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Nico N.

Hilfe! Ich bin sehr verzweifelt und weiß nicht mehr weiter!

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Nico N.

Guten Tag an alle Foristen,

ich bin ein Mann, Ende 30 und ich bin sehr verzweifelt und im Moment bin ich psychisch total ausgezerrt. 

Meine Schuppenflechte im Gesicht belastet mich extrem. Sie hat sich in den letzten Jahren massiv verschlechtert (ab und zu tritt eine Besserung ein) und geht vom Haaransatz (ganze  Kopfhaut auch betroffen), über die Augen und Nase bis runter ans Kinn und die Wangen, hinter den Ohren sowie die Ohrmuscheln. Ich gebe im Monat um 100 EUR für Psoriasiscremes und Feuchtigkeitscremes aus der Apotheke aus. Auch Kortison (Rezept) kommt zum Einsatz . Nichts hilft richtig. 

Ich habe vor 5 Jahren meinen Bürojob in einem Buchhaltungsbüro verloren, nachdem sich Kunden über mein "abstoßendes und ekelerregendes Aussehen" mehrfach beschwert haben.  Seitdem suche ich einen Arbeitsplatz. Bei meinen Vorstellungsgesprächen um eine neue Stelle, merke ich, dass die Gesprächspartner schon bei meinem Anblick ein ablehnendes Verhalten zeigen und das Gespräch fast immer sehr kurz halten. Reaktionen per E-Mail wie zugesichert kommen fast nie, ab und zu reagiert eine Firma mit einer kurzen Absage.

Einmal hatte ich Glück, da war die Pso kaum im Gesicht vorhanden und ich konnte eine Stelle antreten, leider nur kurz. Nachdem die Pso wieder ausbracht, habe sich die Kollegen derartig mies verhalten und mir auf meinen Sitzplatz im Pausenraum über die Sitzfläche des Stuhles, die Stuhllehne un d auf den Tisch davor größflächig Zeitungspapier ausgebreitet wegen der Schuppen. Sie fühlten sich angeekelt. ich kann das sogar nachvollziehen, mich ekelt es auch selbst an. Aber ihr Verhalten war widerlich.  Ich war danach fix und fertig.

Gleichzeitig terrorisiert mich das Jobcenter immer massiver. Es wird mit Leistungsentzug gedroht, obwohl ich nichts dafür kann, wenn mich niemand einstellen möchte. Inzwischen habe ich große Existenzängste und meine Schuppenflechte hat sich durch den Dauerstress sehr verschlechtert. 

Meine Dermatologin ist freundlich, hat aber nie Zeit. Da kriege ich kurz ein Rezept für Advantan Lösung und -creme ausgestellt, sie schaut kurz ins Gesicht, das war's dann. Neulich habe ich einen anderen Dermatologen aufgesucht um eine 2. Meinung einzuholen.  Den fand ich noch schlimmer. Er sagte nur. "Ach da ist ja nur ca 1% von Ihrem Körper betroffen.

Auf meinen Einwand, dass dieses 1% aber eben genau im Gesicht und auch Kopfbereich ist, ich es also nicht mit Kleidung abdecken kann, ich Probleme bei der Jobsuche habe, reagierte er nur kühl abwinkend. " Da kann ich nichts machen, ich stelle Ihnen aber ein Rezept für Kortison aus" war seine Antwort.  Aber das halt gar nicht, sondern hat nur wahnsinnig auf dem Kopf und im Gesicht gebrannt. 

Der ständige Dauerstress durch die Schuppenflechte selbst und zusätzlich noch durch das Jobcenter haben zu einer extremen Verschlechterung der Pso geführt.

Meine Wohnung ist für mich zum Gefängnis geworden. Ich schäme mich so "entstellt" auf die Straße zu gehen, fühle mich in meiner Haut absolut unwohl, kriege gerade noch meine Einkäufe (mit Basecap und großer Sonnenbrille) irgendwie erledigt. Ansonsten meide ich Kontakte zu Menschen, wo es nur geht, da diese meist ohnehin abfällig beleidigend oder angeekelt auf die Pso reagieren. Da gab es mehrere sehr unschöne Vorfälle beim Friseurbesuch oder in Bus und Bahn, die mir sehr zugesetzt haben.

Jeder Termin, jede Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmittel ist ein Spießrutenlauf und kostet mich unglaublich viel Kraft.  

Die ganze Situation belastet mich sehr. Mittlerweile bin ich sehr erschöpft und habe keine Kraft mehr. Ich weiß nicht wie es überhaupt weitergehen soll. 

Ich würde mich freuen, falls jemand von Euch einen guten Dermatologen in Berlin empfehlen kann oder Tipps hat,  wie ich irgendwie die Pso gut behandeln und in den Griff kriegen kann. 

 

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Waldfee

Hallo Nico N,

Deine Situation ist sehr mißlich und Du suchst verzweifelt Hilfe.

Aus meinen Erfahrungen heraus kann ich Dir die Hautklinik in Leutenberg empfehlen. Erstens ist es eine Akutklinik und zweitens werden sie Dir auch ohne Kortison  helfen können, da bin ich mir ziemlich sicher. Es gibt hier im Forum verschiedene Berichte über die Klinik ( auch von mir ). Allerdings beträgt  die Behandlungsdauer dort mit mindestens 3 Wochen. Nur Mut! LG Waldfee

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Donna

Hallo NicoN

Sicher ist eine Akutklinik nicht verkehrt. Die Charite hat doch sicher auch eine Hautambulanz. 

Vieleicht ist das  ein Gedanke wert sich in ambulanter Behandlung zu begeben. 

Ansonsten sind hier noch einige Berliner im Forum die sich mit den Ärzten in Berlin besser auskennen als ich.

Wird sich sicher noch jemand dazu melden

LG Donna

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Rolf
Posted (edited)

Hallo Nico!

Gut, dass Du Dich getraut hast, uns von Deiner verzweifelten Situation zu berichten. Ich kann nachvollziehen, wie schlecht es Dir geht! Aber jetzt darfst Du nicht länger warten, sondern solltest aktiv werden. Deine Chancen stehen nach meiner Erfahrung nicht schlecht!

