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Hallo,

hab mich jetzt lange nicht mehr gemeldet.

Habe seit ca. einem Jahr Schmerzen in beiden Schultern. Laut Orthopäde Arthrose.

Hatte ein MRT der HWS da mir nachts dauernd die Hände einschlafen. Das einzige was da rauskam war eine leichte Bandscheibenvorwölbung.

Heute war ich beim Knochenszinthigramm. Lt. Arzt sieht man zwar eine leichte Schulter und Kniearthrose, aber die Hände deuten nicht auf eine Psoriasis Arthritis.

Habe aber noch keinen Arztbericht.

Seit über 10 Jahren ohne Diagnose. Seit 2 Jahren auch ohne Medikamente. Nur Schmerzmittel bei Bedarf.

Ich versteh das nicht. Das die Ärzte es nicht schaffen eine Diagnose zu stellen. Man kommt sich vor wie ein Simulant.

Dabei habe ich typische Sympthome. Morgensteifigkeit, Gelenkschmerzen in einigen Gelenken usw. Aber eben keine Wurstfinger oder Nagelpsoriasis.

Heute früh konnte ich mir meinen BH nicht hinten zumachen. Mußte ihn vorne schließen und dann drehen wegen der Schulter.

Bin mal gespannt wie lange das mit der Arbeit noch funktioniert. Bei jeder falschen Bewegung(z. Bsp. Arm nach hinten bewegen) zieht ein Schmerz in die Schulter. Noch oben greifen ist auch kaum noch möglich. Und schlafen geht momentan nur in Rückenlage. Sonst schlafen die Hände ein und/oder ich habe Schmerzen in den Schultern.

Bin mal gespannt was der Orthopäde zu dem Arztbericht sagt. Wahrscheinlich wieder das ich Sport machen soll.....

Euch noch einen schönen Abend,

Martina

 

 

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Hallo Martina

Hol dir eine zweite Meinung in der Gelenkklinik Gundelfingen. Die Anreise lohnt sich

Ich habe fast zwanzig Jahre gebraucht und von Orthopäde zu Orthopäde gelaufen. Bin dann dort hin gefahren und habe direkt gesagt wenn er jetzt nichts findet gehe ich zum Phsychater. Er hat gefunden. Lange Therapie. Was lange da war kann nicht von sechs mal Physio weg gehen. Es war harte Arbeit für mich und auch die Therapeuten. Es kommt keine anderer Orthopäde mehr an meine Schulter. 

Inzwischen habe ich Kalkablagerungen am Gelenk und am Schlüsselbein muss auch was gemacht werden. Er hat mir aber jetzt mind fünf  Jahre ohne Schulterprobleme und Schmerzen geschenkt. Hat aber auch damals gleich gesagt, irgendwann müssen wir da dran aber jetzt noch nicht.

Habe das gleiche hinter mir. Simulant und Hyochoner. Einer von den unkompetenten Ärzten hat mir damals sagte, ich soll ihm nicht seine Zeit stehlen. Es warten echte Patienten auf ihn. 

Prof. Dr. Ostermeier macht in dieser Klinik in Gundelfingen nur Schultern und Knie. Also bist du bei ihm gut aufgehoben. Nimm alles an Berichten und Aufnahmen was du so in den letzten Jahren bekommen hast mit. So hat er sofort Material.

Da dir nachts die Hände einschlafen. Wie viele Ärzte haben dir gesagt, weil dir die Hände einschlafen, das sie dich am Kabeltunnel operieren wollen? Obwohl du genau weißt das es von den Schultern kommt.

Wenn du Probleme mit den Händen hast dann schau mal nach einem sehr guten Handchirug in deiner Nähe. Ich bekam von dem Handchirug hier in der Nähe sofort gesagt das ich Schuppenflechte von innen habe und das ich schleunigst zum Rheumatologen muss. Ein Handchirug sieht mehr wie ein Orthopäde. Er hatte auch nur Röntgenbilder gemacht, keine MRT: Aber ich glaube die haben auch einen  inzwischen für Handchirug in Gundelfingen.

Sag den Ärzten auch in Gundelfingen das du die Vermutung hast das es Psoriasis ist. 

Vielleicht haben hier ja auch noch andere einen anderen Tipp. 

