Die wichtigsten Impfungen bei Schuppenflechte

Als Erwachsener denkt man, man müsse sich nur noch gegen Grippe oder Krankheiten in fernen Ländern impfen lassen. Alle anderen Impfungen sind schon in der Kindheit gemacht worden – wenn die Eltern nicht eingefleischte Impfgegner waren. Das stimmt so leider nicht. Wer durch Medikamente oder wegen seines Alters immungeschwächt ist, riskiert gefährliche Infektionskrankheiten. Neben den Standardimpfungen zahlen die Krankenkassen inzwischen an Immungeschwächte auch Impfungen, die andere so nicht bekommen. Sogar schon dann, wenn nur abzusehen ist, dass das Immunsystem in nächster Zeit schwächer sein wird, z.B. durch eine geplante Therapie mit einem Biologikum.

Impfen kann schwere Infektionen verhindern

Dr. Christian Schönfeld vom Berliner Tropeninstitut hält regelmäßig Vorträge vor Hautärzten. Im Juli 2019 war er in unserer Berliner Selbsthilfegruppe. Seine Botschaft ist eindeutig: Innerliche Psoriasis-Medikamente wie Biologika schwächen das Immunsystem. Dazu zählt auch hochdosiertes Kortison, z.B. bei Psoriasis Arthritis (oder Neurodermitis). Um schweren Infektionskrankheiten vorzubeugen, sollten sich die Betroffenen unbedingt impfen lassen. Das betrifft diejenigen, die aktuell oder zukünftig mit immunhemmenden Wirkstoffen behandelt werden müssen.


Nur Vorteile für Patienten und Ärzte
Patienten haben einen rechtlichen Anspruch auf diese Leistungen. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten dafür. Der Arzt wird fürs Impfen extra bezahlt; der Impfstoff wird nicht in sein Budget eingerechnet. Leider wissen nicht alle Dermatologen, wie wichtig bestimmte Impfungen bei ihren Psoriasis-Patienten sind. Deshalb, so Schönfeld, sollten Betroffene ihre Hautärztin oder ihren Hautarzt gezielt darauf ansprechen. Er rät dringend, sich mit dem Thema „Impfen“ zu beschäftigen. Nur selten wird eine Psoriasis durchs Impfen ausgelöst. Verschlimmerungen einer bestehenden Schuppenflechte sind nicht bekannt.

Welche Impfungen fehlen, zeigen Antikörper

Psoriatiker, die schwer oder mittelschwer betroffen sind, sollten möglichst frühzeitig klären, wogegen sie bisher geimpft worden sind (Impfstatus). Ideal wäre, wenn das direkt aus dem Impfpass abgelesen werden könnte. Der ist aber nicht immer lückenlos. Alternativ kann durch eine Blutuntersuchung festgestellt werden, ob und wogegen jemand geimpft worden ist. Das erkennt man daran, welche Antikörper gegen Infektionskrankheiten im Blut sind. Diese Antikörper bildet das Immunsystem, um Krankheitserreger gezielt zu bekämpfen. Sie können aber nur dann gebildet werden, wenn das Immunsystem die Erreger (Viren oder Bakterien) kennt. Impfen mit dem Krankheitserreger ist eine Möglichkeit, das Immunsystem zu trainieren. Das hält leider nicht bei allen Krankheiten ein Leben lang an. In diesen Fällen muss dem Immun-Gedächtnis durch eine Auffrischungs-Impfung nachgeholfen werden. Eine andere Möglichkeit, Antikörper zu bilden ist es, die Infektionskrankheit selbst zu durchleben. Danach ist man lebenslang immun dagegen – aber nur, wenn die Infektion durch einen Virus hervorgerufen wird, nicht aber bei bakteriell verursachten Krankheiten.

