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Schuppenflechte an Hände und Füßen, Erfahrungsaustausch


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Ich habe seit anderthalb Jahren eine histologisch belegte Psoriasis an Händen und Füßen, die kompletten Hand und Fußflächen sind betroffen. Es ist aber keine Pustulosa, es ist eine starke Hyperkeratose verbunden mit vielen Rissen und Schrunden und ab und an heftigem Juckreiz. Ich bin 56 Jahre alt, lebe realativ gesund, hab Normalgewicht, rauche nicht, mache regelmäßig Sport trotz schmerzender Füße (mit Bepanthenpflastern). Ich behandel die Hände und Füße fast täglich mit Daivobet, creme viel mit Bepanthen tagsüber oder dem "Schrundenwunder" von Fußpunkt mit 15% Urea oder dem Rügener Kreidebalsam. Eine Puvatherapie im letzten Sommer hat leider keinen Erfolg gebracht. Hände und Füße schmerzen wegen ständigen Rissen und Schrunden, der Alltag ist anstrengend. Die Hautärztin hat mir jetzt eine Behandlung mit Neotigason vorgeschlagen, aber ich habe große Hemmungen dieses Mittel zu nehmen. Ich würde lieber in einer Klinik oder bei einer Kur die Chance bekommen, dass es mal abheilt. Die Hautärztin will dies aber nicht unterstützen, bevor ich nicht eine Systemtherapie versucht habe. Wie sind Eure Erfahrungen? Soll ich die Rentenversicherung wegen einer Reha anschreiben? Ich wäre sehr dankbar für Tipps! Was hat Euch geholfen? Ich möchte auch gerne das Daivobet irgendwann mal absetzen können, ich nehme es schon so lange. Lass ich es aber mal zwei Tage weg, dann wird es direkt schlimmer.

Allen Mitgeplagten gute Besserung und ein gesundes 2021

Liebe Grüße 

Bluesky

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Hallo Bluesky,

bei mir war die Situation ähnlich ... Ich habe eine sehr gute Hausärztin, die von sich aus eine Reha vorgeschlagen hat, da ich wegen des ständigen Juckreizes auch nicht mehr geschlafen habe. Ihren ausgefüllten Antrag habe ich zur Deutschen Rentenversichertenanstalt geschickt. Ich habe aktuelle Fotos von meinen Händen und Füßen dazugelegt und ein persönliches Schreiben. Das war letztes Jahr im Juli, da war es ganz schlimm. Was soll ich sagen? Bereits nach 3 Wochen war die Kur genehmigt. Leider musste ich im Anschluss lange auf den Aufnahmetermin warten, aber bald ist es soweit, ab 18.1. bin ich in der Johann-Wilhelm-Ritter-Klinik in Bad Rothenfelde.

Nachdem ich auch bald alles durch habe, creme ich aktuell nur noch täglich 2 - 3mal dick mit Zinksalbe und trage darüber Baumwollhandschuhe/Baumwollsocken. Obwohl mir davon abgeraten wurde ist das aktuell die einzige Möglichkeit für mich, die Schmerzen bzw. das Jucken auszuhalten.

Liebe Grüße & ich drücke Dir die Daumen
Cori

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GrBaer185
Am 1.1.2021 um 22:21 schrieb Bluesky:

Soll ich die Rentenversicherung wegen einer Reha anschreiben?

Alternativ kommt noch die direkte akute Einweisung in ein Krankenhaus, eine Klinik, in Frage. Z.B. fällt mir ein die Klinik in Westerland auf Sylt ...

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VanNelle

Hallo Bluesky. Ob Reha oder Akuteinweisung - du brauchst auf jeden Fall die Unterstützung deines Hautarztes. Wenn der oder die nicht will - versuch es über den normalen Hausarzt. Andernfalls Dermatologen wechseln.

Neotigason kommt mir mittlerweile etwas altbacken vor. Bei mir hat es vor etlichen Jahren überhaupt nicht gewirkt.

