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Gürteltier1976

Biologica und Corona Virus

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Gürteltier1976

Hallo Schuppis,

seit langer, langer Zeit schreib auch ich mal wieder hier. Seit dem ich Humira und jetzt neuerdings Amgevita spritze geht es mir weitesgehend gut bis sehr gut. Abgesehen von gelegentlich trockenen Augen, etwas erhöhter Infektanfälligkeit und Müdigkeit ein/zwei Tage nach der Spritze ist alles ok. Keinerlei Plaques, Gelenke und Sehnen funktionieren. Bei mir läufts so gut, dass ich ein zwei mal die Woche Laufen gehen kann (ca. 10-15 km) und sogar Halbmarathon (1-2x im Jahr) laufen kann. 

Was mir allerdings im Augenblick echt Sorgen bereitet, ist dieses Corona Virus. Es gibt ja dazu weder Impfstoff noch Medikamente die das Virus aktiv eindämmen können. Humira/Amgevita setzen das Imunsystem außer Kraft. Gibt es für uns Patienten bezüglich dieser erhöhten Gefahrensituation eigentlich schon Empfehlungen?  Wie handhabt ihr das?

Der aktuellen Presse ist zu entnehmen, das in China hauptsächlich ältere Menschen und Menschen mit vorgeschädigtem und schwachem Imunsystem versterben. Ich krieg da langsam echt ein mulmiges Gefühl.

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VanNelle

Hallo Gürteltier

Bei der gleichen Medikation mache ich mir nicht die geringsten Sorgen wegen dem Corona Virus. Eine Grippeschutzimpfung habe ich, wichtig finde ich auch regelmäßiges Händewaschen, besonders nach dem Einkaufen. Es ist ja auch nicht so das das Imunsystem ganz heruntergesetzt wird. Meines Erachtens nur ein wenig eingedämmt. Größere Menschenansammlungen sollte man natürlich meiden, was bei einem Arbeitgeber mit knapp 1000 Mitarbeitern natürlich realitätsfremd ist. Bin schon froh das ich das döspaddelige Händeschütteln für mich abgeschafft habe.

Angst bringt einen da nicht weiter. Lebe also genau so wie vor dem Corona Virus.

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Bibi

hall, Gürteltier1976 -

es gibt einen Beitrag dazu - am Rande bemerkt - schaue doch bitte mal -

nette Grüsse sendet - Bibi -

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Tenorsaxofon
vor 25 Minuten schrieb Bibi:

hall, Gürteltier1976 -

es gibt einen Beitrag dazu - am Rande bemerkt - schaue doch bitte mal -

nette Grüsse sendet - Bibi -

Bibi - Gürteltier wollte nichts über die Gürtelrose Impfung, sondern über die Kombination BIOLOGICA und den CORONAVIRUS wissen.

@Gürteltier1976

VanNelle hat schon einiges angeführt, dem ich voll zustimme. Man sieht doch keinem an wie genau er es mit der Hygiene nimmt. Meide Menschenansammlungen, wasche deine Hände und lasse vor allem das überholte Händeschütteln und Küsschen links und rechts sein. Um nur mal einige Vorkehrungen zu nennen.

Gruss Anne

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Gürteltier1976

Ok! Vielen Dank! Ich schaue dann mal zunächst in den Faden.

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s9874471
Posted (edited)

Ich möchte das Thema kurz aufwärmen. Es besteht wissenschaftlicher Konsens darüber, dass mind. ca. 2/3 der dt. Bevölkerung Corona abbekommen werden. Die Frage ist, in welchem Zeitraum. Weiterhin ist heute zu lesen, dass der erste lebensbedrohliche Fall in D bei einer Person ist, die immunsupprimierende Mittel nehmen musste, wg. einer bevorstehenden Organ-OP. Nun nehmen hier ja viele auch Immunsuppresiva, wie auch ich. Ich versuche, Dinge objektiv zu betrachten und dann stelle ich fest, dass ich, wie die meisten anderen auch, wahrscheinlich das Virus bekomme in einer Zeit, in der ich mein Immunsystem drücke. Nun zur Frage: Hatte jmd. schon mal die Möglichkeit, mit seinem Arzt zu sprechen, ob es hinsichtlich Corona und Biologicals Emphelungen gibt? Ich habe erst wieder im Mai Termin.