Impfen vor Therapiebeginn

Wer mit einem immunhemmenden Medikament behandelt wird, darf keinen Lebend-Impfstoff bekommen. Der ist zu stark, als dass das geschwächte Immunsystem dagegen Antikörper bilden könnte. Lebend-Impfstoffe werden  verabreicht gegen Masern, Mumps, Röteln, Windpocken und bei Fernreisen gegen Gelbfieber. Sie müssen spätestens vier bis sechs Wochen vor der Medikamenten-Therapie gegeben werden. Alle anderen Impfungen werden mit Tot-Impfstoffen durchgeführt. Die können zwar gleichzeitig mit dem Psoriasis-Medikament gegeben werden. Sie wirken aber am besten, wenn sie ebenfalls vorher verabreicht werden, so Dr. Schönfeld. Die Ständige Impfkommison (STIKO) empfiehlt möglichst in einer Phase zu impfen, in der z.B. die Schuppenflechte weniger aktiv ist (Remission).

Medikament absetzen bei Lebend-Impfstoffen
Wer bisher nicht gegen Masern, Mumps, Röteln oder Windpocken geimpft wurde bzw. diese Krankheiten nicht durchlebt hat, sollte sich dagegen impfen lassen – unabhängig vom Alter. Für alle Lebend-Impfstoffe gilt: Wenn sie nicht vor Beginn der Therapie gespritzt werden, muss der immunschwächende Wirkstoff abgesetzt werden. Erst wenn er vollständig aus dem Körper abgebaut ist, darf geimpft werden. Wie lange das dauert, sollte mit der behandelnden Ärztin bzw. dem Arzt abgesprochen werden. Grundsätzlich gilt eine Sicherheitsfrist von drei Monaten. Aber Präparate, die man täglich oder wöchentlich einnimmt, werden schneller abgebaut, als solche, die alle 4 bzw. 8 Wochen oder einmal im Quartal gespritzt werden.

Wogegen geimpft werden sollte

Risiko Gürtelrose bei Immunschwäche
Wer schon einmal an Windpocken erkrankt ist, muss sich bei Immunschwäche unbedingt gegen Gürtelrose (Herpes Zoster) impfen lassen. Wenn das Immunsystem gehemmt wird, können die in den Nervenzellen schlummernde Windpocken-Viren wieder aktiv werden. Das geschieht 15 x häufiger, als bei Gesunden, so Dr. Jutta Weinerth (Ernst-Bergmann-Klinikum, Potsdam). Die Schmerzen, die eine Gürtelrose machen kann, sind extrem stark und schwer zu behandeln. Sie sind der häufigste Grund für Selbsttötung (Suizid) von über 70-Jährigen, so Dr. Schönfeld. Diese Impfung wird seit Mai 2019 von den Kassen übernommen. Sie hilft aber nicht gegen den klassischen Herpes, z.B. an der Lippe.

Gelbfieber-Impfung bei Fernreisen
Gegen Gelbfieber lässt man sich impfen, wenn man in tropische und subtropischen Gebiete von Südamerika oder Afrika reist. Da das ein Lebend-Impfstoff ist, muss mit dem Impfen gewartet werden, bis der Psoriasis-Wirkstoff abgebaut ist. Es dauert 10 Tage, bis Antikörper gegen Gelbfieber gebildet werden. Danach kann mit dem Psoriasis-Medikament weiterbehandelt werden.

Hepathitis B-Impfung: Kasse zahlt bei Immunschwäche
Man sollte immer gegen Hepatitis B geimpft sein. Der Virus verursacht schwere, manchmal chronische Leberentzündungen bis hin zum Leberkrebs. Bevor ein immunhemmendes Medikament gegeben wird, sollte getestet werden, ob im Blut Antikörper (Anti-HBs) vorhanden sind. Sonst muss geimpft werden. Ziel ist es, dauerhaft mindestens 100 Einheiten Anti HBs im Blut zu haben. Dieser Wert sollte jährlich kontrolliert werden. Der Schutz durch die Impfung hält nicht lebenslang, weil ein Teil unter der Immunhemmung verloren geht. Die Kassen übernehmen die Kosten bei über 18-Jährigen u.a. wenn eine Immunschwäche vorliegt oder abzusehen ist.