Gute Besserung

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vor 5 Stunden schrieb CoriRe:

Hallo Bluesky,

bei mir war die Situation ähnlich ... Ich habe eine sehr gute Hausärztin, die von sich aus eine Reha vorgeschlagen hat, da ich wegen des ständigen Juckreizes auch nicht mehr geschlafen habe. Ihren ausgefüllten Antrag habe ich zur Deutschen Rentenversichertenanstalt geschickt. Ich habe aktuelle Fotos von meinen Händen und Füßen dazugelegt und ein persönliches Schreiben. Das war letztes Jahr im Juli, da war es ganz schlimm. Was soll ich sagen? Bereits nach 3 Wochen war die Kur genehmigt. Leider musste ich im Anschluss lange auf den Aufnahmetermin warten, aber bald ist es soweit, ab 18.1. bin ich in der Johann-Wilhelm-Ritter-Klinik in Bad Rothenfelde.

Nachdem ich auch bald alles durch habe, creme ich aktuell nur noch täglich 2 - 3mal dick mit Zinksalbe und trage darüber Baumwollhandschuhe/Baumwollsocken. Obwohl mir davon abgeraten wurde ist das aktuell die einzige Möglichkeit für mich, die Schmerzen bzw. das Jucken auszuhalten.

Liebe Grüße & ich drücke Dir die Daumen
Cori

 

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Liebe Cori, 

vielen Dank für Deine Antwort!

Ich drücke Dir ganz feste die Daumen, dass Dir die bevorstehende Reha weiterhilft und Linderung bringt. Bist Du so lieb und berichtest mir von deinen Erfahrungen? 

Ich wollte mich jetzt auch an den Hausarzt wenden.

Nimmst Du außer der Zinksalbe noch Cortison?

Ich trage auch oft Baumwollhandschuhe, sobald ich mit Wasser und Seife zu tun habe, trage ich fast immer latexfreie Einmalhandschuhe. Ins Bett gehe ich oft mit Socken und flexiblen Coolpacks in einem weiteren Paar Socken, denn die Füße  sind abends oft sehr heiß  oder jucken und das hilft mir dann beim Einschlafen.

Wünsch Dir eine gute Rehazentren!

Lieben Gruß 

Bluesky

 

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Danke für Eure Antworten!

Ich werde es über den Hausarzt versuchen.

Mit welchen Medikamenten der Systemtherapie hattet Ihr denn Erfolg , falls ich mich doch dazu durchringen sollte?

Lieben Gruß 

Bluesky

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Hallo liebe/r Bluesky,

versuch es bitte definitiv über den Hausarzt! Das sollte klappen, bitte halte mich auf dem Laufenden!

Ich habe über die Weihnachtstage die Hände mit Mometason eingecremt und den ganzen Tag latexfreie Einmal-Handschuhe darüber gehabt. Danach nur noch wie beschrieben fett mit Zinksalbe eingecremt und Baumwollhandschuhe: die Hände sind besser geworden! Ich hatte in den letzten Monaten ca. 15 verschiedene Cortison-Cremes im Einsatz sowie Prednisolon-Tabletten eingenommen ... lediglich die Tabletten haben geholfen, für kurze Zeit war Ruhe und Linderung an den Händen (nicht an den Füßen), aber ich bin nicht bereit, auf Dauer Cortison einzunehmen. Die verschiedenen alternativen Heilmethoden: Darmreinigung, Ernährungsumstellung, Schüssler-Salze haben nicht wirklich geholfen.
Yoga und Meditation hilft definitiv zum Entspannen und Runterkommen, das versuche ich jeden Tag zu praktizieren & Spaziergang, egal wie das Wetter ist 🙂 (bin im Home-Office und in Kurzarbeit seit April 2020)

Ich berichte Euch / Dir natürlich gerne von der Reha in Bad Rothenfelde.