Es gibt keine Hautkrankheit auf der Welt, die zur Zeit so gut zu behandeln ist, wie die Psoriasis. Dafür musst Du Dich aber in Deinem Fall z.B. an die richtigen Ärzte wenden! In Berlin hast Du dafür die besten Möglichkeiten! Ich kenne die Klinik in Leutenberg und war schon 2 x da. Man arbeitet dort mit möglichst sanften Methoden. Die würde ich immer empfehlen für leicht Betroffene, eventuell auch für mittelschwere Fälle. Aber Du bist an einer markanten Stelle betroffen, deren Therapie auch für Experten nicht einfach zu handhaben ist. 

Wir haben seit 26 Jahren in Berlin eine Selbsthilfegruppe für Menschen mit Schuppenflechte. Da triffst Du Gleichbetroffene, die Dir sagen können, mit welchen Hautärzten sie gute Erfahrung gemacht haben: https://www.psoriasis-forum-berlin.de. Du kannst uns auch anrufen: 030 61 28 30 90 und ausführlich mit uns sprechen.

In keiner Stadt gibt es so viele Dermatologen, die sich speziell bei Psoriasis gut auskennen, wie in Berlin: https://www.psoriasis-forum-berlin.de/wichtige-adressen/.

Du solltest erst einmal korrekt feststellen lassen, wie schwer Du tatsächlich betroffen bist. D.h. ein Hautarzt sollte den PASI und den DLQI ermitteln. Aus dem festgestellten Schweregrad leitet sich dann ab, mit welchen Präparaten Du behandelt wirst. In Deinem Fall ist es bedeutungslos, dass lediglich 1% der Hautfläche erkrankt ist (PASI 1). Neben dem PASI muss nämlich gleichzeitig erhoben werden, wie stark die Lebensqualität des Betroffenen eingeschränkt ist (Messzahl: DLQI).Es gibt eine Leitlinie, an der sich die Dermatologen orientieren sollen, wie sie eine Psoriasis zu behandeln haben: https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/013-001l_S3_Therapie_Psoriasis-vulgaris_2017-12.pdf. Ab Seite 11 kannst Du nachlesen, dass eine Psoriasis im sichtbaren Bereich (Gesicht) besonders bewertet werden muss. Das heißt, in Deinem Fall wäre sie als „schwere Psoriasis“ zu bewerten, obwohl sie nur an wenigen Stellen auftritt! Für solche Fällen gilt eine Sonderregelung: Weil dadurch die Lebensqualität erheblich eingeschränkt ist, darf ein innerliches Medikament (einschließlich Biologikum) verschrieben werden. Du solltest also auch mal ausführlich aufschreiben, worin die in Deinem Alltag und im Beruf durch die Psoriasis eingeschränkt bist. Deine psychische Situation musst Du ebenfalls beschreiben, vor allem wenn Du schon (was ich nicht hoffe!) Selbsttötungs-Gedanken hattest.

Solange Du nicht sicher bist, dass die Schuppenflechte im Gesicht gut behandelt werden kann, solltest Du dem Job-Center eine "Berufsunfähigkeit" anzeigen. Dann ist die Agentur für Arbeit verpflichtet, sich um eine "Berufliche Rehabilitation" für Dich zu kümmern. Da  gibt es spezielle Reha-Berater, einen berufspsychologischer Service und einen Ärztlicher Dienst für Rehabilitanden. Mit dem Argument, dass Du keine Arbeit mit Kundenkontakt ausführen kannst und extrem schlechte Erfahrung mit Kollegen-Mobbing gemacht hast, könntest Du eine Umschulung fordern. Für Reha-Maßnahmen kannst Du auch die Rentenversicherung ansprechen. Einen leicht verständlichen Bericht findest Du hier: https://www.br.de/fernsehen/ard-alpha/sendungen/ich-mach-weiter/umschulung-krankheit100.html.

Vermutlich hast Du den Artikel über Schuppenflechte im Gesicht auf unserer Seite schon gelesen: https://www.psoriasis-netz.de/schuppenflechte-kopf/schuppenflechte-im-gesicht.html. Es ist immer gut, wenn man es schafft, seine Schuppenflechte mit naturheilkundlichen Mitteln zu behandeln. Die wirken aber fast nur in leichten Fällen. 

Melde Dich, wenn Du noch Fragen hast!

Ich wünsche Dir, dass Du einen Weg findest, möglichst erscheinungsfrei zu werden. Ich selbst bin es seit einigen Jahren, weil ich ein Biologikum bekomme.

Gruß Rolf

 

 

Edited by Rolf
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Waldfee

Hallo Rolf,

eine super Information!

Bezüglich Leutenberg muß ich ein wenig korrigieren:

Als schwer behandelbare Patientin mit PSO und Erythrodermien und ohne Fumaderm etc.mit einem PASI von 49,8 hat die Klinik es immer wieder geschafft,  mir zu helfen, auch im Gesicht/Kopf.  Ich mußte diesen Weg gehen, nach vielen Jahren der Krebsfreiheit habe ich mir dann  erlaubt, mich mit  Biologics behandeln zu lassen, nachdem auch die PSA und Nägel dazukamen. Das Ergebnis nach mehrmaligen Versuchen und trotz Dauerstress : alles gut und so schön einfach. LG Waldfee

 

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Ratinacage
Posted (edited)

Hallo Nico,

Du schilderst Deine Situation sehr emotional und detailreich. Du zeichnest ein sehr deutliches Bild, wie sehr eine Krankheit den Alltag negativ beeinflussen kann und wie stark man mit Vorurteilen zu kämpfen hat und wie all das zusammen Dich auch seelisch beeinträchtigt. Außerdem finde ich in Deinen Zeilen das wieder, was mir einmal ein Arzt in einer Klinik bezüglich der ambulanten Behandlung sagte: "Mit der Krankheit werden sie da draußen ziemlich allein gelassen." 

Da Du bereits selbst einen zweiten Dermatologen gefunden hast, sollte ein Dritter sicherlich auch auffindbar sein. Die Tips aus den bereits geposteten Beiträgen hier im Thread können Dir dabei vielleicht helfen. Ich drücke Dir fest die Daumen, dass Du den passenden Dermatologen findest. Sollten die seelischen Beschwerden nicht nachlassen oder zunehmen, gibt es auch in diesem Bereich sehr gute Hilfsangebote.

