit Weichteil beteidigung und auch der Knochen und die Knochenhaut waren entzündet. Es folgten Homäopathische Entzündungshemmende Spritzen und Elektrobehandlung und Physiotherapie. Es wurde zwar etwas besser, aber von schmerzfrei noch weit entfernt!
      In den darauffolgenden Jahren gab es viele Untersuchungen und ärztliche Meinungen, jede Menge Physioterapie, Einlagen für die Schuhe, etc. aber nichts brachte eine wesentliche Besserung. Auch die Vermutung eines Morbus Sudek stand im Raum, aber die hat der Neurologe nach seiner Untersuchung ausgeschlossen. Auch Rheuma hat der Rheumatologe ausgeschlossen. Erst als mir ein Orthopäde auf meinen Wunsch Cortison direkt ins Gelenk spritzte fand eine annehmbache Besserung Statt. Und trotzdem, da war inner eine kleine Stelle die mir beim Gehen unangenehm war. Das war dann auch die Zeit als mir mein Orthopäde sagte, dass ich versuchen soll den Zustand so hinzunehmen und das er sehr zufrieden ist weil es ja soooo viel besser geworden ist als im Vergleich zu dem wie ich zu ihm kam. Er selbst sei mit seinem Latein am Ende und ich bräuchte nicht mehr zu ihm zu kommen. Ich habe dann ein 3/4 Jahr versucht diesen Zustand zu akzeptieren bis es dann doch wieder schlimmer wurde. Also bin ich doch wieder zu dem Orthopäden gegangen und der überweiste mich in die Sportorthopädie einer Klinik. Der Arzt der mich dort behandelte schickte mich dann zu nächst wieder mal zum MRT und stellte dann fest, welch überaschung, dass ich eine große Entzündung, wahrscheinlich durch überlastung, an meinem 5. Grundgelenk am rechten Fuß habe. Er stellte mich zwischen die Wahl einer Operation, wo die Fehlstellung des Spreizfußes (5. Zeh) korrigiert wird oder einer Eigenblut Therapie, die nicht nur wahnsinnig Teuer sondern auch erst nach etwa 4-6 Monaten eine Besserung zeigen würde. Durch den Leidensdruck den ich damals 2018 hatte entschied ich mich für die OP. Diese ist zum Glück gut gelaufen, aber auch hier spürte ich schnell, dass sie nicht den gewünschten Effekt hatte. Auch mein Operateur gab mir schnell zu verstehen, dass er nicht mehr weiter wusste und so verabschiedete ich mich auch von diesem Arzt.
      Dann stand ich wieder da und fühlte mich alleingelassen mit meinen Schmerzen und halb verweifelt. Sicher kennt der ein oder andere es Jahrelang Schmerzen zuhaben und den Alltag eher schlecht als recht bewälltigen zu können ohne zu wissen was überhaupt der Grund dafür ist und ohne Hoffnung auf Besserung eben weil niemand weiß was die Ursache ist.
      Anfang 2019 fing dann auch der große Zeh am linken Fuß und das Knie am rechten Bein an Weh zu tun. Im zweiten Quartal 2019 war ich dann nochmal beim MRT um den aktuellen Zustand zusehen - diesmal mit beiden Füßen. Dieser zeigte diesmal eine Entzündung des gesammten Strangs des linken 4. Zehs und eine Diffuse Entzündung des Grundgelenkes und der Sesambeinchen des großen Zehs am linken Fuß. Als ich im Anschluss ein Gespräch mit der Radiologin hatte, sagte Sie, dass ich Ihrer Meinung nach Rheuma habe. Als ich Ihr mitteilte, das Rheuma bei mir bereits ausgeschlossen wurde sagte Sie es könnte auch eine Psoriasis Arthitis sein. Ich habe mich dann im Internet mal eingelesen und mich in jedem Artikel den ich las wiedergefunden. Daraufhin vereinbarte ich wieder einen Termin beim Rheumatologen. Dieser befragte mich zunächst ob ich oder meine Familienmitglieder Psoriasis haben. Dies verneinte ich. Soweit ich weiß ist keine Schuppenflechte in meiner Familie bekannt. Als er jedoch meinen Fuß untersuchte und meine Wurstzehe sah, stimmte er der Diagnose PSA zu, da die Wurstzehe wohl ein eindeutiges Anzeichen dafür ist.
      Sicher könnt Ihr verstehen, dass ich zunächst total erleichtert war, dass das Übel endlich nach 3 Jahren unklaren Schmerzen endlich einen Namen hat. Der Rheumatologe hat mir MTX verschrieben und ich hab zwar angefangen es mir zu spritzen (bisher erst einmal) aber eigentlich graut es mir davor. Vorallem natürlich wegen den Nebenwirkungen die im Beipackzettel stehen, aber ich  Frage mich auch was ich nehmen soll wenn ich mal Fieber oder Kopfweh habe (bisher hab ich immer Ibuprofen genommen). Auch soll ich jetzt gar keinen Alkohol mehr trinten? Nicht dass ich regelmäßig oder gar täglich was trinken würde, aber hin und wieder bei einem Schwätzchen mit meiner Freundin ein-zwei Gläßchen Sekt oder ein Feierabendbier mit meinem Mann waren immer gemütlich. Insgesammt fühle ich mich bisher sehr schlecht informiert und aufgeklärt...