Danke und VG

Edited by s9874471

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Gürteltier1976

Ja! Hab mit meiner Ärztin am Rheumazentrum in Herne darüber gesprochen. Sie sagt, das das Risiko natürlich deutlich erhöht sei, es aber noch keine Empfehlung gebe mit Adalimub zu pausieren. Ich solle vor jeder Spritze kurz Rücksprache halten, ob sich an dieser Situation was geändert hat. Darüber hinaus: große Menschenansammlung meiden. Kein Stadion etc. 

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psalterium
vor 11 Stunden schrieb s9874471:

Es besteht wissenschaftlicher Konsens darüber, dass mind. ca. 2/3 der dt. Bevölkerung Corona abbekommen werden. Die Frage ist, in welchem Zeitraum.

Hallo s9874471,

kannst du dafür eine Quelle nennen? Der Virologe Prof. Christian Drosten von der Charité in Berlin hat sinngemäß diese Aussage getätigt. Er hat jedoch vorweg gesagt, dass diese Analyse nur Spekulation ist.

Die Äußerung eines einzelnen Wissenschaftlers ist von "wissenschaftlichem Konsens" weit entfernt.

VG

Psalterium

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Lupinchen

Kämpfe auch gerade mit mir ob ich mit Stelara Sonntag beginne, würde mir sicher bald Linderung bringen. Das vorige Biologika habe ich vor 3 Wochen abgesetzt (nach Empfehlung meiner Ärztin), war auch aufgebraucht. Da der ganze Spuk mit Corona aber wohl nach Aussage von Virologen noch bis zum Sommer gehen kann, wäre das echt noch eine lange Leidenszeit. 

Meinen Italienurlaub Ende Mai habe ich schon abgesagt, echt eine blöde ungewisse Zeit. Mache mir eigentlich keine Sorgen wg. einer möglichen Infektion hier in Bayern, bin aber schon vorsichtig.

Lg. Lupinchen

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Claudia

Eine Antwort für uns habe ich hier gefunden:

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogruppen.html

 

Zitat

 

Was sollten Personen mit einem höheren Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf beachten

  • Besonders wichtig ist die größtmögliche Minderung des Risikos einer Infektion, zum Beispiel durch allgemeine Verhaltensregeln (Hände waschen, Abstand halten zu Erkrankten) und weitere Maßnahmen der Kontaktreduktion (ausführlich beschrieben in Referenz 2: COVID-19: Optionen für Maßnahmen zur Kontaktreduzierung in Gebieten, in denen vermehrt Fälle bekannt wurden )
  • Wichtig ist auch eine aktive Information über das Krankheitsbild, die bei der frühzeitigen Selbsterkennung von Symptomen helfen kann.
  • Erkrankte sollten rasch Kontakt aufnehmen zur Hausarztpraxis oder telefonisch zu anderen beratenden Stellen:

    • Beratung hinsichtlich individueller Maßnahmen
    • Beratung hinsichtlich labordiagnostischer Abklärung von COVID-19
  • Wenn in der näheren Umgebung (z.B. im privaten oder beruflichen Umfeld) Fälle von COVID-19 bekannt werden, sollte dies ebenfalls entsprechend mitgeteilt werden, um gezielte diagnostische Maßnahmen zu beschleunigen.

 

Einen wichtigen Punkt finde ich: Wir müssen auch unser Umfeld informieren, auch Kollegen usw. Wenn da alle so sorgsam sind wie man selbst, verringert sich das Risiko einer Ansteckung nochmal. 

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Claudia

Ich habe die gleiche Frage übrigens auch auf unserer Facebook-Seite gestellt – um zusammentragen, was den Leuten so geraten wird.

Hier eine Aussage:

Zitat

Ich bekomme am Dienstag die ersten Spritzen Cosentyx . Hatte sicherheitshalber in der Praxis nachgefragt, ob das zum jetzigen Zeitpunkt ok ist.
Von Seiten der Praxis gab es keine Bedenken, es wurde mir überlasen zu entscheiden.
Habe unter 2,5 Jahren MTX auch nichts gehabt und werde Dienstag gehen.

