Psoriasis-Patienten mit Übergewicht für Studie mit Spezialdiät gesucht

Lebensmittel, die reich an gesättigten Fettsäuren sind, können die Schuppenflechte verstärken. Das haben Ärzte und Wissenschaftler der Hautklinik am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) gezeigt. Solche Nahrungsmittel sind zum Beispiel Gebäck, Fleisch, Fertigprodukte oder ähnliches.

„Die gesättigten Fettsäuren beeinflussen die Schuppenflechte in einem Krankheitsmodell negativ“, erklärt Klinikdirektor Professor Jan-Christoph Simon. Wurden diese Fettsäuren reduziert, führte das zu einer deutlichen Verbesserung der Schuppenflechte. „Diesen Zusammenhang konnten wir erstmals darstellen“, so Simon. Und so kamen die UKL-Wissenschaftler zu der Vermutung, dass eine Umstellung der Ernährung die konventionellen Therapien der Psoriasis unterstützen könnte.

Das „Journal of Investigative Dermatology“, eine Fachzeitschrift unter Hautärzten, widmete den Ergebnissen der UKL-Experten in einer ihrer Ausgaben ein so genanntes „Editorial“, ein Vorwort.

Eine Interventionsstudie soll jetzt zeigen, ob eine Änderung der Essgewohnheiten oder eine spezielle Diät Einfluss auf den Behandlungserfolg bei Psoriasis nehmen kann. Dafür werden noch Patienten gesucht.

Das Besondere der Studie: Zusätzlich zur leitliniengerechten Therapie der Schuppenflechte gibt es eine Spezialdiät mit Ernährungsberatung. Das Ganze läuft über einen Zeitraum von sechs Monaten.

Anders ausgedrückt: Die Teilnehmer bekommen eine intensive Behandlung ihrer Schuppenflechte, teure Diätpräparate und eine umfangreiche Ernährungsberatung.

Professor Simon sieht noch einen weiteren Vorzug: „Der Nachweis, an einer solchen Beratung teilgenommen zu haben, ist oft Voraussetzung für weitere Behandlungen zur Gewichtsreduzierung.“

Wer sich für die Studie interessiert, kann sich unter Telefon (0341) 9 71 86 66 oder per E-Mail an hau-kfe@medizin.uni-leipzig.de in der Hautklinik melden.

Am Praktischsten ist die Teilnahme natürlich für Menschen aus Leipzig und Umgebung. Doch wer öfter in die Stadt fahren kann, ist ebenfalls willkommen. Am Anfang ist der Besuch im Studienzentrum alle zwei Wochen, später seltener nötig. Und Leipzig und Umgebung sind wirklich schön 😉

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3 Kommentare

Interessant was hier zu lesen ist: ich (72 J.) habe mit einer strikten ketogenen, also fettreichen Ernährung eine generalisierte, schwere Schuppenflechte unter Kontrolle gebracht. Jahrzehntelang daran gelitten, bin ich in den letzten paar Jahren nur noch mit 20mg/wöchentlich MTX über die Runden gekommen. Heute genügt mir eine Tube Daivonex auf zwei, drei Monate, um verbliebene kleine Rötungen zu behandeln.

Ich lese mit großem Interesse die Artikel“Schuppenflechte-Übergewicht“ Müßte beinahe mein Badezimmer ausbauen um die Medikamente und Emulsionen, Salben und Tinkturen unterzubringen. Kurzum ich bin behandlungsmüde. Meine Kopf-Schuppenflechte bekomme ich nicht in Griff. Ich hatte nie Probleme mit meinen Haaren. Jetzt seh ich aus wie „Pumuckel“ Also : Habe Übergewicht: 1.65/90. bin 85 Jahre und allen Lösungen in meinem Falle aufgeschlossen. Eine letzte Frage: Ich lebe in München , leider nicht in Leipzig. Gibt es in München eine Möglichkeit für mich? Hilfe!!!

Hi. Habe Ihr Beitrag von Ihnen gelesen. Bin seit Jahren Psoriatiker. Die Verzweiflung und Hilflosigkeit war groß, mir hat nichts geholfen, es wurde nur noch schlimmer. Bis ich zufällig auf eine Studie mit Medikament Guselkumab gestoßen bin. Ich habe fast keine Beschwerden mehr. Bitte, wenden Sie sich an einen Arzt, der das für Sie verschreibt. Das wirkt Wunder, ich bin begeistert, kann es nur empfehlen.
Das spritzt man anfangs 1x im Monat, dann 1x in 8 Wochen. Es ist seit 2017 auf dem Markt.
LG

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