Viele Grüße aus NRW

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Hallo Clau dia,

ich bin ja schon seit ca. 10 Jahren beim Rheumatologen in Behandlung. Hatte auch schon MTX, Leflunomid,Otezla und Cotison bekommen. MTX hat auch Anfangs gut gewirkt. Leider nicht auf Dauer. Leflunomid musste ich absetzen wegen Nebenwirkungen. Und Otezla hat nicht geholfen. Cortison hat schon geholfen aber das sollte man ja nicht Dauerhaft nehmen.

Da ich keine Diagnose habe werden mir keine Biologica aufgeschrieben.

Die Schulterprobleme hab ich ja noch nicht so lange. Erst ein knappes Jahr. Deshalb war ich damit erstmal beim Orthopäden. Der Rheumatologe kann ja nicht selbst Röntgen. Außerdem dauerte es noch bis zum Termin.

Und der Orthopäde hat eben eine Arthrose diagnostiziert.

Und die jetzt neu auftretende Arthrose ist natürlich "Altersbedingt".

Das meine Knie schon mit Mitte 30 Arthrose hatten interessiert nicht. Alle Problem kommen vom Alter und vom Rauchen.

Ich bin genervt weil sich seit über 10 Jahren kein Arzt findet der mal eine Diagnose stellt. Obwohl ich viele typischen Symptome habe.

Martina

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vor 21 Minuten schrieb tinhelm:

MTX hat auch Anfangs gut gewirkt. Leider nicht auf Dauer.

 

vor 21 Minuten schrieb tinhelm:

Cortison hat schon geholfen aber das sollte man ja nicht Dauerhaft nehmen.

Man könnte meinen du hast meine bisherige Medizinischen Laufbahn aufgeschrieben. Genau so wie dein erster Text. 

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Rheinhessin

Hi Tinhelm

mit den ganzen Symptomen, die Du hast, ist das schon ziemlich eindeutig. Speziell mit der Vorgeschichte Deiner Haut. Ich denke auch, dass Du Dir einen anderen Rheumatologen suchen solltest.

Oder versuchs doch mal in der Rheuma-Ambulanz der Uniklinik in Mainz. Ich vermute, dass Du da Deine Diagnose erhältst.

Drück die Daumen. Alles Gute.

Rheinhessin

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Mit Rheumatologen ist das nicht so einfach. Ich war zuerst bei dem einzigen in Hanau. Der hat beim Erstgespräch mittendrin für ca 10-15 Minuten telefoniert. Damit war das Gespräch auch beendet dann noch ein paar flüchtige Untersuchungen. Fußknöchel z. Bsp. zwischen Schuhen und Hosenbeine durch Nylons angeschaut. Und nach einem flüchtigen Blick keine Schwellugen festgestellt.

Dann ein dreiviertel Jahr später in der Rheumaambulanz Uni Frankfurt. Da wurden zwar die Hände mit Ultraschall, und Hände und Füße geröntgt. Aber auch dort kein Ergebnis. Aber Immerhin MRX 15 mg in Tablettenform.

Nach ein paar Jahren endlich einen Termin im Endokrinologikum bekommen. Aber auch da krieg ich keine Diagnose. Und nach MTX als Pen, Leflunamid, Sulfasalazin und Otezla bekomm ich schon seit mehreren Jahen keine Therapie mehr. Das nächste wär ein Biologicum. Und das krieg ich nicht ohne Diagnose.

Mehr Rheumatologen die gesetzlich Versicherte Behandeln gibt es meines Wissens nicht in Frankfurt.

In Mainz war ich noch nicht. Ist aber für mich auch sehr ungünstig Wohne ja östlich von Frankfurt. Und bin noch voll berufstätig.

 

Tinhelm

 

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Tenorsaxofon

@tinhelmdu hast zwei Möglichkeiten. Entweder du gibst Arztsuche ein und suchst so nach einem Rheumatologen oder du versuchst es über deine Krankenkasse. Diese dürfen dir zwar keine Empfehlung geben, aber Adressen von Fachärzten in deiner Region. Meine organisiert, wenn man möchte, auch Termine.

Gruss Anne

Edited by Tenorsaxofon
Verbessert
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Am 2.2.2021 um 22:59 schrieb tinhelm:

Hallo,

hab mich jetzt lange nicht mehr gemeldet.

