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Gast Kathrin

Psoriasis-Arthritis

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Gast Kathrin

Ich habe seit Jahren schubweise stark oder auch weniger stark schuppende Kopfhaut, mit der ich aber ganz gut le ben konnte. Später sind Probleme mit der Wirbelsäule hinzugekommen, bis zur Bewegungsunfähigkeit, dann Schmerzen in den Ellenbogen mit Schwellung und Bewegungsunfähigkeit bis in die Finger. Jetzt habe ich auch noch Probleme mit Knie, Daumen und Kiefer. Mein Rheumatologe tippt auf Psoriasis-Arthritis und bezeichnet diese Krankheit als chronisch, also unheilbar und unberechenbar und möchte Sie mit schweren Medikamenten behandeln um mir die Schmerzen zu erleichtern. Ich bevorzuge aber Naturheilmittel oder Homöopathie. Bisher hat sich allerdings keine Besserung eingestellt. Ich bin 37 Jahre alt und kann mir wirklich nicht vorstellen, mich bis an mein Lebensende wie eine alte Frau zu fühlen oder starke Medikamente zu nehmen, die auf Dauer auch Nebenwirkungen hervorrufen. Wer hat Tips oder Erfahrungen mit der Krankheit?

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Gast Matthias

Psoriasis-Arthritis ist chronisch, unheilbar und unberechenbar. Allenfalls ist eine Remission erreichbar. Wie lange diese dauert hängt von verschiedenen Begleitumständen ab. Der Normalfall ist , daß die Remission auch wieder einmal endet.

Auch wenn Du es Dir nicht vorstellen kannst, daß Dich die Krankheit bis an Dein Lebensende verfolgt, kümmert das die Krankheit wenig. Es kann also trotzdem eintreten.

Wenn Du noch keine Basismedikamente einnehmen willst, so ist der Leidensdruck noch nicht groß genug. Das muß jeder für sich ausmachen, wie lange er das aushalten will. Auch ist es natürlich so, daß man die Leiden gegen die möglichen Nebenwirkung von Basismedikamenten abwägen muß.

Mach Dir aber eins klar: im Gegensatz zu den Hauterscheinungen, die vollständig reversibel sind, zerstört die Gelenksentzündung auf Dauer Gelenke, so daß ediese auf Dauer unbrauchbar werden. Das kann nicht mehr repariert, sondern höchstens komplett ersetzt werden. Alternativ zu einer OP kannst Du Dich dann natürlich auch in den Rollstuhl setzen.

Ich würde Dir empfehlen, Dir eine zeitliche Grenze zu setzen, nach der Du mit Versuchen der reinen Homöopathie aufhörst. Sei ehrlich zu Dir selbst, wenn nach einer gewissen Zeit keine genügende Besserung eingetreten ist. Berücksichtige auch dabei, daß Psoriasis-Arthritis eine zyklische Krankheit ist, die auch ohne jede Behandlung mal besser und mal schlechtere Zeiten hat. Eine nur leichte Verbesserung kann also genausogut der normale zyklische Verlauf der Erkrankung sein.

Geh wenigstens regelmäßig zum Rheumatologen ( so alle 1 bis 2 Jahre) und lasse ihn überprüfen ob schon Gelenkzerstörungen vorhanden sind.

Wenn Dir die ganz schweren Hämmer der Rheumatologie noch zu viel sind, versuche noch einige Jahre zu überbrücken, indem du regelmäßig, so alle 1 bis 2 Jahre zur Reha gehst, zuerst in Deutschland, und da das mit hoher Wahrscheinlichkeít nur einige Monate bis ca max 2 Jahre Remission bringen wird, nach Israel. Ich kenne einige Leute, die damit schon 10 bis 20 Jahre gut über die Runden kommen. Dies ist allerdings finanziell und zeitlich aufwendig.

Etwas, das zwischen Nichtstun und Basismedikamenten liegt ist Fumaderm. Schau mal da nach.

Matthias

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Gast Bea

Hallo Kathrin !

Wenn Du eine homöopathische Behandlung ausprobieren möchtest, empfehle ich Dir, zu einem Arzt zu gehen, der die klassische Homöopathie beherrscht. Also nicht zu einem Heilpraktiker.