Pneumokokken-Impfung: Besserer Schutz bei Immunschwäche
Pneumokokken sind Bakterien, die zahlreiche Entzündungen hervorrufen können, vor allem an Lunge, Mittelohr und Hirnhaut. Gefährdet sind vor allem Kinder sowie Menschen ab 50 Jahre. Die Kassen zahlen die Impfung u.a. bis zum 23. Lebensmonat, ab dem 60. Lebensjahr und für Immungeschwächte bzw. chronisch Kranke jeden Alters. Sehr viele Menschen sind nicht dagegen geimpft. Am wirksamsten ist es, wenn man erst mit Prevenar 13 und dann mit Pneumovax 23 impft. Diese Kombination bekommen aber in der Regel nur chronisch Kranke unter 16 Jahren und Immungeschwächte. Senioren ohne Immunschwäche werden nur mit Pneumovax 23 geimpft. Das aber bringt das Immunsystem nicht dazu, Gedächtniszellen zu entwickeln. Deshalb muss der Impfschutz bei dieser Gruppe alle 6 Jahre erneuert werden.

Meningokokken-Impfung: Kasse zahlt bei Immunschwäche
Meningokokken sind Bakterien, die Hirnhautentzündung (Meningitis) und Blutvergiftung (Sepsis) mit entsprechenden Folgeschäden auslösen können. Es gibt 13 verschiedene Arten. In Deutschland findet man am häufigsten Meningokokken B. Dagegen gibt es für Kinder Bexsero und für alle ab 10 Jahren Trumenba. Geimpft wird außerdem gegen Meningokokken ACWY. Zurzeit (2019) ist dagegen nur der Impfstoff Nimenrix lieferbar. Beide Impfungen sind grundsätzlich für Immungeschwächte sinnvoll. Sie werden in der Regel nur für Immungeschwächte von den Kassen bezahlt.

Grippe-Impfstoff: Am besten aus Zellkulturen
Dr. Schönfeld empfiehlt allen chronisch Hautkranken, sich gegen Grippe (Influenza) impfen zu lassen. Da die Grippeviren sich ständig verändern, wird jedes Jahr eine neue Kombination von Schutzstoffen entwickelt. In Deutschland ist es die Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts, die zur jeweiligen Grippesaison empfiehlt, welche Impfstoffe verwendet werden sollen. Trotz Impfung gibt es aber keinen 100-prozentigen Schutz. So fehlte z.B. in der Saison 2017/2018 im Grippe-Impfstoff der hauptsächlich vorkommende Influenza-B-Virustyp. Die Krankenkassen zahlten darüberhinaus keine Präparate mit Wirkverstärker (Adjuvanten). Die aber verstärken den Schutz vor allem bei Älteren und Immungeschwächten. Besser wirken Impfstoffe, die auf Zellkulturen entwickelt wurden, anstatt auf ausgebrüteten Hühnereiern. Erst seit Ende 2018 ist das Präparat Flucelvax Tetra zugelassen. Bis dahin durften Hühnereiweiß freie Impfstoffe nur bei schwerer Allergie importiert werden.

Wirkstoff-Verstärker in unbedenklichen Mengen

Impfkritiker behaupten, Wirkstoffverstärker wie Aluminium seien gesundheitsgefährdend. Das stimmt so nicht: Der Mensch nimmt täglich über die Nahrung Aluminum auf. Die Menge, die durchs Impfen dazu kommt, ist äußerst gering und kaum nachweisbar. Dem steht gegenüber, dass Impfen vor gefährlichen Infekten schützt. So gesehen ist das extrem geringe Mehr an Aluminium akzeptabel. Ähnliches gilt für Quecksilber: In nur noch ganz wenigen Impf-Seren ist Ethyl-Quecksilber enthalten. Es bleibt außerdem nur nur sehr kurz im Körper – im Gegensatz zu Methyl-Quecksilber, dem eigentlichen Giftstoff. Den nehmen wir täglich über die Nahrung auf.

