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Häppedi

Hallo zusammen,

als Remicadekonsument verfolge ich hier im Forum aufmerksam die Beiträge zu diesem Thema.

Bevor ich meine Fragen stelle, möchte ich hier kurz meine eigenen Erfahrungen schildern:

Seit ca. 30 Jahren leide ich an Schuppenflechte, vor etwa ca. 10 Jahren kamen auch noch Gelenkprobleme hinzu.

Ich habe schon so ziemlich alles geschluckt und gespritzt, was der schulmedizinische Markt so hergibt (Furmarsäure, Neotigason, MTX, Enbrel). Der Erfolg war meist bescheiden, die Nebenwirkungen manchmal sehr unangenehm.

Das Verhältnis Wirkung /Nebenwirkung war bei mir mit Furmarsäure und MTX am schlechtesten und bei Enbrel noch am besten, wenngleich auch hierbei das Ergebnis nicht zufriedenstellend war.

Im April 2007 bekam ich dann Remicade und der Erfolg auf meiner Haut war geradezu umwerfend. Bereits 2 bis 3 Tage nach der 1.Infusion zeigte sich eine deutliche Besserung, kurz nach der 2.Infusion (2 Wochen später also) konnte ich schon wieder mit T-Shirts herumlaufen (zum ersten Mal seit 15 Jahren). Weitere 4 Wochen später - nach der 3. Infusion - war ich am ganzen Körper so gut wie erscheinungsfrei.

Bisher folgten weitere drei Infusionen im Abstand von 8 bis 10 Wochen.

Nennenswerte Nebenwirkungen habe ich bisher nicht verspürt, auch nicht während der Infusionen.

Wenngleich meine Haut im Vergleich zu früher immer noch sehr gut aussieht, zeigte sich die PSO zuletzt wieder etwas häufiger.Ich weiß nicht, ob diese kleinen "Schönheitsfehler" mit der kalten Jahreszeit zu tun haben, oder ob mein Remicade nicht mehr ganz so doll wirkt wie in den Monaten zuvor.

Hier nun meine Fragen an alle, die Remicade schon etwas länger bekommen:

- Welche Erfahrungen habt Ihr mit diesem Medikament gemacht?

- Habt Ihr einen Wirkungsverlust festgestellt ( ggf. wann) oder wirkt

Remicade bei Euch immer gleichbleibend gut?

- Bleiben die Abstände zwischen den Infusionen bei Euch immer gleich?

Würde mich über die eine oder andere Reaktion freuen, bereits jetzt Danke.

Viele Grüße

Häppedi

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RolandG

Hallo, Häppedi

Ich bekomme mein Remicade schon seit fast 2 Jahren, und muss sagen das ich noch keinen Wirkungsverlust festellen konnte. Auch meine Abstände von ca. 8 Wochen reichen mir bisher aus. Ich kann also sagen das dieses Medikament das beste ist das ich bisher bekommen habe. Mir geht es seit der ersten Infusion einfach nur blendend.

Mfg, Roland

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Häppedi

Hallo Roland

Danke für Deine Antwort, die mich sehr positiv stimmt.

Deine Aussage, dass Remicade das beste Medikament ist was Du bisher bekommen hast, kann ich auch für mich bestätigen. Ich hoffe also, dass es so optimal weitergeht und blicke aufgrund Deiner Erfahrung optimistisch in die Zukunft.

Grüße von Häppedi.

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Quax

Hallo zusammen,

nach 2,5 jähriger Anwendung zeigt sich bei mir deutlich ein Wirkungsverlust. Stellen die bisher unter der Anwendung verschwunden waren, tauchen nun mit aller Deutlichkeit wieder auf. Großflächige Plaques werden lediglich ein wenig blasser und bleiben trotzdem erhaben und ohne weitere Veränderung.

Gemessen zu den Kosten für das Medikament alles in allem kein zufriedenstellendes Ergebniss mehr. Werde versuchen jetzt auf Humira umzustellen.