Was hast Du ausser Kortison denn noch probiert? Und sind die Feuchtigkeitscremes die Du verwendest stark parfümiert oder parfümfrei? Weiterhin würde mich interessieren,  ob Du bereits auf Allergien auf bestimmte Stoffe oder Lebensmittel untersucht wurdest.

Zunächst gute Besserung und auch für die Jobsuche viel Erfolg! Nicht den Kopf in den Sand stecken! Und halte uns auf dem Laufenden.

Viele Grüße

Ratinacage

Edited by Ratinacage

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Barbie

Hallo Nico, ich kann gut nachvollziehen, was Du schilderst. Für mich war die psychische Belastung auch immer sehr hoch wenn ich mich in meiner Haut gar nicht mehr wohl fühlen konnte. Das sagst Du ja auch sehr klar und ich würde dir raten, dies auch als Anlass für eine längere Krankschreibung zu nehmen, die dir auch Dein Hausarzt geben kann. 

Eine Krankschreibung gilt auch für das Jobcenter, so dass Du von dem Druck dort geschützt werden kannst. Ich könnte mir vorstellen, dass das erst einmal das wichtigste ist, um Dich um die Verbesserung der Gesundheit überhaupt kümmern zu können. Berufliche Zukunft und Perspektiven inkl. weitreichender Entscheidungen solltest Du nicht dann treffen wenn es Dir psychisch so schlecht geht. Ich wünsche Dir endlich einen guten Dermatologen und ein hilfreiches Medikament. 

 

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Spätberufene

Hallo Nico,

Glückwunsch, den wichtigsten Schritt hast Du gemacht. Du bist nicht mehr allein mit Deinem  Problem. 

 

Was  mir dazu einfällt, da Du um Rat gefragt hast:

  • Es ist wirklich schwer, in so einer Situation nicht den Mut und die seelische Kraft zu verlieren. Da kann für kürzere oder längere Zeit ein Antidepressivum (macht im Gegensatz zu Schlaf- und Beruhigungsmitteln oder Alkohol nicht süchtig!) helfen und die nötige Belastbarkeit für den Kampf mit der Krankheit und den Institutionen wiederherstellen (mehr macht so ein Mittel nicht).  Sprich mal mit Deinem Hausarzt darüber. Leichte Mittel kann er selbst verschreiben oder Dich ggf. an einen Facharzt überweisen.
  •  
  • So gestärkt, kannst Du hoffentlich jede Hilfe, Austausch- und Infomöglichkeit nutzen, die sich gerade in Berlin bietet.  Stichwort Akutsprechstunde und Selbsthilfegruppen mit Gleichgesinnten, wie von den Vorrednern beschrieben. Du bist nicht  allein und Du hast ein Recht auf Hilfe! Fordere sie ein! Nicht telefonisch, sondern persönlich am Arzttresen: "Seht mich an, es geht so nicht weiter. Ich brauche hier und heute Ihre Hilfe!"
  •  
  • Hast Du schon einen guten Hausarzt? Wenn nicht, suche Dir erst mal den, das ist etwas einfacher, und der guckt Dich als Ganzes an und nicht nur Deine Haut. Das ist gerade bei möglichen Begleiterkrankungen der Pso (z.B. Depression, Rheuma ...) wichtig - und eine wichtige menschliche Stütze.
  •  
  • Ich war Anfang des Jahres wegen meiner PSO an Händen und Füßen (und einer entstehenden Rheuma-Erkrankung) auch sehr verzweifelt. Das Kortison brachte nix, außer Nebenwirkungen, die ich heute noch spüre. Nach monatelangem Herumdoktern konnte ich zeitweise kaum noch laufen oder etwas anfassen. bin zu meiner auch nicht gerade engagierten Dermatologin (immerhin kam ich zwischendurch dran) gegangen und habe auf einer Alternative zur Kortisonsalbe bestanden. Die bekam ich in Form von Vitamin-D-Salbe. Ich hätte es nie erwartet, aber meine Haut ist inzwischen fast vollständig abgeheilt, nur eben immer noch sehr trocken, empfindlich und gerötet. Aber damit kann ich gut leben. Vielleicht ist es bei Dir auch so einfach, vielleicht hilft etwas anderes. Aber: So wie es ist, muss es nicht bleiben.
     
  • Viel Kraft und viel Glück! Und viele neue Erfahrungen und Glücksmomente beim Austausch mit Gleichgesinnten!
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Ratinacage
Posted (edited)
vor 18 Stunden schrieb Spätberufene:

Antidepressivum (macht im Gegensatz zu Schlaf- und Beruhigungsmitteln oder Alkohol nicht süchtig!)

Das ist nicht richtig! Auch und ganz besonders im Umgang mit Antidepressiva ist ein verantwortungsbewusseter Umgang gefragt - was im übrigen auch für die hier im Thread erwähnten sog. Biologikas gilt, die durch ihre Wirkungen dirket ins Immunsystem eingreifen!

Edited by Ratinacage
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Spätberufene

Das bestreitet wohl ernsthaft niemand, Ratinacage, dass man mit Medikamenten und eigentlich allem auf der Welt verantwortungsbewusst umgehen sollte.

Antidepressiva können Nebenwirkungen haben, ja, z. B. Gewichtszu- oder -abnahme, aber nach dem mir bekannten Stand der Wissenschaft machen sie nicht süchtig. Kann und sollte man auf einschlägigen seriösen Medizin-Seiten selbst nachlesen. Wenn Du eine andere Quelle hast, nenne sie doch bitte. Und wenn sie verschrieben werden, wird vom Arzt regelmäßig gefragt, wie sie vertragen werden, ob sie noch nötig sind (aber bitte nicht ohne Rücksprache absetzen) oder ob etwas anderes ausprobiert werden sollte. Oft wird damit erst die Grundlage dafür geschaffen, dass sich Betroffene begleitend auf eine Therapie einlassen und aus ihrer Abwärtsspirale herauskommen.

Und natürlich haben auch Biologika wie so ziemlich jedes Medikament Nebenwirkungen. Am Ende muss doch jeder selbst, nach reiflicher Information und  Überlegung sowie hoffentlich guter ärztlicher Beratung,  für sich entscheiden, was für ihn persönlich mehr zählt: die oft schwerwiegenden realen Auswirkungen der Krankheit oder die möglichen Nebenwirkungen einer Behandlung, die nicht bei jedem eintreten müssen.