 

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Trinity
vor 28 Minuten schrieb Claudia:
  • Erkrankte sollten rasch Kontakt aufnehmen zur Hausarztpraxis oder telefonisch zu anderen beratenden Stellen:

    • Beratung hinsichtlich individueller Maßnahmen
    • Beratung hinsichtlich labordiagnostischer Abklärung von COVID-19

Na ob das was nützt?

Wenn sich dann doch keiner zuständig fühlt?

https://www.jetzt.de/gesundheit/coronavirus-verdacht-wie-sich-das-leben-in-quarantaene-anfuehlt

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Waldfee

Danke Trinity für den Link.

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s9874471

Hallo ihr Lieben, danke für die rege Beteiligung. Sobald ich Infos von meiner (mir sehr geschätzten) Rheumatologin diesbezüglich bekomme, melde ich zurück. Nehme Seit Anfang Januar Cosentyx 150 mg - ein Segen. 

vor 5 Stunden schrieb psalterium:

Hallo s9874471,

kannst du dafür eine Quelle nennen? Der Virologe Prof. Christian Drosten von der Charité in Berlin hat sinngemäß diese Aussage getätigt. Er hat jedoch vorweg gesagt, dass diese Analyse nur Spekulation ist.

Die Äußerung eines einzelnen Wissenschaftlers ist von "wissenschaftlichem Konsens" weit entfernt.

VG

Psalterium

Ich stütze mich auf Aussagen von Prof. Drosten, Dr. Gassen, Prof. Kekule, FDA, usw. . Letztlich kann man über den Zeitrahmen spekulieren, kaum aber über die Mathematik hinter einer jeden Pandemie in einer Herde. So habe ich Prof. Drosten auch verstanden. Nunja, ich möchte mich aber nicht streiten. Es soll jeder für sich entscheiden, welcher Argumentation er folgt. 

Und ja, ich habe keine Panik, wohl aber Sorgenfalten in einem Land, in dem Aussitzen zur Staatsräson geworden ist. 

Euch alles Gute und bleibt gesund. 

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Claudia
vor 16 Stunden schrieb s9874471:

Sobald ich Infos von meiner (mir sehr geschätzten) Rheumatologin diesbezüglich bekomme, melde ich zurück.

Ja gern, bin gespannt.

Im Moment ist die Empfehlung des Hautärzte-Verbandes: Wer Symptome hat, soll das Medikament absetzen. Alle anderen sollen alles tun, um sich nicht anzustecken. Und für den Hinterkopf, aber nicht als Absetz-Empfehlung: Einige Medikamente machen mehr infektanfälliger als andere. Mehr hier:

https://www.psoriasis-netz.de/medikamente/coronavirus-psoriasis-medikamente.html

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Lupinchen

Ich will ja nicht absetzen, sondern müsste beginnen. Nachdem es mir heute Nacht, echt schlecht ging, GsD erst gegen morgen, bin ich echt am überlegen. War noch nie so unsicher, bin sonst immer froh gewesen mit einer Therapie beginnen zu können. Wenn ich bedenke, dass ich mir in der normalen Grippezeit wg. Ansteckung usw. nie Gedanken gemacht habe, verstehe ich mich selber nicht so genau. Bin nicht der ängstliche Typ.

Lg. Lupinchen

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halber Zwilling
vor einer Stunde schrieb Claudia:

Ja gern, bin gespannt.

Im Moment ist die Empfehlung des Hautärzte-Verbandes: Wer Symptome hat, soll das Medikament absetzen. Alle anderen sollen alles tun, um sich nicht anzustecken. Und für den Hinterkopf, aber nicht als Absetz-Empfehlung: Einige Medikamente machen mehr infektanfälliger als andere. Mehr hier:

https://www.psoriasis-netz.de/medikamente/coronavirus-psoriasis-medikamente.html

Liebe Claudia, tausend Dank für Deine zeitnahen Recherchen und Informationen!

