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Gast Heinestein

persönl. Geschichte und eigene Erfahrungen zu mögl. Triggern

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Gast Heinestein

Hallo,

ich bin neu hier im Forum und möchte mal kurz meine Schuppenflechtegeschichte und meine Überlegungen/Erfahrungen zu möglichen Triggern darlegen.

Ich hatte zum ersten Mal 1998 mit 28 Jahren von meiner Schuppenflechte erfahren.

Es ging los Anfang September 1998 mit einer Wölbung/Hubbel am Kopf, der zunehmend mehr Hubbel bekam.

Die Haut an meinen Handinnenflächen fing an sich zu schälen und mein Innenohr war auch befallen.

Relativ schnell erfuhr ich vom Arzt, daß es Schuppenflechte ist.

Ich bekam diverse Salben, die ich gleichzeitig für Kopf,Hände und Innenohr verwenden sollte. Psorcutan und eine Vitamin D-Salbe waren darunter.

Diese halfen so gut wie gar nicht.

Anfang bis Mitte November war mein Kopf übersät von Hubbeln, die Hände waren komplett befallen, d.h. die Innenflächen schälten sich permanent, die Fingerkuppen waren ganz rissig und rot, viele rote Pusteln vor allem an der Handoberfläche.

Mein Hausarzt sagte mir, daß er es so extrem an Händen noch nie gesehen hat.

Ähnliches sagte auch mein Hautarzt. (Beide sind schon bald im Pensionsalter.)

Um Weihnachten herum bekam ich dann Sandimmun verordnet. Das habe ich ungefähr 2,3 Monate nehmen müssen und danach ,so März,April 1999, waren alle Symptome weg.

Von dieser Zeit bis ungefähr Ende Mai 2002(!) hatte ich so gut wie keine Symptome

mehr und in diesen 3 Jahren habe ich diesbezüglich keinerlei med. Behandlung

erfahren müssen.

Gut, es gab hin und wieder ein bis zwei vereinzelte Hubbel am Kopf

und die Innenohren u. Gehörgänge waren auch alle 2 Tage von einer kleinen

Schuppenschicht überzogen. Aber das war für mich alles "unter ferner liefen", alles kein Vergleich mit vorher.

Ich habe mir natürlich schon fast von Anfang an überlegt, was für Faktoren Auslöser gewesen sein könnten.

Als Unterschiede zu meinem vorherigen Leben machte ich folgende Dinge aus, von denen ein oder mehrere möglicherweise die Ursache sein könnten:

1. Halsschmerzen (Enzündung,rauher Hals, Kloß im Hals) im Sommer 1998, die immer

mal weg waren und dann wieder kamen und die ich nicht behandeln ließ.

2. Fahradsturz, Mitte bis Ende August 1998. Ich hatte mindestens 6-7 offene Stellen mit extremen Abschürfungen, die möglicherweise ein Eindringen von Bakterien ermöglichten.

3. Tetanus-Impfung (welche mindestens schon 10 Jahre überfällig war) am Tag des Fahrradunfalls. Schuppenflechte möglicherweise Impfreaktion ?

4. Extremer Streß in dieser Zeit. Ich mußte von September 98 bis Anfang Januar 99 drei Prüfungen für die Uni absolvieren um weiterhin Student bleiben zu dürfen.

Die Zeit reicht eigentlich nicht aus, um ohne Glück sicher zu bestehen. :-)

(Man hat normal 1,5 Jahre Zeit für die insgesamt 4 zeitlich frei wählbaren Prüfungen).

5. Im Juli/August Einnahme von täglich einer Melatonin-Tablette.

Melatonin ist ein Hormon, welches man auch normal im Körper produziert, aber eine zusätzliche Einnahme ist angeblich gut gegen den Alterungsprozeß und auch z.B. gegen das "Jetlag" nach Überseeflügen. In Deutschland ist es nicht zugelassen aber in den USA gilt es als Wundermittel und ist im Prinzip rezeptfrei in Supermärkten erhältlich.

6. Hatte oft Kopfschmerzen und habe deswegen ziemlich viel Aspirin eingenommen.

Auch so Juli/August herum.

7. Ebenso Juli/August fing ich an viel Salat zu essen, eigentlich täglich.

Paprika war meistens dabei, Tomaten auch öfter mal.

Fast 4 Jahre nach dem ersten Schub nun der zweite im Jahre 2002:

Jetzt ab Mitte Mai 2002 ist mein Kopf wieder zunehmend mehr befallen und seit Juni wieder übersät mit Hubbeln. Die Hände zum Glück nicht. Sie waren aber wieder kurz vorm Anfang. Der Trend zur Zunahme an (Kopf)stellen scheint jetzt gestoppt (obwohl ich nicht beim Arzt war und auch sonst keine Eigenbehandlung einleitete), auch wenn die befallenen Stellen immer wieder neu schuppen. Allerdings scheint seit ein paar Tagen auch die "Schupp-Geschwindigkeit" wieder etwas kleiner zu werden.

Diesmal könnten mir eigenlich nur 3 Dinge einfallen, die anders waren als vor dem Schub:

1. 2-3 wöchige Erkältung Mitte bis Ende April 2002.

2. Mitte/Ende März bis Anfang Mai habe ich wieder viel Salat gegessen. Paprikamenge ungefähr wie 1998, Tomaten diesmal fast täglich.

3. Anfang Mai bis Mitte Juni fast tägliche Zufuhr einer Gewürzmischung mit den Bestandteilen: Knoblauchgranulat, Chilie geschrotet, Petersilie, Tomatenflocken, Zwiebeln.

In den schuppenflechtefreien Jahren habe ich so gut wie nie Paprika gegessen,

aber desöfteren (manchmal eine Woche lang täglich) Tomaten.

Für mich persönlich steht nun Paprika doch extrem unter Verdacht zumindest für mich ein Trigger zu sein. Obwohl das alles natürlich kein Beweis ist.

Vielleicht war auch die extreme Verköstigung der scharfen Gewürzmischung mit ein Grund.

Was Wein/Alkohol angeht, so ist es für mich definitiv kein Trigger.

Hatte die letzten 5 Jahre eigentlich täglich 2 bis 3 halbe Liter Bier oder 2 bis 3 Viertel Wein getrunken. Seit September 2001 eigenlich täglich ausschließlich Rotwein, meist eine ganze 0,75l-Flasche.

Übrigens trinke ich seit Anfang Mai 2002 so gut wie gar keinen Alkohol mehr.

Ob davon wohl der neue Schub kommt ? <img src="http://img.homepagemodules.de/smile.gif">

Mal ohne Witz: Möglich wäre das sogar (es ist ja eine körperliche Umstellung, auch wenn es kein Entzug war), ich glaube es aber nicht.

Eine Umstellung von viel Fleisch auf fleischlose Ernährung hat mein Körper im Jahr 2000 ohne Murren mitgemacht.

So, das waren jetzt alles persönliche Erfahrungen, aber vielleicht entdeckt ja irgendjemand Gemeinsamkeiten.

Paprika und Tomaten stehen ja auch bei vielen hier im Forum unter Verdacht.

Gruß,

Heinestein

Mögen die Schuppen von uns fallen ! <img src="http://img.homepagemodules.de/clown.gif">

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