Gruß

Quax

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Häppedi

Hallo zusammen,

die Frage "Remicade und Wirkungsverlust" hatte ich vor etwas mehr als einem Jahr hier im Forum thematisiert und meine Erfahrungen geschildert.

Den Beitrag von Quax möchte ich zum Anlass nehmen, mich nochmals zu melden, also:

Bei mir hat Remicade nach 8 bis 9 Monaten geschwächelt, und zwar so, dass ich auch schon mal über Alternativen nachgedacht habe.

Ich bin aber bei dem Medikament geblieben, weil der Zustand immer noch besser war als mit jedem anderen Mittel zuvor.

In dieser Phase wurden die Infusionsintervalle auf 6 Wochen reduziert.

Ab Frühsommer wurde meine Haut dann wieder langsam besser; richtig gut wurde es wieder im Herbst, so dass die Infusionsintervalle zunächst auf 7 und kürzlich wieder auf 8 Wochen ausgehnt wurden.

Die Wirkung ist jetzt so gut, wie "zur besten Remicade-Zeit" im 1. Jahr, vielleicht sogar noch etwas besser. Ich freue mich riesig darüber, versuche aber auch, die Sache mit die der notwendigen Bescheidenheit und Demut zu sehen, weil ich weiß, wie schnell sich alles wieder ändern kann; und wenn die Haut mal richtig gut war, tut ein Rückschlag verdammt weh.

Manchmal macht es also Sinn, etwas Geduld mit einem Medikament zu haben, von dessen Wirkung man im Grunde auch überzeugt ist.

Quax und allen anderen, die einen Wirkungsverlust unter Remicade festgestellt haben, wünsche ich alles Gute und hoffe, dass Sie für Ihre Weiterbehandlung die richtige Entscheidung treffen (jeder Patient reagiert ja auch anders).

Dann möchte ich noch kurz auf eine andere Sache hinweisen, die mir erwähnenswert scheint, wobei ich jedoch nicht weiß, ob das Thema Folsäure schon an einer anderen Stelle im Forum behandelt wurde:

Seit einiger Zeit nehme ich zusätzlich 1 Tabl. Folsäure 0,4 mg täglich ein, weil ich davon gehört habe, dass im Rahmen einer medizinischen Studie zufällig die positive Wirkung von Folsäure auf Schuppenflechte bemerkt wurde.

Ich weiß nicht, ob mein aktueller toller Hautzustand nur mit der zurückgewonnenen Wirkung von Remicade zu tun hat, oder ob auch die Folsäure hier mitgeholfen hat. Nach dem Motto: "es kann ja nichts schaden" werde ich mit der Folsäure jedoch weitermachen, weil ich ein ganz gutes Gefühl dabei habe.

Die permanete Einnahme von Folsäure ist aber wohl nichts für MTX-Patienten.

Allen Schuppis wünsche ich eine gute Zeit.

Viele Grüße

Häppedi.

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Luxus68

Hallo, nachdem ich ähnliche Fragen habe, wollte ich jetzt kein neues Thema dafür eröffnen und hoffe, dass ich trotzdem Antworten bekomme:

Ich bekomme seit einigen Monaten Remicade gegen meine PsA und hatte bisher einen recht guten Erfolg:

1. Infusion Anfang April -> Besserung der Schmerzen/Schwellung/Überwärmung ab dem 2. Tag. Ab 10. Tag wieder leichte Verschlechterung

2. Infusion nach 2 Wochen (mitte April) weitere leichte Besserung

3. nach 4 Wochen (mitte Mai) ebenfalls leichte Besserung bis hin zu einem guten Zustand (min. permanenten Schmerz). Nach 3 Wochen langsame Verschlechterung

4. Infusion nach 6 Wochen (anfang Juli) keinerlei Veränderung, gleichbleibend "mittelmäßig bis schlecht"

Nachdem ich nun nach der 4. Infusion keine Besserung verzeichnen konnte, verschlechtert sich mein Zustand jetzt auch noch zusehends, d.h. die Schmerzen, Schwellung und Überwärmung werden permanent stärker und auch auf der Haut bildet sich langsam wieder was.