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sia

Hier geht es um eine Definitionsfrage. Was ist eine Sucht und was sind Absetzsymptome?

"Sucht" ist im "Klassifikationssystem für psychische Störungen" (DSM) definiert und beinhaltet z.B. ein "starkes Verlangen nach der Substanz" oder "Vernachlässigung von Interessen". Das trifft beim Absetzen von Psychopharmaka nicht zu. Allerdings können sich Entzugsreaktionen entwickeln, die teils wiederum einer Depression ähneln. Eine ärztliche Begleitung ist also sinnvoll. Ein Artikel im Spektrum der Wissenschaft ist für Interessierte vielleicht interessant "Die dunkle Seite der Stimmungsaufheller"

@Nico N., ich hoffe du hast schon einen Ansatz für deine Pso gefunden. Nach deiner Beschreibung ist es auf jeden Fall gut, wenn du sofort Hilfe suchst und nicht auf einen Termin bei einem Dermatologen wartest. Es gibt Akut-oder Polikliniken wo dir auch zeitnah geholfen werden kann. Nimm deinen Mut zusammen und geh hin. Du hast schon viel ausgehalten - da schaffst du das auch! Erfolg.

 

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Kitty1389
vor 3 Stunden schrieb Spätberufene:

Am Ende muss doch jeder selbst, nach reiflicher Information und  Überlegung sowie hoffentlich guter ärztlicher Beratung, ... 

Und genau hier greift der Unterschied zwischen Theorie und Praxis. Wie viele Stimmen haben allein hier im Forum ihren Leidensweg samt Arzt-Hopping beschrieben. Und wo genau erhält man diese ausführliche Information, damit man abwägen kann? Mein Rheumatologe zB hat nix zu den Nebenwirkungen verlauten lassen. Selbst als ich sie hatte, hat er bestritten, dass dem so ist. Überhaupt habe ich noch keinen Arzt erlebt, der diese erwähnt hätte. Wie Rheumatologe Nr. 1 von 4 meinte: Wenn man den Beipackzettel nicht liest, kriegt man auch keine Nebenwirkungen. Ich finde es sehr deprimierend, dass das immer so hingestellt wird, als wäre alles in Ordnung. Wenn dem so wäre, müssten nicht so viele ständig den Arzt wechseln. 

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sia
Posted (edited)
vor 2 Stunden schrieb Kitty1389:

Und wo genau erhält man diese ausführliche Information, damit man abwägen kann?

Das ist eine gute Frage und du hast recht, es ist schwierig die richtigen Ärzte für sich zu finden. Ich denke aber nicht, dass es hier immer so hingestellt wird, als wäre "alles in Ordnung".

Ärzte sind Menschen - mit allen Stärken und Schwächen.  Es gibt gute und schlechte, engagierte und desinteressierte, welche, die sich weiter bilden und welche die es nicht tun... die Liste ist beliebig fortzusetzen.

Das ist mit ein Grund, warum es gut ist, sich über seine Erkrankung zu informieren. Auch die Zeit zu nehmen und die Arbeit zu machen, den passenden Arzt für sich zu finden. Das gilt ganz besonders für eine chronische Erkrankung.

Und wie macht man das? Woher weiß man, ob der Arzt "gut" ist? Das kann man lernen. Ich hatte schon mehrmals eine Liste gepostet was selbst dazu tun kann. Dazu gehört z.b. ein Liste mit Fragen die man hat zu erstellen, ein Symptom-Tagebuch zu führen (da werden Häufigkeiten und evt. Regelmäßigkeiten deutlich) und auf jeden Fall eine Person seines Vertrauens mitzunehmen.

Und sicher, man kann sich auf den Standpunkt stellen, dass es anders sein müsste. Ja, das wäre schön. Sich aber gegen Realitäten stemmen tut nur einem selber weh und nicht dem Arzt.

 

 

 

Edited by sia
tippo

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Ratinacage
vor 16 Stunden schrieb sia:

Ich denke aber nicht, dass es hier immer so hingestellt wird, als wäre "alles in Ordnung".

...doch, das wird es.

vor 16 Stunden schrieb sia:

Ärzte sind Menschen - mit allen Stärken und Schwächen.  Es gibt gute und schlechte, engagierte und desinteressierte, welche, die sich weiter bilden und welche die es nicht tun... die Liste ist beliebig fortzusetzen.

Das ist mit ein Grund, warum es gut ist, sich über seine Erkrankung zu informieren. Auch die Zeit zu nehmen und die Arbeit zu machen, den passenden Arzt für sich zu finden. Das gilt ganz besonders für eine chronische Erkrankung.

In erster Linie sind Ärzte Ärzte. Sie haben diesen Beruf gewählt und sie haben damit Verantwortung gegenüber dem Patienten übernommen. Das der Patient eine Eigenverantwortung hat ist klar! Ärzte werden für ihre Arbeit bezahlt - und das nicht schlecht - und sie sind verdammt nochmal dazu verpflichtet Patienten über Behandlungen aufzuklären.

Und mal ganz ehrlich,  @sia , nenne doch mal bitte die Realitäten beim Namen, die Du meinst, wenn Du schreibst:

vor 16 Stunden schrieb sia:

Und sicher, man kann sich auf den Standpunkt stellen, dass es anders sein müsste. Ja, das wäre schön. Sich aber gegen Realitäten stemmen tut nur einem selber weh und nicht dem Arzt.

 

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sia
vor 2 Stunden schrieb Ratinacage:

In erster Linie sind Ärzte Ärzte. Sie haben diesen Beruf gewählt und sie haben damit Verantwortung gegenüber dem Patienten übernommen.

in einer perfekten Welt wäre das sicher so, leider ist die Welt nicht perfekt. Die Realität habe ich beim Namen genannt: Ärzte sind Menschen.

Motivation ist in der Regel nicht eindimensional. Ein Teil der Ärzte den Beruf gewählt, weil sie Menschen helfen wollten. Ein Teil, weil sie Ansehen und Prestige erwarteten, ein Teil, weil die Eltern es sich gewünscht haben, ein Teil, weil sie eine bestimmte Person bewunderten, .... und wahrscheinlich noch einige mehr und die meisten haben als Motivation eine Mischung von vielen Gründen.