Habe seit ca. einem Jahr Schmerzen in beiden Schultern. Laut Orthopäde Arthrose.

Hatte ein MRT der HWS da mir nachts dauernd die Hände einschlafen. Das einzige was da rauskam war eine leichte Bandscheibenvorwölbung.

Heute war ich beim Knochenszinthigramm. Lt. Arzt sieht man zwar eine leichte Schulter und Kniearthrose, aber die Hände deuten nicht auf eine Psoriasis Arthritis.

Habe aber noch keinen Arztbericht.

Seit über 10 Jahren ohne Diagnose. Seit 2 Jahren auch ohne Medikamente. Nur Schmerzmittel bei Bedarf.

Ich versteh das nicht. Das die Ärzte es nicht schaffen eine Diagnose zu stellen. Man kommt sich vor wie ein Simulant.

Dabei habe ich typische Sympthome. Morgensteifigkeit, Gelenkschmerzen in einigen Gelenken usw. Aber eben keine Wurstfinger oder Nagelpsoriasis.

Heute früh konnte ich mir meinen BH nicht hinten zumachen. Mußte ihn vorne schließen und dann drehen wegen der Schulter.

Bin mal gespannt wie lange das mit der Arbeit noch funktioniert. Bei jeder falschen Bewegung(z. Bsp. Arm nach hinten bewegen) zieht ein Schmerz in die Schulter. Noch oben greifen ist auch kaum noch möglich. Und schlafen geht momentan nur in Rückenlage. Sonst schlafen die Hände ein und/oder ich habe Schmerzen in den Schultern.

Bin mal gespannt was der Orthopäde zu dem Arztbericht sagt. Wahrscheinlich wieder das ich Sport machen soll.....

Euch noch einen schönen Abend,

Martina

 

 

Hallo Martina,

hat man bei dir mal den HLA-B27 Wert bestimmt

oder ein Zitokinprofil erstellt (Interferon Gamma, Interleukin 4, Interleukin 17 etc.)

oder einen Hormonstatus gemacht (Dihydrotestosteron, Östrogen, Progesteron, Relaxin)

???

 

Liebe Grüße

Kami

 

 

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HLA-B27 ist positiv. Der Rest meiner Meinung nach nicht.

 

Tinhelm

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toewoeboe

Wenn mehr als 2-3 Medikamente nicht helfen, dürfen sie ein Biologika verschreiben.

Hatte nämlich das gleiche Problem, 5 Orthopäden durch und 2 Rheumatologen. Außer eine leichte Arthrose am Isg nichts zu sehen (hatte Schulter und Rückenschmerzen und noch ein paar Kleinigkeiten), üerall aber leichte Entzündungen. 
 

bei mir hat nichts geholfen, mehre Cox-2 Hemmer, normale Schmerzmittel mit Entzündungshemmer und Cortison nicht. 
 

Der letzte Orthopäde meinte es ist nichts Orthopädisches und hat mich dann zum Dritten Rheumatologen überwiesen. Da musste ich auch lange jammern und habe Cox 2 Hemmer nochmal bekommen. Nachdem diese nicht geholfen haben, hat er endlich testweise mit Biologika verschrieben uns seitdem geht es mir deutlich besser. 
 

Dadurch das ich mich sehr viel bewege und keine Bewegungseinschränkung habe, war’s natürlich noch schwieriger alles. Hatte wirklich außer wenige Ausnahmen, nur Ruheschmerz. 
 

Aber die bleibt nichts anderes übrig, als weiter die Ärzte zu nerven, bis einer nachgibt. 

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Ich hoffe das ich beim nächsten Termin meinen Rheumatologen endlich dazu bringe mir ein Biologica zu verschreiben.

Wenn nicht muß ich doch mal den weiten Weg nach Mainz oder ein anderes Rheumazentrum machen.

Tinhelm

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  • 2 weeks later...

Jetzt wurde erstmal ein Knochenszintigramm gemacht, Ist aber auch nichts nennenswertes bei rausgekoomen. Außen einer Sehnenansatzentzündung im rechnten Knie.

Aber jetzt wird mal ein MRT der linken Schulter gemacht. Mal sehen was da rauskommt. Habe mitte März einen Termin.

Hoffe ich bin dann ein bischen weiter.