Kann das nun am Remicade (Wirkungsverlust) liegen? Muss aber wohl auch dazu sagen, dass ich momentan (seit Ende Juli) im Prf.-Zeitraum an der Uni bin - also viel Stress habe.

Mich wundert halt etwas, dass ich diesen (für mich) typischen Pusch direkt nach der Infusion anfang Juli nicht hatte - und das obwohl es mir die Tage vor der 4. IV ja verhältnismäßig schlecht ging und ich eigentlich mit "mehr" gerechnet hätte :ähäm

Falls das jetzt alles etwas unübersichtlich ist, fragt mich. Ich konnte es leider nicht besser ausdrücken ;)

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scorpio08

Hallo liebe leidensgenossen!

Ich bin 40 und leide ebenfalls seit mehr als 10 jahren an Schuppenflechte.

Angefangen hat alles nur am Kopf (so mit 6, 7 Jahren). Ab meine 24 Lebensjahr ist sie dann auch zuerst an den Armen und Beinen, dann auch am Körper und die Fingernägel. War dann auch mehrmals auch KUR. Hatte auch schon leichte Gelenkschmerzen, die mal stärker mal schwächere waren.

Vor ca. 2-1/2Jahren hab ich dann bei der Vergleichstudie MTX-Remicade teilgenommen. Zuerst MTX, dann wurde auf Remicade umgestellt. Seitdem bekomm ich 500mg alle 8 Wochen. Das Ergebnis war zuerst sensationell.

Die Plugs verschwanden vollständig, auch meine Nägel wurden besser. Es blieben nur einige Herde am Kopf.

Vor ca. 15 Monaten hatte ich dann ein sehr ernüchterntes Erlebnis.

Ca. 6 Wochen nach einer Infussion bekam ich fürchterliche Schmerzen.

Diese waren extrem schlimm und beschränkten sich nicht nur auf die Gelenke sondern auch auf die Weichteile.

Solche Schmerzen hatte ich vorher noch nie. Und dabei waren sie einen Tag hier, am nächsten Tag ganz wo anders waren.

Das einzige was der Arzt machte war zusätzlich MTX zu verschreiben.

Also für mir hat Remicade bei der Haut geholfen, nur bei den Pso-A haben sich die Symtome verschlimmert.

mfg

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FUN 1960

Ich habe zwar bereits in einem anderen Thema dazu geschrieben ... und nun hab ich das hier entdeckt.

Ich bekomme seit gut 26 Monaten Remicade.

Nach anfänglicher totaler Beschwerde- und Erscheinungsfreiheit, ist die Pso nun schlimmer wie je zuvor.

Dies begann vor 4 Monaten zunächst mit erheblichen Begleiterscheinungen wie Gelenkschmerzen, die bis zur Bewegungsunfähigkeit geführt haben und ganz diffuse Schmerzen ... einfach überall und immer woanders.

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    • eva0062
      By eva0062
      Hallo
      ich soll demnächst von Azathiorin und MTX auf Infliximab umgestellt werden. Die Voruntersuchungen laufen.
      Grund ist, das die Enzündung vom M. Crohn im Darm wieder da ist.
       
      Kennt jemand das Medikament? Spielt die Krankenkasse mit?
      Wie lange braucht bei euch die Infusion mit dem durchlaufen? Wie lange müsst ihr in Klinik/ Praxis bleiben?
      Wie oft bekommt man eine Infusion?
       
      Danke
       
    • Der_Björn
      By Der_Björn
      Hallo zusammen,
      jetzt hat man sich hier in der Klinik dazu entschieden das ich statt Stelara Remicade bekommen soll.
      Nun hatte ich heute die erste Infusion und muss sagen das meine Ängste bisher unbegründet waren, ich habe bisher keinerlei Nebenwirkungen, weder Kopfschmerzen noch Müdigkeit oder irgendeine der anderen Nebenwirkungen.
      Jetzt muss ich nur noch hoffen das diese Therapie bei mir anschlägt.
      Ich werde auf jeden Fall weiter Berichten.
      Liebe Grüße
      Björn
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