Da kann man 100 Mal meinen, es müsste anders sein, ist es aber nicht.

Ärzte verdienen zwar nach erstem Augenschein viel – Einsteigergehalt in der Facharztausbildung um die 4.300 Euro brutto. Stellt man dem Gehalt den Einsatz gegenüber dann nivelliert sich das allerdings:

Mindestens 12 Semester Studium (6Jahre), Facharztausbildung nochmal mindestens 5 Jahre. Dem Gehalt stehen dann idR 60-80 Stunden Arbeitszeit, Wochenend- und Nachtdienste gegenüber, oft muss BAföG abbezahlt werden. Nach der Facharztausbildung evt. Praxiseröffnung, die Einrichtung und der Unterhalt sind teuer, Kredite, Arbeitszeiten von selten unter 60 Wochenstunden.

Inzwischen sind wir also mindestens 12 Jahre von der Motivation der Studienwahl (mit 18) gemacht wurde weg.

Man braucht sicher kein Mitleid mit Ärzten haben, aber man muss sie auch nicht verteufeln und allen eine schlechte Arbeitsauffassung unterstellen.

Wer in einer Situation – da ist es egal ob es ein Arztbesuch oder etwas anders ist, jeglichen eigenen Anteil ablehnt und alle Verantwortung von sich abschiebt, macht sich zum Opfer und vergibt jegliche Chance auf die Situation Einfluss zu nehmen.

vor 2 Stunden schrieb Ratinacage:

und sie sind verdammt nochmal dazu verpflichtet Patienten über Behandlungen aufzuklären.

Ja, dazu sind sie verpflichtet. Und es ist das Recht eines jeden Patienten die Aufklärung einzufordern. Das kann man nachdrücklich und unhöflich oder nachdrücklich und höflich tun. Was wird wahrscheinlich mehr Erfolg haben?

Und ein informierter und gut vorbereiteter Patient, am besten mit Begleitung, wird sicher bessere Aussichten haben, als jemand der kaum eine Frage formulieren kann. Und ja, in einer perfekten Welt könnte sich ein Arzt eine Stunde Zeit nehmen und alles erklären. „Verdammt nochmal“ die Welt ist nicht perfekt.

Über Ärzte die sich nicht korrekt verhalten, kann, soll, muss man sich beschweren. Die Ärztekammer hat in jedem Bundesland eine Beschwerdestelle.

Im Übrigen habe ich schon viel mit Ärzten zu tun gehabt, als Patient ebenso wie im Bekannten und Freundeskreis. Und es gibt eben auch eine andere Seite. Von Zwängen und Vorschriften denen Ärzte unterliegen, von Zeitdruck, von Frustration darüber, dass sie ganz anders arbeiten müssen als sie gerne würden und von Patienten mit völlig überzogenen Erwartungen.

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Ratinacage
Posted (edited)

Das die Verantwortung des Patienten klar ist hast Du aber schon gelesen? Und mal ehrlich, wenn Du hier die persönlichen "Problemfelder" der Ärzteschaft so "detailiert" schilderst (und die Ärzte als Opfer des Systems skizzierst), dann solltest Du Dich - fairerweise - vielleicht auch mal fragen, wie realistisch es z.B. tatsächlich ist, dass ein Patient immer mit Begleitperson beim Arzt erscheinen kann. Und klar: jeder Patient kann eine Aufklärung über eine Behandlung einfordern - Tatsache bleibt, dass der Arzt verdammt nochmal verpflichtet ist diese  Aufklärung über die Behandlung durchzuführen, und zwar unaufgefordert!

vor 3 Stunden schrieb sia:

Über Ärzte die sich nicht korrekt verhalten, kann, soll, muss man sich beschweren. Die Ärztekammer hat in jedem Bundesland eine Beschwerdestelle.

Wie schreibst Du es so schön: 

vor 3 Stunden schrieb sia:

in einer perfekten Welt wäre das sicher so, leider ist die Welt nicht perfekt.

Und im Übrigen: es liegt nicht allein in den Händen der Patienten etwas zu ändern - Ärzte, die bereits in Kammern und Verbänden zusammengeschlossen sind hätten weitaus bessere Möglichkeiten als Patienten. Wenn hier jemand etwas ändern könnte dann wohl die Ärzteschaft selbst - aber das muss man natürlich auch wollen.

Edited by Ratinacage
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Ratinacage
Posted (edited)
Am Monday, July 22, 2019 um 14:08 schrieb Spätberufene:

nach dem mir bekannten Stand der Wissenschaft machen sie nicht süchtig. Kann und sollte man auf einschlägigen seriösen Medizin-Seiten selbst nachlesen. Wenn Du eine andere Quelle hast, nenne sie doch bitte.

Dann solltest Du den Dir bekannten stand der Wissenschaft wohl mal ein wenig auffrischen und Dir die aktuellen Quellen heraussuchen, denn das wirst Du sicher können. Erst diesen Monat wurde exakt dieses Thema in der Vorlesung Klinische Psychologie behandelt: auch Antidepressiva verfügen als psychoaktive Substanzen über Suchtpotenzial. Im übriegen finde ich diese "von oben herab" Art und Weise, auf die man hier im Forum immer wieder trifft, echt schäbig. Kein Wunder also, dass der eröffner des Themas @Nico N. noch nicht wieder reagiert hat.

Edited by Ratinacage

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sia
vor 6 Stunden schrieb Ratinacage:

- Tatsache bleibt, dass der Arzt verdammt nochmal verpflichtet ist diese  Aufklärung über die Behandlung durchzuführen, und zwar unaufgefordert!

Dann wünsche ich dir mit deinem "verdammt nochmal" viel Erfolg.

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Ratinacage
Posted (edited)
vor 5 Stunden schrieb sia:

Dann wünsche ich dir mit deinem "verdammt nochmal" viel Erfolg.

Herzlichsten Dank. Schade finde ich allerdings, das Du die sachlichen Aspekte meines Beitrages unkommentiert lässt und Dir lediglich den emotionalen Aspekt herausgepickt hast um darauf zu reagieren. Aber dafür hast Du sicher Deine Gründe. Auch Dir viel Erfolg!