Genau das macht dieses Forum so einzigartig! (Die tollen Mitglieder und ihre Beiträge natürlich auch, keine Frage 😉)

Liebe Grüße vom halben Zwilling 

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Bolek68

Tja,das Absetzen oder eben auch nicht, muss jeder für sich entscheiden.  Ich bekomme MTX und Benepali. Habe schön öfter eine mehrwöchige Pause einlegen müssen. Nach Rücksprache mit Rheumatologen ( Zahnwurzelbehandlung etc) Werde jetzt definitiv eine einlegen. Den Arzt nochmal anrufen,aber der wird mir das wohl auch raten.

Viele Grüße

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Claudia
vor 2 Stunden schrieb Bolek68:

Den Arzt nochmal anrufen, aber der wird mir das wohl auch raten.

Ja, und lass uns seine Antwort mal auch wissen.

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Bolek68

Ok,wird gemacht .

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Bolek68
Posted (edited)

Hallo, also heute meinen Rheumatologen gefragt und der meinte, das ich meine Medis beide ruhig weiternehmen soll und diese erst absetzen bzw.pausieren, wenn sich bei mir irgendwelche Symptome eines Infektes einstellen. Ich würde die Medis ja auch nicht absetzen, weil das Grippevirus unterwegs ist.

Tja, so isses dann wohl !

Alles andere, muß ein jeder mit sich abmachen.

Viele Grüße

Edited by Bolek68
Fehler
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VanNelle
Am 8.3.2020 um 11:48 schrieb Lupinchen:

…..ohjeh. Da kann man nur hoffen das niemand in der Nähe ist der einen anstecken könnte.

Lg. Lupinchen

Verstehe dein Problem nicht so recht. Du hast doch eine Datscha inmitten der Pampa. Da wo du mit Snoopy zu Sylvester hin flüchtest. Dort kannst dich doch einbunkern und den ganzen Corona Mist in Ruhe aussitzen. So einfach ist das. smile emoticon kolobok

Nimm genug Klopapier und Nudeln mit.

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Lupinchen

Hier ist am WE Wahl und wie ich heute gehört habe, haben viele Wahlhelfer abgesagt. Kann ich nachvollziehen, bin froh das ich wie immer im Briefwahlzentrum eingesetzt bin. Die zuständige Behörde will sich um die Hygiene in den Wahllokalen kümmern und auch im Briefwahlzentrum Desinfektionsmittel bereit stellen. Es werden viele Menschen in einer Turnhalle sein, dass macht mir keine Sorge, aber da es ein langer Abend/Nacht wird, muss man eben mal das WC aufsuchen und davor graut es mir ein wenig, allerdings nicht nur diesmal. Naja werde meine eigenen Schreiber mitnehmen und mein Desinfektionsmittel. Ich hoffe dann nur noch. dass die Anwesenden sich alle an die Hygienevorschriften halten. Bin da aber optimistisch. Und natürlich das meine Knochen nicht zu sehr aufmucken, verzichte ja noch auf das Stelara. Muss wohl ein paar Ibus einpacken. Ich denke aber Corona wird uns noch lange beschäftigen und da muss ich wohl doch demnächst mal anfangen. Bis die Wirkung eintritt kann ja auch länger dauern. Meine Ärztin meinte auch, dass ich nicht zu lange warten soll. Zzt. geht es noch mit Kortison und Ibus.

Unser kleines Hexenhaus ist noch nicht wirklich bewohnbar, hat auch keine Heizung. Wir machen das zzt. mit einem Gasbrenner, sind daher eher draußen um nach dem Rechten zu sehen und durchzuheizen. Wir nutzen wenn es wärmer wird wieder unseren kleinen Wohnwagen, aber hier ist es gerade nur scheußlich wettermäßig. Mir würde es gelenkmäßig dort noch schlechter gehen und mein Hund kuriert gerade einen Abzess aus und da muss er zzt. noch einen Trichter ertragen, da er sich nicht lecken darf. Schön ist da draußen eigentlich nur die Natur und die Ruhe, die wir aber hoffentlich bald bei schönerem Wetter wieder auskosten dürfen. 

Gruß Lupinchen

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    • Schildkröte1
      By Schildkröte1
      Zunächst einmal Hallo, habe ich mich aus aktuellem Anlass (fragt jetzt nicht welchem ) hier angemeldet.
       
