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Gast Tom22

Freundin

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Gast Tom22

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Hallo zusammen

erstmal wollte ich den machern dieser page ein ganz dickes kompliment machen. ich selber habe nicht pso, aber meine freundin. da sie irgendwie nie darüber reden wollte, und ich nicht wusste was sie genau hat bin ich mal auf dem internet suchen gegangen und bin schliesslich auf diese seite gelangt. mitlerweile habe ich sehr viel über diese krankheit erfahren, und ich verstehe meine freundin jetzt auch viel besser.

aber es ist manchmal nicht ganz einfach da ich oft nicht genau weiss wie ich mit ihr umgehen soll. meistens ist die krankheit bei uns ja gar kein thema, aber manchmal wenns wiedermal einen schub gibt, zieht sie sich völlig zurück und auch ich komme nicht mehr an sie ran. es ist auch für mich nicht einfach, da ich oft nicht weiss wie mit ihr umgehen. ich denke das es bei ihr viel mit der psyche zu tun hat, denn wenn sie mal jemand darauf anspricht was sie da het ist es immer am schlimmsten. dann denkt sie alle starren nur auf diese blöden flecken. und was soll ich da sagen? ich sage ihr das sei doch gar nicht wahr und sie kontort sofort damit das sie ja schliesslich diejenige person darauf angesprochen hat. meistens gehts dann ein paar tage, oder gar wochen sie wieder einigermassen aus ihrem tief herausfindet...

für mich war diese krankheit noch nie ein thema, denn ich liebe sie so wie sie ist. nur leider kann sie sich selber nicht so akzeptieren wie sie ist. neulich hat sie gar geträumt das ich sie wegen der krankheit verlassen habe. aber das würde ich nie im leben tun. ich kann ihr nur immerwieder sagen das ich sie so liebe wie sie ist und das ich immer für sie da bin.

keine ahnung wiso ich das erzähle, aber musste das irgendwie mal loswerden...

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Gast raskolnikow

Hallo Thomas,

es ist schon einmal sehr erfreulich, daß die Pso zwischen Euch meistens kein Thema ist; je weniger sie Euer Leben bestimmt, desto besser für alle Beteiligten. Wenn sie sich aber doch hin und wieder wegen eines Schubes zurückzieht und auch Du nicht an sie herankommst - dann laß' es bleiben. Aus eigener Erfahrung (als Betroffener) weiß ich, wie unangenehm es ist, wenn da jemand fragt und bohrt und kommentiert und und und....Sei nur da, bzw. laß' sie spüren, daß Du für sie da bist, wenn sie Dich braucht. Laß' die Initiative in diesen Situationen immer von ihr ausgehen. Wenn sie mit Dir darüber sprechen will - gut; wenn sie nicht sprechen will - auch gut.

"neulich hat sie gar geträumt das ich sie wegen der krankheit verlassen habe."

das zeigt doch, daß ihr die ganze Situation doch mehr zu schaffen macht, als sie Dir und wahrscheinlich auch sich selbst eingestehen will. Du wirst ihr noch tausendmal erzählen können, daß Du sie liebst; ihre Zweifel werden bleiben, solange sie nicht mit sich selbst und ihrem Verhältnis zu ihrer Pso ins Reine kommt - und den besten Rückhalt hat sie, wenn Du (siehe oben) immer für sie da bist, wenn sie Dich braucht; und bis sie sich in der Weise öffnet, wie Du es Dir offensichtlich wünscht, kann es noch dauern - Geduld, Geduld

"ich denke das es bei ihr viel mit der psyche zu tun hat, denn wenn sie mal jemand darauf anspricht was sie da het ist es immer am schlimmsten. dann denkt sie alle starren nur auf diese blöden flecken. und was soll ich da sagen?"

Sag' zum Beispiel: "Sehr gut, wenn Dich die Leute drauf ansprechen; Du kannst ihnen erklären, was es mit den Flecken auf sich hat und Vorurteile ausräumen. 99% der Leute fragen nur einmal und sehen die Flecken dann nicht mehr. Ist doch viel besser, als wenn Dich die Leute nur anstarren und dann hinterrücks Blödsinn darüber reden..."

Wenn ich mir Deinen Beitrag nochmals durchlese komme ich nicht umhin, Deiner Freundin für ihren Partner zu gratulieren.

Wünsche Euch alles Gute

Raskolnikow

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Gast Greeky

Hallo Tom,

nachdem ich Deine Zeilen mehrfach gelesen habe, konnte ich mich in einigen Dingen mit Deiner Freundin durchaus identifizieren...

Ich weiss leider nicht, wie lange sie schon mit Psoriasis zu tun hat.