Tinhelm

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    • SonjaS
      By SonjaS
      Hallo zusammen!
      Ich habe seit ca. 7 Jahren Schuppenflechte am Kopf, leider seit ein paar Monaten auch im Genitalbereich, wobei letzteres noch nicht so schlimm ist. Die Kopfflechte kriege ich nicht in den Griff, habe schon alles ausprobiert, von Schulmedizin bis Hausmittel....somit laufe ich halt mit blutigschuppigem, stark juckendem Kopf herum   Eigentlich juckt bei mir der ganze verdammte Körper, aber ohne Ausschlag (nur sehr trockenes Haut) Naja, man gewöhnt sich an alles.
      Naja, jetzt habe ich aber seit ein paar Wochen Schmerzen in den Handgelenken, Schultern, Füssen, wobei das irgendwie schmerzt, aber eher so ein bleischwerer, stumpfer Schmerz ist. Alles fühlt sich bleischwer an und ich fühle mich unbeweglich, aufgedunsen irgendwie. Auch kann ich die Hände nicht mehr richtig koordinieren, es fällt alles daneben, runter und die Schreiberei hier klappt auch nicht wirklich, und mit der Hand schreiben...das könnte keiner mehr lesen. Auch stolpere ich vermehrt oder mir wird schon mal schwindelig. Letzteres hatte ich vermehrt letzten Frühling, das ist aber wieder weggegangen, aber jetzt wieder seit ein paar Wochen akut. Und ich bin soooo müde... körperlich, aber auch Watte im Kopf. Ich kann allerdings seit einigen Jahren nicht mehr schlafen, mehr als 4-5 Std. sind pro Nacht selten. Frage mich aber ständig, woher ich die Energie nehme, noch durch den Tag zu kommen, das klappt zum Glück noch.
      Bin letztens 49 Jahre geworden, fühle mich aber eigentlich wie Anfang 90.
      Kann das PSA sein? ich weiß, Ferndiagnosen geht nicht, ich wollte mal morgen zum meiner Hausärztin in die Notsprechstunde, habe aber Bedenken/Angst, dass mich da mal wieder keiner Ernst nimmt (bei Ärzten ist ohne sichtbare Symptome immer alles Einbildung (kann man nicht abrechnen) oder bei offensichtlicher PSO: ist Stressbedingt, bauen sie ihn ab! Ja, wie denn, du Heinz..??).
      Ich bin sonst total selten krank, zum Glück, denn jedesmal wenn ich dann mal was habe, nimmt das keiner ernst.
      Danke!
    • Najade1979
      By Najade1979
      Hallo zusammen,
      ich schreibe hier, weil ich gerne eure Erfahrungen hören würde. Kurz zu meiner Geschichte:
      Letztes Jahr im Januar ist mein Sohn auf die Welt gekommen und im April habe ich dann plötzlich Probleme mit der Haut bekommen und schlimme Schmerzen im ISG-Gelenk. Es war so schlimm, dass ich überhaupt nicht mehr aus dem Bett kam. Dann bin ich erst einmal von einem Arzt zum anderen gerannt. Es stand ziemlich schnell fest, dass die Probleme mit der Haut Schuppenflechte waren. Die Schmerzen im ISG-Gelenk wurden damit aber nicht in Verbindung gebracht. Zum Glück bin ich an einen wirklich guten Orthopäden geraten, der mich zum Rheumatologen geschickt hat und dort habe ich dann im Oktober die Diagnose PSA bekommen. Die Schmerzen hatte ich mit Naproxen gut im Griff, ich kam monatelang sogar ganz ohne Tabletten aus. Im Dezember kamen die Schmerzen aber wieder zurück und weil das Naproxen dieses Mal nicht so gut wirkt wie beim letzten Mal, habe ich kurz vor Weihnachten noch einmal mit dem Rheumatologen gesprochen (nur per Telefon). Er meinte, dass wir im Januar die Vorbereitung für Biologika machen werden. Vor Weihnachten wollte er das nicht mehr machen, weil es zu Nebenwirkungen kommen könne.
      Könnt ihr mir vielleicht sagen, wie diese Vorbereitung für Biologika aussieht? Kommen da jetzt unzählige Untersuchungen auf mich zu? Wie lange hat das dann gedauert, bis ihr das Biologika dann bekommen habt? Bekommt man dann eigentlich nur das Biologika, oder gibt es noch "Begleitmedikamente"? Ich habe gelesen, dass es teilweise Monate dauert, bis man eine Besserung der Symptome bemerkt. Bei den meisten scheint mit MTX angefangen zu werden, ist das Standard? Ich habe da sehr viel negatives zu den Nebenwirkungen gelesen. 
      Es tut mir leid für die vielen Fragen. Ich mache mir nur gerade Gedanken ohne Ende...
      Viele Grüße
       