Ein guter homöopathischer Arzt kennt die Grenzen der Homöopathie und wird Dir das auch sagen, wenn die Behandlung keine Besserung bringt.

Ich bin selbst seit 2 Jahren in homöopathischer Behandlung und sehr zufrieden. Psoriasis ist nicht heilbar, und ich habe natürlich auch immer noch Pso. Allerdings nicht mehr so schlimm wie vor 2 Jahren.

Gruß Bea

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Gast Kathrin P.

<img src="http://img.homepagemodules.de/smile.gif">

Hallo Kathrin,

im ersten Moment dachte ich tatsächlich, ich habe den Beitrag geschrieben.<img src="http://img.homepagemodules.de/hmm.gif">

Aber ich bin "erst" 36 J. Trotzdem finde ich die Ähnlichkeiten natürlich witzig.

Zu Deinem Trost, mir geht es auch ohne Basistherapie besser. Habe MTX und ähnliches auch abgelehnt. Und mein Leidensdruck war bestimmt groß genug. So groß, daß ich ohne Schmerztabletten nicht mehr über den Tag kam.

Erste Hilfe kam mit Weglassen von Fleisch, Wurst und Bohnenkaffee. Nach einer Woche hatte ich keine "Hexenschüsse" mehr und habe die Schmerztabletten weggelassen.

Einen großen Erfolg brachte dann eine Fastenkur (nach Otto Buchinger). Nach 3 Tagen

konnte ich durchschlafen, nach 5 Tagen meine Schuhe wieder selber zumachen usw.

Mittlerweile sind fast 3 Monate vergangen. Ich bin nach wie vor "krank", aber kein Vergleich zu der Zeit vorher. Ernähre mich vegetarisch- Ausnahme: ab und an Fisch-

mache täglich Gymnastik, woran früher auf Grund der Schmerzen kaum zu denken war- und

freue mich auf die nächste Fastenkur im Herbst.

Wenn Du mehr wissen möchtest: kapi@bigfoot.de ist meine e-mail Adresse.

Ansonsten alles Gute,

Kathrin

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Gast Sevensense

liebe kathrins <img src="http://img.homepagemodules.de/grin.gif">,

auch ich lehne mtx und konsorten ab. auch ich habe mich -was die haut und den darm betrifft- in den letzten jahren homöopathisch in den griff bekommen. hatte wirklich viel viel glück in richtige homöopathische hände gekommen zu sein.

ABER

gegen die gelenksbeschwerden und den damit verbundenen sehr hohen schmerzgrad ist homöopathie alleine machtlos.

Ein sehr verantwortungsbewusster und kompetenter homöopath (auch chin. heilmedizin staatl. geprüft ) hat mir das deutlich zu verstehen gegeben.

ich kombiniere -noch mit geduld- homöopathie, chinesische heilmedizin inkl. akupunktur+ moxatherapie, H 15 nehme ich von mir allein aus.

wir die homöopathisch erprobten wissen: diese sachen brauchen mehr zeit, wirken aber an der basis und "überdecken" nicht nur die symptome wie die medikamente.

<font color="#FF0000"> ich weiss persönlich, aus fachliteratur und forschungen, dass man die nebenwirkungen von medikamenten nicht verniedlichen darf! Sie bringen neue Krankheiten und ich bin ein lebendes beispiel! </font>

ironischerweise möchte ich hinzufügen, dass das "lebende beispiel" doppelsinnig gemeint ist.

1. meine andere krankheit wurde medizinisch nicht rechtzeitig diagnostiziert und ich bin dann wirklich im allerletzten moment im komatösen zustand geschlachtet und jahrelang mit hämmer-medikamenten vollgepumpt worden. Es kurze zeit später wieder eine ähnliche situation gab (nonnen + priester waren lt. aussagen schon an meinem bett)

Ohne Hämmer (bei zu spät gestellter med. diagnose, wobei das bei morbus crohn auch wirklich nicht einfach ist!) hättet ihr heute keine Sevensense <img src="http://img.homepagemodules.de/wink.gif">