Edited by Ratinacage
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Barbie

Bei Euren wissenschaftlichen Ausführungen kann ich nicht mithalten, möchte aber mal anmerken, dass es ja gar nicht immer eine ausgewachsene Depression ist und zudem Antidepressiva dafür bekannt sind, dass nicht jedes Medikament jedem hilft. Manchmal geht das sogar nach hinten los. Depressive Verstimmungen, Resignation und Rückzug können auch Reaktionen auf belastende und überfordernde Lebenssituationen sein. Wir sollten von hier aus keine Diagnosen stellen, denn das ist wirklich Sache von Ärzten. Gegen akute Belastung und Überforderung hilft am besten Entlastung also Pause vom Job, reden können und jemand der einem etwas abnimmt. 

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Spätberufene

Ja, die Diagnose ist Sache der Ärzte. Aber informieren kann und sollte man sich, z. B. hier:

www.deutsche-depressionshilfe.de

 

Mit diesem Linktipp möchte ich mich aus der Diskussion verabschieden.

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Nico N.

Herzlichen Dank an Euch alle. Eure Tipps und Hinweise, Empfehlungen und guten Wünsche haben mich aufgebaut und mir gezeigt, dass ich nicht allein bin. Und ich habe auch wieder Hoffnung gefunden, obwohl es schwer ist. 

Leider konnte ich bisher nicht reagieren, da mir einfach die Kraft dazu gefehlt hat. Im Moment wird es langsam besser.

Ich habe mich irgendwie in die Charité geschleppt und einen Arzt gefunden, der sich meine Haut auch endlich mal genau angeschaut hat und es wurden Hautproben mikroskopisch untersucht, eine Blutabnahme gemacht.

Dabei wurde eine Histaminintoleranz festgestellt. Der Arzt nimmt an, dass dies der Auslöser für die Psoriasis ist.

Seit ca. 2 Wochen bin ich auf Diät (Auslassungsdiät oder Eliminierungsdiät) und die Haut im Gesicht hat sich sichtlich gebessert.

Es scheint je gesünder ich mich ernährt habe, mit viel Obst und Gemüse, je schlimmer wurde die Schuppenflechte. Aber das ist mir jetzt erst bewusst geworden. Wer denkt denn daran, dass gesunde Ernährung krank machen könnte.

Die Schuppen haben sich von Tag zu Tag mehr gelöst, die Rötungen verschwanden. Mein Gesicht sieht jetzt wieder fast normal aus. Auf dem Kopf scheint die Schuppung hartnäckiger zu sein, aber hat sich auch etwas gebessert.

Die Diät soll ich jetzt 6 bis 8 Wochen durchhalten. Dann ist der nächste Arzttermin. Und dann muss ich erstmal sehen, wie ich mich weiterhin ausgewogen ernähren soll, wenn vieles Gesunde nicht mehr "essbar" für mich ist und dadurch wieder die Psoriasis ausbricht.

Hat jemand von Euch von einem Zusammenhang von Psoriasis und Histaminintoleranz gehört?

Nochmals vielen lieben Dank an Euch alle für Eure Unterstützung.

Nico

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Barbie

Die Frage nach der Histaminintoleranz kann ich zwar nicht beantworten, aber es freut mich zu hören, dass du den Weg in die Charité gemacht hast und es dir schon besser geht. 

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halber Zwilling

Hallo Nico

Ja, ich habe auch beides- Pso und HIT...

Was davon aber Henne ist , und was Ei kann mir keiner sagen.

Meine Logik: Pso produziert natürlich Unmengen von Histamin im Körper. Wenn man eine Abbaustörung hat, egal ob durch Enzymmangel oder Mikrobiomstörungen,  kann jeder Krümel weiteres Histamin aus der Nahrung "das Fass zum Überlaufen bringen".

Es gibt dazu sehr gute Literatur. Ärzte interessieren sich leider noch nicht so sehr für das Thema ( meine Erfahrung).

Unter der strengen Ernährung hat sich meine Haut nur am Körper gebessert, die Hände interessieren sich leider nicht dafür. Zusätzlich kam zu allem Übel auch noch eine Casein Allergien (Milcheiweiss). Ich habe aber über die Krankenkasse eine gute Ernährungsberaterin gefunden,  die mir trotz allem Wege zu einer ausgewogenen Ernährung aufgezeigt hat.

Ich drücke dir die Daumen!

Schwäbische Grüße vom halben Zwilling

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Ratinacage
Am 30.7.2019 um 10:33 schrieb Nico N.:

Herzlichen Dank an Euch alle. Eure Tipps und Hinweise, Empfehlungen und guten Wünsche haben mich aufgebaut und mir gezeigt, dass ich nicht allein bin. Und ich habe auch wieder Hoffnung gefunden, obwohl es schwer ist. 

Leider konnte ich bisher nicht reagieren, da mir einfach die Kraft dazu gefehlt hat. Im Moment wird es langsam besser.

Ich habe mich irgendwie in die Charité geschleppt und einen Arzt gefunden, der sich meine Haut auch endlich mal genau angeschaut hat und es wurden Hautproben mikroskopisch untersucht, eine Blutabnahme gemacht.

Dabei wurde eine Histaminintoleranz festgestellt. Der Arzt nimmt an, dass dies der Auslöser für die Psoriasis ist.

Seit ca. 2 Wochen bin ich auf Diät (Auslassungsdiät oder Eliminierungsdiät) und die Haut im Gesicht hat sich sichtlich gebessert.

Es scheint je gesünder ich mich ernährt habe, mit viel Obst und Gemüse, je schlimmer wurde die Schuppenflechte. Aber das ist mir jetzt erst bewusst geworden. Wer denkt denn daran, dass gesunde Ernährung krank machen könnte.

Die Schuppen haben sich von Tag zu Tag mehr gelöst, die Rötungen verschwanden. Mein Gesicht sieht jetzt wieder fast normal aus. Auf dem Kopf scheint die Schuppung hartnäckiger zu sein, aber hat sich auch etwas gebessert.

Die Diät soll ich jetzt 6 bis 8 Wochen durchhalten. Dann ist der nächste Arzttermin. Und dann muss ich erstmal sehen, wie ich mich weiterhin ausgewogen ernähren soll, wenn vieles Gesunde nicht mehr "essbar" für mich ist und dadurch wieder die Psoriasis ausbricht.