    • Lini
      By Lini
      Hallo zusammen! 
      Ich bin 21 Jahre alt und hatte meinen ersten Rheumaschub im August/ September 2018, also mit 19 Jahren. Damals ging es bei mir so los: plötzlich schmerzte mein rechter Fuß von Tag zu Tag immer mehr, wurde super dick und warm an den Gelenken, ich dachte mir damals erst, dass ich ihn mir evtl gebrochen haben könnte in meiner Tollpatschigkeit, allerdings vermutete mein Orthopäde recht schnell, dass es Rheuma sein könnte, weshalb er mich in eine Uniklinik einwies. Die Ärzte dort stellten fest, dass es sich um Morbus Bechterew sowie Psoriasis Arthritis handelt - beides habe ich vererbt bekommen von meinen Eltern. Als erstes wurde probiert meine Schmerzen mit Etoricoxib 60mg zu lindern, was allerdings nicht half, dann wurde die Dosis auf 90mg erhöht. Als dies auch nicht half wurde direkt der Begriff „TNF-Blocker“ in den Raum geschmissen, weshalb ich kurz darauf anfing mir Adalimumab - also Humira - in Abständen von 2 Wochen zu spritzen. Die Behandlung hat sehr gut angeschlagen, allerdings machte sich auch direkt eine Nebenwirkung bemerkbar: starker Haarausfall. Mir gingen die Haare büschelweise aus, außerdem hatte ich den Eindruck, dass die Wirkung, nach einem Jahr regelmäßiger Einnahme, nachließ. Ich entschied mich mit Absprache meines Rheumatologen im September 2019 dazu, Humira abzusetzen. Da die Biologicas ja das Immunsystem komplett runterfahren bzw. Schwächen, bekam ich im November 2019 eine starke Lungenentzündung, die sich dann aber nach Einnahme von Antibiotika nach drei Wochen wieder legte. Bis Ende Februar 2020 war alles in Ordnung, allerdings ging ab März, also gut ein halbes Jahr nach Absetzen von Humira, alles wieder von vorne los - nur viel stärker und schlimmer. 
      Los ging es wieder im Fuß und schon schnell waren alle Gelenke von den höllischen Schmerzen befallen - beide Knie, Hüften, Ellenbogen, Schultern, Finger und Handgelenke und vor allem der Rücken und mein rechter Fuß. 
      Ich stellte mich erneut bei einem Rheumatologen vor, da gute Erfahrungen in der Familie bei ihm bestehen. Dieser verschrieb mir zur sofortigen Schmerzlinderung Etoricoxib 120mg, diese Tabletten nahm ich an den Tagen ein, an denen die Schmerzen gar nicht mehr erträglich waren. Außerdem überlegte er, welchen TNF-Blocker er mir verschreiben könnte, der sowohl die Entzündungen reduziert, als auch meine starken Schuppenflechten an der Kopfhaut, Nacken, sowie an beiden Füßen und den Ellenbogen lindern könnte. Er entschied sich für Cimzia, die erste Spritze injizierte ich am 31.03.2020. Da genau zu dieser Zeit das Drama mit dem Corona-Virus anfing, bzw. schon voll am laufen war, sollte ich nicht wie normal zwei Spritzen zu Anfang nehmen, sondern eine und dann auch alle zwei Wochen eine spritzen. Cimzia half mir nur bedingt und ich bekam wieder Nebenwirkungen zu spüren: zum einen kam der starke Haarausfall zurück und dazu ging es dieses Mal noch aufs Herz; mein Ruhepuls war bei 120. Ausserdem wirkte Cimzia nicht sonderlich gut, denn die starke Schwellung an meinem Fuß ging einfach nicht weg. Nach Rücksprache mit meinem Rheumatologen und zusätzlich auch Abklärung mit einem Kardiologen und einem Orthopäden wegen meinem rechten Fuß, stellte sich heraus, dass mit meinem Herz an sich alles in Ordnung ist, allerdings sich durch den schon zwei Monate anhaltenden Schub, eine Ermüdungsfraktur in meinem rechten Fuß ergeben hat (Mai 2020). Für den Fuß habe ich einen speziellen