2. habe ich das gesamte spektrum der begleiterkrankungen die ein morbus crohn menschlein bekommen kann! im dccv ist auch nachzulesen, dass die medikamente "gegen" morbus crohn neue begleit-krankheiten hervorrufen, jawohl ich habe bei allen hier gerufen! Also Teufel mit dem belzebub "verdrängt" <img src="http://img.homepagemodules.de/devil.gif">

leben um des lebens willen? um welchen preis?

wenn das wörtchen wenn nicht wär, säss ich heut vielleicht nicht hier...und die natürliche auslese wäre erfolgt.

hätte man es früher diagnostiziert und ich den anderen weg schon gekannt. shrugs.

es ist nun mal wie es ist...

aber ein zweiter mal passiert mir das nicht <img src="http://img.homepagemodules.de/idee.gif">

Sevensense

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Sascha

Liebe Forum-Teilnehmer,

schöne Grüsse aus Russland. Das Thema ist für mich aktuell dadurch geworden, dass mein Schwager (56 Jahre alt) seit 3 Monaten an PSA (nach ärtzlichem Befund in Russland) leidet und diese Krankheit schreitet schnell fort. Vor 3 Monaten hat er 2 betroffene Gelenke, jetzt geht es bei ihm um 6 Gelenke.

Der Mann hofft, wie alle in so einer Situation, auf ärtzliche Hilfe, mehrere Ärzte schon besucht, blieb aber bei eigener Meinung, dass russische Medizin nichts gutes anbietet. Jetzt will er nach Deutschland reisen und in einer Klinik behandelt werden.

Er ist sicher die deutsche Medizin, die überall auf der Welt hoch geschätzt wird, hilft ihm auf einmal.

Könnte jemand vielleicht mir mal erklären, ob es überhaup möglich wäre, diese PSA zu bekämpfen? Mit modernen Technik und Therapien?

Alles, was ich hier bis jetzt gelesen hab, scheint mit ausschliesslich Medikamenten-Behandlung zu sein.

Nicht einmal hat es sich hier um radikale und effektive Behandlung gehandelt. Heisst es, dass PSA unheilbar ist?

Und das auch in so fortgeschrittener Gesellschaft wie Deutschland?

Was kann ich meinem Schwager sagen? Der ist doch überzeugt, dass es in Deutschland ein Zauberer gibt, der ihm sofort hilft.

Vielen Dank für Ihre Antworten,

Sascha (ist ein Kurzform von Alexander)

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Fussballfan

Hallo Sascha,

Ersteinmal möchte ich dich hier Willkommen heißen.

Psa ist nicht heilbar, auch in Deutschland nicht, du kannst es eventuell lindern unter anderem mit Medikamenten ,aber geheilt wirst du davon nie.

Gruß

Fußballfan

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sare

@ Bea: Ein GUTER!!! Heilpraktiker kennt auch seine Grenzen.

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Sascha

Danke für Ihre Antwort, Fussballfan.

Es klingt wirklich traurig...weil ich bin bald sicher ein Kunde bei dieser Erkrankung oder einer anderen Form von Artritis.

Ich war vor kurzem zur sogenannten Fahrer-Untersuchung, d.h. bei uns alle 3 Jahre muss man bei der Verkehrspolizei Medizinische Bescheinigung vorlegen. In der Poliklinik sah ich so viel alte Leute... vorwiegend Rentnerinnen und Rentner. Die haben jetzt viel Zeit für Wartezimmer und ärtzliche Besuche. Es scheint mehr an Lebensweise zu sein, Krankheiten zu vermeiden. Junge Leute gibt es in unserer Klinniken wenig, nicht aber deswegen, dass sie sich durch absolute Gesundheit auszeichnen, sondern denkt die junge Generation, dass alles das kommt an ihr vorbei. Und merkt nicht, wie der Körper immer schwächer wird.

Sehr geehrter Fussballfan, was halten Sie von REMICADE? Gibt es keine Hoffnung, dass die Wissenschaft in Kürze etwas vorschlägt wie folgende Therapie: Spritze-Entzündung weg-gesundheitliche Lebensart-Gesund bleiben.

Mit AIDS-Behandlung steht´s z.Zt. besser als mit PSA. Ist das nicht erstaunlich?

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