Immunisierung erfolgreich?

Das Immunsystem soll auf die Impfung reagieren. Wenn es einen Fremdstoff erkennt, wird es versuchen, ihn zu bekämpfen und für die Zukunft Antikörper bilden. Vorübergehend kann die Impfstelle geschwollen sein, sie kann schmerzen oder der Arm lässt sich schwer bewegen. Auch kann man eine Zeit lang Fieber, Kopf- oder Gliederschmerzen bzw. Unwohlsein bekommen. Das sind alles Symptome dafür, dass das Immunsystem Antikörper bildet (Impfantwort). Männer reagieren im Durchschnitt schwächer auf Impfungen wie Frauen. Testosteron bremst die Bildung von Anti-Körpern und Zytokinen.

Bestehen Zweifel, ob die Impfung erfolgreich war, kann man im Blut feststellen, ob die gewollten Antikörper gebildet wurden. Eventuell muss noch einmal geimpft werden, gegebenenfalls mit einem Wirkstoffverstärker.

Bei keiner Impfung gibt es einen 100-prozentigen Schutz. Deshalb sollten Familienangehörige und andere enge Kontaktpersonen mitgeimpft sein.

Säuglinge impfen

Säuglinge werden erstmals nach 6 Wochen gegen Rotaviren geimpft. Alle anderen Schutzimpfungen erfolgen das erste Mal nach 2 Monaten. Babys können aber nicht erfolgreich geimpft werden, wenn die Mutter während der Schwangerschaft ein immunschwächendes Medikament, z.B. ein Biologikum genommen hat. Über die Nabelschnur könnte dadurch auch das Immunsystem des Kindes geschwächt werden. Deshalb ist kein Psoriasis-Medikament bei Schwangerschaft zugelassen. Aber: Beim TNF-Alfa-Blocker Cimzia (Certolizumab) ist bewiesen, dass der Wirkstoff nicht durch die Nabelschnur geht. Diese Babys können bedenkenlos geimpft werden.

Impfgegner verbreiten falsche Behauptungen

Impfkritiker und -verweigerer verhalten sich wie religiöse Fanatiker. Sie schrecken nicht davor zurück, wider besseren Wissens „Beweise“ vorzulegen, die längst widerlegt sind. Die Fakten kann man in seriösen Veröffentlichungen nachlesen.

Zusammenfassung

Impfempfehlungen für alle, die aktuell oder zukünftig mit immunhemmenden Medikamenten behandelt werden:

  • Pneumokokken (kombiniert Prevenar13 + Pneumova23)
  • Meningokokken B + ACWY (Grundimmunisierung)
  • Hepatitis B (Grundimmunisierung + jährliche Antikörper-Kontrolle) 
  • Gürtelrose (Grundimmunisierung 2 Dosen)
  • Grippe (Vierfachimpfung)
  • Masern, Mumps, Röteln, Windpocken und ggf. Gelbfieber mit Leben-Impfstoffe vor Therapiebeginn impfen. Ansonsten: Abwarten, bis der immunhemmende Wirkstoff vollständig im Körper abgebaut ist.
  • Familienangehörige und enge Kontaktpersonen mitimpfen.
  • Säuglinge können nur dann bedenkenlos geimpft werden, wenn die Mutter ein immunschwächendes Mittel rechtzeitig abgesetzt hat. Ausnahme: Certolizumab (Cimzia) geht nicht ins Blut des Fötus. 

Weiterführendes

Danke an Dr. Schönfeld fürs geduldige Korrekturlesen!

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Über Rolf Blaga 156 Artikel
Rolf Blaga hat bis 2012 als Studienrat in Berlin am Oberstufenzentrum Gesundheit unterrichtet. Seit 1993 ist er aktiv in der Psoriasis-Selbsthilfe tätig, sowohl regional im Psoriasis Forum Berlin als auch überregional in der Psoriasis Selbsthilfe Arbeitsgemeinschaft.