Schuh bekommen, der diesen entlasten sollte und es wurde entschieden, dass ich mit der Einnahme von Cimzia aufhören sollte, die letzte Spritze injizierte ich im Juni 2020. Die Schmerzen waren im Juni und Juli besser, allerdings nie komplett weg. Anfang August wurden die Schmerzen im Urlaub wieder so stark, dass ich diesen nach einer Woche abbrach und erneut bei meinem Rheumatologen auftauchte. Ich sprach ihn auf die Klinik in Oberammergau an und so kam ich Ende August für 10 Tage dort in die Akutklinik. Der Chefarzt dort verschrieb mir neben Krankengymnastik, Ergotherapie etc. wieder Etoricoxib 120mg, welche ich dann für 4 Tage einnahm - und mir direkt wieder die Haare büschelweise ausgingen und diese auch nicht mehr wirklich halfen.
      Nach sämtlichen Untersuchungen und einem ausgiebigen MRT der LWS, meinte der Arzt, er sehe keine Notwendigkeit in TNF-Blockern bei meinem Krankheitsbild, weshalb er mir die Tabletten Celebrex verschrieb, welche ich zwei mal täglich hätte einnehmen sollen. Das Risiko und auch die Erfahrungsberichte schreckten mich ab, deshalb probierte ich es erst gar nicht damit. Letztendlich wurde ich mehr oder weniger vom Chefarzt vor die Tür gesetzt, da ich diese Therapie ablehnte. Er ging weder auf meine Bedenken, noch auf eine weitere, Alternative Therapie ein. 
      Seit dem ich am 03.09. aus der Klinik abgereist bin, hänge ich immer noch mit abartigen Schmerzen alleine in der Luft. Ich ging erneut zu meinem Orthopäden, um nochmal abklären zu lassen, ob die Schmerzen im Fuß noch von der Fraktur oder doch wieder vom Rheuma kamen. Beim MRT kam raus, dass der Bruch verheilt ist, allerdings starke Entzündungen an den Gelenken im Fuß - vor allem am großen Zeh - zu sehen sind.  Ich nehme nun seit 7 Tagen Kortison ein - welches mir mein Orthopäde verschrieben hat - doch es ist keine Besserung in Sicht und ich weiß nun nicht mehr weiter. 
      Es fühlt sich kein Arzt richtig zuständig für mich und niemand ist richtig darauf aus mir zu helfen, damit ich nach nun 7 Monaten unter Höllenschmerzen, endlich mal wieder einigermaßen normal leben könnte. Bei meinem Rheumatologen hab ich - trotz Schilderung meiner eigentlich bekannten Probleme - erst Anfang November einen Termin bekommen. 
      Anfang Oktober 2020 haben die Schmerzen ihren Höhepunkt erreicht, weshalb meine Eltern am Wochenende einen Notarzt riefen. Dieser hat mir zur Überbrückung Novaminsulfon und Diclofenac Tabletten verschrieben und meinte, ich solle es nochmal im Krankenhaus versuchen. Die Woche darauf sind wir in die Notaufnahme in die Uniklinik gefahren. Dort wurde mir Blut abgenommen, sowie meine Arzt- und Krankenhausberichte überflogen. Sie vertrösteten mich ebenfalls mit Diclofenac und Novaminsulfon und meinten, dass kein Bett auf der Rheumastation frei sei, weshalb ich bis nächste Woche warten müsse. Da mir nichts anderes übrig blieb als zu warten, ging ich erst am Montag die darauffolgende Woche wieder in die selbe Uniklinik, die auch 2018 die Krankheit diagnostizierten. Ich war vier Tage im Krankenhaus, doch die einzigen Untersuchungen, die noch gemacht wurden, waren Blutabnahme und Ultraschall mancher Gelenke. Mein Entzündungswert lag zu dieser Zeit bei 64 - normal liegt dieser ja bei 5. Die letzten Monate hat man bei mir kaum einen erhöhten Entzündungswert ermittelt, das war das erste Mal. Ich vermute auch, dass mich deshalb die Ärzte nicht wirklich ernst genommen haben, weil man im Blut fast nichts sehen konnte. Nur wenn das der Grund für die Ärzte war, mir nicht mehr weiter helfen zu wollen/ können, dann zweifle ich sehr stark an deren Kompetenz und auch an deren Einfühlungsvermögen bzw. Verständnis und Hilfsbereitschaft. 