      Mir scheint es als fehlt zur Zeit eine einheitliche Linie sowohl unter Ärzten als auch Organisationen was die Bewertung des Risiko's für Menschen betrifft welche mit Biologika behandelt werden.
       
      Ich nehme seit ca. 1 1/2 Jahren Cosentyx und habe mich diese Woche nun mal eingehender darüber informiert (oder es versucht) wie es nun mit der Risikobewertung aussieht da ich nach wie vor Arbeiten gehe, es dabei allerdings schwierig ist die allgemeinen Vorsichtsmaßnahmen immer einzuhalten. Heute Morgen habe ich mit einem meiner Chefs gesprochen welcher glücklicherweise sehr verständnisvoll reagiert hat und der Meinung ist ich solle im Zweifel lieber erstmal zu Hause zu bleiben um das Risiko zu minimieren, den weiteren Ablauf werden wir noch besprechen und übernächste Woche ist dann sowieso erstmal Betriebsurlaub.
       
      Abgesehen davon dass auch hier im Forum anscheinend jeder Arzt den Usern etwas anderes rät möchte ich nun mal auf die Sachen eingehen die ich als widersprüchlich erachte.
       
      Im offiziellen Rundschreiben an die Hautärzte von PsoNet steht: "Nach Sichtung der verfügbaren Literatur und aller Daten, die wir aus den Registern und der Pharmakovigilanz kennen, weisen Patienten mit heutigem Sachstand unter folgenden zugelassenen Medikamenten bei bestimmungsgemäßer Anwendung kein erkennbar erhöhtes Risiko für/bei Virus-Infektionen auf: IL-17-, IL-23-und IL-12/23-Blocker, Fumarsäureester, Apremilast, Methotrexat." Quelle: https://www.psobest.de/wp-content/uploads/2020/03/RundschreibenPsoBestPsoNetCoronafinal1.0.pdf
       
      Hiernach besteht für Menschen welche mit Cosentyx behandelt werden kein erhöhtes Risiko.
       
      Das RKI benennt Risikogruppen wie folgt: "Personengruppen, die nach bisherigen Erkenntnissen ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben: [...] Für Patienten mit unterdrücktem Immunsystem (z.B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht, oder wegen Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr unterdrücken, wie z.B. Cortison) besteht ein höheres Risiko." Quelle: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogruppen.html
       
      Dies würde bedeuten dass ich doch ein erhöhtes Risiko habe da Cosentyx ein Immunsuppressiva ist (auch wenn es im Vergleich zu anderen nicht das Stärkste ist).
      Ich habe kurz gezweifelt ob Cosentyx auf vielen Internetseiten und Artikeln oft fehlerhaft als "Immunsuppressiva" betitelt wird, aber im Beipackzettel von Cosentyx unter Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen steht dass man sich informieren soll wenn "man gegenwärtig eine andere Psoriasis-Behandlung erhält, zum Beispiel mit einem anderen Immunsuppressivum". Zudem hat mein Hautarzt vor langer Zeit ebenfalls erwähnt dass so eine Wirkung vorhanden ist weil ich bei der Visite auf die Frage nach Nebenwirkungen erwähnte dass ich erstaunlich lange leicht erkältet war (1 oder sogar 2 Monate Schnupfen etc) und er dies damit begründete.
       
      in einem Artikel von Psoriasis-netz.de über die Coronasituation steht: "Wer wegen der Krankheit ein innerliches Medikament nimmt, gehört einer Risikogruppe an. Das heißt: Wenn jemand dann an Covid-19 erkrankt, kann das schwer verlaufen. Deshalb ist der eigene Schutz und der aller Leute ringsherum so wichtig." Quelle: https://www.psoriasis-netz.de/medikamente/coronavirus-psoriasis-medikamente.html
       
      Sehr allgemein formuliert was die Medikamente betrifft, aber eindeutig in Bezug darauf, dass die Einnahme das Risiko auf einen schweren Verlauf erhöht.
       