Ganz liebe Grüße und einen entspannten Abend für Dich
Cori

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Hallo liebe Cori,

ich achte auch auf die Ernährung, achte mehr darauf welche Fette ich zu mir nehme (mehr Omega 3 als 6), viel Obst und Gemüse, wenig Alkohol, nehme zur Zeit Curcuma, aber es ist weiterhin ein ständiges Auf und ab. Manchmal denke ich, es wird etwas besser und kurz danach ist es wieder ganz schlimm. Hab auch eine Darmspiegelung machen lassen, der Darm ist aber erfreulicherweise vollkommen unauffällig.

Ständig hat man irgendwelche Hautstücke, die sich ablösen, und es fällt schwer davon zu bleiben,  weil die Knibbelei immer wieder zu kleinen Verletzungen führt. Mit den Baumwollhandschuhen schütze ich mich so auch vor mir selbst. Ich hab allerdings die Fingerkuppen abgeschnitten, da ich so am PC besser zurecht komme.

Beruflich laufe und steh ich viel. In der Mittagspause muss ich die Füße cremen und manchesmal verpflastern, damit ich das bis zum Abend "durchstehe". Abends mach ich mir dann direkt ein Fußbad mit totem Meersalz, das macht die Füße schon mal weicher, danach creme ich dann dick mit Bepanthencreme oder Kreidebalsam, der wirkt auch schmerzlindernd und entzündungshemmend und nachts immer Daivobet.

Ich hab die Hautärztin auch gefragt, ob ich Cortison einnehmen soll, davon hielt sie gar nichts, weil beim Absetzen die Gefahr eines Schubs gegeben sei. Ich schmiere seit 1,5 Jahren permanent Cortison auf Hände und Füße.  Das kann auch nicht gut sein.  

Ich werde deinen Rat beherzigen und mich an den Hausarzt wenden und versuchen eine Reha zu bekommen. 

Dir auf jeden Fall viel Erfolg, ich drücke feste die Daumen.

Und Danke fürs Schreiben!

Lieben Gruß 

Bluesky

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  • 2 weeks later...

Hallo,

Ich habe mich neu registriert und möchte mich vorstellen, weil ich schon länger mitlese.  Ich bin 67 Jahre alt und leide schon länger an einer Schuppenflechte.  Seit Anfang letzten Jahres an Händen und Füßen,  was ich niemandem erklären muss, schmerzhaft und nervig ist. Ich war froh, überhaupt eine Hautärztin in Berlin, Buch gefunden zu haben, die ich aber nicht mehr kontaktiere, weil sie absolut nicht zuhört. Wenn ich eure Schilderungen lese, denke ich, ich mache alles ganz gut. Ich meditiere täglich, übe Qigong, Cremes nutze ich natürlich,  meistens aufgrund Erfahrungsberichten oder Empfehlungen, nehme ansonsten keine Tabletten. 

Ich habe eine total nette Hausärztin, die mir morgen eine Impfung gegen Pneumokokken geben will. Ich bin immer etwas ängstlich wegen meiner Haut, habe mich aber entschlossen,  da jetzt durchzugehen, weil ich bald meine Enkelchen und Freunde wiedersehen möchte. 

Heute morgen kamen mir die Wörter "Vertrauen/Zuversicht" in den Sinn, was eine beruhigende Wirkung hatte und mich jetzt durch den Tag trägt.

Ich freue mich, den Schritt in dieses Forum gewagt zu haben,

herzliche Grüße 

Rieken

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    • jumby2015
      By jumby2015
      Hallo zusammen,

      habe gerade diese interessante Studie gefunden:

      http://archderm.jamanetwork.com/Mobile/article.aspx?articleid=711960

      die Behandlung der Nagelpsoriasis erfolgte mit Acitretin. Die vorher nachher Bilder machen echt was her.

      hat jmd schon Erfahrungen mit diesem Medikament gemacht?
    • carsten75
      By carsten75
      Hallo, ich bin neu hier und wollte mal etwas fragen.
       