Hat jemand von Euch von einem Zusammenhang von Psoriasis und Histaminintoleranz gehört?

Nochmals vielen lieben Dank an Euch alle für Eure Unterstützung.

Nico

Hallo Nico, 

na das klingt doch schon ganz anders als am Anfang :-) sehr schön! Gut, dass Du nun einen Arzt finden konntest und mit der Ernährung und der Auslassdiät wünsch ich Dir ganz viel Erfolg - Tipps hierfür hast Du ja sicher schon bekommen bzw. gefunden. Allerdings gilt auch bei der Ernährung, ähnlich und vielleicht sogar noch mehr als bei den Medis: was dem einen hilft, kann dem anderen schaden. Also verlass Dich auch nicht zu sehr auf alles was Du gerade im Internet zu lesen bekommst. Schau auf Dich, was Dir gut bekommt und was nicht und richte Dich dann am besten nach Deinen eigenen Erfahrungen - was natürlich nicht heißen soll, dass Du Dir keine Anregungen im Netz holen kannst.

Weiterhin viel Erfolg.

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    • MrsJuliregen
      By MrsJuliregen
      Hallo zusammen,
      meine Gesichtshaut treibt mich momentan in den absoluten Wahnsinn!
      Sorry falls der Text was länger wird ... je mehr Infos, desto gezieltere Hilfe/Erfahrungswerte von euch *hoff*
      Ich leide unter Pso vulgaris, habe zuletzt immer phasenweise mit Daivobet gesalbt. Hatte allerdings im Gesicht keine Pso und konnte da immer eine ganz gewöhnliche Tagespflege von Nivea nehmen.
      Seit ca. 3 Monaten tue ich nichts gegen meine Pso. Nach und nach hat sich nun auch die Empfindlichkeit meiner Gesichtshaut verändert, obwohl ich dort NIE gesalbt habe.
      Meine Haut im Gesicht wurde so empfindlich, trocken und fleckig, dass ich in der Apotheke nach einer entsprechenden Gesichtspflege gefragt habe. Dort empfahl man mir eine Pflege von Roche Posay. Gesagt, gekauft. Die ersten Tage waren auch "ganz nett", schlussendlich habe ich aber das Gefühl, dass es nur noch schlimmer geworden ist.
      Letzte Woche habe ich meine Fumaderm-Therapie mit den Initial gestartet und wenn ich nun einen Flush im Gesicht kriege, meine ich mir Platz die Haut ab. Manchmal weiß ich auch gar nicht, ob es überhaupt ein Flush ist oder ob es einfach nur die extreme Gereiztheit und Trockenheit meiner Haut ist *grmpf*
      Gestern habe ich mir in der Apotheke eine Gesichtscreme mit Urea von Eucerin geholt, die ja auch therapiebegleitend bei Pso angewendet werden kann - zumindest lt. Packungsbeilage.
      Ich bin einfach extrem ungeduldig und gerade die extreme Fleckigkeit/Rötung meines Gesichts macht mir zu schaffen. Am Körper könnte ich ja gut damit leben, da liegt ja die Kleidung drüber - aber im Gesicht... kann ich eben nichts kaschieren. Und Make-Up mag ich wirklich nur im Notfall drauf klatschen, denn darüber freut sich meine Haut ja auch überhaupt nicht.
      Ich habe mein Gesicht heute schon 3x eingecremt, dennoch ist sie kurz darauf wieder trocken und ich hänge "in Fetzen".
      Hat jemand einen Tipp für mich? Was kann ich gegen die Rötung/Flecken tun? Welche Gesichtscremes benutzt ihr? Was hat euch geholfen? Hausmittelchen? Irgendwas, das die Haut beruhigt? Was ich ihr geben kann, damit sie wenigstens mal einen halben Tag mit entsprechender Feuchtigkeit versorgt ist?
      Für eure Antworten schon mal besten Dank!!!
    • rainy days
      By rainy days
      Hallo,
      ich bin durch Zufall auf dieses Forum gestoßen, weil ich auf der Suche nach Menschen bin, die ein ähnliches Problem haben/hatten. Ich weiß nicht mal genau, ob mein Symptom typisch für Psoriaisis ist, aber ich will nichts unversucht lassen ... .
      Ich (30) habe seit ca. 5 Monaten ein extremes Problem mit meinen Lippen:
      In den vergangenen Wintermonaten (ab Oktober 2007) waren sie bereits etwas angriffen und trocken, was sich jedoch mit Pflegeprodukten relativ eindämmen ließ. (Ich muss erwähnen, dass ich vorher nie Probleme mit meinen Lippen hatte.)
      Im März bekam ich dann Pfeiferisches Drüsenfieber (was mittlerweile durch Bluttests nachgewiesen wurde), das ich mir auch tatsächlich von einem Erkrankten durch einen Kuss zuzog, der nach eigener Aussage auch schon ein Kribbeln in den Lippen bezüglich einer bevorstehenden Herpeserkrankung (die dann auch ausbrach) hatte. Da ich mein Freund schon öfter Herpes hatte und ich mich nie angesteckt habe, hatte ich diese Befürchtung auch diese Mal nicht.
      3 Tage nach der Ansteckung bekam ich extreme Grippesymptome und sowohl meine Oberlippe als auch die Unterlippe trockneten so stark ein, dass ich den Mund kaum noch bewegen konnte. (Vielleicht weil die Viren durch die bereits spröden Lippen sich hier festgefressen haben?) Mit eintrocknen meine ich, dass sie wirklich extrem an Substanz verloren hatten und tief eingedellt waren.
      Ich habe es dann zunächst mit Bepanthen versucht, nur noch mit Strohhalm getrunken und kein Wasser mehr an die Lippen gelassen. Nach einer Woche bin ich dann zum 1. Hautarzt, weil ich nur noch verzweifelt war: Es hatten sich dicke Schuppen (gelblich) auf den Lippen gebildet, die ich laut Anraten des Hautarztes mit Alfason Repair einschmieren sollte. Er schloss Herpes aus, meinte, dass die Sache nach 2 Wochen vorüber sei und gab mir einen Termin 4 Wochen später.