      Auch aus diesem Artikel ein Zitat von Christian Drosten höchstpersönlich : "Dann haben wir zusätzlich noch in allen Bevölkerungsgruppen wahrscheinlich ein höheres Risiko bei Grunderkrankungen. Das können Patienten mit Immunsuppression sein, mit Tumorerkrankungen. Es können aber auch Patienten mit metabolischen Grunderkrankungen sein, also Diabetiker, Personen, die einfach einen hohen Körperfett-Index haben. Und Personen, die auch aus anderen Gründen an Herz und Lunge vorgeschädigt sind."
       
      Auch hier wird von einem erhöhten Risiko ausgegangen.
       
      Mein Hautarzt antwortet auf meine telefonische Rückfrage heute wie folgt (Schwester hat mich zurückgerufen nachdem sie sich mit ihm besprochen hat): "Es besteht kein erhöhtes Risiko, ihre Informationen sind warscheinlich Fake-News."
       
      Mal ganz abgesehen davon dass er sich mit der Benutzung des Wortes Fake-News für mich für mich weniger glaubwürdig gemacht hat (ich hasse dieses Wort inzwischen einfach, wird inflationär verwendet) schienen sie mir wenig vorbereitet auf derartige Rückfragen. Ich bin wirklich niemand der Ärzte belehren will weil er mal was gegoogelt hat allerdings habe ich trotzdem erwähnt dass ich meine Rückfrage aufgrund der Informationen des RKI und des internationalen Psoriasis Council gestellt habe und nich aufgrund irgendeines beliebigen Youtube Kommentars. Darauf konnte die Schwester verständlicherweise nur entgegnen dass sie nur weitergibt was der Arzt gesagt hat. Trotzdem halte ich es nicht für eine professionelle Anwort...
       
      zum Schluss noch dies aus dem Beipackzettel von Cosentyx unter Punkt 4 - Nebenwirkungen "Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen): Infektionen der oberen Atemwege [...]"
       
      In wiefern das relevant ist möchte ich jetzt nicht beurteilen, da der CoronaVirus jedoch die Atemwege befällt fällt es mir ehrlich gesagt schwer zu glauben dass diese Informationen so absolut gar keine Bedeutung haben soll. Wenn andere Krankheiten in genau der Körperregion vermehrt auftreten wäre es zumindest naheliegend dass auch der CoronaVirus in irgendeiner Weise leichteres Spiel bei Menschen hat die dieses Medikament nutzen.
       
       
       
       
      Ja, das sind nun die Dinge die ich gefunden habe und welche mich etwas ratlos zurücklassen. Ich bin bisher nicht in Panik verfallen und werde es auch nicht tun, trotzdem würde ich eher dazu tendieren dass ich ein erhöhtes Risiko habe und dementsprechend handeln sollte. Klar ist dies eine besondere Situation die es bisher so noch nicht gab, allerdings finde ich es doch sehr schade das ausgerechnet in einem medizinischen Bereich noch so eine uneinheitliche Vorgehensweise vorherrscht und Informationen sehr unterschiedlich weitergegeben werden.
       