2 Kommentare

  1. Diese doch sehr einseitigen Ausführungen zum Thema Impfungen kann ich, bei aller Wichtigkeit von Impfungen an sich, so nicht stehen lassen. Einseitig deswegen, weil (A) mit keiner Silbe auf mögliche Risiken eingegangen wird und weil (B) jegliche Kritik durch die Form der Ausführungen bereits vonvornherein im Keim erstickt wird.
    Daher an dieser Stelle ein Link zum Thema – auch wenn es sich um ein „Einzelschicksal“ handelt, gibt der Artikel der Streitkräftebasis unmissverständlich zu verstehen:
    „Es kann jeden treffen“.

    https://www.streitkraeftebasis.de/portal/poc/streitkraeftebasis?uri=ci%3Abw.skb_piz.servic.archiv.2018.oktober&de.conet.contentintegrator.portlet.current.id=01DB040000000001%7CB62JXH374DIBR

  2. Natürlich ist es erschütternd zu hören, wenn ein Mensch schwer erkrankt, weil er ein Arzneimittel oder eine Schutzimpfung bekommen hat. Es ist ebenso schrecklich, wenn Menschen sterben, weil ein Flugzeug abstürzt oder sie bei einem Verkehrsunfall umkommen. Trotzdem nehmen wir Medikamente, fliegen in die Ferien oder bewegen uns im Verkehr. Wir wägen ab, welche Vorteile wir uns davon versprechen und wie groß das Risiko ist, selbst betroffen zu werden

    So auch beim Impfen: Es gibt kein Impfserum, das in jedem Körper gleich reagiert. So wie Biologika eine Psoriasis verursachen können, so gibt es Fälle, bei denen manchen Menschen genau die Krankheit bekommen, gegen die sie geimpft werden sollen. Das Risiko besteht vor allem bei Lebendimpfstoffen (wie gegen Gelbfieber). Bei Tot-Impfstoffen sind die Nebenwirkungen im Allgemeinen leichter Natur. Der entscheidende Punkt: wie viele Menschen werden durch eine Impfung geschützt und wie viele erkranken daran? Das Auswärtige Amt schrieb 2017 in einem Merkblatt zur Gelbfieber-Impfung: „Sehr selten kam es nach der Erstimpfung zu einer Entzündung des Gehirns oder der Hirnhäute oder einer schweren gelbfieberartigen Erkrankung anderer Organe. Insgesamt sind weltweit ca. 30 Fälle mit schweren Nebenwirkungen und 17 Todesfälle bei über 400 Millionen Geimpften aufgetreten.“

    Das Risiko, in den Tropen an Gelbfieber schwer oder sogar tödlich zu erkranken, ist extrem groß. Von einer Impfung hat schon jetzt fast eine halbe Milliarde Menschen profitiert. Setzt man 400 Mio. Geimpfte ins Verhältnis zu 30 schwer Erkrankten, dann sind das 0,0000075 %. Natürlich ist jeder davon ein Fall zu viel. Trotzdem sind diese extremen Einzelfälle kein Argument gegen das Impfen!

    Bei Impfseren wie bei vielen Arzneimittel muss vorher genau festgestellt werden, ob derjenige anfällig sein könnte für Nebenwirkungen, wie z.B. Ältere oder Immungeschwächte. Darüber klärt die Ärztin oder der Arzt auf. Im Beipackzettel ist akribisch aufgeführt, wie häufig welche Nebenwirkungen auftreten können. In jedem Fall muss alles getan werden, um schwere Arzneimittelwirkungen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Ich bin übrigens selbst gegen Gelbfieber geimpft.

    Der verlinkte Artikel beschreibt, dass der junge Mann mit seinem starken Willen aus dieser schlimmen Situation das Beste gemacht hat. Andere wären daran vermutlich zerbrochen. Die Überschrift des zitierten Artikels ist irreführend und könnte dazu führen, sich nicht impfen zu lassen. Es stimmt nicht, dass es „jeden“ treffen kann, sondern es trifft glücklicherweise nur 1 von 13 Mio.

    Rolf Blaga

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