Aber es ist ein langer Weg, bis man zu sich selbst stehen kann und die Psoriasis nicht als lästige "Krankheit" (ich schreibe das jetzt absichtlich in "", weil ich mich eigentlich nicht krank fühle), sondern als Teil von sich selbst akzeptieren kann.

Dabei gibt es auch immer wieder Rückschläge, ein einzelner unüberlegter und dummer Kommentar eines Mitmenschen kann einen da auch schonmal ganz schön zurückwerfen und das Selbstbewusstsein, daß man sich gerade wieder ein wenig aufgebaut hat, wieder zerstören...ein Schritt vor und zwei wieder zurück.

Du kannst Deiner Freundin sehr viel helfen, indem Du genauso weitermachst wie bisher.

Du akzeptierst sie, so wie sie ist und informierst Dich sogar für sie und für Dich selbst über Psoriasis.

Du stehst zu ihr und vermittelst ihr immer wieder, daß Du zu ihr hältst und die roten Flecken Dich nicht stören.

Viel mehr kannst Du auch gar nicht tun, solange sie sich nicht selbst damit abfindet und sich so akzeptiert, wie sie ist.

ABER, das ist schon eine ganze Menge, auch wenn sie Dir momentan nicht immer so recht glaubt, bist Du ihr im Unterbewusstsein eine große Hilfe damit.

Wenn ich in die Vergangenheit zurückschaue weiss ich nur allzugut, wie oft ich fast verzweifelt habe, wenn ich mal wieder einen Schub bekommen habe und die ganze Pflegearbeit und Behandlungen an meiner Haut sich wieder "in Luft aufgelöst hat".

Es ist ein langer und schwerer Weg, seine Psoriasis auch aus dem Kopf heraus zu akzeptieren und zu lernen, daß sie einen das ganze Leben lang -mal schlimmer, aber auch eine Zeitlang erscheinungsfrei- begleiten wird.

Gib' Deiner Freundin weiterhin das Gefühl, daß Du für sie da bist und sie so akzeptierst, wie sie ist.

Und wenn man bedenkt, das statistisch gesehen alleine in Deutschland 2% der Menschen (in den USA sogar 4%) mehr oder weniger an Psoriasis leiden, sollte sie vor allem auch begreifen, daß sie als Betroffene auch nicht alleine ist.

Mir hat es vor ca. einem Jahr unheimlich geholfen, daß ich hier durch diese Seiten und auch durch den Chat viele andere "Schuppis" getroffen und dadurch auch teilweise persönlich kennengelernt habe. Man kann sich austauschen, seine Sorgen und Probleme loswerden und merkt auf einmal, daß man viele Gemeinsamkeiten hat. Auf diese Weise habe ich gelernt, daß ich nicht alleine bin, kein "einsamer Aussätziger", sondern nur Einer unter Vielen...

Vorher hatte ich auch keinerlei Kontakt zu Gleichgesinnten und kam mir oft auch ein wenig hilflos vor, denn die Hautärzte haben meistens gar keine Zeit, einem detailliertere Informationen und Hilfen zu geben, ausser der Ausstellung eines neuen Rezepts. :-(

Ich hoffe, das Du Deiner Freundin auch diese Seiten zeigst, hier (und auch im Chat) schreiben ganz viele Leute mit, die auch alle Psoriasis haben und auch genau dieselben Probleme haben/hatten, wie Deine Freundin.

Gib' ihr auf jeden Fall auch weiterhin die Möglichkeit, sich mal zurückzuziehen, wenn sie wieder einen Schub hat, aber gib' ihr trotzdem das Gefühl, für sie da zu sein. Damit bist Du absolut auf dem richtigen Weg...

Liebe Grüße aus Hamburg

Greeky

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Gast AndreasF

Hallo Tom,

ich glaube Du machst das bisher sehr gut.....

Ich habe meine jetzige Frau vor 14 Jahren kennengelernt. Da hatte ich schon 5 Jahre Psoriasis "hinter mir". Es war aber nie ein "großes Thema" für uns. Sie hat die Psoriasis "akzeptiert"..obwohl ich eine sehr ausgeprägte Psoriasis habe. Ich habe eigentlich keine Schübe , sondern das ganze Jahr über Probleme. Dazu kommt jetzt wohl noch eine Psoriasis Athritis.

<font color="#FF0000">Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, das der Partner mit seiner Einstellung sehr helfen kann.</font><img src="http://img.homepagemodules.de/heart.gif">

Viele Grüße und frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr

wünscht allen Andy

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Gast

Hallöchen Tom,

die anderen haben schon geschrieben, was zu schreiben war.

ich als frau kann da nur sagen; Es wäre schön, wenn es viele solcher Männer gäbe!

<img src="http://img.homepagemodules.de/wink.gif">

Sevensense

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