      Nach 2 Wochen war überhaupt nichts vorüber. Im Gegenteil: Die Schuppen waren dicker als je zuvor und ich traute mich nicht mal mehr vor die Haustür. Ich suchte einen 2 Hautarzt auf, der über die Medikation des ersten nur den Kopf schüttelte. Mir wurden die dicken abstehenden Schuppen von den Lippen abgeschnitten und ich bekam Fucidine und Fucicort verschrieben. Die Lippen reagierten darauf in dem Sinne, dass sich der Schälungsprozess verschnellerte und die Fetzen zwar dünner aber dafür täglich beim Einschmieren abgingen und die darunter liegende Haut immer knallrot war, spannte und super empfindlich beim Essen, Trinken etc. war. Die Ärztin meinte, ich müsse mich gedulden, d.h. die Haut müsse von unten heraus heilen.
      Die richtig dicken Schuppen (primär auf der Unterlippe und im mittleren Bereich der Oberlippe) lösten sich dann tatsächlich erst nach ca.6-8 Wochen aber die neue Haut sah und sieht immer noch sehr rot und gereizt aus.
      Der nächste Versuch (3. Ärztin) war eine Cortisonsalbe namens Delanol, die ich 3 Wochen lang benutzte. Die Lippenhaut sah während der Anwendung weniger rot aus, aber die schlimmen Stellen, die mit dicken Schuppen besetzt waren, schälten sich permanent weiter. Hinzu kam, dass die Salbe 2 Mal einen Hefepilzbefall förderte und ich dagegen dann auch noch Medikamente nehmen musste.
      Den bisher letzten Versuch habe ich vor 3 Wochen bei einer anderen Hautärztin gestartet. Sie verschrieb mir Protopic (0,03), das ich zwischendurch schon ein mal empfohlen bekam, es aber aufgrund der Nebenwirkungen nicht nahm. Vor 3 Wochen war es mir dann auf Deutsch gesagt wirklich sch… egal und ich habe die Salbe genommen. Im Laufe der ersten Woche setzte eine tatsächliche Verbesserung ein: die Rötung nahm ab, war irgendwann nur noch punktförmig und die Schuppung verlangsamte sich. Ich hatte tatsächlich die Hoffnung, dass es jetzt heilen würde, aber diese wurde mir in der vergangenen Woche auch wieder genommen: Die Haut an der Unterlippe schälte sich wieder komplett ab.
      Es ist wie ein Teufelskreislauf: Die Schuppen lösen sich irgendwann, es sieht 1-2 Tage okay aus, dann kann man die Haut tief eindellen und sie bildet sich nicht zurück und 2-3 Tage später wird auch diese Hautschicht wieder abgestoßen.
      Seit 5 Monaten nun schälen sich meine Lippen. Ich muss täglich mehrmals die abstehenden Fetzen mit einer Hautschere abschneiden und fühle mich auch in der Öffentlichkeit nicht mehr wohl. Wenn ich esse oder trinke, wird die absterbenden Haut weiß, es setzen sich Salbenreste überall ab und es sieht einfach unappetitlich aus. Subjektiv ist mein Leidensdruck auf einer Skala von 1-10 oft bei 9,9, weil ich kein normales Leben mehr führe. Ich bin von einem lebenslustigen Menschen zu einem kontaktscheuen Menschen mit Selbstmordgedanken „mutiert“. Ich gehe nicht mehr unbefangen auf Menschen zu und verstecke mich oft zu hause.
      Mein Vertrauen in Ärzte ist auch ziemlich erschüttert. Tja, man könnte sagen, dass ich ziemlich verzweifelt bin.
      Im Internet habe ich schon „Leidensgenossen“ entdeckt, deren Beiträge aber meist veraltet sind und ich sie daher nicht mehr kontaktieren kann.
      Kennt irgendjemand das von mir (vielleicht zu ausführlich) beschriebene Problem?
      Kann mir jemand einen Spezialisten empfehlen?
      Ich bin für alle Tipps dankbar!
      Rainy days
    • Carinus
      By Carinus
      Hallo zusammen,
      ich habe eben durch Zufall dieses Forum entdeckt.
      Ich habe ein wirklciehs Problem mit meiner Haut.
      Schon immer hatte ichProbleme mit trockener Haut und als Kind bereits mehrmals Schu ppenpflechte im Gesicht, Kopf und Ohr,
      Doch konnte ich das immer gut behandeln und alles war weg.
      Vor 2 Monaten hatte ich privat und beruflich viel Stress, schlechte Ernährung usw.
      Ich habe innerhalb einer kurzen Zeit so kräftige Schübe bekommen das ich nun von den Beinen bis Kopf voller Schuppenflechte bin. (Beine, Intimbereich, Bauch, Brust, Arme, Gesicht, Kopf, Ohren, Rücken, also überall)
      Ich bin zum Arzt und sollte eine Lichttherapie machen. Also diese Bestrahlung, vorher ein 20 minütiges Bad dann Bestrahlung.
      Ich habe diese Behandlung nicht zu Ende geführt da sich bei mir nichts verändert hat. Mein Vater hat auch Schuppenflechte und bei ihm war so eine positive Veränderung zu sehen während der Bestrahlung.
      Zudem war ich auch im Urlaub wo ich dann keine Behandlung Warnhemen konnte, jedoch war ich am Meer was mir sehr geholfen hat. Aber zurück in dem alten Umfeld kam es wieder. Zudem kamen wieder private und berufliche Einschläge wo ich wieder ein Schub bekommen hatte.
      Nun sieht das Ganze nicht mehr normal aus. Sonder gleicht eigentlich kaum noch einer Schuppenflechte sondern weißen Punkten. Da wo ich vorher Schuppenflechte hatte sind teilweise nur noch weiße Flecken. Beine habe ich teils weiße Punkte sowie Schuppenflechte. Es sieht aus wie Hautpilz. Gerne stelle ich hier ein paar Bilder auf Anfrage zur Verfügung.
      Ich bin mittlerweile ziemlich verzweifelt und habe Donnerstag ein Arzttermin bei einem anderen Arzt. Aber es belastet total^^.
      Meine Frage zu dem Thema ist jetzt eig die ob das jemand auch so kennt mit diesen weißen Flecken, ob das bekannt ist, oder ob es letztendlich doch was komplett anderes ist?
      Ich danke euch vielmaß für eure Hilfe!!
      Liebe Grüße
      Carina
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