      Ich bin momentan teilstationär in der Hautklinik aifgenommen wegen meiner PSO am Komp und am Körper. Bis jetzt bekomme ich jeden Tag Bäder,Bestrahlung und Salbung, mein Stationsarzt sagte mir diese Woche das man ein Neotigason Therapie machen möchte. Deshalb musste ich Urin, 7 Röhrchen Blut, zum Röntgen und zum Ultraschall ( Oberbauch ) gehen, ist das normal vor so einer Therapie und kann es auch sein das ich das Medikament als Spritze bekomme oder habe ich etwas falsch verstanden ?
       
      Danke für eure Antworten
    • Keith
      By Keith
      Hallo liebe Mitgeplagte!
      Ich hoffe ich erstelle jetzt hier kein Thema, dass schon tausendmal beantwortet wurde. Bin leider nicht so der Forenschreiber.

      Mein Anliegen ist folgendes: Ich habe seit etwa 3 Jahren extreme Beschwerden an den Händen (Innenseite und Finger), und seit etwa einem halben Jahr auch an den Füßen (unterm Fuß, zwischen den Zehen). Anfangs habe ich es nicht weiter beachtet, und dachte es wäre nur eine Rückkehr meiner Neurodermitis, die sich ab und an mal meldet wenn es mir psychisch schlecht geht. Irgendwann wurde das ganze aber unerträglich, vor allem auf der Arbeit (Lebensmittelmarkt, Kontakt mit offenen Lebensmitteln, Kälte und Nässe). Nachdem ich satte 3 Jahre gar nicht und/oder falsch behandelt wurde, wurde jetzt nach einem erneuten Arztwechsel Schuppenflechte diagnostiziert. Da eine Behandlung mit Cortison und Teersalben nur leichte Linderung verschafft soll ich nun das berühmt-berüchtigte Neotigason einnehmen (25mg), eine pro Tag.

      Ich muss ehrlich gestehen, dass ich leicht zu Panik neige, aber die im Beipackzettel aufgeführten Nebenwirkungen haben mich regelrecht erschlagen (und wurden mir vom Doc auch so nicht näher erläutert). Natürlich können diese auftreten, müssen aber nicht. Aber die Wahrscheinlichkeitsangaben finde ich doch schon sehr erdrückend. Da ich arbeitsbedingt sowieso schon ständig Knochen- und Gelenkschmerzen habe wäre zum ersten dies völlig suboptimal, auch die Möglichkeit weniger zu sehen oder schlechter in der Dämmerung zu sehen ist ebenso abschreckend (da ich sowieso nicht die besten Augen habe) wie die Aussicht auf noch dünnere Haut an eben genau diesen Stellen. Ich finde das sogar ziemlich paradox, dass das Medikament die betroffenen Stellen somit sogar noch empfindlicher macht. Eventuell schlechtere Blutwerte wären mir sicher auch nicht zuträglich. Und jetzt zur Erkältungssaison trockene Schleimhäute? Na bitte sehr...

      Da Google leider sehr viel Blödsinn ausspuckt was das Thema angeht wende ich mich lieber gleich an Menschen, die die Problematik kennen.

      Meine Frage wäre also: Hilft es wirklich? Denn Fakt ist, so kann ich kaum meinen Alltag bewältigen, geschweige denn arbeiten. Was wären die Alternativen (auch darüber wurde ich leider nicht aufgeklärt), gibt es vielleicht sogar spezielle Alternativen für Hände und Füße? Wie sind Eure Erfahrungen mit den Nebenwirkungen? Im Netz liest man Horrorgeschichten, die man in Hollywood verfilmen könnte. Und eine wahrscheinlich ebenso blöde wie naive Frage zum Ende: Ich weiss, dass das Medikament fatale Folgen für Frauen im gebährfähigen Alter haben kann, aber muss ich als Mann denn auch etwas beachten, was das Thema Sex angeht? Ich bin da was Biologie angeht leider etwas... naja unbedarft. Im Netz gibt es auch hierzu leider keine nützlichen Aussagen. Ich danke im Voraus für alle Antworten und Eure Mühe!

      Grüße,
      Keith

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