      Naja jedenfalls war das Resultat nach drei Tagen morgens und abends Diclofenac Tabletten im Krankenhaus, dass ich mit Cosentyx anfangen soll. Es fiel der Begriff TNF-Versager und das ich deshalb einmal in der Woche zwei Spritzen (also 300mg Cosentyx) injizieren soll und das über fünf Wochen. Nach dieser Starterphase würde es alle vier Wochen mit zwei spritzen weitergehen. Gesagt getan, noch am selben Tag rammte ich mir die zwei Spritzen rein, am nächsten Tag wurde ich entlassen. Mein nächster Termin beim Rheumatologen in der Uniklinik ist Mitte November.
      Ich injizierte mir nun über fünf Wochen lang jede Woche zwei Cosentyx Spritzen, nahm zusätzlich immer noch Schmerzmittel ein, die auch nicht wirklich halfen. Nun war es mittlerweile schon Anfang November und mein Termin bei meinem eigentlichen Rheumatologen war fällig. Seit August, also vor meinem Aufenthalt in Oberammergau haben wir uns nicht mehr gesehen. Ich legte ihm also alle Berichte vor, sowohl von der Uniklinik als auch von der Akutklinik und dem Orthopäden. Er sagte darauf nicht viel und meinte dann nur, ich soll in Zukunft in Erlangen zur Behandlung bleiben, ich bekomme keinen Termin mehr bei ihm. 
      Kurz darauf war ich wieder bei meinem Hausarzt, der mir gegen die starken Schmerzen 50mg Tilidin verschrieb, diese sollte ich zweimal am Tag nehmen. 
      Naja ok, Mitte November war dann ja schon wieder der Termin in Erlangen. Die Ärztin dort meinte, da das Cosentyx überhaupt keine Besserung zeigt, weder bei den Entzündungen, noch bei der Schuppenflechte, soll ich zusätzlich jede Woche noch MTX spritzen, da ich ja so jung bin und das Rheuma ja die Gelenke kaputt macht. 
      Mit neuen Rezepten für MTX und Folsäure ging ich wieder nach Hause und habe erstmal über alles nachgedacht was mir gesagt wurde. Ich habe ehrlich gesagt Angst, wenn ich mir alle vier Wochen 300mg Cosentyx und jede Woche eine Spritze MTX in der momentanen Situation spritzen muss und mir nebenbei noch sämtliche Schmerzmittel einschmeiße, die genauso wenig bringen. 
      Nebenbei erkundigte ich mich zusammen mit meinen Eltern und meinem Freund immer nach weiteren alternativ Möglichkeiten die Sache im Griff zu bekommen. Zusätzlich nehme ich jeden Tag Schwefel, goldene Milch, sowie sämtliche Vitamine und homöopathische Tabletten ein. Ich wollte den alternativen Methoden erstmal noch eine Zeit lang eine Chance geben. 
      Ich war nochmal beim Hausarzt, diese hat meine Schmerztabletten wieder angepasst und mir was für meine starken Schlafstörungen verschrieben. Mittlerweile nehme ich jeden Tag vier mal 600mg Ibuprofen, morgens und abends 100mg Tilidin, sowie meine sämtlichen Vitamine und abends 7,5mg Mirtazapin und Melatonin ein. (Das hilft mir allerdings auch alles nichts, die Schmerzen sind konstant da)
      Und nun zu meiner Frage/ meinem Anliegen: ich brauche dringend Hilfe und Rat von Leuten, die Ahnung haben und evtl. selbst schon Erfahrungen mit Medikamenten hatten, die ihnen geholfen haben. 
      Ich weiß nicht mehr weiter, bin langsam mit den Nerven am Ende, das Ganze ist nun 10 Monate so und ich wäre so dankbar für jeden Ratschlag. 
      Liebe Grüße, 
      Lini
       
       

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