      Ich bin gespannt was die Zukunft bringt und auf eure Reaktionen zu meiner Geschichte.
      Noch ein Tipp am Schluss: ich war gerade zwei Wochen mit meiner Familie in Spanien am Meer und hab das als totale Wohltat empfunden. So wenige Schmerzen hatte ich schon seit langen nicht mehr! Das Klima, der warme Sand und das kühle Meer... Einfach himmlisch. Also alle Leidgeplagten, ab in den Süden ;-))
      Viele Grüße, eure Claudia
    • Junglebrotha
      By Junglebrotha
      Hallo zusammen,
      ich hätte eine Frage bezüglich der Psoriasis Arthritis: kann hier auch wie bei einer rheumatoiden bzw. infektreaktiven Arthritis erhöhte Temperatur (zwischen 37.5 und 38) vorkommen?
      Hintergrund: Ich habe Psoriasis seit ca. 2006, Salben und Tinkturen - Bestrahlung etc. half alles nix. 2008 bekam ich Fumaderm und die PSO war komplett weg. Leider gingen meine Blutwerte extrem in den Keller, so dass ich 2009 wieder absetzen musste. Hatte aber bis Herbst 2010 Ruhe und dann kam alles wieder. Zuerst nur am Schienbein und dann breitete es sich zusehends aus.
      Vergangenen Dezember fingen plötzlich Rückenschmerzen auf der linken Seite bei den unteren Rippen und am linken Sitzknochen an. Beim Aufstehen und bei Bewegung wurde es besser, konnte aber keine Nacht mehr durchschlafen, da ich bei jeder Drehung Schmerzen hatte. Dachte zunächst an die Matratze, schlief dann aufgrund einer Kurzreise 3 Tage in einem Hotel, da wurde es aber auch nicht besser - eher im Gegenteil. Also ging erstmal zu einem Orthopäden, der nix finden konnte und meinte das könne alles sein, vielleicht sogar der Anfang vom Ende... Bin dann zur Hausärztin, die mich zum Röntgen schickte und mir Schmerzmittel verschrieb. Röntgenbilder der Brustwirbelsäule zeigten keine Veränderung, Halswirbelsäule liegt eine Streckung vor... ich solle mal zum MRT. Bin dann zwischenzeitlich zur Massage, der Masseur vermutete eine Verpannung und es wurde tatsächlich ein wenig besser. Zwischenzeitlich gab meine Schuppi vollgas (z.B. hatte ich im Januar noch keine Stelle am Kopf - Ende Februar war die Kopfhaut fast komplett zu so dass ich mir mittlerweile die Haare wieder auf 5mm abrasiert habe in der Hoffnung, dass Luft und Sonne die Situation verbessern). Also fing ich an selber zu recherchieren und kam auf den entzündlichen Rückenschmerz. Und dann, aus heiterem Himmel bekam ich Ende Februar eine Gürtelrose!!! Brustbereich UND Hüfte UND Armansatz/Achsel... das waren die übelsten Schmerzen, ich wurde zu einem Neurologen geschickt, der mir Virustatika und Ibuprofen aufschrieb. Den ganzen März war ich krank geschrieben. Meine Rückenschmerzen waren zwar weg (aber ich denke sie wurden nur durch den Schmerz der Gürtelrose überlagert) aber kaum wurde die Gürtelrose besser, war der Rückenschmerz wieder da - aber nicht mehr so heftig. Allerdings tat mir auf einmal der 2. Zeh am linken Fuß und der Ballen darunter extrem weh dass das Laufen schwer fiel. Der Neurologe meinte vermutlich PSA und überwies mich zum Dermathologen bzw. Rheumatologen. Nun ist es hier nicht so leicht einen Termin beim Rheumatologen zu ergattern (fühester Termin bei einem Rheumatologen, der einen Kassenvertrag hat: 31 Juli - der empfohlene Rheumatologe: Anfang Dezember). Hab mir daher jetzt für den 2.Mai einen Termin bei einem Wahlarzt geholt, den ich dann selber zahlen muss aber ich kann morgens kaum die Treppe runterlaufen wenn ich keine Schmerzmittel einwerfe und das ist ja auch keine Dauerlösung.
      Vor ein paar Tagen war ich beim Dermathologen, der meinte auch wahrscheinlich PSA und hat mir MTX verschrieben, allerdings soll ich noch vorher die Meinung des Rheumatologen abwarten. Blut wurde mir abgenommen, Ergebnisse kann ich demnächst abholen und soll diese dann mitnehmen.
      Nehme momentan Magenschutz und 2-3 Ibuprofen 400 am Tag gegen sie Schmerzen. Seit ein par Tagen kam die erhöhte Temperatur hinzu, die mich verunsichert, weil ich hierzu nichts im Netz finde bei PSA, nur bei andern Arthritisformen.
      Daher meine Frage: kennt das jemand von euch? Nicht dass ich irgendwas ausbrüte, was durch das Ibuprofen unterdrückt wird und dann plötzlich unter MTX noch schlimmer wird. Danke schon einmal vorab für die Hilfe!
×
×
  • Create New...

Important Information

We have placed cookies on your device to help make this website better. You can adjust your cookie settings, otherwise we'll assume you're okay to continue.