      Ps: Wie wäre es eigentlich mal ein Subforum für Corona anzulegen? Das Forum scheint mir zwar schon relativ überladen damit und ich habe lange überlegt wo ich nun poste, aber das wäre vllt ganz sinnvoll weil es glaube ich im Moment das ist was die meißten von uns umtreibt
    • kuzg1
      By kuzg1
      Guten Abend,
      für mich ist es Zeit ein paar Gedanken zu äussern - abseits von "bleibt zu Hause, haltet Euch an die Verordnungen, bleibt gesund", u.s.w.
      Wir erleben aktuell die schlimmste Zeit seit Kriegsende, soweit ich das beurteilen kann, und lebten bisher in einem Wohlstands- und Sozialstaat nach welchem wir uns auf diesem Planeten erst einmal mächtig umschauen müssten, um ähnliches zu finden. Es ging uns gut und dieses Wohlbefinden scheint sich für die nächsten Tage, Wochen, Monate, Jahre (?) gerade - naja, hoffentlich nicht unbedingt aufzulösen, aber die Veränderungen werden schon sehr deutlich spürbar sein. Nachdem wir uns in den letzten Jahren mächtig und heftig über unsere politische Führung geärgert, gestritten und gespalten haben - klar die Politiker taten ihr übriges dazu bei - ist es in meiner Denke aber nun für uns alle allerhöchste Eisenbahn einmal inne zu halten und genau nachzudenken, was unser Staat - unsere Werte und Normen für unser Gemeinwohl bedeuten und was jeder Einzelne dafür tun kann ebendieses - was unsere Freiheit ausmacht zu stabilisieren und zu schützen. Die Zeit hierüber nachzudenken dürften die allermeisten Bürger*innen unseres Landes dank des Virus haben.
      Vielleicht klingen meine Worte anklagend - so sind sie sicher nicht gemeint! Mahnend trifft es besser und auch hier mag sich mancher auf die Füsse getreten fühlen - wer bin ich denn, dass ich mahnen darf? Jenen sei gesagt, dass mahnen nichts mit "ermahnen oder abmahnen" zu tun hat, sondern sich viel mehr im Bereich "sorgen" bewegt.
      Unsere Regierung - unser Staat - WIR - leisten im Moment enormes! So enorm, dass kaum einer von uns abschätzen und erwägen kann, was uns diese Leistungen noch abverlangen werden. Hier spreche ich noch nicht nur über monströse Geldsummen, die im Kampf gegen das Virus, sowie den Erhalt unseres Wirtschaftsystems zur Verfügung gestellt werden - dazu komme ich später. Ich spreche hier vor allem über die enormen Leistungen aller am Gesundheits- und Sozialsystem beteiligten Mitarbeiter*innen; den Kolleg*innen, die unser Versorgungssystem am laufen halten - schlicht über alle Beschäftigten, die momentan weit über ihre Grenzen gehen, um unser gesellschaftliches Zusammenleben aufrecht zu erhalten, zu schützen und zu bewahren. Ihr leistet großartiges und wir alle werden in Eurer Schuld stehen, wenn diese Krise überwunden sein wird.
      Wir, die wir derzeit wenig tun können, ausser uns um unsere Existenzen zu sorgen und uns dankbar zu freuen, dass es "die Anderen gibt" um aufzupassen, zu helfen, zu fördern und zu unterstützen - wir können dennoch etwas tun. Nämlich aufpassen, dass die aus der Not geborene "sozialen Distanzierung" keine "soziale Diffamierung" wird. Dass wir auf einander achten, zu einander stehen; dass wir freundlich mit einander umgehen, auch wenn es mal Anlass zu berechtigter Kritik gibt; dass wir auf unsere Sprache achten und uns mit Respekt und Achtung begegnen - solidarisch eben! Das wünsche ich mir.
      Noch ein Wort zu den enormen Hilfsgeldern, die von unserer Regierung nicht nur in Aussicht gestellt wurden, sondern tatsächlich eingesetzt werden, um bspw. Unternehmen aller Arten über die Krise hinweg zu helfen, um hilfsbedürftige Menschen zu stützen und um zu verhindern, dass Mitbürger*innen überhaupt hilfsbedürftig werden. Kurz - um unser gesellschaftliches Wohl, unsere Werte und Normen, unser Demokratieverständnis und unsere Freiheit zu schützen:   NIE war ein Solidaritätszuschlag von uns Bürger*innen notwendiger, denn heute! Wir können nicht nur nehmen - so sehe ich das! - wir müssen uns alle beteiligen, um unser Selbst als funktionierende Gesellschaft willen. Lasst uns solidarisch sein! Lasst uns zusammen stehen, wenn auch auf Abstand. Ich glaube fest daran, dass - religiös betrachtet und /oder auch bloss dem gesunden Menschenverstand folgend: - "geben seliger, denn nehmen ist."
      Ich wünsche uns allen Gesundheit und einen schönen Abend.
      Liebe Grüße - Uli
       
       
    • JuDo
      By JuDo
      Hallo an Alle.
      Ich nehme seid 1 Jahr verschiedene Medikamente gegen Psioraris die mein Immunsystem schwächen.
      Soll ich jetzt mein Medikament, zur Zeit Otezla, wegen Corona absetzen?
      Und wie geht das Ausschleichen.
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